![]() home |
|||||||||
In zahlreichen Gemeinden des Aartals wurden im Mittelalter Reben angebaut, so in Hahnstätten, in Schießheim, in Rückertshausen, in Hohenstein und natürlich in Burgschwalbach selbst. Aus den erhalten gebliebenen Kellereirechnungen von Schwalbach aus den Jahren zwischen 1425 und 1453 ist zu entnehmen, dass sehr unterschiedliche Mengen geerntet wurden (zwischen 3 und 23 Fuder Wein) 1Fuder ungefähr 1000l). Bei der Vergabe eines Schwalbacher Burglehens durch Graf Johann IV an Henne Breder von Hohenstein 1442 und 1444 wurden auch Weinberge aufgeführt. 1442 hieß es: "zwei Stücke Weingärten oben am Schloß in der Aue, die vorzeiten Herrn Johann Lempchin gehörten" und 1444 "zwei Weingärten am Berge gen. Zalle, einen Weingarten an der Holen neben hertwin Pfeffers Weinberg". In beiden Jahren wurde auch je ein Weinberg in Schießheim genannt. Die Weinbergshelfer verdienten dabei etwa 1 Gulden im Jahr. Schwalbach diente im 15. Jahrhundert auch zweimal als Witwenversorgung für katzenelnbogische Gräfinnen aus dem Hause Nassau. Der Wittumsverschreibung im Jahre 1471für Ottilie, die Witwe des Grafen Philipp des Jüngeren, können wir entnehmen, dass der Weinertrag zu Schwalbach auf 1 Fuder und dieses auf 6 Gulden geschätzt wurde. 1473 hieß es im Wittumsvertrag für Gräfin Anna, die zweite Frau von Philipp d. Älteren:"Wenn die Weingärten bestellt werden, ergeben sie 5-6 Fuder (5000 - 6000 l ) Wein. Der Weinzehnte ergibt etwa 1/2 Fuder. Die Gräfin Anna darf jedes Jahr 1/2 Fuder Wein in den Ort Schwalbach zu Bannwein legen und zu ihrem Nutzen ausschenken lassen. (Nach Ottraud Rozumek-Fechtig) |
|||||||||
|
|||||||||