Chronik von Katzenelnbogen, Nassau, Diez, Sponheim, Hessen, Wittelsbach, Westerburg, Isenburg, Leiningen, Eppstein, Hanau, Solms, Bolanden, Falkenstein, Sayn, Veldenz, Rheingrafschaft, Wildgrafschaft, Raugrafschaft, Bolanden, Wied, Ziegenhain, mit klimatischen, sozialen und politischen Ereignissen der Zeit und im verwandtschaftlichen Umfeld rund um die Reichsstadt Frankfurt.
Weiterleitung zur Chronik der Reichsstadt Nürnberg.
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0600 Die 0721 Bonifatius missioniert an der unteren Schwalm, unteren Fulda und unteren Eder.
0738 Die Hessen werden erwähnt.
0747 Mainz wird religiöse Hauptstadt und Metropole Deutschlands. - Die von Karl der Große erbaute Holzbrücke über den Rhein bei Mainz brennt nieder und wird nicht wieder aufgebaut.
0764 Die Mutter Williswint von Oberrheingaugraf und Wormsgaugraf Cancor stiftet Kloster Lorsch. Williswint, die Tochter von Oberrheingaugraf Adalhelm, erbt im Oberrheingau und Hahnheim (Bingen).
0765 Kloster Lorsch erhält einen Heiligen als Reliquie.
0771 Oberrheingaugraf und Wormsgaugraf und Königsbote in Italien Rupert I stirbt.
0772 Rheingaugraf Heinrich ist Widersacher von klosterlorscher Abt Gundeland. - Kloster Lorsch wird Reichsabtei. - Die Königstochter Gisela von König Pippin und dem bayerischeN Präfektensohn Gerold bekommen einen Sohn Adrian alias Hadrian.
0774 Gefangene sächsiche Soldaten werden von Kaiser Karl in Sichtweite der Kaiserpfalz nach Frankfurt-Sachsenhausen verbannt, wo sie von Fischfang und Jagd leben. - Karl der Grosse schenkt dem Kloster Lorsch den Ort Oppenheim.
0775 Atto ist Wormsgaugraf bis 0782.
0779 Karl der Grosse schenkt dem Kloster Fulda unter Abt Sturmius 25 Gehöfte, 56 Hörige und 16 Weinberge in Mainz, eine Wiese auf der Rheininsel Lubichenowa, eine in Nuwenheim, eine in Gonsenheim und eine Wiese an der Nahe im Wormsgau seines Getreuen Otakar.
0782 Karl der Grosse schenkt dem Kloster Fulda unter Abt Baugulf Dienheim am Rheim im Wormsgau und Dauernheim im Wetteraugau
0786 Der erste reguläre mainzer Erzbischof Lullus stirbt. Der mainzer Erzbischof Lullus ist Gründer von Kloster Bleidenstadt und Kloster Hersfeld. Sein Nachfolger wird der wetterauer Adelige Richulf, der für seine eitle Ruhmsucht und Prunksucht verspottet wird.
0790 Karl der Grosse schenkt dem von seinem Vater gegründeten Kloster Prüm Güter im Lahngau, im Einrichgau und im Engersgau. - Die Prinzen Karl und Pippin söhnen sich in St Goar, bei einer Rast während einer Schifffahrt von Ingelheim nach Koblenz, aus.
0794 Auf der Synode von Frankfurt verbietet Karl der Große Bestrafung durch Sektion von Körperteilen in Klöster und befiehlt seine Wirtschaftshöfe nur noch mit Ziegeln zu decken.
0802 Der neue fuldaer Abt Ratgar macht durch einen Anbau die fuldaer Basilika über dem Grab von Bonifatius zur größten Kirche nördlich der Alpen.
0811 Der körperbehinderte Königssohn Pippin der Bucklige stirbt im Kloster Prüm.
0813 Der wetterauer Adelige und mainzer Erzbischof Richulf, der für seine eitle Ruhmsucht und Prunksucht verspottet wird, stirbt und wird in Kloster St Alban vor Mainz begraben.
0819 Kaiser Ludwig der Fromme hält sich in Kreuznach auf. - Graf Wicbergt zieht widerrechtlich entrissen Besitz von Kloster Hornbach ein.
0820 Kaiser Ludwig der Fromme schenkt der klosterprümer Zelle St Goar und seinem Abt Tancrad einen Wald zwischen Wesel und Boppard.
0821 Burggraf von Mainz Graf Udo in Mainz. - Waldrat macht als Witwe von Hadrian mit Zustimmmung von Graf Udo in Bingen, Boppard und im Niederlahngau ein bedeutende Schenkung an Fulda.
0822 Der würzburger Bischof Vulgar lässt sich Besitz in der Burg Würzburg, in Nierstein, Ingelheim und Kreuznach im Wormsgau in Umstadt im Maingau bestätigen.
0823 Karl der Kahle wird in Frankfurt geboren.
0825 Der Wormsgaugraf und Oberrheingaugraf Rupert III ist Königsbote im Bistum Mainz.
0826 Rheinland/Lahngaugraf Odo von Orleans, alias Lahngaugraf Udo (St), quittiert seine Stellung als Oberschenk in der Kaiserpfalz Ingelheim von Kaiser Ludwig der Fromme. - Karl der Kahle (03) begleitet seinen Vater Kaiser Ludwig der Fromme auf der Jagd auf der Rheininsel bei Ingelheim.
0832 Mark Hadamar mit Lahngaugraf Gebhard (St).
0835 Der bei Kaiser Ludwig der Fromme in hohem Ansehen stehende und mit Wiltrud von Orleans verheiratete Oberrheingaugraf, Wormsgaugraf und Vogt von Kloster Hornbach Rutpert III wird zusammen mit dem mainzer Erzbischof Haistulph zum Königsboten im Sprengel Mainz ernannt.
0836 Karl der Kahle (13) begleitet seinen Vater Kaiser Ludwig der Fromme von Seligenstadt über Ingelheim nach Koblenz. Der an Gicht leidende Kaiser Ludwig der Fromme findet bei einem Zwischenstop in St Goar am Grab des Heiligen Goar Erleichterung von seinen Leiden.
0837 Der Wormsgaugraf Guntram stirbt und sein Bruder Robert der Tapfere wird neuer Graf im Wormsgau.
0838 Kaiser Ludwig der Fromme hält sich zum Jahresende in Mainz auf.
0839 Kaiser Ludwig der Fromme zieht nach Frankfurt und danach nach Ingelheim. - Kaiser Ludwig der Fromme zieht zur Versöhnung und Unterwerfung Lothars nach Worms.
0840 Kaiser Ludwig der Fromme stirbt in der Kaiserpfalz Ingelheim. Die Reichsinsignien, seine Krone und das mit Edelsteinen verzierte Schwert werden an seinen Sohn Lothar geschickt. - Der Gelehrte, Leiter der Hofschule und kaiserlicher Ratgeber Einhard stirbt als Laienabt von Kloster Steinbach im Odenwald und Kloster Seligenstadt. Er ist der Verfasser der Biographie von Karl der Große. - Nach dem Weggang von Wormsgaugraf Robert der Tapfere ins Westfränkische Reich übernimmt sein Schwager Walaho die Wormsgaugrafschaft.
0842 Im Krieg mit dem späteren lothringer Mittelreichkönig Kaisersohn Lothar zieht Karlmann mit seinem Heer über Gronau im Einrichgau nach Koblenz, während der Kaisersohn Ostfrankenkönig Ludwig der Deutsche von Bingen mit Schiffen nach Koblenz fährt und Karl die schwierige Route durch den Hunrück nimmt um dort die Moselübergänge, die vom mainzer Erzbischof Otgar, von Graf Hatto und Graf Heriold verteidigt werden, zu erobern. - Ostfrankenkönig Ludwig der Deutsche zwingt den Gelehrten Rabanus Maurus als Abt von Kloster Fulda zurückzutreten. - Ludwig und Karl verwüsten den Wormsgau.
0843 Das Frankenreich wird im Vertrag von Verdun unter den drei Kaisersöhnen Westfrankenkönig Karl der Kahle, Ostfrankenkönig Ludwig der Deutsche mit seiner neuen Hauptstadt Frankfurt und Kaiser und lothringer Mittelreichkönig Lothar, mit der Provinz Mosel, aufgeteilt.
0845 Ostfrankenkönig Ludwig der Deutsche schenkt dem Kloster Kettenbach an der Aar im Lahngau den Hof Lierschied im Einrichgau und Hahnstätten im Lahngau.
0847 Ostfrankenkönig Ludwig der Deutsche macht den klosterfuldaer Abt Rabanus Maurus zum mainzer Erzbischof.
0848 Verschwörung gegen den mainzer Erzbischof Rabanus Maurus.
0855 Der Hessengaugraf, Wormsfeldgaugraf und Gozfeldgaugraf Konrad der Ältere (St) wird geboren. - Der lothringer Mittelreichkönig Lothar teilt sein Reich in der Teilung von Prüm unter seinen drei Söhnen Lothar II (Frau unfruchtbar), Karl von Provence (Epileptiker, regierungsunfähig) und Kaiser Ludwig II König von Italien (keine männlichen Nachkommen) auf. - Der lothringer Mittelreichkönig Lothar tritt in das Kloster Prüm ein und stirbt.
0857 Der trierer Erzbischof beschreibt den Pfarrzehntbezirk in Rengsdorf in der Grafschaft von Graf Ruodger.
0858 Wetter: In Mainz führt ein Erdbeben zum Einsturz der vor den Toren von Mainz gelegenen St Alban Basilika.
0861 Die Söhne von Lahngaugraf Gebhard Udo (St) (späterer Lahngaugraf), Berengar (St) (späterer Hessengaugraf) und Waldo (späterer Abt von St. Maxximin in Trier) werden auf dem Reichstag in Regensburg wegen Untreue und Verschwörung von Ostfrankenkönig Ludwig der Deutsche verurteilt und fliehen zu Westfrankenkönig Karl der Kahle. Ihr Bruder Bertold ist trierer Erzbischof.
0866 Volksaufstand gegen den mainzer Erzbischof Liutbert bei dem einige Ministeriale getötet werden. Die gefangenen Anführer werden gehängt, ihre Hände und Füsse werden abgeschlagen oder ihre Augen werden ausgestochen.
0874 Der mainzer Erzbischof Liuperd beansprucht vergeblich Zehntrechte aus dem Gebiet von Kloster Fulda unter Abt Sigehard, was Ostfrankenkönig Ludwig der Deutsche dem Kloster Fulda bestätigt. Beteiligt sind die Grafen Erlwin aulicus preses, Liuthere, Friderat, Oudalrih, Manegold und Kristan mit Beiziehung der Klostervögte an 117 Orten und im Worms-, Rhein-, Main-, Lau- und Saalgau, in der Wetterau, Hessen und dem Grabfeld.
0875 Kaiser Ludwig II König von Italien (keine männlichen Nachkommen) stirbt und die Kaiserwürde geht auf Westfrankenkönig Karl der Kahle über.
0876 Ostfrankenkönig Ludwig der Deutsche stirbt in Frankfurt und wird in Kloster Lorsch begraben. Sein ältester Sohn Karlmann wird ostfränkischer Teilkönig in Bayern, Ludwig III wird Unterkönig in Franken, Sachsen und Thüringen und Karl der Dicke Unterkönig in Schwaben. - Der von seinem Vater Westfrankenkönig Karl der Kahle geblendete Karlmann, flieht zu seinem Onkel Ostfrankenkönig Ludwig der Deutsche stirbt als Abt von Kloster Echternach. - Liutfridus ist Graf im Niddagau.
0879 Der Lahngaugraf Udo (St) kommt nach der missglückten Verschwörung gegen Ostfrankenkönig Ludwig der Deutsche 0861 zur Gründung des neuen St. Severus-Klosters nach Kettenbach an der Aar zurück und stirbt. Das alte Kloster Kettenbach bei Michelbach an der Aar wird durch eine Stiftung von Sohn Lahngaugraf Gebhard (St) nach Gmünden in den Westerwald verlegt. - Der ostfränkische Teilkönig von Bayern Karlmann und König von Italien wird regierungsunfähig und gibt die Herrschaft an seinen Bruder, den schwäbischen Unterkönig Karl, der Dicke ab.
0880 Konrad der Ältere, Sohn von Lahngaugraf Udo (St) heiratet die Kaisertochter Glismut von Kärnten. - Bei einem klosterprümer Gütertausch besitzt Einrichgaugraf Ruodker den Ort Gemmerich und sein Onkel Engersgaugraf Balduin Koblenz-Ibingdorf.
0881 Der spätere Ostfrankenkönig Konrad, Enkel von Udo und Sohn von Konrad, der Ältere wird in Weilburg geboren. - Der ostfränkische Unterkönig in Franken, Sachsen, Thüringen und westliches Lothringen Ludwig III schenkt seinem Getreuen Humbold sein Lehen in Alsheim im Wormsgau als Eigen.
0882 Der ostfränkische Unterkönig in Franken, Sachsen, Thüringen und westliches Lothringen Ludwig III stirbt in Frankfurt ohne männlichen Erben und sein Bruder der ehemalige schwäbischen Unterkönig und deutsche Kaiser Karl, der Dicke erbt und herrscht über das ganze Ostfrankenreich. - Lahngaugraf Udo. - Graf Konrad und Graf Meingoz aus dem Fiskus Wiesbaden und der mainzer Erzbischof Liutperd überzeugen den ostfränkischen Unterkönig in Franken, Sachsen, Thüringen und westliches Lothringen Ludwig III Kloster Bleidenstadt Ackerland in Nordenstadt im Königssondergau in der Grafschaft von Graf Hatto zu schenken. - Frankfurt, Tribur, Ingelheim, Kreuznach, Lautern, Gernsheim und Nierstein sind königliche Pfalzen.
0885 Mit dem Tod von Westfrankenkönig Karlmann und der Wahl der westfränkischen Großen für Karl, der Dicke (46) aus Angst vor den Wickingerüberfällen wird das Frankenreich vereinigt.
0887 Der an Epilepsie erkrankte Herrscher über das gesamte Frankenreich Karl der Dicke unterliegt militärisch dem unehelichen Sohn des ostfränkischen Unterkönig in Bayern Karlmann Arnulf von Kärnten.
0888 Arnulf von Kärnten schenkt Reginbreht eine Kirche mit 6 Höfen, Häusern und Hörigen im Wormsgau von Graf Walaho.
0889 Wormsfeldgau in der Grafschaft Megingauds.
0891 Der an Epilepsie erkrankte uneheliche Sohn von Karlmann und Enkel von Ludwig der Deutsche Kaiser Arnulf von Kärnten besiegt die Wikinger entscheidend. Ein Heerführer, der mainzer Erzbischof Sunderol stirbt und wird in der größten spätantiken Kirche von Mainz außerhalb der Stadt in St Alban begraben.
0892 Der Lahngaugraf und Hessengaugraf Konrad erhält die Sorbische Mark als Lehen und sein geistig behinderter Bruder Rudolf wird würzburger Bischof. Die babenberger Gebiete in der würzburger Diözese werden zum Streitpunkt.
0895 Das Kloster Echternach hat 40 Brüder mit Einnahmen von der bidgauer Kirche Kröv in der Bidgaugrafschaft von Graf Stephan.
0896 Elsassgaugraf Bernhard.
0897 Gebhard, jüngerer Sohn von Lahngaugraf Udo wird Oberrheinggraf. Lahngaugraf Udo stiftet die Salvatorkirche in Wetzlar. - Oppenheim, Horchheim und Weinsheim liegt im Wormsgau in der Grafschaft von Walaho.
0899 Der an Epilepsie erkrankte uneheliche Sohn von Karlmann und Enkel von Ludwig der Deutsche Kaiser Arnulf von Kärnten stirbt an einem Schlaganfall.
0902 In einer ersten Schlacht mit den Konradinern werden die Babenberger geschlagen, Heinrich II fällt und Adalhard gerät in Gefangenschaft. Der konradiner Oberlahngaugraf Eberhard (St) stirbt nach wenigen Tagen, was seinen Bruder Gebhard dazu bewegt dem gefangenen Adalhard den Kopf abzuschlagen. Der übriggebliebene Babenberger Adalbert schwört Blutrache und vertreibt den würzburger Konradiner-Bischof Rudolf aus seinem Bistum, bemächtigt sich bis 0906 der fränkischen Gebiete des verstorbenen konradiner Oberlahngaugraf Eberhard (St). - Der minderjährige Halbwaise Konrad Kurzbold (St) ist mit seiner Mutter auf der Flucht von Franken zu ihrem Schwager an der unteren Lahn und beerbt seinen Vater Oberlahngaugraf Eberhard (St).
0903 Der Oberrheingaugraf Gebhard (St) Sohn von Lahngaugraf Udo (St) wird Herzog in Lothringen.
0906 Der fränkische Markgraf Adalbert von Babenberg überfällt und tötet Oberlahngaugraf, Wormsgaugraf, Hessengaugraf, Gotzfeldgaugraf und Wetteraugraf Konrad der Ältere in der Babenberger Fehde in der Schlacht bei Fritzlar. Der mainzer Erzbischof Hatto verspricht dem gefangenen fränkischen Markgraf Adalbert von Babenberg freies Geleit und lässt ihn dennoch exekutieren, wodurch die Babenberger alle Ämter und Besitzungen im Herzogtum Franken verlieren. - Graf Konrad im Wormsgau und Graf Werner im Speyergau. - Das bisherige Lehen von Graf Gebhard Eich liegt im Wormsgau in der Grafschaft von Konrad und wird der Kirche von Worms geschenkt
0907 Dienheim liegt im Wormsgau in der Grafschaft Konrads.
0909 Kloster Ferrutius in Bleidenstadt erhält den eingezogenen Besitz von Graf Hermann in Wallbach und Horoe, gelegen auf dem Gebiet von Lahngaugraf Konrad der Ältere.
0910 Der Sohn des 0906 getöteten Oberlahngaugraf, Wormsgaugraf, Hessengaugraf, Gotzfeldgaugraf und Wetteraugraf Konrad der Ältere (St) Konrad der Jüngere (St) wird Herzog von Franken. - Niederlahngaugraf Konrad Kurzbold (St) erhält vom Ostfränkische König Ludwig IV, das Kind einen Hof auf dem Berg Lintburg (Limburg an der Lahn) und die Erlaubnis auf dem Hof eine Kirche zu erbauen. In Limburg an der Lahn wird das St. Georgenstift gegründet. - Der Ostfränkische König Ludwig IV, das Kind verliert in der Schlacht auf dem Lechfleld bei Augsburg gegen die Ungarn. Der Herzog von Lothringen, Wetteraugaugraf, Lahngaugraf und Rheingaugraf Gerhard fällt in der Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg. - Das Benediktinerkloster Cluny wird gegründet.
0911 In Frankfurt stirbt der Ostfränkische König Ludwig IV, das Kind. Der Sohn des getöteten Oberlahngaugraf, Wormsgaugraf, Hessengaugraf, Gotzfeldgaugraf und Wetteraugraf Konrad der Ältere der Herzog von Franken Konrad der Jüngere (St) wird in Forchheim mit der Fürsprache des mainzer Erzbischof Hatto zum Ostfränkischen König gewählt. - König Konrad der Jüngere (St) ist u.a. im Besitz der Burg Kassel.
0912 Otto (St), der Sohn des getöteten Oberlahngaugraf, Wormsgaugraf, Hessengaugraf, Gotzfeldgaugraf und Wetteraugraf Konrad der Ältere wird Mittellahngaugraf. - In Weilburg wird das St Walpurgis Stift gegründet
0913 Der mainzer Erzbischof Hatto liefert mit seinem Tod im Binger Mäuseturm, in dem er wegen seiner Unmenschlichkeit gegen die hungernde Bevölkerung, die er in einer leeren Scheune eingesperrt, verbrennen liess, von Mäusen aufgefressen worden sein soll, eine Legende. Die Geräusche des Feuers kommentiert er höhnisch mit den Worten: Hört ihr die Kornmäuslein unten pfeifen?
0914 In Wetzlar wird das Stift St Marien gegründet
0915 Grafschaft Marienfels im Einrichgau gehört zum Vierherrengebiet. - Der Ostfränkische König Konrad der Jüngere (St) schenkt einem innerhalb der Stadtmauern von Weilburg neu erbauten Kloster seinen Hof Nassau auf beiden Seiten der Lahn in den Grafschaften Sconenberg und Marvels.
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0918 Der Ostfränkische König Konrad der Jüngere (St) wird bei einem Kampf mit dem bayerischen Ludolfinger-Herzog schwer verletzt und stirbt in Weilburg. Sein Neffe Konrad Kurzbold (St) scheidet trotz gutem Verhältnis beim neuen König aus dem Hofdienst aus.
0919 Der nicht anwesende sächsische Liudolfinger-Herzog Heinrich wird von den Herzögen von Schwaben, Bayern, Lothringen und Franken zum neuen Ostfränkischen König berufen. - Kloster Prüm wird unabhängig und der Graf von Namur ist Vogt von Kloster Prüm.
0921 Der ehemalige hirsauer Mönch und Schulvorsteher der mainzer Abtei St Alban Adalbero wird auf Befehl des mainzer Erzbischofs Heriger zum Abt von Kloster Ferrutius in Bleidenstadt erhoben. Der Abt von Kloster Bleidenstadt Adalbero macht sich einen Namen wegen seiner Gelehrsamkeit und Klugheit.
0925 Der für die Destillation von Ethanol berühmte teheraner Arzt ar Razi Chemiker stirbt.
0927 Der fuldaer Mönch Hildebert wird neuer mainzer Erzbischof.
0932 Ritterturnier in Magdeburg. - Abensheim liegt im Wormsgau in der Grafschaft Konrads (Konrad der Rote)
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0936 Der sächsische Liudolfinger-Ostfrankenreich-König Heinrich stirbt an einem Schlaganfall bei der Jagd. Sein Sohn Otto I (24) lässt sich in Aachen mit aussergewöhnlich großen religiösen Ritual zum neuen König krönen. Beim Krönungsmahl dienen erstmals symbolisch als Zeichen der Unterwerfung der Herzog von Lothringen Eberhard von Franken (St) als Truchsess, Herzog Giselbert von Lothringen als Kämmerer, Herzog Arnulf von Bayern als Marschall und Schwabenherzog Hermann von Schwaben (St) als Mundschenk.
0937 Großwinternheim liegt im Nahegau von Graf Eberhard. - Der Wormsgau verliert Ingelheim an den Nahegau. - Oberlahngaugraf und Herzog von Lothringen Eberhard von Franken (St) gerät in Streit mit den herrschsüchtigen sächsischen Liudolfinger-Ostfrankenreich-König Otto I (25). Die sächsischen Nachbarn nördlich von Hessen verweigern die Lehnshuldigung, weshalb Oberlahngaugraf und Herzog von Lothringen Eberhard von Franken (St) Burg Helmern belagert und vom sächsischen Liudolfinger-Ostfrankenreich-König Otto I (25) zu einer Geldstrafe verurteilt wird. Seine Hauptleute werden zum Hundetragen verurteilt.
0939 In der Schlacht von Andernach besiegen während des Aufstandes gegen den herrschsüchtigen sächsischen Liudolfinger-Ostfrankenreich-König Otto I (27) Niederlahngaugraf Konrad Kurzbold (St) und Wetteraugraf und Herzog im Elsass Udo von der Wetterau I (St) ihren Cousin und Vetter Oberlahngaugraf und Herzog von Lothringen Eberhard von Franken (St). In der Schlacht von Andernach erschlägt Wetteraugraf und Herzog im Elsass Udo von der Wetterau I (St) seinen Vetter Oberlahngaugraf und Herzog von Lothringen Eberhard von Franken (St) eigenhändig. Wetteraugraf und Herzog im Elsass Udo von der Wetterau I (St) erhält die Erlaubnis seine Lehen und Grafschaften seinen Söhnen zu vererben. - Der mainzer Erzbischof Friedrich schließt sich Herzog von Lothringen Eberhard (St) und Giselbert gegen den herrschsüchtigen sächsischen Liudolfinger-Ostfrankenreich-König Otto I (27) an. Die Stadt Mainz verweigert dem eigenen Erzbischof die Flucht in die Stadt, wodurch dieser gefangen genommen und nach Sachsen verschleppt wird. - Die Königspfalz Kassel fällt an den Sachsenherzog König Otto I.
0940 Niederlahngaugraf Konrad Kurzbold (St) erhält zum Dank vom sächsischen Liudolfinger-Ostfrankenreich-König Otto I (28) aus dem Besitz ihres unterlegenen Cousins und Vetters Oberlahngaugraf und Herzog von Lothringen Eberhard (St) den Hof Niederzeuzheim (Hadamar) für seine Stiftung St Georg in Limburg an der Lahn (Limburger Dom). - Ufgaugraf Gebhard III. - Der mainzer Erzbischof Friedrich wird aus der Gefangenschaft entlassen.
0941 Der Salier Konrad der Rote ist Speyergaugraf, Wormsgaugraf, Niddagaugraf und Nahegaugraf.
0942 Der Speyergaugraf, Wormsgaugraf, Niddagaugraf und Nahegaugraf Salier Konrad der Rote wird Graf in Franken.
0944 Vor der nördlichen Stadtmauer der Stadt Mainz gründet der mainzer Erzbischof Friedrich das Stift St Peter. - Der Speyergaugraf, Wormsgaugraf, Niddagaugraf und Nahegaugraf Salier Konrad der Rote erhält die Herzogswürde.
0945 In Frankfurt-Sachsenhausen schliessen sich Berufsfischer zu einer Bruderschaft und Gilde zusammen, die organisiert und mit Genehmigung die Stadt Frankfurt mit Fischen versorgt. - Die Konradiner können den Auelgau behaupten, der Bonngau geht verloren
0946 Burg Braunfels wird erbaut.
0947 Der Speyergaugraf, Wormsgaugraf, Niddagaugraf und Nahegaugraf Salier Konrad der Rote und neue Herzog von Franken heiratet die Königstochter Liutgard vom sächsischen Liudolfinger-Ostfrankenreich-König Otto I (35).
0948 Der unverheiratete Niederlahngaugraf Konrad Kurzbold (St) stirbt. Sein Grab im Stift St Georg in Limburg an der Lahn wird von einem Löwen bewacht in der Mitte des Chores aufgestellt. Wetteraugraf und Herzog im Elsass Udo von der Wetterau I (St) beerbt Niederlahngaugraf Konrad Kurzbold (St). - Der Speyergaugraf, Wormsgaugraf, Niddagaugraf, Nahegaugraf und Herzog von Franken Salier Konrad der Rote bekommt einen Sohn Otto alias Otto von Worms. - Der designierte Königssohn designierter Schwabenherzog Ludolf von Schwaben (St) heiratet die Schwabenherzogstochter von Schwabenherzog Hermann von Schwaben (St) Ida (St). Ida (St) ist die mächtigste Frau im Reich.
0949 Wetteraugraf, Rheingaugraf und Lahngaugraf Udo (St) wird in Wetzlar begraben. - Sein Sohn Heribert von der Wetterau (St) macht Burg Gleiberg zu seiner Residenz. - Der herrschsüchtige sächsische Liudolfinger-Ostfrankenreich-König Otto I (37) sendet den mainzer Kaufmann mit Geschenken nach Konstantinopel. - Schwabenherzog Hermann von Schwaben (St) (St) stirbt. Er ist Besitzer der Burg Humbach (Montabaur) mit Forst Spurkenberg. Sein Schwiegersohn ist Liudolf (St).
0951 Der Neffe Konrad Kuno, von Niederlahngaugraf Konrad Kurzbold wird Rheingaugraf Konrad Kuno (St). - Kollegiatstift in Mockstadt der Herren von Büdingen. - Der mainzer Erzbischof Friedrich nimmt am Italienzug von sächsische Liudolfinger-Ostfrankenreich-König Otto I (39) teil. - Der Speyergaugraf, Wormsgaugraf, Niddagaugraf, Nahegaugraf und Herzog von Franken Salier Konrad der Rote begleitet den sächsischen Liudolfinger-Ostfrankenreich-König Otto I (39) auf seinem Italienzug.
0953 Die vom mainzer Erzbischof Friedrich an den in Italien gekränkten Herzog Salier Konrad der Rote und Königssohn und Herzog Ludolf von Schwaben (St), der nach der Geburt eines Halbbruders um seine Macht fürchtet, ausgelieferte Stadt Mainz ist Hauptstützpunkt und wird von Liudolfingerostfrankenkönig Otto I drei Monate erfolglos belagert. - Konrad (St) fällt im Kampf gegen königstreue Truppen.
0954 Der Speyergaugraf, Wormsgaugraf, Niddagaugraf und Nahegaugraf Graf in Franken und Herzog von Lothringen Salier Konrad der Rote unterwirft sich nach einem verlorenen Aufstand gegen Herzog Heinrich von Bayern und verliert beim Reichstag in Fritzlar das Herzogtum Lothringen. - Die Stadt Mainz unterwirft sich mit dem ganzen Frankenland nach dem Tod des mainzer Erzbischof Friedrich. - Königssohn und Herzog Ludolf von Schwaben (St) unterwirft sich seinem Vater und verliert das Herzogtum Schwaben. - Der Liudolfingerkönig Otto I (42) macht seinen jüngeren Sohn Wilhelm zum neuen mainzer Erzbischof. - Ottone Otto I wird als Sohn von Schwabenherzog Ludolf von Schwaben (St) und seiner Mutter Ida, der Enkelin von Rheingaugraf und Herzog von Lothringen Gebhard (+0910) geboren.
0955 Der Liudolfingerkönig Otto I (43) beendet die Ungarneinfälle in der Schlacht auf dem Lechfeld militärisch. Der Führer der Franken, Speyergaugraf, Wormsgaugraf, Niddagaugraf und Nahegaugraf, Graf in Franken und Herzog von Lothringen Salier Konrad der Rote stirbt in der Schlacht auf dem Lechfeld, weil er durch die Hitze geschwächt, seinen Helm abnimmt und deshalb tötlich getroffen wird. - Pfalzgrafen Hernbertus (St) wird an zweiter Stelle der Montabaurer Zeugenliste vor Gaugraf Waldbert genannt.
0956 Drutwin I von Lipporn auf dem Einrich, wird von einem Bauern in Strüth ermordet. - Der einzige Sohn des verstorbenen Salier Konrad der Rote, der neue Graf im Speyergau, Wormsgau, Elsenzgau, Kraichgau, Enzgau, Pfinzgau und Ufgau Otto alias Otto von Worms wird Graf im Nahegau.
0957 Der abgesetzte Schwabenherzog und Königssohn Ludolf von Schwaben (St) stirbt und wird im Stift St Alban vor den Stadtmauern von Mainz oder Aschaffenburg beerdigt.
0958 Engersgaugraf Waltbrath. - Kaiser Otto I beschenkt Herzog Hermanns Witwe Reginlind im Bereich der Montabaurer Grundherrschaft mit dem Hof Wirges.
0959 Pfalzgraf Hernbertus an zweiter Stelle der Montabaurer Zeugenliste vor dem Gaugrafen Waldbert.
0960 In Köln wird die letzte Rheinbrücke von Basel flussabwärts abgerissen. - Der Wormsgau verliert Spiesheim an den Nahegau.
0961 Der Königsssohn und mainzer Erzbischof Wilhelm leitet die Trennung von mainzer Bischofsgut und mainzer Kapitelgut ein.
0962 Der liudolfinger-sachsen König Otto I lässt sich in Rom zum Kaiser krönen.
0963 Der Moselgaugraf ertauscht sich ein römisches Kastell und erbaut darauf die Burg Luxemburg. - Udo ist Mayenfeldgaugraf.
0964 Drutwin besitzt eine Burg bei Lipporn. - Der mainzer Erzbischof Wilhelm ernennt den hirsauer Konventual Bernulf zum Abt von Kloster Ferrutius in Bleidenstadt.
0966 Der mit Wiltrud verheiratete konradiner Niederlahngaugraf Eberhard (St) stirbt. Seine Söhne Konrad und Eberhard treten das Erbe an. Konrad und Eberhard werden in Worms wegen zu naher Verwandschaft der Eltern für illegitim und nicht erbberechtigt erklärt. Der entfernte Verwandte Udo (St) kehrt unter Eidbruch vorzeitig aus dem Exil zurück. Der Niederlahngau fällt an das Reich zurück.
0968 Der Kaisersohn und mainzer Erzbischof Wilhelm Erbkapellan seines Vaters Kaiser Otto I (später Erzkanzler) stirbt und wird in der größten spätantiken Kirche von Mainz außerhalb der Stadt in St Alban begraben.
0970 Ritter Walpot steht in den Diensten der Grafen von Sayn und erhält Land in Bassenheim als Lehen. Er siedelt sich in Bassenheim an, wo bereits ein Ritter von Bassenheim wohnt, der später die heute restlos verschwundene Niederburg im Bereich des Schloßparks erbaut.
0971 Willigis wird Kanzler von liudolfinger-sachsen Kaiser Otto I.
0972 Der Liudolfinger Mitkönig Sohn Otto II (18) heiratet die angeheiratete byzantinische Kaisernichte Theophanu. Der Königshof Boppard wird Mitgift für Theophanu. Theophanu bringt den Nikolauskult nach Deutschland.
0973 Der Liudolfinger-Kaiser Otto I stirbt. Sein Sohn Otto II (18) wird neuer Kaiser und ordnet das Reich neu.
0974 Rodbert (St) und Hugo (St) werden als Grafen des Einrichgaues und des Niederlahngaues bezeichnet. Einrichgaugraf Hugo (St). - Graf Rabangar erbaut im Trechirgau seine Burg Ravengiersburg.
0975 Willigis wird neuer mainzer Erzbischof und bindet das Amt des deutschen Kanzlers an Mainz. - Hildelin ist Graf im Oberlahngau.
0976 Heribert von der Wetterau (St) ist Kinziggaugraf. - Der bayerische Herzog Heinrich II von Bayernder Zänker wird abgesetzt und der Schwäbische Herzog Ottone Otto I auch mit dem Herzogtum Bayern belehnt. - Liudolfinger-König Otto II (21) schenkt seinem Getreuen Biso Besitzungen im Speyergau und im Wormsgau von Graf Zeizolf.
0977 Graf Hugo im Einrichgau.
0978 Der bayerische Herzog Heinrich II von Bayern, der Zänker ist in Ingelheim inhaftiert. Alle werden zu Verbannung rund ritterlicher Haft verurteilt. - Der Graf im Speyergau, Wormsgau, Elsenzgau, Kraichgau, Enzgau, Pfinzgau und Ufgau Otto alias Otto von Worms wird Graf im Nahegau und erhält das Herzogtum Kärnten.
0980 - Der sächsische Liudolfinger-König Otto II (25) schenkt Kloster Hornbach 6 Höfe in Quirnbach in der Grafschaft von Graf im Speyergau, Wormsgau, Elsenzgau, Kraichgau, Enzgau, Pfinzgau und Ufgau und Herzog von Kärnten Otto alias Otto von Worms.
0981 Burg Arnstein (dendrochronologisch)
0982 Rheingaugraf Konrad Kuno (St) stirbt. - Nach dem unerwarteten Tod des kinderlosen und unverheirateten Herzog von Bayern und Herzog von Schwaben und Graf von Rätien mit Kloster Einsiedeln Ottone Otto I auf einem Italienfeldzug in Lucca an Malaria, besetzt der Liudolfinger-Kaiser Otto II (28) seinem Schwager Konrad I mit dem Herzogtum Schwaben. Der Leichnam von Schwabenherzog Otto I wird in Aschaffenburg, das schon seine Eltern unterstützten, beerdigt.
0983 Der Liudolfinger-Kaiser Otto II (28) stirbt und wird in Rom als einziger deutscher Kaiser beigesetzt. Sein unmündiger Sohn der Liudolfinger Otto III (03) folgt ihm als neuer deutscher König. Der mainzer Erzbischof Willigis, die Königsmutter Theophanu und die Königsgroßmuttermutter Adelheid regieren gemeinsam für den Liudolfinger-König Otto III (03) das Reich. - Heinrich II von Bayern, der Zänker wird aus der Haft entlassen. - Rheingaugraf Konrad (St) erbt den Rheingau. Sein Bruder ist der Kinziggaugraf Heribert (St). - Der mainzer Erzbischof Willigis erhält in der Veroneser Schenkung von König Otto für Kurmainz die Stadt Bingen und die linksrheinischen Gebiete bis Heimbach, die rhechtsrheinischen Gebiete von Östrich, Rüdesheim am Rhein bis Kaub und die Gebiete an der unteren Nahe mit allen Zöllen, den Schiffszöllen und Münzrechten als erzbischöflich-mainzer Gebiet, das eigentlich von den Rheingrafen verwaltet wird. - Die Wenden brennen Hamburg nieder.
0984 Der bayerische Herzog Heinrich der Zänker lässt sich in Magdeburg und Quedlinburg von seinen Anhängern zum König ausrufen.
0985 Megenfrid ist Hessengaugraf in Gude und Solz, Emicho ist Nahegraugraf in Spiazcesheim und Treysa und Walluf ist im Königssondergau in der Grafschaft von Graf Hathodd. - Liudolfinger-König Otto III (05) schenkt seinem Vetter Otto Herzog von Kärnten den Wasgauforst und den Königshof Kaiserlslautern in den im Wormsgau von Graf Zeizolf und im Nahegau von Graf Emicho gelegenen Grafschaften.
0986 Herzog Hermann von Schwaben II heiratet die burgunder Königstochter Gerberga von Burgund.
0989 Der mainzer Erzbischof Willigis lässt in Aschaffenburg eine Holzbrücke über den Main bauen. - Pfalzgraf Hermann (St).
0990 Der Sohn von Graf im Speyergau, Wormsgau, Elsenzgau, Kraichgau, Enzgau, Pfinzgau, Ufgau und Nahegau Salier Heinrich alias Heinrich von Worms Konrad (späterer erster Salier-König) wird geboren.
0991 Wetter Naturereignisse, Unfruchtbarkeit und Unglücksfälle mit hoher Sterblichkeit. - Kaiserin Theophanu wird im Kloster St. Panthaleon in Köln begraben. - Der Liudolfinger-König Otto III (11) verschenkt Biebrich und Mosbach im Königssondergau von Graf Druwinus an das elsässische Kloster Selz.
0992 Der Speyergau in die Grafschaft von Wolfram. - Der Liudolfinger König Otto III (12) schenkt der von mainzer Erzbischof Willigis errichteten mainzer Kirche St Stephan sein Gut Hannweiler im Nahegau in der Grafschaft von Emicho (St). - Der Liudolfinger-König Otto III (12) erstattet dem trierer Kloster St Maximin alle Lehen im Nahegau, im Wormsgau und im Speyergau von Wetteraugaugraf, Kinziggaugraf, Engersgaugraf, Wetteraugraugraf und Graf von Gleiberg Graf Heribert (St) alias Graf Hernbertus wegen eines angeblichen Versprechens seines Vaters und seines Großvaters.
0993 Der Liudolfinger König Otto III (14) schenkt der bopparder Kirche den örtlichen Rheinzoll und trennt sich von seiner Großmutter und seiner Schwester für einen längeren Aufenthalt am Niederrhein. Der Bonngau ist die Grafschaft von Pfalzgraf Hermann. - Nierstein liegt im Nahegau in der Grafschaft von Emicho (St). - Gerlach (St) ist Lahngaugraf
0994 Die frankfurter Fischer sind verpflichtet ihren Fang von Donnerstags und Freitags dem König abzuliefern und den mainzer Erzbischof zwischen Mainz und Frankfurt zu befördern. - Siggo ist Graf in der Germaramark. - Thankmar ist Hessengaugraf (St). - Hof Nierstein liegt in der Grafschaft von Burchard und wird an das Bistum Mainz verschenkt.
0995 Thankmar ist Hessengaugraf (St). - Emicho (St) ist Nahegaugraf in Denzen. - Wilhelm ist Graf im thüringer Rossla. - Kunigunde von Luxemburg-Gleiberg (St) heiratet den bayerischen Herzog Heinrich IV später König Heinrich II.
0996 Der römische Patrizier Crescentius I. Nomentanus, der sich als Herr von Rom fühlt, zettelt eine Rebellion gegen den Liudolfinger-König Otto III (16) in Rom an, bei der Papst Johannes XV im Streit mit dem römischen Patrizier Crescentius I. Nomentanus stirbt. Der Liudolfinger-König Otto III (16) wird von Bruno von Kärnten seinem ehemaligen Kaplan, Neffen und neuen und ersten Deutschen Papst Gregor V (24) in Rom zum Kaiser gekrönt. - Der Wormsgau verliert Flonheim an den Nahegau. - Pfalzgraf Hermann ist im Besitz der Grafschaft des Auelgaues
0997 Der römische Patrizier Crescentius I. Nomentanus wird vom neuen Papst Gregor V begnadigt, bricht nach der Abreise von Liudolfinger-König Otto III (17) den geschworenen Treueeid und organisiert die Wahl von Gegenpapst Johannes XVI, der Papst Gregor V aus Rom vertreibt. Der Liudolfinger-König Otto III (17) kehrt nach Rom zurück.
0998 Gegenpapst Johannes XVI wird in einem Turm entdeckt, Augen, Ohren, Nase und Zunge abgeschnitten und nach Rom gebracht. Der Liudolfinger-König Otto III (18) lässt den entstellten Gegenpapst Johannes XVI, den ehemaligen Lehrer von Papst Gregor V im päpstlichen Ornat verkehrt herum auf einem Esel sitzend mit einem ausgehöhlten Kuheuter als Mütze durch Rom führen. Papst Gregor V lässt Gegenpapst Johannes XVI formell absetzen und ihn wieder auf dem Esel reitend in ein Kloster abschieben, wo er nach drei Jahren stirbt. Der Liudolfinger-König Otto III (18) stürmt die Engelsburg und lässt den römischen Patrizier Crescentius I. Nomentanus auf dem höchsten Turm enthaupten und verkehrt herum aufhängen. - Der Liudolfinger König Otto III (18) schenkt der aachener Marienkapelle den königlichen Hof in Andernach in der Grafschaft von Mayenfeldgaugraf Bezelin. Bezelin ist Moselgaugraf in Welschbillig.
0999 Der neue Papst Sylvester II verkündete, dass an Sylvester die Welt untergeht. In einer Massenhysterie wird geraubt und geplündert und die Hinrichtung von Zauberern gefordert. - Der Sohn von Speyergaugraf, Wormsgaugraf, Elsenzgaugraf, Kraichgaugraf, Enzgaugraf, Pfinzgaugraf, Ufgaugraf, Nahegaugraf und Herzog von Kärnten Salier Otto alias Otto von Worms, der erste deutsche Papst Gregor V (27) stirbt vor seinem Vaterund wird neben Liudolfinger-Kaiser Otto II in Rom beigesetzt.
1000 Wetter: Hungerjahre während einer großen langjährigen Dürre - Nach der falschen Weltuntergangsprohezeihung behauptet Papst Sylvester II, die Welt sei nur Dank seiner Gebete nicht untergegangen. - Gründung der Sternwarte Kairo. - Weißbrot wird Mode. - Die vom Konradiner Ehrenbert erbaute Burg Ehrenbreitstein erfüllt Sicherungsaufgaben. - Die Schwester von Friedrich von Gleiberg I - Luxemburg (St), Kunigunde von Gleiberg (St), heiratet den Ottonen Heinrich II. - Der Hof Camberg wird an das belgische Benediktiner-Kloster Burscheid verschenkt. - Ottonen-Kaiser Otto III verschenkt seinen Diener, den bopparder Probst Nannichinus an den wormser Bischof Burchard. - Die Kaiserburg Ritteburg in Thüringen liegt in der Grafschaft von Graf Wilhelm. - Der Ort Trebra in Thüringen liegt in der Grafschaft von Markgraf Ekkehard. - Nierstein liegt auf dem Gebiet von Nahegaugraf Emicho (St). - Ottonen-Kaiser Otto III (20) schenkt dem kärntner Markgraf Adalbero von Eppenstein in dessen Mark und Grafschaft 100 Mansen. - Der mainzer Kämmerer wird Bischof von Worms. - Der Sohn von Speyergaugraf, Wormsgaugraf, Elsenzgaugraf, Kraichgaugraf, Enzgaugraf, Pfinzgaugraf, Ufgaugraf, Nahegaugraf und Herzog von Kärnten Salier Otto alias Otto von Worms, Heinrich von Worms ist erster Bewohner der Burg Stauf und stirbt wie sein jüngerer Bruder Bruno als Papst Gregor V (+999) vor seinem Vater. Der vierte Bruder Konrad von Kärnten wird seinen Vater überleben. - Der Wormsgaugraf Heinrich von Worms heiratet Adelheid.
1001 Aufständische zwingen Ottonen-Kaiser Otto III in Rom sich beim ehemaligen kaiserlichen Berater Papst Sylvester II in der Engelsburg zu verschanzen und zum deutschen Heer zu flüchten.
1002 Ottonen-Kaiser Otto III wird vor Rom mit Gift ermordet. - Der heilige Heribert von Köln, Kanzler von Deutschland und ehemaliger Dompropst von Worms, ist in Besitz der Heiligen Lanze und überführt den Leichnam unter schweren Kämpfen nach Aachen. - Speyergaugraf, Wormsgaugraf, Elsenzgaugraf, Kraichgaugraf, Enzgaugraf, Pfinzgaugraf, Ufgaugraf, Nahegaugraf und Herzog von Kärnten Salier Otto alias Otto von Worms ist Kandidat für den Thron und verliert nach seiner Niederlage an politischem Einfluß. Der neue Ottonen-König Heinrich II (St) alias Heinrich IV von Bayern, der Sohn von Heinrich der Zänker übernimt seine wormser Besitzungen und die Burg Worms und stellt ihm dafür aus Ausgleich den Königshof Bruchsal zur Verfügung. - Der Ottonoe Heinrich II wird zum deutschen König gewählt, schenkt seiner Frau Kunigunde von Luxemburg-Gleiberg (St), die kinderlos bleibt und deshalb als Jungfrau verehrt wird den Ort Bamberg. König Heinrich II lässt sich auf einem Bild aus dem Reichskloster Reichenau von Gott krönen - Ottonen-König Heinrich II (St) unterstellt Kloster Seligenstadt dem würzburger Bischof Heinrich. - Der zutphener Burggraf Otto von Hammerstein zieht nach Italien. - Bubach liegt in der Grafschaft von Bezelin. - Ottonen-König Heinrich II schenkt dem wormser Bischof die im Lahngau in der Grafschaft von Gerlach (St) gelegene Stadt Weilburg. - Die Brüder Herzog Hermann von Schwaben II (St) ebenfalls Thronkandidat und sein Bruder Kuno (Hessengau, Franken) (St) betrachten Ottonen-König Heinrich II als ihren Feind, bekämpfen ihn und verlieren dabei den Oberrheingau. - Das zum Königshof Gerau gehörende Darmstadt-Bessungen wird dem wormser Bistum verliehen. - Im Gegensatz zu seinem Halbbruder, dem kölner Erzbischof und Kanzler von Italien Heribert (St), steht der würzburger Bischof Heinrich (St) auf Seiten von Heinrich II (St) alias Heinrich IV von Bayern. Der kölner Erzbischof Heribert von Köln (St) steht auf der Seite von Schwabenherzog Hermann von Schwaben II (St). - Graf Hugo von Worms im Einrichgau (St) übt die gräfliche Gerichtsbarkeit aus. - Der neue Ostfrankenreich-König bricht sein Versprechen Nordgaugraf Heinrich von Schweinfurt zum bayerischen Herzog zu machen und Heinrich von Schweinfurt rebelliert erfolglos gegen den neuen König Heinrich II mit einem Bündnis mit seinem polnischen Verwandten, dem polnischen Herzog Boleslaw und dem Bruder des Königs Brun.
1003 Hermann von Schwaben II (St) gibt seinen Kampf gegen Ottonen-König Heinrich II auf, unterwirft sich und verstirbt unmittelbar danach. Seine Tochter Beatrix von Schwaben wird den kärnter Markgraf und Karantanermarkgraf und Graf im Ennstal und Judenburg Adalbero von Eppenstein (22) verheiratet. Seine Tochter Gisela wird Kaiserin.. - Ottonen-König Heinrich II hält einen Reichstag in Diedenhofen (Thioville) an der Mosel. - Immo von Sponheim (St) wird Abt in Kloster Prüm. - Ottonen-König Heinrich II gewährt dem Kloster Peterlingen in Colmar und Hüttenheim im Elass in der Grafschaft von Graf Odo die freie Vogtwahl. - Nahegau, Speyergau und Wormsgaugraf Salier Konrad der Jüngere
1004 Der deutsche Ottonen-König Heinrich II führt Krieg gegen den Herzog von Polen. - Speyergaugraf, Wormsgaugraf, Elsenzgaugraf, Kraichgaugraf, Enzgaugraf, Pfinzgaugraf, Ufgaugraf, Nahegaugraf und Herzog von Kärnten Salier Otto alias Otto von Worms stirbt. Sein Sohn Salier Konrad von Kärnten wird neuer Herzog von Kärnten. - Der deutsche Ottonen-König Heinrich II gibt seinen Titel als bayerischer Herzog an seinen Schwager Heinrich von Luxemburg (St) ab, der bereits den Ardennengau verwaltet, Vogt der trierer Abtei St Maximin und Vogt des Klosters Echternach ist.
1005 Wetter: Hungersnot. - Bezelin ist Maienfeldgaugraf in Kaifenheim.
1006 Wetter: Hungersnot. Die hellste Supernova der überlieferten menschlichen Geschichte ist nach Norden bis in die Schweiz sichtbar. - Der klosterprümer Abt Immo von Sponheim (St) stirbt.
1007 Auf der Synode in Frankfurt fällt Ottonen-König Heinrich II auf die Knie und wird vom mainzer Erzbischof Willigis aufgehoben. Das Bistum Bamberg wird von Ottonen-König Heinrich II, 8 Erzbischöfen, 27 Bischöfen und Königin Kunigunde von Luxemburg-Gleiberg (St) wegen Kinderlosigkeit durch Abtretung von 1/4 der würzburger Gebiete gegründet, aber der Wunsch Würzburgs Kurfürstentum zu werden zerschlagen. Die heidnischen Slaven zwischen oberem Main und Regnitz sollen christianisiert werden. - Um sich gegen seinen Schwager Heinrich von Lux, den bayerischen Herzog und den schwäbischen Herzog durchsetzen zu können stärkt der deutsche Ottonen-König Heinrich II die Macht der Kirchenfürsten als bessere Grafen und tötet sogar seine Schwager aus dem Hause Luxemburg, der nicht hinnehmen will, dass das Witwengut von Königin Kunigunde von Luxemburg-Gleiberg (St) ebenfalls an das Bistum Bamberg verschenkt wird. - Ottonen-König Heinrich II zieht in Gent ein, wo sich Graf Balduin von Flandern unterwirft und Geiseln stellt. - Graf Wolfram ist Speyergaugraf in Gleisweiler, Hochstadt und Wollmesheim.
1008 Der deutsche Ottonen-König Heinrich II schenkt seiner Frau Kunigunde von Luxemburg (St), den Königshof Kaufungen. und den Königshof Kassel im Hessengau in der Grafschaft von Graf Friedrich. - Graf Gerlach herrscht in der Gegend von Weilburg und Wetzlar. - Graf Gerlach von Arnstein (St) stirbt. - Der reichenauer Abt Immo wird wegen übermäßiger Strenge von Ottonen-König Heinrich II abgesetzt und mit dem prümer Mönch Bern ersetzt. - Oppenheim erhält einen Samstag-Wochenmarkt und liegt in der Grafschaft von Graf Zeizolf im Wormsfeldgau. - Der jugendliche trierer Gegenerzbischof Adalbero von Luxemburg (St) besetzt die trierer Königspfalz, befestigt die Moselbrücke und zwingt seine Vasallen ihn als obersten Lehnsherren anzuerkennen. Der deutsche Ottonen-König Heinrich II beginnt eine erfolgreiche Belagerung von Trier. Der Bruder von Gegenerzbischof Adalbero von Luxemburg (St), der bayerische Herzog Heinrich von Luxemburg (St) erreicht durch die List der Aufgabe des Anspruchs auf den Stuhl des Erzbischofs den freien Abzug der Aufständischen. Nach dem Abzug von Ottonen-König Heinrich II vertreibt der trierer Gegenerzbischof Adalbero von Luxemburg (St) den regulären trierer Erzbischof, der sich bis 1015 nach Koblenz zurückieht. - Der deutsche Ottonen-König Heinrich II tauscht seine Besitzungen in Eschborn, auf dem Gebiet von Niddagaugraf Rudolf und in Niederohmen, auf dem Gebiet von Oberlahngaugraf Giso und schenkt das Lehen von Graf Becelin auf dem Gebiet von Lahngaugraf Gerlach dem Bistum Worms. - Moselgraugraf Friedrich von Luxemburg (St) erhebt sich gegen seinen Schwager den deutschen Ottonen-König Heinrich II. - Bezelin ist Maienfeldgaugraf.
1009 Ibn Junis erstellt Tafeln zur Planetenberechnung an. - Der mainzer Dom wird am Tag seiner Einweihung durch einen Brand zerstört. - Der fränkische Ritter Reginbod schenkt mit Erlaubnis von Graf Drutwin in der Königshundert und im Niederrheingau seinen Besitz in (Östrich-)Winkel dem Kloster Bleidenstadt. - Wetter: Hungersnot. - Der deutsche Ottonen-König Heinrich II beginnt einen Feldzug in Metz gegen den metzer Bischof Dietrich von Luxemburg (St) und seinen Bruder den abgesetzten bayerischen Herzog Heinrich von Luxemburg (St). Die Stadt Metz wird vergeblich belagert und eine Kirche der Umgebung von heidnischen Slaven im königlichen Heer geplündert. - Der Ort Groß-Gerau wird von Ottonen-König Heinrich II an das Bistum Bamberg verschenkt, kommt aber durch Tausch in den Besitz des Bistum Würzburg: - Juden betätigen sich während einer Fehde zwischen dem Markgraf Gunzelin von Meissen und Graf Hermann als Makler von Landleuten.
1010 Siegfried von Sponheim I (St) wird auf Burg Sponheim geboren. - In Würzburg wird eine Fischerzunft auf der gegenüberliegenden Mainseite gegründet.
1011 Wetter: Der Winter in Quedlinburg ist außerordentlich streng. - Mit seinem Tod hinterlässt der mainzer Erzbischof Willigis ein wiederbelebtes Kloster Disibodenberg. Der Nachfolger Erkanbald muss auf den Titel des italienischen Erzkanzlers verzichten. - Beim Tod seines Vaters, dem mit Mathilde von Schwaben, der Tochter von Hermann von Schwaben II verheirateten kärntner Herzog Salier Konrad von Kärnten wird der Sohn Salier Konrad der Jüngere (08) übergangen und muss sich mit den Titeln Nahegaugraf, Speyergaugraf und Wormsgaugraf beschränken. Nachfolger wird der mit Beatrix von Schwaben, seiner Tante verheiratete kärntner Markgraf Adalbero von Eppenstein. Vormund wird Konrad (St) (späterer König). - Der metzer Bischof Dietrich von Luxemburg (St) und sein Bruder, der abgesetzte bayerische Herzog Heinrich von Luxemburg (St). brechen einen Waffenstillstadn, indem sie Herzog Dietrich und Bischof Heimo von Verdun ? auf der Rückreise von Mainz in Odernheim (Alzey) überfallen. Der Bischof kann entkommen und der Herzog wird schwer verwundet gefangengenommen und erst nach Stellung von Geiseln freigelassen.
1012 In Cölbigk bei Bernburg verstoßen 18 Bauern gegen das christliche Tanzverbot in Kirchen
durch Lärmen und
Schreien und stören den Gottesdienst, bis
Priester Ruprecht sie verflucht. Nach ihrer Erschöpfung fallen sie in einen 3-tägigen tiefen Schlaf. 4 sterben. (Tanzwut es muss von einer Drogenvergiftung ausgegangen werden). - In Rom wird ein Laie und brutaler Condottiere zu Papst Benedikt VIII gewählt. - Die Matrone Wildrudis und deren Sohn Konrad schenken Kloster Seligenstadt Besitzungen und Rechte in den Marken Diez, und Braubach und in Lahnstein. - Ottonen-König Heinrich II schließt einen vorläufigen Frieden mit einigen Anhängern der Grafen von Luxemburg. - Ottonen-König Heinrich II vertreibt die mainzer Juden aus der Stadt Mainz und geht gegen Ketzer vor. - Graf Poppo im Lobdengau (St). - Graf Adalbert ist gezwungen oberrheingauische Güter in der Grafschaft Bessungen an das Hochstift Würzburg zu verkaufen.
1013 Der zutphener Burggraf Otto von Hammerstein I (St) heiratet eine Nahe Verwandte und erregt damit das Mißtrauen des König Ottonen-König Heinrich II und dessen enger Berater, der mainzer Erzbischof Erkanbald rät ihm zur Scheidung. Otto von Hammerstein I (St) versucht vergeblich den mainzer Erzbischof Erkanbald auf dem Rhein zu kidnappen und und zerrüttet damit das Verhältnis zu beiden endgültig.
1014 Die koblenzer Bischofsversammlung berät darüber, wie sich die Lebensführung des Klerikers auf die Qualität der Eucharistiefeier auswirkt.- Ottonen-Kaiser Heinrich II inhaftiert den Langobarden Ezzelin, alias Adelbert von Este.
1015 Leipzig wird urkundlich erwähnt. - Der trierer Gegenerzbischof Adalbero von Luxemburg (St) wird auf Druck von Papst und Kaiser nicht zum trierer Erzbishof gewählt und beginnt einen Krieg.
1016 Der Salier Konrad II heiratet seine Base, die schöne, kluge und überhebliche zweifache Witwe Gisela von Schwaben. - Der aus seinen eigenen Besitzungen vertriebene Graf Balderich von Drenthe beginnt von Burg Hengebach aus Raubzüge. - Der zutphener Burggraf Otto von Hammerstein I (St) wird Graf in der Wetterau. - Königin Kunigunde von Luxemburg-Gleiberg (St) drängt erfolgreich Ottonen-Kaiser Heinrich II Gillenfeld im Gebiet des Meinfeldgaugrafen Berthold, Marktbuden zu errichten und dem Ort das Zollrecht und das Münzrecht und verleihen. - Feldzug gegen Burgund. - Teile Sindlingens des Niddagaugrafen Richbert werden dem bamberger Kloster Michelsberg geschenkt. - Der Bruder des Wetteraugrafen Otto von Hammerstein I (St), Graf Gebhard von Hammerstein, ein enger Vertrauter von Ottonen-Kaiser Heinrich II stirbt während einer Schiffsreise von Frankfurt rheinabwärts. - Der neue trierer Erzbischof Poppo von Babenberg erobert mit Hilfe von Ottonen-Kaiser Heinrich II die trierer Festen von trierer Gegenerzbischof Adalbero von Luxemburg (St), der sich unterwirft und wird in eine lange Fehde mit Graf Giselbert von Luxemburg (St) verwickelt.
1017 Die Erbtochter Adela von Hamaland verliert die entscheidende Verteidigungsschlacht um ihre Burg Ufflach (bei Elten) gegen Ottonen-Kaiser Heinrich II, der den Niederrhein in die Grafschaften Kleve und Gelderland teilt. - Graf Drutwin II, der Begründer des nassauischen Hauses und sein Bruder Emicho, der Gründer des rheingräflichen Hauses verwalten die Grafschaft gemeinsam. - Papst Benedikt VIII lässt in Rom Juden wegen eines Orkans enthaupten. - Wetter: Orkan in Italien. - Graf Gerlach in der Gegend von Weilburg und Wetzlar erhält das Dorf Göns. - Ottonen-Kaiser Heinrich II führt einen Feldzug gegen Polen. - Die Ehefrau von Ottonen-Kaiser Heinrich II Kunigunde von Luxemburg (St) gründet ihr Kloster Kaufungen. - Die Äbte Herbert und Ezzo von Kloster Ferrutius in Bleidenstadt tauchen erstmalig auf. - Beim Streit um das Erbe seines Schwiegervaters Herzog Hermann von Schwaben II besiegt der bei der Nachfolge seines Vaters 1011 im Herzogtum Kärnten mit dem kärntner Markgraf Adalbero von Eppenstein übergangene Nahegaugraf, Wormsgaugraf und Speyergaugraf Salier Konrad der Jüngere den kärntner Markgraf Adalbero von Eppenstein und dessen Verbündeten Konrad den Älteren wodurch sich dem kärntner Markgraf Adalbero von Eppenstein aus Schwaben zurückziehen muss.
1018 Die auf Burg Geldern geborene Heilige Adelheid von Vilich stirbt in Köln. - Ottonen-Kaiser Heinrich II überträgt dem trierer Erzbischof Poppo von Babenberg den fränkischen Königshof Koblenz mitsamt dem zugehörigen Reichsgut am Zusammenfluss von Rhein und Mosel und im unteren Westerwald, das untere Erzstift, wodurch Boppard seine fiskalische Oberhoheit über Koblenz verliert. - Ottonen-Kaiser Heinrich II hält in Offenbach-Bürgel einen Reichstag ab, wo der Wetteraugraf Otto von Hammerstein I (St) vor Ottonen-Kaiser Heinrich II und dem mainzer Erzbischof Erkanbald um Gnade fleht, aber wegen dreier beeideter Zeugenaussagen sich von seiner Frau Irmingard trennen muss. - Der belgische Klosterbesitz Hof Camberg wird an das Kloster Seligenstadt getauscht. - Lahngaugraf Richmund. - Berthold ist Trechirgaugraf.
1019 Das baseler Münster wird eingeweiht. - Ritterturnier in Trier vor Eroberer Salier Konrad II mit Teilnahme von Friedrich von Rodemacher. - Der zutphener Burggraf Otto von Hammerstein (St) wird Graf im Engersgau. Er besitzt Hönningen. - Hessengaugraf Friedrich, danach Hessengaugraf Dodico. - Trechirgaugraf und Meinfeldgaugraf Berthold. - Ringaugraf Siegfried (Hessen). - Das im Buchoniagau gelegene Fulda erhält das Münzrecht und das Marktrecht. - Ahrgaugraf Ernfried.
1020 Burg Hammerstein bei Andernach wird wegen der Hammersteiner Ehe, einer Ehe zwischen Verwandten 3. Grades, von Ottonen-Kaiser Heinrich II 1 Jahr lang belagert. Der mainzer Erzbischof Erkanbald weigert sich an der Belagerung teilzunehmen. Der Wetteraugraf Otto von Hammerstein (St) wird nur zunächst erfolgreich ausgehungert. Otto von Hammerstein (St) flieht mit seiner Ehefrau, die zu Papst Benedikt VIII pilgert. Papst Benedikt VIII erklärt in Bamberg die Ehe wieder für gültig. Der Wetteraugraf Otto von Hammerstein (St) verliert Burg Hammerstein und den Engersgau. - Papst Benedikt VIII suspendiert den mainzer Erzbischof - Rutger von Kleve wird erster Graf von Kleve. - Wetter: Erdbeben in Italien. - Papst Benedikt VIII lässt in Rom Juden wegen des Erdbebens enthaupten. - Welf II (St) ist siegreich in Burgund. - Pfalzgraf Ezzo (Köln). - Ottonen-Kaiser Heinrich II erobert Gent im 2. Flandernfeldzug.
1021 Engersgaugraf Ello folgt Otto von Hammerstein (St) u.a. in Oberbieber. - Ottonen-Kaiser Heinrich II (48) schenkt dem Bischof von Bamberg ein Gut in Boppard. - Ende der Regierungszeit des salischen bzw. fränkischen Graf Werner mit Burg Hahn bei Edermünde. Ihre Nachfolger als Niederhessengaugraf ist der salisch Titulargraf von Hollende aus dem Oberlahngau (Marburg).
1022 Erste Nachricht über mainzer Besitzungen auf dem thüringer Eichsfeld. - Der französische König Robert II lässt 22 Kleriker von Orleans, unter anderem den Beichtvater seiner Frau Konstanze als Ketzer verbrennen. - Engersgaugraf Ello. - Meinfeldgaugraf Perchtolf. - Auf der Reichssynode in Pavia wird von Heinrich und Papst Benedikt VIII allen Klerikern die Ehe und das Konkubinat untersagt und die Kinder mit freien Frauen gehören der Kirche. - Eichfeldgaugraf Wilhelm. - Der hildesheimer Bischof Bernhard von der Nordmark ist im Besitz einer eigenen Dachziegelbrennerei, mit der seine eigenen Wirtschaftsgebäude gedeckt sind. . - Engersgaugraf Ello besitzt u.a. Irlich und Krümmel.
1023 Der mainzer Erzbischof Aribo trennt die Hammersteinsche Ehe von Wetteraugraf Otto von Hammerstein (St) erneut. Wetteraugraf Otto von Hammerstein (St) unterwirft sich , aber seine Frau weigert sich. - Kloster Seligenstadt wird von Ottonen-Kaiser Heinrich II (50) dem Erzbistum Mainz verliehen. - Das Bistum Würzburg erhält den kaiserlichen Wildbann im Spessart auf den Gebieten des Volkfeldgaugrafen Dietmar, des Radenzgaugrafen Adelbert, des Rangaugrafen Albwin und des Iffgaugrafen Gumpert. - Kloster Rheingau bei Schaffhausen. - Elsassgaugraf Otto. - Todschläge und Morde im Streit zwischen dem Bistum Worms und der Abtei Lorsch. - Graf Poppo im Lobdengau (St).stirbt. - Der mainzer Erzbischof Aribo hält in Seligensatdt eine Synode ab, an der der Abt von Kloster Bleidenstadt Rudolf teilnimmt. - Kuno, der Bruder von Hermann von Schwaben II stirbt und wird in Kloster Kauffungen begraben. Sein Machtbereich Hessen und Franken ist zerstört.
1024 Ottonen-Kaiser Heinrich II (51) stirbt an Nierensteinen und seine Witwe Kunigunde von Luxemburg (St) und führt mit Hilfe ihrer Brüder Graf Heinrich von Luxemburg (St) und dem metzer Bischof Dietrich von Luxemburg zwei Monate lang unangefochten die Reichsgeschäfte und geht nach der Wahl des neuen salischen Ostfrankenkönig Konrad II und der Übergabe der Reichskleinodien ins 1017 von ihr selbst neu gegründete Kloster Kaufungen. - Auf dem Konzil von Pavia wird das Zöldibat festgelegt. - Der mainzer Erzbischof und Reichskanzler Aribo setzt seinen Kandidaten bei der Wahl zum Ostfränkischen König auf dem Königshof Kamba seinen Verwandten, den Salier Konrad II durch. Der mainzer Erzbischof und Reichskanzler Aribo weigert sich auch die wunderschöne und kluge aber auch überhebliche Königin Gisela zu krönen und überlässt das dem kölner Erzbischof, wodurch Köln ein Krönungsrecht bekommt. - Die Salierburg Limburg wird zu Kloster Limburg umgebaut. - Ottonen-Kaiser Heinrich II (St) (51) schenkt nach einem Aufenthalt auf Burg Hammerstein in Köln dem Kloster Fulda die Grafschaft Stockstadt im Maingau.
1025 Wetter: Ringförmige Sonnenfinsternis. Der wormser Bischof Burchard stirbt. In seinen Schriften befinden sich Beschreibungen von Hexenflügen.
1027 Welf II (St) verliert einen Teil seiner Besitzungen im Kampf mit Salier-Kaiser Konrad II. - Der Sohn des verstorbenen Herzog Konrad von Kärnten (Burg Stauf) Bruno von Kärnten wird Bischof von Würzburg. - Der Vogt von Kloster Kaufungen, (gegründet 1017), Neckargaugraf und Madengaugraf (Teil des fränkischen Hessen) Werner von Winterthur I (St) nennt sich Graf Werner von Gudensberg und Graf Werner von Maden. - Der kärntner Markgraf Adalbero von Eppenstein ist auf der Synode in Frankfurt in der frankfurter Pfalzkapelle der Schwertträger von Salier-Kaiser Konrad II. - Der bei der Nachfolge seines Vaters im Herzogtum Kärnten mit dem kärntner Markgraf Adalbero von Eppenstein übergangene Salier Konrad der Jüngere unterwirft sich dem König.
1028 Der Erzbischof von Köln erhält das Recht der Königskrönung, da Aachen in seiner Erzdiözese liegt. - Kulmbach wird urkundlich erwähnt. - Der byzantinische Eremitenmönch Simeon von Trier aus dem Katharinenkloster am Sinai kommt nach einem überstanden Piratenangriff zur jährlichen Almosengabe nach Frankreich, wohin er Abt Martin von Trier begleitet und begibt sich mit dem trierer Erzbischof Poppo von Babenberg auf eine Palästinafahrt nach Jerusalem. Während der Abwesenheit des trierer Erzbischof Poppo von Babenberg verwüstet Graf Giselbert von Luxemburg (St) das trierer Erzstift.
1030 Die Ritter von Molsberg beschützen die Handelsstraße von Limburg nach Köln. - In Speyer wird der Bau des Speyerer Doms begonnen. - Das Dorf Bonames wird urkundlich erwähnt. - Der byzantinische Eremitenmönch Simeon von Trier aus dem Katharinenkloster am Sinai kommt von der Palästinafahrt nach Jerusalem zurück und lässt sich in der ehemaligen römischen Kultstätte Porta Nigra zu einem Eremitenleben einmauern. - Der würzburger Bischof Meinhard ist im Besitz der Gerichtsbarkeit, der Münze, der Fähre, des Marktes und des Zolls der Stadt Wüzburg. Der würzburger Bischof Meinhard erhält das recht auf einen 8-tägigen Jahrmarkt. - Der Leiter der mainzer Klosterschule St Alban Ekkehard von St Gallen stellt seine Gedichtesammlung Liber benedictionum für den Schulgebrauch zusammen.
1031 Der kölner Erzbischof Pilgrim ist Erzkanzler für Reichsitalien. - Die Grafschaft Marienfels im Einrichgau wird vom Salier-Kaiser Konrad II an den trierer Erzbischof Poppo von Babenberg gegeben. - Auf der Synode von Bourges wird die Priesterehe verboten oder deren Kinder zu heiraten. - Der Pfalzgrafensohn, kaiserliche Feldherr, Bannerträger und Vogt von Köln Ludolf von Brauweiler, verheiratet mit Mathilde von Hammerstein, ein Kind der Hammersteiner Ehe, stirbt. - Der hersfelder Abt Arnold wird vom kaiserlichen Hofgericht wegen eines Verbrechens an dem Mönch Hildin abgesetzt. - Der mit Salier-Kaiser Konrad II verwandte mainzer Erzbischof Aribo stirbt.
1032 Der Salier-König Konrad II erwirbt das Königreich Burgund. Lyon fällt an das HRR. - Der byzantinische Eremitenmönch Simeon von Trier aus dem Katharinenkloster am Sinai kommt von der Palästinfahrt nach Jerusalem zurück und lässt sich im Ostturm des römischen Stadtmauertors Porta Nigra zu einem Eremitenleben einmauern. - Der Salier-Kaiser Konrad II unterstützt den Verkauf der Papstwürde an den minderjährigen Graf von Tusculum, der Herrscherfamilie über Rom, zum Papst Benedikt IX, der nach wenigen Jahren mit seiner Familie zügellos und skrupellos im Papstpalast in Rom herrscht und Rom zu einer Mördergrube macht.
1033 Kaiserin Kunigunde, die Witwe von Kaiser Heinrich II stirbt in Kaufungen. - Der gewalttätige und verhaßte Papst Benedikt IX, eine Marionette des Salierkaiser Konrad II, wird von seiner eigenen Verwandschaft aus Rom vertrieben und kehrt wieder zurück. - Der burgunder Mönch Radolf Glaber behauptet der Weltuntergang müsse 1000 Jahre nach dem Tod von Christus also 1033 erfolgen. - Otto von Hammerstein (St) und sein Sohn Udo (St) sind in der Umgebung von König Konrad II.
1034 Burg Sterrenberg ist Reichsburg. - Nassau wird in den Lahngau und die Grafschaften der Grafen Wigger (St) und Arnold im Niederlahngau versetzt. Graf Wigger ist Graf von Hammerstein. Grafen Wigger und Arnold sind vermutlich die Gründungsväter der Grafen von Arnstein und der Grafen von Diez. Der würzburger Bischof Azecho schenkt dem wormser Domstift sein nassauer Königsgut mit 40 Hufen in der Grafschaft von Graf Wigger und Graf Arnold. - Der Mathematiker Franco von Lüttich beginnt seine Abhandlung Quadratur des Kreises. - Der Sohn von Graf Otto von Hammerstein (St), der wieder im Besitz der Burg Hammerstein ist, Udo (St) stirbt.
1035 In Frankfurt wird eine hölzerne Brücke über den Main gebaut. - Siegfried von Sponheim I (St) begibt sich als Vertrauter von König Konrad II auf einen Kriegszug gegen den kärntner Herzog und Markgraf von Verona Adalbero von Eppenstein, der des Hochverrats beschuldigt wird und in Bamberg alle Ämter und Lehen verliert. - Graf Otto von Hammerstein (St), ist nur Graf in der Wetterau.
1036 Gieselbert von Luxemburg (St) wird Comes von Salmo. - Der kärntner Herzog und Markgraf von Verona Adalbero von Eppenstein geht nach einem Mord an einem kaisertreuen Gegner in Kärnten in die Verbannung. Nahegaugraf, Speyergaugraf und Wormsgaugraf Konrad der Jüngere wird neuer Herzog von Kärnten. - Der Wetteraugraf und Engersgaugraf Graf Otto von Hammerstein stirbt aus und das Erbe fällt ans Reich. . Die Wetterau und die Burg Hammerstein und fallen an das Reich. Graf Bethold wird in der Wetterau erwähnt.
1037 Mit dem Tod des trierer Erzbischof Adalbero von Luxemburg (St) gelangt ein großer Teil der Grafschaft Luxemburg an das Erzstift Trier.
1038 Erdbeben in China. - Der Abt des Stiftes Hersfeld lässt die älteste erhaltene Glocke Deutschlands gießen. - Gunhild von Dänemark stirbt an Malaria. - Mit dem Tod des schwäbischen Herzog Hermann von Babenberg IV, dem Stiefbruder von späterem Salier-König Heinrich III fällt das Herzogtum Schwaben an das Reich.
1039 Berthold ist Trechirgaugraf. - Nahegaugraf, Speyergaugraf, Wormsgaugraf und kärntner Herzog Konrad der Jüngere von Kärnten ein Vetter von Salier-König Heinrich III stirbt. Sein Bruder Bruno ist Bischof von Würzburg. - Mit dem Tod von Herzog Konrad der Jüngere von Kärnten stehen 3 süddeutsche Herzogtümer, Bayern, Schwaben und Kärnten in der Verfügungsgewalt von Salier-König Heinrich III und werden nicht sofort weiterverlehnt. - Der abgesetzte und verbannte kärntner Herzog und Markgraf von Verona Adalbero von Eppenstein kehr nach dem Tod von Salier-König Heinrich II aus der Verbannung zurück, wird von Salier-König Heinrich III aber nicht in seine Ämter wieder eingesetzt und stirbt. Seine Sohn Markwart IV wird neuer Graf von Kärnten. Sein Sohn Adalbero wird 1053 bamberger Bischof.
1040 Der salische König Heinrich III veranlasst den Bau der Reichsburg Nürnberg gegen den Bischof von Bamberg Suitger von Morsleben im Reichswald. - Gieselbert von Luxemburg (St) und sein Bruder Hermann von Gleiberg (St) teilen sich die Grafschaft Lahngau. Gieselbert von Luxemburg (St) erhält den südlichen Teil mit der späteren Herrschaft Cleeberg. - Der Vogt von Kloster Kaufungen, Graf von Maden-Gudensberg Neckargaugraf und Hessengaugraf Werner von Winterthur I (St) stirbt als Bannerträger von Salierkönig Heinrich III zusammen mit seinem Sohn Liutfried von Wintertur in einem Hinterhalt während des Kriegszuges gegen Bretislav von Böhmen. Die Witwe von Graf von Maden Neckargaugraf und Hessengaugraf und Vogt in Weilburg Werner von Winterthur ist die Schwester von Eberhard von Nellenburg (St) Irmengard von Nellenburg (St). - Der Bannerträger und Hochvogt von Kloster Fulda Königssondergaugraf Reginhard aus der Familie der Reginbodonen stirbt. Sein Sohn Siegfried aus der Familie der Reginbodonen wird neuer Königssondergaugraf. - Neubau des Würzburger Doms.
1041
1042 Diether von Katzenelnbogen (St) wird geboren.
Bernhard von Virneburg ist Vasall der Grafen von Sayn. - Erdbeben im iranischen Täbris. - Der spätere (1044) wormser Bischof Adalger erhält Land In Wellmich in der Herrschaft von Graf Berthold (St) im Einrichgau. - Der klosterreichenauer Mönch und Astronom Hermann der Lahme beschwert sich darüber, dass die traditionell berechneten Mondphasen grundsätzlich schon ein bis zwei Tage vorher stattfinden. Er baut Astrolabien und beschreibt ihre Handhabung in Buchfform. - Salier-König Heinrich III vergibt das Herzogtum Bayern an Graf Heinrich von Luxemburg VII (St).
1043 Graf Berthold (St) ist Trechirgaugraf. - Wetter: Ringförmige Sonnenfinsternis. - In Ingelheim heiratet Salierkönig Heinrich III Agnes, die Tochter des Herzogs von Aquitanien und Poitou. Ihr Brautwerber ist der würzburger Bischof Bruno von Kärnten. - Salierkönig Heinrich III schenkt die Wetterau und die Grafschaft Malstatt dem Kloster Fulda. - Amnichad von Fulda stirbt eingemauert unter der Krypta der Michaelskirche.
1044 Wetter: Hungersnot in Frankreich, Italien, West- und Süddeutschland. - Totale Sonnenfinsternis. - Graf Eberhard von Nellenburg (St) erbaut eine Kirche bei Sponheim. - Graf Eberhard von Nellenburg (St) gründet mit seiner Mutter das Stift Pfaffen-Schwabenheim. - Der gewalttätige und verhaßte Papst Benedikt IX, eine Marionette von König Konrad II, wird wegen Mordes aus Rom vertrieben. - Graf Wigger (St) ist Graf Wittekind des Engersgaus mit Arenberg und Leutesdorf. Wyckardus, schenkt dem koblenzer Kastorstift sein Gut Vrilingoim (Freilingen), die spätere Grundherrschaft Weidenhahn, am Ende des Engersgaus. - Graf Siegfried von Sponheim I regiert die Grafschaft Sponheim. - Die herzöglich-lothringische Burg Böckelheim wird vom salischen König Heinrich III im Machtkampf mit dem Herzogtum Lothringen zerstört.
1045 Der salische König Heinrich III gründet die Kaiserpfalz in Kaiserswerth. - Der italiensische Papst Silvester III wird aus Rom vertrieben. Papst Benedikt IX kehrt zurück, schafft den Zölibat ab und verkauft an seinen Taufpaten Gregor VI, die Papstwürde, weil er seine Cousine heiraten will. Seine Cousine ändert jedoch vor der Heirat ihre Meinung und Papst Benedikt IX behält sein verkauftes Amt. - Der Graf von Maden Neckargaugraf und Hessengaugraf Werner von Winterthur II (St) wird Vogt in Weilburg. Er ist Vorstreiter und erblicher königlicher Bannerträger. - Salier-König Heinrich III vergibt das Herzogtum Schwaben an Graf Heinrich von Luxemburg VII (St). - Der würzburger Bischof Bruno von Kärnten stirbt mit der Gastgebgerin und dem Abt bei einer Erbschaftsfeierlichkeit von Gräfin Richlinde von Ebersberg in der Nähe von München, bei der der komplette Boden des Festsaales einstürzt. Salier-König Heinrich III bleibt unverletzt, da er in einer Mauerniesche sitzt. Nach einer niederaltaicher Schrift hat der würzburger Bischof Bruno von Kärnten den Teufel Tags zuvor noch bannen können.
1046 Der salische König Heinrich III setzt drei gleichzeitig amtierende Päpste, Gregor VI, Benedikt IX und Silvester III, ab und Graf Suidger von Morsleben und Hornburg wird Papst Clemens II, der die Priesterehe wegen ungeklärter Erbschaftsfragen und daraus resultierender Versorgungsansprüchen abschaffen will. - Der geisteskranke Pfalzgraf von Niederlothringen Gotzelo II wird entmachtet und das Herzogtum Niederlothringen an Friedrich von Luxemburg II - Gleiberg (St) verliehen. - Graf Berthold von der Wetterau tritt als Inhaber der Grafschaft Wetterau auf. - Graf Berthold ist bis 1075 Trechirgaugraf.
1047 Die st gallener Inklusin Wiborada wird, als erste Frau überhaupt, durch Papst Clemens II heiliggesprochen. - Graf Eberhard von Nellenburg (St) begleitet König Heinrich III auf dessen erstem Italienzug, erhält dafür das Münzrecht in Schaffhausen und die Grafschaft Chiavenna. - Gieselbert von Luxemburg (St) wird Graf von Luxemburg und beginnt mit Plünderungen im Erzstift Trier. - Graf Eberhard von Nellenburg (St) ist mit Ita von Welfen verheiratet, die Enkelin von Imiza von Luxemburg (St). Königssondergaugraf Siegfried aus der Familie der Reginbodonen wird mainzer Burggraf und Erzstiftsvogt.
1048 Der bayerische Papst Damasus II ermordet den talienische Papst Benedikt IX mit Gift und stirbt nach 24 Tagen. - Lahnfähre in Dietkrichen bis 1098.
1049 Graf Eberhard von Nellenburg (St) errichtet mit Unterstützung des oberelsässischen Grafensohn Bruno von Egisheim-Dagsburg alias Papst Leo IX auf seinem Eigengut in Schaffhausen das Kloster Allerheiligen. Papst Leo IX ist Vetter 2. Grades von König Heinrich III. - Graf Giso ist im Gefolge des salischen König Heinrich III.
1050 Wetter: Der koreanische Vulkan Paektusan bricht aus und bringt jahrelange vulkanische Winter und weltweite Ernteschäden. - Der Arzt Platearius verfasst in Salerno sein medizinisches Werk Practica. - Nürnberg wird urkundlich erwähnt. - Die Grafen von Rieneck sind Vögte im Königsgut Bad Orb mit 22 Salinen und einem 2 Kilometer langen Gradierwerk. - In der Reichsburg Hayn wird ein eine neue Burganlage mit einem fünfstöckigem Turm erbaut. Eberhard von Hagen ist der Verwalter. - Das zu Boppard gehörige Kamp wird in den Einrichgau versetzt. - Graf Gieselbert von Luxemburg (St) ist Vogt von Echternach.
1051 Bericht über den mainzer Burggraf Erkanbald, Stadtpräfekt und Graf des Erzbischofs, der in der Amtszeit von mainzer Erzbischof Bardo 1031-1051 schwere Greueltaten beging. Er verhaftete einen alten mainzer Stadtschöffen, ließ ihn auspeitschen und der Wasserprobe unterziehen. Der mainzer Burggraf verklagte den mainzer Erzbischof vor Kaiser. Der mainzer Burggraf wurde vor ein Gericht der erzbischöflich-mainzer Vasallen gestellt und zum Tode verurteilt, verlor sein Amt und erhielt es wieder zurück.
1052 Die Schwester von Rheingraf Ludwig I (St) Hemma schenkt dem Kloster Bleidenstadt einen Weinberg in Eibingen. - Burg Arnstein ist erste erwähnte Burg an der Lahn. Graf Arnold von Arnstein (St) nennt sich nach Burg Arnstein. - Graf Emicho von Rheingau I (St) stirbt. - Graf Berthold ist Maienfeldgaugraf.
1053 Salier-Kaiser Heinrich III verschenkt den Königshof Villmar an das trierer Kloster St. Euchar. - Salier-Kaiser-Sohn Heinrich IV wird in Trebur zum König gewählt. - Adalbero von Eppenstein wird Bischof von Bamberg. - König Heinrich IV verweigert Papst Leo IX gegen die Normannen seine Hilfe. Der zahlenmäßig überlegene Papst Leo IX verliert die Schlacht von Civitate und wird von den Normannen in Benevent gefangen gehalten und erst nach einem Jahr schwer krank freigelassen. - Bad Camberg fällt an Graf Embricho von Diez (St). - Der mit Irmgard von Nellenburg verheiratete Reichsbannerträger Neckargaugraf und Hessengaugraf Werner von Winterthur II fällt in der Normannenschlacht von Civitate. Der Vetter Graf Eberhard von Nellenburg (St) wird Vormund des minderjähirgen Neckargaugraf und Hessengaugraf Werner von Winterthur III.
1054 Der deutsche Papst Leo IX exkommuniziert die Anhänger der Orthodoxen Kirche nachdem Humbert von Silva Candida die östlichen Kirche bewusst provoziert und ruft dadurch das morgenländische Schisma, die Kirchenspaltung, hervor. Papst Leo IX stirbt an Malaria.
1055 Die Turmburg in Niederwalluf wird erbaut. - Der bamberger Bischof Adalbero von Eppenstein stirbt.
1056 Die Burg Crass in Eltville wird erbaut. - Coburg wird urkundlich erwähnt. - Graf Berthold von Stromberg (St) ein Verwandter von Berthold von der Wetterau (St) beherrscht im Auftrag von Salier-Kaiser Heinrich III die Reichsburg Stromburg. - Graf Eberhard von Nellenburg (St) beendet den Bau seiner neu erbauten Burg Nellenburg. - Salier-Kaiser Heinrich III stirbt.- Graf Berthold ist Maienfeldgaugraf.
1057 Friedrich von Lothringen wird zu Papst Stephan IX gewählt. - Rudolf von Rheinfelden (32) entführt die Kaisertochter Mathilde (09) und erzwingt dadurch seine Erhebung zum Herzog von Schwaben durch ihre Mutter Agnes von Poitou. - Der Wetteraugraf Berthold (St) wird Graf im Niddagau. - Sigibodo ist mainzer Burggraf urbis comes und advocatus ecclesie nostre. - Graf von Twente und Zutphen Oberlahngaugraf Rupert, verheiratet mit Irmintrud von Waldenburg, stirbt.
1058 Zum Schrecken der Mönche werden bis 1065 15 Reichsabteien verlehnt. - Graf Berthold (St) ist Maienfeldgaugraf. - Bleireliquie im Stift St Georg in Limburg an der Lahn (Limburger Dom)
1059 Papst Leo IX verbietet den Gläubigen die Gemeinschaft mit nikolaitischen Priestern und erklärte alle Konkubinen der Priester als Unfreie im Besitz des Laterans. - Der heilige Anno II, Erzbischof von Köln, erobert wegen Raubzügen im Raum Köln, die Siegburg von Pfalzgraf Hermann. - Pfalzgraf Hermann verwaltet seinen Besitz von der Reichsburg Cochem aus. - Embricho (St) regiert in Diez. - Das Stift St Georg in Limburg an der Lahn erhält bis 1062 von Salier-König Heinrich IV (St) (09) im Westerwald die Güter Herschbach, Westernohe, Seck, Brechelbach und Hellenhahn.
1060 Hungersnot in Süddeutschland beginnt. - Graf Einhard II von Katzenellenbogen wird Bischof von Speyer. - Kamp-Bornhofen gehört dem Grafen Arnold im Einrichgau. - Graf Konrad von Luxemburg I (St) nimmt den trierer Bischof Eberhard von Schwaben (St) gefangen, inhaftiert ihn in der Burg Luxemburg. und wird von Papst Nikolaus II mit dem Kirchenbann belegt. - Der politisch entmachtete Pfalzgraf Heinrich von Lothringen in Aachen, flieht zu seinem Sohn Pfalzgraf Hermann von Lothringen auf Burg Cochem, wird belagert, wo Pfalzgraf Heinrich von Lothringen seine Frau Mathilde, Tochter des niederlothringischen Herzogs Gozele I mit einer Axt erschlägt und wird nach Wutausbrüchen in die Reichsabtei Kloster Echternach gebracht. Der heilige Anno II, Erzbischof von Köln, übernimmt bis 1064 treuhänderisch die Nachfolge in der Pfalzgrafschaft und die Vormundschaft über den Sohn Pfalzgraf Hermann von Lothringen. - Der fuldaer Abt Siegfried I, vermutlich von Eppstein wird mainzer Erzbischof und macht seinen Verwandten Widerad von Eppstein zu seinem Nachfolger. Widerad von Eppstein verweigert aber das Kloster Fulda näher an Mainz zu binden und zieht sich den Zorn des mainzer Erzbischof Siegfried I, vermutlich von Eppstein zu.
1061 Wetter: Ringförmige Sonnenfinsternis. - Der speyerer Bischof Einhard II von Katzenellenbogen gibt der Kaiser-Witwe Agnes die Witwenweihe. - Der geisteskranke Pfalzgraf Heinrich stirbt in der Reichsabtei Kloster Echternach. - Burchard von Zollern und Wezil von Zollern werden getötet. - Graf Arnold von Arnstein (St) stirbt und wird von seinem Sohn Ludwig von Arnstein I (St) beerbt. - König Heinrich IV (11) schenkt dem augsburger Bischof Heinrich eien Hof und zehn Joch Weinberge mit den dazu gehörenden Winzern Boppard in der Grafschaft von Graf Berthold.
1062 Der heilige Anno II, Erzbischof von Köln, entführt den Kaisersohn und macht Kloster Siegburg zu einem Zentrum der Macht. - Maximum einer 50 jährigen Kältephase. - In Bingen wird die steinerne Drususbrücke mit eingebauter Kapelle über die Nahe begonnen. - Wetter: Totale Sonnenfinsternis. - An Weihnachten beendet der bayerische Herzog Otto von Northeim eine Rauferei um das Recht neben dem mainzer Erzbischof zu sitzen zwischen dem eigentlich rangniedrigeren fuldaer Abt Widerad und dem ehemaligen Kanzler für Italien, dem hildesheimer Bischof Hezilo im Rangstreit von Goslar. - Der Vogt von Kloster Kaufungen, Graf von Maden-Gudensberg Neckargaugraf und Hessengaugraf Werner von Winterthur III (St) erlangt den südlichen Teil der Ohm-Lahn-Grafschaft. - In Goslar wird auf einer Fürstenversammlung eine Verschwörung gegen die Regentschaft des kölner Erzbischof Anno II angezettelt.
1063 Bei einem Hoftag von Salier-König Heinrich IV (13) an Pfingsten in Goslar kommt es im Rangstreit von Goslar wer neben dem König sitzen darf zu einem Blutbad beim Streit zwischen dem eigentlich rangniedrigeren fuldaer Abt Widerad und dem ehemaligen Kanzler für Italien, dem hildesheimer Bischof Hezilo, der bewaffnete Männer in den Gottesdienst schmuggelt und , die fuldaer Abordnung vertreibt. Die Fuldaer kehren bewaffnet in den Gottesdienst zurück. König Heinrich IV schafft es nicht ein Blutbad zu verhindern. Der fuldaer Abt Widerad wird zu einer Geldstrafe verurteilt. Der mainzer Burggraf und mainzer Erzstiftsvogt Sigebodo aus der Familie der Reginbodonen ist ebenfalls beteiligt. Sein Bruder, der fuldaer Bannerträger Ufgaugraf Reginbodo fällt. - Salier-König Heinrich IV (13) ordnet auf den Rat des kölner Erzbischof Anno II und Herzog Ottos von Bayern die strenge Bestrafung der Rädelsführer eines im Kloster Fulda gegen das Regiment Abt Widerads ausgebrochenen Aufstandes an und erteilt diesem die Vollmacht zum bewaffneten Einschreiten. - Salier-König Heinrich IV (13) schenkt dem Bischof von Halberstadt Weinberge in Praunheim im Niddagau in der Grafschaft von Graf Berthold.
1064 Bischof Günther von Bamberg unternimmt mit anderen hohen Würdenträgern des Reiches (über 7000 Pilger?) einen unbewaffneten Zug über Ungarn, Byzanz und Syrien ins Heilige Land. - Burgherr Kuno von Arnsburg, Reichsministerial von Kaiser Heinrich III heiratet Gräfin Mathilde von Beilstein. - Der junge Pfalzgraf Hermann wird geboren, am kölner Hof des kölner Erzbischof, des heiligen Anno II, erzogen und bleibt sein ganzes Leben von Köln abhängig. - Der mainzer Erzbischof Siegfried I (St) unternimmt von Graf Siegfried von Sponheim I (St) begleitet eine Palästinafahrt nach Jerusalem. Salier-König Heinrich IV (14) erteilt durch die Übersendung eines Ringes an seinen Kanzler , den bamberger Bischof Gunther die Erlaubnis für die Palästinafahrt nach Jersualem. - Der kölner Erzbischof Anno II gründet Kloster Siegburg. - Der kölner Erzbischof Anno II macht seinen Neffen Kuno von Pfullingen gegen den Willen des trierer Adels zum neuen Erzbischof von Trier. Der trierer Adel entführt und ermordet den trierer Erzbischof Kuno von Pfullingen und das trierer Domkapitel wählt Udo von Nellenburg (St) zum neuen trierer Erzbischof. - Der kölner Erzbischof Anno II errichtet auf der erobertern Pfalzgrafenburg Siegburg das Koster Michaelsberg. - Salier-König Heinrich IV (14) bestätigt in der Königspfalz Tribur Schenkungen an das Kloster Burtscheid bei Sinzig und einen Anteil am duisburger Zoll. - Salier-König Heinrich IV (14) schenkt in der Königspfalz Tribur Schenkungen dem mainzer Abt von Kloster Jakob Land bei Dörnigheim im Maingau in der Grafschaft von Graf Berthold. - Der beim bremer Erzbischof für die Ausplünderung von Bistümern und Reichsabteien zuständige Graf Werner erhält von Salier-König Heinrich IV (14) den klosterherfelder Klosterhof Kirchberg. - Salier-König Heinrich IV (14) schenkt in Halle der mainzer Kirche St. Stephan und St. Martin für die treuen Dienste des mainzer Erzbischof Siegfried I (St) den Ort Orb mit Burg und Solequellen im Wetteraugau in der Grafschaft von Graf Berthold. - Salier-König Heinrich IV (14) schenkt der Edelfrau Mathilde, der Gemahlin seines Dienstmannes Kuno von Arnsburg, die in der Grafschaft Malstatt von Graf Berthold gelegenen Güter Ohmen Fischborn und Strassheim, aus dem Besitz von Wetteraugraf Berthold (St). - Der Wetteraugraf Berthold Vogt von Kloster Lorsch wird Graf im Maingau (St). - Sigibodo ist mainzer Burggraf urbis comes und advocatus ecclesie nostre.- Graf Berthold ist Maienfeldgaugraf.
1065 Der Abt von Kloster Lorsch Abt Udalrich von Lorsch weigert sich die von Salier-König Heinrich IV (14) befohlene Schenkung seiner Abtei Lorsch an den bremer Erzbischof Adalbert von Bremen anzuerkennen, bringt den Kirchenschatz in Sicherheit, weigert sich mehrere Male mit Entschuldigungen von Krankheit bei Hofe zu erscheinen und wird als Abt von Kloster Lorsch abgesetzt. Auf militärische Drohungen antwortet der Abt von Kloster Lorsch Abt Udalrich von Lorsch mit dem Bau der Burg Starkenburg bei Heppenheim gegen den bremer Erzbischof Adalbert von Bremen. - In Ingelheim wird ein Begleiter von König Heinrich IV, der Vogt von Kloster Kaufungen, Graf von Maden-Gudensberg Neckargaugraf und Hessengaugraf Werner von Winterthur III kurz vor Weihnachten beim Versuch, Lebensmittel zu konfiszieren, von der Bevölkerung erschlagen und hinterlässt seinen minderjährigen Sohn Werner von Winterthur (05) die Grafschaft Maden-Gudensberg und seinen schwäbischen Besitz. Der Graf von Gleiberg erhält den südlichen Teil der Ohm-Lahn-Grafschaft und der Graf von Bilstein den nördlichen Teil der Ohn-Lahn-Grafschaft. - Salier-König Heinrich IV (15) schenkt dem speyerer Bischof Emhard das Dorf Kreuznach. - Graf Siegfried von Sponheim I (St) stirbt bei der Rückreise der Palästinafahrt nach Jerusalem. - Salier-König Heinrich IV (14) erhält in Mainz die Schwertleite. Der niederlothringische Herzog Gottfried der Bärtige, vornehmster Lehensträger der Krone, fungiert als Schildträger. - Lahngaugraf Graf Werner im Neckargau und von Maden III Gaugraf von Hessen wird in Ingelheim in einem Handgemenge erschlagen. Seine Herrschaft Oberlahngau hat stark an Besitz verloren. - Großlinden liegt in der Grafschaft von Graf Werner und wird von - Salier-König Heinrich IV (15) dem mainzer Kloster Altenmünster geschenkt. - In Worms heilt der bremer Erzbischof Adalbert während der Ostermesse, bei der er selbst die Predigt hält, einen Besessenen. - Der Schwager von Graf Werner im Neckargau und von Maden III Gaugraf von Hessen, verheiratet mit Williberga von Achalm, der speyerer Domkanoniker Werner von Achalm II wird in Worms von Salier-König Heinrich IV (15) zum neuer Bischof von Straßburg ernannt. - Salier-König Heinrich IV (15) schenkt Kloster Hersfeld Land bei Homberg im Lahngau in der Grafschaft von Graf Werner. - Salier-König Heinrich IV (15) schenkt Graf Eberhard von Nellenburg (St) im elsässischen Nordgau Hochfelden und Schweighausen in der Grafschaft von Graf Gerhard.- Salier-König Heinrich IV (15) schenkt dem speyerer Bischof Emhard die Abtei Limburg im Speyergau in der Grafschaft von Graf Heinrich.
1066 Der Ursprung Diethers I (St) (ca.1065-1095 oo Meinlindis), dem Stammvater des katzenelnbogener Grafenhauses ist unklar. Sein erster Sitz befindet sich vermutlich auf der Altenburg bei Egenroth (Holzhausen). An der Stelle steht heute eine Kirche mit dem Namen Altenberg. Er festigte seinen Anspruch durch Erweiterung der Vogteirechte auf St. Goar von Kloster Prüm, um Kloster Bleidenstadt und die der mainzer Besitzungen um Kemel. 5 Kilometer entfernt befindet sich die Ruine Alte Burg bei Lipporn mit Burgmauer und Bergfried, die als Stammsitz der Vorfahren der Grafen von Nassau gilt.
London löst Winchester als Hauptstadt ab. - Der heilige Anno II, Erzbischof von Köln, bringt den Salier-König Heinrich IV (16) dazu auf dem Reichstag in Trebur seine Verlobte Bertha von Turin (15) , mit der er bereits 10 Jahre verlobt ist, zu heiraten. Er verweist alternativ zu seiner Abdankung den bremer Erzbischof Adalbert auf Druck der Fürsten vom Reichstag. - Salier-König Heinrich IV (16) ist bis 1067 schwerkrank. - Salier-König Heinrich IV (16) beginnt mit dem Burgenbau in Sachsen. - Der bremer Erzbischof Adalbert belagert die Starkenburg an der Bergstrasse erfolglos. - Höhepunkt der Macht des Klosters Lorsch. - Siegfried I ist mainzer Erzbischof. Er stammt vermutlich aus dem Haus Eppstein, einer Ministerialenfamilie. - Das Bistum Kurköln wird durch das Reichsgut um Andernach erweitert. - Der in Absprache mit König Heinrich IV designierte trierer Erzbischof und Neffe des kölner Erzbischof Anno II, Kuno von Pfullingen wird auf dem Weg nach Trier in Ürzig an der Mosel trotz berittenem Schutz durch den speyerer Bischof Einhard II von Katzenellenbogen vom trierer Burggraf Theoderich von Luxemburg und trierer Bürgern wegen Wahlmanipulationsvorwürfen überfallen, nach vergeblichen Todesstürzen von der Michaelislei mit dem Schwert enthauptet und 40 Tage im Dornengebüsch liegen gelassen. Der speyerer Bischof Einhard von Katzenelnbogen überlebt und wird in Unterwäsche zurück nach Speyer gebracht. Salier-König Heinrich IV (16) will zunächst Trier entvölkern unterlässt dann aber doch jegliche Strafaktion. - Graf Udo von Nellenburg (St) wird Bischof von Trier. - Der kloster lorscher Abt Udalrich erscheint auf dem Reichstag in Trebur mit 1200 Lehensleuten u.a. seinem Klostervogt Wetteraugraf und Maingaugraf Berthold (St).
1067 Der speyerer Bischof Einhard II von Katzenellenbogen stirbt in Siena. - Salier-König Heinrich IV (17) verschenkt königliche Weinberge bei Kamp-Bornhofen im Einrichgau von Einrichgaugraf Ludwig von Arnstein (St) auf Bitten seiner Frau Bertha von Turin und dem kölner Erzbischof Anno II. In der Urkunde ist nur der Name erst nachträglich eingetragen.
1068 Wetter: Unwetter verursachen Unfruchtbarkeit von Weinreben und Obstbäumen, in deren Folge eine Hungersnot ausbricht. - Graf Konrad von Luxemburg I (St) kommt von einer Palästinafahrt nach Jerusalem nach Italien zurück und stirbt. - Salier-König Heinrich IV (18) schickt den kölner Erzbischof Anno II, Bischof Heinrich von Trient und Herzog Otto von Bayern zu Gegenpapst Honorius II weshalb sich Papst Alexander II in Rom weigert die Delegation zu empfangen. - Kloster Siegburg liegt auf dem Gebiet von Auelgaugraf Hermann. - Reginhard aus der Familie der Reginbodonen ist mainzer Erzstiftsvogt und mainzer Burgraf.
1069 Der Salier-König Heinrich IV (19) will sich von seiner Frau Bertha von Turin (18) scheiden lassen, weil er die Ehe noch nicht vollzogen habe und mit ihr nicht in ehelicher Gemeinschaft lebe und weist ihr Kloster Lorsch als Aufenthaltsort zu. - Der Salier-König Heinrich IV (19) versucht seine Frau Bertha von Turin (18) verführen bis vergewaltigen zu lassen um sie als Ehebrecherin zu diffamieren. Seine Frau Bertha von Turin (18) durchschaut den Plan, bei dem er auch noch selbst Zeuge des Ehebruchs werden will, wehrt sich erfolgreich und verprügelt ihren Mann mit Stuhlbeinen und Knüppeln so schwer, dass der Salier-König Heinrich IV (19) einen Monat das Bett nicht verlassen kann. - Der Salier-König Heinrich IV (19) möchte sich scheiden lassen, was ihm der vom Papst Alexander II gesandte Kirchenlehrer Petrus Damiani unter Androhung der Exkommunikation und der Verweigerung der Kaiserwürde ausredet. - Der Salier-König Heinrich IV (19) zieht mit Unterstützung des Böhmenherzogs (Vratislav II.) unter Ausnutzung der durch den harten Winter gefrorenen Gewässer und Sümpfe gegen die Liutizen über die Elbe, bricht deren Befestigungen, zerstört die heidnischen Heiligtümer und tötet oder deportiert einen Großteil der Bevölkerung. - Der Salier-König Heinrich IV (19) gestattet dem auf dem Jakobsberg (Sconenberge) gelegenen Kloster St. Jakob (zu Mainz) aufgrund der Intervention Erzbischof Annos von Köln, des Erzkanzlers und Erzbischofs Siegfried von Mainz, des Bischofs Hermann von Bamberg sowie anderer Vertrauter (familiares), innerhalb des königlichen Wildbannes im Forst Dreieich bei der im Maingau in der Grafschaft von Graf Gerhard aus der Familie der Reginbodonen gelegenen Besitzung Hausen. - Der königliche Dienstmann Kuno von Arnsburg (St), verheiratet mit der Edelfrau Mechthild, von Salier-König Heinrich IV (19) liefert sich eine bewaffnete Auseinandersetzung mit den Dienstmannen von Herzog Otto von Northeim bei einer Einladung auf die herzöglichsächsischen Güter. - Bei einem Gerichtsspruch der Fürsten wird in Anwesenheit von Graf Poppo von Henneberg (St) eine Beilegung des Zehntstreits der Ritterlehen in Thüringen zwischen dem mainzer Erzbischof Siegfried I (vermutlich von Eppstein) aus der Familie der Reginbodonen und dem fuldaer Abt Widerad zu Ungunsten von Mainz von Salier-König Heinrich IV (19) herbeigeführt. - Salier-König Heinrich IV (19) nimmt Kloster Siegburg in seinen Schutz. - Der mainzer Erzbischof Siegfried I (vermutlich von Eppstein) aus der Familie der Reginbodonen ist der Bruder von Königssondergaugraf Udalrich. - Ein Fürstengericht entscheidet im Streit um Zehntrechte zwischen dem fuldaer Abt Widerad von Eppstein und dem mainzer Erzbischof Siegfried I, vermutlich von Eppstein. - Gebeni ist mainzer Burggraf.
1070 Der heilige Sebaldus von Nürnberg, ein dänischer Königssohn, stirbt nach der Auflösung der Verlobung mit einer französischen Prinzessin und einem Leben als Einsiedler in der Gegend um Nürnberg. - In Kloster Siegburg lebt der spätere Abt von Kloster Bleidenstadt Adelger die neucluzianesische Reform. - Burg Hohenstaufen, die Stammburg der Staufer wird bei Göppingen erbaut. - Graf Giso von Hollende II denunziert auf Initiative von Salier-König Heinrich IV (20) den rebellischen Herzog von Bayern Otto von Northeim mit einem falschen Zeugen, dem Edelfreien Egeno von Konradsburg, eines Mordversuchs an Salier-König Heinrich IV (20). Der Edelfreie Egeno von Konradsburg präsentiert zum Beweis das Schwert, mit dem er die Tat ausführen sollte. Otto von Northeim verweigert sich einem Zweikampf mit dem Strauchdieb Egeno als Gottesurteil, wird unter die Reichsacht gestellt, als Herzog abgesetzt und verliert seine sächsischen Gebiete. Der vogelfreie Wolfsgenoß Otto von Northeim greift zu den Waffen und verbündet sich mit Magnus Billung. - Burg Hammerstein wird ausgebaut und als Reichzsollstelle gesichert. - Beim Osterfest in Hildesheim liefern sich die Dienstleute von Salier-König Heinrich IV (20) eine kriegerische Auseinandersetzung mit den Dienstleuten des hildesheimer Bischof Hezilo. Die bischöflichen Dienstleute erleiden Verluste und die Anführer werden in Ketten gelegt.
1071 In Wiesloch existiert eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika. - Der heilige Anno II, Erzbischof von Köln bringt von seinem Italienbesuch beim kaiserlich unterstellten Kloster Fruttuaria Gastmönche mit und führt eine Reform in Kloster Siegburg mit trierer Mönchen ein, die die Klöster unabhängiger vom Papst machen, Vorrangstellungen von Klöstern ablehnt, bei der die Klöster vom Bischof und der Diözese abhängig sind und keinen Dienst am Hofe der Fürsten mehr leisten müssen. Mönche, die sich der Reformation verweigern werden vertrieben. - Grafschaft von Graf Ruotker im Gau Germaramark. - Der entmachtete Otto von Northeim unterwift sich und wird inhaftiert. Salier-König Heinrich IV (21) begnadigt ihn. - Dudo von Lorch, Dudo von Winkel taucht auf.
1072 Der Abt Richard von Bleidenstadt in Personalunion mit dem mainzer Kloster St Alban stirbt. - Graf Eberhard von Nellenburg IV (St) kehrt tief beeindruckt von einer Wallfahrt aus dem spanischen Santiago de Compostela in die Schweiz zurück gibt sein weltliches Leben auf und tritt als Laienmönch in das Kloster Allerheiligen ein. - Der Graf im Breisgau und Markgraf von Verona Hermann von Baden (St) gibt sein weltliches Leben auf und wird Mönch im Kloster Cluny. - Das kölner Kloster St. Pantaleon wird reformiert. Es kommt zu gewalttätigen Unruhen in Köln. - Salier-König Heinrich IV (22) bevorzugt den Rat seiner Ministerialen (inferiores) und verzichtet fast ganz auf den Rat der Mächtigen, weshalb sie dem Hof fernbleiben. - Herzog Rudolf (von Schwaben) und Berthold (von Kärnten) weigern sich trotz wiederholter Einladungen an den Hof von Salier-König Heinrich IV (22) und schüren dadurch den Verdacht einer Verschwörung. - Nahegaugraf Emicho IV (St) heiratet Kunigunde, die Schwester von Trechirgaugraf Berthold. - Der entmachtete Otto von Northeim wird von Salier-König Heinrich IV (22) begnadigt. - Der Kämmerer Burchard von Fenis, burgundischer Grafensohn, des mainzer Erzbischof Siegfried I (vermutlich von Eppstein) wird als Gegner von Schwabenherzog Rudolf von Rheinfelden Bischof von Basel. -
1073 Salier-König Heinrich IV (23) nimmt den heilige Benno Bischof von Meißen wegen Hochverrats fest. - Burgherr Kuno von Arnsburg, Reichsministerial von Kaiser Heinrichs III ist mit Gräfin Mathilde von Beilstein verheiratet.- Pfalzgraf Hermann wird geboren, am kölner Hof vom heiligen Anno II, Erzbischof von Köln, erzogen und bleibt sein ganzes Leben von Köln abhängig. - Der Mörder des trierer Erzbischofs Cuno von Pfullingen Burggraf Theoderich von Luxemburg (St) geht auf einer Palästinafahrt nach Jerusalem nach der Einschiffung in Latakia mit seinem Schiff nach einem viertägigen Sturm unter. - Verkauf von Gütern in Bodenheim durch die Graf Embricho von Diez (St). - Der ehemalige Herzog von Bayern Otto von Northeim rebelliert erneut, erobert dabei Burg Hollende und erschlägt dort Graf Giso von Hollende II, seine vier Söhne und den Mitverschwörer Adalbert von Schauenburg. Der falsche Ankläger Egeno von Konradsburg wird bei einem Straßenraub gefangengenommen, geblendet und wird Bettler. - Hermann von Luxemburg II-Gleiberg (St) kämpft bis 1075 auf der Seite von König Heinrich IV (23) gegen den aufständischen Sachsenführer Otto von Northeim. - Auf Burg Diez besteht ein Bergfried und ein Palas, deren Grundstein Graf Emerich von Diez (St) gelegt hat. - In Sachsen werden Bauern zum Bau von königlichen Burgen und zu überhöhten Abgaben gezwungen. Es kommt zu Übergriffen und Vergewaltigungen durch die königlichen Burgbesatzungen auf ihre Frauen und Töchter und den örtlichen weiblichen Adel, der zu Ehen mit den Burgbesatzern gezwungen wird. - Die Burg Lüneburg, auf der Eberhard von Nellenburg der Jüngere (St) Befehlshaber ist, wird belagert um Magnus Billung aus der königlichen Haft auf der Burg Harzburg auszupressen. - Salier-König Heinrich IV (23) wird von seinem Vertrauten Regenger in Nürnberg während seines Zuges nach Regensburg beschuldigt, ihn für die Ermordung der Herzöge Rudolf von Schwaben und Berthold von Kärnten gekauft zu haben. Berenger gibt Anschlagsort und Mitwisser preis und ist zu einem Gottesurteil im Zweikampf bereit. Auf einem Fürstentag in Oppenheim bestimmt Salier-König Heinrich IV (23) den Termin für das Gottesurteil auf der Rheininsel Maaraue bei Mainz mit seinem Vertrauten Udalrich von Goßam. - Salier-König Heinrich IV (23) wird von den wormser Bürgern begeistert empfangen. Die wormser Bürger erklären ihre Treue und militärische Unterstützung und prahlen mit ihrem Reichtum und der Uneinnehmbarkeit der Stadtmauern. Worms wird in den folgenden Jahren das Hauptquartier von Salier-König Heinrich IV (23). - Ekkehard von Nellenburg (St) wird Abt von Kloster Reichenau.
1074 Wetter: Der Bodensee ist komplett zugefroren. Strenger Frost. In Hersfeld erscheinen während des Sonnenaufgangs zwei goldene hell strahlende Säulen rechts und links der Sonne, die mit der Sonne nach oben steigen, eine Halo-Himmelserscheinung durch Lichtbrechung auf Eiskristallen. - Erste Urkunde von Rüdesheim. - Der zum Gottesurteil durch Zweikampf mit dem Vertrauten von König bereite ehemalige Vertraute Berenger verfällt kurz vor dem Gottesurteil dem Wahnsinn und wird geisteskrank. - Der kölner Erzbischof Anno II beschlagnahmt für den befreundeten mainzer Erzbischof Siegfried I (vermutlich von Eppstein)., von einem Kaufmann im kölner Hafen ein Schiff, das ihn nach Mainz bringen soll, wogegen sich zunächst der Kaufmann, dann die ganze Stadt widersetzt. Er verschanzt sich im Dom, flieht durch ein Katzenpforte Annoloch in der Stadtmauer, kehrt mit einem schwer bewaffneten Heer zurück, weshalb die Aufständischen aufgeben aber drakonische Strafen und den Kirchenbann erleiden. 600 Kaufleute fliehen. Die Stadt ist fast völlig verödet und schauriges Schweigen herrschte auf den leeren Straßen. - Burg Ravengiersburg wird vom kinderlosen Graf Berthold von Ravengiersburg und seiner Frau Hedwig von Ravengiersburg (Sponheim), zum Augustiner-Chorherrenstift mit Hilfe der Schwester Kunigunde von Ravengiersburg (St) von Graf Berthold von Ravengiersburg, verheiratet mit Nahegaugraf Emicho IV (St), dem trierer Erzbischof Udo von Nellenburg (St), Berthold von Stromberg (St) und Graf Zeizolf (Aizzolf), Graf im Wormsgau und Maienfeldgau, umfunktioniert. - Salier-König Heinrich IV (24) erläßt wormser Juden und Kaufleuten den Zoll in Frankfurt, Boppard, Hammerstein, Dortmund, Goslar und Enger. - Salier-König Heinrich IV (24) verschenkt Land bei Ingelheim im Nahegau in der Grafschaft von Graf Emicho (St). - Der kölner Erzbischof Anno II verleitet den englischen König Wilhelm durch leere Versprechungen zur Vorbereitung eines Angriffs auf die Königspfalz Aachen. Salier-König Heinrich IV (24) bricht seinen geplanten Ungarnfeldzug ab und zieht nach Andernach. Salier-König Heinrich IV (24) empfängt den unter Verdacht des Landesverrats stehenden kölner Erzbischof Anno II in Andernach. Der kölner Erzbischof Anno II leistet den Reinigungseid. - Salier-König Heinrich IV (24) hält über die aufständischen kölner Bürger Gericht und söhnt sich mit dem kölner Erzbischof Anno II zur Sicherung der nordwestlichen Reichsgrenze aus.
1075 Der heilige Anno II, Erzbischof von Köln hebt den Kirchenbann über Köln auf. Der kölner Erzbischof Anno II, Erzbischof von Köln stirbt und wird im siebgurger Kloster Michaelsberg begraben. - Papst Gregor VII formuliert im Dictatus papae den Führungsanspruch des römischen Papsttums. - An der Einsetzung des Erzbischofs von Mailand durch Salier-König Heinrich IV (25) entzündet sich der Investiturstreit zwischen Königtum und Papsttum. - Oberlahngaugraf Graf Hermann von Gleiberg II (St) ist Gefolgsmann von König Heinrich IV und vereinigt die Reste des Oberlahngau mit seiner Grafschaft Gleiberg. - Salier-König Heinrich IV (25) lässt auf Burg Hayn zwei Kinder als Geiseln aus seinem gewonnen Schlacht an der Unstrut von Eberhard von Hagen bewachen, dem die Kinder entwischen und mit einem Flösser nach Mainz fliehen, aber auf dem Weg dorthin von ihm in einem Haus am Fluß entdeckt werden. Eberhard droht das Haus niederzubrennen, doch der mainzer Erzbischof Siegfried von Mainz schickt den Grafen von Lützelburg, der die Kinder rettet. - Mönche schaffen keine Abbildungen und Lobgedichte von Königen mehr. - Eberhard von Nellenburg VII (St) stirbt bei der Schlacht bei Homburg an der Unstrut für Salier-König Heinrich IV. - Die Herren von Stein wohnen in der Höhlenburg Burg im Loch. - Salier-König Heinrich IV (25) verschenkt das Bopparder Gut Mannwerk lässt Boppard in der Grafschaft von Graf Berthold. - Mit dem Tod von Trechirgaugraf Bertold II (Berthold Bezelin) ist das Geschlecht ausgestorben.
1076 Wetter: Der Bodensee ist komplett zugefroren. - Der gebannte Salier-König Heinrich IV (26) erklärt den Papst für abgesetzt. Auf dem letzten Reichstag in Trebur wird Salier-König Heinrich IV mit einer Frist von einem Jahr zum Gang nach Canossa gezwungen. Er bricht von Oppenheim aus auf. - Graf Dudo IV wird Graf von Laurenburg (St) genannt. Er stammt aus dem Geschlecht Drutwins I von Lipporn auf dem Einrich, der 956 von einem Bauern in Strüth ermordet wurde und dem zu Ehren Ruprecht von Nassau I ? (St) dort das Kloster Schönau stiftet. - Graf Hermann von Luxemburg I -Gleiberg (St) stirbt. - Graf Poppo von Henneberg wird auf der Seite von Salier-König Heinrich IV in der Schlacht von Mellrichstadt verwundet und fällt.
1077 Der Salier-König Heinrich IV (27) Gang nach Canossa. zu - Bürgerkrieg in deutschen Landen. - Der mainzer Erzbischof Siegfried I aus dem Geschlecht der Reginoboden dem mainzer Burggrafengeschlecht krönt in Mainz Rudolf von Rheinfelden zum deutschen Gegenkönig. - Der würzburger Bischof Adalbero von Lambach-Wels will in Würzburg Rudolf von Rheinfelden zum deutschen König ausrufen wird aber von den Salier-König Heinrich IV -treuen Bürgern nicht in die Stadt gelassen. - Der heilige Benno Bischof von Meißen beteiligt sich an der Wahl von Rudolf von Rheinfelden in Forchheim. - UIlrich von Eppenstein wird Abt von Kloster St Gallen. -
1078 Siegen wird urkundlich erwähnt. - Der trierer Erzbischof Udo von Nellenburg (St) stirbt im Heer von Salier-König Heinrich IV bei der Belagerung von Tübingen und wird im trierer Dom beigesetzt. Graf Poppo von Henneberg I (St) stirbt in der Schlacht von Mellrichstadt für den Salier-König Heinrich IV (28). - Der Salier-König Heinrich IV (28) entzieht der Familie Nellenberg die Grafschaft Zürichgau und die Vogtei. - Eggehard von Nellenburg (St) ist päpstlicher Gesandter für Deutschland von Papst Gregor VII.
1079 Ein sächsisches Heer von Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden zerstört Fritzlar, wo sich der Salier-König Heinrich IV (29) aufhält, der rechtzeitig fliehen kann. - Wetter: Ringförmige Sonnenfinsternis. - Der saliertreue Friedrich von Staufen I (St) wird Herzog von Schwaben und mit der Salier-Königtochter Agnes von Waiblingen (07) verlobt. - Siegen wird urkundlich erwähnt. - Der erste Mann der späteren Pfalzgräfin bei Rhein Adelheid wird vom Edelfreien Egeno von Konradsburg in einer Fehde ermordet. - Die Äbte Herbert und Ezzo von Kloster Ferrutius in Bleidenstadt tauchen letztmalig auf. - Der Abt von Kloster St Gallen UIlrich von Eppenstein wird als Gegenabt von Ekkehard von Nellenburg (St) von Kloster Rreichenau aufegestelltSt Gallen. -
1080 Ältester erhaltener arabischer Himmelsglobus. - Wetter: Totale Sonnenfinsternis. - Eberhard von Hagen erbaut einen fünfstöckigen salischen Wohnturm in der Dreieich, dem Jagdhof vom Salier-König Heinrich IV (30). - Der Salier-König Heinrich IV (30) gewinnt in der Schlacht von Hohenmölsen, in der Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden fällt. - Das mainzer Erfurt mit dem mainzer Erzbischof Siegfried I schließt sich Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden an. Der Salier-König Heinrich IV (30) erobert Erfurt und brennt es nieder. Der Vormarsch wird durch ein großes sächsisches Heer gestoppt.
1081 Die römischen Bürger Beschützen Papst Gregor VII vor Salier-König Heinrich IV (31), der mit der Belagerung von Rom beginnt. - Mit dem großartigsten Bauwerk der Welt, dem Speyerer Dom, wird begonnen. - Gebeni ist mainzer Burggraf.
1082
1083 Graf Konrad I von Luxemburg (St) ist Begründer des Grafengeschlechts. - Der Stiftspropst Rambert von Dietkirchen verpachtet die Lahnfähre bei Dietkirchen an die Brüder Reinhold, Wolfard und Gerhard von Dietkirchen für 8 Schillingen pro Jahr. - Durch den Tod des Sachsenanführers und bayerischen Herzog Otto von Northeim II bricht Gegenkönig Graf Hermann von Luxemburg -Salm (St) den Versuch ab Salier-König Heinrich IV (33) in Italien zum Entscheidungskampf zu zwingen. - In Xanten werden Reliquien des heiligen Heribert verehrt.
1084 Der Salier-König Heinrich IV (34) erobert Rom und wird von Clemens III, der seit einer Woche Gegenpapst ist, zum Kaiser gekrönt. - Der Heilige Bruno von Köln gründet den Karthäuserorden. - Emicho I (St) (erst sein Sohn Emicho II nennt sich Wildgraf) ist Besitzer der Schmidtburg. - Der kölner Patriziersohn Bruno Hardefust gründet das erste Karthäuserkloster, die Große Karthause nach ungewöhlich großem Andrang in seiner Einsiedelei bei Molesme. - Gerhard I ist mainzer Burggraf. Seine Tochter wird Arnulf von Loon heiraten, der das Burggrafenamt erbt. - Graf Bern ist Trechirgaugraf. - Engersgaugraf Meffried (St) ist Besitzer von Denzerhaid.
1085 Die Normannen (Normandie) erobern Sizilien von den Arabern zurück. - Salier-Kaiser Heinrich IV (35) verkündet für das Deutsche Reich in Mainz den Gottesfrieden (Pax Dei) von Mittwoch bis Montag und an hohen Feiertagen, an denen nicht gekämpft werden darf um das Fehdeunwesen mit seinen Folgen wie Raub, Mord und Plünderung zu bekämpfen. - Der lothringische Pfalzgraf Hermann, der letzte Vertreter der alten Pfalzgrafenfamilie der Ezzonen, stirbt. Seine Witwe Kunigunde heiratet Heinrich von Luxemburg-Gleiberg-Laach II (St), wodurch sich die Pfalzgrafschaft nach Süden verändert. - Das Kloster Bleidenstadt wird von 12 papsttreuen hirsauer Mönchen um Abt Heinrich so streng reformiert, dass es als Kerker für zu bestrafende fremde Mönche betrachtet wird. - Graf Konrad von Luxemburg I (St) begibt sich mit seinen Brüdern, dem touler Bischof Poppo ? und dem metzer Domherrn Adalbero von Luxemburg (St) auf eine Pilgerreise nach Jerusalem.
1086 Graf Konrad von Luxemburg I (St) stirbt auf dem Rückweg von einer Pilgerreise nach Jerusalem in Italien. - Gegenkönig Graf Hermann von Luxemburg -Salm (St) schlägt Salier-Kaiser Heinrich IV (36) in der Schlacht bei Bleichfeld am Main und gewinnt Würzburg. - Limburg an der Lahn wird von Gegenkönig Graf Hermann von Salm (St) belagert. - Salier-Kaiser Heinrich IV (36) verheiratet seine Tochter Agnes von Waiblingen (14) mit Friedrich von Staufen (St) Herzog von Schwaben.
1087 Der heilige Sigewin von Are, kölner Erzbischof, krönt den Kaisersohn Konrad (13) zum deutschen König.
1088 Schloss Johannisberg bei Geisenheim wird erbaut. - Gründung der Universität in Bologna. - Baubeginn der größten Kirche der Christenheit in Rom. - Der Gegenkönig Hermann von Luxemburg Graf von Salm (St) verliert beim Kampf um Cochem sein Leben. - Der Sohn von Dudo von Lorch, alias Dudo von Winkel wird der neue mainzer Erzbischof Ruthard von Winkel.
1089 Diether I der Ältere (von Katzenelnbogen) (St) wird er als Vogt von Kloster Prüm über Sankt Goar als Inhaber einer arnsteinschen Untervogtei zuerst erwähnt.
Der Bruder von Rheingräfin Demudis Ruthard (St) wird mainzer Erzbischof bis 1109.
1090 Burg Laurenburg wird gebaut. - Die italienische Ärztin Trotula aus der Schule von Salerno arbeitet an ihrem gleichnamigen umfangreichen Werk Passionibus Mulierum Curandorum über Gynäkologie und Frauenleiden. - Kloster Lorsch brennt. - Germersheim wird urkundlich erwähnt. - Graf Hugo von Tübingen heiratet eine Tochter von Graf Arnold von Arnstein im Einrichgau (St). - 3 Wettermacherinnen werden in Freising auf dem Scheiterhaufen verbrannt. - Der Neffe des neuen kölner Erzbischof Hermann von Hochstaden III, der kraichgauer Graf Johannes von Zeisolf-Wolfram wird Bischof von Speyer.
1091 Wetter: Ein grosser breiter Zug von seltsamen Würmerchen verdeckt die Sonne (Olearius). - Nahegaugraf Emicho (St) legt den Titel Nahegaugraf ab. - Der weltliche Embricho ist mainzer Stadtkämmerer.
1092 Die Burg von Kleve wird fertiggestellt. - Gräfin Gertrud von Beilstein ist mit Eberhard von Hagen aus Dreieich verheiratet, der sich von Hagen und Arnsburg nennt und auf Burg Arnsburg residiert. - Wetter: In Frankfurt zerstört ein Hochwasser Teile der hölzernen Alten Brücke über den Main. - Der Salier-Kaiser Heinrich IV (42) wird bei Canossa militärisch geschlagen. - Der französische Kapetinger-König Philipp I verliebt sich in die verheiratete Gräfin Bertrada von Anjou, geborene Montfort,verstößt seine Ehefrau Bertha von Holland, weil sie angeblich zu dick geworden ist und verbannt sie in die Festung Montreuil bei Calais.
1093 Der erste Graf von Virneburg, Graf Hermann von Virneburg, wird urkundlich erwähnt. - Der erste Pfalzgraf bei Rhein Heinrich von Luxemburg -Gleiberg alias Heinrich von Laach II gründet wegen Kinderlosigkeit das Kloster Laach. - Burg Laurenburg besteht. - Salier-Kaiser Heinrich IV (43) unterstellt seiner Ehefrau Praxedis (23) ein Verhältnis mit seinem Sohn Mitkönig Konrad (19). Salier-Mitkönig Konrad (19) bricht mit seinem Vater und wechselt in das Lager von Papst Papst Urban II und wird in Mailand zum König von Italien gekrönt. - Dedo von Ziegenberg urkundet. - Salier-Kaiser Heinrich IV (43) wird beim Versuch die Alpen zu überschreiten in Oberitalien vom bayerischen Herzog Welf IV (St) und von Berthold von Zähringen eingeschlossen, zwar durch Venedig und Aquileia unterstützt, aber gezwungen bis 1096 dort untätig auszuharren.
1094 Der Sohn Diethers I, Sohn Heinrich I (St) (1095-1102 OO... Luitgard von Heimbach) beginnt als Vogt von Kloster Bleidenstadt den Bau der Burg Katzenelnbogen.
Die Stammmutter der Staufer stirbt in Selestat an der Pest. - Der Graf im Pfinzgau und Vogt von Kloster Lorsch Graf Berthold von Hohenberg und Lindenfels der Ältere (St) stiftet Kloster Gottesau. - Der Dogenpalast in Venedig wird fertiggestellt und die nach der Feuersbrunst von 976 vermissten Gebeine des Heiligen Markus werden durch ein Wunder wieder gefunden. - Papst Urban II exkommuniziert den Salier-Kaiser Heinrich IV (44). - Die französische Königin Bertha von Holland, stirbt verbannt in der Festung Montreuil bei Calais. - Praxedis flieht vor ihrem Ehemann Salier-Kaiser Heinrich IV (44) zu Gregor VII, beichtet und beschuldigt Salier-Kaiser Heinrich IV (44), dass er sie vergewaltigen lies. - Der Abt von St. Panthaleon in Köln Hermann von Zutphen stiftet die Apostelkapelle.
1095 Der kölner Erzbischof Graf Hermann von Hochstaden III bekundet den Verkauf des größeren Teils des Gebietes des Salhofes in Lay, Gebiete in Niedertiefenbach, in Hundsangen und Lieberg der Brüder Diether (von Katzenelnbogen) (St) und Heinrich (von Katzenelnbogen) (St) an das Kloster Siegburg.
Durch Mehrfachbesetzungen bekämpfen sich der Salier-Kaiser Heinrich IV (45) -feinliche Papst Urban II und der kaiserfreundliche Gegen-Papst Clemens III. - Massaker an Juden in Rouen. - Die wohlhabenden rheinischen Juden werden vor dem Volkskreuzzug mit ihrem Anführer Peter von Amiens gewarnt und wiegen sich in vermeintlicher Sicherheit. - Bischof Bonizo von Sutri, der die Tugenden im christlichen Ritter fordert, stirbt. - Wetter: Meteorschauer, Polarlichter, eine Mondfinsternis, ein Komet und Vergiftungsepidemie durch Mutterkorn werden als himmlische Zeichen, für dass Ende der Welt und für den Aufruf zu einem Kreuzzug interpretiert. - Papst Urban II exkommuniziert den französischen Kapetinger-König Philipp I für die Verstoßung seiner Ehefrau. - Der niederlothringische Herzog Gottfried von Bouillon verkauft seinen gesamten Besitz und schließt sich den Kreuzzüglern an. - Einrichgaugraf Graf Ludwig von Arnstein (St) stirbt. Er hat eine illegitime Tochter, die Hartrad von Merenberg (St) heiraten wird. - Der erste Pfalzgraf bei Rhein Heinrich von Luxemburg von Laach (St) stirbt.
1096 Burg Katzenelnbogen ist vollendet.
etwa 5000 Wassermühlen in England. - Godebold von Henneberg II ist Burggraf von Würzburg. - 1.Kreuzzug beginnt mit verschienen Heeresteilen unter Führung des englischen Königssohn Robert von der Normandie (St), seines Onkels Robert von Flandern (St), Gottfried von Bouillon, Bohemund von Tarent, Raimund von Toulouse, Balduin von Boulogne und Hugo von Vermandois, die Richtung Kontstantinopel ziehen. - Unter der Führung von Graf Emicho von Leiningen (St) mit Hilfe von Graf Hermann von Salm (St), Clarebold von Vendeuil und Thomas und belagern und stürmen 12000 Kreuzfahrer die geistige Metropole der Juden, die Stadt Mainz. Um nicht in die Hände der Christen zu fallen flüchten sie in den Großen Saal am Hof des mainzer Erzbischof Ruthard, wohin sie sich und ihr Vermögen in Sicherheit zu bringen suchen und als die Türen aufgebrochen werden und selbst Frauen und Kinder ermordet werden nehmen sich 1014 das Leben. Der mörderische Zug gegen die Juden startet in Speyer, wo der speyerer Bischof Graf Johannes I im Kraichgau, der Neffe des kölner Erzbischofs Hermann von Hochstaden III bis auf 12 noch schützt, und führt über Worms, Mainz, Köln, wo alle 200 Juden ermordet und beraubt werden nach Trier. Überlebende Juden werden zu Zwangstaufen gezwungen. Der mainzer Erzbischof Ruthard weigert sich die zwangsgetaufen Juden zu ihrem alten Glauben zurückkehren zu lassen und verliert die Gunst von Kaiser Heinrich IV. Die Kreuzzügler unter Führung von Graf Emicho von Leiningen (St) beginnen in Ungarn wegen Geldmangels wahllos zu plündern und werden von der Bevölkerung erfolgreich bekämpft, wehalb sich das Heer auflöst. Graf Emicho von Leiningen (St) kehrt nach Mainz zurück und wird dort wegen seines nicht erfüllten Gelübdes nach Jerusalem zu ziehen verachtet. - Die Kreuzfahrer tragen auf der rechten Schulter fixierte rote Kreuze, die ihre Kreuzfahrerrechte symbolisieren. - Graf Gerhard von Sponheim -Vianden (St) urkundet. Er ist Stammvater der Grafen von Vianden. - Gottfried von Bouillon zieht mit 20000 Mann von Niederlothringen den Rhein und die Donau entlang auf den Balkan. - Der Graf von Sponheim und Kraichgaugraf Engelbert von Sponheim wird neuer Herzog von Kärnten.
1097 Der metzer Domherr Adalbero von Luxemburg (St) stirbt in Antiochia - Der augsburger Sattler Wolfhard von Augsburg wandert nach Italien und lebt bis 1117 als Eremit im Wald. - Der Salier-Kaiser Heinrich IV (47) beendet seinen Italienfeldzug. - Das Kreuzfahrerheer komplettiert sich in Konstantinopel und wird vom byzantinischen Kaiser in Nikäa hintergangen und von den Seldschuken in der Schlacht von Doryläum überfallen, können aber mit schweren Verlusten siegen. - Die lothringische Pfalzgrafenwitwe (von Hermann von Lothringen II) und rheinische Pfalzgrafenwitwe (von Mayengaugraf und Engersgaugraf Heinrich von Luxemburg Gleiberg Laach (St)) Adelheid von Orlamünd (St) stiftet Höfe in Meudt und Eisen im Westerwald dem Stift St Georg in Limburg an der Lahn.
1098 Der Zisterzienserorden wird gegründet. Zisterziensermönche beginnen zu arbeiten um ihren Lebensunterhalt selbst zu erwirtschaften und tragen aus Protest weiße Kleidung. - Der kölner Erzbischof Arnold von Wied II (St) wird geboren. - Wetter: Totale Sonnenfinsternis. - Hildegard von Bingen wird geboren. - Graf Liutold von Achalm stirbt in seinem von ihm neu gegründeten Kloster Zwiefalten als einfacher Mönch. - Der mainzer Erzbischof Ruthard flieht vor Kaiser Heinrich IV nach Thüringen, wo die Adelsopposition stark ist und schließt sich Papst Urban II. - Salier-Mitkönig Konrad (24) wird von seinem Vater Salier-Kaiser Heinrich IV abgesetzt. - Nahegaugraf Emicho (St) legt den Titel Nahegaugraf ab und nennt sich Graf von Flonheim.
1099 Jerusalem fällt nach sechswöchiger Belagerung durch das Heer der Kreuzritter unter Gottfried von Bouillon. Gottfried von Bouillon wird erster Herrscher des neugegründeten Königreichs Jersualem. - Der heilige Hermann von Hochstadten III krönt den jüngeren Salier-Königssohn Heinrich V (13) in Aachen, stirbt und wird im Kloster Siegburg beigesetzt. Er war Kanzler des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation und kölner Erzbischof. - Der Malteserorden wird als Johanniterorden in Jerusalem gegründet. - Eine mehrjährige Notperiode in Elsaß, Schwaben und Franken etc. beginnt. - Wetter: Sturmflut in den Niederlanden mit mehr als 100 000 Toten. - Die in Limburg an der Lahn lebende Witwe Pfalzgräfin bei Rhein Adelheid von Orlamünd (St) schenkt der Kirche Güter in Meudt und Isenburg. - Graf Adalbert von Calw stirbt in seinem von ihm neu gegründeten größten deutschsprachigen Kloster Hirsau als einfacher Mönch. - Der mainzer Erzbischof Willigis erlässt den mainzer Webern das Heimburgeramt und das Schenkenamt und fordert sie auf die Eingangstür zu schmücken.
1100 Die Erfindung des Achterruders und beweglicher Segel ermöglicht den Verzicht auf
Ruderer. - Kloster Lorch wird Hauskloster der Staufer. - Burg Altleiningen wird von Graf Emich von Leiningen II (St) erbaut. - Pfalzgräfin bei Rhein Adelheid (St) stirbt auf einer Pilgerreise nach Rom. - In Burgschwalbach romanische Wehrkirche. - Die Hinterburg in Neckarsteinach wird von den wormser bischöflichen Dienstleuten, den Edelfreien Herren von Steinach erbaut. - Pfalzgräfin bei Rhein Adelheid von Orlamünd (St) stirbt in Echternach und wird in Kloster Springierbach bestattet. Die Bauarbeiten an dem von ihr gestifteten Kloster Laach werden bis 1112 eingestellt.
1101 Graf Stefan von Sponheim (St) gründet das Mönchskloster Sponheim. - Salier-Kaisersohn Heinrich V erhält seine Schwertleite in Lüttich. - Der bayerische Herzog Welf IV (St) stirbt bei der Rückfahrt vom Kreuzzug von 1101.
1102 Die Burg Katzenelnbogen ist namensgebend für das Geschlecht. Heinrich von Katzenelnbogen (St) und seine Frau Liutgard besitzen im Auelgau (Siegburg) 4 Mansen und Weinberge.
Graf Bruno von Lauffen wird trierer Erzbischof. Er ist der Sohn von Graf Arnold von Lauffen und beginnt den Bau der mittelalterlichen Stadtmauer von Trier. - Der bamberger Bischof Otto II beteiligt sich an der Missionierung Pommerns. - Mit Burkhard von Nellenburg (St) stirbt das Geschlecht aus. Der trierer Erzbischof Bruno von Lauffen macht den Erben Adalbert von Mörsberg (St) zum Vogt von Kloster Allerheiligen. - Herzog von Schwaben Friedrich von Staufen gründet sein Hauskloster Lorch, die Grablege der Staufer. - Berthold von Ham (St) ist Vogt von Kloster Prüm. - Graf Friedrich von Arnsberg (Westfalen) wird vom Enkel des regensburger Domvogtes, dem kölner Erzbischof Friedrich von Schwarzenberg nach der Eroberung seiner Residenz Arnsberg gezwungen auf die Hälfte seiner Grafschaft Arnsberg zu Gunsten von Köln zu verzichten.
1103 Hoftag oder Reichstag in Mainz. - Die Isenburg wird erstmals urkundlich im Besitz der Brüder Reinbold von Isenburg (St) und Gerlach von Isenburg III (St) erwähnt. - Emicho VII wird erster Wildgraf Emicho. Er ist Graf von Kyrburg, Schmidtburg und Baumberg und ab 1129 Graf von Flonheim. - Erstmalige Erwähnung von Graf Berthold von Nürings III (St), kaiserlicher Gaugraf des Niddagaus, angeblich Zweig des salischen Königs-Geschlechts. Sein Bruder ist Graf Siegfried von Nürings II (St) im Niddagau. - Salier-Kaiser Heinrich IV sucht Zuflucht vor seinem von Papst Gregor VII angestachelten Sohn Mitkönig Heinrich V in der Feste Hammerstein. - Bruno von Lauffen ist Erzbischof von Trier, Diplomat und Berater von Salier-Kaiser Heinrich IV. - Der trierer Erzbischof Bruno von Lauffen weiht die Stiftskirche in Münstermaifeld und lässt Befestigungsanlagen errichten um die territoriale Ausdehnungsbestrebungen des kölner Erzbischof Friedrich von Schwarzenburg zu behindern. - Burg Gleiberg wird von Salier-Mit-König Heinrich V zerstört. - Graf Bezelin ist Trechirgaugraf und Maienfeldgaugraf. - Graf Berthold von Nürings III (St) ist Stiftsvogt von Kloster Ravengiersburg.
1104 In Venedig wird das Arsenal, die größte Werft des Mittelalters auf zwei sumpfigen Inseln errichtet. - Die Grafentochter Jutta von Sponheim (St) (12) erkrankt schwer. Die Genesung wird als Wunderheilung interpretiert, das Leben der Grafentochter Gott geweiht und alle Heiratsanträge abgelehnt. - Graf Sigihard von Burghausen aus dem Haus der Aribonen fürchtet sich vor den vom Kaiser geförderten Ministerialen mit denen er in Fehde ist und entlässt dennoch seine bewaffnete Begleitung auf der Reichsversammlung in Regensburg, auf der Salier-Kaiser Heinrich IV (St) (54) und sein Sohn Salier-König Heinrich V anwesend sind, um einen Streit zwischen dem Domkapitel und dem augsburger Bischof Hermann zu schlichten und Klostervögten ihre Macht beschnitten werden soll. Die kaiserlichen Ministerialen inszenieren zusammen mit regensburger Bürgern einen Tumult und belagern Graf Sigihard von Burghausen in seiner Herberge, brechen die Tür auf und enthaupten ihn. Salier-Kaiser Heinrich IV (St) (54) flüchtet ohnmächtig nach Mainz und sein Salier-König Heinrich V kann oder will nicht helfen, weshalb man ihm Mitwisserschaft und sogar Beteiligung am Mordkomplott unterstellt. - Salier-Kaiser Heinrich IV und sein Sohn Salier-Mit-König Heinrich V überwintern in der Pfalz Fritzlar. Salier-Mit-König Heinrich V verlässt heimlich die Pfalz Fritzlar und verbündet sich mit deutschem Hochadel gegen seinen Vater Salier-Kaiser Heinrich IV.
1105 Salier-Kaiser Heinrich IV trifft sich in Koblenz mit seinem vorgeblich reuigen Sohn Salier-Mit-König Heinrich V, der seinen Vater in Burg Böckelheim einkerkern lässt und durch den speyerer Bischof Gebhard zur Herausgabe der Reichsinsignien und zur Abdankung zwingt. Kaiser Heinrich IV wird auf dem Reichstag in Ingelheim abgesetzt. Die lombardischen Steinmetze, die für Kaiser Heinrich IV die Ostgruppe des mainzer Doms bauen, werden gezwungen ihre Arbeiten aufzugeben. - Erste Erwähnung der kaisertreuen Burg Nürnberg bei ihrer Zerstörung durch den Mit-König Heinrich V. - Marktschifffahrt zwischen Mainz und Frankfurt. - Die herzöglich-lothringische Burg Böckelheim wird an Graf Stefan von Sponheim (St) verlehnt. - Konrad von Staufen III (St) erwirbt Gebiete in Franken und sein Bruder Friedrich von Staufen am Mittelrhein und im Elsass um dort Burgen anzulegen. - Friedrich von Staufen I (St) stirbt als Herzog von Schwaben und Stiftsvogt von Speyer.
1106 Reichstag in Mainz. Salier-Mit-König Heinrich V wird zum König gewählt und erhält die erpressten Reichsinsignien vom mainzer Erzbischof Ruthard. - Ein Mönch aus dem Kloster Siegburg verursacht im Kloster St. Trond einen Streit um die Kleidungsangleichung an Kloster Cluny, der für den Mönch nach einem Messerangriff in Ketten im klösterlichen Kerker auf den Reformer Prior Rudolf mit Rauswurf endet. - Die Witwe Adelheid von Lauffen heiratet Adolf von Berg I. Adelheid von Lauffen, ist eine Großnichte der Kaiserin Gisela, Gemahlin von Salier-Gründer König Konrad II. - Der österreicher Markgraf Leopold von Babenberg heiratet die Schwester von Salier-König Heinrich V, Prinzessin Agnes von Waiblingen und wechselt dafür in der Entscheidungsschlacht von Salier-Kaiser Heinrich IV zu seinem Sohn Salier-Mit-König Heinrich V die Seiten. - Der Normanne und ehemalige englische Kanzler und laoner Bischof Gaudry hält einen Schwarzen als Sklaven, der illegale Aufträge ausführt und beim Streit über seinen Herrn einen kritischen Bürger tötet und einem zweiten die Augen herausreisst. - Gerhard aus der Familie der Reginbodonen ist mainzer Burggraf und Hochvogt von Kloser Fulda. - In Mainz gibt es den Stadtkämmerer Propst Godebold und den Hofkämmerer Propst Konrad. - Der Enkel des regensburger Domvogtes, der kölner Erzbischof Friedrich von Schwarzenberg wechselt auf die Seite von Salier-Mit-König Heinrich V was zu einem Konflikt mit Rom führt.
1107 Die Herren von Hagenhausen (Hainhausen) (St) und späteren Eppsteiner tauchen als Besitzer einer Wasserburg an der Rodau auf. - Die Satansmünze, der böhmischen Pfennig des Herzogs Wladislaus I mit dem Kopf Satans und der Umschrift Satanus wird wegen unerklärlicher Naturerscheinungen geprägt. - Graf Ludwig von Arnstein II (St), verheiratet mit Udelhild von Odenkirchen, ist Vogt von Oberwesel, St Goar, Boppard, Lahnstein und Koblenz und hat sieben Schwestern: Die älteste ist mit einem Edelmann aus Ungarn verheiratet, die zweitälteste (2.) mit einem Graf von Luxemburg, (3.) Gertrudis (Gemma, Hemma) mit dem Pfalzgrafen Hugo von Tübingen II (+1120), (4.) Anastasia mit Dudo von Laurenburg (St), (5).Giselhild (St) mit Graf Konrad von Lauffen (St), (6.) die sechste Tochter mit Reimbold von Isenburg (St), der später auch die Einrichgaugrafenwürde erhalten wird und Agnes die (7.) mit einem Graf von Zytphen. - Dill ist ein wichtiger Stützpunkt der Grafen von Sponheim. - Nahegaugraf Emicho (St) nennt zusätzlich zu Graf von Flonheim Graf von Schmidtburg. - Arnold von Loon ist mainzer Burggraf. - In einer Urkunde tauchen auf: Ludwigt von Arnstein Dietrich von Are, Adalbert von Dill und Emicho von Schmidtburg(St). - Adalbert von Saabrücken (St), der neue Kanzler von Salier-König Heinrich V, verhilft seinem Bruder, dem klosterlorscher Mönch Bruno von Saarbrücken (St) neuer Bischof von Speyer zu werden.
1108 Wetter: Der Bodensee ist komplett zugefroren. - Die Herrschaft Honnef geht an die Grafen von Sayn ? über, die die Löwenburg errichten. - Graf Stefan von Sponheim (St) lässt eine Frauenklause auf dem Klostergelände Disibodenberg errichten. - Der Burggraben der Wasserburg der Herren von Hagenhausen alias Hainhausen wird von der Rodau gespeist. - Der Bruder von Luitgard aus der Familie der Reginbodonen, verheiratet mit dem Graf im Pfinzgau Berthold von Hohenberg und Lindenfels (St) Diemar von Selbold Gelnhausen gründet das Kloster Selbold. - Graf Berthold von Nürings-Stromburg bezeichnet sich als Graf von Nürings.
1109 Fritzlar erbaut erstes Rathaus Deutschlands. - Der mainzer Erzbischof Ruthard von Winkel, alias Ruthard von Lorch stirbt. Sein Bruder ist Embricho von Winkel. - Ludwig von Arnstein III (St) wird geboren. - In Hirzenach werden dem Siegburger Kloster von Salier-König Heinrich V Güter zum Bau eines Benediktinerklosters vergeben und eine Pfeilerbasilika gebaut.
1110 Burg Osterspai wird erwähnt. - Burg Altleiningen ist fertiggestellt und soll soviele Fenster haben wie das Jahr Tage. - Reformer aus dem Kloster Hirsau kommen nach Kloster Lorsch und vertreiben die alten Mönche mit neuen Regeln und plündern den Weinkeller und den Getreidevorrat. Der deutsche König Heinrich V interveniert, die übereifrigen Erneuerer fliehen bei der Rückkehr der Mönche, aber mit dem Inhalt der Schatzkammer, der Bibliothek und den Reliquien. - Der Graf im Pfinzgau Berthold von Hohenberg und Lindenfels (St) tritt als Mönch in das von ihm gestiftete Kloster Gottesau im Ufgau ein. - Der Graf im Pfinzgau Berthold von Hohenberg und Lindenfels (St) urkundet gemeinsam mit Heinrich von Katzenelnbogen II (St). - Der Graf im Pfinzgau Berthold von Hohenberg und Lindenfels (St) ist mit Luitgard aus der Familie der Reginbodonen verheiratet. Luitgard aus der Familie der Reginbodonen ist die Schwester von Diemar von Selbold Gelnhausen, dem Gründer von Kloster Selbold. - Die Tochter Hedwig von Gudensberg (St) von Graf Giso im Oberlahngau IV Graf von Gudensberg und Reichsbannerträger (40) Vogt u.a. von koblenzer Stift St Florin und Abtei Hersfeld heiratet den zukünftigen ersten Landgrafen von Thüringen Landgraf Ludwig von Thüringen. - Die Grablege der Kraichgaugrafen Zeizolf und Wolfram die Kirche in Sinsheim wird von Bischof Johannes von Speyer in ein Kloster umgewandelt.
1111 Der deutsche Salier-König Heinrich V lässt den Papst mit Zustimmung des mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken (St) gefangennehmen und lässt ihn nur unter dem Zwang, Heinrich die Investitur und die Kaiserkrönung zu garantieren, wieder frei. - Salier-König Heinrich V sucht sich die Ministerialen als Verbündete. - Der oberelsässer Landvogt Otto von Habsburg II (St) wird ermordet. - Salier-König Heinrich V schränkt die Macht und Rechte des mainzer Burggraf Arnulf von Loos ein.
1112 Graf Gerlach von Veldenz (St) trennt sich von seinem Bruder Wildgraf Emicho I (St). - Der mainzer Erzbischof Adalbert von Saabrücken (St), der beginnt Burgen um Mainz herum zu bauen und zu kaufen, wechselt, da er erkennt wie rücksichtlos der Salier-König Heinrich V seine Macht erweitert, die Seiten und wird von Salier-König Heinrich V auf der Reichsburg Trifels bis 1115 gefangen genommen. - Burg Virneburg im Nitztal ist die Stammburg der Grafen von Virneburg. - Der mainzer Erzbischof Adalbert von Saabrücken (St) erobert die Madenburg. - Erster gesicherter Nachweis der Grafen Heinrich von Sayn (St) und Eberhard von Sayn (St). Graf Heinrich von Sayn (St) sichert Kloster Laach seinen Schutz zu. - Die eigenwillige Grafentochter Jutta von Sponheim (St) (20) zieht als Leiterin zusammen mit Hildegard von Bingen (14) von Burg Sponheim in das Männerkloster Disibodenberg ein, wo sie einen eigenen Frauenkonvent bilden. - Pfalzgraf Siegfried von Ballenstedt (St) kommt von Jerusalem zurück. - Der korrupte laoner Bischof Gaudry will die Bürger durch illegale Steuern erpressen und wird beim Laoner Bürgeraufstand nachdem er sich vergeblich in einem Faß versteckt, mit einem Axthieb auf den Kopf getötet. Der Bischofsring wird dem Toten mitsamt dem Finger abgeschnitten. Der tote Bischof wird ohne religöse Zeremonie vor den Toren von Laon begraben. - Graf Gerhard von Sponheim (St) heiratet Aleydis von Ham, die Tochter des Vogtes von Kloster Prüm Graf Berthold von Ham im Bidgau. - Einrichgaugraf Ludwig von Arnstein II (St) stirbt und hinterlässt Ludwig von Arnstein III (St) (03). Burg Arnstein verkommt und wird eine grausige Stätte, eine Wildnis, bequem zum Rauben, ein Stein aller Laster und Schande, ein Diebshaus, aus- und einzureiten und zu berauben alles Fremde auf Strass, Fluss und Fuhre. Die Burg ist eine Wohnung der Ritter Pharaonis und der Graf war schuldig vor Gott, dass er solchen Jammer geschehen liess, und erlaubte, die Armen so zu verdrucken. - Graf Adalbert ist Trechirgaugraf.
1113 Die Abscheu über die Gefangennahme des Papstes und der Kardinäle macht den Kanoniker und Hofkaplan des Kaisers, den heiligen Norbert von Xanten zum Eremiten. - Die Grafen von Veldenz spalten sich von den Raugrafen ab. - Der mainzer Erzbischof Adalbert von Saabrücken (St) gibt die Madenburg an Speyer und den Salier-Kaiser Heinrich V zurück. - Salier-Kaiser Heinrich V zieht von Pfalzgraf Friedrich beanspruchtes Erbland als erledigtes Lehen ein. Pfalzgraf Siegfried von Ballenstedt (St) greift Salier-Kaiser Heinrich V in der Schlacht von Warenstädt an und stirbt. Die Bündnispartner werden einzeln unterworfen. - Die pfalzgräfliche Burg Laach wird abgerissen. - Der askanier Pfalzgraf bei Rhein Siegfried von Ballenstedt (St) wird von Saliertreuen überfallen und stirbt nach dem Mordversuch. - Salier-Kaiser Heinrich V gibt dem trierer Kloster St Maximin von Emicho und seinem Sohn Gerlach zu Unrecht besessene Güter zurück. - Graf Adalbert (aus dem Haus von Graf Hugo im Einrichgau) widersetzt sich dem Verkauf der Grafschaft Bessunge an das Hochstift Würzburg.
1114 Siegfrieds Bündnispartner, der kölner Erzbischof Friedrich von Schwarzenburg besiegt das Heer von Salier-Kaiser Heinrich V bei Andernach. In der Auseinandersetzung der beiden Erzbistümer Köln und Trier wird der alte andernacher Königshof vernichtet. - Graf Giso im Oberlahngau IV kämpft letzmalig für Salier-Kaiser Heinrich V. Graf Giso im Oberlahngau IV bekämpft den kölner Erzbischof Friedrich von Schwarzenburg, ein Anhänger des mainzer Erzbischof Adalbert von Saabrücken (St) und verwüstet Kloster Grafschaft.
1115 Die Grafen von Scheyern verlegen ihren Sitz von Scheyern/Oberbayern nach ihrer Stammburg Wittelsbach. - Der mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken (St) wird von den mainzer Bürgern unter Führung von mainzer Burggraf Arnold von Loon in einem Bürgeraufstand befreit. Der befreite Erzbischof exkommuniziert Kaiser Heinrich V. - Der reiche Günstling der kölner Erzbischöfe Norbert von Xanten ändert nach einem Blitzschlag sein Leben, beginnt ein Eremitendasein, wird Wanderprediger, kritisiert die Kanoniker und fordert radikale Reformen. - Der mainzer Burggraf Arnulf von Loos alias Arnulf von Loon heiratet die Erbtochter Gräfin Agnes von Rieneck. - Der Vogt von Kloster Kaufungen und Vogt von Stift Weilburg, Graf von Maden-Gudensberg Neckargaugraf, Oberlahngaugraf und Hessengaugraf Werner von Winterthur VI wechselt zum papsttreuen mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken (St) über und verursacht dadurch Streitigkeiten mit dem kaisertreuen Graf Ludwig von Thüringen, der Springer (St), dessen Sohn Ludwig von Thüringen seit 1110 mit der Erbtochter Hedwig von Gudensberg von Werner von Winterthur VI. - Graf Giso im Oberlahngau IV beginnt als offener Affront gegen Salier-Kaiser Heinrich V mit dem Empfang aller Reichslehen in Oberhessen und Niederhessen vom mainzer Erzbischof Adalbert von Saabrücken (St).
1116 Die Augustiner-Chorherren gründen Kloster Eberbach. - Der mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken (St) zerstört die Reichsburg Stromberg im Streit mit Salier-Kaiser Heinrich V. - Werner von Bolanden I (St) erscheint im Gefolge von Herzog Friedrich von Staufen II in Mainz. - Friedrich von Staufen Schwaben (St) und sein Bruder, der neue Herzog von Franken, Konrad von Staufen III (St) werden Reichsverweser, Stellvertreter des Kaisers während der Salier-Kaiser Heinrich V in Italien ist, und nutzen die Gelegenheit um sich Gebiete von Köln bis Worms anzueignen. - Eine namentlich unbekannte Tochter des Vogt von Kloster Kaufungen, Graf von Maden-Gudensberg Neckargaugraf und Hessengaugraf Werner von Winterthur III heiratet Adalbert von Kislau, stirbt aber kinderlos vor ihrem Vater. Kislau ist eine Wasserburg bei Karlsruhe, die den Kraichgau schützen soll.
1117 Graf Gozmar II von Reichenbach (später Ziegenhain) ist bis 1139 Hochvogt von Fulda. - Die Burgen Wolkenburg und Drachenfels werden vom kölner Erzbischof Friedrich von Schwarzenburg gegen Salier-Kaiser Heinrich V erbaut. - Rembold von Isenburg stiftet schaffhausener Benediktinermönchen einen Hof zur Gründung von Kloster Rommersdorf. - Mit dem Segen von Einrichgaugraf Ludwig von Arnstein III (St) (08) gründet der Vogt des Siegerlandes Dudo-Heinrich von Laurenburg (St) Kloster Lipporn. - Burg Lipporn wird letztmalig erwähnt. - Graf Emich von Leiningen (St) stirbt bei einem Gefecht vor Mainz. - Dudo-Heinrich von Laurenburg (St) ist Vogt im Siegerland. - Der augsburger Sattler Wolfhard von Augsburg lässt sich bis zu seinem Tod in eine Klosterzelle einschließen. - Graf Siegfried von Nürings II im Niddagau stirbt. - Der kaisertreue Herzog Friedrich von Schwaben belagert Mainz
1118 Das nordspanische Königreich Argonien erobert die muslemischen Vorposten Saragossa von den Muslimen zurück und macht es zu seiner neuen Hauptstadt. - Burg Hattenheim wird erbaut. - Der kölner Erzbischof Friedrich von Schwarzenburg erbaut die Burg Wolkenburg gegen die Grafen von Sayn. - Der Reformorden der Zisterzienser wird im französischen Kloster Citeaux gegründet und nach ihm benannt. Zisterziensermönche verzichten auf Kosten der Bauern zu leben und erwirtschaften ihren Lebensunterhalt durch eigene körperliche Arbeit. - Kaiser Heinrich V wird vom Papst gebannt. - Der kaiserliche Heerführer Graf Hoier von Mansfeld fällt in der Schlacht an der Wipper. - Kaiser Heinrich V soll in Würzburg vor Gericht. - Auf der Synode in Fritzlar verteidigt sich Norbert von Xanten erfolgreich gegen den Vorwurf der Ketzerei. - Graf Stefan von Sponheim (St) stirbt und sein Sohn Meginhard von Sponheim (St) beginnt mit der Fertigstellung von Kloster Sponheim zusammen mit seinem Bruder Rudolf (St) und dessen Frau Reggat. Die Kirche wird ausgemalt und unter dem Turm werden steinerne Apostelreliefs und Prophetenreliefs angebracht. - Ernst ist mainzer Schultheiß.
1119 Der mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken (St) gewährt den mainzer Bürgern Befreiung von auswärtigen Steuern und Gerichtsbarkeit um den kaisertreuen Fürsten zu schaden. - Der Templerorden wird zum Schutz Jerusalems mit bewaffneten Ordensbrüdern gegründet. - Bernhard von Clairvauxs Onkel Andreas von Montbard ist Gründungsmitglied des Zisterzienserordens. - In China wird die Benutzung eines Magnetkompasses beschrieben. - Der bayerische Pfalzgraf Graf Otto von Scheyern V zieht von Burg Scheyern in die Burg Wittelsbach um. Burg Scheyern wird sein Benediktinerhauskloster und Grablege. - Der Propst von St. Peter in Mainz Asmarus wird mainzer Stadtkämmerer und wohnt im Haus zum Michelshof. Der Michelshof, in der heiligen Grabgasse, dem heiligen Grab gegenüber, eines der ältesten Häuser der Stadt Mainz, wird später mit gotischen Türmchen und Schießscharten befestigt.
1120 Burg Waldeck über der Eder wird erwähnt. - Der trierer Erzbischof Bruno von Lauffen erwirbt die rechtsrheinische Burg Ehrenbreitstein. - Werner von Bolanden (St) gründet sein Augustinerchorherren-Hauskloster Hane. - Norbert von Xanten gründet den Prämonstratenserorden aus Priestern, die zusätzlich auch das Armuts-, Enthaltsamkeits- und Gehorsamsgelübde ablegen. - Die Bürger von Boppard gründen bei einer Marienkapelle das Kloster Marienberg (Mariabodenberg). - Herzog Friedrich von Staufen II heiratet die Welfentochter Judith. - Der Goldschmied und Emaillemaler Eilbertus von Köln beginnt mit einem Tragaltar aus dem Welfenschatz. - Agnes von Arnstein (St) wird geboren. - Das Weiße Schiff sinkt nach einem Alkoholgelage mit dem einzigen legitimen Sohn des englischen König Heinrich und einem unehelichen Sohn.
1121 Wetter: Die Sonne wurde drey Tage hinter einander Blutroht gesehn, darauf ein harter Winter erfolget.... und viele Menschen samt Viehe verdorben seyn (Olearius). - In Würzburg ist von Baumeister Enzelin eine steinerne Brücke, die über den Main an der Stelle der Fähre führt, in Bau. - Graf Giso im Oberlahngau IV wird Graf von Gudensberg und Reichsbannerträger. - Der trierer Erzbischof Bruno von Lauffen verhängt den Kirchenbann über Wilhelm von Luxemburg (St). - Gottfried von Cappenberg brennt den Dom von Münster nieder. - Der würzburger Bischof Erlung stirbt an Lepra. - Der Vogt von Kloster Kaufungen und Vogt von Stift Weilburg, Graf von Maden-Gudensberg Neckargaugraf und Hessengaugraf Werner von Winterthur VI stirbt wie seine Erbtochter und verursacht durch seine mainzer Lehensnahme ab 1115 von Mainz Komplikationen mit Hessen und dem Landgraf Ludwig von Thüringen I. Die Erbfolge tritt der mit Kunigunde von Bilstein verheiratete neue Oberlahngaugraf, Vogt von Kloster Hersfeld und Vogt des St. Florinstift in Koblenz Giso IV an und wird Graf von Gudensberg und Reichsbannerträger. - König Heinrich V zerstört die von Otto von Salm (St) neu eingerichtete Hauptstadt des Trechirgaues Treis um den rheinischen Pfalzgraf Gottfried von Calw zu unterstützen.
1122 Der Vogt des Siegerlandes Dudo Heinrich von Laurenburg (St) erhält die mainzer Herrschaft Idstein als nassauer Lehen. - Wetter: Kein Schneefall im kommenden Winter in ganz Deutschland - Burg Heppenheft wird erbaut. - Papst Calixt II und König Heinrich V einigen sich nach langem Investitur-Streit auf das Wormser Konkordat, in dem der König auf die Investitur mit Stab und Ring verzichtet und die freie kanonische Wahl der Bischöfe und Reichsäbte zusichert. Sie werden geistliche Reichsfürsten. Das ist das Ende des ottonisch-salischen Reichskirchensystems. - Der mainzer Erzbischof Adalbert von Saaabrücken (St) erweitert und befestigt die Siedlung Aschaffenburg zur mainzer Zweitresidenz. - Der kölner Erzbischof Friedrich von Schwarzenburg erbaut die Burg Rolandseck gegen die Grafen von Sayn? - Das Auerbacher Schloss wird von Diether von Katzenelnbogen IV (St) auf dem Auerberg (Urberg) erbaut. - Abt Burchard von St. Jakob in Mainz erhält von Embricho von Heppenheft und seinen Brüdern die Pfarrkirche in Geinsheim (Groß-Gerau) und gibt sie an Ritter Volmar von Heppenheft zurück. - Graf Gottfried von Cappenberg übergibt seine Burg und sein Vermögen als Kloster Cappenberg als erstes Prämonstratenserstift von Norbert von Xanten im deutschsprachigen Raum als Buße für die Zerstörung des Dom von Münster unter Führung des sächsischen Herzogs Lothar von Supplinburg um der Reichsacht zu entgehen. - Graf Gottfried von Cappenberg stiftet die erste geistliche Niederlassung in der Wetterau das Prämonstratenserkloster Ilbenstadt als ein Männer- und ein Frauenkloster. - Der Sohn von Graf Mefried von Wied Arnold von Wied II (St) wird Propst von Limburg an der Lahn. - Burg Eppstein ist Reichsburg. - Graf Giso im Oberlahngau IV Graf von Gudensberg und Reichsbannerträger (55) stirbt wodurch der Besitz nördlich von Marburg mit der Stiftsvogtei Wetter, ein Teil von Bilstein südlich von Marburg, die Vogei der Abtei Hersfeld, der hessische Besitz der Grafschaft Maden Gudensberg erbt der mit Erbtochter Hedwig von Gudensberg verheiratete Ludwig von Thüringen I. - Der Schwabenherzog Friedrich von Staufen bekommt seinen Sohn, Friedrich von Staufen I Barbarossa (St). - Graf Gottfried von Cappenberg wird Taufpate von Friedrich von Staufen I Barbarossa (St). - Der mainzer Erzbischof Adalbert von Saaabrücken (St) bestätigte die von Embricho von Heppenheft vollzogene Übertragung der Patronatsrechte der Pfarrkirche zu Geinsheim an das mainzer Kloster St. Jakob. - Der fuldaer Abt Erlof von Bergholz stirbt und sein Nachfolger Udalrich von Kemnaten erhält gemäß dem Wormser Konkordat die Abtsregalien durch König Heinrich V und reist zu Papst Calixt II nach Rom. - Die Familie der papsttreuen kärntner Eppensteiner stirbt mit Heinrich III von Eppenstein aus.
1123 Graf Emicho VI vom Nahegau (St) stirbt. Seine Nachkommen nennen sich verwirrend Wildgrafen oder nach ihren Besitzungen. - Burg Lindenfels ist im Besitz von Kloster Lorsch und der Kurpfalz. - Kloster Sponheim wird vom wormser Bischof Buggo, (Burchard II.) der heiligen Jungfrau und dem heiligen Martinus von Tours geweiht. - Graf Gottfried von Reichenbach-Wegebach erweitert Burg Ziegenhain und nennt sich Graf Gottfried von Ziegenhain I. Sein Vater ist fuldaer Vogt in Ziegenhain. - Mit dem Tod von Dudo-Heinrich von Laurenburg (St) wird Arnold von Nassau I (St) Graf von Laurenburg. - Die Witwe von Graf Giso im Oberlahngau IV Kunigunde von Bilstein heiratet Heinrich Raspe, den Schwager ihrer Tochter Hedwig von Gudensberg, der dadurch Graf von Gudensberg und Reichsbannerträger wird. - Der fuldaer Abt Udalrich von Kemnaten erhält die Abtsweihe durch Calixt II in Rom. - Der Saargaugraf Friedrich nennt sich Graf Friedrich von Saarbrücken. - Konrad von Bickenbach taucht auf.
1124 Die Beziehungen der Katzenelnbogener zu den mainzer Erzbischöfen werden erstmals greifbar und gestalten sich bereits unter dem mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken (St) sehr eng. Heinrich von Katzenelnbogen II (St) heiratet Hildegard von Henneberg (St). Ihre Brüder sind der würzburger Burggraf Berthold von Henneberg, der würzburger Burggraf Poppo von Henneberg IV, der würzburger Bischof Gebhard von Henneberg, der speyerer Bischof Günther von Henneberg (ab 1146) und der speyerer Bischof Otto von Henneberg (ab 1190).
Ruppert von Nassau I (St) und Arnold von Nassau I (St) erbauen die Burg Nassau auf der Anhöhe über einem Königshof. Ruppert von Nassau I (St) wird Vogt der Herrschaft Weilburg. - Graf Udalrich von Eppstein und Idstein vermacht die beiden Herrschaften Idstein und Eppstein dem mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken (St). - Wetter: Am Jahresende bringt ein Wintereinbruch mit besonders tiefen Temperaturen und viel Schnee in Arnstadt viele Todesopfer und Schäden im Weinberg und in der Teichfischerei (Olearius). - Graf Meginhard von Nellenburg (St) und seine Ehefrau Mechthild beenden den Bau von Benediktiner-Kloster-Sponheim. Der erste Abt wird Bernheim, ein sponheimer Vasall aus einer sponheimer Seitenlinie. Heinrich von Katzenelnbogen II (St) beurkundet die sponheimer Schenkungen. - Der trierer Erzbischof Bruno von Lauffen stirbt. - Konrad von Staufen III (St) macht aus Prestigegründen eine Pilgerfahrt nach Jersusalem. - Auf einem Reichstag in Bamberg wird ein Krieg gegen den sächsischen Herzog Lothars von Supplinburg beschlossen aber nicht geführt. - Der ehemalige kaiserliche Kanzler, der bamberger Bischof Otto unternimmt einen bewaffneten Christianisierungszug nach Pommern, tauft und zerstört heidnische Tempel und predigt gegen Vielweiberei, das Töten neugeborener Mädchen, Zauberei, Wahrsagerei und Götzendienst. Da es nach den Zerstörungen keine geweissagten Folgen gibt, übernimmt die Bevölkerung den neuen Glauben. - Der mainzer Stadtkämmerer Asmarus vererbt sein mainzer Haus Zum Michelshof seinem Vetter Obert.
1125 Wetter: Außergewöhnlich harter Winter und allgemeine Hungersnot. - Salier-Kaiser Heinrich V (44) hält sich vor seinem Tod 1125 die letzten Jahre hauptsächlich an Rhein und Main auf. Mit dem gehassten Vatermörder Kaiser Heinrich V stirbt der kaiserliche Ast des rheinfränkischen Geschlechts. - Der Salier-Kaiser Heinrich V vererbt Konrad von Staufen III (St) sein rechtsrheinisches Hausgut und seinem Bruder Friedrich von Staufen Schwaben II (St), der König werden will, sein linksrheinischen Hausgut. Zum Hausgut besetzten die Brüder auch das Königsgut. - Tumulte in Mainz entstehen durch den Unmut von Schwabenherzog Friedrich von Staufen, der die Ordnung im Reich aufrecht erhält und sich schon als neuer König sieht, als der mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken (St) sich durch die Wahl Lothar von Supplinburg zum deutschen König die Staufer zum Gegner macht. Der kölner Erzbischof Friedrich von Schwarzenburg wählt Lothar von Supplinburg. Der Welfe Heinrich IX, alias Heinrich der Schwarze (St) wechselt für das Versprechen die Reichsburg Nürnberg zu erhalten ebenfalls zu Lothar von Supplinburg. - Graf Meinhard von Sponheim I (St) taucht an der Mosel auf. - Speyer wird als Metropolis Germaniae bezeichnet. - Konrad von Staufen III (St) und sein Bruder Friedrich von Staufen Schwaben II (St), huldigen dem neuen König Lothar von Supplinburg auf einem Hoftag in Regensburg, verweigern ihm aber den Lehnseid und weigern sich das Königsgut zurückzugeben. Der neue König Lothar von Supplinburg verhängt die Reichsacht über Konrad von Staufen III (St) und seinen Bruder Friedrich von Staufen. - Der mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken (St) ist Vetter von Graf Robert von Laurenburg (St). - Der Mitgründer von Kloster Schönau Hildelin erbaut das Frauenkloster neben dem Männerkloster.
1126 Berthold von Katzenelnbogen (St) wird geboren.
Burg Sonnenberg wird erstmals erwähnt. - Der unnachgebige Reformer Norbert von Xanten zieht barfuß und in ärmlicher Kleidung am Reichstag in Speyer ein und wird zum Erzbischof von Magdeburg gewählt. Sein Prämontratenserorden wird von Papst Honorius II anerkannt. - Rheingräfin Ludgardis (St) vermacht dem Kloster Bleidenstadt ihre Höfe in Eberbach, in Geisenheim und Assmanshausen u.a. mit allen Weinbergen. - Der sponheimer Abt Bernheim lässt in Kloster Sponheim einen Brunnen graben. - Der speyerer Bischof Arnold von Leiningen (St) stirbt. - Deutsche Fürsten beschließen in Goslar die über Konrad von Staufen III (St) und seinen Bruder Friedrich von Staufen Schwaben II (St) verhängte Reichsacht militärisch durchzusetzen und besetzen im Gefolge von König Lothar von Supplinburg deren rheinfränkische, elsässische und oberlothringische Gebiete. König Lothar von Supplinburg wagt es nicht Schwaben anzugreifen. Die Welfen, die es doch wagen, das staufische Kernland anzugreifen, scheitern. - Konrad von Staufen III (St) macht eine Pilgerreise nach Jerusalem.
1127 - Emich von Leiningen (St) wird Bischof von Würzburg. - Ritterturnier in Würzburg. - Kirchberg ist ein wichtiger Stützpunkt der Grafen von Sponheim. - Der mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken (St) erwähnt Mönche einer Benediktinerpropstei, die Raubrittern die Michelsburg alias Remigiusburg abkaufen und niederreissen. - In Trier beginnt die Verehrung des Apostels Matthias. - König Lothar von Supplinburg belagert vergeblich die staufer Reichsburg Nürnberg. - Der Bruder von Konrad von Staufen III (St), Friedrich von Staufen (St) verliert ein Auge im Kampf. - Konrad von Staufen III (St) kehrt von der Pilgerreise nach Jerusalem zurück. Konrad von Staufen III (St) wird von den Franken und den Schwaben zum Gegenkönig von König Lothar von Supplingenburg III auf der Reichsburg Nürnberg ausgerufen. - Der Reginbodone Timo von Prozelten ist Vogt des Kollegiatsstifts Aschaffenburg.
1128 Der aus Schwaben stammende Werner von Bolanden I (St) ist ein Günstling des mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken (St). Das Geschlecht macht sich als mainzer Kirchenministeriale verdient. - Die Kyrburg ist eine Stammburg der Wildgrafen. - Graf Emich von Leiningen (St) in einer Urkunde des mainzer Erzbischofs Adalbert von Saarbrücken (St). - Gegenkönig Konrad von Staufen III (St) findet Unterstützung in Mailand und wird zum König von Italien gekrönt, allerdings ohne breite Unterstützung. - König Lothar von Supplingenburg III verliert Speyer an Friedrich von Staufen. - Graf Berthold von Andechs verpflichtet seine Untertanen die von seinen Vorfahren von Pilgerreisen mitgebrachten Reliquien zu verehren.
1129 Werner von Bolanden I (St) gründet sein Hauskloster Die Zelle (später Kloster Hane). - Edelherr Marquard von Solms (St) taucht auf. - Hartrad von Merenberg I, der Erbauer der Burg Merenberg, ist umgeben von Gebieten in denen die hohe Gerichtsbarkeit in den Händen der Grafen von Diez und die wormser Vogtei im Besitz von Laurenburg-Nassau liegt - Gräfin Clementia von Gleiberg (St) gründet das Augustiner-Chorherrenstift auf dem giessener Schiffenberg. - Der magedburger Erzbischof Norbert von Xanten engagiert sich erfolglos in der Missionierung östlich der Elbe und der Einflussnahme auf Polen. - Graf Mefried im Engersgau (St) gründet die Burg Wied und nennt sich nach ihr Graf Mefried von Wied. - Hartrad von Merenberg bezeichnet sich als Herr von Merenberg mit seiner Burg Merenberg. - In Limburg an der Lahn fordert der Propst des limburger St. Georgsstifts beim mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken (St) von seinen Hörigen in Brechen, Bergen und Netzbach ihre Pflichzahlungen ein. - Der kinderlose mit Jutta von Boyneburg verheiratete Graf Ludwig von Arnstein III (St) (20) reisst seine Burg Arnstein zum Teil ab, baut sie in ein Prämonstratenserkloster um und besetzt sie mit Norbertiner-Mönchen (weiße Kutten), die er selbst aus Sachsen hol. Seine Frau lebt als Einsiedlerin in der Nähe.
1130 Die namentlich unbekannte Schwester von Heinrich von Katzenelnbogen II (St) heiratet Konrad I von Bickenbach. Benediktinermönche gründen das katzenelnbogener Hauskloster Gronau.
Der Stammsitz der Herren von Bickenbach ist zunächst eine Turmhügelburg oder Weilerburg in Bickenbach. - Ruprecht von Laurenburg I (St) und sein Bruder Arnold von Laurenburg I (St) stiften das Kloster Gronau. - In Rom werden an einem Tag zwei Päpste Innozenz II und Anaklet II gewählt. Der magedburger Erzbischof Norbert von Xanten holt König Lothar von Supplingenburg III (St) auf seine Seite, dank diplomatischer Hilfe von Bernhard von Clairvaux von England und Frankreich unterstützen Papst Innozenz II. - Der trierer Erzbischof Meginher von Vianden (St) wird aus Rache vom gebannten Gegenkönig Konrad von Staufen III (St) gefangen genommen und in Parma ins Gefängnis gesteckt, wo er ums Leben kommt. - Der an Epilepsie erkrankte kölner Domherr Bruno von Berg weist das Angebot des trierer Erzstuhls ab. - Durch die Ermordung des Ludowingers Heinrich Raspe I (St) erbt sein Bruder der erste Landgraf von Thüringen Landgraf Ludwig von Thüringen (St) den Hessengau. - König Lothar von Supplingenburg III (St) erobert Speyer von Friedrich von Staufen II von Schwaben (St) zurück. - König Lothar von Supplinburg (St) erobert die staufer Reichsburg Nürnberg. - Heinrich von Katzenelnbogen II (St), Graf Berthold von Lindenfels (St) und Graf Siegfried von Nürings IV (St) bezeugen wie der mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken (St) das Kloster des Hl. Nikolaus auf dem Klosterberg im Rheingau vom mainzer Kloster St. Alban unabhängig macht. - Der stauferfreundliche klosterlorscher Vogt Graf Berthold von Lindenfels (St) unterliegt in einer Fehde mit dem welfenfreundlichen speyerer Bischof Siegfried von Wolfsölden.
1131 Büdingen wird urkundlich erwähnt. - In Altenkirchen steht die erste Christenkirche im Westerwald. - Der trierer Erzbischof Albero von Montreuil errichtet die Burg Pfalzel vor den Toren Triers, eine Ausweich- oder Gegenresidenz. - Der Sohn von Adelheid von Lauffen und Adolf von Berg, dem Begründer des Grafenhauses Berg, Bruno von Berg wird kölner Erzbischof. - König Lothar von Supplingenburg III (St) vertreibt die Staufer aus dem Elsass, die damit auf Schwaben und Ostfranken zurückgedrängt sind. - Der lothringische Pfalzgraf Wilhelm von Orlamünd ist trierer Hochvogt. - Der gebannte Gegenkönig Konrad von Staufen III (St) heiratet Gertrud von Sulzbach. Ihre Schwester Bertha von Sulzbach wird 1146 den byzantinischen Kaiser Manuel heiraten. - Der kölner Erzbischof Friedrich von Schwarzenburg stirbt auf Burg Wolkenburg und wird in Kloster Siegburg begraben.
1132 Graf Berthold von Katzenelnbogen I (St).
Wolfram von Wertheim taucht in einer mainzer Urkunde auf. - Die Wallfahrtskirche der fünf Märtyrer in Mockstadt hat einen Propst. - Der wormser Kämmerer Ekbert, der Gründer von Kloster Frankenthal stirbt. - Friedrich von Staufen II von Schwaben (St) heiratet Agnes von Saarbrücken (St). - König Lothar von Supplingenburg III (St) zieht nach Rom um sich krönen zu lassen. - Die Benediktermönche werden aus Kloster Lorsch vertrieben. - Graf Ruprecht von Laurenburg (St) ist Vogt von Kloster Schönau. - Graf Poppo von Henneberg ist Vogt von Kloster Lorsch. - Der mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken II kauft den Zehnten von Frankfurt-Heddernheim. Heddernheim gelangt an das mainzer Domkapitel, die Heddernheim an die Herren von Praunheim verlehnen.
1133 Die Grafen von Bernbach im vorderen Spessart sterben aus. Die Grafschaft Bernbach wird an die Herren von Hagenhausen (St), die Herren von Eppstein (St), die Herren von Kälberau und mainzer Burggraf Arnold von Loon-Rieneck vererbt. - Graf Emmerich von Diez (St) stirbt im Sumpf der Lahn vor der Burg Diez. - Papst Innozenz II krönt König Lothar III (St) zum Kaiser. - Kaiser Lothar von Supplingenburg III (St) kehrt von Rom zurück und bekämpft Gegenkönig Konrad von Staufen III (St) von Norden her. - Der fuldaer Propst Bertho von Schlitz übernimmt das Amt des verstorbenen fuldaer Abtes Udalrich von Kemnaten. - Landgraf Ludwig von Thüringen (St) ist hersfelder Klostervogt. - Der mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken II bietet eine Zeugenreihe auf: der Archidiakone der Mainzer Kirche Dompropst Heinrich, Propst Adalbert von St. Peter, Propst Gottschalk von St. Maria (im Felde), (Dom)dekan Kuno, (Dom)kantor Hartmann, Propst Heinrich von Bingen, der Äbte Werner von St. Alban, Werinbold von St. Jakob, Folkard von Disibodenberg, Bernhelm von Sponheim, Gerhard von St. Maximin in Trier, Herzog Konrad von Zähringen, der mainzer Burggraf Arnold von Loon (St), Graf Emicho von Schmidtburg (St), Graf Gerlach von Veldenz(St), Graf Berthold von Nürings und dessen Bruder Graf Siegfried von Nürings (St), Gerhard de Berebach und dessen Bruder Heinrich, Graf Embricho von Diez (St), Graf Gozmar von Reichenbach, der mainzer Ministerialen Vicedominus Embricho, Embricho von Bingen, Walpert, Dudo, Meingoz, Ernst, Otpracht, Ruthard; der fuldischen Ministerialen Regenhard von Salzungen, Berengot von Spahl, Bernhard von Erthal, Warmunt de Drouenbech, der hersfelder Ministerialen Widelo von Henschleben, Ludeger von Dorndorf, Dietrich von Allmenrod, Gerlach von Lauterbach, Bern, Willo, Walcon.
1134 Kloster Himmerod wird als erstes Zisterzienserkloster in Deutschland gegründet. Es wird die Grablege der Familie von Sponheim. - Der Prämonstratenserordensgründer und heiliger magdeburger Erzbischof Norbert von Xanten stirbt in prächtiger Hofhaltung. - Im Zisterzienserkloster Eberbach verbietet die neue Bauordnung gemauerte Glockentürme. Durch eine Sturmflut erhält die flandrische Stadt Brügge direkten Zugang zum Meer. - Der Welfe Heinrich, der Stolze bekämpft Gegenkönig Konrad von Staufen III (St) von Süden. - Der fuldaer Propst Konrad übernimmt das Amt des verstorbenen fuldaer Abtes Bertho von Schlitz. - Graf Otto von Rheineck und Hermann von Salm sind Brüder. - Eine mainzer Zeugenliste nennt mainzer Burggraf Arnold von Loon, Graf Emicho von Schmidtburg (St), sein Bruder Graf Gerlach von Veldenz (St), Graf Berthold von Nürings V (St) und dessen Bruder Graf Siegfried von Nürings (St), Graf Gerhard de Berebach und dessen Bruder Heinrich, Graf Embricho von Diez (St), Graf Gozmar von Reichenbach. - Kaiser Lothar von Supplingenburg III (St) beginnt eine Offensive gegen die Staufer. - Der spätere Schwiegervater von Wildgraf Konrad (St) Graf Rainald von Bar I und ehemaliger Graf von Verdun erhebt als Verwandter Anspruch und erobert Burg Bouillon von Gottfried von Bouillon.
1135 Gegenkönig Konrad von Staufen III (St) unterwirft sich nach nach der Niederlage in Ulm, dem wichtigsten Ort im Herzogtum Schwaben, in Mühlhausen militärisch und in Bamberg im Büßergewand König Lothar von Süpplingenburg III (St). - Friedrich von Staufen II von Schwaben (St) wirft sich ebenfalls Kaiser Lothar im Büßergewand zu Füßen. - Gegenkönig Konrad von Staufen (St) leistet den Treueeid, verspricht seine Unterstützung zum Italienzug und heiratet eine Welfin (St). - Der erste Wildgraf, Emicho VII (St) Graf von Kyrburg, Schmidtburg und Burg Baumburg und ab 1129 Graf von Flonheim (*1103) stirbt - Falkenstein wird erstmals urkundlich erwähnt als Burg der Herren von Falkenstein. - Goswin von Höchstädt ist Lehensinhaber des Viertälergebietes Bacharach, Diebach, Steeg und Manubach. - Werner von Bolanden I (St) läßt das Frauenkloster (bis 1180) Rothenkirchen in Kirchheimbolanden erbauen. Werner von Bolanden I (St) stirbt. - Hartrad von Merenberg II, verheiratet mit Irmgard von Gleiberg (St), ist Reichsvogt von Wetzlar. - Agnes von Arnstein (St), heiratet Graf Heinrich von Zutphen und Gueldern. - Adelheid von Lauffen, die Tochter von Graf Konrad von Lauffen und Giselhild von Arnstein (St) wird geboren. - Graf Simon von Saarbrücken (St) vergibt in Arnstein der örlichen Kirche Geld.
1136 Die Zisterzienser unter Führung des Abtes Bernhard von Clairvaux übernehmen das Kloster Eberbach. - Hildegard von Bingen wird Äbtissin des Benediktinerinnenklosters auf dem Disibodenberg bei Bermersheim. - Kaiser Lothar von Süpplingenburg III muß einen Streit zwischen dem kölner Bannerträger Rupert von Laurenburg (St) und dem magdeburger Bannerträger, die mit Schwertern auf einander losgehen, weil sie den rechten Platz neben dem königlichen Bannerträger beanspruchen, auf seinem Romzug schlichten. - In Lahnstein wird die erste romanische Emporenkirche am Rhein erbaut. - Konrad der Staufer wächst in Alzey auf.
1137 Der Neubau der Abteikirche von St. Denis bei Paris ist der Beginn der Gotik. - Der an Epilepsie erkrankte kölner Erzbischof Bruno von Berg stirbt auf dem Italienzug von Kaiser Lothar III in Apulien. Hugo von Sponheim (St) wird auf dem Italienzug von Kaiser Lothar III (St) zum kölner Erzbischof ernannt, wird verwundet und stirbt. - Das Haus Isenburg wird geteilt. - Das Erzstift Mainz erstreitet sich das Recht den Propst in St. Georg in Limburg an der Lahn zu stellen. - Berthold von Hohenberg (St) stirbt im Kampf um die von Kaiser Lothar von Supplingenburg III - freundlichen mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken II belagerte stauferfreundliche Stadt Speyer, durch den welfenfreundlichen speyerer Bischof Graf Siegfried von Wolfsölden II. Die ausgehungerte stauferfreundliche Stadt Speyer öffnet die Tore der Stadt. - Der stauferfeindliche mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken I stirbt. - Die trierer Burg Arras wird von den Herren von Entersburg erobert. - Der Hessengaugraf Giso V stirbt beim Kampf mit Bogenschützen und Armbrustschützen von Kaiser Lothar von Süpplingenburg III um Palestrina, einem Räubernest für Rom-Pilger in Italien. Sein Erbe fällt an Ludwig von Thüringen II (St) (09). - Der französische König ordnet gegen illegitime Ritter drakonische Strafen an. - Graf Friedrich von Sayn (St) ist Gaugraf des Engersgaus. - Kaiser Lothar III stirbt.
1138 König Konrad von Staufen III (St) erhebt Heinrich von Katzenelnbogen II (St) auf Grund naher politischer und verwandtschaftlicher Beziehung, den Halbbruder seines Schwagers Graf Hermann von Stahleck (St) und der diesem aus der hohenberger Erbschaft von Berthold von Hohenberg (St), mit der Stammburg Burg Hohenberg bei Karlsruhe Durlach, zugefallenen Grafschaft im Kraichgau in den Grafenstand.
Staatsstreich der Staufer in Koblenz. Der streitbare trierer Erzbischof Albero von Montreuil lädt zur Königswahl in St. Kastor nach Koblenz ein. Eine kleine Auswahl von Fürsten wählt Konrad von Staufen III noch vor der Fürstenversammlung, die vor vollendete Tatsachen gestellt wird zum ersten deutschen Stauferkönig. Konrad von Staufen III verspricht dem trierer Erzbischof Albero von Montreuil die trierer Reichsabtei St. Maximin als Geschenk für seine List. - Verlierer der Königswahl ist der Schwiegersohn des verstorbenen König Lothar von Supplinburg (St) der bayerische Herzog Heinrich von Welfen , der Stolze (St), der bereits im Besitz der Reichsinsignien ist und der militärisch gegen Albrecht von Brandenburg gebunden ist. - Wetter: Maximum der mittelalterlichen Warmzeit - Burg Leiningen ist fertiggestellt, Graf Emicho von Leiningen II (St) stirbt. - Marburg wird urkundlich erwähnt. - Auf dem Reichstag in Augsburg fordert König Konrad von Staufen III vom bayerisch-sächsischen Welfen-Herzog Heinrich der Stolze (St) die Herausgabe eines der beiden deutschen Herzogtümer, die dieser verweigert und deshalb auf dem Reichstag in Würzburg wegen Hochverrats verurteilt und geächtet wird. König Konrad von Staufen III entzieht ihm beide Herzogtümer und gibt sie Albrecht den Bären Sachsen und Bayern Markgraf Leopold IV von Österreich. - Der trierer Erzbischof Albero von Montreuil erobert die 1137 von den Herren von Entersburg eroberte Burg Arras zurück. - Der kölner Erzbischof Arnold von Köln führt das Werk des verstorbenen trierer Erzbischof Hugo von Sponheim (St) fort. - In der Reichsreform werden die deutschen, burgundischen und italiensischen Reichskanzleien vereinigt und der Erzkanzlers auf einen Titel reduziert und der Reichskanzler gestärkt. Reichskanzler wird der kölner Erzbischof Arnold von Wied II (St). - Eine Gräfin von Sponheim (St), die Witwe von Graf Theoderich von Ahr stirbt. - Konrad von Staufen III lässt in Frankfurt den königlichen Wirtschaftshof an der Südwestecke der Domhügelsiedlung als Ersatz für die verfallene karolingische Pfalz zu einer Burg, den Saalhof bauen. - Adalbert von Saarbrücken II, der Bruder von Agnes von Saarbrücken, verheiratet mit Friedrich von Staufen wird neuer mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken II. - Kloster Maria Laach wird selbständige Abtei unter Abt Gilbert. - Ludwig von Thüringen II (St) (10) verlobt sich mit Jutta von Staufen . - von Tübingen wird zum Pfalzgraf von Tübingen erhoben.
1139 Das 2. Laterankonzil verbietet Wettschießen auf christliche Menschen durch sagittarii (Armbrustschützen) und ballistarii (Bogenschützen) als unritterlich und den Zölibat für Priester. In Doppelklöstern wird das gemeinsame Chorgebet von Nonnen, Kanonikern und Mönchen verboten. - Die Gründung des Templerorden wird durch Papst Innozenz II bestätigt. - Die Grafen Heinrich von Sayn I und Eberhard von Sayn I (St) residieren auf der Alten Burg, auch Eselsburg genannt und erwerben die Grafschaft Bonn durch Heirat. - Der kinderlose mit Jutta von Boyneburg verheiratete Graf Ludwig von Arnstein III (St) (30) tritt als Mönch in sein eigenes mit Norbertiner-Mönchen aus Sachsen besetztes Pämonstratenserkloster Arnstein ein. Seine Frau lebt als Einsiedlerin in der Nähe. Sein Vermächtnis ist das Patronatsrecht über 72 Kirchen und die Vogtei über Boppard, Oberwesel, St. Goar, Oberlahnstein und Niederlahnstein, Koblenz und den Einrichgau. - Der ehemalige bayerisch-sächsischen Welfen-Herzog Heinrich Heinrich der Stolze stirbt und hinterlässt seinen unmündigen Sohn Heinrich den Löwen (10). - Graf Ludwig von Württemberg (St) ist am Hofe von König Konrad von Staufen III. - Graf Berthold von Nürings stirbt ohne männliche Nachkommen. - Hermann von Stahleck (St) gründet mit seinem Vater Graf Goswin von Höchstadt das Kloster Münchaurach.
1140 Der in Bologna lebende Mönch Gratian ordnet die verschiedenen christlichen Rechtsvorschriften und begründet das kanonische Recht, das neue Interpretationsmöglichkeiten gab, wie z.B. um das altkirchliche Zinsverbot. - Die Grafen von Lauffen, wormser Lehnsmänner, verlegen ihre Residenz von Wiesenbach nach Burg Dilsberg. - Erster Reichstag in Frankfurt und Beginn des Baus einer Königsburg, des Saalhofes. - Die Frauen der Burg Weibertreu über der Reichsstadt Weinsberg retten ihren mit den Welfen verbündet Männern, das Leben, indem sie, beim ihnen zugestandenen letzten Wunsch, alles was sie tragen könnten aus der von König Konrad von Staufen III belagerten Burg mitnehmen zu dürfen, ihre Männer auf die Schultern nehmen und aus der Burg tragen. Die Herren von Weinsberg sterben dennoch damit aus. - Der Abt von Kloster Bleidenstadt Baldemar von Bleidenstadt wird als Abt von Lorsch abgelehnt, des Handels mit Kirchenämtern bezichtigt, der Prozess gemacht und zurückgeschickt. - Graf Emicho von Leiningen (St) wird von König Konrad zum Oberfeldherrn des Kreuzfahrerheeres ernannt. - Nach der Schlacht bei Weinsberg wird Thiebert von Lindach als Thiebert von Weinsberg an der örtlichen Burg Weinsberg von König Konrad als Verwalter eingesetzt. - Der mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken II erlaubt zwei Nonnen mit ihren Männern dem weltlichen Leben zu entsagen und ins Kloster Johannisberg zu gehen. - Der streitbare päpstliche Legat und trierer Erzbischof Albero von Montreuil beansprucht die trierer Reichsabtei St. Maximin. Der trierer Untervogt Graf Friedrich von Vianden I (St) stellt sich Graf Heinrich von Luxemburg IV (St), der mit seinem Heer Trier bedroht. - König Konrad von Staufen III stellt in Anwesenheit des mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken, des streitbaren päpstlichen Legat und trierer Erzbischof Albero von Montreuil, dem wormser Bischof Bucco, dem speyerer Bischof Siegfried, dem straßburger Bischof Gebhard, des schwäbischen Herzog Friedrich von Staufen II (der ältere Bruder von König Konrad von Staufen III), des sächsischen Herzog Albrecht, des lothringischen Herzog Gottfried von Löwen, des rheinischen Pfalzgraf Wilhelm von Ballenstedt, des Graf Emicho von Leiningen (St), des Wildgraf Konrad von Kyrburg (Chirberc) (St) mit seinem Bruder Raugraf Emicho von Baumburg und Neuenbaumburg (St) und Graf Heinrich von Katzenelnbogen II (St) das Kloster St Johannisberg unter seinen Schutz. - Der mit Jutta von Staufen (St) verlobte Ludwig von Thüringen II (St) (12) wird neuer Landgraf von Thüringen.
1141 König Konrad von Staufen III setzt die Wahl von Graf Heinrichs von Katzenelnbogen II (St) Bruder Philipp von Katzenelnbogen (St). zum Bischof von Osnabrück durch.
Die heilige Hildegard von Bingen hat ihre ersten Visionen. - Gottfried von Ziegenhain I ist erster Graf des Geschlechts. - Die Herren von Merenberg sind die ältesten Vögte der Reichsstadt Wetzlar. - Die Heilige Elisabeth von Schönau (12) kommt ins Kloster Schönau. - Der Abt des Klosters Bleidenstadt Baldemar erschleicht sich das höchste Amt von Kloster Lorsch wird aber sofort vom Kardinal wieder abgesetzt und suspendiert. - .Der überlebensgroße Christus aus purem Gold auf einem mit Goldplatten bedeckten Holzkreuz, das Benna-Kreuz im mainzer Dom wird vom mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken II stückchenweise verramscht. Der mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken II besticht Papst Innozenz II, indem er einen Fuß des Kreuzes nach Rom schickt. - Der mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken II stirbt in Erfurt. - Zum Dank für den erfolgreichen Einsatz gegen Graf Heinrich von Luxemburg IV (St) seit 1140 erhält der trierer Untervogt Graf Friedrich von Vianden I (St) die Hälfte der trierer Burg Arras.
1142 König Konrad von Staufen III überträgt die rheinische Pfalzgrafschaft an Graf Hermann von Stahleck (St), den Halbbruder von Graf Heinrich von Katzenelnbogen II (St).
Das Zisterzienserkloster-Mutterkloster Eberbach gründet das Zisterzienserkloster Schönau im Odenwald, die Grablege der wittelsbacher Pfalzgrafen. - Hermann von Stahleck (St) wird mündig, trierer Vogt und mit der Schwester von König Konrad von Staufen III verheiratet. - Der Abt von Kloster Cluny Petrus Venerabilis reist nach Spanien und gibt dort die Übersetzung des Koran ins Deutsche in Auftrag. - Auf dem Reichstag in Frankfurt erstattet König Konrad von Staufen III Heinrich dem Löwen nach der Übereinkunft eines Ehebündnisses das Herzogtum Sachsen zurück. - Die waldsassener Zisterzienser gründen in Böhmen ihr erstes Kloster, Kloster Sedletz und finden auf ihrem Weinberg große Mengen von Silber. - Der mainzer Burggraf Ludwig von Loon II ist am kaiserlichen Hof in Maastricht anwesend. - Der trierer Vogt Hermann von Stahleck (St) übernimmt als Obervogt den Kampf gegen Graf Heinrich von Luxemburg IV (St), der immer wieder Trier mit seinem Heer bedroht vom trierer Untervogt Graf Friedrich von Vianden I (St). - Der mit dem Dänenprinzen Sven im Schwertkampf gemeinsam unterrichtete und befreundete Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (20) erhält die Schwertleite. Dänenprinzen Sven hält sich in Würzburg auf.
1143 König Konrad von Staufen III hält in Frankfurt einen Reichstag ab. - Wetter: Ein starker Sturm richtet in Arnstadt grossen Schaden an. - Der von Kloster Lorsch zurückgeschickte Abt von Kloster Bleidenstadt Baldemar von Bleidenstadt klagt die Wiedereinsetzung ein, wird daraufhin aber sogar suspendiert. Sein Nachfolger wird von ihm vergeblich der Simonie beschuldigt. - Der Zisterzienserabt Bernhard von Clairvaux erhält vom Abt von Kloster Cluny Petrus Venerabilis eine Übersetzung des Koran. Die Zisterzienser werden ihrer leichenblassen und blutleeren Gesichter und ihres ungesunden Lebensstils wegen verspottet. Abt Bernhard von Clairvaux hält die kranken Mägen seiner Mitbrüder durch die auftreibenden Bohnengerichte für Gnadengeschenke Gottes, die den Blick des Menschen auf das Wesentliche lenken. - Die christliche Laienbewegung, die Katharer, wirbt in Köln und bildet eine Gegenkirche mit Bischöfen. - Friedrich von Staufen I Barbarossa(St) (21)verwüstet für seinen Onkel Herzog Welf Güter von König Konrad von Staufen III.
1144 Papst Coelestin II verbieten Reigentänze und weltlichen Lärm innerhalb von Klostermauern. Papst Coelestin II wird mit Gift ermordet. - Graf Gottfried von Reichenbach-Wegebach erweitert Burg Ziegenhain und nennt sich Graf Gottfried von Ziegenhain I. Sein Vater ist fuldaer Vogt in Ziegenhain. - Die Burg Otterburg bei Kaiserslautern wird in ein Zisterzienserkloster umgewandelt. - Graf Godebold von Henneberg stirbt. Er ist der Schwiegervater von Graf Heinrich von Katzenelnbogen II (St). - Graf Poppo von Reichenbach und Schwiegersohn Volkin von Schwalenberg II stiften das Kloster Haina.
1145 Große allgemeine Hungersnot beginnt. - Der mainzer Erzbischof Heinrich I Felix von Harburg erbaut die Klosterkriche von Kloster Eberbach. - Die Weltkarte Charta Rogeriana taucht auf. - Der mainzer Erzbischof Heinrich I Felix von Harburg erbaut mit Poppo von Reichenbach und Hollende als neuem Burggraf Burg Amöneburg. unmittelbar östlich von Marburg- In Rom wird ein Zisterzienser und Schüler von Bernhard von Clairveaux zu Papst Eugen III gewählt. Wenige Tage nach der Wahl flieht Papst Eugen III erstmals aus Rom, wo er sich nur gelegentlich aufhalten kann. - Weil die Gründer von Kloster Arnstein Graf Ludwig von Arnstein III (St) und seine Ehefrau dem trierer Bistum einen großen Teil ihrer Erbgüter schenken bestätigt König Konrad von Staufen III in Speyer die freie Abtswahl des arnsteiner Konvents und dessen Teilnahmerecht an der Synode in Trier. Die Schenkung bezeugen der speyerer Bischof Siegfried, der wormser Bischof Bucco, der klosterlorscher Abt Folknand, der klosterweißenburger Abt Benedikt, der schwäbische Herzog Friedrich von Staufen II (der ältere Bruder von König Konrad von Staufen III), Pfalzgraf bei Rhein Hermann von Stahleck (St), Graf Eberhard, Graf Emicho (St) (von Leiningen), Eckbert (von Speyer), Graf Ulrich von Lenzburg u.a. Vogt von Zürich, Graf Heinrich von Katzenelnbogen II (St), Graf Poppo von Henneberg IV und Adalbert von Löwenstein, Ulrich von Herrlingen, Gottfried von Sponheim II (St), Gerlach von Isenburg (St).
1146 Wetter: Außergewöhnlich hohe Niederschläge. - König Konrad von Staufen III hält in Frankfurt einen Reichstag ab. - Bernhard von Clairvaux ruft im speyerer Dom zum Kreuzzug auf und der deutsche König Konrad von Staufen III sowie dessen welfischer Gegenspieler Welf VI erklären sich bereit. Er verdammt das weltliche Rittertum als verderblich und plädiert für Mönche als Krieger und die Verbindung von Mönchtum mit dem Rittertum (Tempelritter). Nur Krieger im Namen des Christentums sind ehrenwerte Krieger! - Die steinerne Brücke in Regensburg ist fertiggestellt. - König Konrad von Staufen III (St) zwingt Graf Heinrich von Namur und Luxemburg (St) im Streit um die trierer Abtei St. Maximin mit dem trierer Erzbischof Albero von Montreuil zu einem Friedensvertrag. Graf Heinrich von Namur und Luxemburg (St) wird vom Kirchenbann gelöst, verliert aber die Doppelburg Manderscheid. Neben dem schwäbischen Herzog Friedrich von Staufen II (dem älteren Bruder von König Konrad von Staufen III), bezeugen u.a. Pfalzgraf bei Rhein Hermann von Stahleck (St), Wildgraf Konrad von Kirchberg (St) (Kirberch), Graf Gerlach von Veldenz (St), der mainzer Burggraf Ludwig von Loos (de Moguncia), Graf Emicho von Leiningen (St), Graf Robert von Laurenburg (St) und Graf Simon von Saarbrücken (St) und Reimbold von Isenburg (St) den Friedensvertrag. König Konrad von Staufen III reist zum Pfingstfest nach Andernach. - Günther von Henneberg wird Bischof von Speyer. Seine Brüder sind der würzburger Burggraf Gotebold von Henneberg II, der Vater von Hildegard von Henneberg (St), und Graf Poppo von Henneberg II und der würzburger Bischof Gebhard von Henneberg. - Der würzburger Bischof Emich von Leiningen (St) stirbt. - Die kölner Juden fliehen auf Rat des kölner Erzbischofs Arnold auf die kölner Wolkenburg. - Graf Gerhard von Nürings gründet Kloster Retters. - Abt Richard I gründet das Augustinerinnenkloster Marienburg auf einer ehemaligen trierer Burg. - Auf dem Reichstag in Speyer gibt König Konrad von Staufen III seine Teilnahme am Zweiten Kreuzzug bekannt. - Graf Ludwig von Arnstein III (St) gründet das Prämonstratenserkloster Marienthal und besetzt es mit Mönchen seines Kloster Arnstein. Das metzer Stephansstift überlässt seine gommersheimer (wüst bei Gau-Odernheim) Güter Graf Ludwig von Arnstein III (St) um dort ein Frauenkloster als Filiale des Kloster Arnstein an der Lahn zu gründen. - Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (24) beginnt eine Fehde mit Heinrich von Wolfratshausen, den er bei einem Ritterturnier überrumpelt. - Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (24) beginnt eine Fehde mit Herzog Konrad von Zähringen und erobert Zürich. - Bernhard von Clairvaux heilt in Feiburg im Breisgau einen blinden Jungen. - In Kloster Haina führt die Äbtissin Judith von Northeim ein ausschweifendes und freizügiges Leben, liebt prunkvolle Feste und stürzt das Kloster Kemnade durch die Verteilung der Klostergüter an ihre Liebhaber, (u.a. die stader Vögte Odiko und Rikbertus) in eine tiefe Krise und wird auf auf Druck von Zisterzienser-Papst Eugen III durch König Konrad von Staufen III (St) abgesetzt. Graf Volkin von Schwalenberg II versucht vergeblich seine Nichte Judith von Lara im Kloster Kemnade als Äbtissin einzusetzen. - Hugo von Nagold V nennt sich Pfalzgraf Hugo von Tübingen und gewinnt eine Fehde gegen ein Heer von Welf VII mit 22000 Mann, angeführt von Graf Heinrich von Voringen. mit dem Bischof von augsburg, speyer und worms, dem Herzog von zäringen, Markgraf von Baden und Vohburg und viele Grafen und Edle, das vor die Stadt Tübingen zieht, durch gezielte Aktionen beim Nachtlager durch die Verteidiger provoziert wird und sich durch die Übermüdung durch den langen Marsch gereizt zu einem hemmungslosen Streit verführen, was in einer wilden Flucht der Angreifer endet. - Raugraf Emicho (St) nennt sich Graf von nuenburc alias Graf Emicho von Naumburg nach Burg Naumburg.
1147 Zweiter Kreuzzug (bis-1149) - Auf dem Reichstag zu Frankfurt ruft Bernhard von Clairveaux an der alten Nikolaikirche auf dem Römer zum Kreuzzug auf. - Da König Konrad von Staufen III (St) sich auf dem Kreuzzug begibt wird das Reich vom Reichsverweser Herman von Stahleck (St) von Burg Stahleck aus regiert. König Konrad von Staufen III zieht von Worms aus mit 70 0000 Mann Richtung Regensburg. Das Kreuzfahrerheer zieht die Donau hinab. König Konrad von Staufen III fährt mit dem Schiff voraus. - In einem Kloster bei Adrianopel wird ein kranker Kreuzfahrer ausgeplündert. König Konrad von Staufen III lässt das Kloster niederbrennen, die Täter hinrichten und das Geld wiederbeschaffen und muss von Führern verlassen und durch Wüsten aufgehalten in Konstantinopel überwintern. - Hildegard von Bingen erhält von Zisterzienser-Papst Eugen III während einer Synode in Trier die offizielle Erlaubnis ihre Visionen zu veröffentlichen. - Die Heilige Elisabeth von Schönau (18) hat durch Askese erste Halluzinationen in denen sie von der Jungfrau Maria getröstet wird. Hildegard von Bingen ermahnt sie brieflich ihre Askese zu mässigen. - Die mainzer Führungsriege wird ausgetauscht. Die bisherigen mainzer Burggrafen von Loon-Rieneck verschwinden und werden u.a. durch die ministeriale Familie Bolanden ersetzt. - Der kölner Erzbischof Arnold von Wied (St) ist in Jerusalem. - Pfalzgraf bei Rhein Hermann von Stahleck (St) beteiligt sich am Wendenkreuzzug. - Grafensohn Adolf von Berg begleitet seinen Vater, den klostersiegburger Vogt Graf Adolf von Berg II auf dem Zweiten Kreuzzug. - Letzte schriftliche Aufzeichnungen von Gerlach von Büdingen (St). - Bernhard von Clairveaux vollbringt am Dreikönigstag in der Kilians-Kirche in Bad Kreuznach ein Heilungswunder. - Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (25) erobert das uneinnehmbare Burghaldenschloss, alias Burg Freiburg, nahe der Stammburg von Herzog Konrad von Zähringen, der vor Herzog Friedrich von Staufen II von Schwaben (St) und König Konrad von Staufen III (St) um Frieden bitten muss. - In Paris erlaubt Zisterzienser-Papst Eugen III dem Templerorden ein rotes Kreuz auf der Schulter ihres weißen Mantels zu tragen um sich vom Zisterzienserorden zu unterscheiden. - Der Schwwiegervater von Wildgraf Konrad (St) Rainald von Bar I nimmt mit seinen Söhnen, dem Nachfolger Rainald von Bar II, dem metzer Erzdiakon Dietrich von Bar und seinem Bruder Stephan von Bar am Kreuzzug teil. - Gerlach von Büdingen (St) wandelt eine kleine salische Turmburg in das prämonstratenser-Doppelkloster Konradsdorf um, das ab 1190 erbaut und 1191 urkundlich erwähnt wird, und beteiligt sich am Kreuzzug. - König Konrad von Staufen III(St) unterliegt in der Schlacht von Doryläum.
1148 Nach dem Tod von Wildgraf Emicho VI spaltet sich Raugraf Emich I (St) von Bruder Wildgraf Konrad (St) ab. - Graf Otto von Salm II erhebt Erbansprüche gegen Hermann von Stahleck (St) um die Pfalz. Hermann von Stahleck (St) raubt die Burgen Treis und Reineck von Otto von Reineck aus luxemburgischen Geschlecht, die dieser dem kölner Erzbischof übergibt. - König Konrad von Staufen III erreicht mit seinem Neffen Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (26) und mit seinem Kanzler, dem kölner Erzbischof Arnold von Wied (St) Jerusalem scheitert aber mit dem französischen König Ludwig VII ein gemeinsames Heer zu bilden, wodurch die Belagerung von Damaskus scheitert und zieht über Griechenland krank zurück. - Der kölner Erzbischof Adalbert motiviert sein Heer gegen Pfalzgraf Hermann von Stahleck (St) so, dass Hermann von Stahleck (St) um Frieden bittet. - Rembold von Isenburg (St) schenkt Maischad der Abtei Maria Laach. - Grafensohn Adolf von Berg fällt im Zweiten Kreuzzug beim Rückzug von der erfolglosen Belagerung von Damaskus, bei der sich Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (26) auszeichnet - Berthold von Eberstein kehrt vom Zweiten Kreuzzug zurück und gründet Kloster Herrenalb. - Der Stammvater Eberhard von Erbach stirbt als Feind von Kloster Lorsch einen qualvollen Tod. - Graf Otto von Cappenberg stiftet die Reliquien von seinem Bruder Graf Gottfried von Cappenberg dem Kloster Cappenberg. - Der fuldaer Abt Alehof wird in Trier von Papst Eugen III abgesetzt, gibt sein Amt ab und stirbt darauf. - Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (46) wird von König Konrad von Staufen III (St) als Vorhut zurück in die Heimat geschickt. - Hedwig von Gudensberg, die Witwe von Landgraf Ludwig von Thüringen I (St), stiftet das Chorfrauenstift Ahnaberg, wodurch sich die Kassel entwickelt. - Mit dem Tod von Wulfrich von Winkel II alias Wulfrich von Lorch stirbt das Geschlecht aus und die Herrschaft fällt an Mainz zurück.
1149 - Friedrich von Staufen I Barbarossa lässt einige seiner Ministerialen wegen Raubrittertums hängen. - Herman von Stahleck (St) erobert erneut Burg Rheineck. - Der 2. Kreuzzug wird abgebrochen. - Bernhard von Clairveaux gerät in die Kritik. Der kranke König Konrad von Staufen III zieht über Salzburg und Speyer nach Norden und erobert dabei Burg Rheineck. In Boppard erreicht König Konrad von Staufen III die Nachricht, dass sein Kanzler Arnold von Wied (St) zum neuen kölner Erzbischof gewählt wurde. Burg Schönburg über Oberwesel wird erbaut. - Otto von Salm II (St) bekämpft für seine Erbansprüche an der Pfalzgrafschaft Hermann von Stahleck (St), wird von Hermann von Stahleck (St) gefangen genommen und auf der Schönburg bei Oberwesel erdrosselt, da er Erbansprüche an Hermann von Stahleck (St) stellt. - Die Grafen von Sayn befehden die Grafen von Maulbach um die Bonner Erbschaft. - Die Bettdeckenweber in Köln bilden eine Zunft. - Die abgesetzt Äbtissin von Kloster Haina Judith von Northeim und Äbtissin des kölner Frauentifts Geseke bei Paderborn versucht mit Waffengewalt wieder in den Besitz von Kloster Kemnade zu kommen. - Der Schwiegervater von Wildgraf Konrad (St) Graf Rainald von Bar I stirbt auf der Rückreise vom Kreuzzug auf See und sein Schwager Graf Rainald von Bar II übernimmt die Regierung.
1150 Wetter: Hungersnot in Heidelberg nach hartem Winter. - Der mainzer Erzbischof Heinrich Felix von Harburg entzieht dem kölner Erzbischof Arnold die Propstei Limburg an der Lahn. - In Limburg wird eine hölzerne Brücke über die Lahn erbaut. - Die Tempelritter werden zu geistlichen Agenten für Finanztransaktionen. - Matthäus Platearius verfasst in Salerno sein umfassendes Pharmazielexikon Circa instans. - Der mainzer Burggraf Ludwig von Loon und Rieneck I lässt an der nordöstlichen Grenze seiner Grafschaft Rieneck Burg Rieneck erbauen. - Die erste Erwähnung einer Herbstmesse in Frankfurt. - Ersterwähnung des Pfalzgrafentitels. - Gebhard von Henneberg wird Bischof in Würzburg. - Konrad von Hagen und Arnsburg II (St) und seine Frau Luitgart von Bickenbach stiften auf dem ehemaligen Kastell das fuldaer Benediktinerkloster Altenburg. Der tapfere Ritter Hildebert, Grossneffe des Abtes Bernhelm,
kehrt vom Kreuzzug über Griechenland zurück und bringt Reliquien aus Jerusalem und Konstantinopel mit. - Ein Godebud von Weyersbach lässt Burg Dalberg als speyerer Lehen erbauen. - Die Kaiserpfalz Wallhausen ist eine Wasserburg mit Martinskapelle. - Der fuldaer Abt Markward übernimmt ein marodes von den Meiern veruntreutes Klostergut, an dem sich der örtliche Adel bedient. Abt Markward besetzt ihre Höfe. Da den neuen Besitzern die Augen ausgestochen werden und einige erschlagen werden greift Abt Markward hart durch und setzt die alten Besitzverhältnisse mit Waffengewalt wieder her. Verlorengegangene und fiktive neue Dokumente werden vom fuldaer Mönch Eberhard aus einer thüringer Ministerialenfamilie, im Codex Eberhardi, gefälscht. - Das reichunmittelbare Burggrafengeschlecht von Rheineck stirbt aus. - Der neue fuldaer Abt Marquard übernimmt eine verschuldete und marode Infrastruktur. - Der heilige Famian (Zisterziensermönch) alias Gerhard von Köln stirbt nach seiner letzten Pilgerfahrt ins Heilige Land auf der Rückreise im italienischen Gallese am Tiber. - Im Kloster Corvey spricht König Konrad von Staufen III Burggraf Raban von Corvey das Recht der Vererbbarkeit der Schlüsselgewalt von Truchsess und Schenk über den Klosterbesitz und den Klosterhaushalt, seiner Häuser und Wohnungen innerhalb der Klostermauern und des Burggrafenamtes mit Gerichtsgewalt über den Klosterbereich ab und weist alle diese Rechte dem Abt zu. König Konrad von Staufen III setzt Raban als Burggrafen ab und entzieht ihm die Gerichtsbarkeit. Das Gerichtsurteil bezeugen neben Herzog Friedrich von Staufen I Barbarossa von Schwaben und Elsaß, u.a. der mit der mainzer Burggräfin Agnes von Loon-Rieneck verheiratete bayerische Pfalzgraf Otto von Wittelsbach (St), der mit der Königstochter Bertha von Hohenstaufen verheiratete Markgraf Hermann von Baden III (St) (45), die Graf Werner von Habsburg (St) und Graf Emicho von Leiningen (St). - Der wormser Bischofssitz ist unbesetzt, der Posten des Abtes von Kloster Lorsch und der Abtei Fulda sind unbesetzt. - der tübinger Pfalzgraf Hugo von Nagold II ist mit der bregenzer und churrätischen Erbtochter verheiratet.
1151 Während Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (29) gegen Mailand kämpft fällt sein Halbbruder Pfalzgraf Konrad (St), der Schwager von Graf Gottfried von Sponheim II (St) Clerveaux, Hamm und Ouren, in der Eifel in kurkölner Land ein und zerstört Burg Rheineck bei Andernach. Der kölner Erzbischof Reinald von Dassel vereitelt die Eroberung durch die Mobilisierung von 125 000 Mann und erhält dafür die Gebeine der Heiligen Drei Könige aus dem eroberten Mailand geschenkt. - Wolfram von Eschenbach kritisiert mystische Klostermedizin bei Ritter Gawan. - Der mainzer Burggraf Graf Ludwig von Loon und Rieneck I, Burggraf, Erzkämmerer von Mainz, Schirmvogt des Stiftes von Aschaffenburg und Erbtruchseß von Würzburg, erbaut castrum Rinecke, Burg Rieneck. - Conradus von Frankenford zieht nach Wetzlar. - Hildegard von Bingen widersetzt sich dem Wunsch des mainzer Erzbischofs Heinrich I Felix von Harburg ihre Vertraute Richardis von Stade, Schwester des bremer Erzbischofs, als neue Äbtissin ins Kloster Bassum zu schicken und wendet sich sogar vergeblich an Papst Eugen III. Äbtissin Richardis von Stade stirbt nach einigen Monaten und wird von Hildegard von Bingen verhöhnt. - Konrad von Hagen II und Arnsburg (St) und seine Frau Luitgart von Bickenbach erhalten als Ausgleich für Kloster Altenburg den unbesiedelten Münzenberg. - Graf Kraft von Sponheim (St), ein Sohn von Graf Meginhard
von Sponheim (St) verlobt sich vergeblich mit der Grafentochter Dementia von Homburg, die bereits dem Kloster Trier versprochen ist und wird Mönch in seinem Kloster Sponheim. - Die Burg in Cochem wird von König Konrad III (St) besetzt und zur Reichsburg erklärt. - Der mit der Königstochter Bertha von Hohenstaufen verheiratete Markgraf Hermann von Baden III (St) (46) ist ein enger Vertrauter des schwäbischen Herzogs Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (29) und wird Markgraf von Verona. - Der Zisterziensermönch Welf Konrad von Bayern (St) zieht nach Jerusalem um dort als Einsiedler zu leben. - König Konrad III (St) greift erfolglos Braunschweig , die Residenz von Welf Heinrich der Löwe (St) an.
1152 In Frankfurt wird Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (30) zum König gewählt. Der mainzer Erzbischof Heinrich Felix von Harburg bleibt der Krönung fern. - Auf dem Weg zur Schlichtung des Streits zwischen den Grafen von Sayn und den Herren von Molbach stirbt der erfolgreiche und kriegerische trierer Erzbischof Albero von Montreuil. - Burg Reichartshausen wird erbaut und von dort Wein von Kloster Eberbach für Köln verschifft. - Die sayner Stammburg Alte Burg und die Burg Blankenberg werden teilweise vom kölner Erzbischof Arnold von Wied II (St) und dem trierer Erzbischof Hillin wegen fortgesetzten Landfriedensbruchs belagert, zerstört und gezwungen ihre Reichsunmittelbarkeit aufzugeben und ihre Burg Sayn als trierer Lehen ohne Heeresfolgepflicht zu empfangen, woraufhin Eberhard von Sayn I (St) und sein Bruder Graf Heinrich von Sayn (St) ihre Residenz nach Blankenberg verlegen. - Die aus einer neuen Ministerialenfamilie stammende Äbtissin von Kloster Andernach Tenxwind tadelt die Äbtissin von Kloster Rupertsberg Hildegard von Bingen wegen ihrer Selbstdarstellung als Heilige dass die Nonnen an Festtagen beim Psalmengesang mit losen Haaren in der Kirche stehen, als Schmuck glänzendweiße bodenlange Seidenschleier, golddurchwirkte Kränze und goldene Ringe tragen und nur Adelige sind. - Graf Eberhard von Sayn (St) ist im Gefolge von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (30) in Köln. - Fähre zwischen Alt-Wied und Andernach bei Feldkirchen. - Wilhelm von Luxemburg-Gleiberg (St) errichtet die Wasserburg Gießen und verlegt seinen Sitz von Burg Gleiberg an die Lahn. - Reichstag in Dortmund mit dem kölner Erzbischof Arnold von Wied II (St). - Heinrich von Molsberg ist widerrechtlich im Besitz von Hof Bendorf. - In Ulm erlässt König Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (30) einen Landfrieden für Deutschland. - Bei einer Verurteilung zur Rückgabe eines durch Arnold von Molsberg veruntreuten Hofes des pfalzgräflichen Klosters Maria Laach sind u.a. Grafen Ulrich von Lenzburg (Linceborch), Graf Dietrich von Ahr, Graf Heinrich von Luxemburg - Namur, der Blinde (St), Graf Wilhelm von Jülich und sein Bruder Graf Gerhard von Jülich, Graf Adolf von Saffenberg und sein Sohn Hermann, Graf Adolf von Berg, Graf Ludwig von Looz, Graf Robert von Laurenburg (St) (Nassau/Lurenborch), (Graf) Eberhard von Sayn (St) und sein Bruder (Heinrich), Graf Heinrich von Diez (St) (Dyedesa), Graf Siegfried von Wied (St) und sein Bruder Burchard von Wied (St), Arnold und Gerhard von Blankenheim, Hermann von Kuik, Friedrich von Arnsberg, und Rembold von Isenburg (St) anwesend. - Pfalzgraf Hermann (bei Rhein), Graf Gerhard von Nürings, Graf Bertholf von Nied, Graf Gottfried von Höchst, Graf Heinrich von Hessen bezeugen für das Kloster Alteburg.
1153 Graf Adalbert von Nörvenich, nennt sich Graf von Molbach (Maubach). - Heinrich I von Isenburg ? (St) kommt an die Macht. - Bernhard von Clairveaux stirbt nach langer Krankheitei. 180 der 350 Zisterzienserklöster befinden sich in Frankreich. - König Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (31) setzt den mainzer Erzbischof Heinrich Felix von Harburg ab und macht gegen den Willen der Mainzer unter dem mainzer Vitztum Meingot seinen Reichskanzler Arnold von Selenhofen zum mainzer Erzbischof. - Hildegard von Bingen warnt König Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (31) auf sich wegen der Absetzung aufzupassen. - Elisabeth von Schönau (24) beschreibt den Tod eine klosterschönauer Nonne beim Besuch von Kloster Dierstein, wo der klosterschönauer Abt die Angelegenheiten regelt. - Der in Jerusalem lebende Einsiedler und Zisterziensermönch Welf Konrad von Bayern (St) wird wegen der schweren Erkrankung von Zisterziensergründer Bernhard von Clairveaux nach Europa zurückgerufen und bleibt dann im italienischen Kloster Modugno, wo er im folgenden Jahre 1154 stribt.
1154 Ruprecht von Laurenburg II (St) wird mit dem Kirchenbann belegt. - Erste Malteserordenskommende. - Der Halbbruder von Graf Heinrich von Katzenelnbogen II (St), der lothringische Pfalzgraf Pfalzgraf Hermann von Stahleck (St), Schwager von König Konrad III und Onkel von Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (32) hält sich den rheinischen Kurfürsten übergeordnet und, verwüstet mainzer Territorium des hochmütigen mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen mit Hilfe der örtlichen Adeligen u.a. Graf Gottfried von Sponheim II (St), Katzenelnbogen, Graf Emicho von Leiningen (St) und den Wildgrafen. - Die Schwester Mechthild des sponheimer Abtes Bernheim
stirbt in einer extra für sie erbauten Frauenklause neben dem Männerkloster Sponheim. Sie war aus einem Kloster bei Mainz und mit einer befreundeten Nonne Sophie gekommen. Sie soll so fromm gelebt haben, dass man in ihr eine Heilige sieht. Bei ihrer Beerdigung hört man englische Lobgesänge. - Bischof Geoffrey of Monmouth stirbt. Er verehrt den Schmied Wieland von Siegen. - Burkhard von Kästenburg (Hambacher Schloss) ist Reichsministerial. - Eberhard von Erbach ist Ministerial der Grafen von Lauffen. - Graf Berthold von Nidda II werden von Heinrich dem Löwen in einem Prozess die ihm noch verbliebenen westfälischen Güter in Atteln und Boke abgesprochen.
1155 Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa verurteilt an Weihnachten in Worms seinen Onkel Pfalzgraf Hermann von Stahleck / Höchstadt (St) und dessen Halbbruder Graf Heinrich von Katzenelnbogen II (St) und weitere Grafen, darunter ihre Parteigänger Graf Emicho von Leiningen (St), Graf Gottfried von Sponheim II (St), Rheingraf Konrad von Kirchberg alias Wildgraf Konrad (St) und Graf Heinrich von Diez II (St) als Landfriedensbrecher wegen Befehdung des Mainzer Bistums unter dem mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen zur Harnescharre, der Strafe des Hundetragens, einen Hund eine Meile öffentlich am Hals durch Eis und Schnee zu tragen. Pfalzgraf Hermann von Stahleck (St) behält zwar seine Stellung erholt sich aber von dieser Schmach nicht mehr. Für den greisen mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen wollen der mainzer Burggraf Ludwig von Looz-Rieneck und Graf Wilhelm von Gleiberg (St) die Strafe übernehmen. Die Strafe wird ausgesetzt. Graf Berthold von Nidda II, der Sohn von Gräfin Liutgard von Nürings und Berthold von Mals, weigert sich der Vorladung von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa nach Gelnhausen Folge zu leisten und verliert deshalb die Malsburg und weitere nordhessische Besitzungen. Er bleibt zwar staufer Gefolgsmann wird aber ein berüchtigter Raubritter und Wegelagerer.
Burg Klopp bei Bingen wird als mainzer Zollverstärkung erbaut. - Der Bruder der Heiligen Elisabeth von Schönau (26) Egbert von Schönau, schreibt ihre Visionen in lateinischer Sprache nieder. - Graf Megenhart (Meinhard) von Sponheim (St) stirbt. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (33) reformiert das Universitätsrecht und verleiht der Universität Bologna eine eigene Gerichtsbarkeit. - Der bayerische Pfalzgrafensohn Otto von Wittelsbach (St) erobert erfolgreich mit 200 Kämpfern für Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (33) die Festung Veroneser Klause. - Ein einfacher Kämpfer lehnt vor Tortona den von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (33) als Auszeichnung vorgesehenen Ritterschlag wegen seiner bescheidenen Verhältnisse ab.
1156 Der Halbbruder von Graf Heinrich von Katzenelnbogen II (St), Pfalzgraf Hermann von Stahleck - Höchstadt (St) stiftet Kloster Bildhausen - Der Halbbruder von Graf Heinrich von Katzenelnbogen II (St), Pfalzgraf Hermann von Stahleck - Höchstadt (St) stirbt, wird in Kloster Ebrach bei Bamberg begraben und sein Besitz wird von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa an seinen eigenen Stiefbruder den neuen Pfalzgraf bei Rhein Konrad von Staufen (St) übertragen. - Die Vogtei des Bistums Worms geht von den Grafen von Saarbrücken an Pfalzgraf Konrad von Staufen (St). - Das Herzogtum Österreich löst sich von Bayern. - Guntram von Hattstein hat gute Beziehungen zum Stadtherrn von Limburg an der Lahn, Graf Emicho von Leiningen (St). - Pfalzgraf Hermann von Stahleck (St) überschreibt seinen binger Besitz an Hildegard von Bingen. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (34) bestätigt Bischof Albert I. von Verdun den Besitz der Burg Veldenz. - Baldemar ist wieder Abt des Klosters Bleidenstadt. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (34) heiratete in Würzburg in zweiter Ehe die minderjährige Beatrix von Burgund (11). - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (34) überträgt die durch den Tod von Pfalzgraf Hermann von Stahleck (St) freigewordene Pfalzgrafschaft bei Rhein und die Reichsburg Stromberg seinem in Alzey aufgewachsenen Halbbruder Pfalzgraf Konrad von Hohenstaufen (St). - Auf dem Reichstag in Frankfurt befiehlt Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (34) einen Frieden zwischen Heinrich der Löwe (St) und dem bremer Erzbischof Hartwig von Stade, dem Sohn von Richardis von Sponheim-Lavanttal. - Werner von Bolanden II (St) betätigt sich in der Reichspolitik. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (34) ordnet den Stadtfrieden in Worms. - Der Vogt Graf Friedrich von Vianden (St) stirbt.
1157 Graf Berthold von Katzenelnbogen I (St) (1157-1179) heiratet Adelheid von Lauffen. Graf Heinrich von Katzenelnbogen II (St) ist wieder am Hof in der Umgebung von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa.
Den Mönchen des Klosters Eberbach wird die Mitwirkung an weltlichen Bauten vom Generalkapitel untersagt. - Der erste Markgraf, Albrecht der Bär gründet die Mark Brandenburg. - Auf dem Reichstag von Besançon stoppt Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (35) den bayerischen Pfalzgraf Otto von Wittelsbach (St), der zwei päpstliche Legaten mit gezücktem Schwert bedroht, weil sie darauf bestehen, dass der Kaiser Lehensnehmer des Papstes sein soll. - Der würzburger Burggraf Graf Godebold von Henneberg I stirbt ohne männlichen Erben. Sein Neffe Graf Godebold von Henneberg II übernimmt das würzburger Burggrafenamt. Sein Bruder ist der würzburger Bischof Gebhard von Henneberg. - Graf Eberhard von Sayn (St) ist im Gefolge von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (35) in Trier. - Graf Eberhard von Sayn (St) führt den Grafentitel. - Der fuldaer Abt Markward nimmt am Reichstag in Fulda von Kaiser Friedrichs I Barbarossa (St) (35) bei der Weihe des wiederhergestellten Teils der Basilika teil. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (35) löst alle Zollstellen auf dem Main zwischen Bamberg und Mainz auf und beschränkt sie auf die Zollstellen Neustadt und Aschaffenburg und die Reichszollstelle Frankfurt. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (35) bestätigt dem trierer Erzbischof das Kloster St. Maximin nach einem Vergleich mit Bernhard von Clairvaux zwischen Pfalzgraf Konrad, Hauptvogt der trierer Kirche und Graf Heinrich von Namur (St), Vogt der trierer Abtei St Maximin.Graf Simon von Saarbrücken (St), Sohn von Mechthild von Sponheim ist kaiserlicher Bevollmächtigter. Graf Gottfried von Sponheim (St), Graf Volmar von Blieskastel (Castele ), Graf Konrad von Kirburg (Cherberc ), Graf Gerlach von Veldenz (St), Graf Heinrich von Katzenelnbogen (St), Graf Eberhard von Sayn (St) (Seine ) und sein Bruder Graf Heinrich von Sayn (St), Graf Heinrich von Virneburg, Graf Theoderich von Ahr und sein Oheim Ulrich (patruus eius ), Florentius von Holland, Simon von Clerf (Clara Ualle ) und Heinrich von Tübingen, Berenger von Ravenstein, Bruno von Burgau (Burcowe ), Ulrich von Warthausen, Methfried von Neumagen (Numage ) und sein Bruder Eberhard, Kuno von Malberg, Wiric von Bettingen (Beitingen ), Arnold von Sierck (Seric ), Ulrich von Braunshorn (Bruneshore ), Konrad von Boppard (St) (Bohbarden ), Wolfram von Rheingrafenstein (St) fungieren als Zeugen. - Der mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen kauft Burg Gelnhausen. Die Güter um Höchstadt des verstorbenen Pfalzgraf Hermann von Stahleck - Höchstadt (St) fällt mit den Halsgerichtsrechten an den kaisertreuen bamberger Bischof Eberhard von Otelingen. - Graf Eberhard von Sayn (St) kauft das Haus von Graf xxx von Blankenheim in Köln. - Die gesamte Burg Stahleck wird nach dendrochronologischen Untersuchungen erbaut. - Feldzug gegen Polen mit der Beteiligung von würzburger Bischof Gebhard von Henneberg. - Pfalzgraf Konrad ist Hauptvogt der trierer Kirche. Graf Heinrich von Namur (St) ist Vogt der trierer Abtei St Maximin. Rudolf von Eltz ist trierer Ministeriale. - Fides von Staufen (St), die Witwe von Pfalzgraf Hermann von Stahleck - Höchstadt (St) und einige Mönche von Kloster Ebrach bei Bamberg bringen die Leiche von Hermann ins neuerbaute und von ihm gestiftete Kloster Bildhausen.
1158 Dietrich von Wied (St) ist erster Graf des Geschlechts. - Die Grafen Ruppert von Nassau II (St) und Arnold von Nassau II (St) werden endgültig mit Nassau belehnt und nennen sich nach ihrer Burg. - München wird urkundlich erwähnt. - Konrad von Heppenheft, ein mainzer Ministerial und Embricho von Winkel sind Vormund des noch minderjährigen Rheingrafen Embricho II (St) und fechten stellvertretend für ihr Mündel die Klosterschenkung eines verstorbenen Verwandten an. - Burg Stahlberg wird vom kölner Erzbischof Friedrich von Berg erbaut. - Der Reichsministeriale Werner von Bolanden II (St) ist bei einem Aufstand in Mainz gegen den mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen dabei. Der Domschatz wird geraubt. Der mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen begleitet Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (36) nach Italien und erobert nach seiner Rückkehr Mainz gewaltsam. - Der Reichsministeriale Werner von Bolanden II (St) übernimmt Falkenstein. - Das Wirthaus Zum Riesen in Miltenberg besteht. - Der Abt von Kloster Schönau besorgt Reliquienteile des Heiligen Cyriacus, wodurch Kloster Schönau ein beliebter Wallfahrtsort wird. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (36) beansprucht in der Ronkalischen Konstitution Verfügungsrechte auf Silber und Salz, die aber zunächst nur in Italien gelten. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (36) sendet Graf Emicho von Leiningen (St) als Gesandten nach Sardinien und Korsika. - Ein Onkel von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (36) beschwert sich über italienische Ritter, die aus dem Handwerk stammen. - Rembold von Isenburg ist Einrichgaugraf.
1159 Der mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen verlässt Mainz. Die aufständischen Bürger zerstören die erzbischöflichen Pfalzen. Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (37) entscheidet den folgenden Rechtsstreit für den mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen. - Siegfried von Runkel (St) ist erster der Herrschaft Runkel und Westerburg und Zeuge in Runkel. - Graf Eberhard von Sayn (St) wird im Kloster Siegburg von einer schwerern Krankheit geheilt wofür er und sein Bruder Graf Heinrich von Sayn (St) sich mit einer Schenkung von Weinbergen um Braubach bedanken. - Graf Gotfried von Sponheim I (St) stirbt als Besitzer von Clerveaux aus einer Heirat mit der Tochter von Graf Gerhard von Vianden I, - Bei einer Doppelwahl werden zwei Päpste davon Papst Alexander III in Rom gewählt. - Der neue würzburger Bischof Heinrich von Leiningen (St) wird gewählt. - Die namentlich unbekannte sponheimer Ehefrau des rheinischen Pfalzgraf Konrad von Hochstaufen (St) stirbt kinderlos. - Der mainzer Burggraf Ludwig von Looz alias Ludwig von Loon-Rieneck verheiratet seine Tochter Agnes von Loon mit dem
1160 Graf Berthold von Katzenelnbogen I ( St) und Heinrich von Katzenelnbogen III (St) und Graf Ruppert von Nassau II (St) und Arnold von Nassau I (St) erwerben die von Graf Ludwig von Arnstein III (St) an Rembold von Isenburg (St) verkaufte Grafschaft auf dem Einrich. Hermann von Katzenelnbogen (St) ist Domherr in Würzburg.
Wärmerekord in Mitteleuropa - Der rücksichtslose machtbesessene mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen wird in Mainz nach offener Rebellion von den mainzer Bürgern ermordet, unter denen sich führend Gottfried von Eppstein I (St), hervortut und Werner von Bolanden II (St), die Familie von Hausen und Reginbodo von Bingen zu finden sind. Der mainzer Burggraf Ludwig von Looz alias Ludwig von Loon-Rieneck büßt seine Stellung ein. Die Söhne des Ministerialen Meingot büssen mit ihrer Familie ihre Stellungen ein. - Burg Greifenstein wird erwähnt. - Graf Rupert von Nassau III (St) wird als Rat von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (38) genannt. - Burg Helfenstein wird vom trierer Erzbischof Hillin von Fallemanien der Burg Ehrenbreitstein vorgelagert erbaut und dort Ministeriale eingesetzt, die sich von Helfenstein nennen. - Graf Heinrich von Sayn (St). - Burg Scharfenstein wird von den Brüdern Werner von Bolanden (St) und Philipp von Bolanden (St) (Philipp von Falkenstein) für den mainzer Erzbischof Christian I von Buch erbaut. Mit ihm ziehen Bolandener, Büdinger und Diezer nach Italien. - Der rheinische Pfalzgraf Konrad von Hochstaufen (St) heiratet seine zweite Frau Irmingard von Henneberg. - Erbtochter Rheingräfin Lukardis (St) heiratet den mainzer Ministerialen Siegfried vom Stein, Propst von Kreuznach. Siegfried vom Stein nennt sich 1194 Rheingraf Siegfried vom Stein. - Heinrich der Löwe (St) tötet den Oboritenfürst Niklot und zerstört seine Burgen u.a. Rostock, Mecklenburg. - Der im Heiligen Land kriegserfahrene Techniker Magister Marchese läuft zu Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (38) über und ersetzt Rammböcke durch selbstentwickelte mobile nach vorne schiebbare Brücken. - Pfalzgraf Konrad der Staufer (St) und Pfalzgraf Otto von Wittelsbach zeichenen sich bei der Belagerung und Eroberung von Crema aus. - Der erzbischöflich mainzer Vitztum ist Helferich. Helferich verhandelt mit der Stadt Mainz und wird verspottet.
1161 Aschaffenburg erhält Stadtrechte. - Der speyerer Bischof Günther von Henneberg stirbt. - Graf Heinrich von Nassau (St) nimmt am zweiten Romzug als Bannerträger des kölner Erzbischof Rainald von Dassel teil. - Die Stadtgemeinde der Stadt Trier kommt unter die Leitung von Schöffen. - Graf Eberhard von Sayn (St) nimmt an der Belagerung von Mailand teil.
1162 Dschingis Khan (bed. scharfer Stahl) wird geboren. - Konrad von Wittelsbach wird mainzer Erzbischof. - Kuno von Münzenberg (St) baut in Frankfurt-Sachsenhaus wird Reichskämmerer. - Kaiser Friedrich I Barbarossa (St) (40) zerstört Mailand. Der aus Ungarn stammende Heinrich zum Jungen (1239 mainzer Patrizier) kämpft im Heeresaufgebot. - Der Raubritter von Alteburg Graf Berthold von Nidda stirbt. - Der klostereberbacher Abt Gerhard lässt im Dorf Reichartshausen einen Klosterhof direkt am Rhein fertigstellen. Durch den Einfluß der Mönche ziehen die Einwohner weg.
1163 Graf Heinrich von Luxemburg IV (St) oder Heinrich der Blinde, trennt sich von seiner Frau, die ihm keine Kinder schenkt. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (41) lässt wegen der Ermordung des mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen im Kloster St. Jakob durch den Mainzer Brunger und Abt Gottfried das Kloster St Jakob auflösen, nimmt der Stadt Mainz all ihre Freiheiten, Rechte und Privilegien ab und lässt die Stadtmauer schleifen, so dass Mainz den Wölfen und Hunden, Dieben und Räubern offensteht. - Kaiser Friedrich I Barbarossa (St) (41) erhebt die Grafschaft Oranien zum Fürstentum. - Werner von Bolanden II (St) ist für den Schutz von Kloster Bleidenstadt zuständig. Werner von Bolanden II (St) ist im kaiserlichen Gefolge in der Lombardischen Liga, wo er als Unterhändler beim Friedensvertrag mitwirkt. - Im politischen Kampf mit Kaiser Friedrich I Barbarossa (St) (41) auf dem Konzil in Tours unter Papst Alexander III wird wegen Todesfällen und den daraus folgenden theologischen Konflikten die Chriugie für Geistliche verboten und den Badern überantwortet. Erfolglos dagegen wird wegen erpresserischen Exzessen Katzenmusik beim Charivari verboten. Verheerende Auswirkungen hat die Entscheidung Katharer als Ketzer verfolgen und ihren Besitz konfiszieren zu lassen. - Abt Eckbert von Schönau führt in Köln die Vernehmungen von extremistischen Gläubigen und entlarft sie als Katharer die einer Gegenkirche angehören. Der kölner Erzbischof Reinald von Dassel lässt sie auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Abt Eckbert von Schönau veröffentlicht seine Predigten gegen die Katharer.. - Hartrad von Merenberg erbt die westliche Hälfte der Grafschaft Gleiberg. - Das Zisterzienserkloster Eberbach ist im Besitz von 13 Grangien. - Hartrad von Merenberg schenkt Kloster Arnstein seine Güter in Obertiefenbach, Scheuern und Bettendorf. - Der dietkirchener Priester Gottfried von Beselich schenkt dem Kloster Arnstein seinen Hof bei Beselich, das dort ihr Filialnonnenkloster Beselich gründet. Die Vorsteherin oder Meisterin ist dem Abt von Kloster Arnstein weisungsgebunden.
1164 Der Kanzler von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (42) Rainald von Dassel raubt nach der erfolgreichen Eroberung der Stadt Mailand die Gebeine der heiligen Drei Könige und bringt sie nach Köln, wodurch Köln ein Pilgerort wird. Der alte kölner Dom wird durch den Pilgeransturm zu klein. - Die Heilige Elisabeth von Schönau (34) stirbt in Kloster Schönau. Die Seherin erfand den ersten Papst, einen Engländer, der nach 1 Jahr und 11 Wochen von seinem Amt zurücktrat, weil er 11 000 englische Jungfrauen, die ihn in Rom besuchten nach Hause begleitete. Da die Heilige Elisabeth von Schönau (34) Papst Cyriacus im Papstkatalog nicht fand, nachdem in Köln-Deutz ein Massengrab entdeckt wurde und das Interesse und die Erwartungen an ihre Person gestiegen waren, behauptete sie in einer Vision von der Heiligen Verena erfahren zu haben, der freiwillige Rückzug aus dem Papstamt sei der Grund für die Löschung aus den Papstkatalogen gewesen. - Wetter: Übermäßige Regenfälle. - Der magdeburger Bischof Wichmann von Seeburg macht einen Pilgerausflug nach Jerusalem und gerät in Gefangenschaft. - Graf Heinrich von Diez ist Legat von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (42) für das Königreich Ungarn. - Albrecht von Habsburg III (St) heiratet die Enkelin von Welf VI (St).
1165 Conrad von Steinach I läßt die Mittelburg am Neckar errichten. - Der mainzer Erzbischof Christian von Buch gibt die Direktverwaltung erzstiftiger Stützpunkte wegen der Unterstüzung des Staufer-Kaiser Friedrich I Barbarossa (St) (43) in Italien auf und leitet dabei mit der Vergabe von erzstiftischen Gerechtsame und Besitzungen den Verkauf zahlreicher mainzer Burgen und Burgherrschaftsrechten ein. - Der mainzer Erzbischof Konrad von Wittelsbach (St) bricht mit dem Staufer-Kaiser Friedrich I Barbarossa (St) (43) und flieht nach Frankreich. - Die Burg in Bingen wird vom Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (43) zerstört. - Hildegard von Bingen erwirbt das Augustiner-Kloster in Eibingen, gründet darin ein Filialkloster auch für Nichtadelige und wird dessen Äbtissin. - Leipzig erhält Stadtrechte. - Werner von Bolanden II (St) tritt in die Dienste von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (43). - Der mainzer Erzbischof Christian von Buch gibt Burg Rheinberg den Rheingrafen als Lehen. - Kaiser Friedrich von Staufen Barbarossa (St) (43) lässt den abtrünnigen fuldaer Abt Markward seines Amtes entheben und schiebt ihn auf die Propstei St. Andreas auf dem Fuldaer Neuenberg ab. Kuno von Hagen-Arnsburg (St) nennt sich nach seiner neu erbauten Burg Münzenberg in der Wetterau Kuno von Münzenberg I (St), ein Mitglied der Ministerialenfamilie von Hagen, deren Stammburg Burg Hayn in Dreieichenhain ist. Im Reichsforst Dreiech ist nur der König jagdberechtigt. - Der pfälzer Ministerialensohn Eberhard von Stahleck, alisas Eberhard von Kumbd, wird geboren. Er kommt an den Hof von Pfalzgraf Konrad, auf Burg Stahleck. - Ritter Heinrich von Arnsberg stirbt im Kerker seines Bruders Graf Heinrich von Arnsberg. - Der aus sarazenischer Gefangenschaft entlassene magdeburger Bischof Wichmann von Seeburg bringt Reliquien des heiligen Viktors und Pontianus mit. - Der würzburger Ministeriale Kuno von der Wetterau deckt seine Burg (Münzenberg ) mit unterschiedlichen Dachziegeln. Die repräsentativen Bauten in der Burg werden mit Biberschwänzen gedeckt. Wirtschaftsgebäude deckt man mit grob geschlämmten Hohlziegeln und das Kegeldach der beiden Türme wird mit Schiefer eingedeckt. - Der osnabrücker Bischof Philipp von Katzenelnbogen (St) weiht den Kanzler von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (43) Rainald von Dassel in Würzburg am selben Tag zum Priester und zum kölner Erzbischof. - Die mainzer Burg Amöneburg unmittelbar östlich vor Marburg wird vom mit Jutta von Staufen (St) verheirateten thüringischen Landgraf Ludwig II (St) im Auftrag von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (43) wegen dessen Unterstützung für Papst Alexander III zerstört aber sofort wieder aufgebaut.
1166 Aachen erhält Stadtrechte. - Abt Eberhard von Kloster Eberbach flieht wegen seiner Unterstützung von Papst Alexander III mit einem Teil seines Konvents vor Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (44) in das römische Zisterzienserkloster Tre Fontane. - Werner von Bolanden II (St) und Philipp von Bolanden (St) sind auf allen Reichstagen vertreten. - Der amöneburger Burggraf, der Bruder von Graf Gottfried von Ziegenhain I nennt sich Graf Poppo von Hollende. Es ist mainzer Lehen. - Heinrich dem Löwen läßt die Statue Braunschweiger Löwe als Symbol seiner Herzogswürde aufstellen. - Heinrich von Aremberg wird Vitztum in Köln. Sein Vater ist Burggraf in Köln. Das Amt des kölner Burggrafen bleibt bis 1279 in der Familie erblich. - Graf Heinrich von Diez (St) wird Statthalter der Lombardei in Mailand. - Werner von Bolanden II (St) ertauscht sich die Höfe Odernheim und Pfeddersheim als königliches Lehen. - Die Burg Arnsberg des Brudermörders Graf Heinrich von Arnsberg wird von sächsischen Herzog Heinrich der Löwe (St) münsteraner Bischof Friedrich von Are (St) belagert und zerstört. Brudermörder Graf Heinrich von Arnsberg kann fliehen und wird kölner Vasall. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (44) ertauscht Burg Schönburg, Oberwesel und Jugenheim für Kloster Nienburg vom magdeburger Bischof Wichmann von Seeburg.
1167 Hermannn von Katzenelnbogen (St) unterstützt Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (45) in Italien gegn Papst und unterliegt mit ihm in der Schlacht von Legnano. - Das kaiserliche Heer verlässt Rom wegen einer Malariaepidemie. Welf VII (St) stirbt an der Malaria kinderlos. Sein Vater Welv VI (St) verkauft seinen gesamten italienischen Besitz an Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (45), beendet seine politische Aktivität und fördert mit dem Verkaufserlös Dichtkunst, Geschichtsschreibung und Kirchenbau und tröstet sich mit der Abhaltung vielbesuchter aufwändiger Feste. - Der kölner Erzbischof Rainald von Dassel setzt sich gegen Kurtrier um Andernach als südlichsten Posten Kölns durch und erbaut eine Burg in Andernach. - Die uneheliche Tochter Mathilda von Blieskastel, Tochter von Graf Gottfried von Blieskastel, von Heinrich dem Löwen heiratet Graf Heinrich Borwin I von Mecklenburg, der die Städte Rostock und Wismar gründet. - Graf Ruprecht von Nassau III (St) prägt in Siegen Hitarc-Pfennige, exakte Kopien des kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg I, Obole und Denare (ohne Münzregal). - Die Grafen von Nassau sind Marschall, Schenken und Bannerträger des kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg I. - Graf Heinrich von Nassau (St) stirbt auf dem vierten Romzug. - Der wetzlarer Dompropst begleitet Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (45) nach Rom. - In Frankfurt werden dünne, einseitige und gepunzte Wetterauer Gold-Brakteaten und leichte Hälblinge Silber-Pfennige geprägt. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (45) verwüstet das Umland von Mailand verliert aber dabei 30 Ritter. Mailand übernimmt im Lombardischen Städtebund die Führung. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (45) verbietet den Ritterschlag für Söhne von Priestern und Bauern. - Graf Heinrich von Diez (St) läßt 200 Mailänder als Geiseln nach Pavia bringen und einkerkern.
1168 Belehnung des würzburger Bischof Herold mit der Herzogswürde durch Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (46) auf dem Reichstag zu Würzburg, woraufhin sich die würzburger Bischöfe Fürstbischöfe und Herzöge nennen. - Graf Ludwig von Loon und Rieneck I nennt sich nach seiner Burg Rieneck. Er ist Burggraf von Mainz, Erbkämmerer von Mainz, Vogt von Aschaffenburg und Erbtruchseß vonWürzburg. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (46) zerstört Saarbrücken und verbannt die Grafen von Saarbrücken aus der Reichspolitik. - Mit dem Tod von Graf Ekbert von Nürings (St) fällt die Grafschaft Nürings an die Erbschwestern Jutta von Nürings, verheiratet mit Graf Heinrich von Diez II (St) und Lukardis von Nürings, verheiratet mit Kuno von Münzenberg I (St). - Burkhard von Nürings wird Abt in Fulda. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (46) lässt auf dem Reichstag zu Würzburg die Zerstörung und Schleifung von Burg Frankenberg beschließen und macht Rupreht von Dürn zum Klostervogt von Kloster Amorbach.
1169 Hermann von Katzenelnbogen (St) ist Domherr in Würzburg. - Der italienische Vulkan Ätna bricht aus. - Die Staufer errichten einen Königshof in Dieburg (Castrum Dieteburg, Volksburg). - Hildegard von Bingen hat mit ihrem Verwandten dem trierer Erzbischof Arnold freundschaftlichen und liebevollen Briefkontakt. - Der bayerische Pfalzgraf Otto von Wittelsbach (St) heiratet die Tochter des mainzer Burggraf Ludwig von Loon-Rieneck Gräfin Agnes von Loon-Rieneck. - Graf Ruprecht von Nassau III (St) heiratet Elisabeth von Leiningen, alias Elisabeth von Schaumburg (St). - Mit dem Tod von Graf Gerhard von Nürings II (St) erhält Gottfried von Eppstein (St) die Zentgrafschaft im Niedgau links der Kriftel als unmittelbares Reichslehen, da er sie als Lehen bereits besitzt.
1170 Burg Geroldstein wird von einem Ritter Gerhardt aus dem Hause der Grafen von Katzenelnbogen erbaut.
Durch den Ausspruch von König Heinrich II von England, (beherrscht ein Gebiet vom Mittelmeer bis Schottland) der sich von den Machtbestrebungen der Kirche befreien will Wer erlöst mich von diesem störenden Priester? vor seiner Krönung, wird der Erzbischof von Canterbury, Thomas Brecket ermordet und den befreienden Bestrebungen auf lange Zeit großer Schaden zugefügt. - Der niederländische Minnesänger Heinrich von Veldecke verbindet den Trojaroman, ein Heldenepos mit Ritterkämpfen um den Gründungsmythos des Römischen Reiches erstmals mit dem Thema Liebe in Reimform für ein adeliges Publikum. Seine Mäzene sind der Landgraf von Thüringen und die Grafen von Loon und Rieneck. - Die staufertreuen Grafen Graf Ruprecht von Nassau IV (St) und Graf Heinrich von Nassau II (St) erhalten den wiesbadener Königshof von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (48) zu Lehen um die mainzer Expansionspolitik zu behindern. Der östliche Königssondergau wird somit nassauisch und der östliche bleibt kurmainzisch. - Graf Ruprecht von Nassau III (St) prägt in Siegen Obole -Münzen mit seinem Bildnis (ohne Münzregal). - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (48) läßt die Reichsburg Kalsmunt erbauen. - Graf Eberhard von Sayn (St) ist im Gefolge von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (48) in Frankfurt. - Werner von Bolanden II (St) ist ein führender Reichsdienstmann auf allen Hoftagen in Worms, Mainz, Frankfurt, Kaisersalautern, Basel, Straßburg und Gelnhausen. - Mit Abt Gerhard hat das Kloster Eberbach wieder einen Abt. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (48) läßt die Pfalz Gelnhausen erbauen und verleiht das Stapelrecht an der Engstelle zwischen Spessart und Vogelsberg. - Kuno von Hagen I -Münzenberg (St) beginnt mit dem Erwerb von Rechten und Gütern in der Wetterau. - Hartmann von Büdingen ist Burggraf der Pfalz Gelnhausen. - Der Priester Gottfried von Beselich gründet das Prämonstratenserinnenkloster Altenberg. - Graf Friedrich von Heinzenberg? (St) ist Stiftsvogt von Kloster Ravengiersburg.
1171 In Aachen wird die erste Stadtmauer, die Barbarosssamauer erbaut. - Venedig verstaatlicht das Glashandwerk. - Die Herren von Merenberg sind im Besitz der Burg Gleiberg. - Der Minnesänger Friedrich von Hausen tritt als Ministeriale in die Dienste von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (49). - Der mainzer Burggraf Ludwig von Loon-Rieneck beschwert sich bei seinem Verwandten dem französischen König bei Diplomatentätigkeiten zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation immer übergangen zu werden. Die mainzer Burggrafentochter Laurette von Loon und Rieneck heiratet Theobald von Bar (St). - Brudermörder Graf Heinrich von Arnsberg läßt seinen Schwiegersohn gefangen nehmen, der seinen Mitgiftsanspruch aufgibt und deshalb freigelassen wird. - Der klostereberbacher Abt Gerhard lässt eine mehrere Kilometer lange Wasserleitung vom Mönchsbrunnen im Wald zum Kloster Eberbach und zur Klostermühle anlegen. - Der trierer Erzbischof Arnold, der Verwandte von Hildegard von Bingen, Graf Heinrich von Diez II (St) und Graf Eberhard von Sayn bezeugen wie Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (49) dem metzer Bischof Friedrich von Pluyvoise die Burg Saarbrücken übereignet. - Das mainzer St Victorstift tauscht mit kloster-bleidenstädter Abt Aldalbero II von Bleidenstadt eine Hofreite mit Weinbergen in Oestrich gegen ein Haus in Lorch direkt neben ihrem Klosterhof.
1172 In Würzburg bezeugen u.a. der würzburger Domherr Hermann von Katzenelnbogen (St), Graf Albert von Eberstein, Rupert von Castell, Kraft von Walldürn und Rupert von Walldürn wie Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (49) in Würzburg dem würzburger Bischof Reinhard von Abenberg einen Wildbann schenkt.- Als Dank für die Unterstützung auf seiner Heilig-Land-Fahrt schenkt der Welfe Heinrich der Löwe (St) dem Templerorden Waffen und 1000 Mark in Silber.
1173 Graf Heinrich von Katzenelnbogen III (St) stirbt
Kloster Eberbach gründet Kloster Arnsburg. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (51) erlaubt Duisburg jährlich zwei Tuchmessen abzuhalten. Durch die Verlagerung des Rheins etwa 970 und die Verlandung des Altarmes wird die Stadt vom Rhein abgetrennt. - Der klostereberbacher Mönche fühlen sich durch den Straßenlärm gestört. Die Gemeinde Eberbach verlegt den Weg und schenkt dem Kloster Eberbach den Grund dazwischen. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (51) erhebt angeblich den aus Ungarn stammenden Ritter Heinrich zum Jungen (1239 mainzer Patrizier) in den Adelsstand und veleiht ihm ein Wappen (3 Jagdhörner), wodurch er gefreit ist.
1174 Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa bestimmt Hermann (St), den Bruder von Graf Heinrich von Katzenelnbogen III (St) zum Bischof von Münster und verwendet ihn später vielfach im diplomatischen Dienst. Hermanns Neffe Graf Berthold von Katzenelnbogen II (St) befindet sich wiederholt in seiner Umgebung.
Die Benediktinermönche verlassen Kloster Arnsburg. Kuno von Hagen I -Münzenberg (St) stiftet seine Burg Arnsburg dem neugegründeten Zisterzienserkloster Arnsburg. - Aus den Herren von Battenberg geht Graf Werner von Wittgenstein I (St) hervor. - Dem höfischen Dienstmann des mainzer Burggraf Ludwig von Loon und Rieneck, dem Dichter Heinrich von Veldeke wird sein zu zwei Dritteln fertiggestelltes Manuskript zu seinem Eneas-Roman gestohlen. - Graf Heinrich von Diez II (St) und Graf Albert von Eberstein (St) sind im Gefolge von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (52) bei der Belagerung der italienischen Stadt Roboreto.
1175 Graf Berthold von Katzenelnbogen I (St), verkauft die katzenelnbogener Vogtei Wiehl bei Gummersbach.
München erhält Stadtrechte. - Graf Heinrich von Diez II (St) und Graf Eberhard von Sayn (St) sind im Gefolge von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (53) in Padua. Mundschenk Konrad, Truchseß Konrad, Marschall Heinrich und Kämmerer Wilhelm, Vogt von Aachen. - Die Zisterzienser bringen älteste deutsche Apfelsorte Bordorfer Apfel von Kloster Pforta nach Schlesien. - In Deutschland wird Spiegelglas hergestellt, das besonders homogen und flach und beidseitig beschliffen ist.
1176 - Graf Eberhard von Sayn (St) besitzt zwei Häuser in Köln. - Der Welfe Heinrich der Löwe (St) versagt Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (54) die Gefolgschaft, wodurch dieser in der Schlacht von Legnano gegen Papst Alexander III die Macht in Italien verliert. - Der kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg I ist Gegner von Heinrich der Löwe (St). - Der fuldaer Abt Burkhard von Nürings stirbt. - Die andechser Grafentochter, die Heilige Hedwig von Andechs wird geboren. Ihr Vater ist Graf von Tirol, Kärnten und Istrien. Ihr Bruder Eckbert von Andechs ist Bischof von Bamberg und ihr Bruder Berthold von Andechs ist Patriarch von Aquileia. Ihre Schwester Gerturd wird 1207 die Mutter der heiligen Elisabeth von Thüringen (St).
1177 Der Minesänger Otto von Botenlauben Kreuzfahrer und Klostergründer Graf Otto von Henneberg wird geboren. - Der 1165 abgesetzte mainzer Erzbischof Konrad von Wittelsbach (St) wird Bischof von Salzburg. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (55) wird gezwungen Papst Alexander III die Füsse zu küssen. - In den Städten der Lombardei werden Geldwechselgeschäfte mit stillem Einverständnis von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (55) ohne Beschränkung frei durchgeführt. - Bei den Feierlichkeiten zum Frieden von Venedig wo Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (55) dem Schisma abschwört und vom Kirchenbann befreit wird wirft sich Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (55) ohne Umhang und schmucklos barfuß Papst Alexander III zu Füßen, küßt die Füße, wird von Papst Alexander III aufgehoben, erhält den Friedenskuß und begibt sich mit Papst Alexander III in die Markuskirche wo das Te Deum erklingt. Graf Heinrich von Diez II (St) schwört stellvertretend für Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (55) den Frieden mit der Kirche, den Frieden mit Sizilien und den Waffenstillstand mit den Lombarden.
1178 Der Obotritenfürsten Pribislaw, Herr von Mecklenburg, dessen Sohn mit Gräfin Mathilda von Blieskastel, einer unehelichen Tochter von Heinrich der Löwe verheiratet ist stirbt bei einem Turnier am Hof von Heinrich der Löwe in Lüneburg.
1179 Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (57) bezieht die Grafschaft von Graf Berthold von Katzenelnbogen I (St), im Kraichgau in den rheinfränkischen Landfrieden mit ein.
Das französische Königshaus trägt erstmals als Wappen die Lilie. - Dem mainzer domkapiteltreuen Herrn von Hainhausen wird der östliche Teil des Königssondergaus als Lehen gegeben, der sich daraufhin Gottfried von Eppstein I (St) nennt und das nassauische Wiesbaden bedroht. - Das IV Laterankonzil verbietet erneut Christen, Geld gegen Zinsen zu nehmen. - Hildegard von Bingen stirbt. - Ein sponheimer Mönch, ein Verwandter der Heiligen Hildegard von Bingen stirbt im selben Jahr wie sie und hinterlässt 20
wohlgeschulte Mönche, die Bücher kopieren und gut in Wissenschaften ausgebildet sind. - Graf Bruno von Isenburg (St) erbaut die isenburger Burg Braunsberg bei Anhausen. - Priestermönch David von Himmerod, das letzte Überlebende Gründungskonventsmitglied des Zisterzienserordens und Mystiker stirbt. - An der Hohen Straße zwischen Frankfurt und Köln liegt in Altenkirchen das Wirtshaus Zum weißen Falken. - Unter Theoderich von Wied (St), dem Enkel von Gründer Graf Mefried von Wied (St) wird die Burg Wied fertiggestellt. - Landgraf Ludwig von Thüringen III (St) wechselt von Heinrich der Löwe (St) zu Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (57) und erhält dafür die Pfalzgrafschaft Sachsen. - Agnes von Arnstein (St), verheiratet mit Graf Heinrich von Zutphen und Gueldern, stirbt. - Graf Wittekind von Schwalenerberg und Waldeck fällt von seinem Landesherrn Heinrich der Löwe (St) zu Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (57) ab. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (57) erneuert in Weißenburg für Rheinfranken den Landfrieden, regelt den Strafenkatalog bei Totschlag und Verwundung, die Folgen von Nichterscheinen vor Gericht, rechtmäßiges Plündern, das Recht von Reisenden ihre Pferde am Wegesrand zu füttern, welche Waffen Bauern führen dürfen, die Rückforderung von Eigenleuten aus Dörfern und Städten und macht die Verfolgung von Wegelagerern, Räubern, Dieben, Münzfälschern und denen die ihnen Unterschlupf bieten zur Pflicht und nächtlichen Brandstiftern wird jegliches Recht abgesprochen, was Pfalzgraf Konrad bei Rhein, Graf Emicho von Leiningen (St), Graf Simon von Saarbrücken (St), Graf Gottfried von Sponheim (St), Raugraf Emicho von Altenbaumburg (St) und sein Bruder Raugraf Konrad (St), Wildgraf Bernhard (St) und Graf Dietrich von Merenberg, Graf Gerhard von Schauenburg, sein Bruder Graf Berthold von Schauenburg sowie Graf Gottfried von Herrlingen bezeugen. - In Boppard kommt es nach einem angeblichen Mord an einer Christin durch Juden zu einem Pogrom, bei dem auch rheinaufwärts fahrende jüdische Reisende getötet werden. Die beteiligten jüdischen Gemeinden werden zu Strafzahlungen verpflichtet.
1180 Rheingraf Embricho (St) bestimmt als Nachfolger in seinen katzenelnbogener Lehen seinen Neffen Rheingraf Wolfram (St). - Die Reichsversammlung in Gelnhausen ächtet Heinrich den Löwen, der auf den Reichstag in Würzburg vorgeladen ist, und nicht kommt. - Fritzlar wird Stadt. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (58) erhebt Wetzlar durch Freibriefe von Gelnhausen aus zur freien Reichsstadt.- Kirchenbau setzt in Frankreich ein. In folgenden 90 Jahren werden 80 Kathedralen und
Kirchen gebaut. - Die Äbtissin Herrad von Landsberg verdammt das Rittertum wegen seiner Streitlust und Beutegier und weil es ständig den vom burgundischen Kloster Cluny um 950 ausgegebene Gottesfrieden und Gotteswaffenstillstand bricht in ihrem Buch Lustgarten als Geissel der Menschheit. Vermehrt werden gute Ritter, die für die Einhaltung des Gottesfriedens und Waffenstillstandsgebots kämpfen und nach ritterlichen Tugenden streben geachtet und verehrt. - Erste bildliche Darstellung eines drehbaren Heckruders auf einem Relief im englischen Winchester. - Der Erec, der erste Artusroman, in dem der unerfahrene Ritter Erec wegen der Liebe zu seiner Frau verspottet, sie mit dem Tode bedroht und trotzdem von ihr gerettet und durch einige Abenteuer geläutert zum Vorbild wird, in deutscher Sprache entsteht. - Burg Hayn (Dreieichenhain) ist zur Reichsburg ausgebaut. - Burg Rodersen, die Oberburg in Rüdesheim wird erbaut. - Beginn des Baus der ersten frankfurter Stadtmauer, der Staufenmauer. - Lambert de Beghe stiftet in Lüttich das erste Beginenhaus. - In Köln wird die weiträumigste Stadtmauer Deutschlands mit 12 Toren und 52 Mauertürmen in der Ringmauer und mehr als 16 Toren und Pforten in der Rheinmauer begonnen. - Hachenburg wird von Graf Heinrich von Sayn II (St) erbaut. - Graf Emicho von Leiningen III (St) stirbt. - Spätestens in diesem Jahr wird Friedberg von Kuno von Hagen I -Münzenberg (St) gegründet. - Eisenach wird urkundlich erwähnt. - Die kaiserlichen goslarer Hüttenbetriebe werden von Heinrich der Löwe zerstört. Dies führt zur Abwanderung von Bergleuten und der Begründung des Oberharzer Bergbaus. - Pfalzgraf Otto von Wittelsbach I wird erster Wittelsbacher Herzog von Bayern. - Der mainzer Erzbischof Konrad von Wittelsbach I (St) löst mit dem Bau der Burg Heiligenburg gegen die der Residenz Gudensberg des hessischen Landgraf Ludwig III unerbitterte Kämpfe aus. - Die westfälische Herzogswürde sorgt für Ansprüche des kölner Erzbischof auf die nassauer Stadt Siegen. - Auf dem Reichstag in Gelnhausen werden die Lehen von Heinrich dem Löwen neu verteilt. - Wortwin von Hohenberg ist Besitzer der neuerbauten Fachwerkburg Homburg. - In Kloster Eberbach werden große Glasfenster mit Flechtbandmuster eingesetzt. - Burg Ortenberg wird von den Herren von Ortenberg erbaut. - Der pfälzer Ministerialensohn Eberhard von Stahleck, alisas Eberhard von Kumbd, zieht in eine Klause. - Pfalzgraf Konrad von Staufen (St) verzichtet auf Burg Stahleck und die Vogtei Bacharach und verlehnt sie an dessen Frau Irmengard von Henneberg,
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1181 Hermannn von Katzenelnbogen (St) begleitet Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (59) auf seinem Reichsheerzug nach Sachsen. - Der lothringische Goldschmied Nikolaus von Verdun erschafft den Klosterneuburger Altar und den Dreikönigsschrein im kölner Dom. - Heinrich der Löwe (St) wird von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (59) drei Jahre in die Verbannung geschickt, wovon der kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg mit den westfälischen Ländereien provitiert. Das von Heinrich der Löwe (St) eroberte Mecklenburg wird formell Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und die neu gegründete Stadt Lübeck wird Auswanderungshafen zur Besiedelung von Livland. - Rudolf von Tübingen I erheiratet Gießen durch die Eheschließung mit Mechthild von Luxemburg-Gleiberg (St). Landgraf Ludwig von Thüringen III (St) überlässt dem thüringer Landgraf Hermann Raspe (St) die Regierung.
1182 Hermannn von Katzenelnbogen (St) begleitet Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (60) auf dem Reichstag in Mainz und in Nürnberg. - Berthold und Mangold von Trimberg sind Domherren in Würzburg. - Die Herren von Hainhausen am Main (Eppstein) bringen sich in den Besitz von mainzischen Gebieten. - Der spätere (1208) römisch-deutsche König, Otto von Welfen IV wächst am englischen Königshof seines Großvaters, dem englischen König Heinrich II auf. - Werner von Bolanden II (St) beschützt die linksrheinischen Gebiete von Kloster Bleidenstadt als Prokurator, einem königlichen Statthalter. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (60) schickt Hermannn von Katzenelnbogen (St) als erfolgreichen Diplomat zu Verhandlungen mit Papst Lucius III wegen der Doppelbesetzung des trierer Bischofsstuhls. Papst Lucius III verspricht seinen Verzicht.
1183 Hermannn von Katzenelnbogen (St) begleitet Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (61) zun Frieden mit den lombardischen Städten nach Konstanz. - Die Herren von Hainhausen am Main (Hagenhausen) sind im Besitz der Burg Eppstein (St) und nennen sich nach ihr. Unter ihren Verwandten befinden sich die Herren von Hausen (Obertshausen), die von Rumpenheim und die von Heusenstamm. - Der salzburger Bischof Konrad von Wittelsbach (St) wird zum zweiten Mal mainzer Erzbischof. - Graf Gottfried von Sponheim (St) beraubt das Dorf Traben. - Der Erzkanzler von Italien und kölner Erzbischof Philipp I von Heinsberg bekämpft Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (61). - Der metzer Bischof Bertram unterstützt den kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg I und wird von Werner von Bolanden II (St) als Heerführer aus seinem Bistum vertrieben und das Bistum Metz verwüstet. - Der 10-jährige Ludwig von Wittelsbach, der Kelheimer (St) wird Herzog von Bayern. - Mailand wird Herzogtum. - Graf Poppo von Wertheim begibt sich auf den Kreuzzug. - Burg Nieder-Olm ist im Besitz von Werner von Bolanden II (St). - Der pfälzer Ministerialensohn Eberhard von Stahleck, alias Eberhard von Kumbd, gründet das Zisterzienserkloster Kumbd nach vergeblichen Aufnahmeversuchen im Zisterzienserkloster Schönau bei Heidelberg. - Beim zweiten Amtsantritt des mainzer Erzbischof Konrad von Wittelsbach (St) ist der mainzer Dom verwüstet und das Dach fehlt. - Der lothringische Goldschmied und Emailmaler Nikolaus von Verdun arbeitet am Annoschrein. - Die mainzer Burg Amöneburg unmittelbar östlich vor Marburg wird an Kuno von Münzenberg (St) verpfändet.
1184 Werner von Bolanden II (St) unterstützt Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (62) bei seinen Verhandlungen mit dem Graf von Hennegau auf der Maarau als kaiserlicher Ministeriale. Er wird als sehr kluger Mann bezeichnet, der 17 eigene Burgen mit 1100 lehnspflichtigen Rittern hat. - Burg Frauenstein in Wiesbaden wird von Heinrich Bodo von Idstein erbaut. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (62) hält einen glanzvollen Reichstag zu Pfingsten in Mainz, an dem über 40 000 Ritter sowie die geistliche Elite des ganzen Reiches anlässlich der Schwertleite der Söhne Barbarossas teilnehmen und der als größtes Fest des Mittelalters gilt. Graf Rupert von Nassau (St) streitet sich als kölner Bannerträger für seinen Herrn den kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg I, mit dem Abt Konrad von Fulda, der den linken Platz, nach angeblich altem Recht, neben Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (62), streitig machen will. Der gekränkte kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg I will das Fest mit dem streitbaren Graf Rupert von Nassau (St) und anderen verlassen und der Bruder des Königs versucht vergeblich sie aufzuhalten. Der junge König fällt ihm um den Hals und bittet ihn zu bleiben und Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (62) gewährt ihm den linken Platz. Landgraf Ludwig von Thüringen III verspottet Graf Rupert von Nassau (St) Heute, Graf, habt ihre euer Lehen verdient! Der Dichter Heinrich von Veldeke, Dienstmann von mainzer Burggraf von Loon und Rieneck nimmt am Fest teil. Die Burgräfin Agnes von Loon und Rieneck und Gräfin Margarete von Kleve und Hermann von Thüringen sind seine speziell genannten Gönner. - Papst Lucius III erlässt zusammen mit Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (62) die bischöfliche Inquisition, bei der alle Bischöfe dreimal pro Jahr ihre Gemeinden nach Ketzern absuchen sollen. - Beim Erfurter Latrinensturz bricht in Anwesenheit von Kaiser Friedrich von Staufen Barbarossas (St) (62) im Obergeschoss der Dompropstei der Fußboden ein. Einige edle Herren fallen in das Erdgeschoss, durchbrechen dort ebenfalls den Fußboden und fallen tötlich verletzt in die darunterliegende Kloake. Graf Gozmar von Ziegenhain III stirbt. Landgraf Ludwig von Thüringen III (St) überlebt den Erfurter Latrinensturz. - Die nassauer Burg Frauenstein wird zerstört, da sie im mainzer Teilbesitz ist. - Die Stammburg Bolanden des Werner von Bolanden I (St) wird als castrum bolant erwähnt. - Hermannn von Katzenelnbogen (St) ist Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (62) in Mainz, der die Besitzungen der Grafen von Namur und Luxemburg an Balduin von Hennegau übergibt. - Heinrich von Sayn II (St) ist zu Gast bei Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (62) in Gelnhausen, - Burg Hornberg ist im Besitz der Grafen von Lauffen. - Werner von Bolanden II (St) begleitet Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (62) auf seinem Italienzug. Sein Sohn Philipp von Bolanden (St) ist im Gefolge von Königsohn Heinrich von Staufen VI in Italien. - Die Mönchsbrüder von Kloster Bleidenstadt erbitten erfolgreich päpstlichen Schutz von Papst Lucius III.
1185 Der französische König Philipp II August macht Paris zur ersten abendländischen Stadt mit gepflasterten Straßen. - Der Bruder von Landgraf Ludwig von Thüringen III Friedrich von Thüringen heiratet die Erbtochter Luitgard des beim Erfurter Latrinensturz 1184 verunglückten Graf Gozmar von Ziegenhain III -Reichenbach erweitert sich der thüringischen Machteinflusses in Hessen, bringt die ziegenhainer Stammburg Reichenbach in thüringischen Besitz und wird Graf von Ziegenhain. - Der bamberger Dom brennt nieder. - Die Familie von der Arken erbaut in Koblenz aus den Resten eines römischen Rundturms einen Wohnbau. - Philipp von Bolanden II (St) befindet sich bei König Heinrich von Staufen VI auf Hochzeitsreise in Italien. - Der Minnesänger Friedrich von Hausen (Mannheim) begleitet König Heinrich von Staufen VI auf der Hochzeitsreise nach Italien. - Der mainzer Burggraf Gerhard von Loon-Rieneck befindet sich bei König Heinrich von Staufen VI auf Hochzeitsreise in Italien. - Der klosterarnsteiner Mönch ehemaliger Einnrichgaugraf Ludwig von Arnstein III (St) (74) stirbt auf einer Rundreise in Kloster Gummersheim (Gau-Odernheim) und wird in seinem eigenen Kloster Arnstein beerdigt. Die Grafen von Nassau, Katzenelnbogen, Diez und die Herren von Isenburg alias Ritter von Isenburg tragen den Leichnam von Graf Ludwig von Arnstein III (St) (74), der mit mit seiner Freigebigkeit ein Gnadenkleid von Purpur und Seide, die ewige Freude des Himmels erworben hat, mit einer Bahre von der Margarethenkirche im Tal bis zum Kloster auf dem Berg hinauf.zum Teil ab, baut sie in ein Prämonstratenserkloster um, besetzt sie mit Norbertiner-Mönchen (weiße Kutten), die er selbst aus Sachsen holt und tritt selbst dort ein. Seine Frau lebt als Einsiedlerin in der Nähe.
1186 Im Beisein des münsteraner Bischofs Hermann von Katzenelnbogen (St) wird die neuerbaute Klosterkirche von Kloster Eberbach im Namen der Heiligen Maria und Johannes des Täufers von Abt Arnold geweiht.
Wetter: Grosse Sonnenfinsternis, Pest, vorausgegangener gelinder und kurtzer Winter, Bäume blühen im Januar, im Februar sind Äpfel schon so groß wie Nüsse (Olearius). - Trotz Verbot des Baus von weltlichen Gebäuden sind die Zisterziensermönche von Kloster Eberbach am Bau der Niederburg in Rüdesheim beteiligt. - Am Reichstag in Gelnhausen bekennt sich die Mehrheit der deutschen Erzbischöfe zu Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (64). - Der speyerer Archidiakon und Dompropst Johann I wird erster Kurfürst von Trier. - Das Fehdewesen wird reglementiert. Die Fehde muß mit einem Fehdebrief erklärt und darf erst nach 3 Tagen begonnen werden. - Astronomen befürchten den Weltuntergang, da sich alle bekannten Planeten im Sternbild der Waage treffen. Eine Massenhysterie bricht aus. Der byzantinische Kaiser Thoros lässt die Fenster seines Palastes zumauern. Der Erzbischof von Canterbury ordnet Vorbereitungen mit 3 tägigem Fasten an.
1187 Burg Wittgenstein wird Graf Siegfried von Wittgenstein I (St) als mainzer Lehen aufgetragen. - Jerusalem fällt. Das geschlagene Kreuzfahrerheer wird entweder gegen Lösegelder freigelassen und versklavt. Die neue Hauptstadt Akkon fällt. - Graf Otto von Henneberg II wird Bischof in Speyer. - Der Graf Heinrich von Luxemburg IV (St) oder Heinrich der Blinde verlobt seine Tochter Ermesinde von Luxemburg (St) im Alter von zwei Jahren mit Graf Heinrich von Champagne II um sie und ihr Erbe zu beschützen. - Rheingraf Wolfram heiratet Guda von Bolanden (St). - Philipp von Bolanden II (St) stirbt in Italien.
1188 Die heilige Hildegunde (17) stirbt als Mann verkleidet im Zisterzienserkloster Schönau bei Heidelberg. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (66) hält in Mainz den so genannten Hoftag Jesu Christi ab, auf dem der Dritte Kreuzzug beschlossen wird und sich auch der kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg dem Kaiser unterwirft. - Korbach erhält Stadtrechte. - Die Ringmauer um Kloster Sponheim wird vollendet.
Graf Kraft von Sponheim (St) erhält ein Stück des Kreuzes Jesu von Papst Alexander III lässt es in Gold fassen und mit Edelsteinen verzieren. Die schönsten Stücke seiner Sammlung sind ein goldenes Kreuz über dem Altar und ein silberner Abtshut (infula) mit Perlen und Edelsteinen. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa(St) (66) schickt Graf Heinrich von Diez (St) zu Sultan Saladin um das lange bestehende Freundschaftsbündnis zu kündigen, Saladin aufzufordern Palästina zu verlassen, das heilige Kreuz zurückzustellen und für die getöteten Christen Genugtuung zu leisten. Sultan Saladin weist die Kriegserklärung zurück und ist bereit, die anderen Forderungen zu erfüllen.
1189 Der münsteraner Bischof Hermann von Katzenelnbogen (St) ist Führer einer Gesandtschaft von Grafen, die von 500 Rittern begleitet werden von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa zum heimlich mit Sultan Saladin verbündeten byzantinischen Kaiser Isaak II Angelus um das Kreuzfahrerheer durch Konstantinopel zu führen. Der münsteraner Bischof Hermann von Katzenelnbogen (St), Graf Rupert von Nassau (St), Graf Walram von Nassau (St) und Graf Heinrich von Diez (St) werden gefesselt und eingekerkert und erst nach einem halben Jahr wieder freigelassen. Graf Rupert von Nassau (St) wird in Konstantinopel Bannerträger der IV Abteilung, die vom Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa persönlich befehligt wird.
Dritter Kreuzzug unter Führung des französischen König Phillipps II (24), des englischen König Richard Löwenherz (32) und des römisch deutschen Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (67). - Der mainzer Erzbischof Konrad von Wittelsbach I (St) kauft die Hälfte der ziegenhainer Stammburg Reichenbach. - Die Pfalzgrafschaft wird von König Heinrich von Staufen VI (24) ohne rechtliche Grundlagen von einem kölner Mannlehen in ein Erblehen umgewandelt damit die Pfalzgrafschaft in der Familie seines Halbbruders Konrad von Hohenstaufen (St) und seiner einzigen Tochter Agnes bleibt. - Heinrich von Isenburg I (St) bricht mit Heinrich von Sayn II (St), Eberhard von Sayn II (St) und Dietrich von Wied (St), Hermann von Baden (St), Heinrich von Sponheim (St), Heinrich von Saarbrücken (St), Eberhard von Reifenberg, Reinhold von Reifenberg, Heinrich von Hagen, mit Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (67) und dessen Sohn Friedrich von Schwaben, von Regensburg aus zum Dritten Kreuzzug nach Akkon auf. - Rheingraf Wolfram (St) beteiligt sich am Kreuzzug. Sein Schwager Werner von Bolanden III (St) beginnt mit Hilfe seiner Schwester Rheingräfin Guda alias Guda von Bolanden (St) mit der systematischen Besetzung großer Gebiete ihres Mannes Rheingraf Wolfram (St). Eine Besitzaufstellung- Nach dem Tod seiner beiden älteren Brüder verschwört sich Richard Löwenherz erfolgreich gegen seinen Vater König Heinrich II von England (56), der 2 Tage nach seiner Abdankung in der Burg Chinon stirbt. - Agnes von Bar, die Tochter der mainzer Burggrafentochter Laurette von Loon und Rieneck und Graf Theobald von Bar (St) heiratet den lothringer Herzog Friedrich von Bitsch II . - Engelbert von Berg stirbt schon bei der Anreise zum Dritten Kreuzzug in Serbien. - Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (67) gibt Burg Weisenau an den mainzer Erzbischof Konrad von Wittelsbach I (St) zurück, der sie Dudo von Weisenau zu Lehen gibt. - Der trierer Ministeriale Erbmarschall Ludwig von Helfenstein befindet sich in der Vorhut von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (67) und nimmt erfolgreich an der Schlacht bei Philomelion teil. - Der limburger Herzog Heinrich III begibt sich mit seinem Sohn Graf Walram von Luxemburg IV (St) zur Rückeroberung von Jersusalem auf den Dritter Kreuzzug. Sie reisen unabhängig und schließen sich vor Jerusalem Richard Löwenherz an. - Graf Wittekind von Schwalenerberg und Waldeck, erster Graf von Waldeck, residert auf seiner Burg Waldeck außerhalb des Bistums des kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg, verkauft die Vogtei Paderborn und begleitet Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (67) auf dem Dritten Kreuzzug. - Das Prämonstratenserinnenkloster Altenberg ist reichsunmittelbar. - Der mit Getrud von Habsburg verheiratete Stadtherr der Stadt Limburg an der Lahn Graf Emich von Leiningen (St) stirbt. - Wolfram von Praunheim ist königlicher Landvogt von Frankfurt. - Der mainzer Erzbischof Konrad von Wittelsbach I (St) beklagt sich bitter über große Profite von Hartmann von Büdingen (St) zu Lasten von Mainz während der Zeit seines Vorgängers.
1190 Der Bruder von Hermann von Katzenelnbogen (St) Diether von Katzenelnbogen (St) ist Kanzler von König Heinrich von Staufen VI.
Etwa zur gleichen Zeit erbauen die Grafen von Katzenelnbogen an der Grenze der Terminei von Kloster Bleidenstadt die Burg Hohenstein gegen die Grafen von Nassau, nach der sich eine gegen Mitte des 13 Jahrunderts wieder erloschene Linie benennt und werden nach dem Aussterben der Arnsteiner Grafen endgültig mit der Prümer Vogtei über St. Goar belehnt. Diether von Katzenelnbogen III (St) heiratet .....von Lichtenberg. Der prümer Abt Gerhard belehnt die Grafen von Katzenelnbogen und Hohenstein mit der Vogtei St. Goar. Als Gegenleistung muss der Eigenbesitz Klingelbach als prümer Lehen empfangen werden.
Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (68) ertrinkt bei einer Flußüberquerung. - Der münsteraner Bischof Hermann von Katzenelnbogen (St) führt zusammen mit dem würzburger Bischof Gottfried von Spitzenberg die erste Schlacht gegen die Türken. - Graf Dietrich von Wied (St) beurkundet dass nur die Söhne erben dürfen, nicht aber seine Tochter, die mit Bruno von Isenburg (St) verheiratet ist. - Graf Rupert von Nassau III (St) ist einer der vertrautesten Räte von Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa (St) (68), Bannerträger beim Dritten Kreuzzug und beim Tod Barbarossas beim Baden vorort. - Der speyerer Reichkanzler Johann I wird erster Kurfürst von Trier. - Die Spitalbruderschaft Deutscher Orden wird von deutschen Kaufleuten in Akkon gestiftet. - Kuno von Münzenberg (St) baut in Frankfurt-Sachsenhausen einen direkt am Main gelegenen Wirtschaftshof in ein Spital mit angeschlossener Spitalskirche, späteres Deutschordenshaus um, woraufhin die steinerne Alte Brücke erbaut wird. - Kaiser Heinrich von Staufen VI belehnt Ulrich von Münzenberg (St) mit der Grafschaft Wetterau/Nürings. - Heinrich von Sayn II (St) kämpft mit Herzog Johann von Brabant in dessen vierter Abteilung. - Nach dem Tod von Graf Poppo von Henneberg teilen Graf Berthold von Henneberg II, der Minnesänger Graf Otto von Botenlauben und der letzte würzburger Burggraf Poppo von Henneberg VII die Grafschaft. - Lothar, der Sohn von Heinrich der Löwe (St) stirbt als Geisel in Augsburg. - Landgraf Ludwig von Thüringen III (St) stirbt auf der Rückreise von Akkon bei Zypern. - Der Königshof Kamba ist im Besitz von Werner von Bolanden (St). - Arnold von Isenburg II (St) wird auf der von seinem Vater Bruno von Isenburg (St) neu erbauten Burg Braunsberg geboren. - Die Herren von Dorfelden nennen sich nach ihrer Burg Hanau, Herren von Hanau. - Graf Wittekind von Schwalenerberg und Waldeck stirbt auf dem Dritten Kreuzzug. - Ritter Heinrich Walpot von Bassenheim steht an der Spitze eines Hospitalvereins vorort für verwundete und erkrankte Kreuzritter. - Das büdinger Prämonstratenser-Doppelkloster Konradsdorf wird erbaut zur Aussöhnung dem mainzer Erzbischof Konrad von Wittelsbach I (St) übergeben. Der kloster-bleidenstädter Abt Gottfried von Bleidenstadt beteiligt sich als Zeuge.
1191 Diether von Katzenelnbogen (St), Kanzler von Kaiser Heinrich von Staufen VI stirbt beim Versuch Sizilien zu erobern während der Belagerung Neapels. (Begraben in Koster Schönau). Eine Schwester (St) von Graf Berthold von Katzenelnbogen II (St) heiratet Siegfried von Runkel (St).
Zilesius berichtet Kaiser Friedrich von Staufen I Barbarossa bezeichnet Heinrich von Sponheim (St) als seinen Blutsverwandten. - Auf der mainzer Burg Scharfenstein wird der mainzer Dom-Kanoniker Walther erster Burgmann und nennt sich Walther von Scharfenstein. - Die wohlhabende Maria von Oignies (14) überredet ihren Ehemann zum Verzicht auf Sex und gründet als eine der ersten Beginen ein Lepraspital. - Die Herren Hermann von Elkerhausen und Hiltwin von Elkerhausen sind Ministeriale von Graf Friedrich von Leiningen (St), dem Vogt von Villmar. - Nach dem Fall Akkons stirbt Graf Rupert von Nassau (St) auf dem Meer. - Graf Friedrich von Vianden III (St) kämpft für Kaiser Heinrich von Staufen VI um das lütticher Bischofsamt. - Kaiser Heinrich von Staufen VI (St) scheitert den rechtmäßigen Erbanspruch auf das Königreich Sizilien seiner Frau Konstanze militärisch durchzusetzen. - Rheingraf Wolfram (St) kehrt vom Kreuzzug zurück und beginnt mit Prozessen gegen seinen Schwager Werner von Bolanden III (St), der mit Hilfe seiner Schwester Rheingräfin Guda alias Guda von Bolanden (St) große rheingräfliche Gebiete systematische besetzt hat und nicht mehr herausgeben will.
1192 Gottfried von Eppstein I (St) bezeichnet das Schloss Homburg als Stammstitz seiner Vorfahren. - Gottfried von Eppstein I (St) kauft von Heinrich von Hanau I (St) dessen Rechte an den Burg Eppstein und der Fachwerkburg Homburg mit dem Waldbotenamt für 600 kölner Mark. - Reichstag in Worms. - Adelsverschwörung unter Führung von Heinrich dem Löwen gegen Kaiser Heinrich von Staufen VI. - Papst Coelestin III ernennt den lütticher Erzbischof Albrecht von Löwen. Kaiser Heinrich von Staufen VI verbietet den Kontakt zum Bruder Herzog Heinrich von Brabant I und läßt ihn bei Reims von deutschen Rittern ermorden. Der Mord löst eine antistaufische Stimmung am Niederrhein aus. Reichskanzler Lothar von Hochstaden (St) wird für den Mord verantwortlich gemacht und von Papst Coelestin III gebannt. - Der englische König Richard Löwenherz wird wegen seiner oppositionellen Politik auf der Rückreise vom Dritten Kreuzzug durch Deutschland im Auftrag von Kaiser Heinrich von Staufen VI vom österreichischen Herzog Leopold von Babenberg V gefangengenommen und auf Burg Dürnstein festgehalten. - Mit der Vermählung der Erbtochter Sophia von Raabs mit Friedrich von Hohenzollern I geht die Burggrafschaft Nürnberg an die Hohenzollern über. - In Frankfurt baut Kuno von Münzenberg (St) die steinerne Alte Brücke über den Main. - In Anwesenheit von Kaiser Heinrich von Staufen VI erhält Herzog Ludwig von Wittelsbach Bayern der Kelheimer (St) die Schwertleite. - Auf Burg Eppstein wohnen 5 Burgmannnen. - Der münsteraner Bischof Hermann von Katzenelnbogen (St) lässt die beiden Westtürme am Dom von Münster erbauen. - Christian von Oldenburg wird auf Anweisung seines Bruders nach der Rückreise vom Dritten Kreuzzug von Dienstleuten ermordet. - Wigand von Kronberg ist im Besitz einer Motte, einer Turmburg in Eschborn.
1193 Der englische König Richard Löwenherz wird in Speyer an Kaiser Heinrich von Staufen VI übergeben, der ihn unter anderem auch auf Burg Trifels in der Pfalz inhaftieren lässt, eine Lösegeldforderung von 100.000 Mark stellt und diese von Richards Mutter Eleonore von Aquitanien beglichen wird. König Richard Löwenherz muss die Lehenshoheit des Kaisers akzeptieren. - Die Grafen von Virneburg tauchen in Cunisberch (Königsberg), dem späteren Monreal aus. - Kaiser Heinrich von Staufen VI nimmt das Kloster Springiersbach unter seinen Schutz. - Kuno von Hagen I -Münzenberg (St) ist bei den Verhandlungen von Kaiser Heinrich von Staufen VI über das Schiksal von König Richard Löwenherz anwesend und begleitet ihn nach Italien. - Der Reichsministeriale Trushard von Kästenburg (Hambacher Schloss) ist Stellvertreter von Kaiser Heinrich von Staufen VI in Italien. - In Frankfurt schenkt Kaiser Heinrich von Staufen VI dem frankfurter königlich-frankfurter Landvogt Wolfram von Praunheim I und seiner Frau Pauline den Riedhof (Niederrad). - Kaiser Heinrich von Staufen VI kommt zu einem Reichstag nach Koblenz um die Anhänger des 1192 ermordeten lütticher Erzbischof Albrecht von Löwen mit Geschenken zu besänftigen.
1194 Der münsteraner Fürstbischof Hermann von Katzenelnbogen (St) weiht Adolf von Altena I zum kölner Erzbischof.
Werner von Bolanden II hat u.a. folgende katzenelnbogener Lehen: Die Schollanderhöe, Heßloch und Dittelsheim, Weingärten in Bergheim, Geld in Heidesheim, eine Manse in Schwalbach, in Dörsdorf 2 Mansen und eine Mühle, in Ackerbach zwei Mansen, in Oberfischbach den Zehnten, in Wirges eine Manse, Weinberge in Kamp, Geld in Neisen, in Scheuern den halben Zehnten, in Nochern einen Weinberg, den Zehnten von Holzhausen, in Vogelbach, in Ramstad, in Hettenhain und in den Hof in Zorn. - Der italienische Vulkan Ätna bricht aus. - Bau der isenburger Niederburg in Kobem. - Heinrich von Welfen alias Heinrich der Löwe wandelt die Pfalzgrafenwürde in einen territorialen Adelstitel um. - Kaiser Heinrich von Staufen VI erobert mit dem Lösegeld das normannische Königreich Sizilen und lässt die Königsfamilie nach Deutschland verschleppen. - Einen Tag nach der Krönung des Kaisers Heinrich von Staufen VI zum König von Sizilien wird sein Thronfolger nach 9-jähriger kinderloser Zeit geboren. Eine Geburt in aller Öffentlichkeit auf dem Marktplatz von Jesi mit höchsten Zeugen fördert Zweifel an der Schwangerschaft. Das Kind von einem Metzger soll untergeschoben worden sein. - In Andernach wird dem trierer Bischof Johann I von Kaiser Heinrich von Staufen VI ein Dom geschenkt. - Werner von Bolanden (St) wird mit dem Kirchsatz von Dörsdorf belehnt. - Graf Friedrich von Vianden III (St) wird an der Seite von Graf Heinrich von Luxemburg IV (St) (kaiserliches Lager) im Streit um den Bischofsstuhl in Lüttich von Balduin vom Hennegau V besiegt und kann fliehen. - Kuno von Hagen I -Münzenberg erhält als Belohnung von Kaiser Heinrich von Staufen VI die Hälfte der Münze in Frankfurt. - Burg Schaumburg ist im Teilbesitz der Grafen von Virneburg und kontrolliert die Rindstrasse zwischen Limburg und Katzenelnbogen. - Pfalzgraf Heinrich von Welfen von Braunschweig, der Sohn von Heinrich dem Löwen heiratet in der Hochzeit von Stahleck, einer Liebeshochzeit, in Abwesenheit von ihrem Vater Pfalzgraf Konrad von Staufen (St) aber mit dem Segen ihrer Mutter Irmengard von Henneberg die Erbtochter Agnes von Staufen (St), die Kaiser Heinrich von Staufen VI eigentlich mit dem französischen König Philipp II August verheiraten wollte. Kaiser Heinrich von Staufen VI verlangt vergeblich die Annulierung der Liebesheirat. - Marschall Eberhard von Anebos ist Marschall von Kaisers Heinrich von Staufen VI in Italien. - Graf Siegfried von Cleeberg II, Herr von Limburg an der Lahn, verheiratet mit Euphemia stirbt. - Graf Simon von Tecklenburg wird neuer mainzer Erbschenk. - Wolfram von Stein (St) nennt sich erstmals Rheingraf. - Der königlich-frankfurter Landvogt Wolfram von Praunheim, ein Reichsministeriale, besitzt die von ihm erbaute Klettenburg.
1195 Beginn einer allgemeinen 3-jährigen Hungersnot - Reichstag in Bari mit Kaiser Heinrich von Staufen VI, der die Weltherrschaft anstrebt. - Die Steinkohle wird in Lüttich als Brennstoff wiederentdeckt. Die Kohle wird flußabwärts exportiert und ein Wirtschaftsfaktor. - Die katzenelnbogener Burg Lichtenberg im Odenwald wird von Graf Heinrich von Katzenelnbogen IV (St) erbaut. - Den Brüdern Eberhard von Eberstein IV und Otto von Eberstein I Schwager von Graf Diether von Katzenelnbogen V (St) wird der Grafentitel verliehen. - Burg Sterrenberg ist im Besitz der Herren von Bolanden. - Der mainzer Erzbischof Kardinal Konrad von Wittelsbach I (St) entscheidet sich selbst am Kreuzzug teilzunehmen. - In Worms findet ein prächtiger Kreuzzugshoftag statt an dem Heinrich von Sayn II (St) anwesend ist. - Bruno von Sayn (St) bewirbt sich vergeblich als Bischof von Lüttich. - Gesandte von Kaiser Heinrich von Staufen VI fordern in Byzanz einen Streifen von Durazzo bis Thessalonike sowie die Bereitstellung einer Flotte für den Kreuzzug. Der byzantinische Kaisers Isaak II wird durch seinen Bruder Alexios III gestürzt. Der Bruder von Kaiser Heinrich von Staufen VI Philipp heiratet eine Tochter Isaaks weshalb Kaiser Heinrich von Staufen VI die Rechte des gestürzten Kaisers fordert sich aber zunächst mit einem Tribut der Byzantiner von 800 Kilogramm Gold jährlich zufrieden gibt um die Kreuzzugsforderung von Papst Coelestin III zu erfüllen. - Die Stadt Grünberg wird vom mainzer Erzbischof Kardinal Konrad von Wittelsbach I (St) zerstört. - Auf dem Reichstag in Worms lehnen es die Fürsten ab den Sohn von Kaiser Heinrich von Staufen VI im Rahmen der Kreuzzugsvorbereitungen zum deutschen König zu wählen. - Eberhard von Eberstein nennt sich Graf, gewissermaßen berechtigt durch seinen wirtschaftlichen Erfolg im Murgtal mit der Duldung Kaiser Heinrichs von Staufen VI. - Das Kaiserhaus in Gelnhausen brennt nieder. - Reichstag in Gelnhausen. - Graf Friedrich von Vianden III (St) beginnt einen Kampf mit dem trier Erzbischof Johann I um seine Burg Arras zurück zu bekommen und nimmt den trierer Erzbischof Johann I gefangen. - Gerlach von Isenburg-Kobern (St) wird vom trierer Erzbischof Johann I gezwungen seine beiden Burgen Oberburg alias Aldenburg und Niederburg als trierer Lehen anzunehmen. - Der mit Mechthild von Ziegenhain, der Tochter des fuldaer Domvogtes, verheiratete Hartmann von Büdingen stirbt. Seine Töchter werden verheiratet: Mechthild von Büdingen mit Eberhard von Breuberg, Liutgard von Büdingen mit Albert von Trimberg, Concea von Büdingen mit Rosemann von Kempenich (St) und Petrissa von Büdingen mit Graf Konrad von Hohenlohe-Brauneck, Graf von Romagna und Graf von Molise. - Graf Walram von Nassau (St) erstreitet sich die Hälfte der Abgaben im Gebiet der Burg Weilburg und erkennt die Forderungen um den weilburger Hof des wormser bischof Heinrich von Maastrich an. Für eine geplante Stadt Weilburg werden die Rechte verteilt. Die nassauer Vogtleute Kraft von Bilstein, Egenolf, der Lange, Rorik, Anselm, Heinrich Hildeger, Marschall Rupert, Siegfried pincerna, Dagmar von Merenberg, Heinrich, der Sohn von Rifridus, und Diether von Staffel werden als Geiseln bei Vertragsverletzungen gestellt wie zehn wormser Ministerialen (Syfridum, Erlewinum, Gernodum, Cůnradum rufum, Welfridum, Ottonem et Conradum, Godefridum de Stocheim, Adelherum de Wormacia, Bertolfum de Dirmstein) der Bischof stellen muss. - Graf Amadeus von Montfaucon Graf von Mömpelgard verweigert bei Verhandlungen Abtetungen im Elsaß an den Bruder von Kaiser Heinrich von Staufen VI Pfalzgraf Otto von Burgund, den Bruder von Kaiser
1196 Große allgemeine Hungersnot in Mitteleuropa. - Kaiser Heinrich von Staufen VI verkündet auf dem Reichstag in Würzburg den sogenannten Erbreichsplan um das Wahlkönigtum in ein Erbkönigtum umzuwandeln wofür als Gegenleistung für alle Fürsten auch alle Reichslehen erblich werden. Am Weihnachtsfest stimmen in Erfurt alle Fürsten endgültig zu und wählen seinen Sohn Friedrich II (02) zum König. - Wolfram von Stein (St) nennt seine Burg Rheingrafenstein. - Der heilige Rock im trierer Dom wird in einen neuen Ost-Chor umgebettet und verdrängt die Sandalen von Jesus der Abtei Siegburg an Popularität als Wallfahrtsstätte. - Die Niederadeligen von Katzenelnbogen leben auf Burg Katzenelnbogen. - Kaiser Heinrich von Staufen VI macht Vogteirechte auf den Territorien von Kloster Lorsch geltend um den Pfalzgraf Heinrich zu verdrängen. Kaiser Heinrich von Staufen VI überträgt dass Kloster Lorsch dem mainzer Erzbischof Kardinal Konrad von Wittelsbach I (St). - Marschall Heinrich von Anebos ist Marschall von Kaisers Heinrich von Staufen VI. - Konrad von Staufen Schwaben, alias Konrad von Rothenburg (St) wird bei einer Fehde wegen einer Vergewaltigung als Racheakt ermordet. - Werner von Bolanden III (St) behauptet von Herzog Konrad mit Burg Nuenburg iuxta Kirberg alias Burg Naumburg belehnt worden zu sein. - Das Herzogtum Franken wird aufgelöst.
1197 Schloss Schaumburg wird zum ersten Mal im Besitz von Gräfin Elise von Westerburg-Leiningen (St), der Tochter von Graf Emicho von Leiningen (St) erwähnt. - Die Grafenbrüder Graf Ruprecht von Nassau IV (St) und Heinrich von Nassau II (St), der Reiche, beginnen eine gemeinsame Regierung nach Ende der Vormundschaft ihrer Mutter. - Von den 12 Insassen der Frauenklause von Kloster Sponheim sterben 6. Unter ihnen die aussergewöhlich schöne Nonne Ottilie, Tochter des Ritters Heinrich von Kreuznach. Die übrigen 6 Jungfrauen sterben kurz darauf. Trotzdem werden in das Kloster ständig neue Frauen aufgenommen, teils aus unglückliche Liebe oder der Annehmlichkeit sorgenfreier Zurückgezogenheit, oder wenn sich ihre Eltern von ihren Sünden freikaufen wollen.
Das Männerkloster und die Frauenklause begehen gemeinsam den Gottesdienst, die Frauen sind dabei verschleiert. - Der mainzer Erzbischof, Kardinal Konrad von Wittelsbach I (St) fährt als Vorhut für Kaiser Heinrich von Staufen VI nach Palästina und ist politisch nicht mehr erreichbar. - Kaiser Heinrich von Staufen VI stirbt in Italien an Malaria oder Ruhr und die staufische Kaisermacht bricht zusammen. - Der auf der Burg Stahleck residierende Pfalzgraf Heinrich unternimmt eine Palästinafahrt nach Jerusalem und verpfändet dafür die Rechte am Maienfeldgau an Graf Heinrich von Sponheim (St), Graf Albert von Sponheim (St) und Graf Gottfried von Sponheim (St). - Der kölner Vitztum Heinrich von Aremberg, verheiratet mit Mathilde von Sayn (St) wird Burggraf von Köln. - Der mainzer Ministeriale Stammvater Ritter Johann von Ingelheim gewinnt ein Ritterturnier in Nürnberg. - Friedrich von Erbach nimmt an einem Turnier in Nürnberg teil.
1198 Kunigunde von Katzenelnbogen (St) heiratet Graf Heinrich von Diez II (St).
Ende einer großen allgemeinen Hungersnot. - Schwere Judenpogrome in Mainz, - Der mainzer Erzbischof Konrad von Wittelsbach (St) flüchtet nach Rüdesheim auf seine Burg. - Papst Innozenz III nennt sich als erster Papst Stellvertreter Christi und will die Weltherrschaft der Staufer durch die Weltherrschaft des Papsttums ersetzen. - Große Teile der Stadt Koblenz werden zerstört. Im Streit zwischen Otto von Staufen IV und Philipp dem Staufer erobert und brandschatzt dieser die Stadt Andernach, bei der der neue Dom abbrennt. - Der unfreie Dienstmann des mainer Erzbistums Werner von Bolanden III (St) versucht St. Goar einzunehmen und stirbt. Sein Sohn Philipp begründet später die Linie Falkenstein. - Da der designierte König Friedrich II (03) erst 3 Jahre alt ist wird der Bruder von Kaiser Heinrich von Staufen VI Herzog Philipp von Schwaben in Thüringen zum neuen König gewählt und statt in Aachen in Mainz und statt vom kölner Erzbischof vom unbefugten Coronator, dem burgundischen Erzbischof Aimo von Tarentaise gekrönt, während die Opposition auf Einfluss von Papst Innozent III mit Unterstützung von König Richard Löwenherz Otto IV von Welfen von Braunschweig (16) in Aachen wählt und durch den kölner Erzbischof Adolf I von Altena allerdings ohne Reichsinsignien krönen lässt. - Johann I wird erster trierer Erzbischof und Mitglied des Kurfürstenkollegiums und wird von Graf Friedrich von Vianden III (St) im Kampf um Burg Arras gefangen genommen, allerdings auf Druck von Pfalzgraf Heinrich von Welfen von Braunschweig I wieder freigelassen und erreicht einen erfolgreichen Friedensvertrag. - Pfalzgraf Heinrich von Welfen I der Lange erbaut Burg Thurand und benennt sie nach der libanesischen Festung Thuron bei Tyros. - Der Minnesänger Walter von der Vogelweide fleht Hilf, Herr, Deiner Christenheit!. - Ritter Heinrich Walpot von Bassenheim wird in Akkon zum ersten Hochmeister des Deutschen Orden gewählt. - Heinrich von Nassau II (08) ererbt den Grafentitel Graf Heinrich von Nassau II (St). - Kuno von Hagen I -Münzenberg (St) und Graf Friedrich von Vianden III (St) unterstützent den schwäbischen Herzog Philipp von Staufen.- Die Königstochter Beatrix von Staufen die Jüngere von Schwaben und später Kaiserin wird in Nürnberg geboren.
1199 Richard Löwenherz stirbt nach der Entfernung eines Armbrustbolzens, einer eigentlich vom Papst geächteten Waffenart, an Wundbrand. - Der Reichskämmerer Kuno von Hagen I -Münzenberg (St) verwüstet im Thronstreit hessische Besitzungen von Landgraf Hermann von Thüringen (St) und hält damit erfolgreich Landgraf Hermann von Thüringen davon ab Otto IV von Welfen von Braunschweig zu unterstützen. - Berthold von Katzenelnbogen (St) ist bei König Philipp von Staufen in Worms.
1200 Der oberste Beamte der Königspfalz Frankfurt, der Vogt, wird durch einen Schultheißen abgelöst. - Der Knopf löst ein neues Zeitalter durch eng anliegende Kleidung aus. - Der mainzer Erzbischof Konrad von Wittelsbach (St) stirbt. Das mainzer Schisma beginnt. Siegfried von Eppstein II (St) wird in Bingen von einer Minderheit des mainzer Domkapitels um König Otto IV von Welfen von Braunschweig gewählt und die Mehrheit des Domkapitels um König Philipp von Schwaben wählt Leopold von Schönfeld II zum neuen mainzer Erzbischof. Der neue mainzer Erzbischof Leopold von Schönfeld II vertreibt den mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) mit Hilfe von König Philipp von Schwaben aus Bingen. Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) flieht nach Köln, verbündet sich mit König Otto IV von Welfen von Braunschweig, kehtrt zurück und erobert Bingen und Mainz. - In Roßdorf existiert ein von den Antonitern gegründete Kloster zur Eindämmung des Antoniusfeuers. - Werner von Bolanden III (St) und sein Bruder Philipp von Bolanden III (St) wechseln die Seiten von König Philipp von Staufen zum welfischen König Otto IV von Braunschweig und unterstützen damit die Wahl ihres Onkels Siegfried von Eppstein II (St) zum neuen mainzer Erzbischof. - Konrad von Boppard erbaut die Reichsburg Schöneck. - Der mainzer Erzbischof Konrad von Wittelsbach (St) stirbt. Als Schutzherr aller deutschen Juden führte er den Judeneid ohne entehrende Zusätze ein. - Der Hochmeister des Deutschen Ordens Heinrich Walpod von Bassenheim stirbt im Heiligen Land und wird in Akkon begraben.
1201 Wetter: Extrem harter Winter. - Franz von Assisi kämpft im Städtekrieg zwischen Assisi und Perugia und wird nach monatelanger Gefangenschaft und Erkrankung bescheiden und fromm. - Graf Friedrich von Vianden III (St) folgt seinem Onkel dem Vogt von Kloster Prüm Abt Gerhard von Vianden (St) und wechselt zu Papst Innozenz III über. - Graf Adalbert von Sponheim (St) beteiligt sich am Kreuzzug und der sponheimer Abt Rupertus verwaltet die Grafschaft.
1202 Graf Berthold von Katzenelnbogen II (St), der Neffe Bruder Hermanns von Münster begibt sich über Venedig auf den lateinischen Kreuzzug, bei der anstatt Ägypten dann Konstantinopel erobert und geplündert wird und das lateinische Kaiserreich ensteht. Nach seiner Abreise belagert Werner von Bolanden (St) auf Initiative von König Philipp von Staufen-Schwaben die befestigte Kirche von St. Goar. Durch ein Wunder veranlasst, bricht Werner von Bolanden (St) die Belagerung ab und begibt sich auch auf den Kreuzzug.
4. Kreuzzug (-1204). - Der venetianische Doge Dandolo befürchtet, dass seine Schiffe vom Kreuzfahrerheer nicht bezahlt werden und setzt sich mit seinem 300 Schiffe umfassendes venezianisches Heer an die Spitze des 4. Kreuzzuges und erobert Zadar. Das Kreuzzugsheer wird von Papst Innozenz III exkommuniziert. - Graf Hermann von Virneburg III (St) beteiligt sich am Kreuzzug. - Die weißen Mönche des heiligen Norbert von Xanten ziehen aus Steinfeld in das von Graf Heinrich von Sayn II (St) in seinem Todesjahr neu gegründete Kloster Abtei Sayn im Brexbachtal ein. Die Einweihungsfeier mit den päpstlichen Legaten und dem kölner Erzbischof findet ohne Graf Heinrich von Sayn II (St) statt. - Heinrich von Sayn III (St) sucht im staufisch-welfischen Thronstreit engeren Kontakt zum welfischen König Otto IV von Braunschweig. - Der würzburger Bischof Konrad von Querfurt wird nach Intrigen von Bodo von Ravensburger aus der würzburger Ministerialenfamilie ermordet. - Werner von Bolanden III (St) und sein Bruder Philipp von Bolanden III (St) wechseln erneut die Seiten zurück zu König Philipp von Staufen -Schwaben, da der welfischen König Otto IV von Braunschweig sich nicht im Südwesten und der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) sich nicht in Mainz halten kann. Philipp von Bolanden III (St), sein Schwager Rheingraf Wolfram (St) zusammen mit den Reichsdienstmannen Heinrich von Randeck, Konrad von Boppard (St), Heinrich von Daun, Burggraf Arnold und seinem Bruder Johann sowie Arnold und seinem Bruder Hermann von Hammerstein beschwören Bündnis von König Philipp von Staufen mit dem trierer Erzbischof Johann von Trier.
1203 Der münsteraner Bischof Hermann von Katzenelnbogen (St) stirbt.
König Philipp von Staufen -Schwaben verlobt seine fünfjährige Tochter Beatrix von Staufen mit dem bayerische Pfalzgraf Otto VIII von Wittelsbach (St) (28). - Werner von Bolanden III (St) leitet die Erstürmung der welfischen Siedlung St. Goar.
1204 König Bonifatius von Thessaloniki, alias Markgraf Bonifatius von Montferrat, besiegt Alexios III und Leon Sguros und erobert Thessalien. Sein Verbündeter Graf Berthold von Katzenelnbogen II (St) erhält die Regentschaft des thessalischen Hochlandes mit Herrensitz in Velestino.
Wetter: Extrem harter Winter. - Gottfried von Straßburg beginnt Tristan und Isolde - Das orthodoxe Konstantinopel wird vom venezianischen Kreuzfahrerheer erobert, geplündert, die Reliquien in den Westen entführt und die Geistlichen zum Gehorsam zu Rom gezwungen. Latein wird neben Griechisch als Kirchensprache des Ostens eingesetzt. Die Kirchenspaltung ist dadurch vollzogen. - Fehde zwischen Sayn und Landsberg. - Der kölner Erzbischof Bruno von Sayn (St) kommt durch List in den Besitz eines Armes des heiligen Simon, der die Reliquie von einem armenischen Bischof im staufisch-welfischen Thronstreit aus Angst vor marodierenden Räubern auf einem Friedhof begräbt, aber von einem einfachen Mann beobachtet und bestohlen wird. Der kölner Erzbischof Bruno von Sayn (St) schenkt die Arm-Reliquie der Abtei Sayn und löst einen Besucheransturm aus. - Die Grafen von Leiningen erhalten die Landvogtei über den Speyergau sowie Vogtrechte über das Kloster Limburg. - In Weilnau werden die Balken für den Bergfried geschlagen. - Graf Hermann von Virneburg III (St) heiratet Lucardis von Nassau (St), und vermehrt seinen Landbesitz deutlich. - Rheingraf Albero (St) wird bis 1208 Abt von Kloster Eberbach. - Herzog Ludwig von Wittelsbach Bayern der Kelheimer (St) (31) heiratet in Kelheim die Witwe von Graf Adalbert von Bogen III, Prinzessin Ludmilla von Böhmen (34). - Der mit Mechthild von Lauffen verheiratee Ulrich von Dürn stirbt bei einer Fehde.
1205 Graf Berthold von Katzenelnbogen II (St) ist als Verbündeter von König Bonifatius von Thessaloniki, päpstlicher beauftragter Vermittler neben den Äbten Petrus von Lucedia und M. vom Berge Thabor im Streit um das Fürstentum Antiochien zwischen dem Fürsten Boemund von Antiochien, alias Boemund von Tripolis und König Leo von Armenien.
Die Hardenburg wird von den Grafen von Leiningen widerrechtlich auf dem Gebiet von Kloster Limburg erbaut. - Heinrich von Sayn III (St) brüskiert König Philipp von Staufen -Schwaben bei Verhandlungen bei Bonn so, dass sein Schwager Graf Gottfried von Sponheim II (St) und Graf Emich von Leiningen (St) nur noch seine Flucht erreichen können. - Heinrich von Sayn III (St) überfällt die königliche Flotte vor Bonn. Graf Gottfried von Sponheim II (St) und Graf Emich von Leiningen (St) können Strafaktionen verhindern. - König Philipp von Staufen -Schwaben wird in Aachen vom kölner Erzbischof Adolf von Altena legitim gekrönt. - Die Grafen von Sponheim beginnen den Bau der Kauzenburg auf speyerer Gebiet, gegen den der speyerer Bischof Konrad von Scharfenberg III ein Weiterbauverbot erwirkt. - Graf Friedrich von Vianden III (St) erbaut die letzte Burg an der Mosel, Quintenberg auf prümer Land gegen den trierer Erzbischof Johann von Trier, der nach seiner Weinlieferung die betrunkene Burgmannschaft überrumpelt und die Burg zerstört. Die Grafen von Vianden beenden damit ihre Versuche ihre Herrschaft auf trierer Territorium auszudehnen. - Der kölner Erzbischof Bruno von Sayn (St) tritt sein Amt an. Oliver von Köln wird sein Kanzler. - Die Herren von Castell werden in den Grafenstand erhoben. - Graf Heinrich von Sayn (St), der Kreuzfahrer, übernimmt die Herrschaft. - Nach dem Tod seines Bruders Graf Gottfried von Ziegenhain wird Graf Ludwig von Ziegenhain auch Graf von Nidda.
1206 Graf Gottfried von Sponheim II (St) lässt trotz des Verbots durch König Philipp von Staufen -Schwaben die kreuznacher Kauzenburg bauen. - In der Schlacht bei Wassenberg schlägt Staufer-König Philipp von Staufen von Schwaben Welfen-König Otto IV von Welfen, der nach England flieht, und den kölner Erzbischof Bruno von Sayn (St), der in Burg Wassenberg in Gefangenschaft gerät und auf Burg Trifels gefangengehalten wird. - König Philipp von Staufen -Schwaben bietet dem besiegten König Otto von Braunschweig seine älteste Nichte Beatrix von Schwaben, die jedoch schon mit dem bayerische Pfalzgraf Otto VIII von Wittelsbach (St) (26) verlobt ist, zur Vermählung an. - Rheingraf Wolfram (St) macht eine Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela. - Burg Neu-Bolanden wird erbaut. - Die pfalzgräfliche Burg Thurant bei Alken an der Mosel wird vom rheinischen Pfalzgraf Heinrich von Welfen um die Ansprüche seines Bruders, König Otto IV von Welfen Braunschweig im Moselgebiet zu sichern erbaut und benennt sie nach der Festung Thuron beim libanesischen Tyros im heutigen Libanon, die er mit einem Heer während der Barbarossaschlacht im Dritten Kreuzzug vergeblich belagert hatte. - Die Starkenburg wird gegen den bremer Erzbischof erbaut. - Die Abtei Sayn mit der Armreliquie des heiligen Simon hat einen geschätzten Jahresbesucherschnitt von 20.000 Pilgern.
1207 Graf Berthold von Katzenelnbogen II (St) befindet sich in Akkon und ist von Gräfin Alix von Mömpelgard geschieden. Gräfin Alix von Mömpelgard heiratet Phillip von Ibelin, den Regenten von Zypern, und Sohn von Balian II d´Ibelin und Maria Comnenus. König Bonifatius von Thessaloniki, alias Markgraf Bonifatius von Montferrat, wird von Bulgaren in Trakien erschlagen.
Der aus dem Ministerialengeschlechtern Hagen in der Dreieich und Arnsburg stammende Kuno von Münzenberg (St) nennt sich nach seiner aus Geldmangel nicht vollendeten Burg Münzenberg. - König Philipps von Schwaben entlobt seine Nichte Beatrix von Schwaben (09) von bayerische Pfalzgraf Otto VIII von Wittelsbach (St) (27). - Der Magdeburger Dom brennt nieder. - Mechthild von Meissen, die Enkelin des Landgrafen von Ludwig von Thüringen II, spätere Ehefrau des kölner Domvogtes Graf Heinrich von Sayn III (St) kommt nach dem Tod ihres Vaters an den thüringer Hof, wo die spätere Heilige Elisabeth von Thüringen (St) lebt. - Der mainzer Ministeriale Stammvater Ritter Johann von Ingelheim gewinnt ein Ritterturnier in Worms. - Die Brüder Gerhard von Diez (St) und Heinrich von Diez (St) ertauschen sich für ihre Vogtei Mainz-Castell Reichsland in Usingen. - Der speyerer Bischof Konrad III unterstellt ein speyerer Nonnenkloster dem Orden vom heiligen Grab in Mainz in der Heiliggrabsgasse.
1208 In Rüdesheim wird der Mäuseturm und Burg Ehrenfels erbaut. Eine
eigene rüdesheimer Weinhändlerzunft besteht. - Der kölner Erzbischof Bruno von Sayn (St) stirb. - Der entlobte bayerische Pfalzgraf Otto VIII von Wittelsbach (St) (28) ermordet seinen ehemaligen Schwiegervater, König Philipp von Staufen -Schwaben in Bamberg mit einem Schwerthieb auf den Hals während einer unangemeldeten privaten Audienz und wird geächtet und für vogelfrei erklärt. Die schwangere Königin, Tochter des byzantinischen Königs Isaak Angelos, flieht auf Burg Hohenstaufen, erleidet eine Fehlgeburt und stirbt. - Burg Grenzau wird von Heinrich von Isenburg I (St) als Burg Gransioie (franz.: Großfreuden) erbaut. - Das mainzer Schisma endet mit der Machtübernahme des mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St), der selbst zu Welfe Otto von Braunschweig IV wechselt und die staufer Reichsadministralitä zum Seitenwechsel bewegen kann. - Der Welfe Otto von Braunschweig IV wird neuer König und läßt sich vom bayrischen Herzog Ludwig von Wittelsbach -Bayern I, dem Kelheimer (St) überzeugen, dass sein Cousin Otto von Wittelsbach VIII (St) (28) gemeinsam mit dem bamberger Bischof Eckbert von Andechs-Meranien das Attentat geplant und ausgeführt hat. Herzog Ludwig von Bayern I, der Kelheimer (St) konfisziert die bayerischen Güter von Andechs-Meranien und gibt sie trotz seiner falschen Unterstellung nicht zurück. - Burg Ehrenfels wird von Philipp von Bolanden (St), der reiche Neffe des mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) in dessen Auftrag aber mit eigenem Geld gegen Pfalzgraf Heinrich und den Herzog von Brabant, Anhänger von König Otto IV, dessen Kirchenbann der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) durchsetzen soll und der sich deshalb an ihm rächt, erbaut. - Die Familie von Dalberg erwirbt das Kämmereramt vom wormser Bischof Leopold von Schönberg. - Der Welfe König Otto IV, verlobt sich in Frankfurt in der Kapelle der heutigen Nikolaikirche mit der minderjährigen Tochter Beatrix von Schwaben (10) des ermordeten Staufers König Philipp von Schwaben (St) (31). - Der Minnesänger Graf Otto von Botenlauben heiratet Beatrix von Courtenay, die Tochter des Barons Joscelin III in Jerusalem. - Der Abt von Kloster Eberbach Rheingraf Albero (St) stirbt. - Die heilige Hedwig von Andechs lebt nach dem 7. Kind mit ihrem Mann enthaltsam und geht selbst im Winter barfuß.
1209 Der Königsmörder Pfalzgraf Otto VIII von Wittelsbach- Bayern (St) (29) wird in Oberndorf bei Kelheim gestellt und erschlagen, sein Kopf in die Donau geworfen, sein Körper jahrelang in einem Faß aufbewahrt und die Stammburg Wittelsbach vom wittelsbacher Herzog Ludwig I dem Kehlheimer (St) selbst zerstört. - Der Albigenserkreuzzug ist der einzige Kreuzzug gegen ein christliches Land dauert 20 Jahre und vernichtet die Katharer in Südfrankreich. - Der französche Thronfolger Ludwig erhält in Compiègne die Schwertleite. - Der magdeburger Dom ist erster gotischer Bau in Deutschland. - Der letzte Welfe König Otto IV von Braunschweig wird von Papst Innozenz III, der ihn bereits vorher unterstützt hatte, zum Kaiser gekrönt. - Siegfried von Runkel III (St) erwirbt Westerburg und nennt sich Herr von Runkel und Westerburg. - Königin Beatrix von Schwaben stirbt nach einjähriger Ehe. - Schenk Georg von Erbach nimmt an einem Turnier in Worms teil.
1210 Italienische Kaufleute helfen beim Zahlungsverkehr zwischen den oberdeutschen Kirchen und Rom. - Der neckarsteinacher Minnesänger Bligger von Steinach stirbt. - Salentin von Isenburg (St) lebt auf Burg Isenburg. Bruno von Isenburg I - Braunsberg (St) heiratet Erbtochter Theodora von Wied (St) und bereitet damit die Übernahme der Grafschaft Wied vor. - Eberhard von Rumpenheim beginnt mit Schenkungen an das Kloster Patershausen. - Graf Georg von Wied (St) zieht mit König Otto IV von Welfen -Braunschweig nach Italien.
1211 Graf Berthold von Katzenelnbogen II (St) ist in Konstantinopel. Bei ihm lebt die Witwe von König Bonifatius von Thessaloniki, alias Bonifatius von Montferrat, Schwester von König Andreas von Ungarn II, Witwe des geblendeten Kaisers Isaak Angelos Königstochter Margarethe von Ungarn. Ihr Sohn König Demetrius regiert das Königreich Thessaloniki. Papst Innozenz III droht Graf Berthold von Katzenelnbogen II (St) mit Kirchensrafen, falls er veruntreuten Kirchengüter aus der Hagia Sophia nicht zurückgibt
Das hagenhausen-eppsteiner Lehen Heusenstamm geht an Eberhard Waro von Heusenstamm. - Die Edlen von Ovenbach aus der hagen-münzenberger Familie, spätere Patrizier in Frankfurt, werden in Offenbach erwähnt. - Gottfried von Sponheim II (St) verwüstet an der Seite von Graf Wilhelm von Jülich und des Pfalzgrafen Heinrich I das Gebiet des mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St). - Philipp von Bolanden III (St) ist Viztum im Rheingau und erbaut als Reaktion auf den Angriff Burg Ehrenfels aus. - Siegfried von Eppstein II (St) wird Gesandter von Papst Innozenz III und Exponent der päpstlichen Partei. - Pfarreistelle in Hahnstätten. - Kloster Eberbach hat 70 km² Landbesitz in 205 Ortschaften. - Der südliche Lahn-Ohm-Gau um Weilburg und Gießen ist in den Besitz der Grafen von Gleiberg übergegangen.
1212 Kinderkreuzzug zieht durch die Grafschaft Katzenelnbogen. - Erster Einsatz einer Blide durch Welfen-Kaiser Otto IV bei der Eroberung der landgräflich-thüringischen Stadt Weißensee. - Hachenburg ist unter Heinrich von Sayn III (St) fertiggestellt. - Die Grafen von Leiningen sterben im Mannesstamm aus. - In einer entscheidenden Schlacht bei Las Navas de Tolosa besiegt Alfons VIII von Kastilien die Mauren. - Die Herren von Isenburg-Limburg beginnen als Vögte des St Georg Stifts den Bau des Limburger Doms. - König Friedrich von Staufen II wird in einer Nachwahl in Frankfurt von einer größeren Anzahl Fürsten als König bestätigt und im mainzer Dom durch den mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) gekrönt. - Die in Worms geborene Tochter des ermordeten Königs Philipp von Schwaben, Beatrix die Ältere (14) heiratet den Welfen-Kaiser Otto von Braunschweig IV stirbt aber nach 3 Wochen. - Graf Poppo von Wertheim stirbt. - Graf Wilhelm von Salm, der Bruder von Friedrich von Vianden III (St) stirbt im Kampf gegen Graf Theobald von Bar und von Luxemburg (St) in der Schlacht von Ocquiers. - Werner von Bolanden III (St) ist erblicher Reichstruchsess und Anhänger von König Friedrich von Staufen II. - Der trierer Erzbischof Dietrich von Wied (St), der König Friedrich von Staufen II unterstützt, wird von Graf Heinrich von Nassau II, der Reiche (St), der für Welfen-Kaiser Otto von Braunschweig IV kämpft, gefangengenommen. - Graf Heinrich von Sayn III (St) vollendet den Bau der Residenz Hachenburg im Westerwald. - Die mit dem kölner Burggraf Eberhard von Aremberg verheiratete Adelheid von Molsberg gründet Kloster Marienstatt. - Mit dem Minnesänger Graf Friedrich von Leiningen (St) stirbt das erste leininger Grafengeschlecht aus. - Kloster Eberbach streitet sich mit Bertha von Bingen und ihrem Bruder Rheinbodo von Bingen in Gegenwart von Wolfram vom Stein (St) und dessen Stohn Wolfram vom Stein (St). Ein Mönch des Klosters Breitenfels (heute Breitenfelser Hof) übergibt die Streitsumme auf Burg Weitherheim später Burg Gutenberg. - Mit dem Tod von Kuno von Münzenberg I (St), der mit Luckharde von Nürings (St) erbt sein Sohn neuer Reichskämmerer Kuno von Münzenberg II (St) Burg Königstein (Burg Nürings).
1213 Heinrich von Katzenelnbogen (St), Bruder von Graf Diether von Katzenelnbogen III (St) ist Domherr in Mainz.
König Friedrich von Staufen II verzichtet auf die Mitwirkung bei Bischofswahlen. - Rheingräfin Gertrud, alias Gertrud von Diez (St) stirbt. Graf Heinrich von Weilnau (oder Diez) (St) hilft als Schadensersatz für die Erbschaft Rheingraf Werner (St) im Kampf gegen Diether von Katzenelnbogen III (St). - Auf dem Berg Tabor zwischen Damaskus und Jerusalem wird Burg Tabor erbaut, die zur Namensfindung von Montabaur dient. - Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) vertreibt für den Abt von Cornelimünsters den Vogt Gerhard von Rheinbod, der illegale Zollgebühren erpresst, von Burg Reichenstein am Rhein. - Das baseler Stift versetzt zu einem Bruchteil des den Bischofsring, seidene Gewänder und das gesamte Bischofsgerät bei jüdischen Geldverleihern. - König Friedrich von Staufen II gestattet Graf Gerhard von Diez (St) als Zoll in Diez pro Wagen Wein zwei Denare und pro Malter Frucht einen Denar zu erheben.
1214 Graf Diether von Katzenelnbogen III (St) kämpft auf Seiten des siegreichen Königs Friedrich von Staufen II und wird ebendamals in zwei Sprüchen von Minnesänger Walter von der Vogelweide angesprochen.
Limburg an der Lahn erlangt das Stadtrecht. - Die Vogtei Trechtingshausen und Burg Reichenstein am Rhein ist im Besitz des neuen Vogtes Philipp von Bolanden III (St). - Die wittelsbacher Pfalzgrafen werden Herren von Bacharach. - Graf Friedrich von Leiningen I (St) stirbt. - Herzog Ludwig von Bayern I verlegt den pfalzgräflichen Herrschaftsmittelpunkt von der Burg Stahlburg nach Heidelberg. - In der Schlacht von Bouvines unterliegt der englische König Johann Ohneland mit seinem Befehlshaber König Otto IV, dem von Papst Innozenz beauftragten französischen König und dem deutschen König Friedrich von Staufen II. - Graf Friedrich von Vianden III (St) wird auf einer Palästinafahrt nach Jerusalem von den Moslems gefangen genommen. - Der von Graf Heinrich von Nassau II (St), der für König Otto IV kämpft, gefangengehaltene trierer Erzbischof Dietrich von Wied, wird durch die Bemühungen von König Friedrich von Staufen II freigelassen. - Erbteilung der Raugrafen auf Burg Altenbaumburg. - Der ehemalige Kanzler des kölner Erzbischof Bruno von Sayn (St) (+1208) Oliver von Köln predigt im Rheinland für den Kreuzzug und bringt die Kreuzfahrer dazu in Köln eine eigene Flotte auszurüsten. - Pfalzgraf Ludwig von Wittelsbach (St) erbt die Pfalz bei Rhein. Er erbaut die Stadt Wallhausen bei Miltenberg gegen Mainz um den Main zu kontrollieren. - Das mainzer Klosterstift St. Viktor brennt ab und wird nur aus Spenden wieder aufgebaut, da es selbst mittellos ist.
1215 Kuno von Katzenelnbogen nennt sich nach seiner Burg Kuno von Gerhardstein. Burg Gerhardstein wird nach ihrem Erbauer Gerhard benannt.
Der heilige Dominikus gründet in Toulouse einen nach ihm benannten Predigerorden , den Dominikanerorden, mit dem Zweck die katholische Lehre zu verbreiten und Ketzerei mit Hilfe der Inquisition zu bekämpfen. - Auf dem IV. Laterankonzil beschließt Papst Innozenz III die Kleiderordnung für Juden (Judenkreis) und Sarazenen nach islamischem Vorbild, das Zinsverbot für Christen, den mäßigen Wucher für Juden, das Verbot von Gottesurteilen und der Feuerprobe. Dieser Beschluss drängt die Juden zum Geldverleih. - Im Kloster Arnstein stirbt der Mönch Lumard, Chronist und Ersteller des Jahrbuchs von Kloster Arnstein in Form eines Schränkchens. - Graf Heinrich von Sayn III (St) heiratet dei Enkelin des Landgrafen Ludwig von Thüringen II, Mechthild von Meissen. - Arnulf von Basel liefert Genua das beste und schönste Glas zur Spiegelherstellung aus Deutschland einzuführen. - Die Herren von Geroldstein (Wisper) sind im Besitz der mainzer Burg Geroldstein (Wisper). - Alzey wird Residenz der Pfalzgrafen. - Der studierte Wanderprediger Konrad von Marburg wird von Papst Innozenz III beauftragt Kreuzzugspredigten für den Fünften Kreuzzug im Rheinland und in Thüringen zu halten. - Graf Adolf von Berg erobert die Kaiserpfalz Kaiserswerth durch einen Dammbau, befreit dort die staufisch gesinnten eingeschlossenen rheinisch-westfälischen Bischöfe und entscheidet durch seine Parteinahme den Thronstreit mit König Otto von Braunschweig IV für König Friedrich von Staufen II. - Mit Embricho von Weisenau V stirbt das meingotsche Geschlecht aus. Die Witwe von Werner von Bolanden II Erbtochter Guda von Weisenau veerbt Burg Weisenau und das Fährrecht an ihren Enkel Reichstruchsess Werner von Bolanden III (St). - Drabado von Usingen ist Großkomtur des Deutschen Ordens. - König Friedrich von Staufen II nimmt das Kloster Altenberg in seinen Schutz und befreit deren Mönche vom Zoll auf Rhein und Main. - Arnulf von Königstein ist Burggraf auf der münzenberger Burg Königstein (Burg Nürings).
1216 Der kölner Erzbischof Engelbert von Berg nimmt die pfälzer Burg Thurant, die von Köln und von Trier beansprucht wird, gewaltsam ein. - Die frankfurter Schultheißen-Witwe Pauline von Praunheim schenkt dem Kloster Haina den Riedhof (Niederrad). - Werner von Büdingen ist Hoftruchsess von König Friedrich von Staufen II. - König Friedrich von Staufen II verspricht in Anwesenheit von Graf Gerhard von Diez (St) Graf Friedrich von Leiningen (St) und dem Reichstruchsess Werner von Bolanden III (St), dem rheingauer Vitztum Philipp von Bolanden III (St) Burg Reichenstein zurückzugeben, sobald er sie Rheingraf Wolfram (St) abgenommen hat. - Der Templer Martinus Cubicularius wird vom mainzer Erzbischof durch eine Bulle von Papst Honorius beauftragt den Zwanzigsten zur Wiedergewinnung des Heiligen Landes einzusammeln. Neben den Templern werden auch die Johanniter zum Eintreiben des Geldes eingesetzt.
1217 Wetter: Der Bodensee ist komplett zugefroren. - Der fünfte Kreuzzug mit Ziel Ägypten dauert bis 1221. - Oliver von Köln zieht mit Kreuzfahrern über den Rhein und die Rhone nach Marseilles. - Markgraf Friedrich von Baden fällt bei Damiette. - Rheingraf Wolfram (St) gibt die Reichspfandschaft von Burg Reichenstein ab. Neuer Besitzer wird der Vogt und rheingauer Vitztum Philipp von Bolanden III (St) ab. - Graf Johann von Sponheim I (St), Sohn von Graf
Gottfried von Starkenburg (St), macht eine Palästinareise nach Jerusalem, bringt viele Reliquien mit und wird vom sponheimer Abt Juan begleitet. Die Regierung übernimmt Prior Reginfrid. - Der kölner Erzbischof Engelbert von Berg erbaut vergeblich Burg Fürstenberg um sich nach dem Verlust von Bacharach und Stahleck an Pfalzgraf Ludwig der Kelheimer (St) nicht aus dem Viertälergebiet Bacharach, Diebach, Steeg und Manubach verdrängen zu lassen. - Reichskämmerer Kuno von Münzenberg II (St) verliert durch eine feindliche Erstürmung Burg Münzenberg. Sein Bruder Ulrich von Münzenberg I (St) wird neuer Burgherr. - Der trierer Erzbischof Rudolf von Wied (St), baut die Befestigungsanlagen im Kastell Humbach, (Montabaur) gegen die Expansionsbestrebungen von Graf Heinrich von Nassau II (St) aus. - Graf Simon von Saarbrücken III (St) beteiligt sich bis 1219 am fünften Kreuzzug, dem Kreuzzug von Damiette.
1218 Ein kölnisch-friesisches Kreuzfahrerkontingent umsegelt die iberische Halbinsel und kommt in Akkon an. - Der zyfflicher Propst Graf Gerlach von Sayn (St) besucht Burg Blankenberg. - Graf Gottfried von Sponheim III (St) nimmt am fünften Kreuzzug teil und verliert dabei sein Leben. - Graf Heinrich von Sayn III (St) zieht mit dem Vater der Elisabeth von Thüringen (St), König Andreas von Ungarn II nach Ägypten. - Abt Juan von Sponheim hält sich im Orient auf. - Der Abt von Kloster Schönau im Odenwald Daniel von Schönau stirbt und wird später als Heiliger verehrt. - Hartrad von Merenberg unterstützt den mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St), der Landgraf Ludwig von Thüringen bekriegt. - Merenberg wird zerstört und Dorlar gebrandschatzt. Hier entsteht die Legende über den heiligen Apostel Mathias, der von einem Krieger, der den Besitz des heiligen Apostels Mathias in Dorlar verwüstet, beleidigt und verflucht wird und der Erlösung nur durch Barmherzigkeit erlangen hätte können. - Graf Lothar von Wied (St) führt ein Wappen mit 5 Schrägrechtsbalken. - Der Kommandant der rheinischen und friesischen Belagerungstruppen Graf Adolf von Berg stirbt vor Damiette, ist der Bruder des kölner Erzbischof Engelbert I von Berg und hinterlässt nur eine Erbtocher mit der der Zweig Altena-Berg ausstirbt. - Die Templer tauschen Besitz in Mainz-Zagelbach mit Mainz-Mombach.
1219 Das katzenelnbogener Grafenhaus ist erstmals im Besitz des st. goarer Rheinzolles. In St. Goar besteht eine katzenelnbogener Burg. Graf Diether von Katzenelnbogen IV (St) im Aufbruch zum Kreuzzug, befreit zu seinem Seelenheil Kloster Eberbach von Zöllen. Graf Diether von Katzenelnbogen III (St) tritt zu den Mönchen des Klosters Eberbach in ein geistliches Bruderschaftsverhältnis.
Graf Diether von Katzenelnbogen IV (St) ist mit Hildegunde von Eberstein verheiratet. Ihr Vater Eberhard von Eberstein III stirbt und die Brüder Otto von Eberstein I und Eberhard von Eberstein IV teilen den Besitz auf. Der Besitz umfasst Gebiete im Elsass, in der Ortenau, im Murgtal, im Albtal, im Pfinzgau und im Kraichgau (Bretten und Gochsheim).
Stadtrechte für Stuttgart. - Frankfurt führt erstmals ein Stadtsiegel und ist eine Bürgerschaft. - Teilung der Besitztümer zwischen den Brüdern Eberhard IV und Otto von Eberstein I (St). - König Friedrich von Staufen II schenkt den frankfurter Bürgern in Anwesenheit von Markgraf Hermann von Baden, Graf Gerhard von Diez (St), Gerlach von Büdingen und Gottfried von Eppstein (St), Marschall Anselm von Ustingen, Reichstruchsess Werner von Bolanden III (St) und seinem Bruder, dem rheingauer Vitztum Philipp von Bolanden III (St) beim Kornmarkt den Platz für ihre zweite Kirche, die Leonhardskirche. - Der kölner Erzbischof Engelbert von Berg lässt Burg Fürstenberg zum Schutz seiner Besitzungen um Bacharach errichten. - Franz von Assisi zieht ins heilige Land, versucht vergeblich die Sarazenen zu bekehren und kehrt wieder zurück. - Salentin von Isenburg (St) stirbt während des Kreuzzuges. - Die männliche Linie der Herrschaft Cleeberg stirbt aus. - Der letzte Graf von Lauffen ist tot und König Friedrich II verlehnt die lauffer Reichsgebiete an Markgraf Hermann von Baden V und Verona. - Der Zisterziensermönch Caesarius von Heisterbach sammelt Geschichten von Wundern und Visionen in seinem Dialogus miraculorum u.a. wie der Teufel in Gestalt eines schönen Jünglings zum Sex verführt. - Reichstag in Nürnberg. - Graf Gerhard von Diez (St), Gerlach von Büdingen, Gottfried von Eppstein (St) und Truchsess Werner von Bolanden (St) sind Zeugen als Kaiser Friedrich von Staufen II der Stadt Frankfurt eine Kapelle in Rödelheim schenkt. - Die Stadt Frankfurt schließt ihren ersten Bündnis- und Schutzvertrag mit den Städten Mainz, Bingen, Worms, Speyer, Gelnhausen und Friedberg. - Graf Georg von Wied (St) stirbt auf dem fünften Kreuzzug bei Damiette. - Graf Lothar von Wied (St) ändert sein Wappen zu einem Wiedehopf oder Pfau. - Nach dem Tod des trierer Dompropstes Konrad von der Leyen wird Peter von der Leyen bis 1245 Abt in Kloster Prüm. - Die Marksburg, Braubach und die Silberminen sind als Lehen des Pfalzgrafen bei Rhein Ludwig von Wittelsbach (St) im Besitz von Gottfried von Eppstein (St) alias Gottfried von Braubach. - Die Familie der Ritter von Eschborn teilt sich mit Peter von Eschborn in einen Kronenstamm und einen Flügelstamm auf. - Mit dem Tod von Graf Friedrich von Cleeberg sterben die Grafen von Cleeberg und Mörle (Obermörlen) aus. Es entsteht eine Ganerbschaft mit Nassau. Limburg, Eppstein und Westerburg. - Wildgraf Konrad II von Kyrburg (St) wird in der Fehde um die Vogtei Heimbach vom mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) mit dem Kirchenbann belegt und wird erst nach dem Verzicht vom Bann freigesprochen.
1220 Graf Diether von Katzenelnbogen IV (St) verläßt nach einem Zerwürfnis mit dem päpstlichen Legaten Pelagius, der jeglichen Waffenstillstand mit den Ketzern ablehnt, das Kreuzfahrerheer in Damiette in Ägypten und kehrt unter abenteuerlichen Umständen heim.
Der deutsche König Friedrich von Staufen II verzichtet in Frankfurt für die Wahl seines Sohnes Heinrich von Staufen VII (St) (09) nach seinem möglichen Tod während des Kreuzzuges auf die Ausübung königlicher Rechte in der confoederatio cum principibus ecclesiasticis wie Zoll- und Münzstättenerrichtung, Märkte und Reichsburgen sowie Geleits- und Befestigungsrechte zugunsten der geistlichen Fürsten, die damit Landesherren und ihre Territorien Riesenimmunitäten werden. Dies leitet den Niedergang der Städteentwicklung ein. König Friedrich von Staufen II wird in Rom zum Kaiser gekrönt. - Kaiser Friedrich von Staufen II verbietet den Neubau von Burgen auf Kirchengrund. - Nur noch Adelige dürfen Abt in Fulda werden. Die fuldaer Äbte werden zu Fürstäbten und Territorialherren mit uneingeschränkter Macht. Die fuldaer Vögte und Untervögte wollen die gleichen Rechte und rebellieren bis 1231. - Das Geschlecht der von Bolanden teilt sich in Bolanden, Falkenstein (Pfalz) und Hohenfels. - Die Nassauer errichten auf eppsteiner Gebiet Burg Sonnenberg mit einem befestigten Bergfried und verursachen dadurch Gebietstreitigkeiten mit dem mainzer Domkapitel. Sonnenberg ist ein Teil der kurmainzer Gemarkung Bierstadt und der Grenzverlauf ist strittig. - Burg Kronberg wird von Ritter Peter von Eschborn I erbaut. - Graf Heinrich von Diez III (St) begleitet König Friedrich von Staufen II in Italien. - König Friedrich von Staufen II vergibt den Ort Lahnstein und die Silbermine mit neuen Schürfrechten an den mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St). - Der Braubach, der den Wassergraben des ältesten frankfurter Stadtgrabens, direkt an der Nordseite des Römers füllt wird kanalisiert. - Burg Kaub, die ab 1509 Gutenfels genannt wird, wird von den Herren von Falkenstein-Münzenberg ? im Auftrag des Reiches erbaut. - Das Adelsgeschlecht Bellersheim (Beldersheim) und spätere frankfurter Patriziergeschlecht wird als Burgmannschaft der Reichsburg Friedberg erwähnt. - Wetter: Ringförmige Sonnenfinsternis. - Graf Heinrich von Sayn III (St) ist während der Ersterwähnung im Besitz der Burg Weltersburg. - König Friedrich von Staufen II löst die Verpfändung von Oberwesel an das Erzstift Magdeburg, wodurch Oberwesel freie Reichsstadt wird und eine Stadtmauer erbaut. - Heinrich von Isenburg II -Kobern (St) erbaut die Matthiaskapelle in Kobern. - Graf Otto von Henneberg, alias Minnesänger Otto von Botenlauben, verkauft seinen Besitz im Königreich Jerusalem an den Deutschen Orden und kehrte nach Deutschland zurück. - Der Graf Emich von Leiningen II (St) gründet Kloster Höningen im Ort Altleiningen. - Die Werner von Bolanden (St) erhält für seine Verdienste das Hofamt des kaiserlichen Erbtruchsess. - Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) finanziert für seinen toten Bruder die Kirche in Mockstadt. - Zeitgenössisches Keramikmosaik wird in Maria-Laach als Fußboden verlegt. - Beatrix von Bolanden (St) wird gezwungen ihren Witwensitz Burg Ehrenfels herauszugeben. - Pfalzgraf Ludwig von Wittelsbach (St) nimmt am Fünften Kreuzzug teil. - Der mit Guda von Bolanden (St) verheiratete Rheingraf Wolfram (St) stirbt. - Graf Heinrich von Nassau (St) heiratet Mechthild von Geldern, die Tochter von Richilde von Wittelsbach (St). - Erwin von Kransberg baut seine Burg Kransberg mit einem Palas aus. - Der frankfurter Vogt Heinrich von Praunheim wird zum Schultheißen ernannt. - Heinrich von Isenburg (St ) ist mit der Erbtochter von Graf Friedrich von Cleeberg, Isengard von Cleeberg verheiratet und siegelt mit seiner Frau in Obermörlen mit Deutschordensmeister Ruprecht von Nassau (St), Gottfried von Eppstein (St), Gerlach von Büdingen (St), Heinrich von Isenburg (St). - Heinrich von Molsberg verzichtet vor König Friedrich von Staufen II in Anwesenheit von Graf Heinrich von Sayn, der Kreuzfahrer (St), Graf Lothar von Wied (St) und Graf Gerhard von Diez (St) auf Güter die dem Kloster Marienstatt geschenkt werden. - Die Vormünder und der geheime Rat von Heinrich von Staufen VII (St) (09) sind bis 1225 der kölner Erzbischof Graf Engelbert von Berg, bis 1228 Herzog Ludwig von Wittelsbach (St), der Kehlheimer Pfalzgraf bei Rhein (St), der metzer und speyerer Bischof und Reichshofkanzler Konrad von Scharfenberg, der würzburger Bischof Otto, Graf Gerhard von Diez (St), dem Reichstruchsess Werner von Bolanden III (St), Schenk Konrad von Tanne Winterstetten und Truchsess Eberhard von Waldburg
1221 Die Feldherren von Dschingis Khan Dschebe und Sübütai dringen in Russland und Polen ein und besiegen das deutsch-polnische Heer des Herzogs Heinrich II von Schlesien. - Der trierer Erzbischof Dietrich von Wied (St) kehrt vom Kreuzzug zurück, baut seine von den Grafen von Nassau zerstörte Burg wieder auf und nennt sie nach einem Berg in Israel Mons Tabor, das zu Montabaur wird. - Kaiser Friedrich von Staufen II (St) überträgt den Besitz von Graf Ulrich von Münzenberg II (St) in Frankfurt-Sachsenhausen, ein Haus ein Hospital und eine Kirche, dem Deutschen Orden. Graf Ulrich von Münzenberg II (St) behält aber den Wasserturm und den Wald Hainbach und er bleibt Vogt der dazugehörigen Vogtei. Graf Gerhard von Diez (St) bezeugt die Schenkung. - Hermann von Virneburg III beginnt mit dem Bau der Burg Monreal ohne Genehmigungen und ohne Rechte auf Grund und Boden der Grundherrschaft Mertloch des trierer Erzbischofs Dietrich von Wied (St), und dessen Verwalter Hermanns Bruder Philipp von Virneburg. - Burg Hirschhorn auf einem Lehen des Klosters Lorsch ist in Bau. - Die nassauer Grafenbrüder Graf Ruprecht von Nassau IV (St) und Graf Heinrich von Nassau II (St), der Reiche, und Graf Ruprecht von Nassau V (St) feiern das mainzer Castrum Sunneberc, (Burg Sonnenberg) in unrechtmäßiger und gewaltsamer Weise an sich gebracht zu haben. Burg Sonnenberg wird nach einem Vergleich an Nassau verkauft. Mainz bleibt noch Lehnsherr. - Kaiser Friedrich von Staufen II (St) vertraut Kanzler Konrad von Scharfenberg dem würzburger Bischof Otto von Lobdeburg und Graf Gerhard von Diez II (St) seinen heimlichen Leuten die Erziehung seines Sohnes Konrad IV an. - Pfalzgraf Ludwig der Kelheimer (St) (58) und Markgraf Hermann von Baden V (St), nehmen am Fünften Kreuzzug von Damiette in Ägypten teil, kommen in Gefangenschaft und für ein Lösegeld wieder frei. - In Kloster Dierstein wird auf dem Fundamenten einer kleinen romanischen Kirche mit Tonfliesen als Bodenbelag die Klosterkirche, die heute der Mittelteil von Schloss Oranienstein ist, eingeweiht. - Die Grafen von Rieneck verlieren das Amt des mainzer Burggrarfen und des mainzer Hochvogtes.
1222 Der italienische Vulkan Ätna bricht aus. - Graf Gerhard von Diez (St), der Schwager von Graf Berthold von Katzenelnbogen I (St) gehört zu den Erziehern des jungen Heinrich von Staufen VII (St) (11). - Der spätere frankfurter Patrizier Ulricus Longus ist Metzger und Scharfrichter, damals noch ein angesehener Berufsstand. - Abtei Prüm unter Peter von der Leyen wird von Kaiser Friedrich von Staufen II (St) zum Fürstentum erhoben. Der prümer Exabt Caesarius von Milendonk dokumentiert die prümer Besitzungen vom Rhein bis in die Bretagne im Prümer Urbar. - Die klostereberbacher Mönche erschlagen einen Grumbacher. - Graf Diether von Katzenelnbogen IV (St) entscheidet als Schiedsmann, dass Abt Erkenbert von Kloster Eberbach 16 Pfund Entschädigung an die krumbacher Ritter und 10 Pfund Schmerzensgeld an die Hinterbliebenen bezahlen muss. - Graf Heinrich von Sayn III (St) gründet das Kloster Marienstatt. - In Venedig wird ein deutsches Wohn-, Lager- und Kaufhaus Fondaco dei Tedeschi direkt an der alten hölzernen Rialto-Brücke eröffnet. - Im Kloster Himmerod stirbt der Heilige Christian von Himmerod, der als Knappe des Grafen von Looz Mönch wird. - Wetter: In Frankfurt zerstört ein Hochwasser Teile der hölzernen Alten Brücke über den Main. - Bei einem königlichen Hofgericht in Mainz wird Graf Gerhard von Diez (St) zum Vogt des mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) bestellt, der die Witwe des rheingauer Vitztum Philipp von Bolanden III (St) Beatrix von Bolanden (St) wegen gewaltsamer Vorenthaltung ihres Witwensitz Burg Ehrenfels verklagt. Beatrix von Bolanden (St) wird durch ihren neuen Ehemann Dietrich von Heinsberg als Procurator vertreten und verliert ihren Witwensitz unter Anwesenheit von Gerhard von Eppstein (St) und Siegfried von Runkel (St).
1223 Oliver von Köln wird Bischof von Paderborn. - Franko von Erbach ist Subdiakon in Kloster Schönau bei Heidelberg. - Schenk Gerhard von Erbach befehdet Reichsverweser Pfalzgraf Ludwig der Kelheimer (St) und wird besiegt.
Der junge König Heinrich VII (St) (12) ermächtigt in Abwesenheit seines Vaters seinen Vormund Pfalzgraf Ludwig der Kelheimer (St) den königlichen Reichsschenken am Rhein und Reichsministerial Schenk Gerhard von Erbach zu zwingen für dessen Lehnen als auch für dessen Reichslehen als Lehnsherr Pfalzgraf Ludwig der Kelheimer (St) anzunehmen. Man zwingt ihn das Reichsschenkenamt aufzugeben und das Schenkenamt des Pfalzgrafen anzunehmen. Sohn und Tochter des Schenken von Erbach werden unter Anwesenheit von u.a. Gerhard von Eppstein (St) seinem Bruder Gottfried, und Gottfried von Bickenbach, Burggraf von Friedberg, zur Sühne als Geiseln an
Pfalzgraf Ludwig der Kelheimer (St) überstellt .. - Die Mongolen fallen im östlichen Großreich kiewer Rus ein. - Die Edlen von Solms erhalten den Grafentitel. - Die Ministerialen und Halbbrüder Wilhelm und Ludwig von Helfenstein teilen ihr väterliches Erbe mit Hilfe von Graf Diether von Katzenelnbogen IV (St). - Gottfried von Eppstein I (St) ist im Besitz der ersten großen Erbschaft, der Hälfte von Wied mit dem Stammhaus Burg Wied für die Familie Eppstein. - Caesarius von Heisterbach erzählt von einer Heiligenerscheinung und Bekehrung des verschwenderischen dorlarer Pfarrers Hartrad von Merenberg und einer zweiten früheren. - Franziskaner in Limburg an der Lahn. - Der paderborner Vogt Graf Hermann von Schwalenberg und Waldeck stirbt völlig verarmt. - Rheingraf Embricho (St) wird alleiniger Besitzer der Rheingrafschaft und wehrt sich bis 1241 vergeblich gegen die Ansprüche des mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St).
1224 Bei Franz von Assisi treten die Wundmale Jesu Christi auf. - Die nassauer Bergbau-Stadt Siegen wird vom kölner Erzbischof Engelbert von Berg mitverwaltet. - Der Orden der Weißfrauen oder Magdalenerinnen oder Reuerinnen wird in Worms gestiftet mit der Aufgabe Straßendirnen oder unverheirateten Angehörigen bürgerlicher Familien, die weiße, einfache Kleider tragen und arbeiten müssen, eine Alternative zu bieten. - Der trierer Erzbischof Dietrich von Wied erbaut auf dem zerstörten Castellum Humbacense die Trutzburg Montabaur eine Trutzburg gegen Graf Heinrich von Nassau II (St). - Graf Heinrich von Nassau II (St) tritt die Hälfte der von Heinrich den Reichen von Nassau (St) gegründeten Bergbau-Stadt Siegen auf dem Siegberg wegen misachteten Burgbaurechten an seinen militärisch übermächtigen Bundesgenossen den kölner Erzbischof Engelbert I von Berg ab und erbaut die Burg Ginsburg zur Landessicherung. - Die Anzahl der Mönche von Kloster Himmerod wird auf 60 und die der Laienbrüder auf 200 beschränkt. - Die Frauenklause des Kloster Sponheim wird wegen der Nähe des Männerklosters aufgelöst, die restlichen 4 Nonnen ziehen nach Kloster Rupertsberg um. Die Frauenklause des Kloster Sponheim verfällt zur Ruine. Die
Mönche unterhalten Verhältnisse mit den Nonnen von Kloster Disibodenberg. Der mainzer Erzbischof Siegfried erlaubt dem sponheimer Abt Juan die Aufsicht über Kloster Disibodenberg zu übernehmen. In beiden Klöstern leben Nonnen und Mönche völlig ungezwungen und bilden Lebensgemeinschaften. - Philipp von Schöneck beherrscht die von Konrad von Boppard erbaute Reichsburg Schöneck. - Das Spindelspinnrad wird in Venedig verboten um Dumpingpreise und schlechtere Garnqualität zu verhindern. - Graf Diether von Katzenelnbogen IV (St) bezeugt vor König Heinrich VII (St) (13) in Frankfurt zusammen mit Graf Gerhard von Diez (St), Graf Ruprecht von Nassau (St), Heinrich von Nassau, der Reiche (St), der mit Mechthild von Wied-Neuerburg verheiratete Heinrich von Sayn, der Kreuzfahrer (St) und Gerlach von Büdingen den geldener Zoll von Lobith. u.a. - Graf Gerhard von Diez (St), Graf Poppo von Henneberg, Rheingraf Wolfram vom Stein (St) und Reichstruchsess Werner von Bolanden III (St), sind bei einer Schenkung von König Heinrich VII (St) (13) in Worms anwesend. - König Heinrich VII (St) (13) entscheidet in Frankfurt, dass wer in Worms Gold verkaufen will, es nur in der Münze verkauft werden darf. Wer versucht es auf Messen zu verkaufen oder zu schmuggeln wird mit der Konfiszierung bestraft. Eine Ausnahme: Wenn man auf Reisen geht.
1225 Wetter: In Mitteleuropa herrscht die Pest mit Hungersnot und Viehseuchen. - Oliver von Köln wird Kardinalbischof von Siena. - Heilbronn wird Lehen von Heinrich von Württemberg VII. - Die kölner Stadtmauer mit 12 Toren und 52 Mauertürmen in der Ringmauer und mehr als 16 Toren und Pforten in der Rheinmauer ist fertiggestellt. - Graf Friedrich von Isenberg versucht den kölner Erzbischof Engelbert von Berg gefangenzunehmen und erschlägt ihn dabei. - Die Herren von Trimberg treten ? dem Rheinischen Städtebund bei. - Unter dem baseler Fürstbischof Heinrich von Thun wird eine teils hölzerne und teils steinerne Brücke über den Rhein in Basel erbaut. - Beim Tod des kölner Erzbischof Engelbert I von Berg fällt die Burg Thurant wieder an den pfalzgräflichen Besitzer zurück. - Oppenheim wird Reichsstadt. - Der wormser Bischof Heinrich von Saarbrücken II verpfändet Weilburg an Graf Heinrich von Nassau II (St). - Die Schwägerin von Agnes von Thüringen, alias Agnes von Babenberg, Margarethe von Babenberg (21) König Heinrich von Staufen VII (15) bei einer Doppelhochzeit. Auf der Hochzeit bricht eine Treppe zusammen und mehrere Adelige sterben. Der Mord an Graf Engelbert von Berg verursacht gewalttätige Streitereien während der Hochzeit. - Albert von Königstein ist Burggraf auf Burg Königstein.
1226 Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) erbaut die Burg Lahneck. - Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) befürchtet den Verlust seiner Städte Mainz und Bingen und verfügt auf dem Reichstag in Würzburg die Auflösung der Städteeinigung. - Wetter: Bereits im Dezember beginnen Bäume und Blumen in Thüringen zu blühen. - Die Grafenbrüder Heinrich von Solms I (St) und Marquard von Solms II (St) werden genannt. - Die abtrünnigen Leute des mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) flüchten in die neue Reichsstadt Oppenheim. und werden dort auf Geheiß von König Heinrich von Staufen VII (15) vertrieben. - Der Mörder des kölner Erzbischofs Engelbert von Berg Graf Friedrich von Isenberg wird in Köln vor dem Severinstor gerädert, die väterliche Stammburg Isenburg geschleift und sein Besitz vom kölner Erzbischof Heinrich von Müllenark und seinen eng verwandten Grafen von der Mark eingezogen. - Auf Burg Vetzberg gründet Konrad von Dernbach eine Ganerbengemeinschaft. - Der Truchsess von Rheinberg (Wisper) ist im Besitz der mainzer Burg Rheinberg (Wisper). - Pfalzgraf bei Rhein Otto von Wittelsbach II (St) macht die Ministerialen von Erbach, Vögte des Kloster Lorsch, zu seinen Erbschenken. - Der würzburger Bischof Hermann von Lobdeburg begleitet König Heinrich von Staufen VII (15) nach Italien. - Graf Ulrich von Württemberg (St) kommt per Kaiserschnitt zur Welt. Seine Mutter stirbt. - Siegwin von Ziegenhain-Reichenbach ist Deutschordensritter. - Das Oswaldshaus befindet sich in Mainz an der Straße Auf dem Graben. - Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) schlichtet einen Streit um die Aufnahme von Aussätzigen zwischen den Templern und dem rheingauer Kloster St Johannisberg.
1227 Rheingraf Wolfram I (St) wird vom mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) mit der Hälfte der Burg Rheinberg belehnt und Kuno von Katzenelnbogen wird Burggraf auf Burg Rheinberg. Die Herren von Heppenheft werden mit der anderen Hälfte belehnt.
Dschingis Khan stirbt nach einem Jagdunfall. - Wetter: Der Bodensee ist komplett zugefroren. - Kaiser Friedrich von Staufen II (St) wird von Papst Gregor IX gebannt, weil er einen Kreuzzug wegen des Ausbruchs einer Seuche verweigert. - Die Herren von Rüdesheim werden beim Versuch ihr Erbe zu veräußern vom mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) gedemütigt, indem er die anderen Erben der Oberburg in Rüdesheim befiehlt für den Verkäufer zu sammeln und ihm mit Hundekot versetztes Geld anzubieten. - Der Sohn von Rheingraf Wolfram (St) Rheingraf Siegfried wird Bischof von Regensburg. - Elisabeth von Thüringen (St) verabschiedet hrem Gatten Landgraf Ludwig von Thüringen IV der sich auf den Kreuzzug von Friedrich von Staufen II (St) (33) begibt in Schmalkalden. Landgraf Ludwig von Thüringen IV stirbt in Italien an Malaria. - Der sponheimer Abt Marquard von Sponheim (St) stirbt. - Würzburger Allerheiligenmesse. - Der friedberger Burggraf Eberwin von Kransberg wird frankfurter Schultheiß. - Rheingraf Embrich (St) ist Vitztum im Rheingau. - Nach dem Tod von Rheingraf Wolram (+1227) auf Burg Weithersheim später Burg Gutenberg heiratet seine namentlich unbekannte Tochter den Herrn Peter von Eltz. - Wolfram vom Stein der Ältere (St) entschließt sich mit Kaiser Friedrich von Staufen II (St) auf den Kreuzzug zu gehen.
1228 Graf Diether von Katzenelnbogen IV (St), Graf von Lichtenberg ist am Landgericht bei Heppenheim tätig.
Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) betrachtet sich als zweiten Mann hinter dem Papst. - Frankfurter Bürger und der Priester Rudolf von Worms stiften wegen des Elends ehemaliger Prostituierter und ihrer unverheirateten Töchter das Weißfrauenkloster. - Elisabeth von Thüringen (St) wird von ihren Schwager Konrad von Thüringen gezwungen begleitet vom Inquisitor Konrad von Marburg, ihrem Beichtvater, von der Wartburg zu ihrem Witwensitz Marburg zu ziehen und baut dort ein Hospital. - Landgraf und sächsischer Pfalzgraf Hermann von Thüringen II schließ mit Graf Wittekind von Battenberg und Graf Hermann von Battenberg ein Schutz- und Trutzbündnis. - Die klosterarnsburger Bernhardinermönche besitzen ein Haus in Wetzlar.
1229 Nach der Eroberung krönt sich Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (35) selbst zum König von Jerusalem. - Okzitanien (Südfrankreich) wird dem französischen Königreich eingegliedert. - Vorfahren des Erzbischofs Raban von Helmstatt werden erstmals urkundlich im Kraichgau erwähnt. - Die Grafen von Virneburg erbauen ihre Zweitresidenz Burg Monreal, die nach einer Grernzfeste im Süden des Toten Meeres benannt wird. - Die Tochter der Heiligen Elisabeth von Thüringen (22) Gertrud (2) kommt ins Prämonstratenserinnenkloster Altenberg. - In Meaux bei Paris werden 83 Katharer verbrannt. - Die Schlüsselsoldaten, Truppen von Papst Gregor IX greifent die siziilianischen Besitzungen des gebannten Kaiser Friedrich von Staufen II (35) während dessen Kreuzzuges an, weil Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (35) Jerusalem nicht erobert sondern kampflos in Verhandlungen einnimmt hat und damit die Ungläuben als Verhandlungspartner akzeptiert. - Beim Tod von Markgraf Heinrich von Namur bemächtigt sich Graf Heinrich von Vianden (St) durch seine Frau Margarete von Courtenay der Grafschaft Namur während der rechtmäßige Erbe sein Schwager Balduin lateinischer Kaiser (bis (1261) ist. - Der deutsche Mitkönig Heinrich von Staufen VII (St) (18) unterwirft Pfalzgraf Ludwig den Kelheimer (St). - Pfalzgraf Ludwig den Kelheimer (St) verpfändet seinen strategischen Brückenkopf am Main, die Stadt Wallhausen bei Miltenberg an den mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) was Markgraf Hermann von Baden V (St), Graf Heinrich von Nassau II (St), der Wildgraf, Graf Diether von Katzenelnbogen IV (St), Raugraf Ruprecht (St) und Raugraf Gerhard (St) bezeugen. Diese Verpfändung führt zum Wallhausen-Miltenberg-Konflikt bis 1264. - Graf Konrad von Hohenlohe erhält die mittelitalienische Grafschaft Molise bis 1230. - Der Graf von Ziegenhain Friedrich von Thüringen erbt das Amt des Domvogtes von Fulda von den Reichenbachern. - 1. Urkunde in niederländischer Sprache.
1230 In Limburg an der Lahn wird die Stadtmauer vollendet. - Burgholzhausen wird bis 1243 vom mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II belagert. - In der Schrift des Benediktinerordengründers, des Heiligen Benedikt aus Nursia werden Mönche verpflichtet sowohl Bücher zu lesen als auch
physische Arbeit zu erledigen. Dieser Grundsatz dient vielen weiteren
Orden als Vorbild. - Die dreischiffige Basilika des Prämonstratenserinnenklosters Beselich ist fertiggestelllt. - Graf Heinrich von Nassau (St), der Reiche, betreibt die Dernbacher Fehde, aus der Teilung thüringen Hessen um in seinem hessichen Lehensgebiet Herborner Mark dem Landadel seine angestammten Rechte zu verweigern. - Schenk Walter I von Limpurg erbaut Burg Limpurg über Schwäbisch Hall. - Siegfried von Eppstein III (St) (36) folgt seinem Onkel Siegfried von Eppstein II (St). Er ist ebenfalls Neffe des trierer Erzbischof Dietrich von Wied. - Die Grafen von Rieneck versuchen bis 1250 im Kinzigtal Besitz zu erobern. - Aufstand der Bürger von Bingen gegen den mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St). - Die Stadt Grünberg ist Münzstätte. - Graf Heinrich von Nassau II (St) herrscht alleine über 9 nassauer Burgen. - Burg Fürstenberg kommt als Pfandobjekt an Pfalzgraf Ludwig den Kelheimer (St). - Kloster Haina verkauft den frankfurter Riedhof (Niederrad) an das Kloster Arnsburg. - Papst Gregor IX läßt ein neues einheitliches Kirchenrechtsbuch anfertigen, das auch die Vorgehensweise gegen Ketzer verschärft. - Hohenlohe wird mit einem Familienvertrag geteilt. Konrad von Hohenlohe - Brauneck und Gottfried von Hohenlohe -Hohlach führen den Titel Graf von Romagna. - Der österreichische Herzog Friedrich von Babenberg ist Mäzen des Minnesängers Neidhard. - In Trier wird das Dreikönigenhaus oder Haus Zum Säulchen, der Wohnsitz einer trierer Schöffenfamilie, mit Zugtreppe im 1. Obergeschloß, erbaut. - Graf Heinrich von Nassau II (St) schenkt dem Deutschen Orden das Dorf Finsternthal. - Ritter Peter von Eschborn I nennt sich nach seiner fertig erbauten Burg Kronberg Ritter Peter von Kronberg. - Die Bürger von Bingen organisieren einen Aufruhr gegen ihren Herrn, den mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St). - Die erotische Rittergeschichte ein Versroman Moritz von Craun von einem nördlichen rheinfränkischen Dichter, eventuell Bligger von Steinach ist am Hof von Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (36) aktuell.
1231 Wetter: Nach einem außergewöhnlich mildem Winter folgt ein heißer Sommer. - Augustalis, die erste in Massenauflage geprägte Goldmünze wird von Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (37) in Süditalien ausgegeben. - Zweites großes Reichsgesetz zugunsten der Fürsten. - Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (37) verbindet die Wässerung von Flachs und Hanf im Umkreis von 7,5 km um Siedlungen um die damit verbundene Geruchsbelästigung zu vermeiden. - Der Inquisitor Konrad von Marburg ist Seelsorger der heiligen Elisabeth von Thüringen (24), der er ihre Kinder wie ihre Freundinnen nimmt, sie zu ihrem Seelenheil häufig auspeitschen und bespitzeln lässt bis sie stirbt. Ihr Enkel wird erster Landgraf von Hessen (St). - Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (37) muss allen deutschen Fürsten wichtige Hoheitsrechte überlassen. z.B. geht das königliche Geleitsrecht auf die Landesfürsten über, die es durch Urkunden oder Bewaffnete durchsetzen aber auch dafür haften. - Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (37) begründet die Medizinalgesetzgebung im Edikt von Salerno, in der er auch den Apothekerstand vom Ärztestand trennt um Preistreiberei zu vermeiden. - König Heinrich von Staufen VII (St) (20) sammelt die Machträger des nichtfürstlichen Standes um Rückendeckung gegen seinen Vater Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (37) zu gewinnen. - Papst Gregor IX führt in Rom persönlich eine Inquisition durch, die mit vielen Kerkerstrafen und Todesstrafen auf dem Scheiterhaufen endet. - Nikolaus von der Leyen ist Burgmann auf der trierer Saarburg. - Die mainzer Stadt Landsberg und die mainzer Burg Rodersen werden von Landgraf Konrad von Thüringen in der Fehde mit dem mainzer
Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) (38) zerstört. - Graf Ruprecht von Nassau V (St) tritt in einen Orden ein und gibt seine Herrschaft an seinen Bruder Graf Heinrich von Nassau II (St), der Reiche, ab, der damit alleiniger Regent der Herrschaft Nassau ist. - Rheingraf Embricho (St) streitet sich vor König Heinrich von Staufen VII (St) (20) mit Graf Heinrich von Nassau II (St) um Wälder bei Bleidenstadt und erhält sie als Eigentum, wogegen Graf Heinrich von Nassau II (St) nur die Nutzung der Hälfte des Holzes erhält. Das Urteil bezeugen Wildgraf Konrad (St), Graf Heinrich von Diez (St) und Werner von Bolanden (St) .
1232 Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (38) überträgt die Reichsabtei Lorsch an den mainzer
Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) (38). Beträchtliche lorscher Gebiete im Odenwald sind Lehen an Pfalzgraf Ludwig den Kelheimer (St). Die Mark Heppenheim wird in einen mainzer und einen pfälzer Teil getrennt. Das mainzer Bensheim unterhalb der katzenelnbogener Burg Auerbach ist feindliches Ausland. - Graf Heinrich von Nassau II (St), der Reiche, verheiratet seine Tochter Elisabeth von Nassau mit Gerhard von Eppstein III (St) um einen Frieden zwischen Nassau und Eppstein zu erreichen. Graf Heinrich von Nassau II (St), der Reiche, befürchtet einen Verlust seiner Rechte an Wiesbaden, da König Heinrich von Staufen VII (St) (21) Wiesbaden vermutlich zur Reichsstadt erhebt. - Landgraf Konrad von Thüringen-Hessen erobert und zerstört Fritzlar, wobei die Stadtmauer zerstört wird, muss sich
aber am Wiederaufbau beteiligen um der Acht durch Papst Gregor IX zu entgehen. - Wetter: Schon zu Ostern ist es so warm, dass man im Freien baden kann. - Die Inquisition wird vom Papst den Dominikanern übergeben. - Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (38) erlässt das erste Reichsgesetz, ein Landfriedensgesetz in deutscher Sprache. - Der Sachsenspiegel, ein Lehn- und Landrechtsbuch wird erlassen. - Der grausame Inquisitor Konrad von Marburg lässt in Erfurt vier Adelige wegen Ketzerei verbrennen. Er ist besessen von der Existenz von Teufelsanbetern, den Luziferianern. - Johann von Heusenstamm verpfändet seinen Teil an der Burg Hayn an Ulrich von Münzenberg (St). - Gerlach von Isenburg - Limburg (St) baut auf einem Felsplateau am Rhein eine erste Wehranlage der Burg Arenfels. - Eberhard von Isenburg (St) ist Propst in Limburg an der Lahn. - Dietrich von Isenburg (St) steht unter Vormundschaft seines Onkels Rosemann von Isenburg (St). - König Heinrich von Staufen VII (St) (21) verzichtet den Bürgern von Frankfurt, Gelnhausen, Friedberg und Wetzlar gegenüber auf die Zwangsehe mit seinen Höflingen. Der frankfurter Bürger Johann Goldstein muß seine Tochter nicht mit einem königlichen Knecht verheiraten. - Gerlach von Isenburg I-Limburg (St) holt die Franziskaner nach Limburg an der Lahn. - Hugo von der Leyen ist Domherr in Trier. - Der mit Agnes von Staufen verheiratete Graf Rudolf von Habsburg (St) stirbt. - Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (38) stellt die Reichsunmittelbarkeit von Graf Heinrich von Sayn III (St) wieder her. - Graf Heinrich von Sayn III (St) kauft ein Haus in der Trankgasse in Köln für Aufenthalte mit seiner Frau Mechthild von Wied -Neuerburg. - Graf Ludwig von Rieneck II und seine Frau Adelheid von Henneberg gründen ihr Kloster Himmelthal bei Aschaffenburg.
1233 Der Inquisitor Konrad von Marburg denunziert Beginen auf dem Konzil von Mainz. - Der Inquisitor Konrad von Marburg lässt die Burg Wilnsdorf wegen Inquisitionsvergehen zerstören. - Der Franziskanermönch Roger Bacon studiert an der Universität von Paris als einer der ersten Verfechter empirischer Methoden. - 1. Würzburger Fehde. - Philipp von Bolanden I und Hohenfels und Herr von Falkenstein (St), ist Reichskämmerer und Burgvogt auf Burg Trifels. - Die Burg Staufenberg.ist Nebensitz der fuldaer Vögte von Ziegenhain. - Die Dernbacher verlassen die herborner Mark. - Burg Staufenberg ist im Besitz der Grafen von Ziegenhain. - Die Dominikaner lassen sich in Frankfurt an der östlichen Stadtmauer, der heutigen Battonstrasse nieder, predigen gegen die sittliche Verderbtheit und finanzieren ihr Leben durch Ablaßhandel für Sünden. - Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) zwangsreformiert das mainzer Kloster Altenmünster. Die adeligen Damen wenden sich vergeblich an den Papst. Die Rheingrafen sind Klostervögte von Altenmünster.
1234 Der Inquisitor Konrad von Marburg klagt Graf Heinrich von Sayn III (St) und Heinrich von Solms (St) als Ketzerfreunde an, deren Fall der Inquisitionsgerichtsbarkeit entzogen und einem Reichsgericht in Mainz unter der Teilnahme des deutschen König Heinrich von Staufen VII (St) (23) und 8 Bischöfen und 12 Zisterzienseräbten (grauen Äbten) als Eideshelfer überstellt und die frei gesprochen werden. Auf seinem Rückweg nach Marburg wird Konrad von Marburg von 6 Berittenen der ansässigen Ritterfamilie von Dernbach vermutlich auf Befehl von König Heinrich von Staufen VII (St) (23) ermordet. Von dem abgebrannten Dorf Dalen ziehen die Bewohner in das nahegelegene Pfarramt Sponheim und gründen eine Dorfgemeinschaft. - Das Reichsgut um Usingen fällt unter Verwaltung der Grafen von Diez. - Konrad von Hochstaden (St) versucht dem kölner Dompropst Konrad von Bueren die Dompropstei mit Gewalt streitig zu machen. - König Heinrich von Staufen VII lehnt sich gegen seinen Vater Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (40) auf und sucht vergeblich die Unterstützung des mainzer Erzbischofs Siegfried von Eppstein III (St) auf Kosten der Reichsfürsten seine Macht zu erweitern. - Die Tochter des letzten Grafen von Blieskastel, Elisabeth, stiftete Kloster Gräfinthal in Gräfinthal. - Mit dem Burgstall der alten Burg Trimberg, den die Witwe Heinrichs von Trimberg, Mechthildis von Henneberg, an das Hochstift Würzburg verkauft ist die gesamt Burg Trimberg in dessen Besitz. - Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) (40) beschwert sich bei Papst Gregor IX über den Eifer seines Inquisitors Konrad von Marburg mit dem Fall Alaidis von Klavelt, die deshalb nach Bingen kommt um sich als Hexe verbrennen zu lassen. Sie denunziert dabei ebenfalls ihre ganze Verwandtschaft um sie auf den Scheiterhaufen zu bringen. - Papst Gregor IX verschickt eine Sammlung von kirchlichen Verordnungen und Gesetzen an alle Klöster. - Auf dem Reichstag in Boppard sucht König Heinrich (VII) (23) vergeblich Unterstützung für seine Rebellion gegen seinen Vater Friedrich von Staufen II (St) (40). - König Heinrich von Staufen VII (St) (23) verleiht für die Unterstützung gegen seinen Vater Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (40) der Reichsstadt Oppenheim frankfurter Steuerrecht. - Der Vater von Reinhard von Hanau I (St) Reinhard von Dorfelden und Heinrich von Dorfelden teilen sich ihren Besitz. Reinhard von Dorfelden übernimmt Hanau um die von Heinrich von Dorfelden gewünschte Umwandlung in ein Zisterzienserkloster zu vermeiden. - Graf Lothar von Wied (St) trifft König König Heinrich VII (St) (23) am Königshof in Kaiserslautern. - Kloster Prüm will vergeblich ein eigenständiges Bistum werden. Papst Gregor IX lehnt ab.
1235 König Heinrich (VII) (24) trifft seinen Vater Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (41) in Wimpfen. - Der Aufstand von König Heinrich von Staufen (VII) (St) (24) wird von seinen Vater Kaiser Friedrich von Staufen II bei seiner Rückkehr aus Italien niedergeschlagen. Heinrich wird entthront und in apulischen Gefängnissen bis zu seinem Tod 1242 eingekerkert. Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (41) ruft den auch in mittelhochdeutsch verfassten Mainzer Landfrieden aus und hält mit dem mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) (41) einen prunkvollen Reichstag in Mainz ab, auf dem der Versuch seinen Sohn Konrad von Staufen IV (07) zum König wählen zu lassen scheitert. - Auf dem Platz der alten Stiftkirche in Limburg an der Lahn wird der Dom vom trierer Erzbischof Dietrich von Wied (St) eingeweiht. - Der Bau der städtischen Kirche St. Bartholomäus (ab 1256 Frankfurter Dom) wird begonnen. - Papst Gregor IX setzt offiziell die Inquisition (gegen Abweichler und Heiden) ein. - Der französche Rosenroman, ein Minnegesang, der von der Liebe zu einer Frau handelt, wird begonnen. - Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) (41) erwirbt die Starkenburg am Rhein. - Ein Mord wird erstmals durch die Analyse von Fliegenlarven auf dem Leichnam gelöst. - Die Edelfreien Peter von Dehrn und Kuno von Reifenberg sowie deren Frauen gründen ihr Kloster Gnadenthal um die Versorgung ihrer Töchter zu sichern. - Die isenburger Pfarrkirche wird direkt vor dem Eingang zur Burg Isenburg erbaut. - In der Königshundert im Königssondergau findet der letzte Reichstag auf dem Königsstuhl bei Erbenheim statt, dessen Steine zur Erbauung des Wartturms in Mainz-Kastel verwendet werden. - Die Stadt Köln begrüßt Prinzessin und Kaisergattin Isabella von England am Severinstor. - Auf dem Reichstag in Mainz wird durch englische Vermittlung der welfisch-staufische Streit beigelegt. Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (41) gibt Otto von Braunschweig I seine Besitzungen um Braunschweig und Lüneburg als neues erbliches Herzogtum. - König Heinrich (VII) (24) schenkt der Stadt Frankfurt Geld und Holz aus dem Reichswald zur Renovierung und Instandsetzung der alten Brücke. - Der trierer Erzbischof Theoderich von Wied (St) gewinnt 27 Ritter als Burgmannen in Montabaur. - Der Graf von Ziegenhain belehnt Ritter Hermann von Treffurt mit Schloss Spangenberg, der sich daraufhin von Spangenberg nennt. - Burg Bickenbach wird erbaut. - In Mainz wird Muntmannschaft verboten. Neubürger werden zu Muntmannen, wenn sie Land pachten und zum Waffendienst für ihren Pachtherrn genötigt werden.
1236 Unter Berufung auf die Konstantinischen Schenkung beansprucht Papst Gregor IX die Weltherrschaft. - Nach einem Massaker an 33 jüdischen Kindern in Fulda, aus Angst vor
jüdischen Ritualmorden an christlichen Kindern, verbietet Heinrich II
diese Beschuldigungen. - Ferdinand III von Kastilien erobert im Rahmen der Reconquista Cordoba und belehnt den muslemischen Herrscher Muhammad I zur Machtsicherung damit. Dieses Lehnsverhältnis besteht bis 1492. - Die Wildgrafen beginnen mit der Unterrstützung von Rheingraf Embricho (St) eine langjährige Fehde mit dem mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) (42) . - In der Schlacht von Schaulen, der Sonnenschlacht, unterliegt ein Livländisches Schwertbrüderordensheer den heidnischen Schemaiten. Der Schwertbürderorden wird Teil des Deutschen Ordens. - Gottfried Puller von Fleckenstein dient Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (42) in Italien. - Die frankfurter Fischer schwören der Stadt Frankfurt ihre Treue und ihre Hilfe bei Hochwasser und Eisgang. - Die Bürger von Oppenheim erhalten eine 14-tägige jährliche Messe für ihre Neuansiedelung von Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (42) in Anwesenheit von Graf Gerhard von Diez (St), Reichstruchsess Werner von Bolanden III (St), Philipp von Hohenfels (St) und Philipp von Falkenstein (St).
1237 Wallfahrt der Erfurter Kinder. Über hundert Kinder ziehen tanzend und springend 15 km in die schwarzburger Residenzstadt Arnstadt, wo sie erschöpft zu Boden sinken. Wer sie führt bleibt unbekannt. Die Eltern holen sie zurück. (Tanzwut es wird von einer Drogenvergiftung ausgegangen). - Konrad von Eberstein V wird Bischof von Speyer. Sein Bruder ist Graf Eberhard von Eberstein, verheiratet mit Gräfin Adelheid von Sayn (St), Schwester Agnes von Eberstein ist mit Graf Friedrich von Leiningen II (St) und Schwester Hedwig mit Raugraf Ruprecht von Altenbaumburg Simmern (St) verheiratet. - Die Grafschaft Sponheim wird geteilt, Johann von Sponheim I (St) erhält die Hintere Grafschaft Sponheim, Heinrich von Sponheim (St) und Simon von Sponheim I (St) die Vordere Grafschaft Sponheim. Die Stammburg Sponheim wird gemeinschaftlicher Besitz oder Witwensitz und verliert an Bedeutung. - Die Strahlenberger bauen ihre Burg Strahlenberg bei Schriesheim auf dem Grund des Klosters Ellwangen. - Die ehemalige gladenbacher Ritter-Burg Blankenstein ist im Besitz der Herren von Merenberg. - Die Leininger Grafen werden zu Schutzvögten von Kloster Limburg. - Die älteren Grafen von Blieskastel sterben aus und Burg Blieskastel fällt an die Grafen von Salm. - Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (42) erlaubt Philipp I von Falkenstein (St) auch an seine Töchter zu vererben. - Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (42) krönt seinen Sohn Konrad von Staufen IV (09) zum König und überträgt dem mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) (42) sowohl die Vormundschaft als auch das Amt des Reichsgubernators. - Graf Friedrich von Leiningen II (St), mit der ererbten Hardenburg, stirbt und der speyerer Bischof Konrad von Eberstein V teilt die Grafschaft Leiningen unter den Söhnen Friedrich von Leiningen III (St) und dem landecker Emich von Leiningen IV (St). Das leininger Siegel mit den drei Adlern erscheint auf der Teilungsurkunde. - Kawerzenhof (Geldwechsler) in Koblenz. - Der Livländische Schwertbrüderorden geht im Deutschen Orden auf. - Der mit Agnes von Sayn (St) verheiratete Graf Heinrich von Blieskastel stirbt. - Graf Simon von Katzenelnbogen (St) tritt auf einem Grafschaftsgerichtstag in Ubstadt auf. - Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) (43) kauft von den Brüdern Graf Konrad von Merenberg und Graf Wittekind von Merenberg die Herrschaft Ruchesloh. - Der würzburger Bischof Hermann von Lobdeburg verteilt die ererbten Güter Guntersblum unter den Brüdern Friedrich von Leiningen III (St) und Emich von Leiningen IV (St), der auch den kurkölnischen Lehnshof erhält. - Gerhard von Eppstein II (St) alias Gerhard von Braubach erbaut den dreistöckigen freistehenden Wohnturm im staufischen Stil auf der Marksburg. - Ein angeblich jüdischer Ritualmord in Fulda führt zu einem Aufstand.
1238 Muhammad ibn Nasar beginnt in südspanischen Granada eine bis 1492 dauernde muslimische Herrschaft mit 20 Sultanen, die durch das Fehlen einer Aristokratie viel autoritärer als christliche Herrscher regieren, aber der Region eine Blütezeit verschaffen. - Graf Siegfried von Wittgenstein I (St) begründet eine eigene Linie mit der Burg Wittgenstein als Stammsitz und territotialer Ausdehnung nach Norden. - Wetter: Ringförmige Sonnenfinsternis. - Bruno von Isenburg II (St) wird Herr der Grafschaft Wied. - Graf Poppo von Wertheim II stribt. Er trägt bis zu seinem Tod den illegitimen Namenszusatz von Gottes Gnaden. - Der friedberger Burggraf Rupert von Karben wird zusätzlich frankfurter Schultheiß. - Graf Hermann von Virneburg III (St) stribt im Kloster Himmerod als Mönch. - Der mit Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (44) blutsverwandte Konrad von Hochstaden (St), seine Mutter ist Mathilde von Vianden (St), wird Erzbischof von Köln. Graf Heinrich von Virneburg I wird einer seiner treuen Weggefährten. Der kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden (St) übernimmt mit dem Amt enorme Schulden bei venezianischen Bankiers. - Die Grabinschrift des frankfurter Patriziers Heinrich Knoblauchs bezeichnet ihn als Stifter des Barfüßerklosters. - Der würzburger Bischof Hermann von Lobdeburg kommt Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (44) in der Lombardei zu Hilfe und wird sein Vermittler.
1239 Königstein (Burg Nürings) geht in den Besitz der Hagen-Münzenberger über. - Die ursprüngliche frankfurter Salvatorkirche wird durch einen Umbau zur frankfurter Pfarrkirche St. Bartholomäus. - Kuno von Münzenberg III (St) und Ulrich von Münzenberg I (St) erhalten gemeinsam Burg Königstein. - Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) verweigert die Weihe der frankfurter städtischen Pfarrkirche St. Bartholomäus (ab 1562 Frankfurter Dom) weshalb sie Bischof Liudolf von Ratzeburg weiht. - Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (45) wird von Papst Gregor IX exkommuniziert. - König Konrad von Staufen IV (11) erbietet den Zuzug nach Oppenheim aus den Gebieten von Graf Simon von Sponheim in Kreuznach (St). - Der trierer Erzbischof Theoderich von Wied (St) erbaut die Kyllburg um den Norden des Territoriums zu verteidigen. - Der hagen-münzenberger Besitz wird geteilt. Ulrich von Münzenberg II (St) erhält Burg Hayn und sein Bruder Kuno von Münzenberg III (St) Burg Münzenberg. - Der Bau des romanischen mainzer Dom wird unter dem mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) (45) abgeschlossen. - Wildgraf Konrad II von Kyrburg (St) wagt eine 2. Fehde mit dem mainzer ErzbischofSiegfried von Eppstein III (St) (45) und unterliegt. - Mechthild von Büdingen heiratet Eberhard Reiz von Breuberg.
1240 Die Heilige Klara von Assisi setzt sich mit Gebeten einem Angriff der Sarazenen auf ihr Kloster entgegen. - Erfindung der Räderuhr. - Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) (46) lehnt es zunächst ab, sich gegen seinen exkommunizierten Mentor Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (46) zu stellen, und wird deshalb exkommuniziert, bleibt jedoch weiterhin unbeugsam. Der Mongolensturm verhinderte einen Krieg zwischen den Parteien. - Graf Friedrich von Leiningen III (St) erbaut Burg Neuleiningen. - Burg Rodenstein wird von den Herren von Crumbach und Rodenstein mit voller Unterstützung von Graf Diether von Katzenelnbogen IV (St) als Trutzburg gegen Burg Reichenberg gebaut. - Dürkheim wird leiningisch und erhält die Stadtrechte. - Bruno von Isenburg-Braunsberg (St) heiratet eine Gräfin von Wied und bildet die zweite Linie der Grafen von Wied. - Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) (46) beginnt eine zweijährige Fehde mit Wildgraf Konrad II von Kyrburg (St) was zur Verschuldung des reichen sponheimer Klosters Disibodenberg führt. - Die Grafen von Veldenz errichten Burg Montfort und vergeben sie als Lehen an Eberhard von Lautern. - Die Grafen von Virneburg stiften das Franziskanerkloster St. Nikolaus in Andernach. - Graf Simon von Sponheim I (St) heiratet die Nichte Margarethe von Heimbach des kölner Erzbischofs Konrad von Hochstaden I (St) mit den Zeugen Graf Heinrich von Sayn III (St), Graf Johann von Sponheim (St) und seinem Bruder Graf Heinrich von Heinsberg (St). - Die Grafentochter Yolanda von Vianden (St) will nach einem Besuch der Äbtissin, ihrer Tante, im Kloster bleiben. - Der münzenberger Burgherr Ulrich von Münzenberg I (St) wird von seinem Sohn Kuno von Münzenberg III (St) von der Burg Münzenberg vertrieben. - Der frankfurter Salierturm auf dem Römerberg ist mit 21m Durchmesser und 45m Höhe der höchste Turm Deutschlands. - Der satirische Roman Der Pfaffe Amis wird geschrieben. Er dient als Vorlage für Till Eulenspiegel. - Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) (46) und der trierer Dompropst Arnold von Isenburg II (St) bestimmen für den baldigen Tod von Lothar von Wied (St) (1245) eine gemeinschaftlichen Besitz der Grafschaft unter den Schwägern. - Der Westlettner im Mainzer Dom , der den Blick auf den Hauptaltar verhindert, wird erstellt und mit dem Bassenheimer Reiter geschmückt. - In Kloster Arnsburg bricht ein Aufstand wegen schlechter Bekleidung, Ernährung und Behandlung unter den Laienbrüdern, den Konversen aus.
1241
Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (47) marschiert auf Rom zu. - Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) verbündet sich ohne ersichtlichen Grund mit dem kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden (St) gegen den staufer Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (47) und leitet den Untergang der Staufer Dynastie ein. Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (47) ersetzt den mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) als Reichsgubernator durch dessen diesem feindlich gesinnten thüringer Landgraf Heinrich Raspe wonach es zu Kriegshandlungen kommt, aus. In der Wetterau greifen sie die Städte Büdingen und Ortenberg an. Burg Büdingen wird zerstört. - Weil die Kardinäle zum ersten Mal in einem Konklave den neuen Papst wählen müssen, stirbt der Nachfolger von Papst Gregor IX, Coelestin IV durch die Hitze des Wahlplatzes und der katastrophalen hygienischen Umstände nach der Papstwahl nach 17 Tagen. Erst nach einer zweijährigen Sedisvakanz, die das Ende der Aussöhnungsbemühungen mit
Kaiser Friedrich von Staufen II bedeutet wird 1243 ein neuer Papst gewählt. - Frankfurter Judenschlachten, nur 24 von ca. 200 Juden überleben. - In Sizilien wird der Apothekerstand gegründet. - Burg Sooneck ist im Besitz der aachener Korneliabteivögte, den Herren von Hohenfels, die ungerechtfertigten Rheinzoll verlangen und als Raubritter gelten. - Der wetzlarer Münzer heißt Arnold. - Der frankfurter Bürger und spätere Patrizier Ulricus Longus kauft zusammen mit dem frankfurter Juwelenhändler und königlichen Diplomaten Johann Goldstein, bei dem der Kaiser Friedrich von Staufen II regelmäßg zu Gast ist, das Dorf Fechenheim von den Herren von Dornberg aus ehemaligem königlichem Besitz. - Graf Friedrich von Leiningen III (St) erhält auf Druck von Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (47) das Lehen der Grafschaft Dagsburg. - Der speyerer Bischof Graf Konrad von Eberstein V (St) tritt einen Hof und das Münzrecht in Kreuznach an die Grafen von Sayn ab. Sein Bruder, der Burgherr von Burg Stauf Eberhard von Eberstein II, verheiratet mit Adelheid von Sayn (St) gründet das Zisterzienserinnenkloster Rosenthal. - Der friedberger Burggraf erbittet auf dem Rückweg vom speyerer Königshof seinen Schwager Ritter Kuno von Eschborn (Kronberg) um Geleit um sich vor dem mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) zu schützen. - Die Stadt Frankfurt steht mit 250 Mark Feinsilber an erster Stelle der Reichssteuerliste, die Stadt Gelnhausen an zweiter Stelle. - Burg Ortenberg wird zerstört. - Phillipp von Schönborn urkundet. - In Pisa stirbt der Mathematiker Fibonacci, nach dem die Fibonaccizahlen benannt werden. Mit Beispielen von Verlustgeschäften erkennt er die Vorteile von negativen Zahlen, die bis dahin für absurd gehalten werden und falsche Zahlen genannt werden. - Wetter: Sonnenfinsternis, bei der in Nürnberg zur Vesperzeit die Sterne zu sehen sind.
1242 Graf Gerhard von Diez (St) wechselt auf die antistaufer Seite des mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St). - Staufer-König Konrad von Staufen IV (14) Frankfurt durch den Judenpogrom finanziell stark geschädigt, privilegiert die frankfurter Bürger und Juden. - Die Eppsteiner beginnen im westlichen Königssondergau sich nassauischer Rechte zu bemächtigen. Die Reichsstadt Wiesbaden wird vom mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St ) erobert, zerstört und niedergebrannt. Der Status Reichststadt wird nie wieder erwähnt. Kastell (wiesbadener Stadtteil) wird von ihm belagert. - Das Stevensruder, ein mittschiffs am Heck mit Scharnieren angebrachtes Ruder wird zum ersten Mal nachweisbar. - Nach einem kurzen Bürgerkrieg gegen des Königs Kandidaten nach dem Tod des trierer Erzbischof Theoderich von Wied (St) folgt der trierer Erzbischof Arnold von Isenburg II (St) und erbaut die Zollburg Stolzenfels gegenüber der mainzer Zollburg Lahnstein. - Der vom Bodensee stammende Minnesänger Burkhart von Hohenstein prangert Standesunterschiede an und propagiert freiheitliche Gedanken indem er junge Adelige animiert auch auf Bauernfesten zu tanzen. - Philipp von Bolanden IV (St) nennt sich Philipp von Falkenstein I. - Burg Bischofstein wurde durch den trierer Erzbischof Arnold von Isenburg II (St) begonnen. - Gerlach von Isenburg I (St ) und sein Bruder Heinrich von Isenburg (St ) sind Gegner des Stauferkönigs Konrad IV. - Burg Fürstenberg, Burg Stahlberg und Burg Stahleck sind pfälzer Lehen. - Der Kanoniker Graf Heinrich von Virneburg I folgt seinem Vater Hermann von Virneburg III (St) noch aggressiver mit einem erfolgreichen Angriff auf das Stift Karden, dem er aber Wiedergutmachung leisten muss. - Schwere Verwüstungen im Rheingau als Vergeltung von Verwüstungen im Wormsgau durch Staufer-König Konrad von Staufen IV (14). - Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) belagert das von Philipp von Hohenfels (St) verteidigte Mainz-Kastell, das von wormser Bürgern erfolgreich unterstützt wird. - Beginen in Frankfurt. - Graf Wilhelm von Jülich I nimmt den kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden (St) gefangen und trotz der Gefangenschaft geht dieser aus der Schlacht als Sieger hervor. - Der internierte abgesetzte König Heinrich (VII) (31) Halbbruder von Staufer-König Konrad von Staufen IV (14) stirbt von Lepra gezeichnet bei einem Selbstmordversuch in Martirano. - Burg Grumbach ist im Besitz von seinem Erbauer Wildgraf Konrad II (St). - Konrad von Solms (St) wird Deutschordenskomtur von Elsass-Lothringen. - Werner von Bolanden (St) erhält Burg Mühlberg als Lehen. - Wildgraf Konrad II von Kyrburg (St) nimmt eine Burg Grumbach als brabanter Lehen. - Wildgraf Konrad II von Kyrburg (St) wagt eine 2. Fehde mit dem mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) und unterliegt. - Die Oppenheimer nehmen den Haupturheber der Zerstörung des kaiserlichen Wiesbadens den mainzer Domherrn, weilburger Propst Burghart von Ziegenhain, der im Auftrag des mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) zusammen mit seinem Bruder Graf Berthold von Ziegenhain die kaiserliche Stadt Wiesbaden erobert, gefangen und lehnen seine Freilassung ab. - Philipp von Hohenfels (St) erbittet erfolgreich Hilfe von Graf Friedrich von Leiningen (St) um mit den Reichsstädten gegen den mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) vorzugehen, der von Mainz bis Straßburg alle Dörfer, die sich von ihm nicht loskaufen verbrennen will und schon damit begonnen hat. - Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) beraubt in und um Mainz und auf dem Rhein wormser Bürger. - Feindseligkeiten gegen trierer Geistliche. - In der Schlacht bei Lechenich im Streit um die Stadtrechte von Jülich wird der kölner Erzbbischof Konrad I von Hochstaden (St) von Graf Wilhelm von Jülich IV gefangen genommen und 9 Monate auf ihrem Hauptsitz Burg Nideggen gefangen gehalten. - Eberhard Reiz von Breuberg verpflichtet sich dem mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein II (St) gegen Staufer-König Konrad IV. - Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (47) verbündet sich mit König Heinrich von England. - Der freie Ritter Ludwig II von Marburg ist Vogt von Frohnausen. - Konzil in Mainz.
1243 Die mainzer Starkenburg wird vom mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) (49) belagert. - Der kölner Erzbbischof Konrad I von Hochstaden (St) verlehnt die Burgen Fürstenberg, die Burg Stahlberg und die Burg Stahleck an den Pfalzgrafen. - Erzwungene mainzer Lehensauftragung von Burg Kyrberg. - Die Witwe Heinrichs von Wetzlar heiratet den Zentgrafen von (Burg-)Holzhausen und zieht mit ihrem Sohn, dem Patrizier Heinrich von Holzhausen III nach Frankfurt. - Die Grafen von Rieneck werden wegen Angriffen auf das Kloster Schlüchtern mit dem Reichsbann belegt. - Gerlach von Isenburg Limburg I (St ) brandschatzt und plündert Worms. - Markgraf Hermann V von Baden nimmt an der Schlacht bei Liegnitz teil um die Mongolen abzuwehren, Die Schlacht endet vernichtend, die Mongolen ziehen trotzdem ab. Seine Ehefrau Irmengard bittet um die Erlaubnis als Familiengrablege Kloster Lichtenthal gründen zu dürfen. Der stauferfeindliche straßburger Bischof Berthold von Teck lehnt ab, deshalb lässt sie den Grenzfluß umleiten und erhält vom stauferfeindlichen speyerer Bischof Konrad von Eberstein die erhoffte Erlaubnis. - Graf Poppo von Wertheim III unterstützt die Grafen von Rieneck in ihrer Fehde mit dem würzburger Bischof Hermann von Lobdeburg weil er mit Kunigunde von Rieneck verheiratet ist. - Graf Ludwig von Rieneck III heiratet Adelheid von Grumbach-Rothenfels und beauftragt den bürgerlichen Minnesänger Konrad von Würzburg die Geschichte vom Schwanritter niederzuschreiben. - Graf Gerhard von Diez (St) gründet widerrechtlich auf Reichsgrund zusammen mit seiner Frau Agnes von Saarwerden Kloster Thron. - Schwere Verwüstungen im Rheingau. -
Die heilige Hedwig von Andechs stirbt. Sie ist die Tante der heiligen Elisabeth von Thüringen. Ihr Bruder ist Bischof von Bamberg, ihr anderer Bruder Patriarch von Aquileia. - Im mainzer Dom wird der neue Kreuzgang eingeweiht. - Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) (49) inkorporiert das mainzer Kloster Altenmünster dem Zisterzienserkloster Eberbach unter Abt Rimuld und entzieht dadurch Rheingraf xxx die Klostervogtei. - Der würzburger Bischof Hermann von Lobdeburg wird bei seinem Rachefeldzug gegen den Abt von Fulda durch Graf Albert von Trimberg unterstützt.
1244 Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) (50) macht Mainz zur Freien Stadt um die Bürger auf seine Seite zu ziehen. - Der kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden (St) belagert die mainzer Residenz. - Thomas von Aquin wird Benediktinermönch, deshalb von seiner Familie Monate eingesperrt, und flieht nach Köln, wo er Schüler von Albertus Magnus wird. - Auf der Generalsynode in Fritzlar wird Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (50) vom Papst gebannt und die Stadt Erfurt vom mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) (50). - Nach dem Tod von Kuno von Münzenberg III (St) wird die Burg Münzenberg an seinen Bruder Ulrich von Münzenberg II (St) vererbt - Mode: Der Bayerische Landfrieden verbietet Ehefrauen Kleider mit Seidenbesatz und zur Kirche eine Kopfbedeckung außer einen Teil des Kleides zu tragen, erlaubt Bäuerinnen Baumwoll- und Lodenmäntel zu tragen. - Der in Akkon kämpfende Werner von Merenberg ist Marschall des Deutschen Ordens. - Der kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden (St) erbaut eine steinerne Burg in der Nähe seines Familiensitzes der Motte Husterknupp. - Der Staufergegner Heinrich von Stahleck (St) wird Bischof von Straßburg. - konrad von Dürn lässt sseine Nonnen von Gotthardsberg nach Kloster Seligenthal umsiedeln um aus dem Kloster wieder eine befestigte Burg zu machen. Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (50) verbietet den Umbau weshalb die Nonne wieder zurückkehren.
1245 Graf Diether von Katzenelnbogen IV stirbt (St). Es folgen Diether V und Eberhard I (St). Graf Diether von Katzenelnbogen V (St) erbaut Burg Rheinfels.
Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (51) öffnet sich den Wittelsbachern und nimmt dazu territorialer Verluste für den mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) (51) in Kauf. - Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (51) wird vom Konzil von Lyon abgesetzt und die mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) (51) und der kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden (St) verkünden die Absetzung in Deutschland. - Der Minnesänger Neidhart mit seinen bäuerlichen Liebes- und Raufdarstellungen stirbt. - Regensburg wird freie Reichsstadt. - Graf Friedrich von Leiningen III (St) heiratet die Wildgräfin Adelheid von Kyrburg. - Grafen Heinrich von Sayn III (St) mit Frau Gräfin Mechthild von Meißen-Landsberg. - Der dritte leininger Grafensohn Heinrich von Leiningen II (St ) wird Bischof von Speyer. - Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) vertreibt den stauferfreundlichen fuldaer Abt Konrad von Malkes III mit Unterstützung von Papst Innozenz IV. - Der hardehausener Abt Gottfried von Merenberg wird aus seinem Amt verdrängt. - Die büdinger Burg Ortenberg wird mit dem Tod von Gerlach von Büdingen II an die Ganerben, Eberhard Reiz von Breuberg mit Mechthild von Büdingen, Graf Albert von Trimberg mit Liutgart von Büdingen, Graf Konrad von Hohenlohe-Brauneck, Graf von Romagna und Graf von Molise mit Petrissa von Büdingen und Rosemann von Kempenich (St) mit Concea von Büdingen vererbt. - Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) weiht den unehelichen Sohn des meißner Markgrafen Dietrich von Wettin zum Bischof von Meißen. - Reinhard von Hanau I (St) ist mit Adeheid von Münzenberg verheiratet und erhält das Amt Babenhausen. - Der bamberger Bischof Heinrich von bietet im Auftrag von Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (51) seinem Bündnispartner, dem österreichischen Herzog Friedrich an das Herzogtum Österreich zum Königreich und Wien zur Bistumsstadt zu erheben, unter der Bedingung, dass dessen Nichte Gertrud (19) Kaiser Friedrich von Staufen II (St) (51) heiratet, was das Mädchen nach der Verlobung aber ablehnt. - Wildgraf Friedrich (St) ist Provisor der Templer in Supplingenburg.
1246 Burg Braunfels wird als solmser Verteidigungsburg gegen die Grafen von Nassau erbaut. - Das Fronleichnamsfest wird auf Anregung der heiligen Juliana von Lüttich, die in Visionen eine unvollständige Mondscheibe sieht, eingeführt. - Schlacht bei Frankfurt. - Mit Graf Heinrich von Sayn III (St) stirbt in der Sylvesternacht die Ältere Linie der Grafen von Sayn aus. - In der Schlacht bei Höchst laufen 2000 Bewaffnete und mehrere Grafen unerwartet von König Konrad von Staufen IV (St) (18) zu dessen ehemaligen Erzieher Heinrich Raspe über, wodurch es zu einer Panik kommt, im Main viele ertrinken und so die Schlacht für den Pfaffenkönig Gegenkönig Heinrich Raspe von Thüringen entscheiden. König Konrad von Staufen IV (St) (18) rettet sich ins staufertreue Frankfurt. - Philipp von Bolanden-Falkenstein (St) ist Verwalter der Reichsburg Trifels und Hüter der Reichskleinodien. - Der trierer Erzbischof Arnold von Isenburg II (St) beginnt mit Hilfe des kölner Erzbischofs Konrad von Hochstaden (St) die große Fehde gegen die pfälzer Burg Thurant von der aus Raubritter Berlewin, genannt Zurn mit der Duldung seines Herrn Pfalzgraf Otto von Wittelsbach II (St) die Mosel unsicher macht. - Verschwörung unter den engsten Mitarbeitern gegen Kaiser Friedrich von Staufen II (52). - Die geflohenen Mönche von Berg Karmel bauen ihr Kloster in Frankfurt aus. - Der mit Guda von Falkenstein verheiratete Minnesänger Schenk Konrad von Klingenberg (St) nimmt an der Hochzeit von König Konrad von Staufen IV mit Elisabeth von Wittelsbach von Bayern (St) in Augsburg teil. - König Konrad von Staufen IV (St) (18) macht Wittekind von Merenberg (St) und Konrad von Merenberg (St) zu Vögten von Wetzlar. - Die klostereberbacher Mönche gründen in Köln das Kloster Maria im Spiegel oder im Volksmund Jungfrauenkloster auf Besitz von Graf Heinrich von Sayn III (St). - Mönch Joffried wird Abt in Kloster Prüm. - Graf Heinrich von Sayn III (St) stirbt.
1247 Der klostereberbacher Hof Haßloch wird von Bewaffneten von Graf Diether von Katzenelnbogen V (St) angegriffen. Sie werden von frankfurter Truppen gefangengenommen, eingekerkert und auf Bitten des Kloster Eberbach wieder freigelassen. Die gräflichen Ritter und Burgmannen von Burg Auerbach bürgen für sie.
Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) (53) krönt Wilhelm von Holland, den Schwager von Graf Gerhard von Henneberg zum neuen Gegenkönig von König Konrad von Staufen IV (St) (19). - Sophie von Brabant, die Tochter der heiligen Elisabeth von Thüringen, läßt ihren Sohn Heinrich (3) zum ersten Landgrafen von Hessen (St) ausrufen. - Nach dem Tod von Graf Heinrich von Sayn III (St) fällt die Grafschaft mit Blankenberg, Hachenburg, Freusburg, Saffenberg, Hülchrath und Hadamar an den Neffen Graf Johann von Sponheim (St) und seine Brüder, dessen Söhne sich wieder von Sayn nennen und der in Hachenburg seine ständige Residenz des Grafengeschlechts von Sayn einrichtet. Gottfried von Eppstein II (St) und sein Sohn Gottfried von Eppstein III (St) erhalten die Hälfte der bamberger Lehen. - Mit Gerlach von Büdingen II Geschlecht der Herren von Büdingen stirbt im Mannesstamme aus. Erben sind die Schwiegersöhne von Hohenlohe-Brauneck, von Isenburg-Kempenich, von Trimberg, von Hohenlohe und die Herren von Isenburg. - Die Klosterkirche in Lorsch brennt zum zweiten Mal. - Da die Ludowinger mit dem Tod von Landgraf Heinrich Raspe von Thüringen auf der Wartburg aussterben beginnt der Thüringisch-hessische Erbfolgekrieg. - Gerlach von Isenburg I (St) übernimmt die Herrschaft von Limburg an der Lahn und bezeichnet sich als Herr von Limburg. - Das frankfurter Weißfrauenkloster brennt ab. - Der speyerer Bischof Heinrich von Leiningen (St) wird aus dem Bistum vertrieben und Kanzler von König Wilhelm von Holland. - Bürgerunruhen in Kreuznach. - Graf Heinrichs von Vianden (St ) Tante, die fromme Jolantha, wird auf Burg Schönecken gefangen gehalten, da sie in ein Kloster will. Albertus Magnus und der kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden (St) sind zu Gast bei der Familienberatung. - Die Familie von Lautern auf Burg Montfort nennt sich in von Montfort um. - In der Grafschaft Ziegenhain stirbt die Erbtochter. - Heinrich von Leiningen (St) wird Kanzler von Gegenkönig Wilhelm von Holland. - Johann von Sponheim I (St) übernimmt die Burg Sayn vom kinderlosen Graf Heinrich von Sayn III (St) der Jüngere, der Dicke (kölner Domvogt). - Der Minnesänger Neidhard ist tot. Seine bauernfeindliche Dichtung dient zur Belustigung des bayerischen Adels. - In Frankfurt existiert das Haus Alter Burggraf. - Mathilda von Nassau alias Mathilde von Geldern-Zütphen, die Frau von Graf Heinrich von Nassau II (St) stirbt. - Beistandsabkommen von Gerhard von Aremberg (alias Gerhard von Wildenburg) mit Graf Adolf von Berg V in dessen Konflikt mit Sponheim. - Der Burghauptmann von Montabaur Ruprecht von Nassau (St) stirbt. - Der Deutschordensrittter Ruprecht von Nassau (St) stirbt. - Heinrich von Nassau (St) ist Chorherr in Kloster Arnstein. - Gerlach von Büdingen II vererbt an vier Töchter. Tochter Concea von Büdingen erbt einen Teil von Büdingen. Ihr Ehemann Rosemann von Isenburg - Kempenich vertreibt Graf Albert von Graf Trimberg und Konrad von Hohenlohe gegen Kaiser Friedrich von Staufen II (53) aus der Ganerbenburg Büdingen. - In Mainz schließen sich die Reuerinnen, ehemalige Prostituierte, am Dietmarkt, dem heutigen Schillerplatz in einer Ordensgemeinschaft zusammen.
1248 Wetter: Hungersnot in Heidelberg. - Kreuzzug des französischen König Ludwig IX, bei dem sich die Teilnehmer von ihren Schulden befreit werden. - Hartmann von Lißberg grhört zu den Gründungsvätern, die beschließen den gotischen Neubau des kölner Doms. Gerhard von Reil wird Dombaumeister. Der alte kölner Dom brennt versehentlich komplett ab. - Burg Blankenstein wird von Landgräfin Sophie von Hessen, Sophie von Brabant eingenommen, um ihren unmündigen Sohn zu schützen, da sie in der Hand ihrer Gegner ist. - Der heilige Thomas von Aquin, italienischer Kirchenlehrer, der u.a. meint, dass Frauen zwar Kinder gebären, alles andere aber Männer besser können und dass nur ein arbeitsfreies und ganz den religiösen Übungen gewidmetes Leben christliche Tugenden ideal entfalten lässt, ist Schüler von Albertus Magnus in Köln. - Der heilige Ludwig IX, König von Frankreich, errichtet einen Schrein mit der angeblichen Dornenkrone Jesu in Paris. - Marburg wird hessische Residenz. - Graf Heinrich von Nassau II (St) führt Fehde gegen die Landgrafen von Hessen wegen des Herborner Landes und begründet eine jahrhundertelange Feindschaft. - Grundsteinlegung des Kölner Doms, der das größte und beeindruckendste Gotteshaus der Welt werden soll. - Das erste Adelsgeschlecht in Rödelheim sind die Edlen von Keppeler. - Der trierer Erzbischof Arnold von Isenburg II (St) belagert und erobert schließlich mit Hilfe des kölner Erzbischofs Konrad von Hochstaden (St) die pfälzer Burg Thurant und vertreibt Raubritter Berlewin, genannt Zurn, und seinen Herrn Pfalzgraf Otto von Wittelsbach Bayern II (St) damit von der Mosel und breitet den trierer Einfluß entscheidend aus. - Der kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden (St) erwirbt für Kurköln große Teile der Grafschaft Sayn. - Der trierer Erzbischof Arnold von Isenburg II (St) erbaut den fünfseitigen Bergfried der Burg Stolzenfels. - Der frankfurter Patrizier Walter Siglo zum Löwenstein besitzt ein Haus in der frankfurter Fahrgasse. - Die staufertreue Stadt Aachen weigert sich Wilhelm von Holland zu krönen. Wilhelm von Holland wird nach sechsmonatiger Belagerung, bei der ein Großteil der Stadt überschwemmt wird, zum König gekrönt und den Bürgern die alten Freiheiten bestätigt. - Gertrud, die Tochter der Heiligen Elisabeth von Thüringen, wird für 49 Jahre die dritte Meisterin des Klosters Altenberg bei Wetzlar. - Die Herzöge von Andechs-Meranien sterben aus und vererben Gebiete rings um Sonneberg und Coburg an Graf Gerhard von Henneberg. - Die Grafen von Sponheim sind Herren der Stadt Kreuznach und stellen Freiheitsurkunden aus. - Graf Heinrich von Heinsberg (St) übergibt seinem Bruder Simon (St) Kastellaun, Neef und Kirchberg. - Die kreuznacher Münze ist im Besitz von Simon von Sponheim (St). - Die Walram von Monschau versprochene Grafentochter Yolanda von Vianden (St), die während ihrer Pubertät auf Burg Schönecken eingesperrt war, darf ins langersehnte aber den Eltern unstandesgemäße luxemburger Kloster Marienthal. - Die Herrin von Thüringen und Hessen Sophie von Brabant, die Mutter von Heinrich von Hessen (St) wird vom hessischen Adel unterstützt und kämpft gegen den aufständischen thüringer Adel und erobert und zerstört Burg Blankenstein. - Pfalzgraf Otto von Wittelsbach Bayern II (St) setzt Graf Emich von Leiningen IV -Landeck (St) als Burgmann auf Burg Winzingen ein. - Die Grafen von Henneberg erhalten die Veste Coburg. - Das frankfurter Weißfrauenkloster brennt nieder. - Graf Heinrich von Vianden (St) nimmt am 6. Kreuzzug an der Seite des des französischen König Ludwig IX teil. - Gottfried von Eppstein (St) wird Marschall von Gegenkönig Wilhelm von Holland. - Kaiser Friedrich von Staufen II (54) stellt sein Falkenbuch fertig. - Konrad von Solms (St) wird Deutschordenskomtur von Hessen. - Gottfried von Eppstein (St) erhält die Burg Ölsbrück. - In Köln zeugen Graf Emicho von Leiningen (St), Graf Otto von Nassau (St), Wildgraf Emicho (St), Graf Heinrich von Weilnau (St), Gottfried von Eppstein (St) und Werner von Bolanden (St) bei einem Zusammentreffen mit dem Erzdiakon von Laon, dem späteren Papst Urban IV. - Wolfram vom Stein d. Ä. auf Burg Gutenberg alias Burg Weitersheim und seine Frau Agnes von Gudenburg stehlen Schweine vom Breitenfelser Hof und schenken dem Kloster Eberbach als Sühe 15 Morgen Land. - Burg Waffensand wird vom mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) (54) östlich von Marburg erbaut.
1249 In Ingelheim geht Graf Diether von Katzenelnbogen V (St) gegen Verpfändung von Trebur, Wasserbiblos, Krumstadt, Gensheim und anderem zugehörigen Reichsbesitz als Rat zu Gegenkönig Wilhelm von Holland über.
Kloster Rupertsberg gerät unter Beschuss. - Der Propst des mainzer St. Viktorstift wird der neue mainzer Erzbischof Christian von Bolanden II (St). Das mainzer St. Viktorstift wird mit Spenden überschüttet. - Die wiedisch-saynische Burg Hartenfels, die zur Sicherung der Hohen Strasse nach Köln dient, wird an den trierer Erzbischof Arnold von Isenburg II (St) verkauft. - Nieder-Ingelheim wird durch Gegenkönig Wilhelm von Holland und den mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) belagert und nach 40 Tagen übergeben. - Burg Frankenstein von Konrad II Reiz von Breuberg ist in Bau. - Der mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein III (St) (55) belagert Ingelheim und stirbt in Bingen. - Graf Hermann von Henneberg I (25) heiratet Margarete, die Schwester von Gegenkönig Wilhelm von Holland. - Holzbrücke über den Rhein bei Eglisau. - Der Erzbischof Arnold von Isenburg II (St) erwirbt den Anteil von Gräfin Mechthild von Sayn an Burg Hartenfels. - Kaiser Friedrich von Staufen II (55) entkommt einem Giftmordanschlag. Sein Kanzler Petrus de Vinea wird der Konspiration verdächtigt, geblendet und stirbt. - Landgräfin Sophie von Hessen, Sophie von Brabant erbaut Burg Naumburg. - Graf Emich von Leiningen (St), Graf Gerhard von Diez (St), Graf Heinrich von Weilnau (St), Wildgrad Konrad (St), Siegfried von Runkel (St) bezeugen wie Wildgraf Emicho (St) die Anwartschaft auf die erbenlose Grafschaft Werda von Gegenkönig Wilhelm von Holland erhält. - Gräfin Katharina von Nassau (St) wird Äbrissin von Kloster Altenberg.
1250 Eroberungsfeldzug von Gegenkönig Wilhelm von Holland am Mittelrhein. - Gilde der Kräuterhändler in Flensburg - Magnetkompasse kommen auf. - Der italienische Vulkan Ätna bricht aus. - Philipp von Hohenfels (St) verteidigt die staufische Reichsstadt Boppard gegen Gegenkönig Wilhelm von Holland. - Goldbergbau am Eisenberg in Korbach wird erwähnt. - Auf Burg Runkel führen Familienstreitigkeiten zur Vertreibung von Heinrich von Runkel (St) durch Siegfried von Runkel (St). - Die Stadt Schmalkalden wird erwähnt. - Die Grafschaft Solms teilt sich in Solms-Königsberg, Solms-Burgsolms und Solms-Braunfels. - Markgraf Rudolf von Baden I (St) beginnt mit dem Ausbau der Burg Hohenbaden. - Beginn des Baus der Stadtmauer von Koblenz. - Die Herren von Bickenbach ziehen in die Burg Klingenberg an die Ostgrenze des mainzer Einflußbereichs. - König Konrad von Staufen IV (St) entgeht in Regensburg nur knapp einem Mordanschlag. König Konrad von Staufen IV beschuldigt Papst Innozenz IV als Auftraggeber. - Gegenkönig Wilhelm von Holland belagert vergeblich Gelnhausen. - Der ehemalige Graf Werner von Battenberg ist Mönch. - Drei Brüder von der Burg Leyen an der. Nahe schließen Frieden nach einer Fehde mit Kloster Eberbach. - Deidesheim wird im Kampf von Heinrich von Leiningen (St) und König Konrad von Staufen IV niedergebrannt. - Auf dem Weg zum nach Lyon geflohenen Papst Innozenz IV stirbt Kaiser Friedrich von Staufen II (56) als Zisterzienser gekleidet mit Fieber und Durchfall in Italien. - Graf Heinrich von Diez-Weilnau II (St), Graf Diether von Katzenelnbogen V (St), Raugraf Konrad III von Stolzenberg (St), Ulrich von Münzenberg II (St) und Reichstruchsess Werner von Bolanden (St) brandschatzen in Bechtoldsheim mit Gegenkönig Wilhelm von Holland aus Vergeltung für Boppard die Gebiete von Philipp von Hohenfels (St). - Gegenkönig Wilhelm von Holland erklärt den Besitz von Burgherr Philipp von Hohenfels (St) und den Anteilseignern, den Brüdern Werner von Bolanden IV (St) und Philipp von Falkenstein (St) Burg Weisenau als vom Landfrieden zerstört und soll nicht wieder aufgebaut werden. - König Konrad von Staufen IV (18) heiratet die Landshuterin Elisabeth von Wittelsbach-Bayern (St) (19). - Gegenkönig Wilhelm von Holland zerstört Burg Bürgel (Offenbach). - Villmar wird von Vogt xxx von Isenburg mit Mauern, Türmen und Toren befestigt. - Das mainzer Kloster Dalem wird zerstört. Nur das Nonnenkloster wird wieder aufgebaut. - König Konrad von Staufen IV hält den Feldzug von Gegenkönig Wilhelm von Holland auf. Der Wechsel von oberitalienischen Städten zum Kaiser zwingt Innozenz IV zu Verhandlungen.
1251 Graf Diether von Katzenelnbogen V (St) erwirbt von Gegenkönig Wilhelm von Holland bopparder Reichseinkünfte und sieht sich veranlaßt dem großen rheinischen Städtebund beizutreten. Graf Walram von Nassau II (St) heiratet Adelheid von Katzenelnbogen (St).
Graf Heinrich von Nassau II der Reiche von Nassau (St) stirbt. - Graf Diether von Katzenelnbogen V (St) gibt seinem osterspayerer Hörigen Hartlieb die Freiheit. Hartlieb verkauft seine osterspayerer Weinberge. - Die 100 jährige Dernbacher Fehde (bis ca. 1330) mit dem eingesessenen Landadel um Herborn wird erstmals erwähnt. - Die heilige Reinhild von Westerkappeln soll von ihrer Mutter zweimal ermordet worden sein. - Das nassauische Herborn erhält Stadtrechte und das herborner Schloss wird erbaut. - Konrad von Dürn I teilt seinen Besitz unter seinen drei Söhnen Boppo I mit der Grafschaft Dilsberg, Ruprecht II mit dem Besitz um Forchtenberg und Ulrich III mit dem Besitz um die Wildenburg. - Der herborner örtliche Adel kämpft um seine Rechte an den Erzgruben im herborner Schelderwald. - Die Stadt der stauferfreundlichen Herren von Bolanden-Hohenfels Pfeddersheim wird vom mainzer Erzbischof Gerhard von Daun I in Schutt und Asche gelegt. - König Konrad von Staufen IV verliert die Stadt Boppard, einen Eckpfeiler des staufer Verteidigungssystems. - König Konrad von Staufen IV verlehnt in Frankfurt den gerodeten Wald Lindau zwischen Bockenheim und Stadtmauer an Reichsschultheiß Wolfram von Praunheim II . Die Die Familie stellt bis 1282 3 Reichsschultheiße. - Der straßburger Bischof Heinrich von Stahleck (St) erläßt Strafbestimmungen gegen stauferfreundliche Bürger und Ministeriale von Straßburg. - Johann Kämmerer von Worms ist Herr von Rüdesheim und mit Beatrix von Randeck verheiratet. - Der mainzer Erzbischof Christian von Bolanden II (St) verweigert den Kampf gegen König Konrad von Staufen IV. Gegenkönig Wilhelm von Holland , der trierer Erzbischof Arnold von Isenburg II (St) und der speyerer Bischof Heinrich von Leiningen (St) treffen sich mit Papst Innozenz IV, bei dem sie sich über den zu friedfertigen mainzer Erzbischof Christian von Bolanden II (St) beschweren. Der päpstliche Kardinallegat Hogo von Santa Sabina kommt nach Mainz und überzeugt den mainzer Erzbischof Christian von Bolanden II (St) gegen Entschädigung zurückzutreten. - Der neue mainzer Erzbischof Gerhard von Daun (St) erweist sich als Unterstützer von König Konrad von Staufen IV. - Der Papst Innozenz IV ergebene Reinhard von Hanau I (St) und Münzenberg überbringt die päpstliche Drohung an den exkommunizierten frankfurter Dekan Konrad und andere Kanoniker, die Stadt innerhalb von zwei Monaten zu verlassen und falls sie seinem Befehl nicht nachkommen allen unwiderruflich ihre Einkommen zu entziehen.
1252
Der Floren (fl), eine weitverbreitete Goldmünze als Gulden bekannt, wird
zum ersten Mal in Florenz geprägt. - Die böhmische heilige Zdislava stirbt. Sie soll fünf Tote wiedererweckt haben. - Friedberg wird Reichsstadt. - Der mainzer Erzbischof Gerlach baut in 2 km Nähe der kleinen hölzernen Rundwasserburg der Herren von Wolfskehlen im Hahnfeld eine mainzer Gegenburg. - Nach dem Tod von Graf Heinrich von Vianden (St), nach der Rückkehr vom gescheiterten 6. Kreuzzug des französischen Königs Ludwig IX, zieht seine Witwe zu ihrer Tochter Yolanda von Vianden (St) ins Kloster Marienthal. - Der heilige Petrus von Verona, Inquisitor für Como und Mailand bekämpft die Katharer und wird bei Mailand ermordet. - Ebstorfer Weltkarte mit Jerusalem als Mittelpunkt. - Konrad von Frankenstein I (Burg Breuberg) wird als Erbauer der Burg Frankenstein erwähnt. - Der gemeinsame Vorfahr der Patrizierfamilie Glauburg Henricus de platea, Heinrich von Wetzlar, wohnt in der Eisengasse, die von der Brücke in die Stadt Wetzlar führt. - Elisabeth von Braunschweig (St ) heiratet Gegenkönig Wilhelm von Holland. - Ulrich von Münzenberg II (St) wandelt sein benediktinisches Hauskloster Patershausen in ein Zisterzienserinnenkloster mit dem Namen Jungfrauenkrone um in dem seine Schwester Lucardis von Münzenberg (St) die erste Äbtissin wird. - Heinrich von Vianden I (St) ist Schlultheiß von Köln. - Der speyerer Bischof Heinrich von Leiningen II (St) und Kanzler von König Wilhelm von Holland erhält die Herrschaft Kislau. - Werner von Bolanden IV (St) und Philipp von Falkenstein (St) befehden ihren Mitbewohner auf Burg Weisenau den Gegner von Gegenkönig Wilhelm von Holland Burgherr von Weisenau Philipp von Hohenfels (St) um ihn zum Verkauf der Burg Weisenau zu drängen. - Der durch seine mystische Vermählung mit Maria berühmt gewordenene Prämonstratensermönch, der Kölner Hermann Joseph von Steinfeld stirbt und hinterlässt Kloster Steinfeld als Wallfahrtsort. - Papst Innozuenz IV erlaubt dem mainzer Domkapitel die Selbstergänzung, wodurch die Sitze im mainzer Domkapitel erblich werden. - Der wiesenfelder Komtur des Deutschen Ordens Graf Werner von Battenberg und Wittgenstein wird Land-Komtur von Marburg. - Das 72 Meter lange Dormitorium in den Kloster Eberbach ist in Bau.
1253 Der rheinische Städtebund belagert die aachener kameliabteivögtlichen Raubritterburgen Sooneck und Reichenstein. Burg Reichenstein wird zerstört aber sofort wieder aufgebaut. - Die Burg Neuenbaumburg wird von den Raugrafen erbaut, folglich gibt es schon die Altenbaumburg bei Bad Kreuznach, die Stammburg der Raugrafen. - Amorbach erhält Stadtrechte. - Die Burgen Sayn und Hachenburg fallen nachdem Tod von Graf Eberhard von Eberstein (St ) an seinen Onkel Graf Johann von Sponheim (St). - Im Kloster Brunnenburg sind Kirche und Nonnenhaus fertiggestellt. Das Dormitorium erlaubt 30 Nonnen Schlafmöglichkeiten. Nur die Äbitissin hat durch ihre Räumlichkeiten Zugang zur Außenwelt. - Eberhard von Sayn (St) ist Landmeister des Schwertbrüderordens in Livland. - Burgherr von Weisenau Philipp von Hohenfels (St) verkauft der Stadt Mainz seinen Teil an Burg Weisenau. - Der zurückgetretene mainzer Erzbischof Christian von Bolanden II (St) (74) stirbt in Paris. - Der mächtige Konrad von Dürn verleiht in einer Amtsanmaßung Amorbach die Stadtrechte und Marktrechte.
1254 Die Brüder Konrad von Bickenbach und Otto von Bickenbach, Herren von Bickenbach verbünden sich mit ihrem Herrn Graf Diether von Katzenelnbogen V (St) gegen Ulrich von Münzenberg II (St).
Der letzte Stauferkönig Konrad von Staufen IV stirbt in einem Heerlager in Lavello. - Interregnum beginnt und dauert bis 1273. - Worms, Mainz und Speyer schließen sich zum Rheinischen Städtebund zusammen. - Graf Friedrich von Leiningen III (St) tritt gegen seinen Bruder Graf Emich von Leiningen IV -Landeck (St) dem vom mainzer oberster Polizisten Arnold Walpod gegründeten Rheinischen Städtebund bei, der auch eine Armensteuer zu Ostern festsetzt. - Heinrich von Leiningen II (St ) wird Bischof von Würzburg. - Graf Emich von Leiningen IV -Landeck (St) ist Blutsverwandter von Graf Heinrich von Zweibrücken (St). - Der mainzer Patrizier Ulrich zum Rosenbaum (Wappen mit drei Löwenköpfen und einem Balken) aus der Familie Löwenhaupt ist eine der Führungspersonen des des Rheinische Städtebundes . - Der Rheinische Städtebund geht gegen Reichstruchsess Werner von Bolanden (St) und Niederadelige der Umgebung von Mainz vor und zerstört die bolandener Burg Nieder-Ingelheim mitsamt dem Turm Boländer. - Gegenkönig Wilhelm von Holland wird König.- Frankfurt tritt dem Rheinischen Städtebund bei. - In Worms wird Albertus Magnus beauftragt die deutschen Dominikanerklöster zu kontrollieren und zieht bis 1257 barfuß durch Deutschland. - Ritter Eberhard von Echzell kauft von der Mutter des frankfurter Schultheiß katzenelnbogener Lehen von Graf Diether von Katzenelnbogen V (St) in Gonsenheim. - Gottfried von Eppstein (St) wird als Reichsmarschall von Gegenkönig Wilhelm von Holland eingesetzt, um die zerstörte ehemalige Reichsstadt Schweinfurt wieder aufzubauen.
1255 Die Grafschaft Nassau wird unter den Brüdern Walram von Nassau II (St) und Otto von Nassau I (St) zum ersten Mal geteilt. Die Lahn bildet die Teilungsgrenze, Otto von Nassau I (St) erhält die nördlichen Gebiete und Walram von Nassau II (St) die südlichen. Burg Sonnenberg fällt an Walram, der sie an Otto von Nassau I (St) verpfändet. - Graf Diether von Katzenelnbogen V (St) vollendet den Bau der Burg Rheinfels. - Der venezianische Kaufmann und Weltreisende Marco Polo wird geboren. - Lorch wird mit seiner Pfarrei zum ersten Mal urkundlich erwähnt. - Das Geschlecht der Reichsministerialen von Münzenberg stirbt mit dem kinderlosen Ulrich von Münzenberg II (St) im Mannesstamm aus und das Erbe wird durch die Töchter an die Reinhard von Hanau I (St), Philipp von Falkenstein (St) (Münzenberg, Lich), die Herren von Weinsberg, von Pappenheim und von Schöneberg als Ganerbe aufgeteilt. Vilbel wird dabei durch die Nidda geteilt: Der Osten an Philipp von Falkenstein (St), der Westen zu Hanau. Offenbach fällt an Falkenstein. Philipp von Falkenstein (St) erbt damit Burg Königstein. - Die Ritter Werner und Gerlach Schelm von Bommersheim behalten unrechtmäßig sieben Höfe in Rödelheim. - Die Reichsstadt Oberwesel wird Mitglied des Rheinischen Städtebundes. - Graf Adolf von Waldeck ist königlicher Hofrichter, der einen Waffenstillstand zwischen dem Rheinischen Städtebund und den Landesherren vermittelt - Wetter: Hochwasser in Limburg an der Lahn und Sturzwasserekatastrophe in Wetzlar. - Graf Emich von Leiningen IV -Landeck (St) verschleppt Boten aus Mainz und Worms auf dem Weg zu einem Städtetag ins Elsaß bei Hördt auf Burg Landeck. - Während der Abwesenheit von König Wilhelm von Holland überfällt der staufertreue Graf Hermann von Rietberg die welfische Königin Elisabeth von Braunschweig in Begleitung von Reichsjustitiar Graf Adolf von Waldeck auf dem Weg zur Burg Trifels und hält sie auf Burg Rietburg gefangen. Regionale Fürsten und Städte zwingen ihn die Königin freizulassen. Der staufertreue Graf Hermann von Rietberg bleibt am Leben, Burg Rietburg wird zerstört und zur Reichsburg erklärt und an den elsässischen Landvogt Otto von Ochsenstein übergeben. - In Marburg wird eine Ballei des Deutschen Ordens eingerichtet. - Ulrich von Liechtenstein verfasst sein Frauenbuch , ein Streitgespräch zwischen einer Dame und einem Ritter. Ulrich von Liechtenstein wird berüchtigt dafür sogar das Wasser das er seiner Geliebten wie die Edelknaben knieend zum Händewaschen reichte getrunken zu haben. - Erster Handwerker, ein Schmied, im tübingischen Gießen. - Gerhard von Eppsteins (St) Erben Graf Emich von Leiningen IV (St), Graf Adolf von Waldeck, Werner von Bolanden (St), Graf Diether von Katzenelnbogen V (St), Werner von Eppstein (St) und Reinhard von Hanau I (St) erhalten von König Wilhelm von Holland die Erlaubnis die Hälfte ihrer Schulden durch entsprechende Verpfändung von Reichsgütern zu ersetzen. - Durch die Kriegsunruhen sind Kloster St. Alban, Kloster St. Jakob, Kloster Disibodenberg und Kloster Bleidenstadt mit ihren Zahlungen im Rückstand.
1256 Graf Diether von Katzenelnbogen V (St) verletzt den mainzer Bürgern gegenüber den rheinischen Landfrieden. Rheinfels wird gegen den großen rheinischen Städtebund von Graf Diether von Katzenelnbogen V (St) trotz langer Belagerung von 26 Städten siegreich behauptet.
Wetter: Vulkanausbruch (Örtlichkeit unbekannt) leitet kleine Eiszeit ein. Die Getreideart Dinkel wird nicht mehr reif, deshalb grün geerntet und geröstet. Ringförmige Sonnenfinsternis. - Thomas von Aquin lehrt in Paris. - Graf Heinrich von Luxemburg (St) erobert Namur während Markgraf Balduin von Courtenay sich in Konstantinopel befindet. - König Wilhelm von Holland bricht bei einem Kriegszug gegen Gräfin Margarethe von Flandern mit seinem Pferd im Eis ein und wird erschlagen. - Der oberbayerische Herzog Pfalzgraf Ludwig von Wittelsbach II bei Rhein (St) verdächtigt nach einer Verwechslung des Liebesbriefs an ihn und einen Brief an einen Bekannten seine erste Ehefrau Maria von Brabant (30) des Ehebruchs, bricht einen Kriegszug ab, konfrontiert sie und lässt seine Ehefrau, zwei Hofdamen und den Burgvogt auf Burg Mangoldstein bei Donauwörth hinrichten. Der verwechselte Brief taucht nach den Hinrichtungen auf. - Die Stadt Bologna verkündet die Legge del Paradiso (Paradiesgesetz) und kauft alle ihre 5855 Sklaven mit 54000 Lira öffentlichem Geld zur Steigerung der Produktivität frei. - Burg Glauburg wird zerstört. Der Reichsministeriale und Burgmann Arnold von Düdelsheim stirbt bei der Zerstörung. Seine Witwe Gertrud zieht mit ihrem Sohn Johann nach Frankfurt nieder. Sie ist namensgebend für das Patriziergeschlecht Glauburg. - Der Wetterauer Städtebund wird von den 4 Reichsstädten Frankfurt, Gelnhausen, Friedberg und Wetzlar in der Wetterau gegründet. - Maximum der Eskalationen der Raubritter im Bistum Fulda, die sogar vor Pilgern nicht zurückschrecken. - Der Marschall von Luxemburg Heinrich von Daun II stirbt. Sein Bruder ist der Marschall von Holland Wirich von Daun. - Graf Ludwig von Loon-Rieneck III heiratet Adelheid von Henneberg.
1257 Graf Diether von Katzenelnbogen V (St) erlangt die Hälfte der Vogtei Umstadt mit dem dortigen Forst als fuldaer Lehen aus der münzenberger Erbschaft.
Mit der Doppelwahl bricht der rheinische Städtebund auseinander. - Wetter: Der Neckar ändert nach einer Flut seinen Flußlauf und mündet statt südlich nun nördlich von Mannheim in den Rhein. - Burg Gutenfels am Rhein wird erbaut - Boppard wird von Mainz belagert. - Das Rechtsbuch Schwabenspiegel wird verfasst. - Richard von Cornwall sichert Frankfurt das Privileg zu keine eigene Burg in der Stadt errichten zu lassen. Der Wehrturm auf dem Römerberg wird nicht mehr weitergebaut. - Philipp von Falkenstein (St) wird Reichserbkämmerer und somit Verwahrer der Reichsinsignien oder Reichskleinodien Krone, Zepter und Schwert des deutschen Königs auf Burg Trifels in der Pfalz. - Rheingraf Eberhard von Baumburg I (St) wird Bischof von Worms. - Das Kloster Bleidenstadt ist so arm, dass es vom straßburger Bischof Heinrich von Stahleck einen Ablaß erhält. - Hartmut von Kronberg führt eine Krone im Siegel. - Die solmser Burg Königsberg ist hessisches Offenhaus. - Für die Anerkennung von König Richard von Cornwall erhalten die Rheingrafen die Burg Schwabsburg als Reichslehen. - Der marburger Landkomtur des Deutschen Ordens Graf Werner von Battenberg und Wittgenstein wird Deutschordens-Komtur von Balga (Königsberg).
1258 nimmt Graf Diether von Katzenelnbogen V (St) wahrscheinlich wegen Streitigkeiten hinsichtlich Zwingenberg den mainzer Erzbischof Gerhard von Eppstein II (St) gefangen.
Graf Siegfried von Wittgenstein I erwirbt um sich Richtung Rothaargebierge auszubreiten aus den Besitzungen des Klosters Grafschaft die Hälfte der Stadt Berleburg, in der kölner Münzen geprägt werden. - Der kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden (St) ist Erzkanzler für Italien und bricht die Macht der kölner Patrizier, in dem er statt deren Schöffen neue Schöffen aus den Zünften einsetzt. - Haus Limburg entsteht mit der Erbteilung zwischen Gerlach von Isenburg I -Limburg (St) und Heinrich von Isenburg II (St). - Reinhard von Hanau I (St) verzichtet auf Königstein. - Ausbau der isenburger Burg Arenfels in Bad Hönningen durch Gerlach von Isenburg (St). - Friedensvertrag zwischen Isenburg, Sayn, Wied und der Witwe Mechthild von Sayn. - Ritter Heinrich von Heppenheft, der ein bolandener Burglehen in Kaub besitzt, überträgt dem Klosters Eberbach die mit Rotwein bepflanzte Hälfte des Gräfenbergs bei Kiedrich. - Graf Emich von Leiningen IV -Landeck (St) erhält vom mainzer Erzbischof Gerhard von Daun I und des bayerischen Herzog Pfalzgraf Ludwig von Wittelsbach II (St) die Erlaubnis auch an seine Töchter zu vererben. - Die Grafen von Rieneck erobern Burg Randenburg auf mainzer Gebiet im vorderen Spessart. - Graf Ludwig von Rieneck führt in seinem Helmschmuck einen Schwan in Anlehnung an die Geschichte vom Schwanenritter, den er für seinen Vorfahren hält. - Der mainzer Erzbischof Werner von Eppstein (St) schafft kirchenpolitsch die Voraussetzung den Grafen von Rieneck den erbeuteten vorderen Spessart und die neu erbauten Burgen durch das Gesetz von 1220 von Kaiser Friedrich von Staufen II über das Verbot von Neubauten von befestigten Anlagen wieder abzunehmen. - Raugraf Eberhard wird Bischof von Worms. - Graf Otto von Nassau I (St) erkennt die Rechte von Siegfried von Westerburg (St) in der Herrschaft Westerwald an. - Die Brüder Heinrich von Isenburg (St) und Gerlach von Isenburg (St) streiten sich um die Herrschaft Cleeberg. - Gottfried von Eppstein (St) besitzt einen Anteil an der Herrschaft Cleeberg mit den Dörfen Ober-Mörlen und Nieder-Mörlen, zahlt aber seinen Beitrag zur Burg Cleeberg nicht und wird von den Ganerben aus der Burggemeinschaft Cleeberg ausgeschlossen. - Tod von Graf Friedrich von Vianden - Neuerburg (St). Die beiden Burgen Oberburg alias Aldenburg und Niederburg sind Teil seines Erbes. - In Basel wird der Orden zum Papagei als Antwort auf die Gründung des Ordens zum Stern gegründet. Der Papageienorden verjagt den Orden zum Stern aus Basel, der zu Graf Rudolf von Habsburg I (St) flieht und dort Schutz findet. - Der kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden (St), der sogar selbst manipulierte Münzen prägen lässt, entzieht den kölner Münzern, der kölner Münzerhausgenossenschaft wegen Unregelmäßigkeiten das Münzrecht. - Wildgraf Konrad II von Kyrburg (St) ordnet die Teilung der Wildgrafschaft unter seinen Söhnen an. - In Worms verhandelt die Stadt Worms mit dem mainzer Erzbischof, Graf Emich von Leiningen (St), Raugraf Konrad (St), Wildgraf Konrad III (St), der rüdesheimer Vitztum und der Tempelherrenmeister mit den Unterhändlern von König Richard von Cornwall im Streit mit Jakob von Stein. - Der Tempelritter Hildebrand ist auf dem Hof Iben.
1259 Graf Diether von Katzenelnbogen V (St) versucht vergeblich aus der münzenberger Erbschaft die Grafschaft Haselberg, das Gericht zu Langen und anderen Besitz an sich zu bringen, vermag jedoch die Herrschaft Dornberg als erledigtes Lehen einzuziehen. Reinheim wird gegründet.
Auf der Synode von Fritzlar, der Kaiserstadt müssen sich Beginen ihr Leben in zahlreichen Gebieten einschränken lassen. Es kommt zu Verfolgungen. - Die obere Burg in der Stadt Siegen wird urkundllich erwähnt. - Die Stadt Köln erhält das Stapelrecht. - Hanau besitzt einen Erbanteil an Burg Münzenberg. - Der speyerer Bischof Heinrich von Leiningen (St) kauft die Burg Hornberg von den Amtmann des Grafen von Lauffen, dem Juncker von Hornberg, wobei die Brüder Junker von Dürn und ein Graf Ludwig von Ziegenhain auf ihren Anspruch verzichten. - Das Benediktinerkloster Disibodenberg wird eine Zisterzienserabtei. - Das mainzer St. Viktorstift zieht für 1 Jahr hinter die Mauern der Stadt Mainz. - Ende des Streits zwischen Graf Gottfried von Sayn (St) mit den Grafen Graf Walram von Nassau II (St) und Graf Otto von Nassau (St).
1260 teilen die Brüder Graf Diether von Katzenelnbogen V (St) (ältere Linie) und Graf Eberhard von Katzenelnbogen I (St) (jüngere Linie) die Grafschaft Katzenelnbogen.
Im gleichen Jahr erwirbt Graf Diether von Katzenelnbogen V (St) von König Richard (Gegenkönig von Alfons dem Weisen) Pfandrechte an bopparder Zollanteilen. Die wormser Bürger zerstören mit Graf Diether von Katzenelnbogen V (St) die Befestigungen der Stadt Alzey. Die Grafen von Katzenelnbogen besitzen gewisse Rechte an Burg Sterrenberg, da eine Hörige Graf Eberhard zufällt.
Einsetzten des Baus von Schleusen und Kanälen. - Bau des 25 Meter tiefen Judenbades, der Mikwe, in Friedberg. Die Grafen von Veldenz sterben im Mannesstamm aus. - Der kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden (St) schlägt einen Aufstand der kölner Patrizier im Streit um mehr Rechte brutal nieder und sperrte sie, sofern er sie nicht zum Tode verurteilen lässt, in Godesberg ein. - Graf Emich von Leiningen IV -Landeck (St) lässt in der Ebene unterhalb der Burg Landeck die Stadt Landau gründen. - In der untergegangenen Stadt Prinzbach werden von den Walter von Geroldseck (St) große Silbervorkommen gefördert, das in der Familie zu Großmachtsträumen führt. Walter von Geroldseck wird zum Bischof von Straßburg gewählt. - Heinrich von Isenburg III -Kobern (St) schenkt eine Mühle dem Kloster Rommersdorf. - Der mainzer Erzbischof Werner von Eppstein (St) zwingt Graf Ludwig von Rieneck, Graf Gerhard von Rieneck und Graf Heinrich von Rieneck im Aschaffenburger Vertrag auf ihre neuerbauten Burgen und Neurodungen zu verzichten. - Der metzer Bischof Jakob von Lothringen stirbt. Er wollte der vom Teufel besessenen Begine Sybilla, die vorgab ohne Nahrung leben zu können, sogar eine Kirche bauen. Er führte eigene Untersuchungen durch und bestätigte dämonischen Federzauber und falsche Zeugen um eine eigene Heilige zu instrumentalisieren. - Mechthild von Eppstein (St) heiratet Graf Poppo von Wertheim IV. - Der Herr Reinhard von Hanau I (St) begleitet seinen Cousin Werner von Eppstein (St) zur dessen Weihe zum Erzbischof von Mainz nach Rom. Graf Rudolf von Habsburg I (St) begleitet die Reisegruppe ein Stück. - Reinhard von Hanau I (St) wird als Edelfreie bezeichnet. - Nach der Rückkehr von Rom beginnt der mainzer Erzbischof Werner von Eppstein (St) die 10-jährige Mainzisch-Rienecksche Fehde gegen Graf Ludwig von Rieneck, Graf Gerhard von Rieneck und Graf Heinrich von Rieneck. - Deutsche Bergleute siedeln sich um Kuttenberg an. - Der nürnberger Burggraf wird gezwungen seine Residenz nach außerhalb der Reichsstadt Nürnberg nach Cadolzburg zu verlegen. - Philipp von Falkenstein (St) beginnt den Bau des nördlichen Pallas und des westlichen nördlichen Turms auf Burg Münzenberg. Die Ringmauer wird geschlossen und erhöht. - Raniero Fasani sieht denn Untergang der Stadt Perugia und die Vermeidung durch eine Engelsbotschaft zur Selbstgeißelung voraus und löst damit eine Massenhysterie über ganz Europa aus. Der Anblick der Geißlerumzüge bewegt die Menschen zur Versöhnung , Gestohlenes zurückzugeben, Sklaven und Häftlinge freizulassen. - Der katholische Abt Joachim von Fiore prophezeit den Weltuntergang nach 7 Phasen der Erde und genau 40 Generationen nach Christus für das Jahr 1260. - Reinhard von Hanau I (St) beteiligt sich an einer Fehde im Spessart mit den Grafen von Rieneck.
1261 Graf Diether von Katzenelnbogen V (St) (Ä) heiratet Gräfin Margarethe von Jülich, Tochter von Graf Wilhelm von Jülich IV. Graf Diether von Katzenelnbogen V (Ä) (St) nimmt im Gefolge des mainzer Erzbischof Werner von Eppstein (St) an der Königskrönung von Ottokar von Böhmen in Prag teil.
Heinrich von Bolanden hat seinen Sitz in Burgen. Ersterwähnung der gegenüberliegenden trierer Burg Bischofstein. - Geißlerumzug in Straßburg. - Der mainzer Erzbischof Werner von Eppstein (St) wird zur Königskrönung von Gottfried von Eppstein, Friedrich von Beichlingen, Graf Heinrich von Weilnau, Graf Diether von Katzenelnbogen, Graf Günther von Schwarzburg, und Reichskämmerer Werner von Bolanden (St) begleitet. - Der mainzer Erzbischof Werner von Eppstein (St) hält mit einem Gefolge von 59 Panzerreitern einen Hoftag unterhalb der Rannenburg. - Durch den Bruch des Vertrages von Aschaffenburg, der Graf Ludwig von Rieneck, Graf Gerhard von Rieneck und Graf Heinrich von Rieneck das Recht zur Erbauung von Burgen im Spessart abspricht, was Gottfried von Eppstein (St), Graf Heinrich von Weilnau (St) und Reinhard von Hanau (St) bezeugen, schleift der mainzer Erzbischof Werner von Eppstein (St) die von ihnen gerade erbaute Burg Wildenstein (Eschau) und baut sie für sich neu auf. - Mit dem Tod des kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden (St) erreicht Kurköln seine größte Ausbreitung, da seine Familie mit ihm ausstirbt und sein Besitz an Kurköln fällt. - Graf Heinrich von Diez IV (St), der sich auch Heinrich von Weilnau I nennt, dient dem mainzer Erzbischof Werner von Eppstein (St) als Vertrauensmann, in dessen Gefolge er mit zur Krönung König Ottokars nach Prag zieht. - Die Grafen von Rieneck bauen die geschleifte Burg Wildenstein widerrechtlich wieder auf und erweitern sogar die Verteidigungsbauten der Burg Rannenburg. - Hermann von Geroldseck (St) wird Landvogt im Elsass, Breisgau und Ortenau. - Graf Philipp von Vianden (St) und die Templer vergleichen sich wegen der Pfarrkirche in Roth. - Engelbert von Falkenburg II
1262 Graf Diether von Katzenelnbogen V (Ä) (St) verlehnt die Alte Burg (Laudert) an die Herren von Milwalt.
1262 Rudolf von Habsburg (St) wechselt von den den ländlichen straßburger Adelsgeschlechtern zur freien Reichsstadt Straßburg über, bringt die elsässischen Staädte Colmar, Kaysersberg und Mülhausen in seinen Besitz und besiegt den straßburger Bischof Walter von Geroldseck (St) in der Schlacht von Hausbergen und der Landvogt von Elsass, Breisgau und Ortenau Hermann von Geroldseck (St) stirbt in der Schlacht von Hausbergen. - Rudolf von Habsburg (St) errichtet bei Schlettstadt die Burg Ortenberg als habsburger Residenz. - Die drei Brüder Emelrich von Heppenheft, Embricho von Heppenheft und Konrad von Heppenheft gehören zur Burgmannschaft in Burg Kaub später Gutenfels in Diensten derer von Bolanden oder Falkenstein, ihren Erben, und nennen sich von Kaub. - Reinhard von Hanau I (St) beginnt den Bau der Burg Windecken und macht sie zu seiner Stammresidenz. - Der speyerer Bischof Heinrich von Leiningen (St) gibt gegen den Willen der Stifte das Recht auf das Ungeld (Abgaben auf Wein) für die Dauer von fünf Jahren an die Stadt Speyer ab, die nur das Recht der Ratswahl abgibt und deren Bürger im Übereifer die Kirche schikanieren. - Der mainzer Erzbischof Werner von Eppstein (St) bannt vergeblich die vom Deutschen Orden gestützte Sophie von Brabant, da die Bevölkerung die heilige Elisabeth von Thüringen verehrt und ihre Tochter unterstützt. - Der mainzer Erzbischof Werner von Eppstein (St) weiht die neue Klosterkirche von Kloster Thron. - Die beiden einzigen Söhne Johann und Siegmund des nürnberger Burggraf Friedrich von Zollern III -Nürnberg werden im Wald vor Nürnberg ermordet. Die jüngste Tochter Anna von Zollern -Nürnberg heiratet 1295 Graf Emich von Nassau (St). - Papst Urban VI macht Albertus Magnus zu seinem Kreuzzugsprediger. - Mit der Weihe der Klosterkirche ist die Bauphase des diezer Kloster Thron abgeschlossen. - Der Marschall von Holland Wirich von Daun ist tot.
1263 wird Diether von Katzenelnbogen V (St) Edelbürger von Köln und im folgenden Jahre von Oberwesel.
Der Gelehrte Sabatai Ben Samuel kommt bei Judenverfolgungen in Arnstadt mit 4 weiteren Personen um. - Die alte frankfurter Nikolaikirche am Römer wird urkundlich erwähnt. - Umstadt erhält Stadtrechte und eine Stadtmauer. - Salentin von Isenburg II (St) lebt auf Burg Isenburg. - Heinrich von Heppenheft tauscht mit dem Kloster Eberbach Weinberge zu Kiedrich, die sie von Graf Walram von Nassau (St) zu Lehen tragen, gegen Güter in Kaub. - Das bickenbacher Hauskloster Heiligenberg wird von Konrad von Bickenbach II verheiratet mit Ruda von Falkenstein (St) gestiftet - Unter Führung der kölner Patrizierfamilien Weise und Overstolzen siegt die Stadt Köln über den kölner Erzbischof Engelbert II von Falkenburg, der mit Gewalt das Stadtregiment erringen will und hält ihn 20 Tage lang gegfangen. - Siegfried von Westerburg, der sich Siegfried von Runkel (St) nennt heiratet Margarethe von Weilnau. - Die Söhne von Sophie von Brabants Cousin Heinrich der Erlauchte besiegen in der Schlacht bei Beesenstedt nach 9-stündigem Kampf den Verbündeten von Sophie von Brabant Albrecht von Braunschweig und nehmen ihn gefangen. - Der mainzer Erzbischof Werner von Eppstein (St) verliert die Grafschaft Hessen an Sophie von Brabant. - Der nassauer Bastard Heinrich (St) verweigert ein Pastorenamt. - Graf Heinrich von Zweibrücken kommt in den Besitz der Güter seiner Frau Erbtochter Gräfin Agnes von Eberstein (St) in der Pfalz mit der Herrschaft Stauf, Pfeddersheim, Kloster und Kloster ramsen. - Die Wilgrafen Wildgraf Gottfried und Wildgraf Emich teilen die Wildgrafschaft unter sich auf.
1264 Das alte frankfurter Rathaus liegt direkt vor der Westfront der frankfurter städtische Pfarrkirche St. Bartholomäus (ab 1562 Frankfurter Dom). - Heinrich von Vianden (St) fordert vergeblich das Erbe seines 1247 verstorbenen Vaters Friedrich II Burg Schönecken von seinem Onkel Philipp, überfällt Burg Schönecken und hält Philipp dort bis zu einem Vergleich, in dem er ihm die Herrschaft über Schönecken überträgt gefangen. Graf Heinrich von Vianden bewohnt Burg Schönecken und nennt sich Herr von Schönecken. Heinrich von Vianden (St) lehnt die Oberhoheitsansprüche der Abtei Prüm ab und löst damit Streitigkeiten bis 1291 aus. - Der Pfalzgraf verkauft die Stadt Gießen an Landgraf Heinrich von Hessen I (St) (20). - Offener und schwerwiegender Widerstand eines Teils der Bürger von Speyer gegen Bischof Heinrich von Speyer II und den Klerus. - Die Mönche Rupert und Wilhelm streiten erbittert um das Amt des Abtes von Kloster Sponheim. Wilhelm unterliegt, intrigiert gegen seine Niederlage und wird vom mainzer Erzbischof Werner von Eppstein (St) gefangen genommen und bis zu seinem Tod eingekerkert. - Der Hochmeister des Deutschen Ordens Heinrich von Hohenlohe verfasst die ältesten geänderten Ordensregeln. - Der mainzer Erzbischof Werner von Eppstein (St) verhindert, dass die Pfalz bis an den Main reicht, indem er den pfälzer Brückenkopf, die Stadt Wallhausen größtenteils unter seine Kontrolle bekommt und die Konkurrenzstadt Miltenberg ausbaut. - Hartrad von Merenberg (St) wird mit einem Teil der Burg Gießen vom Pfalzgrafen von Tübingen belehnt. - Der fuldaer Abt Bertho von Leibolz II zerstört und schleift Burg Blankenwald, die erste von 15 Burgen von Raubrittern im Bistum Fulda.
1265 wird der Versuch der Brüder Diether von Katzenelnbogen V (St) (Ä) und Eberhard von Katzenelnbogen I (St) (J) sich das Jagdrecht in der Dreieich anzumaßen von den münzenbergischen Erben zurückgewiesen.
Graf Eberhard von Katzenelnbogen I (St) (J) tritt dem Landfrieden von Main, Rhein und Lahn bei.
Der dortmunder Kaufmann Merbode stirbt in London. - Erstes englisches Parlament. - Der nürnberger Burggraf Friedrich, Graf Diether von Katzenelnbogen V (St), u. a. entscheiden als königliche Schiedsrichter den Streit des mainzer Erzbischof Erzbischof Werner von Eppstein (St) mit Pfalzgraf Ludwig von Wittelsbach II (St) um ehemals lorscher Lehen, insbesondere Weinheim. - Philipp von Falkenstein I (St) residiert in Lich und seine Söhne Philipp von Falkenstein II (St) und Werner von Falkenstein I (St) erhalten das Jagdrecht im Königsforst Dreieich. - Die Anführer der Bürgerunruhen in Speyer werden samt Familien und Helfern aus der Stadt verbannt aber sofort vom Grafen von Leiningen aufgenommen. - Erbteilung in der Vorderen ? Grafschaft Sponheim unter den Brüdern Heinrich von Sponheim ? (St) und Gottfried von Sponheim ? (St). - Gräfin Adelheid von Leiningen-Landeck heiratet Graf Johann von Sponheim II (St). Bei der Hochzeitsfeierlichkeit auf Burg Sayn wird sein aussergewöhnlich starker Knappe, der Kreuznacher Michel Mort bei einer Wette um etwa 1000 Liter Wein aus Monzingen und je 3 Gulden Einsatz von Graf Johann von Sponheim II (St) aus der Leibeigenschaft entlassen. Er schafft es im Ringkampf die Köpfe von Ritter xxx von Isenburg, Graf xxx von Kobern und Ritter Nikolaus von Winneburg in einen Sack zu stecken. Vier weitere Adelige zahlen drei Gulden Einsatz ohne zu kämpfen. Zwei von ihnen packt Michel Mort und tanzt mit ihnen zur Belustigung der Zuschauer. - Durch den Langsdorfer Vertrag sichert sich Landgraf Heinrich von Hessen I (St) (21) die Gebiete Wolfhagen, Zierenberg, Eschwege, Alsfeld, Grünberg, Frankenberg und Biedenkopf und erwirbt Heinrich einen Teil der Grafschaft Gleiberg mit Gießen von den Pfalzgrafen von Tübingen. Er residiert in Marburg. - König Richard von Cornwall, errichtet in Boppard einen befestigten Turm gegen König Alfons von Kastilien. - Hartrad von Merenberg (St) muss seinen Teil der Burg Gießen an Landgraf Heinrich von Hessen I (St) (21) abgeben, wird Burgmann auf Burg Vetzberg und muss Burg Merenberg und Burg Gleiberg Landgraf Heinrich von Hessen I (St) (21) öffnen. - Der fuldaer Vogt Berthold von Ziegenhain versucht vergeblich mit seinen Untervögten von Wartenberg Fulda zu erobern. Der fuldaer Abt Bertho von Leibolz II erobert Burg Wartenberg, und Burg Niederschlitz, die geschleift wird und nicht wieder aufgebaut werden darf.
1266 Der frankfurter Schultheiß bekommt einen Rat (Bürger oder Handwerker) neben sich. - Der venezianische Kaufmann und Weltreisende Marco Polo trifft in Peking ein. - Der Herr Reinhard von Hanau I (St), der sich gegen die einsetztende Landflucht wehrt, erhält hohe Geldentschädigungen von der Stadt Frankfurt, wenn seine Untertanen dort aufgenommen werden. - Gerlach von Isenburg I Limburg (St) nimmt Burg Schaumburg als kölner Lehen an, wodurch der trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen keine Chance mehr zum Erwerb der Burg hat. - Arnstadt erhält das hersfelder Stadtrecht. - Die Münze Pfennig mit dem Wert 1/12 Groschen taucht auf. - Philipp von Falkenstein (St) teilt seinen Besitz unter seinen Söhnen Philipp von Falkenstein II (St) und Werner von Falkenstein I (St) auf, wobei der eine Burg Nürings und der andere Burg (Neu)-Falkenstein erhält. - Der bamberger Bischof Berthold von Leiningen (St), erlässt die ersten Stadtgesetzte und beschränkt dadurch die Freiheiten der Städte. - In der Schlacht von Kitzingen verliert der von mainzer Erzbischof Werner von Eppstein (St) unterstützte, zum würzburger Bischof designierte Berthold von Henneberg I gegen den würzburger Domdechanten Berthold von Sternberg II, einem Gefolgsmann von König Richard von Cornwall, und die Stadt Würzburg das gesamte Heer seines Bruders Graf Hermann von Henneberg obwohl sein bereits von Papst Clemens IV in Rom bestätigter Gegner Poppo von Trimberg III auf dem Rückweg noch in Italien gestorben war und gibt sich mit dem Nordteil des Bistums zufrieden.- Neben dem vom König bestellten Schultheißen werden in Frankfurt Ratsherren als Vertreter der Bürgerschaft genannt. - Der mainzer Erzbischof Werner von Eppstein (St) belagert und zerstört die rienecker Burg Randenburg. Die unterlegenen Grafen Ludwig, Gerhard und Heinrich von Rieneck müssen die Burg Randenburg an den mainzer Erzbischof Werner von Eppstein (St) und ihren Großonkel Graf Hermann von Henneberg verpfänden, die sie sofort mit allen anderen widerrechtlich erbauten Befestigungen innerhalb von 14 Tagen schleifen. - Ritter H. von Hutten erbaut in Altengronau die Huttenburg nach orientalischem Vorbild. Ein Wohnviereck mit einer 12 Meter hohen Mauer mit Wehrgang wird von Schalentürmen flankiert und von einem Halsgraben geschützt. - Burg Schaumburg, zur Hälfte Besitz von Heinrich von Virneburg, wird kölner Lehen.
1267 Die Tochter, des Herrn von Limburg, Gerlach von Isenburg I Limburg (St), Agnes (St) heiratet Heinrich von Westerburg I. - Das Grashaus wird Aachens erstes Rathaus. - Graf Heinrich von Sponheim-Starkenburg I (St) führt eine erbitterte Fehde mit der Stadt Trier. - Graf Heinrich von Diez und Weilnau (St) heiratet Luitgard von Trimnberg. - Wolfram von Praunheim wird Burgmann von Ulrich von Münzenberg auf Burg Königstein und Vasall. - Die Familienmitglieder der Waldbott von Basseneheim aus Waldmannshausen werden Erbwalpoden der Grafen von Diez. - Der Herr Reinhard von Hanau I < |