Mittelalter-Chronik Frankfurt Rhein-Main

     
 

Autor: Werner Mohr

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Chronik von Katzenelnbogen, Nassau, Diez, Sponheim, Hessen, Wittelsbach, Westerburg, Isenburg, Leiningen, Eppstein, Hanau, Solms, Bolanden, Falkenstein, Sayn, Veldenz, Rheingrafschaft, Wildgrafschaft, Raugrafschaft, Bolanden, Wied, Ziegenhain, mit klimatischen, sozialen und politischen Ereignissen der Zeit und im verwandtschaftlichen Umfeld rund um die Reichsstadt Frankfurt.

Weiterleitung zur Chronik der Reichsstadt Nürnberg.

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1495 Der letzte Abt von Kloster Bleidenstadt Klippel von Elkershausen, sein Konvent und der mainzer Erzbischof drängen darauf das Kloster Bleidenstadt in ein Ritterstift umzuwandeln.

1490 Nach der Ermordung eines Geistlichen auf der Wasserburg Fleschenburg, einem befestigten Hof an einem Altarm des Mains im frankfurter Stadtwald bei der Gerbermühle lässt der mainzer erzbischof Berthold von Henneberg die Gräben einebnen und der Turm abreissen. - Mit dem Tod von Dieter Grans von Heppenheft-Rheinberg stirbt das Geschlecht aus. - Johann Sclafenati beendet sein Amt als mainzer Dompropst.

1485 In der großen Stube der Münze in Mainz am Speisemarkt, einem Haus auf 9 steinernen Pfeilern gegenüber dem großen Marktbrunnen, versammeln sich Graf Ludwig von Isenburg-Büdingen (St), Graf Philipp von Hanau-Lichtenberg (St), Graf Philipp von Solms-Münzenberg (St) und Junggraf Gerhard von Sayn (St) um sich wegen des sayner Anteils am Hain in der Dreieich zu vergleichen.

1484 Mit einem von Bernhard von Breidenbach verfassten Reiseführer beginnt Graf Ludwig von Hanau-Lichtenberg in Begleitung von Graf Johann von Solms-Lich, Philipp von Bicken eine Pilgerfahrt nach Jerusalem. - Der junge Graf Johann von Solms (St) stirbt auf dem Rückweg seiner Pilgerreise nach Jerusalem.

1481 Der diezer und hadamarer Vogt Johann von Dehr stirbt. - Die mainzer Martinsburg, die 1478 größtenteils aus Holz erbaute Residenz vom mainzer Erzbischof Diether von Isenburg (St) brennt während des Besuchs von Herzog Ernst von Sachsen vollständig nieder und wird um den Verdacht der Gottesstrafe auszuräumen wie eine wehrhafte fünfeckige Ritterburg aus Quadersteinen mit einem tiefen Graben und auf jeder Ecke einem Turm mit Zinnen und Schießscharten wieder aufgebaut. - Der kölner Weihbischof Arnold von Unkel ertrinkt bei einem Schiffbruch auf dem Rhein. Die Pontifikalien gehen im Rhein unter. Der Bischofsstab kann aus dem Rhein gefischt werden. - In Frankfurt wird ein allgemeines Schweinehalteverbot erlassen. - Der mainzer Dietrich von Monferrato wird von Johann Sclafenati abgelöst.

1480 Der mainzer Erzbischof Diether von Isenburg (St) verlegt die Residenz der mainzer Kurfürsten wieder zurück nach Mainz. - Die Ehegültigkeit der Verbindung Pfalzgraf Johann (St) (67) und Gräfin Johanna von Nassau (St) (67) wird geprüft. - Das große Gegenüberstehen an der Ugra endet mit einem endgültigen Rückzug der Goldenen Horde der Mongolen und einem Aufstieg des Russischen Reichs. Der Deutsche Orden verliert damit seinen wichtigsten östlichen Verbündeten. Polen verbündet sich mit Russland. Philipp der Jüngere erbt die Grafschaft Lichtenberg. - Ritterturnier in Mainz. - Das Kloster Bleidenstadt kauft die mainzer Stadthöfe Hof Wallertheim und Hof Herberg mit ihren Gärten, die sich dadurch Bleidenstädterhof nennen.

1479 Mit dem Tod von Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (77) stirbt das Geschlecht der Grafen von Katzenelnbogen aus. Der Grafentitel wird über die Töchter weitervererbt. Der böhmische Königssohn Herzog Heinrich von Münsterberg bemüht sich auf die (verfrühte) Nachricht des Todes von Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (77) um die Vollstreckung der ihm von seinem exkommunizierten Vater König Georg von Böhmen übertragenen kaiserlichen Anwartschaft auf die Grafschaft Katzenelnbogen.
Der trierer Erzbischof Johann von Baden II überträgt auf Bitte Graf Philipps die trierer Lehen auf Landgraf Heinrich von Hessen III (St) (39).
Gottfried von Eppstein IX (St) verkauft dem Grafen seinen Teil an Schloß Breuberg für 4000 Gulden.
Tod des letzten Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (77) , am 28. Juli 1479.
Sein Schwiegersohn Landgraf Heinrich von Hessen III (St) (39) nimmt die Grafschaft unter umfassenden militärischen Sicherungsmaßnahmen ein. Mit Wagenkolonnen läßt er Gold, Silber und Kleinodien von Rheinfels zur aufgewerteten Landgrafenhauptstadt Marburg bringen und veranstaltet am 11. und 12. Oktober 1479 unter großer Anteilnahme der westdeutschen Fürsten u.a. dem Herzog von Jülich am Grabe des Grafen in der Erbbegräbnisstätte des katzenelnbogener Grafenhauses im Kloster Eberbach ein feierliches Totengedächtnis.

Der Versuch den bescheidenen und barmherzigen heiligen Kasimir, polnischer Königssohn, Sohn von Elisabeth von Habsburg (St) (42), mit der Kaisertochter zu verehelichen misslingt wegen dessen Keuschheitsgelübdes. - Angeblicher Hostienfrevel führt in Passau zu Judenverfolgung und Bau der Kirche Sankt Salvator auf dem Standort der ehemaligen Synagoge. - Die Kronen von Kastilien und Aragón vereinigen sich zur erfolgreichen und endgültigen Vertreibung der seit 711 bestehenden muslemischen Herrschaft auf der iberischen Halbinsel. - Die Portugiesen importieren Sklaven nach Spanien. - In Würzburg wird nach 30 Jahren wieder ein überregionales Turnier abgehalten. Das Vier-Lande-Turnier mit 780 Turnierkämpfern mit 4073 Pferden Kämpfern ist das erste von 7 jährlichen Turnieren und so erfolgreich. Durch den Erfolg steigen die Teilnehmerzahlen der folgenden Turniere in Mainz, Heidelberg, Stuttgart, Ingolstadt, Ansbach, Bamberg, Regensburg und Worms bis die Größe der Turniere sie 1487 undurchführbar machen. (Teilnahmebedingen waren vier adelige Ahnen). - In Frankfurt in der späteren Buchgasse wird ein Buchladen eröffnet. - In Hamburg wird die erste öffentliche aber kaum genutzte Bibliothek Deutschlands eröffnet. - Christoph von Baden I und seine Frau Ottilie von Katzenelnbogen (St) verlegen die Residenz in das Neue Schloss Baden um. - Die Tochter des unehelichen Friedrich von Heppenheft Anna von Heppenheft ist Nonne im Kloster Beselich ist letzte ihres adeligen Geschlechts, übereignet 1481 ihr gesamtes Vermögen dem Kloster und wird 1499 dessen Äbtissin. Die nun westerwälder Familie rutscht in den Bauernstand ab. - Jakob von Kronberg wird Hauptmann der Stadt Frankfurt. - Die ungeliebte Bauerntochter Bärbel von Ottenheim nimmt politischen Einfluß auf ihren Geliebten, den straßburger Vogt Jakob von Lichtenberg, und wird nach einem Jahr von den Erben aus der Burg Buchsweiler geworfen und dann unter dem Vorwurf der Hexerei in der Stadt Hagenau eingekerkert und geht nach 4 Jahren zugrunde. Der Erbe Graf Philipp von Hanau II -Lichtenberg (St) fordert von der Stadt sogar ein Todesurteil. - Der Baumeister Donato Bramante (35) kommt an den Hof von Gian Galeazzo Sforza (St) (10) in Mailand, der von seiner Mutter, der Kunstmäzenin Bona von Savoyen regiert wird, und beginnt seine ersten Bauten. - Das ganz in Goldtinte geschriebene Lorscher Evangeliar wird neu gebunden. - Der frankfurter Bürger Johannes Bach leitet die Passionsspiele. - Der Patrizier und spätere Ältere Bürgermeister Hamman von Holzhausen (12) bereitet sich auf sein Studium an der von Graf Eberhard von Württemberg V (St) (34) gegründeten Universität Tübingen vor. - Marquard von Hattstein läßt den Verkauf seiner Güter von Niedererlenbach um das Heilig-Geist-Spital prüfen und verkauft es daraufhin 1480. - Der Bruder des frankfurter Stadtschreibers Georg Uffsteiner erkrankt an Lepra. Sein Status erlaubt ihm sich trotz Einweisung in den Gutleuthof davor zu drücken und in der Stadt aufzuhalten. - Landgraf Heinrich von Hessen III (St) (39) gibt in Auftrag 100 000 Schüsseln für die Begräbnisfeierlichkeiten von Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St in Kloster Eberbach zu kaufen, kann einen Teil unter anderem 400 aus Holz geschlagene bei Meister Valentin in Elsoff und 100 in Ellar bei Meister Rorich erhalten. - Die niederadeligen lebensfrohen Konventualen Eckhard von Hutten, Friedrich von Hutten und Gilbert von Buches alias Lindheim werden aus dem Kloster Seligenstadt ausgestossen. - Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) reitet in Begleitung von 27 Personen von Reichenberg nach Hohenstein reitet. - Der hohensteiner Amtmann, der Landschreiber, der Wagenmeister und zwei Schöffen foltern und hängen in Nastätten einen Dieb nach 11 Wochen und 2 Tagen im Turm. - Ein Heldenbuch mit Holzschnittbildern wird gedruckt. - Der bayerische Benediktermönch Vitus Auslasser veröffentlicht sein Kräuterbuch, in dem er die Flora des Alpenvorlandes malt und mit deutschen Namen bezeichnet. - Der Nürnberger Peter Henlein, Erfinder der tragbaren Taschenuhr wird geboren. - Johann von Wesel schickt dem Hussiten Nikolaus von Böhmen ein Traktat gegen die Kirche, wird vom mainzer Erzbischof Diether von Isenburg II (St) (67) verhaftet und vor ein vom kölner Großinquisitor, dem Dominikaner Gerhard von Elten geführtes Ketzergericht gestellt. Um sein Leben zu retten schwört Johann von Wesel alias Johannes Rucherat von Wesel auf dem Marktplatz von Mainz ab, verliert alle seine Ämter und wird im Augustiner-Eremitenkloster Barfüßerkloster von Mainz bis zu seinem Tode 1481 eingekerkert. - Walther von Kronberg, späterer Deutschmeister und Hochmeister des Deutschen Ordens wird auf Burg Kronberg geboren. - Der aus dem elsässischen Schlettstadt stammende Dominikanermönch Heinrich Kramer lässt sich auf eigenes Betreiben hin den Titel Inquisitor der Ordensprovinz Alemannia verleihen. Heinrich Kramer ist von einer Hexenverschwörung besessen und beginnt mit der systematischen Verfolgung von Frauen, die Magie praktizieren. Er lässt mehr als 200 Frauen als Hexen hinrichten. - Peter Schöffer erwirbt das frankfurter Bürgerrecht um nicht weiter von Bernhard Inkus von Frankfurt und anderen Gläubigern, die am Reichskammergericht in Rottweil erfolgreich die Bürger der Stadt Mainz ächten und überall pfänden lassen, gepfändet werden darf. Bernhard Inkus von Frankfurt lässt in Basel bei einem Priester, der Mitglied der dortigen Hohen Schule ist, einen Kasten mit 56 gedruckten Büchern aus Peter Schöffers Besitz beschlagnahmen. Der mainzer Erzbischof Diether von Isenburg II (St) (67) fordert von der Stadt Basel für Bernhard von Inkus von Frankfurt gepfändeten Besitz seiner Drucker Schöffer und Henckis von 56 Büchern vergeblich zurück. - Die Graserin, oder Grasmagd ist eine beliebte erotische Figur in der niederen Minne aus einer heidelberger Handschrift. - Schenk Johann von Schweinsberg führt für den Landgraf Heinrich von Hessen III (St) (39) einen Krieg mit dem hildesheimer Fürstbischof. - Der mainzer Stadthof Zum Dimerstein des Patriziers Eberhard zum Dimerstein, der 1462 Mainz verraten hat, wird vom mainzer Erzbischof Diether von Isenburg II (St) (67) an seinen Rat Doktor Johann Mergentheim verschenkt.

1478 Hermann von Hessen IV (St) (76), Gubernator des Kölner Erzstiftes, erhöht die an Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (76) wegen der Pfandschaft auf Rolandseck und Linz jählich zu zahlende Rente von 800 Gulden auf 1100 Gulden, bis mit dem erhöhten Betrag die Schadensersatzforderungen des Grafen in Höhe von 3600 Gulden beglichen sind. (St)
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (76) leiht Graf Johann von Nassau -V Saarbrücken (St) (23) 1000 Gulden gegen 50 Gulden jährlicher Rente, für deren pünktliche Zahlung ihm dieser seinen Anteil an Oberroßbach zum Pfand setzt.
Gottfried von Eppstein IX (St) verpfändet Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (76) für 1400 Gulden die Hälfte von Bischofsheim und verkauft ihm das Schloß Ziegenberg mit 6 Dörfern und ein Viertel an Butzbach und der Weiseler Mark für 40 000 Gulden.
Philipp Kämmerer von Dalberg verkauft dem Grafen Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (76) das Dorf Schwanheim für 1200 Gulden.

Herzog Friedrich von Braunschweig stirbt, Graf Philipps von Katzenelnbogen-Diez (St) (76) 10 jähriger Stiefsohn darf aber erst zu seinem 18. Geburtstag sein Erbe Braunschweig antreten.

Der Urenkel von Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) Philipp von Baden I wird geboren. Er wird 1515 Markgraf. - Das Zeitalter der Inquisition beginnt. Die neue Inquisition wird von Papst Sixtus IV durch eine spezielle Bulle erlaubt und die spanische Inquisition wiederbelebt. - Der englische heilige Staatsmann Thomas Morus wird in London geboren. - Die friedberger Warte in Frankfurt wird gebaut. - Der diersteiner Nonne Kunigunde Hömberger wird vom trierer Offizialen ein Jahr Abwesenheit vom Kloster Dierstein gestattet. - Mit der Verbreitung des Rechenbuchs Arithmetik von Treviso setzen sich die indo-arabischen Ziffern entgültig durch. - Der diktatorische augsburger Bürgermeister Ulrich Schwarz lässt die Patrizierbrüder Vittel hinrichten, was zu seinem eigenen Sturz und seiner Hinrichtung führt. - Für einen Sturz der Medici in Florenz erlaubt der nepotische Papst Sixtus IV in der Pazzi-Verschwörung die Ermordung Lorenzos de’ Medici und seines Bruders Giuliano durch die konkurrierende aber durch die Medici zur Bedeutungslosigkeit gedränkten hochadeligen Ritter- und Bankiersfamilie während der Messe. Giuliano stirbt durch 19 Messerstiche, Lorenzo kann verletzt entkommen, zeigt sich der Menge. Papst Sixtus IV schickt noch Truppen, die die Medici vernichten sollen.Ein Verschwörer wird am Fenster des Regierungspalast gehängt, der Papst durch Lorenzos Geld zu einem Friedensabkommen gedrängt. - Hermann von Hessen IV (St) (76) Gubernator des kölner Erzstiftes nimmt den kölner Erzbischof Ruprecht von der Pfalz (St) (52) mit Hilfe der kölner Bürger gefangen und hält ihn auf Burg Blankenstein bis zu seinem Tod 1480 fest. Der kölner Erzbischof Ruprecht von der Pfalz (St) (52) dankt nach seiner Gefangennahme ab. Hermann wird aber erst nach Ruprechts Tod 1480 zum Kurfürsten gewählt. - Durch den Untergang des Herzogtum Burgund als Hauptkreditnehmer erleidet die von Tommaso Portinari geführte Medici-Bankfiliale in Brügge einen Verlust von mindestens 70000 Gulden und wird liquidiert. - In der Stadt Mainz am nördlichen Rheinufer erbaut der mainzer Erzbischof Diether von Isenburg (St) die Martinsburg zu Verteidigungszwecken gegen die Bürger mit einem Wassergraben zur Stadt hin aus dem eingezogenen Nachlass des 1476 hingerichteten Wanderpredigers Hans Böhm, dem Pauker von Niklashausen. - Alle Juden werden aus dem Bistum Bamberg ausgewiesen. - Johann Geiler von Keyserberg aus Schaffhausen hält derbe Predigten in deutscher Sprache, die Hörer aus dem Gedächtnis niederschreiben. - Die Grafen von Salm ehemals Rheingrafen erben die Grafschaft Moers und Saarwerden. - Der spätere Abt von Kloster Bleidenstadt und Wandler von Kloster Bleidenstadt in ein Ritterstift Eckart Klüppel von Elkerhausen ist Kind. - Ludwig von Hessen-Marburg (St) (18), der Erbprinz stirbt. - Buchhändler auf der frankfurter Herbstmesse. - In Kloster Eberbach wird auf dem Westflügel des Kreuzgangs unter Abt Johann Bode von Boppard III eine Bibliothek erbaut, die erlaubten Bücher vom Armarium neben dem Chor oder über der Sakristei, dorthin verbracht. Verbotene bes. juristische Bücher bewahrt der Kantor separat auf. - Der Maler von Limburg arbeitet am Hof in Dillenburg. - Der augsburger Zunftbürgermeister Ulrich Schwarz wird gestürzt. - Die Stadt Frankfurt erhält von Papst Sixtus IV die Erlaubnis Käse, Butter, Milch und Eier während der Fastenzeit zu konsumieren. - Die Rheingrafen erheiraten die Grafschaft Finstingen. - Auf der frankfurter Ostermesse lässt der nürnberger Rat für ihren Buchhändler und Verleger Anton Koberger Bücher beschlagnahmen. Johann Amerbach und Michael Wenzeler sind weitere Buchhändler. - Die abwesende klosterdiersteiner Nonne Kunigunde Hoenberger wird die Exkommunikation angedroht, falls sie nicht sofort wieder in das Kloster Dierstein zurückkehrt. Die pflichtvergessene Nonne, die sich in der Umgebung herumtreibt wird 1480 vergeblich durch einen Anschlag an der limburger Stiftskirche (heutiger Dom) gesucht und zur Rückkehr in Kloster aufgerufen. - Der verräterische verschmitzte Helfer des mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (46) und unter Mordverdacht stehende Ewald Faulhaber von Wächtersbach wird von Papst Sixtus IV freigesprochen, weshalb das mainzer Domkapitel schadenersatzpflichtig wird. - Nach dem Tod des Mitstreiters von Lichtenberg von 1462 wird der Algesheimer Hof hinter der Christophkirche von der mainzer Universität zur Große Burse umgewandelt um große Versammlungen abzuhalten. - Im Besitz des kölner Erzbischof Ruprecht von der Pfalz (St) (52) befinden sich zahreiche Manuskripte aus der Schreibstube des hagenauer Lehrers Diebold Lauber. - Der kölner Buchdrucker Heinrich Quentell, aus dem nordhessischen Quentel, heiratet Elisabeth Helman, die Tochter des kölner Münzmeisters Johann Helman und bringt deutschsprachige Bibeln heraus, die von Inquisitoren wegen ihrer individuellen Übersetzung und Zusammenstellung kritisch betrachtet werden. Heinrich Quentell verzichtet in der Folgezeit darauf seine Druckerzeugnisse mit seinem Namen zu versehen. - Die Kölner Bibel besteht gleichberechtigt aus Bild und Text und ist eine Bilderbibel. Die Bilder sind im Holzdruckverfahren hergestellt. Die Holzstöcke der Bilder werden 1483 im Druck von Anton Koberger in Nürnberg, bei einer Auflage von 1500 Stück erneut verwendet. - Burg Leiterstädt bei Marburg wird zerstört. - Damian von Praunheim ist mainzer Domscholaster.

1477 Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) (72) leiht Graf Johann von Nassau V -Diez (St) (22) abermals zinslos 10 000 Gulden und zwar zur Auslösung seines gefangenen Bruders Graf Engelbrecht von Nassau-Vianden (St) (26), wofür Graf Johann sein Viertel an der Grafschaft Diez zum Unterpfand setzt.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) veranlaßt den neuen Pfalzgraf Philipp, den Aufrichtigen (St) (29), Landgraf Heinrich von Hessen III - Marburg (St) (37) die pfälzer Lehen in der Obergrafschaft, vorbehaltlich ihrer lebenslänglichen Nutzung durch Graf Philipp, zu übertragen, wofür er dem Pfalzgrafen 125000 Gulden, verzinslich mit 5% auszahlt, die beim Tode des Grafen verfallen. Zur Sicherung der Zinsleistung setzt Pfalzgraf Philipp die Sauerburg und Zoll und Burg Kaub ein.
Philipp von Sirck, Dompropst zu Trier, löst die Burg Herschbach von Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) (72) für 3000 Gulden wieder ein.


Wetter: Jahresbeginn mit sehr kaltem Winter. Der Bodensee ist zugefroren . - Philipp und Ulrich von Kronberg verkaufen Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (75) ihren Besitz in den Rieddörfern für 3000 Gulden. - Der Urenkel von Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) Christoph von Baden wird geboren. Er wird Domherr in Straßburg und Köln. - Nach dem Tod seiner Frau Adriana von Nassau-Dillenburg verweigert Graf Philipp I von Hanau-Münzenberg jegliche weitere Konsensehe, liebt offen und unstandesgemäß seine Untertanin Margarete Weißkirchner und läßt später als Beweis für Unterhaltsansprüche da er ins Heilige Land ziehen will das Bildnis Die Liebenden oder Gothaer Liebespaar vom Hausbuchmeister anfertigen. - Der mainzer Erzbischof Diether von Isenburg (St) (65) eröffnet die Universität in Mainz. - Marco Polos Reisebericht wird in Nürnberg in seiner ersten deutschen Fassung gedruckt. - Gründung der ersten Nordeuropäischen Universität in Uppsala. - Gründung der Universität Tübingen - Nach der letzten Schlacht im Burgundischen Krieg der Schlacht von Nancy findet man die verstümmelte Leiche von Burgunderherzog Karl dem Kühnen (44) im Eis. - Burgund fällt an Habsburg, die französischen Lehen werden aber von Frankreich annektiert. - Flussgoldwaschen in der Isar bei Landhut wird durch den bayerischen Herzog erlaubt. - Maria von Burgund heiratet den Königssohn und späteren Kaisers Maximilian von Habsburg. - Vlad III Tepes, der Pfähler, ist rumänischer König und durch seine Brutalität die Quelle der Legende um Graf Dracula. - In der sayner Residenzstadt Hachenburg schließen sich die Schneider zu einer Zunft zusammen. - Johann von Wesel wird als wormser Domprediger wegen seiner Veröffentlichungen Disputatio adversus indulgentias sowie die gegen die Ansprüche des Papsttums gerichtete Schrift Von der Autorität, Pflicht und Vollmacht der geistlichen Hirten abgesetzt und als Dompfarrer nach Mainz versetzt. - Graf Eberhard von Württemberg V (St) gründet die Universität Tübingen. - Nikolaus der Trompeter aus Griesheim kommt mit dem Gesetz in Konflikt, da er widerrechtlich im gräflichen Wald Holz schlägt. - Auf Ehrenbreitstein wird Hans von Sprendlingen als trierer Hofwundarzt eingestellt. - Trier, Mainz, Pfalz und Jülich gründen einen Münzverein. - Hermann von Wied V (St) wird geboren. Er wird 1515 Erzbischof und Kurfürst von Köln. - Der letzte Herr von Heppenheft Friedrich von Heppenheft erhält vom Pfalzgrafen Friedrich Burg Heppenheft als Lehen. Nach seienem Tod 1490 gehen seine Güter an den bürgerlichen Heinrich Grüninger von Bacharach. - Der Verräter aus der Ligue du Bien public, der französische Herzog Jakob von Nemours wird nach einem neuerlichen Verrat in Paris öffentlich geköpft. - Erzherzog Sigmund von Österreich , der Münzreiche verlegt die Münzprägestätte von Meran nach Hall. - Die uneheliche Tochter des französischen Königs Karl VII mit seiner Geliebten Agnès Sorel, Charlotte de Brézé, wird von ihrem Ehemann mit ihrem Liebhaber überrascht und mit dem Schwert getötet. - Der uneheliche Halbbruder von Herzog Philipp von Burgund III, der Gute, der utrechter Bischof Dietrich von Burgund bleibt im Amt, sieht sich aber einem Bürgerkrieg gegenüber. - Friedrich Donner von Lohrheim ist Mönch in Kloster Bleidenstadt - Die Herren von Eppstein verkaufen ihren Eppsteiner Hof in Sachsenhausen mit Gütern und das Dorf Heddernheim an das Heilig-Geist-Spital in Frankfurt. - Der katzenelnbogener Amtmann in Diedorf, Hadamar und Ellar Daniel von Mudersbach stirbt. Von seinen 6 Söhnen sind 2 Edelfreie und 2 Ritter. Er wird in der Stiftskirche St Georg in Limburg an der Lahn neben seiner Frau Jutta von Bubenheim beerdigt. - Der seligenstädter Abt Reinhard von Weilnau (St) veretzt den Klosterschatz mit Abtsstab, Ring, Mitra und Handschuhen für 800 Gulden an Graf Philipp von Hanau, d.J. (St). Der mainzer Erzbischof Diether von Isenburg (St) (65) schreitet ein. - Mit dem Fürstabt von Fulda Reinhard von Weilnau (St) .stirbt die jüngere weilnauer Linie im Mannesstamm aus. - In Wiesbaden ist ein Kindermeister für den Unterricht von Lesen, Schreiben und Kirchengesang zuständig. - Guy Pot, der Enkel von Ritter Regnier Pot, dem burgundischen Kammerdiener erhält die Grafschaft Saint-Pol. - Der am burgundischen Hof in Brüssel aufgewachsene und mit einer illegitimen Tochter von Burgunderherzog Philipp von Burgund III verheiratete Neffe des Burgunderherzog Philipp von Burgund III, der Gute ,Adolf von Kleve (50) wird Regent aller burgundischen Gebiete. - Die Schelme von Bergen werden gezwungen ihre Hälfte ihres Anteils am Ort Frankfurt-Seckbach an Frankfurt verkaufen. Die Reichsstadt Frankfurt besetzt in der Folgezeit das Seckbächer Schultheißenamt. - Der des Mordauftrags auf Gräfin Anna von Katzenelnbogen (St) verdächtigte hessische Hofmeister Hans von Dörnberg erbaut in Dörnberg eine neue Burg nach den Plänen des Restungsbaumeisters Hans Jakob von Ettlingen.

1476 Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (74) gibt dem Schenk Diether von Erbach ein zinsloses Darlehen von 10 000 Gulden, die er ihm ratenweise in vier Jahren aus Lahnsteiner bzw. Höchster Zollgefällen zurückzuzahlen gestattet. Bei Zahlungsverzug ist Graf Philipp (St) berechtigt, Stadt und Schloß Lahnstein einzunehmen.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (74) gibt Graf Johann von Nassau V -Diez (St) (21) ein zinsloses Darlehen von 5000 Gulden gegen Rückzahlung in drei Jahresraten, für deren Sicherstellung Graf Johann seinen Anteil an Hadamar und Ellar zum Pfand setzt.

Der mit Ottilie von Katzenelnbogen (St) verheiratete Markgraf Christoph von Baden I (St) übernimmt für 6 Jahre zusammen mit seinem Bruder Albrecht von Baden die Regierung der Markgrafschaft Baden, danach übernimmt er alleine die Regierung . - Der Urenkel von Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (74) Karl von Baden wird geboren. Er wird Domherr in Straßburg und Trier. - Der Viehhirte, Musikant und Prediger Hans Böhm prangert die Gier der Fürsten und hohen Geistlichkeit an und wird als Initiator der Niklashäuser Wallfahrt auf Anordnung des mainzer Erzbischofs Diether von Isenburg II (St) (64) in Würzburg auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Es folgen spontane Massenproteste in Franken. - Kurfürst Friedrich von der Pfalz I (St) (51) stirbt in seiner Residenz Heidelberg und sein Neffe Pfalzgraf Philipp der Aufrichtige (St) wird wie verabredet Kurfürst. Seine Frau, die Witwe Clara Tott wird vom Neffen Pfalzgraf Philipp der Aufrichtige gefangen genommen um die tatsächlichen Familienverhältnisse geheim zu halten. - Ersterwähnung des Grobrot, einer weniger edlen Rebsorte, in Kloster Eberbach erstmalig erwähnt. - Im Burgundischen Krieg besiegen die Eidgenossen den Burgunderherzog Karl den Kühnen (43) in der Schlacht bei Grandson empfindlich und in der darauffolgenden Entscheidungsschlacht von Murten beginnt das Ende Burgunds das Frankreich eine Vormachtstellung einbringt. - Der mailänder Herzog Galeazzo Maria Sforza (St) (32) kehrt als Sieger nach Mailand zurück und wird auf Betreiben von seinem jüngeren Bruder Ludovico Sforza (St) (24) von drei mailänder Adeligen ermordet. Ludovico Sforza (St) (24) übernimmt die Regierung für den minderjährigen Thronfolger Herzog Gian Galeazzo Sforza (St) (10), den er 1494 ermorden lässt und selbst Herzog von Mailand wird.- J. Scolvus sucht Nordwestpassage und dringt in die Baffin-Bai und den Lancaster Sound vor. - Gründung der Universität Mainz. - Durch die Abtretung der Herrschaft an das adelige Domkapitel und dessen Repressalien beginnt ein Bürgeraufstand in Mainz, den der mainzer Erzbischof Diether von Isenburg II (St) niederschlägt. - Im Kloster Marienstatt wird der Besuch von Frauen in der Klosterkirche an drei Tagen im Jahr und der Beschränkung dieser Erlaubnis auf den achten Tag nach Fronleichnam erlaubt. - Seilfurt bei Rüsselsheim brennt nieder und wird zur Wüstung. - Ende der russischen Tributzahlungen an die Mongolen. - Erdbeben in Moskau mit Einsturz der Kathedrale. - Der mainzer Erzbischof Diether von Isenburg (St) überschreibt die Burg Ronneburg seinem Bruder Graf Ludwig von Isenburg II -Büdingen (St). - Elisabeth von Kronberg, die zukünftige Ehefrau von Graf Salentin von Isenburg VII Grenzau (St) wird geboren. - Bramante kommt nach Mailand. - Kurfürst Friedrich von Wittelsbach, der Siegreiche von der Pfalz I (St) (51) ? lässt den Kran bei Frei-Weinheim an der engsten Stelle zwischen Mainz und Bingen wegen Streitigkeiten mit dem mainzer Erzbischof Diether von Isenburg II (St) abreißen. - In Frankfurt werden Almosen gegen Almosenzeichen eigentlich nur an notdürftige Hausleute vergeben. Weil es auswärtigen Bettlern und Hausierern ständig gelingt sich diese Almosenzeichen anzueigenen erläßt der Rat der Stadt Frankfurt vergeblich eine Verordnung zum Schutz vor Misbrauch. - Der auf Burg Varsberg geborene Papier- und Weinhändler wird leipziger Bürger. Er wird 1483 seinen ersten Druck Passio Pragensium herausgeben. - Graf Eberhard von Württemberg (St) bittet den königsteiner Gabriel Briel um Mitarbeit bei der Klosterreform in seinen Landen. - Der frankfurter Patrizier Wolf Blum junior wird Mitglied in der Stubengesellschaft Alten Limpurg. Mit leichtfertigen Geschäften von Wolf Blum Junior beginnt der Niedergang der Familie, die 1492 mit dem Ausschluss aus der Stubengesellschaft Zum Frauenstein und 1515 mit dem Ausschluss aus der Stubengesellschaft Alten Limpurg endet. Der frankfurter Stadthauptmann zerstört die Ganerben-Burg Vetzberg wegen dauernder Verletzungen des Landfriedens durch Raubüberfälle. - Der Ritter Eberhard von Heusenstamm VII wird frankfurter Schultheiß. - Ruprecht von Virneburg wird Abt von Prüm. Auf seinem Grabstein werden Affen die Schilde der Ahnen tragen. - Der frankfurter Schultheiß belehnt im Auftrag von Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (61) Wildgraf und Rheingraf Johann von Dhaun und Kyrburg V (St), Graf von Salm, mit dem ererbten Pfefferzoll auf dem Rhein bei Geisenheim. - Die mainzer Bürger stürmen in den Mainzer Dom und zwingen die Domherren zu einem Lossagungsbrief, der ihnen die Freiheiten zurückgeben Der mainzer Erzbischof Diether von Isenburg II (St) droht den mainzer mit einem kleinen Heer. Die mainzer Bürger geben auf und ziehen die Herrschaft des Erzbischofs derer des Domkapitels vor. Das mainzer Domkapitel verhöhnt die unterlegen mainzer Bürger und ihm wird von Papst Sixtus IV unter Androhung von Absetzungen geboten die verhöhnungen zu unterlassen. - Wildgraf und Rheingraf Johann von Daun (St) stirbt. In seinem Besitz befinden sich zahreiche Manuskripte aus der Schreibstube des hagenauer Lehrers Diebold Lauber.

1475 Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (73) befindet sich unter den Fürsten und Herrn, die sich mit Kaiser Friedrich von Habsburg III
(60) von Köln aus gegen Herzog Karl der Kühne von Burgund (42) ins Feld begeben. Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (73) belagert mit 350 Mann zu Roß und zu Fuß mit Landgraf Heinrich von Hessen III - Marburg (St) (35) und denen zu Köln (insgesamt 4000-5000) Linz und die Belagerer auf dem Neußer Werth.
Dietrich von Runkel verkauft dem Grafen für 3000 Gulden die zweite Hälfte seines Viertels an Limburg, Molsberg und Brechen.

Wetter: Erdbeben in Heidelberg. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (60) erklärt in Andernach dem Burgunderherzog Karl der Kühne von Burgund (4-) den Krieg. - Die Eidgenossen erklären dem Burgunderherzog Karl der Kühne (41) den Krieg und siegen im Burgundischen Krieg in der Schlacht auf der Planta. Sie führen eine neue Kriegsordnung ein, in der offiziell das unritterliche Kriegsziel die vollständige Vernichtung des Gegners ist, bei der auch keine Geiseln zur Erpressung von Lösegeld genommen werden dürfen, da dies durch die Geldgier vielen Unterlegenen und deren verminderter Aufmerksamkeit Gelegenheit zur Flucht gibt. - Kölner Stiftsfehde. - Pfalzgraf Friedrich I bei Rhein erwähnt in einer Bitte nach Beurkundung einer Jagderlaubnis das Ableben von Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez. (5859) Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez ehrt seinen langjährigen Jäger Seitz (5834) - Der brandenburg-ansbacher Kurfürst Albrecht Achilles (61) schreibt sogar im offiziellen Briefwechsel mit seiner Frau als er in Kriegshandlungen ein Jahr von ihr getrennt war, über sexuelle Phantasien, die sie gehorsam beantwortet. Gleichzeitig scheint er mit den Hofdamen seiner Frau ebenfalls sexuelle Verhältnisse zu haben, die seine Frau duldet. - Mainzer Glasmalerei mit Turniermotiven (Hess. Glasmalerei). - Vermählung von Graf Eberhard von Württemberg V (St) (36) mit Markgräfin Barbara Gonzaga von Mantua in Urach mit 20 000 Gulden Mitgift und einer dreitägigen Hochzeitsfeier mit Ritterturnier und Weinbrunnen zu der 650 Adelige mit 4280 Pferden kommen. - Ältestes Rechenbuch in deutscher Sprache,  der Trienter Algorismus wird in Trient gedruckt. - C. Ptolemäus lässt sein Geographica in Bologna drucken. - Der mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (52) wird im Kloster Eberbach beigesetzt. Vor seinem Tod schlägt er seinen einstigen Kriegsgegener von 1462 Diether von Isenburg II (St) wieder als neuen Erzbischof von Mainz vor, der dann tatsächlich zum Erzbischof gewählt wird. Er kauft Weinessig. - Der Burgunderherzog Karl der Kühne von Burgund (42) besetzt und beansprucht die Gebiete von Herzog Rene von Lothringen und hat damit ein durchgängiges Machtgebiet von Holland bis Genf. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (60) droht Graf Philipp von Hanau (St), den Herren von Eppstein-Königstein, den Herren von Eppstein-Münzenberg, den Herren von Bickenbach, den Schenken von Erbach, den Herren von Kronberg und den Städten Friedberg, Gelnhausen und Wetzlar mit der Acht, falls sie sich nicht sofort am Krieg gegen den Burgunderherzog Karl der Kühne von Burgund (42) beteiligen. - Köln wird freie Reichsstadt. - Reinhard von Westerburg IV (St) nennt sich Graf Reinhard von Leiningen-Westerburg. - Die frankfurter Patrizierfamilien Stalburg und Bromm bilden die Stalburg-Gesellschaft mit einem Gesellschaftsvermögen von 60000 Gulden. - Bei einem Inquisitionsprozess im koblenzer geistlichen Gefängnis behauptet ein älteres Ehepaar aus Nassau, dass nur reine Priester die Absolution erteilen könnten, werden von einem dominikanischen Ketzermeister belehrt, sind aber nicht einsichtig, woraufhin sie gefoltert, auf dem Neuen Plan auf zwei Stühlen zur Schau gestellt und belehrt werden und nur der Mann unter der Bedingung ein gelbes Kreuz zu tragen abschwört. Die Frau wird auf der koblenzer Schartwiese verbrannt. - Johann von Nassau V -Dillenburg (St) und Engelbert von Nassau II -Dillenburg (St) teilen ihre Gebiete in die niederländischen und deutschen Gebiete zu denen auch Teile der Grafschaft Katzenelnbogen gehören wird. - Im bamberger Pfaffenstreit kämpft der bamberger Bischof Philipp von Henneberg mit Kurfürst Albrecht Achilles und dem Domkapitel. - Der bamberger Domherr Albrecht von Eib, der Verfasser der humanistischen Werke Von der Schönheit des Mägdelein Barbara und Lobrede auf Bamberg stirbt 55-jährig. - Das Schwarze Studenbuch entsteht in Brügge. - Der designierte badische Nachfolger Christoph von Baden I (St) verheiratet mit Ottilie von Katzenelnbogen (St) unterstützt Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (60) mit Truppen gegen den Burgunderherzog Karl der Kühne von Burgund (42). - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (60) ernennt Hermann von Hessen IV (St), der bereits zwei uneheliche Söhne hat, von denen einer noch zu seinen Lebzeiten Stiftsdechant an St. Maria ad Gradus in Köln wird, zum kölner Stiftsgubernator. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (60) erlaubt Graf Kuno von Solms-Lich-Laubach (St) wegen dessen Verdiensten im Kampf gegen den Burgunderherzog Karl der Kühne von Burgund (42) die Befestigung aller seiner Schlösser, Städte und Flecken. - Bei der Landshuter Hochzeit führt Brautführer, Pfalzgraf Otto von Neumarkt II , in Landshut die polnische Prinzessin zur Kirche. Die Heirat soll ein Bündnis gegen die Türken bilden. - Die Stadt Andernach bedroht die Stadt Linz am Rhein bei Kripp mit einer Erdbefestigung, die deren Verbündeter Herzog Karl der Kühne von Burgund (42) mit einer Kanone beschiessen lässt, das Pulvermagazin trifft und fast alle andernacher Schützen tötet. Als Anerkennung für den Blutzoll verlegt der Kaiser den Rheinzoll nach Andernach zurück und stiftet einen kaiserlichen Altar im Andernacher Mariendom. - Der bamberger Erzbischof Philipp von Henneberg tritt sein Amt an. - Graf Johann von Nassau IV (St) (65) stirbt in Dillenburg. Der Leichnam wird nach Breda überführt, das Herz jedoch bleibt in Dillenburg. - Die niederadeligen Herren von Nassau zu Sporkenburg sind Inhaber der Pfandschaft Hartenfels. - Auf Wunsch von Kurfürst Friedrich von der Pfalz I (St) (50) kommt der Dominikaner Gerhard von Elten als Vikar des Ordensgenerals für das neugegründete Kloster und Studienhaus nach Heidelberg. - Herzog Karl der Kühne von Burgund (42) verlobt nach der Aufgabe der Belagerung von Neuss seine Erbtochter Maria von Burgund (18) mit dem Sohn Maximilian (16) von Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (60). - Der Bibliothekar von Papst Sixtus IV lässt die Rezepte des päpstlichen Koch Martino de Como, der für seine verschwenderischen und opulenten Gerichte berühmt ist, im Buch De Honesta Voluptae et Valetudine gedruckt. Er passiert Saucen durch Tücher und verwendet Zucker in großen Mengen. - Der Ordensgeneral Leonardus Mansetis droht den Mönchen der Dominikanerklöstern in Frankfurt und Mainz bei unerlaubtem Entfernen mit Ausschluß. - In Frankfurt bezahlen 3% der städtischen Steuerzahler 54% der Gesamtsteuersummer. - Die frankfurter Tuch- und Seiden-Großhändler und Mitglied der Stubengesellschaft Limpurg Hans Steffan stirbt. - Wildgraf und Rheingraf Johann von Dhaun und Kyrburg V (St), wird als Graf von Salm in den Grafenstand erhoben. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) erlaubt Graf Kuno von Solms (St) Stadt und Burg Laubach auszubauen. - Der wormser Domherr Doktor der Theologie Johann von Wesel (55) kritisiert den wormser Jubiläumsablaß und wird vom wormser Bischof Reinhard von Sickingen entlassen. - Swicker von Sickingen heiratet die Schwester von Richard von Fleckenstein-Hohenburg. - Der basler Dominikanermönch und Inquisitor Jakob Sprenger gründet in Köln die hochangesehene Rosenkranzbruderschaft. - Graf Philipp von Eppstein (St) ist im Besitz der mainzer Fähre. - Simon von Eppstein, Mosse von Luyden und Joseph Wetzl sind Judenmeister in Frankfurt. - Stahlschmiedezunft in Siegen. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (60) bezeichnet die Stadt Mainz in seinem Aufruf gegen den Herzog Karl der Kühne von Burgund (42) als Reichsstadt. - Das mainzer Domkapitel wählt gegen den Wunsch des Papstes und des Kaisers den abgesetzten mainzer Erzbischof Diether von Isenburg II (St) zum neuen mainzer Erzbischof und zwingen ihn durche einen Vertrag und einen Schwur die Stadt Mainz für immer an das mainzer Domkapitel zu binden und beschließen daraufhin die Befestigung der Stadt durch die Martinsburg und den Ausbau des Grinsturms zur Festung. - Der am burgunder Hof in Brüssel aufgewachsene und mit einer illegitimen Tochter von Burgunderherzog Philipp von Burgund III verheiratete Neffe des Burgunderherzog Philipp von Burgund III, der Gute ,Adolf von Kleve (50) wird Generalstatthalter der burgundischen Niederlande. - Burg Ockenstein, alias Burg zur Leyen im Besitz von Dietrich von Monreal wird von Truppen von Herzog Karl der Kühne von Burgund (42) zerstört. - Heinrich von Nassau resigniert als mainzer Dompropst und wird von Dietrich von Monferrato abgelöst.- Berthold von Henneberg II wird mainzer Domdekan. - Dietrich von Monferrato und Wilhelm von Wertheim II sind mainzer Domherren. - Miehlen wird erwähnt

1474 Die Grafschaft veranlaßt Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (72) trotz seines hohen Alters wegen eines fehlenden Erben zu einer zweiten Ehe mit Herzogin Anna von Braunschweig-Lüneburg, geborene Gräfin von Nassau-Dillenburg. (St) Ihr sechsjähriger Sohn ist Erbe des Herzogtums und bleibt in Celle zurück. Auf seine Gemahlin wird wenige Monate später durch den landgräflich-hessischen Hofmeister Hans von Dörnberg von hessischer Seite angeblich ein Mordanschlag mit Arsen durch den des mehrfachen Mordes beschuldigten Johann von Bornich in der Kapelle auf Rheinfels bei einem Gottesdienst verübt.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (72) stellt im Reichskrieg gegen Herzog Karl den Kühne von Burgund (41) ein von Landgraf Heinrich von Hessen III -Marburg (St) (34) befehligtes Truppenkontingent. Kaiser Friedrich von Habsburg III (59) macht mit seinem Sohn und späteren Nachfolger Maximilian von Habsburg, Erzherzog von Österreich (15), sowie mit Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (72) und Graf Johann von Nassau IV (St) (64) Rast in Nastätten. Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (72) unterstützt Kaiser Friedrich von Habsburg III in Nastätten mit Futter für seine Pferde auf dem Weg von Koblenz nach Frankfurt. Unerwünschte Gäste (Raubritter des Taunus und der Wetterau) im Gefolge des Landgrafen werden vor den Toren Frankfurts abgewiesen.

Wetter: Orkan mit blauem Himmel, bei dem in Augsburg eine Kirche einstürzt. - Der Urenkel von Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (72) Bernhard von Baden III (St) wird geboren. Er wird 1515 Markgraf. - Die Eidgenossen einigen sich mit dem Habsburgern zu einem Frieden Ewige Richtung, der beiderseitig den augenblicklichen Besitzstand wahrt und den Eidgenossen Durchmarsch durch habsburger Gebiet erlaubt. - Mit der Schlacht bei Héricourt kommt es zu den ersten militärischen Auseinandersetzungen im burgundischen Krieg zwischen Karl der Kühne von Burgund (41) und den Eidgenossen. - Regiomontanus publiziert seine Ephemeriden, von Sonne, Mond und Planeten und berechnet deren tägliche Position bis 1506. - Der italiensische Mediziner, Mathematiker, Astronom und Karthograph Paolo dal Pozzo Toscanelli empfiehlt aufgrund seiner Erdkarte Christoph Kolumbus eine Asienfahrt aber Richtung Westen, bei der die atlantische Westküste einfach die Ostküste Asiens ist. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (59) verhängt auf dem augsburger Reichstag über Kurfürst Friedrich von Wittelsbach, der Siegreiche von der Pfalz I (St) (49) wegen der Weißenburger Fehde die Reichsacht und wird von Gläubigern bis zur Auslösung durch Gesandte aus Köln wegen nicht bezahlter Rechnungen festgehalten. - Durch die Einmischung von Herzog Karl der Kühne von Burgund (41) lässt Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (59) den Administrator und Hauptmann des Erzbistums Köln Hermann von Hessen IV (St) (24) vor Koblenz ein Heer zusammenstellen und zieht den Belagerern von Neuss mit hessischen Truppen nach der fast einjährigen Belagerung durch den kölner Erzbischof Ruprecht von der Pfalz (St) (47), der versucht verpfändete Besitzungen mit Gewalt und unrechtmäßig zurückzugewinnen entgegen. Die Stadt Frankfurt stellt 100 Ritter und 300 Fußknechte. Ritter Johann von Hatzfeld wechselt vom kölner Erzbischof Ruprecht von der Pfalz (St) (47), der von seinem Bruder Kurfürst Friedrich von Wittelsbach, der Siegreiche von der Pfalz I (St) (49) unterstützt wird, zum kölner Administrator und späteren kölner Erzbischof Hermann von Hessen IV (St) (24) der von Andernach mit ca. 150 Büchsenschützen unterstützt wird. Lütticher Bergleute von den Erz- und Kohlelagern helfen beim Ausheben von Gräben und Stollen sowie bei Sprengungen. Herzog Karl der Kühne von Burgund (41) fühlt sich durch sein Scheitern in seiner Ehre gekränkt und reagiert deshalb auf seiner Gegner nicht rechtzeitig. Er versetzt seinen Bündnispartner England ignoriert. Rene von lothringen bricht seinen Treueeid zu Herzog Karl der Kühne von Burgund (41) und fällt in die Grafschaft Luxemburg ein. Der französische König Ludwig XI überfällt die niederen Lande und Burgund. - Graf Eberhard von Württemberg (St), heiratet die oberitalienische Markgräfin Barbara Gonzaga von Mantua . Bei der Hochzeit in Urach verzehren 14 000 Gäste 165 000 Laib Brot und über 150000 Liter Wein. Barbara hatte zeitlebens Heimweh nach Italien. Die einzige eheliche Tochter stirbt als Säugling. Eberhard lässt seine Kinder von ledigen Frauen außerhalb der Ehe geboren durch den Kaiser legitimieren. - Das im Besitz der frankfurter Patrizierfamilie Glauburg befindliche Haus Lichtenstein am Römer zählt 48 Betten. - Der mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (51) erlässt eine Marktschiffordnung, die die Frühschiffer und Marktschiffer vereint und Verkehr, Fahrpreis und Schutz zwischen Frankfurt und Mainz regelt. - Herzog Karl der Kühne von Burgund (41) organisiert seinen Hof in militärischer Hierarchie. - Die Einwohner von Linz am Rhein planen einen Angriff auf ihre Nachbarstadt Andernach, da Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (59) den Linzern den Rheinzoll entzieht und der Stadt Andernach zuspricht was von zwei andernacher Bäckerlehrlingen, die die Stadtmauer entlanglaufen und aus den dort hängenden Bienennestern naschen, bemerkt wird und sie im Angesicht der Angreifer die Nester den Linzern entgegenwerfen und die Linzer in die Flucht schlagen. Zur Feier wird ein besonderer Kuchen der Bienenstich gebacken. - Die rüdesheimer Boosenburg kommt in Besitz der Boos von Waldeck. - Verhandlungen am Berggericht zu Suhl verhandeln bergmännische Streitigkeiten. - Graf Philipp der Ältere von Katzenelnbogen (St) (72) ist nicht mehr am Wetterauer Grafenverein beteiligt. - Der ehemalige Knecht und mit einer verarmten aber schönen Landadeligen verheiratete augsburger Bürger Burkard Zink (78) stirbt als wohlhabender Mann. - Der Dominikaner Wenzel von Frankenstein wird Generalvikar der Provinz Teutonia. - Herzog Karl der Kühne von Burgund (41) nimmt Graf Heinrich von Württemberg (St) in der Nähe von Metz gefangen, zwingt ihn vergeblich seine Stadt Mömpelgard zu öffnen, da sich die württemberger Stadtbesatzung unter Landvogt Marquard von Stein weigert die Tore der Stadt selbst als Graf Heinrich von Württemberg (St) zum Schein vor der Stadt hingerichtet wird zu öffnen. Mömpelgard wird vergeblich belagert. Durch die Scheinhinrichtung und die schlechte Behandlung während der Gefangenschaft bis zu seiner Befreiung 1477 wird Graf Heinrich von Württemberg (St) geisteskrank. - Der seit einem Totschlag an Henne Brun 1458 in Frankfurt in Eltville lebende Kontad Weiß von Löwenstein wird von Friedrich von Habsburg III (St) (59) begnadigt. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (59) fordert in Würzburg von Graf Philipp von Hanau (St), Graf Philipp von Hanau, der Jüngere (St), dem trierer Erzbischof Johann von Baden II (St), Graf Otto von Solms (St), Graf Ludwig von Isenburg-Büdingen (St) und Graf Diether von Isenburg -Büdingen (St), und letztgenannt Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) Kontingente von bis zu Hundert Rittern. - Doktor Georg von Hell, genannt Pfeffer ist Rat von Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (59). - In Frankfurt werden 3 Reichsbanner für den Krieg gegen Herzog Karl der Kühne von Burgund (41) hergestellt. Ein Banner für den mainzer Erzbischof Friedrich von Habsburg III (St) (59) und zwei Banner für den Kaiser, die ihm in Frankfurt übergeben werden. - Die Stadt Frankfurt schickt 25 Zentner Schießpulver. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (59) schließt ein Bündnis mit dem französischen König. - In Köln läd Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (59) in den Prachtbau Gürzenich. - Der kurmainzer Kanzler Gerog von Hell heiratet die jüngere Tochter Elisabeth Weiß zum Rebstock. - Der uneheliche Sohn Friedrich (St) (14) von Kurfürst Friedrich von Wittelsbach von der Pfalz I (St) (49) stirbt. - Der Abt Engelbert von Buchenau lebt in wilder Ehe mit einer Frau zusammen, die ihn zur Geldverschwendung animiert. Aus Geldnot verkauft Engelbert von Buchenau verschiedene Dörfer an Landgraf Heinrich von Hessen III -Marburg (St) (34). Der Verkauf der fuldaer Dörfer wird durch den fuldaer Fürstabt Johann von Henneberg-Scheusingen rückabgewickelt. - Bei der Amberger Hochzeit von Pfalzgraf Philipp (St) (26) mit Herzogin Margarethe von Bayern-Landshut (St) (18) werden große Mengen an Malvasier - Wein und Reinfal und etwa 110.000 Liter fränkischer Wein bestellt. - In Straßburg beginnt der Jude Hans von Straßburg mit organisierter Betrugsbettelei, als falsche Mönche, die mit dem Fegefeuer Geld erpressen oder mit vorgetäuschter Epileptik und wird erst 1487 dafür verurteilt. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (59) lädt Eberhard von Eppstein-Königstein (St), Graf Otto von Solms (St) und Graf Kuno von Solms (St), Graf Philipp von Nassau (St), Graf Ludwig von Isenburg (St) vor. - Jakob von Bicken und Friedrich von Hohenlohe sind mainzer Domherren.

1473 Vergleich zwischen der schweizer Gräfin Ottilie von Thierstein und Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (71), der ihr nach Verzicht auf alles Übrige außer den 1000 Gulden Wittungsgeldern das von Graf Bernhard von Solms (St) für 6000 Gulden erworbene Viertel an Limburg einräumt.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) ist bei der Zusammenkunft von Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) mit Herzog Karl der Kühne von Burgund (40) in Trier anwesend. Schutzversprechen des Landgrafen Heinrich von Hessen III -Marburg (St) für Kloster Eberbach.

Universität von Trier wird gegründet. - Extrem heißes und trockenes Wetter über das ganze Jahr. - Die Urenkelin von Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) Marie von Baden wird geboren. Sie wird Äbtissin der ehemaligen Grablege der Markgrafen von Baden Kloster Lichtental. - Das Bankhaus Fugger erhält eigenes Wappen. - Heinrich von Steinhöwel bringt sein Buch Buochlin der ordnung - wie sich der mensch halten sol - zu den zyten dieser gruselichen kranckheit (Pest). - Ein Guteleutehaus, ein Armenbad wird in Bad Ems erwähnt. - Der Bau der Sixtinischen Kapelle nach Papst Sixtus IV wird begonnen. - Vanozza de’ Cattanei wird die Mätresse des Kardinals Rodrigo Borgia späteren Papstes. Eine weitere seiner Mätressen, die 15 jährige Giulia Farnese verschafft sogar ihrem Bruder Papst Paul III das höchste Kirchenamt, der sich aber nachdem die Syphilis 1494 auftritt dem sittenlosen Treiben entgegenstellt. - Nikolaus Kopernikus, der das ptolemäische geozentrische System, nach dem die Erde im absoluten Mittelpunkt der Welt steht, widerlegt, wird geboren. - Der junge Jakob Fugger sieht einen geisteskranken Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (58) in seiner Geburtsstadt, der reichen Handelsstadt Augsburg, erkennt die Macht des Geldes, verläßt das Kloster und wird Kaufmann. - Die Venezianer zerstören Smyrna. - Agnes von Baden (St), von ihrem Bruder auf Lebenszeit interniert, stirbt erblindet auf Burg Eberstein. - Das friedberger Haus Zum Bornziegel wird als Zunfthaus der Wollweber erwähnt. - Nach dem Tod seines Schwiegersohnes Herzog Nikolaus von Lothringen verhandelt Herzog Karl der Kühne von Burgund (40) in Trier erneut die Vermählung seiner Tochter Maria mit dem Kaisersohn Maximilian vom römisch-deutschen Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (58) und stellt unvorstellbaren Prunk zur Schau. Neben den berühmten Wandteppichen verschlingt alleine die Einkleidung seiner Höflinge die ungeheure Summe von 38819 flandrischen Pfund. Er trägt eine goldene Rüstung. Er will für seine Beteiligung an dem geplanten Türkenfeldzug ein Königreich Burgund. Die Kurfürsten sind gegen eine Einigung.- Für den Reichstag in Augsburg lässt Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (58) sein etwa 1000 Personen starkes Gefolge von Jacob Fugger neu einkleiden, der dafür das Wappen mit den beiden Lilien verliehen bekommt. - Die trierer Universität wird eröffnet. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (58) versucht vergeblich in der vom kölner Erzbischof Ruprecht von der Pfalz begonnenen und von dessen Bruder dem pfälzer Kurfürst Friedrich I von Wittelsbach, der Siegreiche (St) (49) unterstützten Kölner Stiftsfehde zu vermitteln. Der kölner Erzbischof Ruprecht verbündet sich jedoch noch enger mit Herzog Karl der Kühne von Burgund (40) von Burgund. - Die Äbtissin von Kloster Klarenthal Katharina von Dhaun (St) stirbt. - Herzog Johann von Kleve unterstützt Herzog Karl der Kühne von Burgund (40) beim Erwerb des Herzogtums Geldern und erhält dafür u.a. Lobith. - Dem Abt von Kloster Bleidenstadt Johann von Schönborn folgt der Abt von Kloster Bleidenstadt Johann von Walderdorff II. - Die kirchlichen Gesetze von Papst Gregor IX aus dem Jahr 1234 werden gedruckt. - Mit der Öffnung der Schlucht Via Mala verlagert sich der Reiseverkehr über den Splügenpass. - Graf Engelbert von Nassau II (St) (22) wird als letzter in den Orden zum Goldenen Vlies von Herzog Karl der Kühne von Burgund (40) aufgenommen. - Der in Mainz ausgebildete Buchdrucker Lucas Brandis geht nach Lübeck, eröffnet eine Druckerei und beginnt mit seiner Weltchronik Rudimentum Novitorum. - Der frankfurter Rat bemängelt, dass auf Höhe des Gutleuthofes der Main auf Pferden durchritten wird. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (58) versucht in Basel die Streitigkeiten mit den Eidgenossen beizulegen. - König Ludwig XI (50) erleidet seinen ersten Schlaganfall, dem noch 3 weitere folgen. - Der gefürchtete burgunder Landvogt der Pfandlande Peter von Hagenbach, der in seinen Landen, die Kriegssteuer, den Bösen Pfennig einführt, dolmetscht bei der direkten geheimen Endverhandlung in Trier das Gespräch von Herzog Karl der Kühne von Burgund (40) mit Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (58) und plant die Erhebung zum König. - Das von den Medici für die Stadt Fiesole bestimmte Triptichon Jüngstes Gericht wird von der burgundischen Residenzstadt Brügge mit dem Hanseschiff Peter von Danzig aus nach Italien transportiert. Das Schiff wird gekapert, das Triptichon und ein Teil der Fracht nach Danzig verschleppt. - Bei Schriesheim fördert die pfälzer Grube Anna-Elisabeth Silber. - Der frankfurter Patrizier Klaus von Rückingen wird frankfurter Ratsherr und wird in die Stubengesellschaft Alten Limpurg aufgenommen. - Konrad von Bickenbach XII ist geisteskrank. - Käsekarren auf dem frankfurter Freithof (Hühnermarkt). - Gerhard von Ehrenberg ist mainzer Domherr.

Anna von Württemberg (St) (64), die geschiedene Frau von Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (69) stirbt einsam in Waiblingen. Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (69) darf wieder heiraten.

1472 Herzog Karl der Kühne von Burgund (38) verlobt seine Erbtochter Maria nach den gescheiterten Verhandlungen mit Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (57) mit Herzog Nikolaus von Lothringen. - Heinrich Steinhöwel gelingt mit seiner Übersetzung und in Ulm von Johannes Zainer gedruckten Vita et Fabulae als der deutsche Äsop eines der erfolgreichen Projekte des frühen Buchdrucks. - Brunnenvergiftungsvorwürfe gegenüber Juden in Regensburg.- Der pfälzer Kurfürst Friedrich von Wittelsbach I (St) (49) heiratet das ehemalige Hoffräulein Clara Tott aus Augsburg und muss deshalb auf die Nachfolge verzichten. - Gründung der Universität Ingolstadt. - Der pfälzer Kurfürst Friedrich von Wittelsbach I, der Siegreiche (St) (49) gründet eine höfische Sängerei „Capelley“ mit Sängermeister Johann von Soest. - Erstes gedrucktes Notenblatt im italienischen Bologna. - Die Hattsteiner treten in Driedorf in katzenelnbogener Dienste. - Die Alaunminen von Volterra werden vom Florentiner Lorenzo geplündert und viele Einwohner massakriert. - Pest in Fritzlar. - Die Zunft der Härter und Schleifer im grafschaftlichbergischen Solingen erhält das Schwertschmiede-Privileg. - Viele Juden in Speyer begehen Selbstmord um der Zwangstaufe zu entgehen. - Johann von Henneberg II -Schleusingen wird Fürstabt von Fulda. - Die nassauer Landesburg Tringenstein wird von Graf Johann von Nassau IV (St) (62) ausgebaut. - Die Hindernisse für Fischlaich zwischen Amel und Salm werden verboten. - Auf Burg Eltz wird ein Hauptgebäude das Rübenacher Haus unter Lancelot von Eltz und Wilhelm von Eltz vom Silbernen Löwen fertiggestellt. - Der baseler Buchdrucker Leonardus Achatus druckt Vergil in Venedig und Vincenza. - Der intime Berater von Herzog Karl der Kühne von Burgund (38) Philipe de Commynes wechselt überraschend in den Dienst von dessen Erzfeind König Ludwig XI (49). - Gotthard von Schönborn ist Prior im katzenelnbogener Hauskloster Gronau. - Der uneheliche Sohn Friedrich (St) (12) von Kurfürst Friedrich von Wittelsbach von der Pfalz I, der Siegreiche (St) (49) soll Kanoniker in Speyer werden und benötigt dazu einen Nachweis, dass seine Mutter Klara Dett, eine ehemaligen Hofdame von Albrecht von Wittelsbach von Bayern (St) adelig und mit Kurfürst Friedrich von Wittelsbach von der Pfalz I (St) (49) verheiratet ist. - Der Ehevertrag zwischen Johann von Dehrn (+1533), späterer Vogt von Diez und Anna von Lindau wird unterzeichnet. - Der basler Dominikanermönch Jakob Sprenger und wird Prior des kölner Konvents. - Ein Guteleutehaus, ein Armenbad wird in Bad Ems erwähnt. - Der landgräflich-hessische Dienstmann Ludwig Schrendeißen wird gudensberger Schultheiß. Seine Familie wird 1530 in den Adelsstand erhoben. - Mit dem tod von Michael von Bickenbach fällt Bickenbach an die hHrren von Erbach. - Schenk Wilhelm von Limpurg II ist mainzer Domherr.

1471 Ottilie von Nassau (St), Witwe Junggraf Philipps des Jüngeren von Katzenelnbogen wird anläßlich ihrer Heirat mit Graf Oswald von Thierstein für ihr katzenelnbogener Wittum mit 1000 Gulden jährlich abgefunden.
Sie bringt in diese Ehe zugleich das ihr von Graf Johann von Nassau IV -Diez (St) verpfändete Viertel der Grafschaft Diez ein.

Die Türken fallen in die Steiermark ein. - Der alteingesessene frankfurter Goldschmied, Maler und Stecher Johann von Dirmstein erschafft eine Handschrift des Erotik-Thrillers Sieben weise Meister in seiner Werkstadt im Haus Groß-Laubenberg. - Der Urenkel von Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) Jakob von Baden II wird geboren. Er wird 1503 Erzbischof von Trier. - Auf dem Reichstag in Regensburg verkündet Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (56) einen Vierjährigen Allgemeinen Frieden. - Die Portugiesen überqueren als erste Europäer den Äquator und entdecken die Goldküste in Westafrika (Ghana) - Gründung der Universität Genua - Nürnberg erhält vom Patrizier B. Walther die erste christliche Sternwarte Europas. - Der Venezianer G. Barbaro reist zu einem 5 jährigen Aufenthalt nach Persien. - Landgraf Ludwig von Hessen II -Kassel (St) (33) wird auf der ziegenhainer Stammburg Reichenbach mit Gift ermordet. Sein Bruder Landgraf Heinrich von Hessen III -Marburg (St) (30) übernimmt die Vormundschaft über Ludwigs II Söhne Wilhelm von Hessen I (St) (5) und Wilhelm von Hessen II (St) (3) und Regierungsgeschäfte. - In Baden-Baden wird bei Tag und bei Nacht allerlei Ungebühr von Fremden und Einheimischen betrieben. - Albrecht Dürer wird in Nürnberg geboren. - Der homosexuelle Sixtus IV wird Papst. Infessura schreibt über ihn: Es war keine Liebe zu seinem Volk in ihm, nur Wollust, Geiz, Prunksucht und Eitelkeit. Seine Lustknaben macht er ungeniert zu seinen Kardinälen. - Heidelberger Apothekenordnung. - Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) besucht das Auerbacher Schloß. Sein Tross umfaßt 60 Pferde. - Osmanisches Reich reicht bis an die Adria.- In der Baumkircher Fehde wird Freiherr und Heerführer Andreas Baumkircher vor geplanten Verhandlungen mit dem Kaiser trotz dessen Zusage von freiem Geleit verhaftet und enthauptet. - Solms-Braunfels erhält die kaiserliche Befreiung von fremder Gerichtsbarkeit. - Neben dem Gemeinen Bad nennt sich das Badehaus in der wiesbadener Langgasse Zum Bär. - Der kölner Erzbischof Ruprecht von der Pfalz fordert von den kölner Ständen eine Erhöhung der Steuer, die er durch die Besetzung der vom kölner Domkapitel in Pfand gehaltenen Stadt Zons durchsetzt und dadurch mit dem Domkapitel und der Stadt bricht - Die Stadtbefestigung von Lambsheim wird vollständig zerstört. - Die uneheliche Tochter Anna von Albrecht von Baden heiratet bürgerlich. - Kloster Disibodenberg wird während der Kriegshandlungen geplündert. - Katzenelnbogener Fehde gegen Kurköln unter Beteiligung von Wilhelm von Brambach? - Graf Gerhard von Sayn II (St) muß Altenkirchen unter dem Schutz des Herzogs von Jülich-Berg stellen. - Der pfälzer Kurfürst Friedrich der Siegreiche (St) (48) erobert und zerstört die Stadt Dürkheim. - Herzog Karl der Kühne von Burgund (38) fordert für die Vermählung seiner Tochter mit Maximilian von Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (56) die Kaiserwürde nach dessen Tod für sich selbst, was Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (56) ablehnt. - Graf Gerhard von Sayn II (St) berichtet Herzog Karl der Kühne von Burgund (38) in einem Brief von seinem Gespräch mit Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (56) über die geplante Vermählung von Maria von Burgund. - In Frankfurt werden 12 Fleischschirnen gegen den Widerstand des frankfurter Rats vom Bartholomäusstift erworben. - Drei frankfurter Schuldgefängnisse sind in so schlimmem Zustand, dass Claus Bavare für seinen wohlhabenden Schuldner Hans von Thusenberg kein akzeptables Gefängnis findet. - Die große vergoldete Blume auf dem Turm der frankfurter Weißfrauenkirche wird mit kölner Glasmalereien verglast. - Der pfälzer Kurfürst Friedrich von Wittelsbach, der Siegreiche (St) (46) zerstört und schleift die Emichsburg von Graf Emich von Leiningen VIII (St) zum zweiten Mal. Sie wird sofort wieder aufgebaut. - Der nürnberger Kaufmann, Astronom und Humanist Bernhard Walther finanziert Regiomontanus eine Sternwarte und eine Druckerwerkstatt in Nürnberg. - Beutelbuch in Nürnberg. - Die Burg Hardeck über Büdingen wird nicht mehr bewohnt. - Der pfälzer Kurfürst Friedrich von Wittelsbach, der Siegreiche (St) (46) erobert, zerstört Dürkheim fast vollständig, entzieht die Stadtrechte und erobert Kloster Limburg. - Der leidenschaftliche Büchersammler Wirich von Oberstein VI gibt Graf Kuno von Manderscheid-Blankenheim einen Grundstock an Büchern zur Gründung der Blankenheimer Schlossbibliothek. - Der deutsche Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (56) erteilt dem frankfurter Patrizer Heinrich Degen zum Burggrafen, Teilhaber an der Blumengesellschaft, Schwiegersohn von Agnes Blum, der reichsten Patrizierin Frankfurts, in Regensburg ein FamilienWappen. - In Frankfurt wird ein lebender Strauß auf dem Römer bestaunt. - Die frankfurter Patrizierwitwe Agnes Blum, Besitzerin der Blumengesellschaft, stirbt mit einem Barvermögen von 35000 Gulden und wird von ihren Söhnen Melchior Blum und Wolf Blum junior beerbt. Die Patrizier Melchior Blum und Wolf Blum junior verbinden erfolgreich norddeutschen und süddeutschen mit italienischem Handel und sind im Deutschen Kaufhaus in Venedig vertreten. - Der Humanist Giovanni Antonio Campano beklagt sich in seinen Briefen über die eintönigen Zechgelage in der schmutzstarrenden und stinkenden Reichsstadt Regensburg, in der es kein anderes Leben als Trinken gäbe und darüber hinaus der Wein sauer sei und ihm bei Jedem Becher, den er leert die Tränen kämen. - Der nürnberger Großkaufmann Hans Praun verkauft riesige Mengen an billigen Massenbieren. - Der promovierte Niklas von Wyle tritt als Landhofmeister in die Dienste von Markgraf Ulrich von Württemberg (St) (58). - Graf Johann von Nassau -Wiesbaden-Halb-Diez (St) erhält von Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (56) ein uneingeschränktes vererbbares Bergregal für Gold, Silber, Kupfer, Kochsilber, Zinn und Blei. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (56) befiehlt dem kölner Erzbischof Ruprecht von der Pfalz den bei ihm gefangen gehaltenen Graf Johann von Nassau II -Weilburg (St) freizulassen. - Der hessische Landgraf Heinrich von Hessen III (St) (24) hat eine uneheliche Tochter mit der Frau Christine Steyna des Malers Johannes Diez.

1470 Gerlach von Isenburg (St) verkauft Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (68) das Kirchspiel Meudt und Pütschbach für 2000 Gulden und das Schloß Herschbach für 3000 Gulden. Gleichzeitig löst Graf Johann von Nassau IV -Diez (St) (30) das dem Grafen Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (68) verpfändete Achtel an sechs Westerwälder Kirchspielen wieder ein.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (68) übergibt seine Anteile an Driedorf seinem Schwiegersohn Landgraf Heinrich von Hessen III (St) (30) und überträgt ihm die Obergrafschaft einschließlich der würzburger Lehen unter Vorbehalt gewisser Gefälle und Einkünfte.

Wetter: Der Bodensee ist komplett zugefroren. - Unruhen im Reich. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (55) befiehlt der Stadt Frankfurt in Frankfurt, Sachsenhausen und seiner Umgebung Schutzgräben und Befestigungen zu errichten - Der mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (47) verfügt die Ausweisung aller Juden aus dem Mainzer Erzstift. - Die Urenkelin von Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) Ottilie von Baden wird geboren. Sie wird Äbtissin zu Pforzheim. - Botticelli eröffnet seine eigene Werkstatt. - Die Rebsorte Klebrot, heute Spätburgunder, wird im rheingauer Hattenheim erwähnt. - Anna Donner von Lohrheim, die ihr Kloster Dierstein (Oranienstein) leichtfertig verläßt, wird das Recht zurückzukehren von Papst Sixtus befohlen. - Marco Polos Reisebeschreibung erscheint gedruckt und wird lange bezweifelt. - Zatteltracht (oder Zaddeltracht, Bsp.: Till Eulenspiegel) verschwindet und wird nur noch von Spassmachern oder Gauklern getragen. - Heidelberger Neckarbrücke und die Flußmühlen werden durch Eisgang zerstört. - Die verfallene Burg Greifenstein wird ausgebessert, dennoch ist der fortschreitende Verfall der Anlage nicht aufzuhalten. - Der mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (47) lässt alle Juden aus dem mainzer Erzstift ausweisen, ihr Grundbesitz wird beschlagnahmt und die mainzer Synagoge in eine christliche Kapelle umgewandelt. - Die frankfurter städtische Pfarrkirche St. Bartholomäus (ab 1562 Frankfurter Dom) beschallt die Zuhörer mit einer große Orgel im Chor. - Der Landgraf Ludwig von Hessen II -Kassel (St) (32) erbaut Burg Rotenburg an der Fulda. - Die Meisterköche des trierer Erzbischofs Johann von Baden II (St) Konrad von Udenheim danach Konrad von Basel und danach Martin von Udenheim leben in der koblenzer Hühnerstrasse, im Lehenshaus, wo die Münzen geschlagen werden. - Der mit Elisabeth von Witttelsbach verheieratete brandenburger Kurfürst Friedrich von Zollern VI -Nürnberg

Kurfürst von Brandenburg

Kurfürst von Brandenburg dankt ab und diese Würde und damit fällt der gesamte Besitz des Hauses Hohenzollern an Albrecht Achilles (St) von Brandenburg. - Der pfälzer Kurfürst Friedrich der Siegreiche (St) (47) nimmt die von Schwarz-Reinhard von Sickingen III und Friedrich von Fleckensteinern bewohnte leininger Ganerbenburg Madenburg ein. - Burg Stahlberg wird ausgebaut. - Markgraf Karl von Baden (St) (--) läßt in Enningen juden verfolgen, foltern und gefangenhalten. - Der pfälzer Kurfürst Friedrich der Siegreiche (St) (47) erobert Burg Hornberg. - Burg Herschbach wird an den trierer Erzbischof Johann von Baden II (St) und an Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) verpfändet. - In Lüneburg wird der Einhornteppich hergestellt. - Der uneheliche Halbbruder von Herzog Philipp von Burgund III, der Gute utrechter Bischof David von Burgund ist mächtigster Bischof. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (55) lässt alle schadhaften Häuser in geistlichem Besitz in Frankfurt, die nicht binnen Jahresfrist instand gesetzt werden vom frankfurter Rat entschädigungslos enteignen und für städtische Belange verwenden. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (55) versucht die Juden zu schützen und bestätigt besonders den frankfurter Juden ihre Rechte. - Der pfälzer Kurfürst Friedrich der Siegreiche (St) (47) überfällt die Stadt Weißenburg und das Kloster Weißénburg ein. Herzog Ludwig von Wittelsbach -Zweibrücken Veldenz soll als Reichshauptmann die Stadt beschützen - Graf Philipp von Hanau (St), Graf Ludwig von Isenburg- Büdingen (St) und Graf Kuno von Solms (St) versuchen vergeblich den Bau frankfurter Verteidigungsanlagen zu verhindern. - Der mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (47) forciert den Bergbau im hinteren Kahlgrund. - Der spätere frankfurter Stadtarzt Johann Steinwert von Soest übersetzt die niederländische Vorlage des Haimonskinder-Stoffes. Er dichtet später ein Spruchgedich zu Ehren der Stadt Frankfurt und wird hessischer und danach Sangesmeister am heidelberger Hof von pfälzer Kurfürst Friedrich der Siegreiche (St) (47). - Johann von Merenberg ist Amtmann von Amt Kransberg. - In der hanau-lichtenberger Residenz Burg Babenhausen von Graf Philipp von Hanau I -Lichtenberg (St) sind der Wall, die Kasematten und vier runde Batterietürme für die Kanonen fertiggestellt. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (55) befiehlt eine Mobilisierung aller Stände gegen den pfälzer Kurfürst Friedrich der Siegreiche (St) (47), namentlich nach Rangfolge Graf Philipp von Katzenelnbogen, Graf Wilhelm von Henneberg, Graf Otto von Henneberg und Graf Friedrich von Henneberg, Graf Johann von Vianden, Graf Philipp von Nassau und Graf Johann von Nassau(-Saarbrücken), Graf Johann von Nassau(-Wiesbaden), Graf Rudolf von Leiningen, Graf Hammann von Leiningen und seinem Sohn Swicker, Graf Emich von Leiningen, Graf Bernhard von Leiningen und Graf Diether von Leiningen, Graf Wilhelm von Leiningen und ........ Graf Johann von Solms und Graf Otto von Solms, ........... Graf Diether von Isenburg, Rheingraf Johann, N. von Hanau, ........... N. von Virneburg, Graf Gerhard von Sayn, Graf Walrave von Waldeck, Rheingraf Johann d. J., .......... , ein Graf von Rieneck und Wittgenstein, Georg und allen anderen (Erbschenken) von Limpurg, Schenken Konrad und Hans von Erbach, Simon und seinem Sohn Burkhard zu Finstingen, Eberhard von Eppstein-Königstein, ...... und alle Freien, die Städte Köln, Straßburg, Augsburg, Regensburg, Mainz, Trier, Metz, Frankfurt, Nürnberg, Basel, Speyer, Worms, Konstanz, Ulm, den gemeinen Eidgenossen, Rottweil, Nördlingen, Hall, Esslingen, Überlingen, Schaffhausen, Memmingen, Ravensburg, Schwäbisch Gmünd, Heilbronn, Reutlingen, Rothenburg, Windsheim, Weissenburg, Wimpfen, Oppenheim, Lindau, St. Gallen, Dinkelsbühl, Weill der Stadt, Aalen, Giengen, Bopfingen, Buchhorn, Pfullendorf, Hagenau, Colmar, Schlettstadt, Kaysersberg, Kintzheim, Mülhausen, Oberehnheim, Rosheim, Türkheim, Münster, Oppenheim, Landau, Odernheim, Ingelheim, Kaiserslautern, Offenburg, Gengenbach, Zell, Seltz, Freiburg i. Br., Breisach und Neuenburg. sowie allen anderen Reichsuntertanen bei Verlust aller ihrer Rechte, Privilegien und Lehen sowie den Strafen des fünfjährigen Nürnberger Landfriedens, dem von ihm zum Hauptmann ernannten Hz. Ludwig von Bayern(-Veldenz) auf dessen Ersuchen unverzüglich Hilfe zur Abwehr und Strafe des Angriffs Pfgf. Friedrichs bei Rhein auf Abtei und Stadt Weissenburg zu leisten. - Der friedberger Burggraf Johann von Bellersheim alias Henne von Bellersheim lädt Graf Otto von Solms II -Braunfels (St) vor Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (55). - Der am burgundischen Hof in Brüssel aufgewachsene Neffe des Burgunderherzog Philipp von Burgund III, der Gute Adolf von Kleve (45), heiratet ein illegitime Tochter Anna von Burgund von Burgunderherzog Philipp von Burgund III. - Der Schreiber einer heidelberger Handschrift Ludwig Henfflin schmückt seine Manuskripte mit dem Wappen seiner Auftraggeberin Margarethe von Savoyen, der Ehefrau von Markgraf Ulrich von Württemberg (St) (57). - Margarethe von Savoyen, die Ehefrau von Markgraf Ulrich von Württemberg (St) (57) unternimmt eine Reise durch die Schweiz, bei der züricher Patrizier als Gastgeschenk eine Handschrift mit züricher Stadtheiligen überreicht. - Eberhard Greifenklau zu Vollrads ist mainzer Domherr.

1469 Der mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (46) kündigt Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (67) die gau-algesheimer Pfandschaft, ohne sie jedoch einzulösen, da Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (67) diese Dörfer mit seiner Gerechtigkeit an Stadecken dem Markgraf Karl von Baden (St) (42) zur Ausstattung seines Sohnes Christophs (St) und seiner Enkelin Ottilie von Katzenelnbogen (St) überläßt, die von Graf Philipp die mainzer Pfandschaft Gernsheim im Werte von 40000 Gulden als Mitgift erhält.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (67) liefert dem mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (46) für 2000 Gulden Frucht und gestattet ihm die zinslose ratenweise Rückzahlung in sieben Jahren aus Lahnsteiner Zollgefällen.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (67) vermittelt die Freigabe von Graf Dietrich von Wied (St) , Herr zu Isenburg und Runkel, aus der Gefangenschaft von Landgraf Heinrich von Hessen III -Marburg (St) (29) für ein Lösegeld von 3000 Gulden.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (67) und die Stadt Oppenheim erneuern den Vertrag über Bau und Unterhaltung des Rheindeiches zum Schutze der Rieddörfer.

Der Frankfurter Rat bittet um Geleit durch katzenelnbogener Gebiet zum Tag nach Koblenz. - Graf Friedrich von Wied und Wilhelm von Runkel sind Herren auf Burg Isenburg. - Der nürnberger Patrizier und oberster städtischer Steuereintreiber (Vorderster Losunger) Niklas Muffel bricht die Ständeordnung durch seinen adeligen Lebensstil und wird in Nürnberg gestürzt und gehängt. - Die bereits betagteren diersteiner Nonnen Metze von Schönborn und Liese von Sottenbach werden aus dem Kloster in andere gemässigtere Kloster oder in ihr Elterhaus vertrieben. - Der Hessische Bruderkrieg unter den hessischen Landgrafen Ludwig von Hessen II - Kassel (St) und dem mit dem mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (46) verbündeten Heinrich von Hessen III -Marburg (St) (29) bricht offen aus. Die vom mainzer Burgmann von Linsingen verteidigte Burg Jesberg wird nach langer Belagerung und Beschießung durch 500 vom hessischen Landgrafen Ludwig von Hessen II -Kassel (St) (31) angeworbene böhmische Landsknechte und 300 Berittene, erstürmt, fast völlig zerstört und alle Verteidiger getötet. - Die Heirat Ferdinands II von Aragon und Isabellas von Kastilien vereinigt ein Königreich Spanien. - Lorenzo de Medici, der Prächtige übernimmt die Kontrolle von Venedig. - Der augsburger Bürgermeister Ulrich Schwarz übernimmt sein Amt mit großen politischen Visionen, die jedoch zu einer regelrechten Diktatur im Kampf gegen die Patrizier führen. - Wilhelm von Hessen-Kassel (St) wird auf Burg Blankenstein geboren, er gibt die kirchliche Laufbahn auf, wendet sich dem Kriegshandwerk zu und wird wie sein älterer Bruder an Syphilis sterben. - Die Burg Erfenstein der Herren von Leiningen wird im Krieg der Grafen von Zweibrücken und der Kurpfalz zerstört. - Größere Pulverexplosion in Kassel. - In Koblenz ist der Magister Heinrich Arzt. - Leprafall in Kronberg. Er soll in das frankfurter Gutleutspital. - Herzog Sigmund von Österreich , der Münzreiche verkauft wegen seines ausschweifenden und zügellosen Lebensstils Herzog Karl der Kühne von Burgund (36) die Grafschaft Pfirt (das Erbe seiner Urgroßmutter), die Landgrafschaft Elsaß, den Breisgau und einige Städte. - Die Pest tritt in Hachenburg auf. - Im gefürchteten Benediktiner-Kloster Sankt Prosdocimo in Padua stirbt die Nonne Eustochio von Padua (25) nach Visionen, aggressiver Besessenheit und Androhung des Scheiterhaufens. - Der Diener des frankfurter Münzmeisters Erwin von Steeg, der als kaiserlicher Bote gerichtliche Ladungsbriefe zustellen soll, wird in der Nähe Frankfurts überfallen und beraubt, eine mündlich abgegebene Ladung lehnt der Rat der Stadt Frankfurt ab. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (54) befiehlt den frankfurter Stadtwerkmann Bingerhenn vergeblich an den kaiserlichen Hof in Graz. - Die Grafen von Hohenlohe verklagen Landgraf Heinrich von Hessen III (St) (29) vor dem kaiserlichen Gericht. - Das eppsteiner Kloster Retters wird vergeblich reformiert. - Der französische König Ludwig XI (46) gründet den Orden des Erzengels Michael. - In Ferrara wird die Stuckresidenz mit geometrischen Mustern von Herzog von Modena Markgraf Borso d`Este das Lustschlößchen Villa Schifanoia von Francesco del Cossa ausgemalt. - Gilbrecht von Schönborn -Burgschwalbach wird mainzer Amtmann in Oberlahnstein. - Der Leibarzt von Graf Eberhard von Württemberg Lukas Scheltz wird erster akademisch ausgebildeter Stadtarzt von Heilbronn, ausgebildet an der Universität in Heidelberg. - Der mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) erlässt die mainzer Weberordnung mit 4 Tucharten, gute und schlechte Qualität und 2 Tuchbreiten: Gute Qualität ist das mit acht Gebund und drei Strängen breiteste Tuch, ein an der Wollflocke blau gefärbter Stoff, mit Waid gefärbt. Danach ein acht Gebund breiter, weißgrauer oder weißer Stoff. Die schlechten Tucharten beginnt mit einem sieben Gebund von slecht wijß, das wijß sal bliben und slecht grae werck. Und gefärbte Tücher tauchen in den Tuchrichtlinien nicht auf und werden auch nicht gesiegelt. Die Schwarzfärberei ist verboten. Eine vierte Tuchart, weißgraue mit rot versetzte Tuche sind Spezialtuche. - Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (67) weilt mit seinem Schwiegersohn Christoph von Baden (St) und dessen Schwestern in einem Bad um mit ihnen das Bad und Geselligkeit zu pflegen. - Der verräterische verschmitzte Helfer des mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (46) Ewald Faulhaber von Wächtersbach wird vom mainzer Apotheker Johann von Bobenberg im Todeskampf wegen eines Mordanschlags auf ihn selbst beschuldigt und die Beschuldigung durch seine Frau auf dem Marktplatz von Mainz mit lautem Geschrei veröffentlicht. Ewald Faulhaber von Wächtersbach wird vom Domkapitel suspendiert aber vom mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (46) geschützt und für drei Jahre nach Rom geschickt. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (54) bezichtigt Graf Philipp von Rieneck des Landfriedensbruchs in einer gesetzeswidrigen Fehde gegen den mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (46) und verbietet namentlich seinem Rat, dem würzburger Bischof Rudolf von Scherenberg, Graf Otto von Henneberg, Graf Friedrich von Henneberg, Graf Johann zu Wertheim, Graf Friedrich von Castell, Graf Kraft von Hohenlohe, Graf Albrecht von Hohenlohe, den Schenken von Schenken von Limpurg, den Herren von Hutten, den Herren von Thüngen, den Herren von Lichtenstein, der gesamten fränkischen Ritterschaft, dem würzburger Bürgermeister und dem Rat der Stadt Würzburg unter Strafandrohung Graf Philipp von Rieneck in der Fehde zu helfen. - Johann von Scharfenstein zerstört 14000 Liter Wein von Kloster Bleidenstadt im Streit um das bleidenstädter Lehen seines verstorbenen Vaters, das er nicht mehr zu Lehen nehmen will, sondern als Eigentum betrachtet. Kloster Bleidenstadt zieht das Lehen nach einem Ultimatum ein und vergibt es neu. Der kaiserliche Kommissar Pfalzgraf Ludwig von Witttelsbach Zweibrücken Veldenz (St) verurteilt Johann von Scharfenstein zur Annahme des Lehens und zur Begleichung der Schäden. - Der kurpfälzische Amtmann von Oppenheim Johann von Sickingen, verheiratet mit der wormser Margarete Kämmerer von Dalberg, stirbt. - Ewald Faulhaber von Wächtersbach ist mainzer Domkantor. - Ludwig von Helmstadt ist mainzer Domherr.

1468 Kaiser Friedrich von Habsburg III fordert u.a. Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) erstgenannt vor Graf Otto von Solms (St), Graf Johann von Nassau (St) und Graf Gerhard von Sayn (St) zum Kreuzzug gegen den gebannten böhmischen König Georg von Godiebrad auf. Schuldenregelung zwischen Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) und dem kölner Erzbischof Ruprecht von der Pfalz (St). Die Schulden des Erzstifts betragen 18000 Gulden, die jährlich mit 900 Gulden aus dem Linzer Zoll verzinst werden sollen und wofür die Hälfte der Burg, Stadt und Zoll Linz und Schloß Rolandseck mit dem Mehlemer Kirchspiel und Honnef verpfändet sind.Die Herrren von Buseck verkaufen ihren Besitz in mehr als sechs Orten der Obergrafschaft f ür 1450 Gulden an Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St). Pfalzgraf Ludwig, Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St), Landgraf Heinrich von Hessen III (St), Markgraf Karl von Baden I (St) (41) und die Grafen von Nassau und Solms sowie Reinhard von Westerburg IV (St) schließen ein lebenslängliches Bündnis, in dem sie insbesondere die gegenseitigen Rechtsbeziehungen regeln.

Johannes Gutenberg stirbt in Mainz. - Der gebannte böhmische König Georg von Podieprad überfällt das Herzogtum Österreich. - Die Pest tritt in Frankfurt auf, viele Bürger fliehen nach Gelnhausen. - 2-jähriger Hessischer Bruderkrieg zwischen dem hessischen Landgrafen Heinrich III von Hessen-Marburg (St) und dem Landgrafen Ludwig von Hessen II -Marburg. - Burgundischer Krieg oder Kölner Siftsfehde beginnt. - Durch die Errichtung eines Blockhauses auf der geschleiften Burg Hattstein erhält Henne von Hattstein seinen Besitzanspruch aufrecht und beschwört einen Ganerbenvertrag Vergleich Frankfurts mit den hattsteiner Ganerben (Adolf von Nassau, Philipp von Nassau, Eberhard, Philipp und Georg von Eppstein, Herren zu Königstein und Münzenberg und Ludwig Marquard, Johann und Philipp von Hattstein). Burg Hattstein wird langsam als Ganerbenburg wieder aufgebaut und kommt durch überzogene Geldforderungen 1494 aber ohne politische Bedeutung wieder in hattsteiner Besitz. - Der Leibarzt und Humanist Heinrich Steinhöwel übersetzt sinngemäß die Griseldis-Novelle mit dem deutschen Titel Diss ist ain epistel francisci petrache / von grosser stätigkeit ainer frowen Grisel gehaissen. - Die orakelähnliche Sagenfigur Sibylle wird am Chorgestühl des Ulmer Münsters dargestellt. - Erdbeben in Wiener Neustadt. - Wetter: Regiomontanus beobachtet den Halleyschen Kometen und bestimmt mit hoher Genauigkeit dessen Position und Geschwindigkeit. - Die Stadt Hanau erhält die Erlaubnis zwei Messen pro Jahr abzuhalten. - Die frankfurter Patrizierfamilie Stalburg, die in Genau und Venedig Niederlassungen betreibt, wird in die Stubengesellschaft Alten Limpurg aufgenommen. - Graf Philipp von Hanau der Jüngere (St) heiratet Gräfin Adriana von Nassau-Dillenburg (St). - In Koblenz werden beim Schöffengerichtsschreiber Clas von Sierck im Haus zum Hammer beim Burgtor sowohl Trinkgelage als auch Gerichtssitzungen abgehalten. Der fuldaer Abt Reinhard von Weilnau (St) verkauft Herbstein an Eberhard von Eppstein-Königstein (St). Der 15 jährige Christoph von Baden (St) heiratet die 17 jährige Gräfin Ottilie von Katzenelnbogen (St). - Pfalzgraf und Kurfürst Friedrich von Wittelsbach , der Siegreiche (St) (45) mischt sich in leiningische Erbstreitigkeiten ein und nimmt Burg Neu-Leiningen mit Gewalt in Besitz. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (53) wird von Hans Burgmeier senior portraitiert. - Graf Eberhard von Württemberg I/V (St) (23) unternimmt eine Palästinafahrt nach Jerusalem, auf der er gelobt bei glücklicher Heimkehr seinen Bart nicht mehr zu schneiden und nach der er seinen Beinamen im Barte erhält. - Der in Breda geborene Graf Engelbert von Nassau II-Dillenburg (St) (17) heiratet Cimburga von Baden (St) (18). - Die schlichte Weißfrauenklosterkirche in Frankfurt wird im gotischen Stil neu aufgebaut und reich mit Fresken geschmückt. - Graf Heinrich von Württemberg (St) (20) wird von Graf Ulrich von Württemberg V (St) (55) auf Bildungsreise in Begleitung der angesehenen Juristen Bernhard Schöfferlin und Ludwig Vergenhans nach Rom und Paris geschickt. - In Frankfurt lehnt die Errichtung eines Pestillenzhauses ab. Erst 1492 wird im Klapperfeld das Haus zum kleinen Römer in ein Pesthaus umgewandelt. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (53) wird beauftragt seinen Schwager Markgraf Karl von Baden (St) (41) im ganzen Reich die halbe Judensteuer einzutreiben. - Die von Eberhard von Eppstein III -Münzenberg (St) gegründeten königsteiner Kugelherrenstiftsbrüder, die Brüder von der Feder genannt werden, richten im Kloster Marienthal die erste Klosterdruckerei ein. - Die frankfurter Patrizier Klaus von Rückingen und Johann von Rückingen erhalten eine Adelsbestätigung von Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (53). - Der Maler Hugo van der Goes wird zusammen mit Jacques Daret zur Ausschmückung der Hochzeitsfeierlichkeiten des Burgunderherzogs Karl der Kühne nach Brügge. - Graf Johann von Nassau IV (St) löst die in bickener Pfandschaft befindliche Ganerbenburg Wallenfels wieder ein. - Der französische König Ludwig XI gerät in burgundische Gefangenschaft und der intime Berater von Herzog Karl der Kühne von Burgund (35) Philippe de Commynes bringt Herzog Karl der Kühne von Burgund (35) davon ab den französischen König Ludwig XI (45) zu töten. - In der Reichsstadt und Hansestadt Goslar wird Vitriol hergestellt. - Auf dem Ostlettner im mainzer Dom steht eine Orgel. - Der speyerer Bischof Matthias von Rammung beginnt eine Reformation des Kloster Odenheim, das sich aber erfolgreich wehrt.

1467 Gottfried von Eppstein IX (St) verpfändet Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) für 3000 Gulden ein weiteres Achtel an der Grafschaft Diez.
Der kölner Erzbischof Ruprecht von der Pfalz verspricht seinem Bruder Kurfürst Friedrich von der Pfalz I (St) (42) für den Fall des Ablebens von Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (65) dessen kölner Lehen.
Landgraf Heinrich von Hessen III (St) zahlt dem Grafen Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) eine jährliche Rente von 200 Gulden aus Gießen

Konrad von Katzenelnbogen, unehelicher Sohn von Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St), Pastor von Roßdorf (1457-1460) tritt in den weltlichen Stand zurück. Er wird Landschreiber der Obergrafschaft. (St)

Der mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (44) weigert sich trotz der Drohungen von Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (52) der Stadt Frankfurt ihren Besitz in Mainz zurückzugeben. - Der heilige Niklaus von Flüe, reicher schweizer Bauer, verläßt seine Frau mit 10 Kindern und wird Einsiedler, der sich nur durch die Eucharistie ernährt. - Die ungern durch hohe finanzielle Aufwendungen von Frankfurt verwaltete Burg Hattstein wird durch den mainzer Erzbischof Adolf von Nassau belagert, erobert und geschleift. - Margarethe von Württemberg lässt sich über Diät und Massage beraten. - Regiomontanus berechnet seine astronomischen Sinustafeln in Dezimalbruchschreibweise und die scheinbare Rotation der Himmelskugel. - Erster deutscher Schach-Wettkampf in Heidelberg. - Mühlhäuser und Waldshuter Krieg. - Der frankfurter Schöffe Wicker Frosch stiftet die Ratsmessen in der alten Nikolaikirche, in denen sich jeweils dienstags und donnerstags morgens um fünf Uhr alle Ratsherren in der Kirche zum Gottesdienst vor den Ratssitzungen treffen. - Walther von Reifenberg zerstört das Mainz und Frankfurt gehörende Schloss Hattstein. - Durch den Tod von Graf Hesso von Leiningen-Dagsburg (St) stirbt dieser Zweig der Leininger Grafen im Mannesstamm aus, seine Schwester Margarete von Leiningen (St), verheiratet mit Reinhard von Westerburg III (St), erbt den größeren Teil des Besitzes dieser älteren Hauptlinie der Leininger, und die Westerburger nennen sich seitdem Leiningen-Westerburg. Der landgräfliche Familientitel und der Titel einer gefürsteten Landgrafschaft sind damit erloschen. - Die Witwe des Patriziers Johann Fust heiratet den Goldschmied und Buchdrucker Conrad Henkis von Gudensberg zum Iseneck. Fusts Tochter Margaretha heiratet den ehemaligen Schreiber, Gehilfen, Teilhaber und schlußendlich Alleininhaber der Druckerei Fust und Schöffer in Mainz. Schöffer ist weltlicher Richter in Mainz. - Flohpelze im Inventar von Karl dem Kühnen von Burgund (34). - Das Gleven-System wird abgeschafft. - Die nassauer Burg Herborn wird nicht mehr bemannt. - Reinhard von Westerburg IV (St) (14) verlegt seine Residenz von Westerburg ins Leininger Land. - Die Räte des Pfalzgrafen Simmern besetzten mit bewaffneter Mannschaft Kloster Sponheim. Der sponheimer Mönch Andreas de Trajecto superiori beschäftigt sich unbekümmert um das wüste Treiben um ihn herum fleissig mit geistlichen und weltlichen Wissenschaften und hinterlässt mehrere in damaliger Zeit geschätzte Werke, Predigten, Gedichte, Reden und Briefe. Der sponheimer Abt reformiert Kloster Sponheim mit neuen Mönchen die ein karges armseliges Leben in Not fristen und nicht selten fliehen. Selbst Fisch gibt es selten und überbackene Birnen in Brühe sind tägliches Brot. - Graf Gerhard von Sayn II (St) wird von Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (52) zum Statthalter der heimlichen westfälischen Gerichte. - Der kölner Erzbischof Ruprecht von der Pfalz (St) nimmt Graf Gerhard von Sayn II (St) die Pfandschaft von Rheinbach mit der kölner Römer-Wasserleitung entschädigungslos ab. Graf Gerhard von Sayn II (St) bittet Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (52) und Herzog Karl der Kühnen von Burgund (34) um Hilfe. Herzog Karl der Kühnen von Burgund (34) nimmt die Gelegenheit wahr sich am Rhein in Streitereien einzumischen. - Der diezer Erbtruchsess Dietrich von Diez wird mit der Burg Ardeck belehnt. - Der spätere trierer Erzbischof Richard von Greiffenklau zu Vollrads wird geboren. - Die Koadjutorfehde zwischen dem mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (44) und Heinrich von Württemberg endet. - Graf Philipp von Hanau -Münzenberg (St) (18) hat ein Verhältnis mit der hochstätter Pfarrerstochter Gutte aus Reifenberg. - Michael von Bickenbach führt für eine Reihe von Ansprüchen eine Fehde gegen die Stadt Frankfurt, die versucht die Schenken von Erbach davon abzuhalten ihn zu unterstützen. Der Bote eines kaiserlichen Briefes wird einen Tag festgehalten und mit dem Brief zurück nach Frankfurt geschickt. - Die Tochter Ursula von Hohenzollern aus der ersten Ehe von Albrecht Achilles (St) (52) mit Margarete von Baden (St) (52) heiratet Herzog Heinrich von Münsterberg I. - Der Bruder von Gerhard von Schönborn, Johann von Schönborn wird Amtmann und Vogt im nassauischen Weilburg. - Der in Seligenstadt geborene Maler der niederländischen Schule Hans Memling malt das von den Medici für die Stadt Fiesole bestimmte Triptichon Jüngstes Gericht in Brügge. - Johann von Schönborn wird Vogt und Amtmann in Weilburg. - In Gladenbach wird in der Silberkaute ein reiches Silbervorkommen ausgebeutet. - Der mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (44) verkauft an einen kölner Bürger das mit gotischen Fenstern Zinnen, Türmen und einem Rittersaal im ersten Stock ausgestatteten mainzer Familienhaus Zum Frosch nahe des Brandplatzes der mainzer Patrizier zum Frosch.

1466 Markgraf Karl von Baden I (St) (39) erhält von Kurfürst Friedrich von der Pfalz (St) (41) die Erlaubnis, Enkirch, Winningen, Obermendig und den Wildfang auf dem Idarwald an Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) zu verpfänden.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) löst für 2000 Gulden Gernsheimer Zollanteile aus dem Besitz von Graf Johann von Nassau IV (St) ein.
Markgraf Karl von Baden I (St) (39) gibt das ihm vom Mainzer Erzstift für 20 000 Gulden verpfändete Gau-Algesheim mit 7 zugehörigen Dörfern und einen für 30000 Gulden verpfändeten ehrenfelser Zollanteil nominell für 50 000 Gulden an Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) weiter. Dieser gestattet dem Erzstift, sie innerhalb der nächsten beiden Jahre für 32 000 Gulden wieder einzulösen.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) schließt mit den Grafen von Nassau und Solms und Reinhard von Westerburg VI (St) ein lebenslängliches Bündnis, in dem insbesondere die gegenseitigen Rechtsbeziehungen geregelt werden.

Kurfürst Friedrich I von der Pfalz (St) (41) fährt mit Graf Philipp dem Ältere von Katzenelnbogen (St) auf dem gräflichen Schiff nach Köln und danach nach Bacharach. (6232) - Der Kaufmann Nikitin reist über Wolgamündung-Baku-Persien-Hormus-Maskat nach Indien  und liefert Länderbeschreibungen. - Die Grafen Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St), Johann von Nassau und Gottfried von Eppstein (St) reformieren ihr Kloster Dierstein (Oranienstein) in dem schon längere Zeit die Regeln nicht mehr beachtet werden, indem sie es mit reformierten Nonnen besetzen. - In Straßburg erscheint die erste deutschsprachig gedruckte Mentelin-Bibel. - Graf Gottfried von Eppstein VIII (St) stirbt. - Landgraf Ludwig von Hessen II (St) führt Krieg gegen den würzburger Bischof und lässt sich für 166 Gulden die Burg Reifenberg öffnen. - Der frankfurter Patrizier und Geschäftsmann Johann Fust stirbt auf einer Reise in Paris. - Eberhard von Eppstein-Königstein (St) besitzt das Rote Haus in Mainz. - Der würzburger Fürstbischof Johann III von Grumbach wird mit einem Zeremonienschwert statt einem Krummstab im Würzburger Dom beigesetzt. - Bona Sforza, die Gemahlin Galeazzo Maria Sforzas (St), ist im Besitz eines mit 30 Edelsteinen geschmückten Stundenbuches. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (51) verbietet den Ganerben der Burgen in Friedberg, Neu-Falkenstein, Kronberg, Voitzburg, Staden, Bickenbach, Lintheim, Reifenberg und Frankenstein weiter Forderungen an die Stadt Frankfurt wegen der Zerstörung der Burg Bickenbach zu stellen. - Johann und Philipp von Scharfenstein streiten um Besitzungen des Klosters Bleidenstadt in Frauenstein. - Johann von Schönborn erhält Burg Freienfels als Lehen. - Burg Wallenfels und Burg Hain in Siegen werden für Nassau zurückerobert. - Das unter strarken Repressionen leidende Dinant wird von Herzog Karl der Kühne von Burgund (33) wegen der Beleidigung seiner Mutter während der Belagerung zerstört, weshalb die Messinggießer mit ihren Formen und Kenntnissen des Gebildebrotbackens nach Aachen ziehen, wo die Aachener Printen entstehen. - Im Kloster Sponheim wird der Mönch Johannes von Bockenau durch mainzer Mönchsbrüder ersetzt, wofür er sich mit einem Raubmord rächt. Weil der sponheimer Mönch Bruno verkehrt herum in seinem Bett schläft misslingt der Mordanschlag. Johannes von Bockenau brennt die Getreidescheune nieder und flieht mit einem gestohlenen Pferd nach Hornbach wo er beim Diebstahl in der Kirche ertappt wird und ins Gefängnis geworfen wird. Der leichtgläubige sponheimer Abt Johann kauft ihn nach einem Bettelbrief frei, doch stiehlt er weiter bis ihn Pfalzgraf Friedrich von Pfalz-Simmern I (St) (49) fängt und lebenlänglich in den Kerker von Kloster Sponheim sperren lässt. - Papst Paul exkommuniziert den böhmischen König Georg von Podiebrad. - Graf Johann von Nassau IV (St) wird in den Wetterauer Grafenverein aufgenommen. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (37) verleiht dem straßburger Buchdrucker Johannes Mentelin ein eigenes Wappen. - Die Stadt Frankfurt erhält die Erlaubnis Butter während der Fastenzeit zu konsumieren. - Die Fehde zwischen Graf Heinrich von Württemberg (St) (18) und Graf Johann von Wertheim ist eine Machtprobe, die beinahe zu einem Krieg im ganzen Reich führt, von der nur Kurfürst Friedrich der Siegreiche (St) (45) profitiert. - Reichstag in Ulm. - Das eppsteiner Kloster Retters wird wieder mit Prämonstratenserinnen besiedelt. - Der Mitbesitzer von Burg Hohlenfels Johann von Einenberg, Herr von Burg Landskron wird von Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (51) geächtet und verliert alle seine Burgen. Die Besitzrechte an Burg Hohlenfels erhält sein Onkel, der trierer Hofmeister Johann von Eltz. - In Uribno wird der erste Buchdrucker und Musikverleger Ottaviano dei Petruccci mit bewegliche Noten geboren. - Eberhard von Eppstein III-Münzenberg (St) macht Gabriel Briel zum Vorsteher des Kugelherrenstifts in Königstein. - Der in Seligenstadt geborene Maler der niederländischen Schule Hans Memling bewohnt ein gemietetes Steinhaus in der Sint-Jorisstraat in der burgundischen Residenzstadt Brügge. - Der flämische Arzt und Astronom stirbt am Hofe des herrschsüchtigen und tückischen französischen König Ludwig XI Henri Arnaut de Zwolle. Henri Arnaut de Zwolle hinterlässt Beschreibungen des chembalo-ähnlichen Clavicymbalum. - Der mainzer Domherr Friedrich Broemser von Rüdesheim I stirbt. Sein Bruder ist ebenfalls mainzer Domherr (wann?). - Ulrich von Bickenbach ist mainzer Domkantor. - Johann von Nassau III ist mainzer Domherr.

1465 Lebenslängliches Bündnis zwischen dem trierer Erzbischof Johann von Baden (St) (35) und Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) in dem besonders die rechtlichen Beziehungen zwischen dem Erzstift und der Grafschaft geregelt werden. Hierfür verpflichtet sich Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St), die 18 000 Gulden, die ihm das Erzstift schuldet, gegen eine jährliche Verzinsung mit 5% zu Lebzeiten des trierer Erzbischofs Johann von Baden (St) (35) nicht zurückzufordern, wogegen der Erzbischof dem Grafen gestattet, von allen Gütern, die über den Hunsrück an die Mosel geführt und zu Treis eingeschifft und dem Erzbischof verzollt werden, dort den gleichen Zoll, wie er ihn zu St Goar genommen haben würde, zu erheben.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) erwirbt vom mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (42) von Mainz Burg, Ort und Zoll Gernsheim gegen Erhöhung der bisherigen Pfandsumme von 24800 auf 40000 Gulden von denen 33000 Gulden durch Mainzer Schuldverpflichtungen an den Grafen bereits abgegolten und daher nur noch 7000 Gulden bar zu erlegen sind.

Wetter: Jahresbeginn mit strengem Winter, der Bodensee ist komplett zugefroren. Die Weinernte wird durch starken Frühfrost geschädigt. - Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) hält sich in Köln auf, wo er vor der Beschlagnahme fremder mitgeführter Gelder gewisser Herren gewarnt wird (5359) - In der nassauer Residenz Dillenburg wird eine Wasserversorgung aus 1 Meter langen gusseisernen Röhren benutzt. - Die Stadt Niederbrechen öffnet Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) ihre Tore zu langsam. Er nimmt ihnen ihr Vieh weg, schlachtet eine Hälfte und gibt die andere zurück. Die Einwohner schwören daraufhin Treue und Gehorsam. (5354) - Johannes Gutenberg wird vom mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (42) in seinem Hofgesinde aufgenommen und Hofedelmann, der einmal im Jahr Kleidung für Edelleute erhält. - Der Deutschordenstaat muss auf seine Souveränität verzichten und die Lehnshoheit der polnischen Krone akzeptieren. - Burg Hattstein ist nur noch mit 3 Bewaffneten besetzt. - Der mainzer Erzbischof Dietrich Schenk von Erbach tritt die Stadt Pfeddersheim an Kurfürst Friedrich I von der Pfalz (St) ab. - Eberhard von Eppstein-Königstein (St) befehdet die Stadt Frankfurt im Streit um Vilbel und Graf Kuno von Solms (St) schlichtet. - Der pfälzer Kurfürst Friedrich I (St) (48) geht ein Bündnis mit Karl dem Kühnen von Burgund gegen Kaiser Friedrich III, den brandenburger Kurfürst Albrecht Achilles von Hohenzollern und Herzog Ludwig von Veldenz, ein. - Französische Adelige unter Führung von Erbprinz Karl der Kühne von Burgund (32) bilden die Ligue du Bien public, revoltieren gegen den französischen König Ludwig XI und liefern sich eine unentschiedene Schlacht bei Monthlery. Deutsche Verbündete sind der pfälzer Kurfürst Friedrich I, der Herzog Ludwig IX von Bayern und der Herzog Johann von Kleve I. - Der Abt von Kloster Bleidenstadt Johann von Schönborn versucht vergeblich Burg Katzenelnbogen als verfallenes Lehen einzuziehen und an Graf Johann von Nassau (St) weiterzugeben. - Graf Gerhard von Sayn II (St) verabschiedet die Landesordnung der Grafschaft Sayn, zum Teil eine Kopie der Landesordnung der Landgrafschaft Thüringen. - Der Seligenstädter Hans Memling, ein erfolgreicher und anerkannter Maler, erhält in Brügge das Bürgerrecht. - Die von Kaiserbruder Albrecht VI von Österreich (St) (35) inszenierte Koadjutorfehde zwischen dem mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (42) und Heinrich von Württemberg (St) (17) bricht aus. - Die Nonne Eustochio von Padua (21) legt im gefürchteten Benediktiner-Kloster Sankt Prosdocimo in Padua ihr Gelübde ab, wohin ihr Vater die ungeliebte und ungwöhnlich hart erzogene Tochter, vor der er Angst um sein Leben hatte, geschickt hatte. Sie zeigt alle Anzeichen von Besessenheit, wie Anfälle und Selbstgeisselung, liebt ihren Dämon, dessen Qualen sie gerne erleidet und spricht von exzessiver Liebe zu Jesus. Man fürchtet sie als Hexe, die durch Verwünschungen Menschen töten kann. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (50) befiehlt dem mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (42) vergeblich der Stadt Frankfurt ihren Besitz in Mainz zurückzugeben. - In der Lichtenberg-Leininger Fehde verklagt Graf Schaffried von Leiningen (St) die Stadt Straßburg. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (50) nimmt Graf Emicho von Leiningen VIII (St) unter seinen besonderen Schutz. - Eberhard von Eppstein III-Münzenberg (St) gründet das Kugelherrenstift in Königstein. - In der Magna Aula, dem neuen prunkvollen Versammlungssaal in der Residenz des burgunder Erbprinzen Karl der Kühne (32) auf dem Koudenberg in Brüssel, werden die burgundischen Generalstaaten einberufen. - Israhel van Meckenhem der Jüngere arbeitet in Kleve als Kupferstecher. - Der in Seligenstadt geborene Maler der niederländischen Schule Hans Memling erhält das Bürgerrrecht in der burgundischen Residenzstadt Brügge. - Die Grube Neue Haardt bei Siegen fördert Eisen. - Schweickhardt von Sickingen heiratet die Erbtochter Margarethe Puller von Fleckenstein-Hohenburg mit der Stadt Landstuhl und Burg Nanstein. - Im Rodensteiner Hof der Brüder Schelm Hans von Bergen und Schelm Eberhard von Bergen in Groß-Umstadt wird ein sechseckiger Treppenturm angebaut. - In Frankfurt verlegt die Patrizierfamilie von Marburg das Unternehmen Claus Stalburg und Gesellschaft in ihren Messehof Klein-Nürnberg. - Der den trierer Erzbischof Johann von Baden II (St) zwingt die Herren von Helfenstein ihre Dörfer Arenberg und Immendorf unter seinen Schutz zu stellen. - Die Stadt Nassau brennt fast vollständig nieder. - In Kloster Dierstein wird die Äbtissin Else Beyer von Boppard mit ihrer Mitschwester Maria von Württemberg mit der Durchführung der Reform von Graf Johann von Nassau V, Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St), und Gottfried von Eppstein IX (St) beauftragt. Viele der diersteiner Nonnen flüchten aus dem Kloster und leben ausserhalb der Klostermauern. - Der ehemaligen erste burgundische Kammerherrn, Graf Antoine der Croy, Schwiegervater von Graf Ludwig von Veldenz-Zweibrücken (St) (41) wird als Statthalter abgesetzt, wegen eines versuchten Attentats auf den burgunder Erbprinz Karl der Kühne von Burgund (32) angeklagt und verliert seinen Status als Mitglied des Ordens vom Goldenen Vlies. Die Familienmitglieder der Croys fliehen vor dem neuen Generalstatthalter Erbprinz Karl der Kühne von Burgund (32) aus den burgundischen Gebieten.


1464 Erneute Verhandlungen zwischen Herzog Philipp von Burgund III, der Gute (68), den brabanter Städten Löwen, Brüssel und Mecheln, und Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St), die auch in den folgenden Jahren noch andauern.
Ein katzenelnbogener Manngericht erkennt Johann, Herrn zu Winneburg und Beilstein, die katzenelnbogener Lehen ab.

Ein Horn wird auf dem Turm zu Altweilnau erwähnt. 3 Rechtstage in Katzenelnbogen.(5306) - Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) empfängt seine mainzer Lehen. Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) weilt mit Landgraf Ludwig von Hessen I (St) zur Hochzeitsberedung seiner Tochter Elisabeth und Graf Johann von Nassau III -Saarbrücken mit 136 Pferden in Dornberg. Im Folgemonat findet diese Hochzeit statt. (6155) - Der Antihumanist Papst Paul II führt den kirchlichen Hut Birett ein. - Regiomontanus gibt sein Werk zu sphärischen Trigonometrie heraus. - Antonio Averlino Filarete beschreibt einen 4,5 Meter hohen mit Wasserkraft angetriebenen blasebalgbetriebenen Metallschmelzofen mit einer Tagesleistung von 1600 Kilogramm. - Das frankfurter Steinerne Haus wird als Stammhaus der Patrizierfamilie Melem von Johann von Melem auf dem Grund der abgerissenen Gebäude Zum Rauchfass und Zum Bornfleck erbaut. - Graf Johann von Nassau-Dillenburg (St) betreibt Kupferbergbau in Dillenburg-Nanzenbach. - Eberhard von Eppstein-Königstein (St) verkauft seine Anteile an Homburg an Graf Kuno von Solms (St). - Markgraf Albrecht Achilles von Brandenburg erbt nach dem Tode seines Bruders Johann dem Alchimisten das Fürstentum Kulmbach. - Die kölner Dom-Orgel wird erweitert und verfügte über acht Bälge, die über einen Mechanismus von einem einzigen Balgtreter bedient werden und über 14 Registerzüge. - Der speyerer Bischof Matthias von Rammung verkauft Burg Hornberg samt Neckarzimmern, Steinbach und Haßmersheim an Ritter Lutz Schott von Schottenstein. - Die verlassene Burg Herborn wird für die Treffen mit dem Landgrafen von Hessen und Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St), als repräsentative Landesburg mit falschen Bewohnern inszeniert. - Der neu gewählte Papst Paul II erklärt Georg von Podiebrad zum Ketzer. - Der frankfurter Kanonikers Jungo Frosch, verwandt mit der frankfurter Patrizierfamilie Brun zu Brunfels stirbt. Er stiftete dem Bartholomäusstift zahlreiche handgeschriebene Bücher. - Die Stadt Frankfurt bittet Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (49) um Schutz. Der kaiserliche Schutzauftrag wird von Markgraf Albrecht Achilles von Brandenburg übernommen. - Die 4 Reichsstädte Frankfurt, Gelnhausen, Friedberg und Wetzlar in der Wetterau gehen trotz Verbotes von Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (49) ein Bündnisse ein. Graf Schaffried von Leiningen (St) wird kaiserlicher Bevollmächtigter in Znaim. - Die Tochter von Ritter Reinhard von Rumpenheim Guda von Rumpenheim läuft ihrem Ehemann, dem alteingesessenen frankfurter Goldschmied, Maler und Stecher Johann von Dirmstein davon. Der Rat der Stadt Frankfurt überredet sie zu ihrem Mann zurückzukehren. - Der katzenelnbogener Amtmann Daniel von Mudersbach besetzt in einem Erbschaftsstreit die einenbergische Hälfte an Burg Hohlenfels und beginnt den vollständigen Erwerb der Burg Hohlenfels für die Familie Mudersbach. - Der verräterische verschmitzte Dekretal und Protonatar des apostolischen Stuhls, der mainzer Domherr, Rat und Vertrauter vom mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (40) Ewald Faulhaber von Wächtersbach erhält den großen mainzer Patrizierhof Zum Weitenhof. - Abgeortnete der Stadt Worms und der Stadt Speyer beraten sich in Mannheim und versenden erfolglos Bittbriefe an eine große Anzahl von Reichsstädten um der Stadt Mainz zu helfen. - Der am burgundischen Hof in Brüssel aufgewachsene Neffe des Burgunderherzog Philipp von Burgund III, der Gute Adolf von Kleve (39) heiratet eine Enkelin des portugiesischen Königs Johann I aus burgundischem Haus. - Der erste burgundische Kammerherr, luxemburger boulognener und namurer Gouverneur, herzöglich-burgundischer Bannerträger Graf Antoine der Croy, Schwiegervater von Graf Ludwig von Veldenz-Zweibrücken (St) (40) verliert seine übermächtige Stellung am burgundischen Hof nach der Versöhnung von burgunder Erbprinz Karl der Kühne von Burgund (31) mit seinem Vater Herzog Philipp von Burgund III, der Gute (68). Der ehemaligen erste burgundische Kammerherrn, Graf Antoine der Croy, Schwiegervater von Graf Ludwig von Veldenz-Zweibrücken (St) (40) unterstützt ein Attentat auf den burgunder Erbprinz Karl der Kühne von Burgund (31). - Markus Knebel von Katzenelnbogen erhält von Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) Lehen zu Oberingelheim. - Der katzenelnbogener Amtmann Daniel von Mudersbach stiftet umfangreich dem St Georg Stift in Limburg an der Lahn. - Die mainzer Enklave Stadt Neustadt wird an den hessischen Landgraf Heinrich von Hessen III (St) (24) verpfändet. Die Stadt weigert sich ihrem neuen Herrn die Tore zu öffnen, wird belagert und kapituliert. - Hertnid vom Stein zu Ostheim ist mainzer Domkantor. - Berthold von Henneberg ist mainzer Domherr.

1463 Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (61) sühnt sich mit dem ihm aus der Mainzer Siftsfehde verfeindeten Markgraf Karl von Baden I (St) (36).
Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (48) erneuert die Anwartschaft des gebannten böhmischen König Georg von Podiebrad auf die Grafschaft Katzenelnbogen da dieser selbst ihn und Eleonore und den Sohn Maximilian von Habsburg (St) aus wiener Gefangenschaft befreit hatte (5241).
Der trierer Erzbischof Johann von Baden (St) (33) erneuert gegenüber Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) die Anerkennung der trierer Schuld von 18000 Gulden.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) entbindet die Einwohner von Dreieichenhain und den zugehörigen Dörfern der ihm als Pfandinhaber geleisteten Huldigung. Nassau und Scheuern speziell wird vor einem Angriff des Pfalzgrafen und Graf Philipps von Katzenelnbogen-Diez (St) gewarnt (5262).

Die Freie Stadt Mainz ist mit der Herausgabe aller Freiheitsprivilegien am Ende und der neue Herr, mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St), versucht seine Stadt durch vier Märkte im Jahr vergeblich, durch den Widerstand Frankfurts, wirtschaft wiederzubeleben. - Meffert von Brambach ist katzenelnbogener und hessischer Keller in Driedorf. - Der reformerische mainzer Erzbischof Diether von Isenburg I (St) dankt ab und erhält die mainzer Ämter Höchst, Steinheim und Dieburg als eigene Herrschaft. Seine Residenz ist das erzbischöfliche Höchster Schloss. - Graf Gerhard von Sayn (St) verliert 22 Pferde in einem Jahr Krieg gegen Katzenelnbogen (5219). - Katzenelnbogener entwenden in Miehlen zwei Wagen voll nassauer Weins der nach Elz gebracht werden sollte (5254). - Graf Ludwig von Löwenstein-Wertheim ist uneheliches Kind des Pfalzgrafen mit der augsburger Bürgerstochter und Hoffräulein Klara Dett. - Nikolaus von Kues vertritt seine Impetustheorie de ludo globi in der bewegliche Kugeln nach ihrem Anstoss stufenweise Kraft verlieren. - Die Raubüberfälle des bickenbacher Ganerben Ulner von Dieburg auf frankfurter Messebesucher veranlassen Frankfurt Burg Bickenbach (Schloss Alsbach) zu belagern, einzunehmen und niederzubrennen. - Herzog Albrecht VI von Österreich stirbt. - Brand Knoblauch und seine beiden Söhne werden von Gottfried von Eppstein VIII (St) vor Mainz gefangengenommen und erst mit einem Lösegeld von 2000 Gulden freigelassen. - Der mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (40) ist bei Eberhard von Eppstein-Königstein (St) mit 38 0000 Gulden verschuldet. - Der würzburger Fürstbischof Johann von Grumbach III bekämpft das Bistum Bamberg. - In Echternach kommt eine große Revolte auf. Der Abt zieht sich in die Burg Bollendorf, auch Chateau  St. Willibrord genannt, zurück.. - Mechthild von der Pfalz (St), Witwe von Erzherzog Albrecht VI von Österreich und Witwe von Ludwig von Württemberg I (St) bezieht ihren Witwensitz in Rottenburg am Neckar, wo sie einen Musenhof einrichtet, Dichter, Musiker, Gelehrte und Künstler um sich schart und Übersetzer ermutigt, das Decamerone ins Deutsche zu übertragen. - Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) lässt aus Rache, da Eberhard von Eppstein-Königstein (St) zu Nassau hielt, 6 schweizer Söldner von der katzenelnbogener Burg Rüsselsheim aus das königsteiner Hofheim überfallen und die Beute nach Gerau bringen. - Der Bruder von Friedrich I dem Siegreichen von der Pfalz (St) (38) wird kölner Erzbischof Ruprecht von der Pfalz (St). - Papst Pius II bemüht sich bei Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (48) um ein Königtum Burgund und berichtet Philipp von Burgund III, der Gute schriftlich davon. - Die Chorbücherei des frankfurter Bartholomäusstifts listet 75 Bücher für die Chorherren und 10 Büchertitel mit liturgischen Gesangstexten. Es gibt noch kein einziges gedrucktes Buch. - Im frankfurter Stadtgebiet gibt es 400, durch Ewigzinsen verursacht, verlassene Häuser und Hofstätten in geistlichem Besitz. - Graf Ulrich von Württemberg V (St) (50) wird aus der Geiselhaft entlassen und kehrt nach Stuttgart zurück. - Der nach seinem Totschlag an Henne Brun 1458 in Frankfurt in Eltville lebende Kontad Weiß von Löwenstein erhält kaiserliches Geleit um sich mit der Witwe des Opfers zu vergleichen. - Der ehemalige wormser Domherr Doktor der Theologie Johann von Wesel (44) kehrt von der Universität Basel nach Worms zurück. - Auf Grund der Überfälle des Ganerben Raubritters Hartmann Ulner von Dieburg aus der Ganberbenburg Bickenbach heraus wird Burg Bickenbach von der Stadt Frankfurt belagert, erobert und niedergebrannt. - Philipp von Daun-Oberstein (späterer mainzer Erzbischof) wird geboren. - Graf Ludwig von Isenburg kauft den Hof Zum Birnbaum in der Christophsgasse gegenüber dem Algesheimer Hof auf. - Der mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (40) versteigert die Beute des Raubes in Höhe von 38000 Gulden. Jeder Reiter erhält 14 Gulden und jeder Fußsoldat 7 Gulden. Graf Ludwig von Veldenz-Zweibrücken (St) (39), genannt der Schwarze Graf wegen seiner dunklen Haare und Haut, erhält die Vorräte des Zeughauses.


1462 Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) weist den Versuch von Landgraf Ludwig von Hessen-Kassel II (St), den Bruder seines Schwiegersohnes, ihn vom Bündnis mit dem mainzer Diether von Isenburg (St) abzuziehen, zurück und interveniert deshalb bei den niederhessischen Städten.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St)  nimmt mit 3300 Reisigen an der Schlacht von Seckenheim teil. Der kaiserliche Heerführer Graf Ulrich von Württemberg V (St) (49) , Pfalzgraf Ludwig (St) (St), der mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (39), Markgraf Karl von Baden I (St) (35), dessen Bruder der metzer Bischof Georg von Baden (St) (29) und der Bruder von Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (47), der mit Mechthild von der Pfalz verheiratete Albrecht VI von Österreich (St) (35) unterliegen.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) leiht dem mainzer Erzbischof Diether von Isenburg (St) 3000 Gulden, die er in Getreide entrichtet.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) entkommt mit knapper Not in der mainzer Mordnacht dem Überfall des mainzer Erzbischofs Adolf von Nassau (St) auf die Stadt Mainz beim Aufenthalt im Königsteiner Hof, einem städtischen Wirts- und Ballhaus. Der mainzer Erzbischof Diether von Isenburg (St) entkommt während seines Aufenthaltes im ehemaligen Patrizierhaus, dem erzbischöflichen mainzer Haus Zum Schultheiß. Die Stadt Mainz wird seinen Leuten zur Plünderung gegeben.

Die Stadt Frankfurt weigert sich Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (47) militärisch zu untertützen und schickt trotz Strafandrohung nur einige wenige Truppen. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (47) befiehlt der Stadt Wetzlar ihn militärisch zu untertützen. - Der nassauer Mauer-Steiger wird von Frankfurt gefürchtet. - Die Verbündeten von Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (47), Markgraf Karl I von Baden (St) (35) unterliegen Kurfürst Friedrich I dem Siegreichen von der Pfalz (St) (37) und Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St), der durch einen pfälzischen Eilboten herbeigerufen noch rechtzeitig mit dem mainzer Erzbischof Diether von Isenburg (St) im Badisch-Pfälzischen Krieg in der Schlacht von Seckenheim mit 300 Rittern eingreift. - Frankfurt bleibt militärisch neutral. - Landgraf Ludwig von Hessen II (St) zieht am Jahresanfang mit 1185 Pferden für seinen Verbündeten, den mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (39). nach Fulda erweitert sein Heer um 215 Pferde seines Onkels Herzog Wilhelm von Sachsen, fordert vergeblich die Städte Aschaffenburg, Miltenberg, Steinheim und Seligenstadt auf sich ihnen anzuschließen und trifft sich ratlos mit der mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (39) in Wiesbaden. - Das Ghetto neue frankfurter Judengasse entsteht. Die neue Judengasse wird vom frankfurter Rat angelegt, die Gasse mit drei Toren nachts, sonntags und an jüdischen Feiertagen abgeriegelt und den Bewohnern nur zur Miete gegeben. Der Aufenthalt der Juden auf speziellen öffentlichen Plätzen wird verboten. - Die katzenelnbogener Streitkräfte sind in rot-weiss gekleidet! Die Rheingauer und Lorch werden niedergeworfen. Die Gefangenen werden auf der Sauerburg geschatzt. - Graf Ulrich von Württemberg V (49) (St) wird in der Schlacht von Seckenheim von Hans von Gemmingen gefangen genommen. - Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) ist Schlichter im Streit, ob Mainz nun Erzbischöfliche Stadt oder Reichsstadt sein soll. - Regiomontanus fasst arabisches Wissen in de triangulis omnimodis libri quinque für das christliche Europa zusammen. - P. de Cintra segelt auf der noch von Heinrich dem Seefahrer geplanten Tour nach Liberia. - Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) lässt frankfurter Fischer solange auf dem Rhein gefangen nehmen bis Schadensersatz geleistet wird. - Der Stadtbaumeister und erste Bürgermeister von Mainz Jacob Fust wird gelüncht, da man ihn verdächtigt dem mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) die Stadt Mainz in die Hände gespielt zu haben. - Die Grafschaft Lützelstein wird von Kurfürst Friedrich von der Pfalz I, (St) (37) der Siegreiche, der sich die Grafschaft als sein Lehen von Graf Johann von Sponheim (St) bestätigen ließ, nach dem Tod von Graf Johann von Sponheim (St) als erledigtes Lehen eingezogen. - In Würzburg steht ein Stadtturm mit einer Uhr. - Markgraf Karl I von Baden (St) (35) muss 25.000 Gulden Lösegeld zahlen, die Grafschaft Sponheim verpfänden und Pforzheim zum pfälzischen Lehen erklären. - Der frankfurter Patrizier Peter von Marburg, genannt Lump zum Paradies ersucht um eine gerichtliche Verwandtschaftsprüfung. - Nikolaus von Kues veröffentlicht seinen Dialog über das Globusspiel. - Die Linie der Grafen von Isenburg-Wied stirbt aus. - Böhmische Truppen brennen Weißenstadt nieder und werden in Wunsiedel nach ihrer erfolglosen sechswöchigen Belagerung der Stadt zurückzuschlagen. - Markgraf Karl von Baden I (St) verliert seinen Anteil an der Kauzenburg an Pfalzgraf Philipp (14)?, der die Burg ausbaut. - Jakob von Kronberg und Hartmut von Kronberg sind unter der Leibwache des jungen Pfalzgrafen. - Graf Ludwig von Veldenz-Zweibrücken (St) (39), genannt der Schwarze Graf wegen seiner dunklen Haare und Haut, Verbündeter von Adolf von Nassau II (St) (39) raubt aus der Stadt Mainz 21 Wagenladungen mit Beute. Sein Erzkanzler wird dafür mit dem Dorf Hattenheim belehnt. - Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (60) befindet sich im mainzer Templerhof und seilt sich beim Überfall des herausfordernden mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) gemeinsam mit dem vergeblich verteidigenden mainzer Erzbischof Diether von Isenburg (St) beim Stierhaus über die Stadtmauer ab und flieht zum Pfalzgrafen nach Oppenheim. (5189) . - Weil Kurfürst Friedrich von der Pfalz I (St) (37) die pfalzgräfliche Residenz von Graf Ludwig von Veldenz-Zweibrücken (St) (39), genannt der Schwarze Graf, belagert schließt dieser sich dem mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) an. - Der mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) schenkt die mainzer Stadtresidenz von Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) (60), das Rote Haus seinem Schwager Eberhard von Eppstein III -Königstein (St), der Hauptmann von Mainz wird und das Gebäude zu einer Residenz mit eigener Kapelle umbaut und Königsteiner Hof nennt. Heute ist es der Dalberger Hof. - Graf Ludwig von Veldenz-Zweibrücken (St) (39), bleibt als Verbündeter im Rheingau während der mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (39) in der Schlacht von Seckenheim unterliegt. - Graf Gerhard von Sayn II (St) sieht sich mit dem kölner Erzbischof Dietrich von Moers (77) konfrontiert. - Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) versucht das königsteiner Gebiet an sich zu bringen. - Junggraf Eberhard von Sayn (St) in Wittgenstein unterstützt Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) mit 19 Pferden. - Graf Gerhard von Sayn (St) unterstützt den mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) mit 100 Rittern. - Der böhmische König Georg von Podiebrad erstellt den ersten europäischen Föderations-Plan mit 21 Artikeln erstellt, wobei verschiedene gemeinsame europäische Einrichtungen vorgesehen waren, darunter Heer, Haushalt, Gericht, Volksvertretung, Asyle, Verwaltung und ein Wappen. - Die Stadt Frankfurt weigert sich ihre Stadtsteuer an Graf Ulrich von Württemberg V (49) (St) für dessen Freilassung zu bezahlen. - Im Kloster Himmethal ist die Geburt eines Kindes der Nonne Agnes Grundlage der Sage Der Teufel reitet die Nonne Agnes. - Der fuldaer Abt Reinhard von Weilnau (St) gibt Landgraf Ludwig von Hessen II (St) Waffenhilfe um seine an den mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) und an Landgraf Ludwig von Hessen II (St) verpfändete Burgen zurückzubekommen. - Der am burgundischen Hof in Brüssel erzogene Graf Eberhard von Württemberg II (St) nimmt bei der Krönung des französischen Königs Ludwig XI in Reims teil. - Der Apotheker Johannes von Steinheim heiratet nach Frankfurt und eröffnet dort die Hirsch-Apotheke auf der Zeil. - Der aufstrebende Handelskaufmann Lukas Fugger vom Reh erhält zusammen mit seinen Brüdern das Wappenbild eines springenden Rehs verliehen. - Der 1319 von Graf Wilhelm von Katzenelnbogen I (St) an Kloster Eberbach verpfändete gotische Templerhof in Mainz wird vom mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) eingezogen und als Pulverlaboratorium benutzt. Dieser Teil wird Pulverhof genannt, die Gärten kommen zum Straßburgerhof. - Das mainzer Haus Zum Spiegel brennt mit mehreren anderen ab. - Der mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) schenkt den Besitz der mainzer Walpoden, alias Patrizier zum Silberberg, den Hof zum Silberberg gegenüber dem Goldschmiedsplatz seinem militärischen Oberbefehlshaber Graf Albich von Sulz. - Vitztum Johann von Breidenbach, Vitztum Emmerich von Karben und Vitztum Eidel Wolf von Stein bewohnen den von Richter Volmar konfiszierten mainzer Kronenbergerhof auf dem Karmeliterplatz. - Der mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) schenkt den Hof der Patrizier Zum Jungen zum größeren Teil an Graf Adolf von Nassau- Wiesbaden-Idstein III (St) (19) und den kleineren Teil an die Brömser von Rüdesheim und den Hof Zum Dürrenbaum, der Patrizier zum Dürrenbaum an Graf Adolf von Nassau- Wiesbaden-Idstein III (St) (19). Den Familienhof Zum Algesheimer, der Patrizier zum Algesheimer verleiht er bis zu seinem Lebenende 1478 an seinen Mitstreiter Ludwig von Lichtenberg. - Der verräterische verschmitzte Dekretal und Protonatar des apostolischen Stuhls, der mainzer Domherr Ewald Faulhaber von Wächtersbach hilft dem mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) beim Überfall auf die Stadt Mainz und wird dessen Rat und Vertrauter. - Der Patrizier Eberhard zum Dimerstein verrät die Stadt Mainz und wird dadurch berüchtigt.. - Der mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) schenkt den Hof des Patrizier Humbrecht zum Widder aus der familie Zinnen an Markgraf Karl I von Baden (St) (35). - Der mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) verkauft die beiden jüdischen mainzer Häuser Zum kleinen Affen und Zum großen Affen, eine Herberge und Wirtshaus. - Die Franziskaner umgehen das Zinsverbot und betreiben Pfandleihhäuser mit einer Bearbeitungsgebühr von 10%. - Johann von Henneberg und Makarius von Buseck II sind mainzer Domherren.

1461 Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (46) verspricht König Georg von Böhmen für einen seiner Söhne die Grafschaft Katzenelnbogen, wenn diese ledig wird.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) verbündet sich mit Pfalzgraf Friedrich und dem mainzer Erzbischof Diether von Isenburg (seinem Vetter), um diesen im Besitz des Mainzer Erzstiftes zu erhalten, gegen Adolf von Nassau II (St) (38), dessen Bruder Graf Johann von Nassau (St) und Eberhard von Königstein und führt deshalb in diesem und im folgenden Jahr umfangreiche Werbungen durch. Der neue mainzer Erzbischof Adolf von Nassau II (St) (37) eröffnet die Mainzer Stiftsfehde durch die Absetzung von Diether von Isenburg (St). Dieser wird durch den Papst wegen seiner oppositionellen Haltung gegenüber der Kirche und für Kaiser Friedrich von Habsburg III aufgrund Diethers Reformbestrebungen und seiner Forderung nach Abschaffung der päpstlichen Annaten gebannt. Die Fehdeparteien kaufen u.a. in Nastätten Tuch in großen Mengen.

Die Stadt Frankfurt weigert sich Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (46) militärisch zu untertützen. - Während der Mainzer Stiftsfehde dient Burg Ellar als Stützpunkt der katzenelnbogener Grafen gegen die Grafschaft Sayn. - .Der Kurfürst Friedrich von der Pfalz (St) (36) duldet keine Juden mehr in seinem Herrschaftsbereich. - Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) stiftet in St. Goar einen Altar und eine Orgel (5098). - Die Stadt Mainz lehnt ab als Pfalzgraf Friedrich bei Rhein (St) (36) und Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) im ächtigen und um Unterstützung bitten. - Antoniusfeuer tritt im Rheingau auf. - Versuchter Einfall in den Rheingau von Walluf aus durch das Rheingauer Gebück und den stark befestigten Landgraben mit dem mainzer Erzbischof Diether von Isenburg (St), Pfalzgraf Friedrich bei Rhein (St) (36) und Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) mit zahlreichem Volk, das Wetter hat angeblich den Angriff vereitelt. (5146). - Seligenstadt steht auf der Seite des mainzer Erzbischofs Diether von Isenburg (St). - In Walluf sagt der Markgraf Karl von Baden I (St) (34). Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) Fehde an. - Gründung der Universität Nantes. - Vertrag der Ganerben Philipp (St) , Johann d.A.(St) und Johann Adolf von Nassau und Eberhard von Eppstein über Burg Hattstein. - Diether von Isenburg I -Büdingen (St) wird in den Grafenstand erhoben und stirbt. - Rödelheim und Assenheim fallen durch Heirat an Graf Kuno von Solms-Lich (St). - Der frankfurter Patrizier Claus Stalburg kauft den Turm Zum Grimmvogel als festes Lagerhaus. - Pfalzgraf Otto von der Pfalz I-Mosbach Neumarkt (St) (71) stirbt nach der Rückkehr von der Palästinafahrt nach Jerusalem in Kloster Reichenbach, in dem es eine 1000 bändige Bibliothek gibt und ein Astronomischer Turm angelegt ist. - Der bischöfliche Sekretär und ehemalige Gehilfe von Johannes Gutenberg Albrecht Pfister druckt die ersten deutschsprachigen Bücher in Bamberg. - Mit Frank von Kronberg stirbt der Ohrenstamm aus. - Der Abt von Kloster Bleidenstadt Johann von Schönborn versorgt seine Nichte im nassauer Kloster Klarenthal. - Burg Bütgenbach wird an Johann von der Raven als Lehen übertragen. - Der französische König Ludwig XI heiratet Charlotte von Savoyen. - Im Gernsheimer Friedensvertrag verpfändet der Mainzer Erzbischof Dieter von Isenburg (St) das Amt Schauenburg mit Lorsch, Bensheim und Heppenheim an den pfälzer Kurfürst Friedrich der Siegreiche (St) (35). Handschuhsheim, Neuenheim, Dossenheim und Heiligenberg kommt an Kurpfalz. - Durch die Vergabe des Amtes Starkenburg vom mainzer Erzbischof Diether von Isenburg (St) an Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) verliert Mainz seinen letzten Einflußbereich an der Bergstrasse. - Ungewöhnlich starker Ausbruch der Pest in Frankfurt. In frankfurter Häusern von Familien von Ratsmitgliedern werden die Ratsmitglieder für die Dauer von 4 Wochen von den Sitzungen ausgeschlossen. Der Rat verbietet die häusliche Pflege von Pestkranken aus Mitleid. Gelegentlich erlaubt er Beginen Pestkranken zu helfen. - Der mainzer Erzbischof Diether von Isenburg (St) , Pfalzgraf Friedrich bei Rhein (St) (36) und Markgraf Friedrich von Brandenburg werfen in Nürnberg Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (46) Untätigkeit vor, und beschließén nach einer verstrichenen Frist selbst zu handeln. - Der mit Sophie von der Leyen verheiratete Gerhard von Schönborn stirbt. - Der Kohlebrecher Nolleke arbeitet in der Anthrazit-Steinkohlengrube am Piesberg in Osnabrück. - Meister Peter ersetzt in Oberwesel die bestehende Orgel. - Der wormser Domherr Doktor der Theologie Johann von Wesel lehrt an der neugegründeten Universität in Basel. - Der uneheliche Sohn Tilmann von Nassau (St) alias Bastard von Nassau erhält das Burglehen Wallenfels. - Der burgunder Herzog Philipp von Burgund III, der Gute, reist zur Krönung des französischen Königs Ludwig XI in Reims mit Wein aus Beaune, den er für den besten Wein der Christenheit hält. - Das mainzer Haus Zum Kalten Bade gegenüber dem Franziskanerkloster ist die einzige Judenherberge der Stadt, wo sich auch das Judenbad befindet. - Kuno Herdan von Büches II, Philipp von Isenburg und philipp Hertonis de Galbelnheim sind mainzer Domherren.

1460 Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) gibt Kurfürst Pfalzgraf Friedrich (St) 3000 Gulden gegen eine jährliche Rente von 150 Gulden.
Er erhält vom mainzer Erzbischof Diether von Isenburg (St) (seinem Vetter), für 20 000 Gulden von denen Diethers Vorgänger bereits 10 000 Gulden erhalten hatte, Burg, Stadt und Zoll Gernsheim zum Pfand.

Auf Rhein und Main herrscht schwerer Eisgang. - In Würzburg kommt es zu Vergiftungserscheinungen durch Wein, weil die Winzer durch höheren Konkurrenzdruck durch den Weinhandel den Geschmack ihrer Weine verbessern wollen. Der Rat der Stadt Würzburg erläßt ein Reinheitsgebot und verbietet Zusatzstoffe. - Das Barfüßerkloster in Frankfurt versperrt der Schar an Bettlern die Türen. - Schlacht bei Pfeddersheim, in der der pfälzer Kurfürst Friedrich der Siegreiche (St) (35) gegen den Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (45), den Pfalzgrafen Ludwig von Zweibrücken-Veldenz (St), Landgraf Ludwig von Hessen II -Kassel (St), Landgraf Heinrich von Hessen III -Marburg, der Reiche (St), die Grafen von Leiningen und Ulrich von Württemberg V (St) gewinnt. - Lorch wird in Kriegshandlungen verwickelt und stark zerstört. - Einigung zur Teilung der Landgrafschaft Hessen, bei der Heinrich den Teil an der Lahn erhält (5089). - Papst Pius II stiftet die Universität in Basel. - Heinrich von Pfolspeundt verfasst die erste Schrift über Chirurgie in deutscher Sprache. - In der Schlacht bei Hemsbach an der Bergstrasse fällt Ulrich von Kronberg vom Flügelstamm. - Der Maure al-Qalasadi verwendet algebraische Symbole für Unbekannte, Wurzeln, Potenzen, Gleichheits- und Operationszeichen. - Pfalzgraf Friedrich belehnt Friedrich IV von Runkel aus Dankbarkeit mit der halben Grafschaft Wied. - Zwischen Espa und Cleeberg beginnt ein 100 jähriger Prozess vor dem Reichskammergericht wegen Grenzstreitigkeiten zwischen Nassau und Hessen um die Grube Amalie, in der Blei, Kupferkies und Silber gefördert wird. - Schleswig-Holstein fällt im Vertrag von Ribe an das Königreich Dänemark. - Der florentiner Maler Alessandro Botticelli beendet sein Werk La Primavera (der Frühling). - Graf Philipp von Eppstein (St) heiratet Margarethe von Hanau. - Der frankfurter Patrizier Henne Brunn betreibt ein Privatgefängnis im Keller des frankfurter Salzhauses, da der Magistrat Schuldner aus Kostengründen nur bis zu 4 Wochen in Haft nimmt. - Das frankfurter Patrizierhaus Lichtenstein kommt in den Besitz der Patrizierfamilie Glauburg. - Landgraf Ludwig von Hessen II (St) baut die kasseler Residenz neu aus. - Der koblenzer Patrizier Eberhard von der Arken ist koblenzer Amtmann und wohnt in Kamp-Bornhofen. - Kurfürst A1brecht Achilles von Brandenburg machte Ansbach zu seiner Residenz. - Die Stadt Goslar ist im Besitz der königlichen Gold- und Silbergrube Rammelsberg. - Der starkenburger Burggraf Ulrich von Kronberg fällt in einem Gefecht für den mainzer Erzbischof Diether von Isenburg (St) durch Truppen des Pfalzgrafen in Hemsbach an der Bergstraße. - Der mainzer Erzbischof Diether von Isenburg (St) baut Burg Höchst aus. - Die isenburger Burg Herschbach wird an Graf Gerhard von Sayn (St) verpfändet. - Luigi Gonzaga ernennt Andrea Mantegna zum Hofmaler der Familie. - Der pfälzer Kurfürst Friedrich der Siegreiche (St) (35) zerstört die Emichsburg von Graf Emich von Leiningen VIII (St) nach 10-tägiger Belagerung. - Der heidelberger Vogt Engelhard von Neipperg besetzt, plündert und brennt auf Befehl des pfälzer Kurfürst Friedrich der Siegreiche (St) (35) die Dörfer Handschuhsheim und Dossenheim, bei der der Turm von St. Vitus in Handschuhsheim einstürzt. - Die Burg Schauenburg wird fünf Tage lang vom pfälzer Kurfürst Friedrich der Siegreiche (St) (35) belagert. Die Schauenburger ergeben sich und die Burg wird geschleift. - Die Stadt Frankfurt nimmt den kaiserlichen Münzmeister Friedrich Nachtrabe gefangen. - Der kurpfälzer Ratssohn, der wormser Bischof Reinhard von Sickingen bleibt gegen die Order von Papst Pius II neutral. - Der speyerer Bischof Johannes von Hoheneck stellt sich aus familiären Gründen auf die Seite des pfälzer Kurfürst Friedrich der Siegreiche (St) (35). - Vom Turm der Nikolaikirche in Frankfurt aus werden die ein- und auslaufenden Schiffe vom Tagwärter und danach vom Nachtwärter angeblasen und der Verkehr auf dem Main kontrolliert. - Johann von Langenau hat eine Hofstatt als Burglehen in Laurenburg. - Der erfolgreiche Briefdrucker, Spielkartendrucker, Hans von Pfeddersheim kauft in Frankfurt das Haus Zum alten Baumeister in der Großen Sandsgasse 17. - In Frankfurt an der Katharinenkirche verkauft der Buchbinder Philipp nach Inhalt sortiert Bücher neben Kalendern und Schulbüchern. - Der frankfurter Patrizier Jakob Heller wird geboren. Er wird Besitzer des Hellerhofes und des Nürnberger Hofes in Frankfurt werden. - Pfalzgraf Otto von der Pfalz I-Mosbach Neumarkt (St) (70) macht eine Pilgerreise nach Jerusalem. - Das mainzer Stift St. Viktor ist zum Teil niedergebrannt. Im Klostergebäude wird im 16. Jhd. die wird Druckerei von Martin Beheim eingerichtet. - Philipp Kämmerer von Dalberg baut seine Residenz Worms-Herrnsheim zu einer Burg aus. - Richard vom Stein wird mainzer Domdekan.

1459 Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) verkauft dem mainzer Erzbischof Diether von Isenburg (St) (seinem Vetter) für 2973 Gulden 6000 Ml Frucht.
Nach dem Tod von Kuno von Westerburg (St) wird Graf Philipp Vormund seiner fünf unmündigen Kinder und Verweser der Herrschaft Westerburg.

Aufruhr im Reich und besonders in der Umgebung von Frankfurt. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (44) fühlt sich vom Volk verachtet (warum?). - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (44) erlaubt der Stadt Frankfurt gegen alle Raubritter gnadenlos vorzugehen und ihren Besitz ohne Verhandlung zu zerstören oder einzuziehen und nach eigenem Gutdünken zu verteilen. - Eberhard von Württemberg V (St) wird Graf, bekannt als Eberhard im Bart. - Der Mönch Fra Mauro manipuliert Afrikas Nord-Süd-Ausdehnung auf seiner Weltkarte, bei der Süden zum ersten Mal unten ist, um Umschiffbarkeit zu suggerieren. - Der neue mainzer Erzbischof Diether von Isenburg (St) unterstützt Kurfürst Pfalzgraf Friedrich (St) gegen den Kaiser und verweigert die Zahlung von 20650 Gulden an Papst Pius II 20659 Gulden weshalb Papst Pius II das Amt an Adolf von Nassau II (St) verkauft. - Erste schweizer Universität wird in Basel gegründet. - G. Peurbach vollendet seine Mondfinsternistafeln. - Der Lombarde Franz von Taxis, der Begründer des modernen Postzeitalters wird in Camerata Cornello, Italien geboren und 1512 in den Adelsstand erhoben. - Graf Johann von Solms V -Lich (St) stirbt und vererbt Burg Rödelheim an Graf Kuno von Solms (St). - Landgraf Ludwig von Hessen II -Kassel (St) beginnt ein Verhältnis mit seiner Mätresse Margarethe von Holzheim mit der er 7 Kinder hat. - Nikolaus von Kues veröffentlich Der Goldene Satz in der Mathematik. - Pfalzgraf Stefan von der Pfalz (St) stirbt 74-jährig, wird in Meisenheim begraben und sein Söhne Friedrich von Pfalz-Simmern (St), der Strenge, und Ludwig von Pfalz-Zweibrücken (St), der Schwarze, der alleine die Grafschaft Veldenz regiert, teilen den väterlichen Besitz. - Die Rheingrafen erheiraten die Hälfte der Grafschaft (Ober-)Salm und nennen sich Grafen von Salm. - Philipp Melanchthons Vater Georg Schwartzerdt wird in Heidelberg geboren. Er wird kurfürstlicher Rüstmeisters und Waffenschmied. - Graf Ludwig von Veldenz I (St), der Schwarze, übernimmt die Grafschaft Veldenz alleine. - Papst Pius II erlaubt Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) Milchprodukte während der Fastenzeit auf Grund seines hohen Alters von 60 Jahren. Dies bedeutet, dass sein Geburtsjahr 1402 möglicherweise falsch ist. - Erster jährlicher Sendgerichtsbericht im Archipresbyterat Wetzlar berichtet erstmals von Verstößen gegen die kirchliche Ordnung, die Ehebruch 9x, Unzucht 19x, Blutschande, Fehlen der ehelichen Gemeinschaft 4x, Versäumnis der Eheschließung, Wucher 3x, fehlende Abrechnung, Fluchen und Gewalttäigkeiten richtet. - Kurfürst Friedrich I von der Pfalz (St) (34) trifft das Hoffräulein, die augsburger Sängerin Klara Dett am bayerischen Hof in München. - Karl von Hynsperg (Kaiserslautern) heiratet in die frankfurter Patrizierfamilie ein und wird in die Stubengesellschaft Alten Limpurg aufgenommen. - Graf Diether von Isenburg-Büdingen (St) bittet den Rat der Stadt Frankfurt um die Untersuchung von Leprakranken. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (45) ernennt den Enkel des verstorbenen böhmischen Königs Georg von Podiebrad Viktorin von Münsterberg (16) zum Reichsgrafen. - Der Briefdrucker, Maler und Offenbacher Kilian Began von Siebenbürgen wird frankfurter Bürger. - Im schweizer Urserental wird Katharina Simon von Steinbergen wegen Verwandlung in wahlweise Fuchs, Katze oder Wolf und Reitens auf Wölfen durch die Täler, wobei sie Lawinen auslöse, angeklagt und hingerichtet. - Der mit Gräfin Lisa von Wied (St) verheiratete Ritter Gerlach von Breidenbach stirbt. - Ruprecht von Solms ist mainzer Domkustos.

 

1458 Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) gibt seinem Vetter, dem mainzer Erzbischof Diether von Isenburg (St) 4000 Gulden gegen eine jährliche Rente von 200 Gulden und leiht dem kölner Erzbischof Dietrich von Moers 1000 Gulden.Gräfin Annas von Katzenelnbogen (St) Mitgift wird um 12 000 Gulden auf 48 000 Gulden erhöht, die Auszahlung derselben dafür aber bis zum Tode Graf Philipps (St) verschoben, wofür er seine Anteile an den Graf- und Herrschaften Diez, Löhnberg, Ellar, Hadamar und Driedorf zum Pfand setzt. Graf Philpp von Katzenelnbogen-Diez (St) löst für die 12000 Gulden um die er die Mitgift seiner Tochter Anna von Katzenelnbogen (St) erhöht hat, ein Viertel an Limburg, Molsberg und Brechen von Graf Reinhard von Solms (St) und Frank von Kronberg denen es Landgraf Ludwig von Hessen II -Kassel (St) verpfändet hatte.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) übernimmt von Frank von Kronberg eine Schuld Kunos von Westerburg (St) in Höhe von 2000 Gulden.

Die Stadt Marburg schenkt der jungen hessischen Landgräfin, Gräfin Anna von Katzenelnbogen (St) einen vergoldeten Pokal. - Landgraf Ludwig von Hessen I (St) stirbt und löst Erbstreitigkeiten unter seinen Söhnen den Landgrafen Ludwig von Hessen II -Kassel (St) und Heinrich von Hessen III -Marburg, dem Reichen (St) aus. - Bartholomäus von Eten, Doktor der sieben freien Künste und der Arzneikunde wird Leibarzt Graf Philipps von Katzenelnbogen-Diez (5019). Er darf nur in Frankfurt, Mainz oder Köln leben. - Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) reitet mit seinen Freunden (u.a. Kuno von Reifenberg, Otto Breder, Heinrich Wolf, Philipp Rode) zur koblenzer Fasnacht zum Stechen und Tanz. - Der Narr des trierer Erzbischofs Johann von Baden II (St), der kleine Reterchen, erhält von Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) einen Gulden.(6125). - Papst Pius II beginnt intensiv vor der Ausbreitung der Osmanen zu warnen. - Graf Philipp von Nassau II (St) bekommt Streit mit dem Domkapital, da er diesem gegenüber den Zehnten von den Gütern um die Kapelle des Heiligen Kreuzes in Sonnenberg beansprucht und auch erheben läßt. Daraufhin werden er und sein Keller mit dem Kirchenbann belegt. - Der kaiserslauterner Carl von Hynsperg heiratet die frankfurter Patrizierin Guda von Heringen, die das Haus Fürsteneck erbt - Kuno und Emmerich von Reifenberg verstümmeln grundlos einen Unbeteiligten in der Dorheimer Fehde, indem sie ein Bein abschlagen. - Graf Gerhard von Sayn II (St), verheiratet mit Elisabeth von Sierck, verkauft für 20000 Gulden frankfurter Währung Frank dem Älteren von Kronberg Burg Assenheim, Burg Petterweil und seinen Anteil an Burg Vilbel. - Der später seliggesprochene Bernhard von Baden (St) stirbt in Moncalieri. - Graf Ulrich von Württemberg V, der Vielgeliebte (St) lässt Burg Widdern zerstören, auf der sich pfälzische Lehnsleute befanden wodurch sich Auseinandersetzungen zwischen ihm und Kurfürst Friedrich I von der Pfalz (45) zuspitzen. - Pfalzgraf Kaspar von Pfalz-Zweibrücken-Veldenz (St) wird geboren und von seinem Bruder 1490 lebenlang eingekerkert. - Der italienische Maler Filippo Lippi malt die Fresken im Chor des Doms von Prato, lernt dabei die schöne florentiner Novizin Lucrezia Buti kennen, die für ihn Modell sitzt und mit der er durchbrennt. - Der mailänder Herzog Francesco Sforza (St) schickt Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) seinen Gesandten Antonio Caraffa, der sich auf dem Weg zu Herzog Philipp von Burgund III, der Gute befindet. - Graf Johann von Nassau (St) verlangt eine Reform seines Hauskloster Klarenthal. - Der in Selestat geborene Johannes Mentelin eröffnet in Straßburg eine Druckerwerkstatt. - Kurfürst Friedrich I von der Pfalz (St) zelebriert in Heidelberg ein weihnachtliches Hoffest mit größter Prachtentfaltung vor hochrangigem Publikum. - Prozess in Frankfurt gegen Jakob von Kronberg wegen des Überfalls in Kelsterbach. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (43) verbietet zwei mainzer Jahrmärkte und allen Kaufleuten sie zu besuchen. - Graf Johann von Nassau-Weilburg-Saarbrücken (St) lässt die vier von seiner Mutter Gräfin Elisabeth von Lothringen (St) übersetzten französischen Romane Der Weiße Ritter - Herpin, Loher und Malle, Sibille und Huge Scheppel in großem Format und mit vielen Miniaturen geschmückt anfertigen. - Am Hof des burgunder Herzogs Philipp III der Gute (29) gibt es 591 Amtsträger, etwa doppelt soviele wie 1426. - Grenzstreitigkeiten zwischen Lorch und Kaub werden entschieden. - Die Rheingrafen erhalten durch Heirat die Hälfe der Besitzes der Grafen von Salm. - Dr. Ludwig zum Paradies ist Advocat in Frankfurt in einem Rechtsstreit von Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St). - Die raugräfliche Altenbamburg ist zu 3/4 im Besitz von Pfalzgraf ?. - Der gelnhausener Burgmann und frankfurter Patrizier Johann Breidenbach stirbt. Die Witwe heiratet in 3. Ehe Eberhard Stommel. - Der bologneser Medizin-Professor Giovanni Arcolani stirbt. Giovanni Arcolani hinterlässt Beschreibungen über Füllungen von Zahn-Karieslöchern mit Blattgold. - Nach dem Tod seiner Mutter Margarethe von Pfalz-Mosbach (St) ist Philipp von Hanau I Münzenberg (St) (09) Vollweise, sein Großvater Pfalzgraf Otto von Wittelsbach I Pfalz-Mosbach - Neumarkt (St) gibt seine Vormundschaft und seinen Wiederstand zur Teilung der Grafschaft auf. Bei der hanauer Landesteilung wird dem Onkel, dem Windeckener Graf Philipp von Hanau I -Lichtenberg (St) Burg Babenhausen als Residenz für die südlich des Mains gelegenen Grafschaftsteilen zugewiesen. - Der Abt von Kloster Eberbach Richwin visitiert das Kloster Gnadenthal und stellt für die Nonnen neue Regeln, die alle 3 Monate vorgelesen werden müssen, wie die Anwesenheitspflich bei der Messe, die Schweigepflicht in der Kirche, dem Kreuzgang, im Dormatorium und Refektorium und tägliche Strafaktionen fest. Wer sich über die harten Strafen bei Verwandten ausserhalb von Kloster Gnadenthal beklagt wird noch einmal mit Wasser und Brot bestraft. Ebenso werden die harten Strafen bei den Regeln zum Verlassen des Klosters ohne geistlicher Kleidung oder verspäteter Rückkehr, bei Tragen von Schmuck, Kontakt mit Männern fällig. Fleisch darf nur auf der Krankenstation gegessen werden. Die Nonnen werden gemeinsam nachts im Schlafhaus eingeschlossen und bei Aufruhr solange bei Wasser und Brot von ihren Mitschwestern isoliert bis sie gehorchen. 1492 werden die Strafen verschärft und das Urlaubsverbot selbst auf Schwangerenpflege, Geburts- und Hochzeitsfeiern und Taufen von Verwandten ausgeweitet. - H von Nuenfels, Hertnid vom Stein zu Ostheim und Adolf Rau von Holzhausen sind mainzer Domherren.

1457 Graf Philpp von Katzenelnbogen-Diez (St) leiht dem kölner Domkapitel 1000 Gulden während eine Anfang des Jahres beabsichtigte Anleihe des mainzer Erzbischofs Dietrich Schenk von Erbach in Höhe von 3000 Gulden anscheinden nicht zustande gekommen ist, da eine Einigung über die Differenzen des Grafen mit dem Mainzer Erzstift erst am Ende des Jahres erfolgt.
Anna, die Gemahlin Graf Philipps des Älteren von Katzenelnbogen-Diez (St). welche 1456 durch Papst Calixt III von Bett und Tisch des Grafen getrennt worden war, zieht sich gegen eine jährliche Abfindung von 1000 Gulden und unter Vorbehalt ihres Wittums Lichtenberg nach Württemberg zurück.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) hat die halbe Stadt Homburg v.d. Höhe von Gottfried von Eppstein VIII (St) für 4500 Gulden pfandweise inne und kauft mit anderen zwei Teile der eppsteinschen Dörfer im Taunusvorland für 20720 Gulden.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) regelt mit dem neuen trierer Erzbischof Johann von Baden II (St) die Schuldverpflichtungen des trierer Erzstifts an den Grafen, die auf 18000 Gulden festgesetzt werden.

Die Tochter von Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) , Anna von Katzenelnbogen (St), heiratet am 24. Jan. um 1 Uhr oder 2 Uhr Nachmittags in der Kirche zu St. Goar Landgraf Heinrich von Hessen. (4957)

Wetter: Nach einem langen besonders kalten Winter kommt es in der Abtei Seligenstadt zu zahlreichen Erkältungskrankheiten und deshalb wärmere Kleidung erlaubt und die Fleischtage auf 3 pro Woche erhöht. Hochwasser in Nürnberg. - Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) gestattet Anna von Venningen, der Frau von Bernhard Kalb von Reinheim ihn zu bewittumen (4972). Kuno von Westerburg (St) und Schaumburg überfällt frankfurter Kaufleute bei Kelsterbach (bei Rüsselsheim). In einem Brief wird Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) gebeten Frankfurt Beistand leisten (4977). - Der Vetter von Gottfried von Eppstein VIII (St) ist Herr zu Königstein, Werner von Eppstein (St) ist Herr zu Münzenberg. - Anomalie des Baumwachstums durch den Ausbruch des Vulkans Kuwae beendet. - Gründung der Universität Freiburg im Breisgau. - E. S. Piccolomini, späterer Papst Pius II verfasst seine Schrift über Deutschland. - Die letzte Linie der Raugrafen Neuenbaumburg stirbt mit Otto von Neuenbaumberg aus. - Die letzte Raugrafenlinie Neuenbaumburg stirbt aus. - Die Ganerben von Reifenberg, Rodenstein und Kronberg befehden Landgraf Ludwig von Hessen II - Kassel, den Friedfertigen (St), der daraufhin marodierend die reifenberger Lande durchzieht. - Der Urenkel des reichen frankfurter Patriziers Jacob Knoblauch stirbt kleinbürgerlich mit einem kleinen städtischen Amt bekleidet. - Dietrich Perselmann ist Orgelbaumeister in Köln. - Kölner Kaufleute werden bei Höchst am Main von Kuno von Westerburg (St) und Jakob von Kronberg angegriffen und nach Westerburg verschleppt. Karl Markgraf von Baden und Graf von Sponheim ist Schiedsmann. - Der gelernte Anwalt Johannes Fust bringt Psalterium im Zweifarbendruck heraus. - Der Turm von Breda stürzt ein. - Mechthild von der Pfalz (St) bewegt ihren zweiten Ehemann Erzherzog Albrecht von Österreich VI (St) in Freiburg im Breisgau eine Hochschule zu gründen, die Albertina oder heutige Albert-Ludwigs-Universität. - Die Pest tritt in Hachenburg auf. - Dietrich von Manderscheid wird in den Reichsgrafenstand erhoben. - Die burgunder Erbtochter Maria vom Burgund wird geboren. - Der an Epilepsie erkrankte kränkliche Graf Ludwig von Württemberg II -Urach (St) (18) der Nachfolger sein Bruder Eberhard von Württemberg V - Urach /I (St) (12) mit dem Bart ist minderjährig. - Die Stadt Frankfurt erbittet erfolgreich von Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (42) die Rückkehr ihres Büchsenmeister Heinrich Molner. - Gräfin Margarethe von Baden (St) (26), die Ehefrau des ansbacher Herzogs Albrecht Achilles von Hohenzollern (St) stirbt nach 11 jähriger unglücklicher Ehe und einem 2 jährigen Thronfolger Johann Cicero. - Der frankfurter Großhandelskaufmann und Patrizier Bromm stirbt. Sein Enkel wird Frankfurt 1556 in schwere Schulden stürzen. - Kuno von Reifenberg ist katzenelnbogener Amtmann im diezer Teil der Grafschaft Katzenelnbogen-Diez. - Der Schwiegersohn von Agnes Blum, frankfurter Patrizier Heinrich Degen zum Burggrafen wird frankfurter Syndicus. - In Straßburg darf der städtische Weinausschank schon am frühen Morgen für arme Leute, Arbeiter und Pilger öffnen.

1456 Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) und Frank von Kronberg erwerben die Pfandschaft in Höhe von 16 000 Gulden welche Wilhelm von Büren vom kölner Erzbischof Dietrich von Moers auf Zoll und Stadt Linz besitzt, unter Erhöhung der Pfandsumme auf 23 000 Gulden für die sie die Hälfte von Zoll und Stadt Linz erhalten.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) und die trierer Mannen und Städte schließen eine Einung, in der sie Bedingungen festlegen unter denen sie nach dem Tode des trierer Erzbischofs Jakobs von Sierck I den neuen trierer Erzbischof allein anerkennen wollen.
Einung der diezer Erbherren Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St), Graf Johann von Nassau-Diez (St) und Gottfried von Eppstein VIII (St) über die Angelegenheiten und die Verwaltung der Grafschaft Diez.

Eberhard von Katzenelnbogen, Domherr zu Köln stirbt. (St)

Die Ehe von Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) und seiner Frau Anna wird getrennt. Eine erneute Heirat ist bis zum Tod von Gräfin Anna ausgeschlossen. Hintergründe.

Der im Dienst von Herzog Albrecht von Wittelsbach III von Bayern-München (St) stehende Arzt Johannes Hartlieb schreibt Das Buch aller verbotenen Kunst, Unglaubens und Zauberei - Der trierer Erzbischof Jakob I von Sierck stirbt und Johann von Baden II (St) wird neuer trierer Erzbischof. - Die Burg Diez wird ausgebaut. - In der kurtierischen Exklave, der Stadt Elz läßt Graf Johann von Nassau-Diez (St) mit 200 Mann die Türme abtragen und die Gräben schleifen (4948). Siegender Bergleute sind für die Abrissmanahmen zuständig. - Gräfin Anna von Katzenelnbogen (St) verweilt in Marburg, wo ihr der Rat der Stadt 2 Vt. Wein schenkt. (4955) - Gründung der Universität Greifswald - Die fünfte vollkommmene Zahl wird angegeben. - Erdbeben zerstört Neapel mit 30 000 - 40 000 Toten. - Wetter: Am 24. Juni besteigen heidelberger Studenten den Allerheiligenberg, um den Kometen zu sehen. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (41) fordert von der Stadt Frankfurt zwei ihrer besten Büchsenmacher, bekommt aber nur Heinrich Molner und den Büchsenschützen Hans Goldsmyd. - Wilhelm von Virneburg verkauft die Hälfte der Grafschaft Falkenstein an Wirich IV von Daun-Oberstein; die Lehnsrechte gibt Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (41) an Lothringen. - Osmanen nehmen Athen ein. - Burg Sterrenberg ist baufällig. - In Bamberg werden vier Bordelle im Stadtgebiet betrieben. - Der mainzer Erzbischof Dietrich Schenk von Erbach und Kurfürst Friedrich I von der Pfalz (St) erobern die Raubritterburg Montfort und zerstören sie. - Johann von Wesel wird Rektor der Universität Erfurt. - Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (54) erhält die Lehnshoheit über die Herrschaften Büren und Rietberg. - In Darmstadt wird eine Bäckerordnung über Roggenbrot und Weißbrot und eine Metzgerordnung erlassen. - Eberhard von Katzenelnbogen (St) ist kölner Domkanoniker. - Steinbrücke über die Lahn in Nassau. - Anna Donner von Lohrheim ist Nonne in Kloster Dierstein. - Graf Ulrich von Württemberg V, der Vielgeliebte (St) (54), beginnt den Bau des Württembergischen Landgrabens östlich des Neckars. - Der mainzer Erzbischof Dietrich Schenk von Erbach nimmt den kaiserlichen Münzmeister aus Frankfurt fest und weigert sich ihn an Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (41) auszuliefern. - Der neue trierer Erzbischof Johann von Baden II (St) übernimmt den Landhofmeister Johann von Eltz seines Vorgängers des trierer Erzbischof Jakob von Sierck I. - In Belgrad wird das letzte männliche Mitglied der gefürsteten Grafen von Cilli Graf Ulrich von Cilli II ermordet. Das Erbe fällt an Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (41). - Das Blutwunder von Walldürn löst die erste große Wallfahrt aus. - Johann von Wesel wird an der Universität in Erfurt Doktor der Theologie. - Ein Ritter von Westerburg wird am Rhenser Königsstuhl wegen Raubes an Kaufleuten zu einer Buße von 12000 Gulden an die Opfer verurteilt. - Ein Ehevertrag zwischen Graf Melchior von Falkenstein-Bretzenheim -Daun und Margarethe von Virneburg wird unterzeichnet. - Kurfürst Friedrich I von der Pfalz (St) und sein Bruder halten sich bei Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) auf der katzenelnbogener Burg Hohenstein auf. Zu den Mahlzeiten gibt es Reis, Senf, Mandeln, Rosinen, Zimt, Feigen, frische Fische, die teils heiß, teils in einem vergoldeten Gelee serviert werden, zudem Hausenblase, Lachs und Kobbelchen. - Der am burgundischen Hof in Brüssel aufgewachsene Neffe des Burgunderherzog Philipp von Burgund III, der GuteAdolf von Kleve (31), wird in Den Haag in den Orden vom Goldenen Vlies aufgenommen. - Der erste burgundische Kammerherr, luxemburger boulognener und namurer Gouverneur, herzöglich-burgundischer Bannerträger Graf Antoine der Croy, Schwiegervater von Graf Ludwig von Veldenz-Zweibrücken (St) (32) sorgt erfolgreich für Kompetenzstreitigkeiten am burgunder Hof mit dem burgunder Erbprinz Karl der Kühne von Burgund (23), der sich mit seinem Vater Herzog Philipp von Burgund III, der Gute (60) überwirft. - Georg von Baden ist mainzer Domherr.

1455 Kaiser Friedrich von Habsburg III (40) verschreibt dem trierer Erzbischof Jakob von Sierk I für den Fall, dass Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) vor Erzbischof Jakob stirbt, die Hälte des St. Goarer Zolles. Der trierer Erzbischof verkauft dem Grafen Philipp für 2000 Gulden bopparder Zollgefälle.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) leiht dem mainzer Erzbischof Dietrich Schenk von Erbach 2000 Gulden und kurz darauf weitere 3000 Gulden gegen eine zehnprozentige Rente. Auf Hohenstein wird die Reparatur einer Uhr erwähnt.

Gräfin Ottilie von Katzenelnbogen alias Gräfin Ottilia von Nassau (St) (Liebeszauber) u.a. einen Seidenrock im Gegenwert von 2400 Zentner Hafer. Zum Hofpersonal gehören: zwei Köche, zwei Bäcker, Hofmetzger mit Falknern und Hundeführern, Vogelsteller, Otternfänger, Wappenmeister und viele Hofmusiker.

Nichteheliche Kinder, Kinder von Konkubinen oder Kinder aus nachträglichen ehelichen Verbindungen werden nun diskriminiert. - Graf Philiipp von Katzenelnbogen-Diez (St) reitet nach Aschaffenburg .(6100.13) . - Territorialer päpstlicher Nepotismus beginnt unter Papst Kalixt III, der sogar ein Königreich (Neapel) seinen Verwandten zukommen lässt. - Das Sternbild Kreuz des Südens wird erstmals vom Venezianer A. Cadamosto, der im Dienste Heinrichs des Seefahrers stand, während seiner Entdeckung der Kapverdischen Inseln erwähnt. - Der berühmteste französische Dichter des Spätmittelalters Francois Villon flüchtet nach Verwicklungen im pariser akademischen Proletariat mit den Coquillards, marodierender krimineller Banden, bei der Verletzungen an seiner Lippe erhält, wegen Mordanschuldigungen aus Paris. - Der Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (53) holt den Alchimisten Klaus von Urbach auf die Burg Felsberg um Gold zu machen. - Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) auf Burg Auerbach neben 64 Laden mit Pfeilen für 24 Armbrüste, 107 Handbüchsen aus Eisen, 30 Handbüchsen aus Messing, eine Lade mit Eisen, mit der man die Büchsen lud und die zugehöigen Klober und Forme, sowie 6 Tonnen und 2 Fäßchen Pulver. - Im mainzer Barfüsserkloster wird Johannes Gutenberg von Geldgebern und Mitläufern, u.a. vom frankfurter Goldschmied Johannes Kist, auf Zahlung von 1250 Gulden verurteilt. Problemlos zahlt Johannes Gutenberg die Summe. Er bleibt im Besitz der Werkstatt und der Druckerzeugnisse und hat bereits 160 fertige Druck-Bibeln verkauft. - Nikolaus von Kues verbietet den Besuch der Kirchtage mit Wehr und Waffen sowie die Entheiligung des Kirchtages durch Tanzveranstaltungen. - Durch die Mode Häusern Namen zu geben nennt sich das erste Badehaus in Wiesbaden Zur Krone. -Werner von Eppstein-Münzenberg (St) und Eberhard von Eppstein-Königstein (St) werden in ihrer Fehde um Butzbach von Walter von Eppstein-Breuberg (St) geschlichtet. - Der neue würzburger Fürstbischof Johann von Grumbach II (Wolfskeel) beginnt kriegerische Auseinandersetzungen gegen den lokalen Adel und danach Territorialpolitik zwischen Hohenzollern und Wittelsbachern. - Der 30-jährige Rosenkrieg, ein Bürgerkrieg zwischen York und Lancaster beginnt. - Beim Altenburger Prinzenraub entführt Ritter Kunz von Kauffungen die Kinder Ernst und Albrecht von Kurfürst von Sachsen, Markgraf von Meißen und Landgraf von Thüringen, Friedrich den Sanftmütigen. und Margarethe von Habsburg (St). - Ludwig von Pfalz I-Zweibrücken (St) versucht sich als Raubritter und plündert bei seinen Vetter Kurfürst Friedrich von der Pfalz (St), der ihm die Grafschaft Veldenz streitig machen will. Ludwig von Pfalz I-Zweibrücken (St) (31). - Der erste burgundische Kammerherr, luxemburger boulognener und namurer Gouverneur, herzöglich-burgundischer Bannerträger Graf Antoine der Croy, Schwiegervater von Graf Ludwig von Veldenz-Zweibrücken (St) (31) wird in seiner befestigten Stadt Bergzabern belagert und zur Unterzeichnung des Friedens zu Worms und der Anerkennung der Lehenshoheit von Kurfürst Friedrich von der Pfalz (St) gezwungen. - In der Stadt Pfeddersheim wird der Märchenerzähler und -sammler Johannes Pauli geboren. - Johann von Grumbach II wird Fürstbischof von Würzburg. - Johann I von Kleve heiratet Elisabeth von Nevers aus einer Seitenlinie des Hauses Valois-Burgund. - Johannes Gutenberg druckt Flugschriften von Bischof Heinrich Kalteisen von Drontheim. - Ludwig von Bourbon wird Bischof von Lüttich. Er heiratet heimlich Katharina von Kleve und hat mit ihr 3 Kinder. - Der Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (53) erstellt eine Landes- und Geichtsordnung für Hessen-Kassel. - Johann von Dalberg wird geboren, er wird 1480 wormser Bischof. - Nach der Geburt seines Sohnes Wilhelm wird Herzog Gerhard von Jülich-Berg (39) geisteskrank und seine Frau Sophie von Sachsen-Lauenburg übernimmt die Regierung. - Die Franziskaner bemühen sich erfolgreich den Handel im frankfurter Barfüßerkloster aufrecht zu erhalten. - Kurfürst Friedrich von der Pfalz (St) zwingt Herzog Ludwig von Veldenz militärisch zur Anerkennung seiner kurpfälzischen Lehnshoheit. - Der frankfurter Patrizier Johann Leidermann stiftet in Frankfurt eine große Summe zum Neubau der Elendenherberge vom Heilig-Geist-Spital an der heutigen Konstabler Wache. - Gilbrecht Schadeck prozessiert gegen die Stadt Frankfurt und Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (40) verbietet es. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (40) befiehlt der Stadt Frankfurt am Krieg gegen die Türken mit 200 Reitern und 300 Mann Fußknechten teilzunehmen. - Der frankfurter Münzmeister Konrad Steeg wird zu Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (40) befohlen und der Stadt Frankfurt in seiner Abwesenheit verboten Münzen zu prägen. - Die Schwester des diezer Amtmanns Gerhard von Schönborn, Metze von Schönborn kommt als Nonne in das Kloster Dirstein. - Der berühmteste deutsche Rotschmied Peter Vischer wird in Nürnberg als Sohn eines Messinggießers geboren. - Graf Bernhard von Solms II -Braunfels (St) erweitert Burg Hungen. - Der trierer Erzbischof Jakob I von Sierck erhält vom neuen Papst Kalixt III alias Alfonso Borgia die Bestätigung für eine neue Universität in Trier, kann sie aber aus Geldmangel nicht durchführen. - Daniel von Mudersbach übernimmt die hessische Pfandburg Hermannstein. - Johann von Schönborn II nennt sich Johann von Freienfels II und wird 1493 sterben. - Johann von Milwalt alias Johann Heidrich von Lorch verliert die Patronatsrechte über die oberweseler Liebfrauenkirche an die Herren von der Leyen. - Johann Nix von Hoheneck wird mainzer Domdekan.

1454 Gräfin Ottilie von Katzenelnbogen (St) verzichtet gegenüber Graf Johann von Nassau-Diez (St) auf das Erbe ihres Vaters betreffend die Güter jenseits der Maas zu Brabant und Holland. Graf Johann von Nassau (St) löst zugleich für 20 000 Gulden, die Ottilie als Heiratsgut verschriebenen Teile der Herrschaft St. Vith und Boitenbach ein und weist sich mit Herzog Gerhard von Jülich und Berg über seine Manngeldforderungen aus den Düsseldorfer Zollgefällen.
Johann und Johann Boos von Waldeck tragen Graf Philipp ihre Güter zu Boppard und im dortigen Reichsgericht auf, die sie dem Grafen bereits 1452 vorübergehend für 1500 Gulden verpfändet hatten.
Kuno von Westerburg verpfändet dem Grafen seine mainzer Zollanteile.

Graf Philipp der Ältere nennt sich von Katzenelnbogen-Diez (St)

Auf dem Frankfurter Reichstag, genannt Türkentag, versucht der kaiserliche Sekretär Ennea Silvio Piccolomini (ab 1458 Papst Pius II) altgermanische Tugenden der Tapferkeit mit dem Begriff Vaterland zu mobilisieren und fordert eine Art Europa-Armee und führt den Begriff Europa wieder ein. - Johannes Gutenberg erfindet Buchdruck in Mainz und beendet nach dreijähriger Arbeit seine erste berühmte Bibel, flieht nach Frankfurt und druckt dort Ablaßbriefe zur Beschaffung von Geldern für den Krieg gegen die Türken. - Die reiche Kaufmannsfamilie Melem zieht von Köln nach Frankfurt. - Der Sänger von Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez heißt Jakob (6247). - Der heilige Franz von Paola gründet das erste Kloster der Paulaner. - Gräfin Ottilie von Katzenelnbogen (St) zieht nach Marburg. - Graf Philipp von Katzenelnbogen reitet mit Daniel von Mudersbach vom Pfalzgrafen in Bacharach nach Aachen. (4861) - Durch den koreanischen Kuwae-Ausbruch friert das Gelbe Meer zu, hunderttausende erfrieren durch 40 Tage kontinuierlichem Schneefall. - Elisabeth von Habsburg (St), die 18-jährige Tochter des verstorbenen römisch-deutschen Königs Albrecht von Habsburg II heiratet den Jagiellonen Kasimir II und wird als Mutter der Könige berühmt. - Nicolaus von Kues erstellt seine Karte von Mitteleuropa.- Der frankfurter Rententurm im Saalhof wird errichtet. - In Konstantinopel wird der Topkapi-Palast erbaut. - Nikolaus der Trompeter musiziert in Darmstadt. - Der trierer Erzbischof Johann von Baden (St) verpachtet dem frankfurter Bürger und koblenzer Münzmeister das Bergwerks Falkenley bei Kennfuß - Venedig schließt Frieden mit den Osmanen und hält seine Häfen offen. - Das Haus Isenburg-Braunsberg-Wied fällt an die Herren von Runkel weil Wilhelm von Isenburg II -Braunsberg, Graf von Wied (St), ohne männliche Nachkommen , alle seine Besitzungen an Friedrich von Runckel IV, den Sohn der Nichte Anastasia, verschenkt. - Jakob Fugger nimmt seinen Geschäftsanteil aus dem Handelshaus Fugger und gründet sein eigenes Handelshaus. - Ketzerverbrennung in Aschersleben. - Kuno von Westerburg (St) führt eine Fehde gegen den kölner Erzbischof Dietrich von Moers II. - Der Preussische Bund beginnt mit dem Deutschen Orden den 13jährigen Krieg. - Der burgunder Erbprinz Karl der Kühne von Burgund (21) bittet seinen Vater Margareta von York, die Tochter des Herzogs von York, heiraten zu dürfen, muss jedoch in Lille seine Nichte Isabelle de Bourbon (18), Cousine des französischen König Karl VII heiraten. - In der höchster Justinuskirche wird ein Lettner errichtet. - Der frankfurter Patrizier Engel Frosch, dessen Familie im Besitz des Messequartiers Hof Rebstock ist, ist Kanzler des mainzer Erzbischof Dietrich Schenk von Erbach. - Den Spendern zum Neubau der Elendenherberge vom Heilig-Geist-Spital an der heutigen Konstabler Wache wird erlaubt Glasfenster mit ihren Wappen auf Kosten der Herberge einsetzen zu lassen. Die Kammern werden hergerichtet und sind nur für Ortsfremde und Pilger bestimmt. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (39) befiehlt der Stadt Frankfurt das Dorf Sulzbach an Eberhard von Eppstein-Königstein (St) zurückzugeben. - Bernhard von Schwalbach und Johann von Erlenbach werden die Geiselbacher Bergwerke, wo nach Gold, Silber, Blei, Zinn, Kupfer, Eisen und Salz gesucht wird, verliehen. - Die Äbtissin von Kloster Bärbach Gute von Königstein kauft Güter von Kloster Brunnenburg auf. - Am Rathaus Römer in Frankfurt wird die Sonnenuhr durch eine große Räderuhr mit Schlagwerk ersetzt. - In Lille feiert der burgunder Erbprinz Karl der Kühne von Burgund (21) das Fasanenfest, bei dem Burgund die Führung eines neuen Kreuzzugs beansprucht. Auf dem Fest wird unglaublicher Prunk demonstriert. Hauptattraktionen sind eine Pastete, in der 20 lebende Menschen musizieren, mechanische Spielereien, Zimmerspringbrunnen und ein lebender Fasan, der Gold und Edelsteine trägt und den Kreuzzug symbolisieren soll. Der uneheliche Herzogssohn Cornelius von Burgund, Gouverneur und Generalkapitän des Herzogtums Luxemburg, feiert in Begleitung einer Gräfin von Kleve feiert. - Der kinderlose Graf Wilhelm von Isenburg-Wied (St) schenkt seine Grafschaft Wied Dietrich von Runkel IV (St). - In Dillenburg wird in der Grube Laufender Stein gearbeitet. - Graf Ludwig von Veldenz-Zweibrücken (St) (30), genannt der Schwarze, heiratet in Luxemburg Johanna von Croy, die Tochter des ersten burgundischen Kammerherrn luxemburger boulognener und namurer Gouverneur, herzöglich-burgundischer Bannerträger Graf Antoine der Croy. Graf Antoine der Croy beherrscht den gesamten burgundischen Staat und besetzt freie Ämter mit seinen Günstlingen. - Dietrich Knebel von Katzenelnbogen besitzt Burglehen auf Ungeld von Kastellaun von Pfalzgraf Friedrich, Graf von Sponheim. - Der walisische Dichter Newbold Rebel verlässt die katzenelnbogener Burg Rüsselsheim.

1453 Diether von Isenburg (St) verpfändet Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) die Hälfte seines Anteils an Dreieichenhain.
Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) kauft mit Zustimmung des trierer Erzbischofs Jakob von Sierk (55) von Gottfried von Eppstein für 30 000 Gulden ein Viertel der Grafschaft Diez, während Erzbischof Jakob zugleich ein Achtel für 10 000 Gulden erwirbt. Graf Philipp der Jüngere von Katzenelnbogen (St) befindet sich des öfteren im Wirtshaus Zum Renner in Frankfurt-Sachsenhausen.

Graf Philipp von Katzenelnbogen d. Jüngere (St) stirbt im Schloss zu Darmstadt.

Das Mittelalter endet mit der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen. - Ulrich von Hanau I-Münzenberg, der Jüngere von (St) wird als 4-jähriger Erbgraf. - Ein Sänger Graf Philipps des Jüngeren von Katzenelnbogen wird erwähnt. - Eine Anzahl bad emser Bürger werden trotz Vergehen gegen den Grafen aus dem braubacher Gefängnis gegen Zahlung einer Summe von 600 Gulden entlassen. - Der heilige Markgraf Bernhard von Baden II, persönlicher Gesandter des Kaisers, der die vornehme Lebensart und den Ritterdienst am kaiserlichen Hof erlernt hatte, fällt durch überaus grosse Freigebigkeit an die Armen und ausgeprägte Frömmigkeit auf. - Wetter: Der koreanische Vulkan Kuwae bricht aus. Es folgen zwei Jahre vulkanischer Winter und Ernteausfälle auf der nördlichen Hemisphäre. Chronisten der Ming Dynastie bezeichnen es als das Jahr in dem der Staub die Sonne verdunkelte. - .Nikolaus von Kues schreibt sein philosophisches Werk de visione dei. - Türken gründen Universität von Istanbul nach der Eroberung der Stadt. Der Handelsweg nach Indien ist endgültig für Christen versperrt, ein neuer Seehandelsweg wird gesucht - Ein Unbekannter aus Nowgorod erstellt einen Bericht über die westasiatischen Länder. über die Länder hinter dem Ararat. - Die Herzogenwitwe von Ludwig von Anjou III und Kurfürstenwitwe von Ludwig IV von der Pfalz Gräfin Margarethe von Savoyen und Piemont (33), ihr Vater war Gegenpapst Felix V, heiratet Graf Ulrich von Württemberg V, der Vielgeliebte (St). - G. Peurbach vollendet ein gründliches Astronomielehrbuch entsprechend dem ptolemäischen Sphärenmodell der Planetenbewegung - Der Maler N. Brancaleone wird neben einer Anzahl von Mönchen zur Einigung der christlichen Kirche nach Äthiopien geschickt. - Die Knabenschule an der Nordseite der frankfurter städtischen Pfarrkirche St. Bartholomäus (ab 1562 Frankfurter Dom) existiert. - Der aschaffenburger Trompeter Kunz verdingt sich auch als Kurier. - Auf Burg Neu-Falkenstein findet eine Ganerbenteilung statt und Eberhard von Eppstein-Königstein (St) wird aufgenommen. Den Burgfrieden überwachen Philipp von Kronberg, Philipp von Hattstein und Walter von Reifenberg. - In der Burg Ortenberg steht ein Maulbeerbaum. - Diether von Isenburg-Büdingen (St) und Walter von Eppstein-Breuberg (St) beenden ihre Fehde um Ortenberg. - Ludwig von Pfalz-Zweibrücken (St), Graf von Veldenz übernimmt die Regierung seines Vaters Herzog und Pfalzgraf Stefan von Pfalz-Simmern-Zweibrücken (St), der abdankt. Die Grafschaft Veldenz wird auch von seinem Onkel Kurfürst Friedrich von der Pfalz I (St) (29) beansprucht, der militärisch gegen ihn vorgeht. - Die zweitgrößte Stadt Nordeuropas Gent unterliegt in der Schlacht an der Schelde Herzog Philipp von Burgund III, der Gute (57). Der gesamte Rat muss in Bußgewändern um Gnade bitten. - Der Hundertjährige Krieg zwischen England und Frankreich endet mit der Kapitulation. - Ende der Fehde zwischen Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (47) und den Herrn von Rodenstein und Lißberg um Burg Lißberg. - Die Dörfer Kröftel und Oberrod im Taunus werden von reifenberger Rittern niedergebrannt und geplündert. Herr Eberhard von Eppstein III - Königstein (St) beendet die Fehde. - Der Rat der Stadt Frankfurt droht den Kaufleuten im Barfüßerkloster die Pfändung an, wenn sie weiter auf geweihtem Boden Geschäfte machen. Der Orden bleibt untätig und genießt die höhere Frequentierung und Ablenkung vom langweiligen Klosterleben. - Der an Epilepsie erkrankte kränkliche Graf Ludwig von Württemberg II -Urach (St) (14) wird für mündig erklärt und mit der Regierung betraut. - Kampf um die vor den Toren Frankfurts gelegene Grafschaft Bornheimer Berg zwischen Graf Philipp von Hanau (St) (36) und der Stadt Frankfurt. - Graf Philipp der Jüngere von Katzenelnbogen (St) ist mit Junker Bernhard von Solms (St) mit 40 Pferden auf Burg Reichenberg. - In den goslarer Bergbaustollen setzt Claus von Gotha erfolgreich Heinzenkunst ein. - Der Sohn des Leibarztes von Cosimo de Medicid, der florentiner Humanist und Philosoph Marsilio Ficino schreibt eine Abhandlung über die Lust. - Der Burgunderherzog Philipp von Burgund III, der Gute (57) besucht Graf Ulrich von Württemberg V, der Vielgeliebte (St) in Stuttgart. - Der katzenelnbogener hohensteiner Landschreiber Konrad Letsche erhält von Kloster Brunnenburg seinen jährlichen Zins, einen Kuchen, wie alle anderen katzenelnbogener Klöster. - Diether von Isenburg ist mainzer Domkustos.

1452 Graf Philipp der Jüngere von Katzenelnbogen (St) nimmt den Juden Jonas wohnhaft zu Wertheim als Leibarzt bei sich auf.

Wetter: Hochwasserkatastrophe in Nürnberg. - Reichstag in Regensburg. - Der deutsche König Friedrich von Habsburg III (St) (37) wird zum deutschen Kaiser in Rom gekrönt. - Das katzenelnbogener Zollschiff in St. Goar, ein Nachen wird ausgebessert. - Graf Reinhard von Hanau III (St) stirbt nach nur wenigen Monaten Regierungszeit und hinterläßt Margarethe von Pfalz-Mosbach (St) und einen unmündigen Sohn Philipp von Hanau I-Münzenberg (St) (3). - Juden müssen einen gelben Ring tragen. - In Nürnberg werden nach Reden des heiligen Johannes Capistranus Würfel, Karten und Brettspiele auf Scheiterhaufen verbrannt. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (37) besteht aus Angst vor Liebeszauber darauf die Hochzeitsnacht mit der Königstochter Eleonore von Portugal (16) im eigenen Bett zu verbringen. - Meysster Nyclas, der astronimus, kommt ins Schloß (6095.45) (Nicolaus von Kues?) - Kardinal Nikolaus von Kues, der Pfründe misbraucht, unterschreibt einen Ablassbrief über 100 Tage Fegefeuer in Frankfurt. - Gräfin Henriette von Mömpelgard (St), die Schwiegermutter von Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St) wird von ihrem Sohn Graf Ulrich von Württemberg V (St) (39) mehrere Monate gefangen gehalten bis sie darauf verzichtet, das Erbe ihrer Tochter an Katzenelnbogen fallen zu lassen. - Philipp von Hanau I-Münzenberg (St) (3) übernimmt unter Vormundschaft seiner Großeltern und seines Onkels Philipps des Älteren von Hanau-Lichtenberg die Grafschaft. - Den frankfurter Juden wird das Bürgerrecht von König Friedrich von Habsburg III (St) (37) abgesprochen. - Reinhard von Hanau III (St) (40) stirbt trotz guter medizinischer Behandlung an der Universität in Heidelberg an einer Erbkrankheit. - Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (37) kommt zur Krönung nach Rom durch Florenz und wird als Freund begrüßt. - Mit dem Ausbau der weitläufigen Vorburg mit ihren Burgmannenhäusern und Wirtschaftsbauten verliert das Tor der Kasselburg seine sichernde Funktion. - Der 12 Jahre von Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (37) zwangsweise in vormundschaftlicher Obhut gehaltene Neffe Ladislaus Postumus wird von den niederösterreichischen Ständen befreit. - Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (46) liegt mit den Raubrittern von Rodenstein, von Kronberg, von Reifenberg und den Schelmen von Bergen in Fehde, da diese seine Fuhrleute vor Friedberg überfallen und als Geiseln benutzen. - Die Dörfer Kröftel und Oberroden werden von reifenberger Rittern in der Fehde mit Eberhard von Eppstein III Königstein (St) geplündert und niedergebrannt danach wird die Fehde beendet. - In Kloster Altenberg existiert ein Orgel. - Der kölner Domherr und aachener Propst Graf Gerhard von Sayn II (St), tritt nach dem Tod seines einzigen älteren Bruders Dietrich (St) in den weltlichen Stand zurück und heiratet Elisabeth von Sierck. Er begleicht eine alte Schuld seines Onkels Wilhelm von Sayn (St) von 1398 bei Herzog Philipp von Burgund III, der Gute (56). Graf Gerhard von Sayn II (St), hält sich mit dem westerburger Amtmann Ludwig von Ottenstein auf Burg Schaumburg auf Rhodos bei einer Palästinafahrt nach Jerusalem auf. - Der Hofmarschall von Kurfürst Friedrich I von der Pfalz (St), der wormser Kämmerer von Wolf von Dalberg II zieht mit Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (37) nach Rom und erhält auf der Tiberbrücke den Ritterschlag. Danach ruft der kaiserliche Herold bei jeder Krönung: „Ist kein Dalberg da?“, und der neugekrönte König schlägt den anwesenden Dalberg zum ersten Reichsritter. - Kardinal Nikolaus von Kues verspricht dem frankfurter Rat Verstöße des Handelsverbotes auf geweihtem Boden mit der Exkommunikation zu bedrohen, die vom Rat ausgeführt werden darf. - Kurfürst Friedrich I von der Pfalz (St) erhält die Grafschaft Lützelstein. - Im Neubau der Elendenherberge vom Heilig-Geist-Spital an der heutigen Konstabler Wache werden Dachfenster eingebaut und der Schützenmeister stiftet die Bleiabdichtungen. - Der bischöfliche Hof des wormser Bischof Reinhard von Sickingen in Worms wird vollkommen zerstört. - Der frankfurter Patrizier und Syndicus Dietrich von Alzey wird in die Gesellschaft Alten Limpurg aufgenommen. - Orgel in Kloster Altenberg. - Am bischöflichen Hof in Lausanne wird ein Prozess gegen Engerlinge geführt. Ein vom Gericht bestimmter Prokurator zitiert die Tiere persönlich vor Gericht. Ein amtlicher Bote fordert die Tiere auf zum gesetzten Termin zu erscheinen. Der Richter nimmt Engerlinge in die Hand und befiehlt ihnen, innerhalb von drei Tagen das Gebiet, in dem sie sich aufhalten, zu verlassen. Das Verschwinden der Tierplage wird mit einem Gebet gedankt. Verschwinden die Tiere nicht wird der Prozess weitergeführt. - Dieter Grans von Heppenheft-Rheinberg erbt von seinem Burder Burg Heppenheft. - Johann von Erlenbach und Gottfried Kolling sind mainzer Domherren.

1451 Der kölner Erzbischof Dietrich von Moers (66) verpfändet dem Grafen für 7 000 Gulden Burg Rolandseck mit Zubehör. Der neue Kurfürst Pfalzgraf Friedrich I (St) (26) verkauft dem Grafen für 60000 Gulden einen Tournosen am Bopparder Zoll. Gräfin Ottilie von Katzenelnbogen (St) erhebt Anspruch auf die Herrschaften Homburg und Vianden. Graf Philipp von Katzenelnbogen der Jüngere (St) (++) bittet den Rat von Frankfurt, ihm ihren Leibarzt, Meister Heinrich nach Darmstadt zu schicken und für längere Zeit dort zu belassen (4707).

Ottilie von Katzenelnbogen (St), die Tochter Graf Philipps des Jüngeren von Katzenelnbogen (St) (++) und seiner Frau Ottilie, wird geboren

Wetter: Hagel in Rüsselsheim führt zu Verlusten bei der Getreideernte. - Der walisische Dichter Newbold Rebel erhält trotz Mord, Raub, Diebstahl, Wilderei und Vergewaltigung und einer Gefängnisstrafe Asyl auf der katzenelnbogener Burg Rüsselsheim, wo er bis 1454 lebt. - Ein Fährmann in Weisenau wird erwähnt. - Graf Philipp der Jüngere von Katzenelnbogen (St) zerschlägt Glasfenster. - Dreitägiges Schneechaos in Siegen. (6095) - Gründung der Universität Glasgow - F. Biondo vollendet sein topographisches Werk Italia illustrata. - Im trierer Montabaur existiert eine Schule. - Der mit der nassau-beilsteiner Gräfin Katharina verheiratete Graf Reinhard von Hanau II (St) stirbt. - Die frankfurter Marktschiffer fordern zu hohe Fahrpreise und werden von aufgebrachten Passagieren verklagt. - Die Vertreter von Nassau werden zur Feier des Burgfriedens nach Darmstadt eingeladen. Das Weihnachtsfest wird auf der katzenelnbogener Burg Lichtenberg gefeiert. - In der arheiligener Pfarrkirche finden Singende Messen statt. - Die Pfaffenfastnacht in der Nacht zum Rosenmontag wird gefeiert. - Der Buß- und Kreuzzugsprediger Johannes Capistranus predigt auf dem bamberger Domberg. - Kardinal Nikolaus von Kues stellt bestürzt fest, dass das Kloster Johannisberg wegen der unordentlichen Lebensweise der Mönche innerlich und äußerlich zerfallen ist. - Kronberg erhält Pflastersteine aus Frankfurt. - Herzog Johann von Kleve kehrt von einer Palästinafahrt nach Jerusalem zurück und wird in Mons der 48. Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies. - Der päpstliche Inquisitor Johannes Capistranus fertigt einen Ablaß für Frank von Kronberg und seiner Frau Katharina von Isenburg (St). - Mit dem Tod von Gräfin Irmgard von Nassau (geb. Schleiden) wird Graf Johann von Nassau-Dillenburg (St) Alleinbesitzer des Gesamtgebietes. - Im trierer Wiltingen wird Katharina de Wiltinck als Hexe angeklagt und ins Gefängnis geworfen. In der Nacht vor dem Verhör lösen sich auf wundersame Weise die Handschellen, was von ihr als Marienwunder erklärt wird und sie rettet. - In Würzburg lässt Nikolaus von Kues unter anderen den erschrockenen sponheimer Abt auf eine Reformation der Kirche schwören. Der Reformer begnügt sich jedoch mit finanziellen Verbesserungen. - Kurfürst Friedrich von der Pfalz (St) (26) verzichtet auf eine Ehe und adoptiert seinen Neffen Philipp (St) (03) um die Erbfolge zu sichern. - Der uneheliche Halbbruder von Herzog Philipp von Burgund III, der Gute (55), David von Burgund wird Bischof von Utrecht. - Der mainzer Erzbischof Dietrich Schenk von Erbach erhält die gesamte Pfandschaft über die Stadt Pfeddersheim. - Graf Heinrich von Nassau II Diez - Vianden (St) macht eine Reise nach Rom, auf der er als capitano bezeichnet wird, um Papst Nilolaus V um Aufhebung seiner Exkommunikation zu bitten und stirbt auf dem Rückweg bei San Quirico d’Orcia in der Toskana an der Pest. Mit dem Tod seines Bruders Graf Heinrich von Nassau II (St) kann Johann von Nassau IV (St) alle ottonische Gebiete vereinigen. - Die Abtei Seligenstadt führt offiziell die Dreifelderwirtschaft ein. - Die Frau von Graf Diether von Isenburg (St) Gräfin Elisabeth von Solms-Braunfels (St) und seine Schwester Elisabeth von Isenburg (St) die Frau von Graf Bernhard von Solms II -Braunfels (St) sterben. - Die Tuch- und Seiden-Großhändlerfamilie Steffan aus Bingen zieht nach Frankfurt. - Mit dem Tod der verschwenderischen Herzogin Elisabeth von Luxemburg-Görlitz (St) (52) erbt Herzog Philipp von Burgund III, der Gute (55) die Pfandschaft der Grafschaft Luxemburg. - Das Hofämterspiel mit 48 Karten ist erfunden. - Ewald Faulhaber von Wächtersbach ist mainzer Domherr.

1450 Kuno von Westerburg (St) verheiratet mit Metze von Virneburg verkauft für 2200 Gulden einen Teil seiner St. Goarer Zollgefälle an Graf Philipp (St), verpfändet ihm zur Sicherstellung sein Silberzeug und öffnet ihm seine Schlösser Westerburg, Weltersburg, Schadeck, Schaumburg und Cleeberg.
Die Grafen von Katzenelnbogen und Nassau schließen mit den vier ellarer Zenten einen Dienstvertrag.
Graf Ruprecht von Virneburg vermittelt vergeblich zwischen zwischen Herzog Philipp von Burgund III, der Gute (54) und Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) (48) wegen dessen strittiger Erblehens- und Schuldforderungen an den Herzog, so dass Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) (48) seine Angriffe auf die Untertanen von Herzog Philipp von Burgund III, der Gute fortsetzt.
Sühne und Vertrag des Grafen mit der Stadt Frankfurt.
Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St) (48) übernimmt eine Schuld von Kuno von Westerburg (St) in Höhe von 3060 Gulden gegenüber Frank von Kronberg und Jakob von Kronberg wofür er weiter Anteile der westerburger Zollgefälle zu St. Goar erhält.
Diether von Isenburg I -Büdingen (St) verpfändet Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) (48) für 2300 Gulden seinen Anteil an der Burg und Stadt Villmar. Graf Philipp d. Jüngere von Katzenelnbogen (St) Ottilie von Nassau und Nassau erhält dafür die Hälfte von Ems.

Graf Philipp der Jüngere von Katzenelnbogen (St) heiratet Ottilia von Nassau (St) im Todesjahr ihres Vaters Heinrich von Nassau (St) .

Der mainzer Erzbischof Dietrich Schenk von Erbach bekriegt die Stadt Frankfurt. König Friedrich von Habsburg III (St) (35) befiehlt Graf Dieter von Isenburg-Büdingen (St) die Stadt Frankfurt zu schützen. Die Stadt Brügge versandet und die Händler ziehen nach Antwerpen. - Der humanistische Heinrich Steinhöwel ist Leibarzt von Graf ? von Württemberg (St) in Ulm und beginnt sinngemäße Übersetzungen klassischer und neuitalienischer Literatur. - Der Main ist so zugefroren, dass eine Überquerung unmöglich ist. - Eine Rheinüberquerung findet in Niederwalluf statt. - Die beiden Grafen von Katzenelnbogen gehen auf den Tag in Andernach. - Herzog Heinrich von Bayern XVI der Reiche, der Sohn von Maddalena Visconti, ist mit seinen Lautenschlägern zu Gast auf Rheinfels. Zurück in Landshut stirbt er an der Pest. Der katzenelnbogener Arzt Meister Clais holt sich Rat in Koblenz in der Apotheke (6085.24). - Nikolaus von Kues glaubt menschliches Wissen beruht auf Vergleichen und Messen und widmet sich der Unendlichkeit (Makrokosmos und Mikrokosmos). - Georg Peurbach entwickelt in Rom das Quadratum geometricum, sein Hausgenosse ist Nikolaus von Kues. - Der Deutsche Neßler gewinnt Kupfer mit Hilfe von Vitriol und Ausfällen durch Eisen. - Die Mätresse des französischen Königs Karl VII, Agnes Sorel ist nach drei Kindern erneut im siebten Monat schwanger und leidet an Wurmbefall und wird mit einer Überdosis bei der Quecksilberbehandlung ermordet. - Kartographenschulen in Venedig, Genua, Ancona, Barcelona und Sagres. - Jus primae noctis soll angeblich vom französischen und katalonischen Adel zur Demütigung von Untergebenen misbraucht werden. - Graf Philipp von Katzenelnbogen der Jüngere (St) vermutet Gefahr und warnt seinen Vater durch Briefe. - Graf Georg von Sayn-Wittgenstein (St) belehnt 3 Dillenburger mit einer Waldschmiede. - Die revoltierenden aachener Gewerbetreibenden erhalten durch den Gaffelbrief Sitz und Stimmrecht in der Aachener Verwaltung. - Das Erbe des letzten Grafen Johann von Ziegenhain II, des Starken, der ohne männliche Erben stirbt, wird den Brüdern Albrecht II von Hohenlohe-Weikersheim und Kraft V von Hohenlohe-Weikersheim, Söhnen von Albrecht I, von Kaiser Friedrich von Habsburg III (St) (35) als ziegenhainer Reichslehen zuerkannt und die beiden zu erblichen Reichsgrafen aber nur für Ziegenhain und Nidda erhoben aber trotzdem von Hessen militärisch besetzt. - Johannes Gutenberg und Johannes Fust richten im Hof zum Humbrecht in Mainz eine Druckerei ein. - Graf Heinrich von Nassau II (St) stirbt. - Der kölner Glockengiesser Christian Cloit arbeitet auch als Büchsenmeister und giesst in seinem Häuschen in der kölner Altstadt nicht nur Büchsen sondern stellt dort auch das als Donnerkraut bekannte Schießpulver her, was seine Nachbarin Kathrin von Wesel so in Angst versetzt, dass sie sich beim kölner Rat beschwert. - Markgraf Albrecht von Brandenburg muss alle aus dem ersten Markgrafenkrieg eroberten Gebiete an die Stadt Nürnberg zurückgeben. - Nikolaus von Kues unternimmt eine zweijährige Legationsreise durch Deutschland um Kirche und Klöster zu reformieren und lässt in verschiedenen Kirchen Tafeln mit dem Vaterunser und den Zehn Geboten in der Volkssprache anbringen um das Glaubenswissen in der Bevölkerung zu verbessern. - Der Rat der Stadt Hamburg markiert erstmalig das Fahrwasser der Elbe mit Tonnen. - Der uneheliche Sohn Friedrich von Heppenheft und sein Bruder Emmerich sind die letzten bezeugten männlichen Mitglieder der Familie. - Die Äbtissin von Kloster Altenberg Catharina von Solms (St) stirbt. - Kloster Peternach ist von den Augustiner-Nonnen verlassen. Die Gebäude und Äcker gehören zum Deutschen Orden. - Adolf von Nassau (St) (27) lässt die Glasmalerei verbieten und nur noch weiße oder farbige Gläser aus eigener Herstellung zu. - Die Herrschaft Bütgenbach wird Abfindung für den ehrgeizigen unehelichen Sohn von Graf Johann von Nassau IV, Adrian von Nassau (St). - Herzog Arnold von Geldern kehrt von seiner Palästinafahrt zu seiner Frau Katharina von Kleve zurück und lebt verschwenderisch und gesetzlos bis sein Sohn Adolf von Geldern versucht ihn abzusetzen. - Bei der Wahl des zurückgetretenen utrechter Bischof Walram von Moers zum münsteraner Bischof Walram von Moers wird diesem sogar ein Mord vorgeworfen um an das Amt gelangt zu sein. - Hermann Sprikast von Waldmannshausen besitzt Burg Freienfels als Pfand. - In Kiedrich wird die Elendenbruderschaft gegründet, die auf der Valentinuswallfahrt Verstorbene bestatten hilft. - Graf Ulrich von Württemberg V (St) (37) fällt nach dem Tod seines Bruders Ludwig (St) (11) die Vormundschaft über den künftigen Graf Ludwig von Württemberg II -Urach (St) (St) und Graf Eberhard von Württemberg V (St) (St) zu und muss sich gegen Ansprüche von Kurfürst Friedrich von der Pfalz I (St) (26) wehren. - Fehde von Markgraf Albrecht von Brandenburg und Nürnberg mit Graf Ulrich von Württemberg V (St) (37) und Esslingen. - Aus Rache für Mordversuche mit Gift von frankfurter Räten stehlen Michael von Bickenbach und Philipp von Frankenstein ohne Fehdeerklärung frankfurter Vieh vor der Stadt. Die beschuldigten frankfurter Räte behaupten die Zeugen seien durch Folter zu ihren Aussagen gezwungen worden. - Auf Burg Rheinfels wird das opiumhaltige Allheilmittel Theriak benutzt. - Graf Heinrich von Nassau II - Diez - Vianden (St) wird nach einem Ultimatum durch Anschlag an den Kirchentüren von Dietkirchen und Mensfelden exkommuniziert und schickt dem limburger St. Georgsstift einen Fehdebrief.. - Graf Heinrich von Nassau II -Diez-Vianden (St) verbündet sich mit dem trierer Domkapitel, Pfalzgraf Kurfürst Friedrich von der Pfalz I (St) (26), Heinrich von Nassau-Beilstein (St), dem mainzer Dompropst, den Grafen Dietrich von Sayn (St) und Gerhard von Sayn (St), der 1452 Elisabeth von Sierk heiratet, Philipp von Nassau II-Saarbrücken (St) und Johann von Nassau-Saarbrücken (St) und Ruprecht von Virneburg gegen den trierer Erzbischof Jakob von Sierck. - Die Witwe (seit 1429) Gräfin Elisabeth von Nassau-Saarbrücken (Elisabeth von Lothringen) (St) beschäftgt den Maler Jost von Saarbrücken für Tafelgemälde und Wandmalereien im Karmeliterkloster Metz. - Stephan Lochner, alias Stephan von Köln, Kölner Schule in der Schildergasse, Maler seines letzten Bildes der Madonna im Rosenhag, stirbt an der Pest in Köln. - Der Briefdrucker, Spielkartendrucker, Hans von Pfeddersheim zieht nach Frankfurt an den Brückenturm in der Fahrgasse. - Uhrmacherzunft in Wien. - In Frankfurt wird ein lebender Elefant auf dem Römer bestaunt. - Der baseler Stadtrat warnt vor Falschspielern und organisierten Bettlern, die Krankheiten simulieren mit einem öffentlichen Mandat. - Der katzenelnbogener Amtmann Daniel von Mudersbach stiftet dem St Georg Stift in Limburg an der Lahn u.a. eine Kasel aus venzianischem Brokatsamt mit einem Kreuz aus burgunder Goldstickerei, Silberstickerei und Seidenstickerei und einen Goldkelch. - In Landau in der Pfalz wird Hans Boner als Sohn einer wohlhabenden Tuchhändlerfamilie mit Handelsbeziehungen nach Frankfurt und Nürnberg geboren. Hans Boner wird einer der reichsten Männer Europas. - Heinrich Greifenklau zu Vollrads wird mainzer Domdekan. - Ludwig Eckbrecht von Dürkheim, Johann Specht von Bubenheim und Bernhard von Breidenbach sind mainzer Domherren.

1449 Sühne zwischen Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St) und Reinhard von Westerburg III (St), der dem Grafen seine Schlösser öffnet und dafür seine St. Goarer Zolleinkünfte wiedererhält.
Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) erklärt mit Rücksicht auf den trierer Erzbischof Jakob von Sierk einen Verkauf der Grafschaft Diez mit Hadamar und Ellar durch Graf Heinrich von Nassau-Diez (St) an ihn für einen Scheinkauf (was er tatsächlich nicht war).
Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St)  stattet seinen Sohn Graf Philipp von Katzenelnbogen der Jüngere (St) anläßlich seiner Eheschließung mit Ottilie von Nassau-Dillenburg (St) mit eigenem Besitz in der Obergrafschaft aus.

Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) fährt mit dem Schiff nach Köln. (6122). - Graf Ulrich von Württemberg siegt in der Schlacht von Waldstetten. - Der deutsche König Friedrich von Habsburg III (St) (34) gebietet folgenden Personen dem mainzer Erzbischof Dietrich Schenk von Erbach nicht zu helfen: 1. Dem trierer Erzbischof Jakob von Sierck, 2. Pfalzgraf Ludwig IV bei Rhein 3. Markgraf Jakob von Baden (St) 4. Markgraf Albrecht von Brandenburg 6. Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (43) 7. Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St) (47) und Graf Philipp von Katzenelnbogen der Jüngere (St), 8. Graf Walram von Waldeck, 9. Graf Reinhard von Hanau II (St) und Reinhard von Hanau III (St) (38) 10. Graf Philipp von Nassau II -Weilburg-Saarbrücken (St) und Graf Johann von Nassau II -Weilburg-Saarbrücken (St), 11. Graf Bernhard von Solms II -Braunfels (St), Graf Johann von Solms V -Lich und Hohensolms (St) und Graf Kuno von Solms-Lich-Laubach (St), 12. Graf Johann von Nassau IV -Dillenburg-Breda (St) 13. Graf Dieter von Isenburg-Büdingen (St), 14. Herren von Eppstein 15. Herren von Eppstein-Königstein, 16. Jungherr Werner von Falkenstein-Münzenberg und 17. Herrn Walter von Eppstein Breuberg (St). - Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St) setzt sich für Werner Nothaft ein, der von Köln für falsche leichte Gulden eingekerkert und gefoltert wird (4604). - Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) steht vor Rothenburg. - Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St) beteiligt sich am ersten Markgrafenkrieg, dem Nürnberger Städtekrieg als Verbündeter von Markgraf Albrechts von Brandenburg als 7000 Mannn erfolglos die Stadt Nürnberg belagern (4593). Ebenfalls verbündet ist der mainzer - 1100 Krüge und 800 Schüsseln werden von Graf Phillip von Katzenelnbogen dem Älteren (St) in Koblenz gekauft. - Äußerst gutes Weinjahr in Arnstadt. - Albrecht von Hohenlohe I und seine Frau Elisabeth von Hanau (St) erheben wie der Graf von Waldeck vergeblich Anspruch auf die Grafschaft Ziegenhain als der letzte Graf Johann von Ziegenhain II stirbt, da Hessen sich durchsetzen kann und die Grafschaft als heimgefallenes Lehen einzieht führt aber bis 1495 offene Erbstreitigkeiten. Albrecht von Hohenlohe I erhält aber den Grafentitel für Hohelnlohe aus der ziegenhainer Erbschaft. - Die Reifenberger unter Führung von Henne Rudel und Emmerich überfallen Kaufleute denen Eberhard von Eppstein (St), Herr von Königstein, das Geleit gibt und den Angreifern ihre Beute postwendend wieder abnimmt. Rudel Emmerich von Reifenberg und Siegfried von Glauburg sagen Eberhard darauf hin ihre Lehen auf, eine Fehde an, kidnappen seine Leute und verwüsten und brandschatzen bis 1452. - Reinhard von Weilnau (St) wird Fürstabt in Fulda bis 1472. Emmerich von Heppenheft ist Bürgermeister in Oppenheim. - Der pfälzer Kurfürst Ludwig IV (25) stirbt nach 13 jähriger Herrschaft in Worms und sein 1-jähriger Sohn Philipp der Aufrichtige von der Pfalz kommt unter die Vormundschaft seines Onkels Kurfürst Friedrich I von der Pfalz. - Herzog Johann I von Kleve siegt in der Soester Fehde. - Philipp I, der Jüngere von Hanau-Münzenberg (St) wird in Windecken geboren. - Graf Johann von Nassau (St) tritt Herborn an seinen Bruder ab. - Mehrere reifenberger Ritter überfallen frankfurter Kaufleute bei Glashütten, im Taunus, wo farbige Gläser und Glasmalereien hergestellt werden, denen Herr Eberhard von Eppstein III - Königstein (St) Geleit gegeben hat. Eberhard von Eppstein III - Königstein (St) nimmt sofort die Verfolgung auf und nimmt mehrere Ritter gefangen. - Während Herzog Arnold von Kleve eine Palästinafahrt nach Jerusalem unternimmt übernimmt seine Frau Katharina von Kleve stellvertretend die Regierungsgeschäfte. - Die Tochter Polissena von Francesco I Sforza, (St) wird im Auftrag von ihrem Ehemann erdrosselt. - König Friedrich von Habsburg III (St) (34) verhängt über die Stadt Würzburg die Aberacht. - Die frankfurter Steuern werden von Dieter von Alzey nach Wiener Neustadt gebracht. - Beim jährlichen Besuch des seligenstädter Abtes im Amt Steinheim in der Burg Steinheim dürfen Freunde vorort eingeladen werden, Muli, Pferde, zwei Windhunde, ein Jagdhund und ein Habicht mitgebracht werden, die von den Steinheimern verköstigt werden müssen, wird Hof gehalten, zu Gericht gesessen und der Schultheiß bestimmt. - In Bruchhausen wird ein neues befestigtes Haus errichtet, das durch einen Sakralraum im Erdgeschoß als Kapelle ausgegeben wird. Darüber wird eine Waffenkammer mit Munition eingerichtet und darüber ein Wehrturm. - Die vor den Toren der neuen erzbischöflichen Burg Alzenau gelegene neue Stadt Wilmundsheim wird von der Ganerbschaft Lindheim, die mit dem mainzer Erzbischof gegen den Landgrafen von Hessen und die Städte verbündet sind, restlos vernichtet. - Graf Heinrich von Nassau II - Diez, Vianden(St) beraubt das limburger St. Georgsstift und beginnt einen jahrelangen Streit mit dem ungeliebten trierer Erzbischof Jakob von Sierck, dessen Rat er ist. - Graf Reinhard von Hanau II (St) versucht die Dörfer Selbold, Gründau und Wolferborn durch eine Wirtschaftsblokade von Holz, Kohlen und Lebensmitteln auf seine Seite zu zwingen. - Die Handelsblockade gegen Nürnberg bewirkt, dass in Nürnberg Wein knapp wird und selektiv ausgegeben wird. Für einen Großteil der Stadtbevölkerung wird ersatzweise Bier gebraut, bis auch dafür die Rohstoffe ausgehen und nur noch Wasser als Getränk übrig bleibt. - Die Witwe von Graf Heinrich von Habsburg-Löwenstein Schenkin Anna von Erbach verkauft die Grafschaft an den pfälzer Kurfürst Ludwig von Wittelsbach IV (St). - Die mainzer Patrizier Philipp zum Jungen und Heinrich zum Jungen werden von König Friedrich von Habsburg III (St) (34) wegen unrechtmässig erhobenen Zolls in Mainz verurteilt. - König Friedrich von Habsburg III (St) (34) befiehlt Graf Dieter von Isenburg-Büdingen (St) seine Übergriffe auf Martin Forstmeister im Büdinger Wald zu unterlassen. - Philipp von Rieneck, Ludwig von Wertheim, Peter von Schwarzenberg und Wilhelm von Helmstadt sind mainzer Domherren.

1448 Der Versuch von Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St), die Begleichung seiner Forderungen an Luxemburg durch Pfändung der die Frankfurter Messe besuchenden luxemburger und brabanter Kaufleute zu erreichen, wird auf Betreiben der Städte (Frankfurt, Köln, Nürnberg und Ulm) durch energisches Einschreiten der rheinischen Kurfürsten verhindert.
Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St) gibt der kölner Erzbischof Dietrich von Moers ein zinsloses Darlehen von 3000 Gulden unter der Bedingung der Begleichung seiner Manngeldforderungen in Höhe von 1400 Gulden. Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St), ist im Besitz der Krone seiner Schwiegermutter Gräfin Henriette von Mömpelgard (St) im Wert von 1000fl.

Brand auf Rheinfels (6098), - Wiener Konkordat. - Pestepidemie in DeutschlandDas Erbe von Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St) zu Braubach wird besichtigt. - Weltkarte von A. Walsperger. - Burg Auerbach ist ältester Hauptverwaltungssitz der Obergrafschaft. - Die runkeler Lahnbrücke ist fertiggestellt. - Runkel brennt. - Die Stadt Westerburg brennt. - Der mainzer Goldschmied Johann Fust hat berufliche Beziehungen zum frankfurter Münzmeister Conrad zum Stege. - Die frankfurter Marktschiffer müssen die Schiffe selbst mit Kanonen, Pulver und Pfeilen ausstatten. - Der Meistersänger Johann von Soest musiziert in Heidelberg. - Auf Burg Münzenberg wird unter den falkensteiner Erben, den Grafen Bernhard von Solms II (St) und Johann von Solms V (St), Eberhard von Eppstein-Königstein (St), Walter von Eppstein-Breuberg (St) und Reinhard von Hanau II (St) ein Burgfrieden geschlossen. - Der kölner Glockengiesser Christian Cloit gießt die grösste kölner Glocke. - Graf Johann von Nassau II - Dillenburg, der Ältere, mit dem Helm, der Hübner (St) (47) stirbt unvermählt und kinderlos. - Die gesamte Herrschaft Ebernburg gelangt in den Pfandbesitz der Sickinger. - Die Ebernburg wird an Sickingen verpfändet. - Der Pfalzgraf und späterer Kurfürst Philipp (St), der Edelmütige wird in Heidelberg geboren. - Regiomontanus (12) errechnet ein astronomisches Jahrbuch für die Erstellung von Horoskopen. - Graf Johann von Ziegenhain II wird in Westfalen angeklagt und bittet Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (46) ihn durch einen Brief zu schützen. - Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (46) und Graf Johann von Ziegenhain II übertragen Burg Lißberg an Walter von Eppstein - Breuberg (St). - Ludwig von Pfalz-Zweibrücken (St), Graf von Veldenz, kämpft in der Fehde seines Vaters mit dem Rheingraf von Grumbach. - Frank von Kronberg bezieht die Burg Rödeheim. Die Grafen Johann von Solms (St) und sein Sohn Kuno von Solms (St) werden die Burg erben. - In der mainzer Residenz Eltville wird ein repräsentativer Raum, in dem im großen Stil Silber als Dekorationsmittel eingesetzt wird Silberkammer genannt. - Der frankfurter Rat bestellt beim frankfurtrer Architekten Meister Eberhard einen Lettner für die Nikolaikirche. - Der letzte männliche Vertreter der Familie Hohenlohe -Brauneck Konrad von Hohenlohe-Brauneck verkauft seine Stammburg Brauneck an Markgraf Albrecht Achilles von Zollern Brandenburg-Ansbach (St). - Die runkeler Lahnbrücke wird fertiggestellt. - Dietrich von Alzey, der Ehemann der frankfurter Apothekerstochter Petze Schönberg wird ein Syndicus der Stadt Frankfurt. - Das Chorfrauenkloster Beselich wird reformiert. Vor einem weltlichen Gericht erreichen Hermann Roispecher und sein Sohn Emmerich die Beschlagnahmung von klösterlichem Besitz, wofür die Meisterin von Kloster Beselich die Rückgabe und die Überweisung an ein geistliches Gericht fordert und als Strafandrohung die Exkommunikation und den Ausschluss vom Gottesdienst erreicht. - Richard von Kleen alias Richard von Cleen wird mainzer Domdekan. - Konrad Rau von Holzhausen ist mainzer Domkantor. - Johann von Baden, Helfrich von Dorfelden, Salentin von Isenburg, Otto von Bach, Bertram von Breidbach und Diether von Wertorf sind mainzer Domherren.

1447 Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St) zwingt Dietrich von Runkel V (St) zum Empfang seiner katzenelnbogener Lehen.

Hexenverbrennung in Willisau (Basel) - Vermählung Markgraf Karl von Baden I (St) mit der habsburger Katharina von Österreich, der Schwester von König Friedrich von Habsburg III (St) (32) und mit 20000 Gulden Mitgift. - Der 20jährige Markgraf Karl von Baden I (St) heiratet in Pforzheim Katharina von Österreich und wird zeitgenössisch nur als Gemahl der königlichen und später kaiserlichen Schwester erwähnt. - Der portugiesische König Alfons V und der Orden der Christusritter mit dem Vorstand Heinrich der Seefahrer erhalten von Papst Nikolaus V, der besonders Wissenschaft und Kunst fördert und eine ausserordentliche kirchliche Prachtentfaltung und Demonstration von Stärke beginnt, mit dem Handelsmonopol über Häfen, Inseln und Meere Afrikas das Recht Ungläubige in die Sklaverei zu führen. - Antonio Malfante bereist im Auftrag eines genueser Handelshauses als erster Europäer die Oase Tuat. - Die Reichsstadt Friedberg brennt bei einem schwerden Stadtbrand nieder. - Der mailänder Herzog Filippo Maria Visconti (St) hinterlässt die ältesten Tarotkarten . - Der frankfurter Patrizier Johann von Breidenbach verkauft für 1530 Gulden sein Haus zum Fürsteneck an seinen Schwiegersohn den zweithöchsten Steuerzahler und 1478 jüngeren Bürgermeister der Stadt Frankfurt Wigand von Heringen. - Nikolaus von Kues steht nach dem Tod des Papstes Eugen IV zur Wahl. - Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (45) erhält die Lehnshoheit über die Herrschaft Plesse. - Graf Johann von Nassau (St) teilt mit Graf Heinrich von Nassau (St) sein Gebiet auf. - Die Stadt Frankfurt führt einen Prozess gegen die pfälzer Residenzstadt Neumarkt in der Oberpfalz wegen Zollvergehen. - Einige oppenheimer Bürger müssen wegen Auseinandersetzungen mit der Kessler-Gesellschaft die Stadt Oppenheim verlassen. Selbst fürstlichen Boten ist das Zustellen von Briefen zu gefährlich. - König Friedrich von Habsburg III (St) (32) befiehlt die Rücknahme einer 15%igen Apfelguldenabwertung. - Nonnenklause in Freiendiez. - In der mainzer Residenz Eltville wird der Burghof gepflastert. Alle Fenster sind verglast. - Die Stadt Gelnhausen baut gegen die Burg Gelnhausen eine Mauer und Befestigungsanlagen, nimmt den königlichen Kammerknecht, den Juden Isaak gefangen und nimmt ihm 200 Gulden ab. König Friedrich von Habsburg III (St) (32) verbietet vergeblich durch den mainzer Erzbischof Dietrich Schenk von Erbach der Stadt Gelnhausen Wegezoll zu erheben. - Ludwig von Wittelsbach von Bayern Ingolstadt stirbt auf Burg Burghausen in der Gefangenschaft seines Vetters Heinrich von Wittelsbach. - Der Maler des weichen Stils Stephan Lochner, alias Stephan von Köln, Kölner Schule in der Schildergasse, ist Mitglied der Schildergaffel und im Besitz mehrerer Häuser in Köln. - Der kloster arnsteiner Abt Ortlieb Donner von Lohrheim berichtet von den erbärmlichen und verödeten Zuständen seines Filialnonnenklosters Beselich, das von einem Prior geführt wird, und sich seinen Lebensunterhalt nicht mehr selbst erwirtschaften kann. Der kloster arnsteiner Abt Ortlieb Donner von Lohrheim schlägt vor es in ein Kanonikerkonvent umzwandeln, da er es selbst nicht reformieren könne. - Schenk Dietrich von Schweinsberg ist mainzer Domherr.

1446 Graf Wilhelm von Wertheim verkauft Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) (44) seinen Anteil an der Burg Breuberg für 2400 Gulden.
Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St) (44) verlobt seine Tochter Anna von Katzenelnbogen (St) mit Landgraf Heinrich von Hessen III (St) und sichert ihr eine Mitgift von 36000 Gulden zu.
Beendigung der Streitigkeiten zwischen Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) (44) und Reinhard von Westerburg III (St) durch Verpfändung der halben Herrschaft Schaumburg an den Grafen (St).
Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St) (44) nimmt die Durchfechtung der katzenelnbogener Forderungen an Luxemburg gegenüber Herzog Philipp von Burgund III, der Gute auf.
Streitigkeiten von Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) (44) hinsichtlich Reinhard von Westerburg III (St) über die Auslegung und Durchführung ihres Vergleichs hinsichtlich der Öffnung seiner Schlösser, welche zur Sperrung von Reinhards St. Goarer Zollgefällen führen.
Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St) beginnt mit der systematischen Ablösung der Geldlehen gegen Auftragung von Eigengütern durch die Belehnten.

Anna von Katzenelnbogen, Tochter von Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St) (44) und Gräfin Anna von Katzenelnbogen (St) alias Anna von Württemberg wird geboren und Landgraf Heinrich von Hessen III (St), dem Sohn Landgraf Ludwigs von Hessen I (St) zur Ehe versprochen. Die Ehe soll nach Gewohnheit der Kirche mit Annas 12. Geburtstag geschlossen werden.

Gräfin Anna von Katzenelnbogen (St) klagt ihren lichtenberger Kellner wegen Verleumdung und Zauberei an. - Nuno Tristao segelt bis in die Gambia-Mündung. - Ältester datierter Kupferstich. - In Heidelberg werden 8 Frauen als Hexen verbrannt. - Ketzerverbrennung auf dem Konzil von Basel. - Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) (44) tritt aus der Ganerbengemeinschaft der Burg Hattstein wieder aus. - Frank von Kronberg erbaut mit seiner Frau Katharina von Isenburg eine neue Burg in Rödelheim, die nach seinem Tod an Graf Johann von Solms V -Lich und Hohensolms (St) und seinen Sohn Kuno von Solms (St) fällt. - Landgraf Ludwig von Hessen I (St) verpfändet seinen letztes Viertel an Limburg an Graf Bernhard von Solms II -Braunfels (St). Fordert Graf Philipp von Katzenelnbogen eine eigene hessische Herrschaft für seinen Schwiegersohn? - Die mainzer Zünfte wollen sich nicht mehr mit den mainzer Patriziern einigen, zwingen die meisten Patrizier aus Mainz wegzugehen und erringen vermeintlich einen Sieg. - Nikolaus von Kues stellt seine Vermutungen über den letzten Tag an. - Charisma von Melem kauft die Messeherberge Zum Krebs am frankfurter Fahrtor, das zum Stammwappen der Patrizierfamilie wird. - Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) (44) lässt sich die westerburger Burg Cleeberg wegen seiner zahlreichen Fehden öffnen. - 8 Frauen werden vor den Toren von Heidelberg als Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrannt. - König Friedrich von Habsburg III (St) (31) verbietet Frank von Kronberg den Weiterbau der Burg Rödelheim mit neuen Türmen und einer hohen Burgmauer innerhalb der Burg am ehemaligen königlichen Lagerplatz vor der Stadt Frankfurt. König Friedrich von Habsburg III (St) (31) gibt der Bitte von Frank von Kronberg, der Reiche, für den Weiterbau der Burg Rödelheim nach. Die Stadt Frankfurt erhält ein Öffnungsrecht. Graf Dietrich von Sayn (St) verpfändet seinen Teil an Schloss Assenheim an Frank von Kronberg, der Reiche. - Gilbrecht von Schönborn wird bis 1448 Hofmeister von Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) (44).- Die nürnberger Patriziern und Ministerialen Rieter kaufen die ehemalige nassauer Burg Kornburg, werden in den Adelsstand erhoben und nennen sich Rieter von Kornburg. - Die Linie des trierer Erbmarschalls von Helfenstein-Sporkenburg trennt sich von der Linie Helfenstein-Mühlenbach im Arenberger Bereich. - Der ehemalige mainzer Patrizier Ort vom Jungen baut das Haus Zum Großen Korb am Kornmarkt in Frankfurt und vertreibt Baumwolle, Spezereien, Pelze und Tuche. - In Straßburg können normale Haushalte gegen eine Pauschalgebühr an ärmere Durchreisende, Lehnsleute, Maurer, Zimmerleute und Schneider Wein verkaufen. - In Frankfurt wird Bier als Ersatz für den überteuerten Wein gebraut. - Die Ungarn fallen in Österreich ein. - Dietrich Knebel von Katzenelnbogen besitzt Mannlehen auf die Bede von Langenlonsheim von Markgraf Jakob von Baden (St), Graf von Sponheim. - Die 2-fache Witwe und 2-fache ehemalige Herzogin von Mecklenburg und Herzogin von Bayern-Ingolstadt Margarethe von Zollern-Nürnberg (St) alias Margarethe von Brandenburg heiratet heimlich ihren markgräflich-brandenburger Hofmeister Martin von Waldenfels. Ihr Bruderder kulmbacher und ansbacher Markgraf Albrecht Achill von Zollern-Nürnberg (St) (32) ist Vermittler in der Waldenfelser Fehde. - Georg vom Stein ist mainzer Domherr.

1445 Beendigung der Streitigkeiten mit den Ulnern von Dieburg durch Verkauf ihrer Rechte zu Erzhausen an Graf Philipp von Katzenelnbogen (43) für 12 000 Gulden.
Der kölner Erzbischof Dietrich von Moers (60) verpfändet Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) die Stadt Rhens für 9 000 Gulden.
Reinhard von Westerburg III (St) öffnet dem Grafen Philipp seine Schlösser Westerburg, Weltersburg, Schadeck, Schaumburg und Cleeberg, wogegen ihm dieser gestattet, seinen Tournosen am St. Goarer Zoll gegen eine bestimmte Abgabe davon an den Grafen (St) zu erheben. Reinhard von Westerburg III (St) erneuert die Verpfändung des halben Schlosses Schaumburg mit Zubehör an den Grafen für 2246 Gulden und 500 Ml. Frucht; doch gehen die Streitigkeiten über Schaumburg gleichwohl noch weiter. Graf Philipp (St) ist im Besitz eines Hauses in Heidelberg.

Wetter: Durch eine Mißernte in Nassau fällt die Weinlieferung an Burg Herborn aus. Hochwasser in Nürnberg. - Reichstag in Konstanz. - König Friedrich von Habsburg III (St) (30) bittet seinen Bruder Herzog um Hilfe gegen die Eidgenossen bei Zürich. - Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St) (43) verweilt mit 45 Pferden auf Burg Stadecken. - Jakob ist gräflich katzenelnbogener Sänger. - Pfalzgraf Ludwig IV (St) (21) ist zu Gast in Sankt Goar, als er nach Boppard fährt. - Die nach Aristoteles heisse, verbrannte und unbewohnbare Zone erweist sich unter Diniz Dias als Kap Verde. - A. Fernandez erreicht das Kap der Masten. - Margarethe, die Tochter aus der unglücklichen ersten Ehe von Markgraf Albrechts Achilles von Brandenburg versucht vergeblich einen Suizid um ihrer Vermählung mit Graf Caspar von Zweibrücken zu entgehen. Nach ihrer Genesung darf sie ins Kloster. - Der kölner Erzbischof Dietrich von Moers (60) verübt einen nächtlichen Angriff auf das klevische Duisburg, der von den Wächtern noch rechtzeitig bemerkt wird als die Angreifer versuchen die Mauern zu besteigen, wird erfolgreich zurückgeschlagen und muss schließlich aufgeben. - Graf Philipp der Jüngere von Katzenelnbogen (St) hält ein großes Turnier in Heidelberg ab. - Der oppenheimer Bürgermeister, Emmerich von Heppenheft erhält ein Burglehen in Burgschwalbach. Er ist letzter seines Geschlechts. - Der Kurfürst und Pfalzgraf Ludwig IV (St) (21) heiratete in Heidelberg Prinzessin Margarethe von Savoyen. Sie ist die Witwe von Herzog Ludwig von Anjou III und Tochter von Gegenpapst Amadeus VIII und seiner Gattin Prinzessin Marie von Burgund. - Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St) (43) kauft von Ritter Philipp von Kronberg den Hof in Wallau. - Die nassauer Burg Dillenburg übernimmt die Verwaltungsaufgaben von Burg Herborn. - Johann von Eltz ist trierer Hofmeister. - Hermann Riedesel ist in Diensten von Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) (43). - Der sponheimer Abt ist ein Lebemann und liebt Gelage und Würfelspiel und man spottet in Kloster Sponheim gäbe es zwei Äbte und einen Mönch. - In Geisenheim existiert eine Schule mit besonderem Ruf. - Landesordnung der Landgrafschaft Thüringen. - Reinhard von Sickingen wird Fürstbischof von Worms. - Graf Johann von Nassau (St) (35) dient als General dem Burgunderherzog Philipp dem Guten bei seinem Angriff auf die Grafschaft Holland, zum Dank wird Graf Johann von Nassau (St) (35) Seneschall von Burgund. Er dient auch dessen Sohn Herzog von Burgund Karl der Kühne. - Die friedberger Burgmann Landgraf Hesso von Leiningen (St), Hans von Sickingen, Diether Kämmerer von Worms, Frank von Kronberg und Philip von Kronberg streiten sich mit den Bürgern der Stadt Friedberg um Wein und Immobilien. - Graf Reinhard von Hanau II (St) verweigert der Stadt Friedberg die Einlösung von um Karben. - Der aachener Kaufmann Wilhelm Prum verkauft in Frankfurt dem königlichen Diener 30 gefälschte aachener Tuche. - Elisabeth von Görlitz lebt in Trier als Wohltäterin des Franziskanerordens. - Der trierer Hofmeister Johann von Eltz (VII), besitzt ein Burglehen auf der katzenelnbogener Burg Burgschwalbach. Johann von Eltz (VIII?) - Das trierer Domkapitel wird von 40 auf 16 reduziert. - Das Leinentuch des Blutwunder von Walldürn wird für Ablässe nach Rom gebracht. - Enea Silvio Piccolomini beurteilt bei seinem Abschied vom kaiserlichen Hof in Wiener Neustadt die Stadt Wien, als Ort wo man solange trinkt, isst, spielt und streitet, bis der Weinkeller erschöpft ist. Der gemeine Mann sei dem Bauch ergeben und gefräßig, und die Bürger ein wild gewordenes, wüstes Pack, das an Festtagen mit Unmäßigkeit alles Geld verschleudere, was es die Woche über durch Handarbeit verdient habe. - Die Boten der Stadt Frankfurt befördern Gebotsbriefe von König Friedrich von Habsburg III (St) (30) an Graf Diether von Isenburg (St), den Alten von Hanau, Philipp von Eppstein-Königstein (St), Gottfried von Eppstein-Münzenberg (St), Konrad von Bickenbach, Schenk Philipp von Erbach und Schenk Jörg von Erbach, Philipp von Kronberg mit Sohn Hans und Frank von Kronberg und Jakob von kronberg und an die Burgen und Städte Friedberg, Gelnhausen und Wetzlar. Den friedberger Burggraf und den friedberger Bürgermeister erreicht ein Bote in der Friedberger Trinkstube. - Wildgraf und Rheingraf Johann von Daun (St) wird elsässischer Landvogt. - Sittich von Buchenau ist mainzer Domherr.

1444 Die Grafen Johann von Nassau (St) und Heinrich von Nassau-Diez (St) verkaufen Grafen Johann von Katzenelnbogen (St) und seinem Sohn Philipp von Katzenelnbogen (St) ein Viertel der Grafschaft Diez für 12 000 Gulden. Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) kämpft mit Kurfürst Ludwig IV von der Pfalz (St) (20) gegen die Aramagnaken. Die Schlacht bei St. Jakob an der Birs vor den Toren Basels findet statt. Inventur wegen des Umzugs nach Burg Rheinfels mit einer langen Liste von Büchern u.a. über König Artus.

Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) stirbt überraschend.

Die Schmiede auf Burg Herborn stellt im Verbund mit Siegen und Schleiden in der Eifel Büchsen her. - Kurfürst Ludwig von der Pfalz IV (St) (20) bittet König Friedrich von Habsburg III (St) (29) um Hilfe gegen die Armagnaken und wird zum Reichshauptmann für den bevorstehenden Krieg ernannt. König Friedrich von Habsburg III (St) (29) fordert von den Städten Frankfurt, Friedberg und Gelnhausen je 500 Bewaffnete, möglichst Schützen mit Handbüchsen und einen Büchsenmeister mit 5 Kammerbüchsen. - Der Weihbischof weiht die Altäre in St. Goar. - Der Pfalzgraf Kurfürst Ludwig von der Pfalz IV (St) (20) bei Rhein ist auf der Marksburg zu Gast. Dabei werden 500 l Wein getrunken. - Ein Tag zu Koblenz wird von Junker Wilhelm von Schönborn und dem bornicher Pastor wegen der Runkeler gehalten. (6122). - Die blonde Lothringerin Agnès Sorel ist die Mätresse von Karl VII von Frankreich und führt die skandalöse Sitte ihre nackten Brust am Hof zu zeigen ein. - Portugiesen erreichen die Senegalmündung. - Der italienische Vulkan Ätna bricht aus. - Der polnische König Wladisdlaw bricht politisch gewollt, durch seinen Heerführer angestachelt, ungünstig terminiert den Friedensvertrag mit Sultan Murat II und wird mit dem Kreuzfahrerheer in der Schlacht von Varna, die eine Eroberungswelle, die schließlich zur Eroberung Konstantinopels 1453 führt, auslöst, vernichtend geschlagen. - Cosimo de´ Medici gründet in Florenz die erste nachantike öffentliche Bibliothek von San Marco. - Mit dem Tod von Graf Friedrich von Veldenz III stirbt die Grafschaft im Mannesstamme aus. Seine einzige Tochter Anna vererbt die Grafschaft an den Pfalzgrafen Stefan von Pfalz-Simmern-Zweibrücken (St) (59) den Sohn des verstorbenen wittelsbacher König Ruprecht von Wittelsbach von der Pfalz. - In der Soester Fehde erobert das mit Burgund verbündete Herzogtum Kleve die Stadt Soest erfolgreich von Kurköln, macht es dadurch aber zu einer bedeutungslosen Enklave und Stadt in der Herrschaft Xanten. - Kurfürst Ludwig IV von der Pfalz (St) (20) heiratet die Tochter von Gegenpapst Felix V Gräfin Margarethe von Savoyen und Piemont. - Der frankfurter Patrizier Conrad Weiß von Limpurg heiratet Grete Ulner von Dieburg. - Die mainzer Bürgeropposition beschwert sich über das übermäßige Schuldenmachen, die ungezügelte Bauwut, undurchsichtige Finanzen, ungerechte Steuervorteile für Patrizier und Vetternwirtschaft des mainzer Bürgermeisters Rebstock. - In der katzenelnbogener Bibliothek in Darmstadt steht das Buch mit den bekannten volkstümlichen Liedern von Neidhard von Reuental. - Nikolaus von Kues kauft astronomische Geräte während des Reichstages in Nürnberg. - Stephan von Pfalz-Simmern-Zweibrücken folgt als Erbe des Veldenzer Anteils der Kauzenburg. Sein Sohn Friedrich I von der Pfalz-Simmern regiert von Kastellaun aus. - Graf Hesso von Leiningen (St) erhält den Titel gefürsteter Landgraf von Leiningen. - Ludwig I von Pfalz-Zweibrücken wird Graf von Veldenz. - Belagerung von Zürich-Greifensee durch die Eidgenossen. - Johann I von Kleve kehrt vom burgundischen Hof in Brüssel seines Onkels Herzog Philipp dem Guten (44) zurück nach Kleve um in der Soester Fehde gegen den kölner Erzbischof Dietrich von Moers (59) zu kämpfen. Eine päpstliche Bulle bestätigt die Lossagung Kleves vom kölner Erzbischof, wodurch das Sprichwort der Herzog von Kleve ist Papst in seinen Ländern entsteht. - In Herborn steht die ertragreichste Mühle des Dillgebiets. - Herzog Albrecht von Wittelsbach Bayern-München III (St) (43) entwickelte eine landesweite Kampagne gegen Raubritter. - Winrich Donner von Lohrheim tritt als Abt von Kloster Bleidenstadt zurück. - Der königliche Kämmerer Wolfgang Ungnad kommt nach Frankfurt und holt die Steuern ab. - Die Witwe (seit 1429) Gräfin Elisabeth von Nassau-Saarbrücken (Elisabeth von Lothringen) (St) bitten den französischen König Karl VII um Schutz. - Durch Verkäufe von Konrad von Schönborn an Kloster Bärbach kommt das Hofgut Schauferts vollständig an das Kloster Bärbach. - Der musikalische Hans Rosenplüt wird städtischer nürnberger Büchsenmeister und trägt Verssprüche und Maeren mit erotischem Inhalt, bei denen Geistliche Ehebrecher spielen vor und dichtet Fastnachtsspiele. - Die alte hölzerne Rialto-Brücke bricht während der Hochzeitszeremonie der Markgräfin von Ferrara zusammen. - Der mainzer Patrizier und Stadtbaumeister Henne Salmann ist im Besitz des mainzer Hauses Zum Schultheiß. - Gerlach Grans von Heppenheft und sein Sohn Friedrich zeigen sich am Weiseler Gericht seinem Dienstherren, Kurfürst Ludwig IV von der Pfalz (St) (20) gegenüber reuemütig und beteiligen sich zur Reue an einer Preußenfahrt. - Ruprecht von Solms ist mainzer Domherr.

1443 Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) läßt das Schloß Schaumburg besetzen und verteidigt seine Ansprüche auf einem koblenzer Tag und im folgenden Jahre auf einem bopparder Tag, zu dem er beide Male ein umfassendes Aufgebot seiner Vasallen und der mittelrheinischen Grafen und Herren entbietet. Anhaltende schwere Streitigkeiten.
Lebenslängliches Bündnis zwischen Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St) (41) und Heinrich von Nassau II -Diez (St) und Gottfried von Eppstein VIII (St) (4119).

Philipp von Katzenelnbogen der Jüngere (St) verlobt sich mit Ottilie von Nassau-Dillenburg (St)

Wetter: Mehrere Hagelunwetter zerstören die Ernte. - Herr Johann Korn schreibt für Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) ein Meßbuch. (6122) - Nuno Tristao und Antao Goncalves entdecken auf der westafrikanischen Insel Arguin unerwartet Zentralafrikaner wo sie eigentlich Araber erwarten. - Adolf von Nassau ist Ehrenrektor der Universität Heidelberg. - In Hagenau in der Werkstatt Diebold Laubers entsteht eine Handschrift des Parzival von Wolfram von Eschenbach. - Die Arbeit im Beruf erhält einen hohen Stellenwert, dass der nürnberger Karthäuserprior Erhard Groß ehemals geachtete Bettler als ein verdorben Volk voll Untugend beschimpft. - Graf Eberhard von Eppstein II (St) verheiratet mit Agnes von Kronberg, stirbt. - Das wirtschaftlich marode Kurtier unter dem trierer Erzbischof Jakob I von Sierck (45) verpfändet auch seine zweite und letzte Hälfte, also ein Viertel an der Pfandschaft Limburg an der Lahn an Gottfried von Eppstein VIII (St). Gottfried von Eppstein VIII (St) erhält von Eberhard d. J. von Eppstein (St). und Eberhard d. Ä. von Eppstein (St). die Erlaubnis in Born einen See anzulegen, wo ihnen das Wildbannrecht zusteht. - Der würzburger Erzbischof Sigismund von Sachsen wird wegen seiner Verschwendungssucht und seines unsteten Lebensstils abgesetzt. - Herzog Philipp von Burgund III, der Gute nimmt die Stadt Luxemburg durch einen nächtlichen Überraschungsangriff ein. - Pfalzgraf Johann von der Pfalz-Neumarkt (60) stirbt. - Johann von der Leyen d. J. und das Brüderpaar Johann und Johann Boos von Waldeck bewohnen in der Burg Katzenelnbogen das Haus zwischen dem Brunnen und der Kapelle und den darunterliegenden Hof. - Herzog Philipp von Burgund III, der Gute übernimmt Bitburg. - Der mainzer Erzbischof Dietrich Schenk von Erbach bestätigt den Abt von Kloster Bleidenstadt Johann von Schönborn in seinem Amt. Der Abt von Kloster Bleidenstadt Johann von Schönborn gibt Alt-Katzenelnbogen als empfangenes verjährtes und deshalb heimgefallenes Lehen aus und will es an Nassau verlehnen. - Burg Hain in Siegen wird an den Herrn von Bicken verpachtet. - Wetter: Ungewöhlich langer und harter Winter, in dem die Bauern ihr Vieh aus Futtermangel schlachten müssen und manche es unverständlicherweise in den Wald treiben um es den Wölfen vorzuwerfen. - Das Dorf Mandeln wird in der Fehde des Grafen von Nassau gegen Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (41) verwüstet und niedergebrannt. - Der spätere Papst Pius II (38) kommt an den Hof von König Friedrich von Habsburg III (St) (28) in Wiener Neustadt und Graz, und arbeitet bis 1455 unter anderem als kaiserlicher Sekretär. - Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (41) lässt Freigraf Mangold von Freienhagen trotz des Verbotes von König Friedrich von Habsburg III (St) (28) über den Geleitsverstoß von Frankfurt richten. Freigraf Mangold von Freienhagen wird von König Friedrich von Habsburg III (28) der Prozess gemacht. - Das Dorf Oberrosbach von Reinhard von Hanau II (St) (74) wird nach dreimaligem Nichterscheinen vor Gericht von König Friedrich von Habsburg III (St) (28) geächtet. - Der frankfurter Patrizier Wolf Blum, Gründer der Blumengesellschaft und Mitglied der Stubengesellschaft Frauenstein stirbt. Seine Frau Agnes Weiß zum Lämmchen übernimmt erfolgreich den Betrieb mit Hilfe ihrer Schwiegersöhne. - Die Stadt Frankfurt und Frank von Kronberg kaufen einen Teil von Rödelheim aus dem Nachlaß von Dietrich von Praunheim. - Der 1420 nach Frankfurt geflohene mainzer Patrizier Ort zum Jungen überlässt für drei Jahre seinen Patrizierhof Zum Jungen in der Stadt Mainz Henne Gensfleisch, alias Johannes Gutenberg. - Der am burgundischen Hof in Brüssel aufgewachsene Neffe des Burgunderherzog Philipp von Burgund III, der GuteAdolf von Kleve (19), beteiligt sich an den Eroberungsfeldzügen. - Phililpp von Geroldstein ist mianzer Domherr.


Anna, Tochter von Graf Johann von Nassau-Dillenburg (ottonisch), spätere Frau Graf Philipp von Katzenelnbogen .d. Ä. (St) wird geboren.

1442 Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) ist bei der Krönung König Friedrichs III in Aachen zugegen, reitet an der linken Seite Pfalzgraf Ludwigs bei Rhein während des Einzugs des neuen Königs in die Stadt und erhält dort das Privileg der Befreiung der katzenelnbogener Untertanen von fremder Gerichtsbarkeit. Der König beauftragt ihn als königlichen Kommissar mit der Untersuchung eines Streites zwischen Isenburg, Nassau und Mainz über einen Tournosen vom lahnsteiner Zoll. Der trierer Erzbischof Jakob von Sierck verkauft dem Grafen Philipp (St) für 1000 Gulden weiter bopparder Zollgefälle.

König Friedrich von Habsburg III (St) (27) erhebt Diether von Isenburg-Büdingen (St) wegen Büdingen und die Herren von Sierck in den Grafenstand. - Reichstag in Frankfurt. - Berlin wird vom Territorialfürsten unterworfen. - Wetter: Im 8 Monate dauernden Winter bleibt der Rhein 3 Monate zugefroren. - Burg Brodenbach wird an Graf Philipp verpfändet. - Zwei alte Armbrüste werden repariert (6242) Graf Philipp von Katzenelnbogen erzeugt alleine in St. Goar 96000 Liter Wein (6229) - Die verschwenderisch lebende Herzogin Elisabeth von Luxemburg-Görlitz (St) (52) verkauft ihre Pfandschaft an der Grafschaft Luxemburg nicht an den trierer Erzbischof Jakob I von Sierck sondern übergeht die Erbansprüche ihrer Cousine Elisabeth von Luxemburg (St) (33), die mit der Thronfolge ihres Sohnes in Böhmen und Ungarn beschäftigt ist und versöhnt sich mit Philipp von Burgund III, der Gute, den sie gegen eine stattliche Leibrente als Universalerben einsetzt. - Die Markgrafschaft Baden erwirbt die Hälfte der Herrschaften Lahr und Mahlberg und schafft dadurch ein Bindeglied zwischen dem südlichen breisgauer Teil und dem nördlichen Gebiet um Baden-Baden. - Frank von Kronberg wird mit einem Teil der Burg Rödelheim von König Friedrich von Habsburg III (St) (27) belehnt. - Das Marktschiff, das 300 Personen aufnehmen kann, pendelt täglich zwischen Mainz und Frankfurt. - Der kölner Kirchenbaumeister Hans von Köln wird vom carthagener Bischof Alonso nach Burgos zum Bau von zwei Facadentürmen mit schlanken durchbrochenen hochgotischen Helmen berufen. - Graf Engelbert von Nassau I (St) stirbt in Breda. - In Glashütten im Taunus existieren mehrere Glashütten, deren Gründer Herr Eberhard von Eppstein II - Königstein (St) ist.- In Frankfurt werden grüne Gläser beim Weintest verboten um Weinpanscherei zu verhindern. Es gibt Rippenbecher und Kreuzrippenbecher aus transparentem Glas. - Der Rat der Stadt Frankfurt versucht vergeblich die Minoriten im Barfüßerkloster zur Aufgabe des Handels in den Kirchhöfen und Kreuzgängen des Barfüßerklosters zu bewegen. - Die Almosenstiftung des frankfurter Arzt Johann Wiesebeder von Idstein bringt einen Jahresertrag von 340 Gulden. - König Friedrich von Habsburg III (St) (27) läßt die Juden in Frankfurt umsiedeln. Die unmittelbare Nähe der jüdischen Häuser am Dom stört König Friedrich von Habsburg III (St) (27) beim Gottesdienst. - Eberhard von Eppstein - Königstein (St) befehdet die Dörfer Sulzbach und Soden. - Die Stadt Frankfurt gibt gegen den Willen von Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (40) aber von König Friedrich von Habsburg III (St) (27) gebilligt dem Knecht Dutsche Geleit. - Gottfried von Eppstein VIII (St) ist an der frankfurter Judensteuer beteiligt. - König Friedrich von Habsburg III (St) (27) logiert in der frankfurter Herberge Haus Braunfels. - König Friedrich von Habsburg III (St) (27) erhebt Elz zur Stadt. Der trierer Erzbischof Jakob I von Sierck (45) beginnt mit dem Bau einer Stadtmauer und Befestigungstürmen der trierer Exklave vor den Toren der Stadt Limburg an der Lahn. - Der Maler des weichen Stils Stephan Lochner, alias Stephan von Köln, Kölner Schule in der Schildergasse, kommt nach Köln. - Der Gesandte des Konzils Enea Silvio Piccolomin, und spätere Papst (1458) hält sich in Frankfurt auf und rühmt die Stadt Frankfurt als Krönungsstätte. - In Speyer erstürmt die Bürgerschaft das Kloster St. German, da dies nur von Adeligen besetzt ist. - Graf Heinrich von Nassau-Vianden(-Dillenburg) (St) liegt im Streit mit dem trierer Erzbischof Jakob von Sierck um die Grafschaft Diez. - Peter von Udenheim wird mainzer Domdekan. - Volprecht von Ders ist mainzer Domscholaster. - Johann von Festenberg und Hermann von Buchenau sind mainzer Domherren.


1441 Wetter: Ein besonders kalter Winter in Koblenz. - Das Dominikanerkloster in Koblenz brennt ab und erhält einen 7 jährigen Ablass durch den Großinquisitor Heinrich Kalteisen. - Der Streit zwischen Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) und den Herren von Wolfskehl um das Landgericht zum Hohlen Galgen wird durch den Verkauf der wolfskehlener Anteile an den Grafen für 1800 Gulden beendet - Der katzenelnbogener Landschreiber kauft einen neuen Zaun um den Tiergarten. (6108) - Gründung der Universität von Bordeaux. - Goldstaubfunde in der Westsahara. - Erstmals schwarze Sklaven in Europa. - Nach dem Tod von Margarethe von Hanau heiratet Gottfried VIII von Eppstein (St) seine zweite Frau Agnes von Runkel-Wied. - Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) tritt der Ganerbengemeinschaft um die Burg Hattstein bei. - Württemberg wird geteilt. Ulrich von Württemberg V (St) erhält die Residenz Stuttgart und sein Bruder Ludwig von Württemberg (St) die Residenz Urach. - Philipp von Nassau (St), wird der Schutz der Stadt Wetzlar von König Friedrich von Habsburg III (St) (26) befohlen. - Landgraf Heinrich III von Hessen-Marburg (St) wird geboren. - Rödelheimer Burgfrieden unter den Ganerben. - Die verschwenderisch lebende Herzogin Elisabeth von Luxemburg-Görlitz (St) (39) beabsichtigt ihre Pfandschaft an der Grafschaft Luxemburg an den trierer Erzbischof Jakob I von Sierck zu verkaufen. - Der Deutsche Orden versucht vergeblich das hochverschuldete Stift Würzburg zu übernehmen. - Während des Reichstages zu Mainz führt Nikolaus von Kues Dispute mit Johannes von Segovia. - Friedrich von Bellersheim und sein Sohn Friedrich von Bellersheim verkaufen Bornheim. - Friedrich von Heppenheft wird Burgmann in Kaub (Gutenfels) für die Pfalzgrafen und erhält, wie sein Vater, die Burg Heppenheft als Lehen. - Der Preussische Bund wird von preussischen Handelsstädten gegründet. - Das Kloster Bleidenstadt besitzt den Bleidenstädter Hof in Mainz. - Der Herr Hermann von Rodenstein und Lißberg nennt sich noch nach Lißberg, obwohl er nicht mehr in dessen Besitz ist und befehdet Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (39) mit Hilfe von Jakob von Sickingen. - Bei seiner Heirat mit Bianca Maria Visconti erhält Francesco Sforza I (St) die Thronfolge im Herzogtum Mailand. - Der Sohn von Anna Schelris von Wasserlos, der mainzer Hofmarschall, Hofmeister und Amtmann in Steinheim Johann von Erlenbach wird Vitztum in Aschaffenburg. - In Köln wird ein Festhaus, der Gürzenich auf dem Grundstück der Patrizier von Gürzenich begonnen. - Am Rathaus Römer in Frankfurt wird eine große Laterne mit 73 venzianischen Glasscheiben aufgehängt. - Gerhard von Schönborn wird Amtmann in der Grafschaft Diez. - Der Schirmvogt Pfalzgraf ? befestigt sein Hauskloster Maulbronn mit Mauern, Türmen und Zinnen. - Der Ehevertrag von Johann von Dehrn (+1481), späterer Vogt von Hadamar und Diez und Margaret von Dorfelden wird unterzeichnet. - In Bamberg wird ein falscher Bettelmönch, mit gefälschten Reliquien und einer Monstranz, verurteilt. - Lukard von Eppstein heiratet Wild- und Rheingraf Friedrich (St). - Die Tochter Katharina, alias Ketter, von Gerlach Grans von Heppenheft erhält als Mitgift den Hof Heppenheft. - Richard von Kleen alias Richard von Cleen ist mainzer Domkantor. -Volprecht von Ders, Reinhard von Sickingen, Friedrich von Lewenstein alias Löwenstein und Pfalzgraf Stephan von Wittelsbach sind mainzer Domherren.

1440 Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) ist bei der Wahl von Friedrich von Habsburg III zum deutschen König in Frankfurt zugegen und Zeuge. Er erhöht die Pfandsumme des von Kraft von Hohenlohe erworbenen Bopparder Königstournosen um 1000 Gulden auf 5000 Gulden und erwirbt vom trierer Erzbischof Jakob I von Sierck eine jährliche Rente von 850 Gulden vom Bopparder Zoll für 17000 Gulden. Der frankfurter Rat bedauert böse Worte gegen den Grafen bei einem Zwischenfall auf der alten Brücke. Mainzer Zwiebelzoll wird bestritten (3968).

Johannes Gutenberg erfindet die beweglichen Lettern für den Buchdruck in Mainz. - Der Innsbrucker Friedrich von Habsburg III (St) (25) wird in Frankfurt zum deutschen König gewählt. - Der bisheribgbe mit Generalvollmachten ausgestattete Reichserbkämmerer Konrad von Weinsberg behält seinen Titel als Erbkämmerer, wird aber nicht mehr aktiv tätig und muss auch auf seinen Lohn, der sich über Jahre angehäuft hat, verzichten. - Frankfurt hat 1300 wehrfähige Männer. - Nikolaus von Kues erfindet einen Hygrometer aus Schafwolle und Tiefenloten mit Auftriebskörper bei Grundberührung. Für ihn ist das Universum unendlich und unbegrenzt und alle Himmelskörper ähneln einander. Da ein unendlicher Raum keinen Mittelpunkt haben kann ist es nicht möglich, dass die Erde in dessen Mittelpunkt steht. Dies steht im krassen Widerspruch zu kirchlichen Lehre. - Bianca Maria Viscontis Tarotkarten finden starkes Interesse in Ferrara. - Klosterneuburger Fridericuskarte. - Der Bau der runkeler Lahnbrücke wird trotz Streitigkeiten mit Reinhard von Westerburg III (St) da die Burg vertragswidrig mit Brückentürmen und einer Zugbrücke ausgestattet wird an der Stelle eines Mühlenwehrs begonnen. - In der Bebenburger Fehde wird die Reichsstadt Weinsberg durch das Trojanische Fass erobert und Teil der Kurpfalz. - Der frankfurter Rat beschliesst, dass alle in Frankfurt und Sachsenhausen lebende Menschen, eben auch Nichtbürger, Bürgerrechte erhalten. - Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (38) verpfändet die Hälfte seiner Hälfte der Pfandschaft Limburg an der Lahn an Frank von Kronberg. - Der würzburger Bischof Johann II von Brunn stirbt unerwartet und der zweitälteste Sohn von Kufürst Friedrich I von Sachsen, Sigismund von Sachsen folgt ihm. - Der trierer Erzbischof Jakob I von Sierck übergibt die Hälfte der Grafschaft Blieskastel dem Ritter Friedrich von Loewenstein. - Das bamberger Stadtarchiv wird durch einen Blitzeinschlag in den Turm mit der Pulverkammer des Rathauses zerstört. - Florenz und Venedig vernichten die Visconti unter Niccolo Piccinino in der Schlacht von Anghiari unter dem florentiner Francesco I Sforza (St). - König Friedrich von Habsburg III (St) (25) bringt seinen neugeborenen Neffen Ladislaus Postumus in vormundschaftlicher Obhut, um ihn dem Einfluss seiner Gegner zu entziehen und die Kontrolle über Niederösterreich zu behalten. - Die 12 jährige Tochter des französischen Königs Karl VII Catherine de Valois wird mit ihrem Großonkel Karl dem Kühnen von Burgund (7) verheiratet. - Herzog Albrecht von Wittelsbach III von Bayern-München (St) lehnt ab König von Böhmen zu werden. - In der mainzer Zweitresidenz Aschaffenburg wird ein Tiergarten, die Parkanlage Schöntal, vom mainzer Erzbischof Dietrich Schenk von Erbach vor den Toren der Stadt angelegt. - Die Heirat von Charles d`Orleans mit der 14jährigen Maria von Kleve, der Tochter Graf Adolfs II von Kleve und Maria von Burgund leitet das Ende des Hundertjährigen Kriegs ein. - Pfalzgraf Christoph von der Pfalz-Neumarkt (St) (60) wird nach dem abgesetzten König Erik VII zum König von Dänemark gewählt. - Der kölner Patrizier Werner Overstolz veröffentlicht die Geschichte seiner Familie, die ihre Herkunft bis auf Trajan fälschte, der im Jahr 98 in Köln zum Kaiser ausgerufen worden war, im Overstolzenbuch. - Eberhard von Eppstein II -Königstein (St) lässt für sich und seine Frau Wappenscheiben in Glasmalerei herstellen. Er gilt als Gründer der Glashütten bei Glashütten im Taunus. - Bei der Hochzeit von Karl dem Kühnen (7) arbeitete Jaques Daret an der Festdekoration mit. - Der wiesbadener Bürger Konrad Bodel ist Verwalter von Kloster Klarenthal. - Aus Speyer vertriebene Zigeuner tauchen um Heidelberg auf. - Die Bacheburg von Hans Madern Großneffe von Anna Schelris wird wegen der daraus verübten Raubzüge zerstört. Der mainzer Erzbischof Dietrich Schenk von Erbach bestraft Hans Madern lediglich mit einem befristeten Hausarrest in der zerstörten Burg. - Der Schüler des Meisters E.S. Israhel van Meckenhem der Jüngere wird geboren. In seiner Werkstadt in Bocholt erschafft er viele seiner 550 Kupferstiche. - Der Serienmörders und ehemaligen Marschalls von Frankreich Gilles de Rais nimmt einen Priester während des Pfingsgottesdienstes gefangen, verschleppt ihn, verliert dadurch seine Unantastbareit, wird gefangen genommen, gesteht und wird mit zwei Helfern gehängt. - Erste als Kupferstich gedruckte Spielkarten werden im Rheinland verkauft. - Der im Dienst des österreichischen Herzog Albrecht von Habsburg VI (St) stehende Arzt Johannes Hartlieb schreibt ein Buch über die Regeln der Liebe am Hofe. - Waldschmiede in Kraftsolms. - Die Weinpreise in Löwen erreichen den Wendepunkt und steigen seit 1425 wieder. - Der pfalzeler Vogt Wirich von Daun, Herr von Falkenstein am Donnersberg, Oberstein und Neuenbaumberg heiratet Margarethe von Leiningen, die Tochter des unterelsässischen Landvogts. - Im Besitz von Wenzel von Cleen und sein Mitganerben Wilhelm von Ingelheim sind der Bilsengarten in Sachsenhausen, der Krautgarten (cappeßgarten) in Oberrad (zum Hohenrade), Anteile an der frankfurter Waage und den Mehlhäusern, der Leyß-Zoll (Lusetzolle) in der alten Messe, ein Hof zu Kriftel, ein Teil der Burg Rödelheim, den Tiergarten, den Baumgarten und den Urbergerhof in Sachsenhausen und die zwei Wassermühlen an der Mainzer Pforte am Main und die an der Mainbrücke. - Die kirchlichen Kalenderdaten mit ihren Festen stimmen nicht mit den astronomischen Erscheinungen, wie der Wintersonnenwende überein, die bereits 12 Tage vorher stattfand. - Wetter: Hochwasser in Nürnberg. - Dietrich von Hatzfeld und Richard Kolling II sind mainzer Domherren.

1439 Gräfin Anna von Katzenelnbogen (St), die Mutter von Junggraf Philipp von Katzenelnbogen des Älteren (St) (37) stirbt und macht ihn rechtlich zum Herrn großer Teile der Obergrafschaft.

Kaiser Albrecht von Habsburg II (St) (42) stirb bei einem Kriegszug gegen die Türken an der Ruhr. - Der trierer Erzbischof Jakob I von Sierck verpfändet die Hälfte seiner Hälfte von Limburg an der Lahn an Dietrich von Runkel IV (St). - Pestepidemie. - Trotz der Bedrohung durch die Türken lehnt die östliche Bevölkerung auf dem Konzil von Florenz den Versuch des byzantiner Kaisers einer Wiedervereinigung der beiden Kirchen als vermeintliche Kapitulation vor Rom ab. - Das strassburger Münster ist der höchste Turm der Welt. - Der Erfinder von Landminen Francesco di Giorgio wird in Siena geboren. - Die sayner Residenzstadt Hachenburg brennt innerhalb 3 Stunden vollständig nieder. Das einzige steinerne Haus ist das Wirtshaus zur Krone. Der Marktplatz wird neu von Graf Gerhard von Sayn II (St) geschaffen. - Große Teile der Stadt Hersfeld brennen ab. - Der letzte an der Ganerbschaft des frankfurter Saalhofs beteiligten Besitzer aus der Familie Knoblauch stirbt. - Gottfried von Eppstein VIII (St) gibt seinem Bruder dem mainzer Domherren und Propst von St. Bartholomäus in Frankfurt die Gülten von Ober- und Niederliederbach. - Die Malerin Mettele, Witwe des Malers Cyelifs von Brabant, kauft in Köln ein Haus. - Der trierer Erzbischof Raban von Helmstatt stirbt. Während seiner Amtszeit hatte er seiner Familie 3 Mannlehen und fünf Burglehen verschafft und 5 Familienmitglieder in das speyerer Domkapitel aufgenommen. Dem neuen trierer Erzbischof Jakob I von Sierck hinterlässt der trierer Erzbischof Raban von Helmstatt ein heruntergewirtschaftetes Kurfürstentum. - Die Region Speyer wird von marodierenden Armagnaken, aus französischen Diensten entlassene Söldner, bedroht. - Die klosterklarenthaler Nonne Margarethe von Nassau (St) wird Äbtissin in Kloster St Ursula in Nürnberg. - Im frankfurter Barfüßerkloster wird gegen die Interessen der Stadt im Kreuzgang und auf dem Hof Handel getrieben. - In Frankfurt werden Neubelastungen von Immobilien und Erbe mit einem nicht ablösbaren Zins verboten. - Durch die Vermählung mit Anna von Breidenbach wird der Montabaurer Wigand von Heringen in die Stubengesellschaft Alten Limpurg aufgenommen. - Pest in Paris mit 45000 Toten in diesem Jahr. - Im katzenelnbogener Wersau wird eine Wehrkirche mit Glockenturm erbaut. - Reinhard von Sickingen gibt sein Amt als Landvogt im Elsass ab. - Johann von Löwenstein unternimmt verschiedene Raubzüge in Hessen. - Jakob Gensfleisch ist Scholaster von St. Viktor vor den Mauern der Stadt Mainz. - Die Grafentochter Anna von Hanau (St) ist Äbtissin von Kloster Patershausen. - Simon Grans von Heppenheft ist koblenzer Offizial, Hofrichter in Koblenz. - Adolf von Nassau II ist mainzer Domherr.

 

1438 Kraft von Hohenlohe verkauft einen Erbtournosen vom Bopparder Zoll für 4000 Gulden wiederverkäuflich an Graf Philipp von Katzenelnbogen (St). Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) und die Graf Engelbert von Nassau I (St) (68) bauen die Badeeinrichtungen in Ems um 200 % aus, in denen spezielle Kräfte zum Scheren und Schröpfen angestellt werden müssen. Heinrich Groschlag verpfändet den Grafen Johann von Katzenelnbogen IV (St) und Philipp von Katzenelnbogen (St) (36) vier Dörfer im Gebiet der Obergrafschaft für 1200 Gulden. Bei der Wahl Albrecht II von Habsburg (41) zum Römischen König assistiert Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) (36) Pfalzgraf Otto von der Pfalz-Mosbach (St) bei der Wahlhandlung. Altarstiftung für Dornberg. Bücher für mehr als 12 fl. werden von Wiegel von Rennerod gekauft und nach Burg Hohenstein gesandt.

Gräfin Margarete von Isenburg (St) , die Schwester von Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) stirbt. Sie ist die Großmutter des späteren mainzer Erzbischofs Diether von Isenburg (St) .

Wetter: Missernte führt zu Teuerung der Nahrungsmitel, die Hungersnöte mit vielen Toten und Seuchen in Deutschland verursacht. Bauern fliehen in die Städte. Der Landadel verarmt- Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) will nach Böhmen reiten und läßt sein Pferd vorbereiten (6245). - Der Rhein ist so stark zugefroren, dass Schenk Ludwig von Erbach zum kranken Jung-Grafen Philipp (6352) zu Fuß über das Eis nach St. Goar läuft. - Die Gräfin von Katzenelnbogen kommt mit 40 Pferden aus Schwaben nach Zwingenberg (6251). - Es werden in Zwingenberg 4200 Schüsseln gekauft. Kacheln für einen Ofen in Biebesheim. Der katzenelnbogener Hof in Heidelberg wird mit Hausrat bestückt (6251). - Jakob und Georg Gensfleisch (Verwandtschaft Gutenbergs) verkaufen  städtische Schuldscheine vom seit 1382 bankrotten Wetzlar, aus den Jahren 1351 und 1356 über 2000 Gulden an Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St), der noch 600 Gulden von seinem Schwager, dem Grafen von Solms, Stadtherr von Wetzlar, dafür aushandelt. (3830) - Lustfeuerwerk in Wien, das nach der Wahl des in Wien geborenen Herzogs Albrecht V von Habsburg zur Residenzstadt des Heiligen Römischen Reiches wird. - In Braubach werden Habichte gefangen. (6121) Die Grafen von Solms führen ihre 3. Fehde gegen die Stadt Wetzlar. (3844) Graf Johann von Katzenelnbogen IV ist bei der Eroberung Wittgensteins und Laasphe dabei. - Graf Amadeus VIII, der Friedfertige, von Savoyen wird als Felix V Gegenpapst. - Der Rat der Stadt Frankfurt feiert alljährlich ein großes Hirschessen vom Fleisch der Tiere aus dem Großen Hirschgraben für die städtischen Beamten das immer üppigere Formen annimmt und zu dem schließlich sogar Prostituierte eingeladen werden. - Der verstorbene trierer Erzbischof Raban von Helmstatt hinterläßt dem neuen trierer Erzbischof Jakob I von Sierck ein heruntergewirtschaftetes Kurfürstentum. - Während des Reichstages zu Nürnberg führt der päpstliche Gesandte Nikolaus von Kues Dispute mit Thomas von Courcelles. - Landgraf Ludwig von Hessen II -Kassel (St) wird geboren. - Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (36) erhält die Lehnshoheit über die Grafschaft Waldeck. - Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) (36) verzichtet auf die wetzlarer Forderungen aus dem Handel mit Jakob Gensfleisch. - Der bürgerliche Nikolaus von Germersheim wird Burgmann auf der Sauerburg. - Birstein fällt aus diez-weilnauer Besitz an Diether von Isenburg I -Büdingen (St). - Johann von Waldeck III -Sooneck verliert den Schultheißentitel von Lorch. - Die uneheliche Tochter Adelheid von Nassau (St) von Graf Johann von Nassau II (St), mit der Haube, geht ins Stift Keppel. - Die Bewohner von Preungesheim erhalten als Lohn beim Bau der neuen Stadtmauer in Frankfurt das frankfurter Burgrecht. - Sophie von der Leyen ist verheiratet mit Gerhard von Schönborn. Der kurtrierer Amtmann in Mengerskirchen Gerhard von Schönborn wird kurtrierer Amtmann in Limburg an der Lahn. - Der westerburger Vogt Gilbrecht von Schönborn wird kurtrierer Amtmann und Vogt in Hammerstein. - Konrad Bayer von Boppard wird lothringischer Statthalter. - Ulrich von Bickenbach ist mainzer Domherr.

1437 Beendigung des seit 1422 andauernden Streites zwischen Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) und den Grafen von Sayn um deren aus der falkenstein-münzenberger Erbschaft stammenden Besitz in der Obergrafschaft durch dessen Verkauf an Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) für 1700 Gulden
Kaiser Sigismund von Luxemburg (St) (69) gestattet dem Grafen Johann von Katzenelnbogen IV (St) den weiteren Ausbau der Burg und die Befestigung des Ortes Rüsselsheim.
Bündnis von Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) mit Graf Johann von Wertheim, Graf Reinhard von Hanau? (St), Graf Philipp von Nassau-Saarbrücken (St) (19), den königsteiner Herrn Eberhard von Eppstein (St), den büdinger Herrn Diether von Isenburg (St), den eppsteiner Herrn Gottfried von Eppstein (St), den münzenberger Herrn Werner von Eppstein (St), Graf Philipp von Rhieneck und Frank von Kronberg jun. und Frank von Kronberg sen. .

Gräfin Anna von Katzenelnbogen (St) liegt in Darmstadt im Kindbett. Eberhard von Katzenelnbogen (St) wird geboren.(6082)

Wetter: Misernten. - Das luxemburgische Haus stirbt mit Kaiser Sigismund von Luxemburg aus. - Der österreichische Herzog, Schwiegersohn und designierter Thronfolger, Albrecht von Habsburg II wird Kaiser. - Burg-Solms geht in den Besitz der Grafen von Solms-Braunfels über. - Johann von Nassau-Wiesbaden-Idstein (St) heiratet Maria von Nassau-Dillenburg (St). - In der sayner Residenzstadt Hachenburg schließen sich die Bäcker zu einer Zunft zusammen. - Der Sponheimer Vertrag tritt in Kraft. Nach dem Tode des letzten Grafen von Sponheim Johann V von Sponheim (St) geht die Hintere Grafschaft an die Markgrafen von Baden und den Grafen von Veldenz. - Der würzburger Bischof Johann von Brunn muss in der Wertheimer Fehde hinnehmen, dass die würzburger Burg Schweinberg von den Wertheimern und ihrem zahlreichen Verbündeten eingenommen und geschleift wird. - Darmstadt erhält das Sanctus-Glöckchen. - Erneute Teilung der Kauzenburg unter dem Heidelberger Pfalzgrafen Ludwig IV (St), Friedrich von Veldenz III (St) und dem Markgrafen von Baden (St). - Nikolaus von Kues unternimmt mit seinem Lehrer Kardinal Giuliano Cesarini eine erfolgreiche Reise nach Konstantinopel. - Der spätere würzburger Bischof Sigismund von Sachsen beginnt eine Liebesbeziehung zu einer Klosterjungfrau, wird Geistlicher und danach von seinem Bruder Kurfürst Friedrich von Sachsen gegen seinen Willen nach Freyburg gebracht. - Kloster Dorlar wird aufgegeben. - Der auf der Starkenburg verstorbene Graf Johann von Sponheim V (St) wird nicht im Familienkloster Himmerod sonder in der Pfarrkirtche von Trarbach in einem aufwändigen Grabmal aus getriebenem Messing bestattet. Da sein Barvermögen nicht auffindbar ist wird Abt Gobelin von Kloster Sponheim auf Burg Winterburg inhaftiert und zur Vorlage der Rechnungsbücher gezwungen, die hohe Zahlungen an Schwindler und Alchemisten offenlegen. - Freiherr Kaspar Schlick wird für seine diplomatischen Dienste von Kaiser Sigismund zum Grafen ernannt. - Auf der sponheimer Grevenburg befinden sich 20 Handbüchsen 2 Kammerbüchsen, 2 Schermbüchsen und 2 Tonnen Pulver. - Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (35) erhält die Lehnshoheit über die Grafschaft Ziegenhain. - Auf Burg Kastellaun wohnen 45 Personen und in der Stadt 207 Bürger. - Auf den sponheimer Burgen Grevenburg, Starkenburg, Birkenfeld, Frauenberg, Allenbach, Dill, Kastellaun und Winterburg befinden sich 154 Handbüchsen,14 Kammerbüchsen, 13 Schirmbüchsen, 23 Büchsen auf Böcken, 65 Armbrüste und 22000 Pfeile. - Der Burgort Kronberg brennt und die kronberger Johanniskirche wird von Frank von Kronberg sofort wieder aufgebaut. - Graf Johann von Nassau III - Idstein (St) heiratet Maria von Nassau-Dillenburg (St) und verlebt mit ihr glückliche Jahre auf Burg Adolfseck. - Burg Laasphe ist im Pfandbesitz von Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St). Die erste Abtissin von Kloster Marienberg, Isengard von Greiffenclau, führt die Reform des Abtes Johannes Rode ein und schließt das Kloster damit der Bursfelder Vereinigung an. - Der Bergmann Johann Schüren erhält von Adolf von Berg II das Kohleprivileg. - Graf Gerhard von Sayn II (St), ist mit 20 Jahren schon Domherr in Köln und Propst im Marienstift in Aachen. - Landesteilung zwischen Graf Dietrich von Sayn I (St) und seinem Bruder Graf Gerhard von Sayn II (St). - Der flämische Maler Rogier van der Weyden wird Stadtmaler von Brüssel. - Der Buß- und Kreuzzugsprediger Johannes Capistranus bittet den Papst die kirchlichen Anhänger der Venezianerin Mina, die prohezeite einen Papst und ein Mädchen, das den Glauben der Frauen verteidigen werde zu gebären und den Schlüssel zum Himmelreichen zu besitzen mit aller Härte zu bestrafen. - Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) ist Vorsitzender des Wetterauer Grafenverein. - Der Rat der Stadt Frankfurt verpflichtet den Berufsstand der Bartscherer Kranke, die Symptome von Pest oder Lepra zeigen, heimlich anzuzeigen. - Die Witwe (seit 1429) Gräfin Elisabeth von Nassau-Saarbrücken (Elisabeth von Lothringen) (St) von Graf Philipp von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St) übersetzt die vier französische Romane Der Weiße Ritter - Herpin, Loher und Malle, Sibille und Huge Scheppel ins Deutsche und besucht mit dem metzer Bischof Konrad Bayer von Boppard und dem Abt von Gorze ein Passionsspiel in Metz. - Die Herren von Mudersbach kommen in den Besitz des Junkernschloss in Driedorf. - Die koblenzer Kaufmannsfamilie Sale, die in Haus Zum Hirschhorn in der klobenzer Rosengasse wohnt, schenkt alle ihre Habe dem Kloster Bärbach. - Die Witwe des nassauer Amtmannes in Diez Walter von Reifenberg heiratet Johann von Mudersbach. - Der mainzer Patrizier Johannes Gutenberg wird von seiner langjährigen Lebensgefährtin Ennelin zu der Iserin Tür vor dem erzbischöflichen Gericht in Straßburg wegen eines nicht eingehaltenen Eheversprechens verklagt. Der Zeuge Schumacher Claus Schott verklagt Johannes Gutenberg erfolgreich wegen übelster Beleidigung. - Auf den Pfandbesitz von Henne von Fauerbach, die hessische Pfandburg Hermannstein wird ein Brandanschlag verübt und Graf Bernhard von Solms-Braunfels (St) als Anstifter beschuldigt. - Die mit dem österreichischen Herzog Albrecht von Habsburg II (St) (40), dem designierten Thronfolger verheiratete Tochter Elisabeth von Luxemburg (St) (26) der deutschen Kaiserin Barbara von Cilli (St) (43) unterbindet die plötzliche rege politische Aktivität ihrer Mutter, die die böhmische Verwaltung selbst behalten will und eine Ehe ihrer anderen Tochter mit dem polnischen Thronfolger anstrebt. - Der mainzer Patrizier Johann Jude zum Stein erhält die wild- und rheingräflichen Lehen von Arnold vom Jungen in Gonsenheim. - Der mainzer Bürger Peter von Sorgenloch, genannt Gensgfleisch kündigt sein erzbischöflich-mainzer Mannlehen für das mainzer Haus Zum Merenberg in der Betzelsgasse auf. - Philipp von Bickenbach und Harmann von Biedenfeld sind mainzer Domherren.

1436 Die Stadt Mainz räumt den Grafen von Katzenelnbogen einen Hof in der Stadt ein, in dem sie jährlich 1500 ML. Frucht und 1500 Fuder Wein steuerfrei lagern und verkaufen können.
Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) erweitert seinen Pfandbesitz an Schloss Schaumburg und den zugehörigen Dörfern und Gerichten, worüber er mit Reinhard von Westerburg III (St) in jahrelange schwere Auseinandersetzungen gerät. Johann von Milwalt beginnt eine Fehde mit Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St).
Bündnisse zwischen Katzenelnbogen, Nassau und Eppstein. Altarstiftung für Reichenberg.

Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (34) erwirbt von Kurtrier ein Drittel der Pfandschaft Limburg und eröffnet sich den Zugang an die untere Lahn. - Judenbad in Lich. - Wetter: Die Allerheiligenflut in der Deutschen Bucht richtet großen Schaden an. - Frankfurt leiht Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) 6 Reisige mit Harnisch und Armbrüsten bewaffnete Reiter (3769). - Mainz verbietet die Turnierteilnahme für unerfahrene Turnierbewerber. - Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) bezahlt Reiter, die die Weingärten vor dem Martinstein abhauen. (6104.2) Grosse Ausfälle in der Weinlese durch missewas in St. Goarshausen und Patersberg (6082.9) - In Anwesenheit der gräflichen Musikkapelle schläft ein Graf Daniels von Mudersbach Tochter bei. Eine regelrechte Hochzeit - Philipp? - Dem französischen König Karl VII (34) gelingt die Rückeroberung von Paris von den Engländern. - Die falsche Johanna von Orleans alias Jeanne des Armoises wird vom französischen König Karl VII (34) empfangen. - Giosafat Barbaro bereist Südrussland und Kaukasien. - Graf Georg von Sayn I -Wittgenstein (St) schließt eine Erbvereinigung mit Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (34). - Nach einem letzten vergeblichen Schiedsgerich in St. Goar zieht der unter Reichsacht stehende Ulrich von Manderscheid zu Papst Eugen IV nach Rom, stirbt aber schon vor Zürich auf seiner Reise, wodurch die Manderscheider Fehde endet und Raban von Helmstatt Erzbischof von Kurtrier wird. - Die Messe von Antwerpen ist noch wesentlich eindrucksvoller als die Frankfurts. Frankfurt hat 4000 Bürger bei 20000 Einwohner. - Der mainzer Erzbischof Dietrich Schenk von Erbach zieht einen zweiten Mauerring mit Zwinger zur Angriffsseite um Burg Lahneck. - In Darmstadt wird der erste Glockenturm eingeweiht. - Nikolaus von Kues entwirft während seines Aufenthaltes in Koblenz die Kalenderreform für das Konzil von Basel. - Kurfürst Pfalzgraf Ludwig III von der Pfalz (St) stirbt 58-jährig. Der älteste lebende Sohn Ludwig IV (St) (12) wird Kurfürst. Der Onkel Pfalzgraf Otto von Wittelsbach von der Pfalz I -Mosbach (St) (46) übernimmt die Vormundschaft. - Simon von Heppenheft alias Grans von Rheinberg, Scholasiker des koblenzer St Kastorstifts wird koblenzer Hofrichter. - Ein Schiedsgericht in St. Goar entscheidet, dass Rhaban von Heimstatt der rechtmäßige Erzbischof von Trier ist, dem Ulrich von Manderscheid alle besetzten Burgen und Städte zu übergeben habe. - Graf Johann von Sponheim V (St) lässt den Glaser Konrad von Bern gefangen nehmen und lässt ihm erst nach Preisgabe seiner Geheimnisse des Glaswerks und der Farben wieder frei. - Johann von Milwald genannt von Lorsch droht Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) mit einem Guerillakrieg, weil dieser seinen Knaben gefangen genommen hat. - Das Gasthaus Zur Krone wird in Nassau erwähnt. - Johann von Waldeck III -Sooneck wird Schultheiß von Lorch. - Der gelnhausener Burgmann Friedrich von Fechenbach überfällt Orte der Abtei Seligenstadt. Abt Kuno II kann einige Räuber gefangennehmen und läßt sie hinrichten. Die anderen müssen den Schaden bezahlen. - Die verschwenderisch lebende Elisabeth von Luxemburg -Görlitz (St) beherbergt die falsche Jeanne d`Arc, alias Jeanne des Armoises, eine burgundische Gefangene auf ihrer Burg Arlon. Der luxemburger Seneschall Graf Ruprecht von Virneburg IV (St) geleitet sie an der Spitze seines Söldnerheeres nach Köln. Sohn Ruprecht von Virneburg V verliebt sich in sie. Sie trägt Männerkleidung und trinkt mit den Söldnern in den kölner Gaststätten. Der Inquisitor Kalteisen klagt sie wegen Zauberei,Tragens von Männerkleidung und Unterstützung des gebannten Ulrich von Manderscheid, der Erzbischof werden will, an. Sie flieht zurück auf Burg Arlon. - Herzog Rene von Lothringen wird aus der Gefangenschaft freigelassen. - Der trierer Rat und Amtmann in Cochem Johann von der Leyen ist mit Kunigunde von der Leyen verheiratet. - In Schwäbisch Hall verfasst der durch Intrigen entlassene Stadtschreiber Conrad Heyden den Klagspiegel, ein in Zivilrecht und Zivilrechtsordnung und Strafrecht und Strafprozessordnung geteiltes Rechtsbuch für unstudierte Richter in leicht verständlicher deutscher Sprache. - Burg Sterrenberg ist baufällig. - Turnier in Schaffhausen. Pfalzgraf Ruprecht von Wittelsbach und Johann Nix von Hoheneck genannt Enzberger ist mainzer Domherr.

1435 Der gräflich katzenelnbogener Kellner Klaus Kleinfisch zu Rüsselsheim verbucht den Kauf von Setzreben. Die gräflich-katzenelnbogener Weingärten im Bereich der rüsselsheimer Verwaltung erzeugten vor dem Ausbau der Weingärten etwa 3000 l Wein/Jahr.

Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St) (33) fordert von Graf Georg von Sayn (St) Wittgenstein und Laasphe einzunehmen. Graf Georg von Sayn erwidert, er sei verhindert. Konrad von Frankenstein verkauft Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) Groß-Zimmern.

Wetter: Der Bodensee ist komplett zugefroren. - Die Magd eines Baders Agnes Bernauer (St) wird nach ihrer Vermählung mit dem bayerischen Thronfolger Albrecht von Wittelsbach von Bayern III -München nach einem von ihrem Schwiegervater initiierten Hexenprozess bei Straubing in der Donau ertränkt. - Junggraf Philipp von Katzenelnbogen (St) ist krank, ein Trank aus zucker, ingwer und canele wird gemischt, als ihm des mals gar weh wart (6081). - Leone Battista Alberti erfindet ein perspektivisches Zeichnungs-Verkleinerungsgerät und beginnt projektive Geometrie. - Isabeau von Wittelsbach von Bayern (St) französische Königinmutter und Tochter von Philipp des Älteren von Katzenelnbogens (St) Cousine 1. Grades stirbt 64-jährig in Paris. Mode: Isabeau von Wittelsbach von Bayern (St) soll den Hennin als Kopfschmuck eingeführt haben. - Im Vertrag von Arras beendet Herzog Philipp von Burgund III, der Gute den Bürgerkrieg mit Frankreich, mit England hingegen gibt es keine Verständigung und lässt sich die völlige Unabhängigkeit Burgunds vom französischen König Karl VII (33) garantieren. - Erster Einsatz der Heintzenkunst (Wasserpumpen) im Harz im Bergwerk Rammelsberg. - Der kölner Erzbischof Dietrich von Moers versucht eine zusätzliche Kopfsteuer mit Gewalt zu erheben und stärkt damit die Stände. - Der arnstädter Herr, Heinrich IX von Schwarzburg verkauft eine Hälfte der Pfandschaft Gelnhausen an Reinhard von Hanau II (St) und Kurfürst Pfalzgraf Ludwig von Wittelsbach III von der Pfalz (St) (57) - In Straßburg ist Fleisch kranker Tiere dem Spital zu überweisen. - Nach jahrelangen Unruhen wegen der Mitherrschaft Juncker Franks von Kronberg tritt dieser seine Pfandschaft an Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (33) ab. - Graf Philipp von Katzenelnbogen-Diez (St) stiftet der katzenelnbogener Kirche in St. Goar eine Orgel (5098). - Während des Muntäterkrieges kämpfen bamberger Bürger vergeblich um ihre Rechte und eine Stadtmauer gegen den Klerus. - Der Erztruchseß des HRR, Herzog von Bayern und Pfalzgraf bei Rhein Ludwig von Wittelsbach III von der Pfalz (St) (57) holt sich mit Gewalt die sponheimer Erbschaft von Graf Johann V von Sponheim (St), verheiratet mit Walpurga von Leiningen, baut vor Kreuznach befestigte Häuser und verschafft sich die königlichen Regalien wie Münze und Jagdrechte. - Graf Engelbert von Nassau I (St) ist in der burgunder Delegation im schmachvollen Frieden, den der französische König Karl VII (33) in Arras mit Herzog Philipp von Burgund III, der Gute eingehen muss. - Die Stadt Gelnhausen wird von Heinrich von Schwarzburg an Kurfürst Pfalzgraf bei Rhein Ludwig von Wittelsbach III von der Pfalz (St) (57) und Graf Reinhard von Hanau II (St). - Der nürnberger Burggrafensohn Johann von Zollern-Nürnberg-Brandenburg, der Alchimist (29) tritt mit seinem jüngeren Bruder Albrecht von Zollern, alias Albrecht Achilles (21) (St) eine Palästinafahrt nach Jerusalem an. - Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) (33) führt Kleinkrieg mit Graf Dietrich von Sayn (St). - Der kiedricher Altarist Henne Battenberg (61) legt ein Hausbuch an. - Frank von Kronberg, der Junge kauft die Burg Alzenau von den Fischborns. - In Frankfurt führt Apotheker Conrad seine Kopf-Apotheke am Alten Markt. - Herzog Rene von Lothringen muss zurück in die Gefangenschaft. - Der trierer Chorbischof Werner von der Leyen stirbt. - Der Gattinnenmörder Graf Friedrich von Cilli II wird in den Reichsfürstenstand erhoben. - Heinrich von Neuhaus, der Bruder des frankfurter Patriziers und Tuchgroßhändlers Jakob von Neuhaus wird Kanoniker in St. Bartholomäus. - Die Stadt Mainz wird gezwungen die Steuerfreiheit und den freien Weinausschank der mainzer Kleriker anzuerkennen. - Der Sohn von Gerlach Grans von Heppenheft-Rheinberg Simon von Heppenheft-Rheinberg wird wie sein Vater Burggraf von Burg Gutenfels und erhält das Lehen Burg Heppenheft. - Heinrich von Schönburg II ist mainzer Domkantor. - Johann Krieg von Geispitzheim, Dietrich von Hagen alias Tillmann von Hagen und Friedrich Wolf von Sponheim sind mainzer Domherren.

1434 Das Pilgerschiff erleidet bei der Rückfahrt Schiffbruch. Glückliche Rückkehr im Mai auf Burg Rheinfels.

Der deutsche Kaiser Sigismund von Luxemburg (St) (66) hält eine Besprechung in Breda wegen der entrissenen Herrschaften Holland und Brabant. Graf Engelbert von Nassau I (St) ist in der burgunder Delegation. - Die Bockenheimer Warte in Frankfurt wird gebaut. - Ein Anschlag durch Dietrich von Hattstein auf seine verlorene Burg Hattstein mit Verrat der kronberger und reifenberger Verwandschaft mislingt. - Hussitenkriege werden durch die Schlacht von Lipan beendet. - Gründung der Universität Catania. - Der in portugiesischen Diensten stehende Gil Eanes passiert in einem epochalen Vorstoss das als Ende der Welt geltende und unpassierbare Kap Bojador. - Thomas von Kempen verfasst die Nachfolge Christi, eine Anweisung wie die Bibel zu interpretieren ist. - Der mainzer Erzbischof Konrad von Daun (St) exkommuniziert die Stadt Mainz, da die Stadt im Streit um Steuern für Priester alle Priester aus der Stadt vertreibt. - Friedrich Schenk von Erbach, der Sohn Eberhards X, des Frommen und Marie von Bickenbach, wird bis 1459 Erzbischof von Mainz. - Graf Amadeus VIII von Savoyen, übergibt die Amtsgeschäfte an seinen Sohn und zieht sich mit sechs Rittern in ein Kloster und gründet den Moritzorden. Nach 5 Jahren wird er Gegenpapst. - Durch den Miserfolg der Albizzi in Florenz kehrt Cosimos de’ Medici von Venedig nach Florenz zurück. - Orkan in Frankfurt, bei dem der Brückenhahn abbricht. - Im Haus Limpurg in Frankfurt am Römer wird Tuch im Wert von 32000 Gulden beschlagnahmt. - Konrad von Weinsberg erhält alle Privilegien über Königstein bis 1488. - Während eines Orkans lockert sich ein großer Stein in der Spitze des kölner Glockenturms, fällt herunter, durchschlägt das Gewölbe. - Das Weißenseer Reinheitsgebot schreibt zum Brauen von Bier Hopfen, Malz und Wasser vor. - Mit dem florentiner Baumeister Filippo Brunelleschi, der die Gesetze der linearen Zentralperspektive entdeckt, endet die Gotik und beginnt die Renaissance in Italien. - Der deutsche Kaiser Sigismund von Luxemburg (St) (66) stellt Ulrich von Manderscheid unter die Reichsacht. - Pfalzgraf Stefan bei Rhein (St) erwirbt Nanstein von Graf Johann von Sponheim V (St). - Kurfürst Pfalzgraf Ludwig III von der Pfalz (St) (56) vereinbart mit der Stadt Speyer einen Schutz- und Schirmvertrag auf 10 Jahre. - Das Stadtbuch von Weißensee beinhaltet die Statuta thaberna über das Benehmen in Wirtshäusern und das Bierbrauen. - Orkan in Frankfurt. - Hartmann Ulner von Dieburg fordert am Grab von Graf Eberhard in Kloster Eberbach 300 Gulden von Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St). - Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) ist auf dem großen Turnier in Nürnberg und verspricht im nächsten Jahr ein großes Turnier in Heidelberg abzuhalten. - Philipp von Isenburg (St) ist Herr auf Burg Grenzau. - Johann von Milwald genannt von Lorsch beschwert sich bei Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) über ungerechtfertigte Anschuldigungen. - Hans von Wolfskehl kann sich vor dem Zugriff von Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) auf sein Land nicht schützen. - Der Dominikaner Johannes Nider nimmt in Regensburg an der peinlichen Befragung (Folter) einer der Ketzerei beschuldigten Frau teil. Der Inquisitor Heinrich Kalteisen ist Informant. - Mit der Schlacht bei Lipan werden die Hussitenkriege beendet. Der spätere böhmische König Georg von Podiebrad nimmt als 14-jähriger teil. - In Alt-Weilnau wird die Schmiede Egertshammer vergeben. - Im nassauer-dillenburger Eisemroth wird eine wasserbetriebene Eisenerzhütte betrieben. - In Frankfurt wird in der St. Leonhardkirche ein neuer Chor angebaut, der von den frankfurter Patriziern, der Familie von Holzhausen, aber auch von Diether von Isenburg I - Büdingen (St) und den Grafen von Nassau finanziert wird. - Gerhard von Manderscheid stirbt bei einem Sturm in St. Gereon in Köln durch einstürzende Glasscheiben. - Der mainzer Patrizier Johannes Gutenberg lässt in Straßburg erfolgreich den mainzer Stadtschreiber Nicolaus von Werstad wegen seiner Forderung von 310 Gulden an Mainz verhaften. - Der Bruder des Serienmörders und ehemaligen Marschalls von Frankreich Gilles de Rais erobert dessen Folter-Schloss Champtoce. und sichert Beweise. Familienzwänge und Zuständigkeitsprobleme zwingen die Beteiligten bis 1440 zum Stillschweigen. - Der frankfurter Patrizier Johann von Glauburg ist Vormund des Gotteshauses der Beginen in Gelnhausen. - Der spätere Gegenpapst Herzog von Savoyen Amadeus VIII stiftet den Ritterorden der hl. Mauritius und Lazarus. - Der mainzer Patrizier Ort zum Jungen wird Bürger der Reichsstadt Frankfurt und Mitglied der Stubengesellschaft Alten Limpurg durch seine Ehefrau Anna von Ahausen, genannt zum Maulbaum, einer Tochter der frankfurter Patriziertochter Kuntzel Brun zu Brunfels, ebenfalls Mitglied der Stubengesellschaft Alten Limpurg und dem mainzer Schultheiß Peter zum Maulbaum, mit dem Stammhaus in der mainzer Birnbaumgasse, der durch seine Ehefrau Mitglied geworden ist. - Der mainzer Erzbischof Dietrich Schenk von Erbach überlässt seine Residenz in Mainz, das Haus zum Tiergarten lebenslang seinem Bruder Diether von Erbach als Wohnung. - Beim Verkauf des Teil von Johann von der Leyen an Burg Hohlenfels werden die Herren von Mudersbach und die Bröser von Rüdesheim als Mitbesitzer aufgeführt. - Wetter: Hochwasser in Nürnberg. - Schenk Diether von Erbach und Johann Mönch von Rosenberg sind mainzer Domherren.

1433 Die Herren von Rodenstein verkaufen an Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) (31) ein Viertel ihres Schlosses Rodenstein und ihren Anteil an 6 zugehörigen Dörfern und anderen Gütern für 1000 Gulden.
Vertrag von Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) mit der Stadt Oppenheim über die Instandhaltung des Rheindeiches von Poppenheim (nw Erfelden) bis Nierstein.
Graf Philipp der Älter von Katzenelnbogen (St) begibt sich mit 10 Gefährten auf eine Palästinafahrt nach Jerusalem und wird auf dem Sinai zum Ritter geschlagen. Die Reise verläuft zu Pferd über Innsbruck, bis Venedig, mit einem Pilgerschiff nach Kreta, Alexandria, mit einer Karawane über den Sinai in die heilige Stadt Jerusalem. Der Hofpoet des mainzer Erzbischof Konrad von Daun (St) begleitet ihn und dichtet seine Reisebeschreibung Hodoeporicon.

Wetter: Auf dem Rhein herrscht schwerer Eisgang. Hochwasser in Nürnberg. - Die deutsche Königin Barbara von Cilli (St) (43) begleitet ihren Mann König Sigismund von Luxemburg (St) (65) in einer kurzen Friedenszeit nach Rom, wo er zum Kaiser gekrönt wird. - Der deutsche König Sigismund von Luxemburg (St) (65) beginnt einen Krieg gegen Herzog Philipp von Burgund III, der Gute und setzt ihn in die Reichsacht. - Nikolaus von Kues (Ort an der Mosel) fordert eine Reichsreform in der nicht mehr der Papst sondern das Baseler Konzil oberste religiöse Instanz sein soll. Dazu weisst er nach, dass die berühmte konstantinische Schenkungsurkunde, die eigentlich den Anspruch der römischen Kirche auf Ländereien und die Weisungsbefugnis über alle anderen Ortskirchen begründet und dem Papst den Rang eines Kaisers verleiht, eine Fälschung ist, da in der Urkunde Byzanz schon als Konstantinopel genannt wird und bringt das kirchliche Weltbild ins Wanken. - Dammbruch in den Rieddörfern zwischen Poppenheim bis Nierstein führt zu großflächigen Überschwemmungen (3620). - Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) wird Wein nach Wiesbaden gebracht (6239). - Bei innenpolitischen Streitereien des Kirchenstaates gelingt es Papst Eugen IV als Mönch verkleidet aus der Engelsburg in Rom zu fliehen und verlegt den päpstlichen Hof für 10 Jahre nach Florenz. - Die erste philosophische Akademie, die Academia Pontiniana, wird von Antonio Beccadelli gegründet. - Die Brüder Gottfried von Eppstein VII -Münzenberg (St) und Eberhard von Eppstein II -Königstein (St) teilen das väterliche Erbe in der Eppsteinischen Bruderteilung untereinander auf. - Dietrich Schenk von Erbach wird Erzbischof von Mainz. - Nach dem Zwillingssturz von Gottord interniert Jakob von Baden I (St) (26) seine fehltrittige Schwester Agnes von Baden (St) (25) bis zu ihrem Lebensende auf Burg Eberstein und bringt sich durch den Tod der Zwillinge, die Tochter stirbt kurz nach der Geburt als Nonne und der Sohn ertrinkt beim Spiel mit dem Hofnarren, um das Herzogtum Holstein. - 2. Würzburger Fehde bis 1436. - Rückschlag für die Medici beim Kampf mit den Albizzi um die Vorherrschaft in Florenz und Cosimos de’ Medici Inhaftierung und Verbannung nach Venedig. - Kelsterbach fällt an Isenburg, das königliche Jagdrecht bleibt bestehen. - In der Schlacht bei Hiltersried gewinnt Pfalzgraf Johann (St) gegen die Hussiten. - In der Nacht zum Dreikönigstag versucht Ulrich von Manderscheid vergeblich die Stadt Trier einzunehmen. Auch eine Belagerung bleibt erfolglos. - Herzog Philipp von Burgund III, der Gute entreißt Jakobäa von Bayern (St) Brabant und Holland. - Hermann Boos von Waldeck besitzt ein Haus in Darmstadt. - Ein Deich von Poppenheim bis Nierstein ist fertiggestellt. - Die Grafen Gonzaga werden zu Markgrafen erhoben. - Graf Ruprecht von Virneburg IV (St) verheiratet mit Agnes von Solms-Braunfels (St) wird als erster deutscher Graf Mitglied des Ordens zum Goldenen Vlies. - Agnes von Langenau verpfändet ihren Anteil an Burg Hohlenfels an ihren Schwiegersohn, den erzbischöflichen Hofmeister Johann von Eltz VII. - Die Grafschaft Eppstein wird unter den Brüdern Gottfried von Eppstein VII (St) und Eberhard von Eppstein II (St) aufgeteilt. Die Stadt Eppstein fällt an die ältere Linie von Gottfried von Eppstein VII (St). - Der Maler Hans Memling wird in Seligenstadt geboren. - In Basel wird eine Frau in einem Hexenprozess wegen Wolfsverwandlung und Wolfreiten angeklagt. Der mainzer Erzbischof Konrad von Daun (St) schickt den koblenzer Dominikanermönch Heinrich Kalteisen zum Konzil von Basel. - Papierfabrikation beginnt in Basel

1432 Wetter: Hochwasser in Köln, bei dem der Hochaltar von Kloster Sion überflutet wird. Hochwasser in Nürnberg. - Mainz wird mit einer Landwehr befestigt. - Junker Philipp von Katzenelnbogen (St) (30) kehrt häufig in St Goar im Gasthaus Zum Roten Löwen, Zum Rade und Zum Helme ein. Er läßt den Jungfern und Mägden seidene Haarbänder kaufen. - Burg Hattstein wird durch Frankfurt von Adam von Allendorf, Johann von Boos d. Ältere von Waldeck und Wilhelm von Staffel dem Älteren erobert und erlebt danach wider Erwarten einen wirtschaftlichen Aufschwung. - Die katzenelnbogener Hörige Gudel Schuetdenhelm soll sich schwer gegen ihren Mann vergangen haben und wird gegen den Willen von Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) vom Bürgermeister und vom Rat der Stadt Frankfurt zu lebenslänglichem Gefängnis verurteilt (3593).- In Würzburg wird über den Bau eines Stadturms mit einer Uhr beraten. - Eisfischen im Januar in Wellmich am Rhein. Überfahrt für Junker Philipp von Katzenelnbogen (St) (30) von Burg Reichenberg nach Rheinfels wegen Treibeises nicht möglich. - Gründung der Universität Caen. - Goncalo Velho Cabral entdeckt die Azoren. - Jan von Eyck vollendet den Genter Altar, auf dem seit der Antike Nacktheit wieder natürlich dargestellt wird. Taccola konstruiert für den ungarischen König Sigismund von Luxemburg Kriegsmittel in Siena. - Braunschweig erhält seine städtische Unabhängigkeit. - Graf Johann von Nassau-Vianden (St), Gottfried von Eppstein VII (St), Graf Eberhard von Eppstein (St), Graf Friedrich von Leiningen und Reinhard von Westerburg und Schauenburg (St) befehden Graf Philipp von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St) und Johann von Nassau-Saarbrücken (St). - Der würzburger Bischof Johann von Brunn II wird von Verbänden des Domkapitels und der Stadt Würzburg aus der Stadt vertrieben, behält aber sein Amt und zieht sich auf seine Burg Zabelstein zurück. - Weimarer Fleischhauersatzung sorgt für hygienischeren Umgang mit Fleisch- und Wurstwaren. - Ritter Hermann von Riedesel, der Goldene Ritter, wird Erbmarschall von Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (30). - Graf Philipp von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St) erlaubt Kloster Dorlar in eine Propstei umzuwandeln. - Die Gefangennahme sponheimer Bedienstete führt zu Kriegshandlungen mit der Stadt Trier. Der ebenfalls von der Stadt Trier bekriegte trierer Erzbischof Ulrich von Manderscheid verbündet sich mit Graf Johann von Sponheim V (St) und zwingt die Stadt Trier zu Sühnezahlungen. - Kronberger Knechte überfallen den frankfurter Münzmeister Stephan Scherff. - Die 16-jährige Gräfin Elisabeth von Hanau (St) heiratet den 10-jährigen Wild- und Rheingrafen Johann von Daun IV -Kyrburg und späteren Landvogt im Elsass. - Die Herren von Montfort verlieren ihre Burg Montfort. - Abt Gobelin von Kloster Sponheim ist Beichtvater von Graf Johann von Sponheim V (St). - Der Weltpriester Philipp Koch von Hadamar taucht auf. - Hans von Wolfskehl will sich nicht damit abfinden, dass Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) ihm seine Burg Dornberg durch Meineide abgenommen hat und fordert von ihm Genugtuung, die dieser einfach ablehnt. - Frank von Kronberg ist Amtmann von Anna von Solms (St), Frau von Jülich, Heinsberg und Löwenberg. - Graf Johann von Sponheim V (St) lässt den disibodener Zisterziensermönch Gobelin von Kreuznach zum Abt von Kloster Sponheim wählen um angeblich die Moral des Klosters wiederherzustellen aber möchte sich dessen Wissen von Alchemie und Medizin zunutze machen. Der Abt lebt mit Dienerschaft und Laboratorium in Trarbach und versucht dort Gold zu machen und den Stein der Weisen zu finden. - Großer Messestreit der Stadt Frankfurt mit der Stadt Nürnberg beginnt. - In Dausenau wird der Bau des Rathauses begonnen. - Die Stadt Frankfurt sucht den mainzer Erzbischof Konrad von Daun III (St) als Unterstützer zu einer Teilung der frankfurter Pfarrei Bartholomäusstift. - Erbteilung in der Familie der Ritter von Kronberg. - Der metzer Bischof Konrad Bayere von Boppard wird nach Zahlung von Lösegeld von Anton von Vaudemont freigelassen. - Makarius von Buseck, Friedrich von Wertheim und Johann von Eppstein sind mainzer Domherren.

1431 Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) warnt die Brüder Heinrich, Philipp und Konrad von Hattstein seine Hörigen in Wambach und Hettenhain zu schädigen.

Wetter: Der Bodensee ist komplett zugefroren. Zum Jahresende beginnt die kleine Eiszeit, in der in Deutschland alle Flüsse zufrieren. - Jeanne d`Arc stirbt in Lothringen und bringt die Wende im 100 jährigen Krieg zwischen Frankreich und England zugünsten Frankreichs. Sie wird u.a. des Drogenmisbrauchs durch Alraunewurzeln bezichtigt. Der zu hohe und unzugängliche Scheiterhaufen auf dem Alten Marktplatz in Rouen der von 800 Soldaten bewacht wird, bringt Johanna einen unglaublich brutalen und schmerzhaften Tod - Gräfin Anna von Katzenelnbogen, ehem. Gräfin von Württemberg, lässt sich Erdbeeren, Kirschen und Himbeeren bringen. (6089) - Papst Martin V stirbt und Papst Eugen IV beginnt den Kampf gegen die Konzile. - Gründung der Universität Poitiers. - Bauerntumulte in der Gegend von Worms. - Auf Burg Auerbach wird der erste Weinkelter erwähnt. - Katzenelnbogen steht in der Reichssteuerliste auf Platz 2, nach Württemberg. - Wetter: Jahrhunderthochwasser der Lahn verursacht Schäden in Dehrn. - Assmannshäuser Bergleute suchen im Silberberg nach Bleiglanz. - Die Brüder Albrecht IV und Hans von Ravensberg fallen in Lothringen und da der dritte Bruder Martin Domhherr zu Speyer ist, erhält dieser als letzter männlicher Sproß des Geschlechts 1433 durch Papst Eugen IV nur unter ansehnlichen Kosten Befreiung vom geistlichen Amt. - Der Ritter Ulrich von Hutten nutzt einen lächerlichen Vorwand um der Stadt Frankfurt einen Fehdebrief zu schicken, weil ihm ein frankfurter Pferdehändler drohte. - Der würzburger Bischofs Johann von Brunn II wird von der Familie von Hirschhorn wegen Schulden bei Elsendorf gefangen genommen und von Hans von Hirschhorn auf der egloffsteinschen Burg Reicheneck bei Hersbruck gefangen gehalten. - Markgraf Jakob von Baden (St) übernimmt die Regierung seines verstorbenen Vaters Markgraf Bernhard von Baden I (St) und Anna von Oettingen. - Der deutsche König Sigismund von Luxemburg (St) (63) verleiht Pfalzgraf Stefan von Pfalz-Simmern (St) (46) das Münzrecht in Wachenheim. - Gerlach Grans von Rheinberg verkauft seine Rechte in Niederwallmenach an Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St). - Die Heilige Francesca von Rom hat Visionen in denen fliegende Hexen mit erotischen Bewegungen mit dem in einem Baum sitzenden Teufel feiern. - Im lothringer Streit um die Erbfolge siegt Anton von Vaudemont in der Schlacht von Bulgneville und nimmt seinen Gegner Rene von Lothringen und seinen Verbündeten, den metzer Bischof Konrad Bayere von Boppard gefangen. Philipp von Ingelheim und Heinrich von Handschuhsheim fallen in der Schlacht von Bulgneville. - Ludwig von Oranien-Chalons wird wegen Feigheit in der Schlacht aus dem Orden zum Goldenen Vlies ausgestoßen. - Der Minnesänger Owald von Wolkenstein und Graf Vlad von der Walachei II, werden beim Reichstag in Nürnberg in den Drachenorden des böhmischen Königs Sigismund von Luxemburg (St) aufgenommen. Der am Prager Hof des böhmischen Königs Sigismund von Luxemburg aufgewachsene uneheliche Fürstensohn Graf Vlad II erhält hier den Beinamen dracul. - Ulrich von Manderscheid zerstört die trierer Saarburg. - Der musikalische nürnberger Kettenhemdmacher und Rotgießer Hans Rosenplüt beginnt mit der Dichtung von modernen Fastnachtspielen. - Der glühende Bewunderer von Jeanne d`Arc Gilles de Rais Marschall von Frankreich kehrt auf seine Besitzungen in Angers zurück lebt dort als Mäzen und führt einen königlichen Lebensstil, den er mit Landverkäufen finanziert. Gilles de Rais versucht seine Finanzprobleme durch Alchemie zu lösen und bedient sich teuerer Geisterbeschwörer. Am Ende läßt Gilles de Rais 140 - 1000 junge Knaben als Menschenopfer von seinen Dienern entführen, grausam foltern und töten. - Die Getreide- und Weinpreise in Basel sinken seit 1421 so tief, dass sich der Anbau kaum noch lohnt. - Der wetterauer Vertreter der Ritter der Gesellschaft mit dem Esel Frank von Kronberg findet sich zu einem Treffen in der Reichsstadt Windsheim ein. - Graf Philipp von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St) kommt in den Besitz der sponheimer Burg Stauf. - Friedrich Brömser von Rüdesheim, Johann von Waldeck und Dietrich Brömser von Rüdesheim sind mainzer Domherren.

1430 In der Liste des Reichsaufgebots für den Hussitenfeldzug steht die Grafschaft unter 77 Grafen und Herren an 2. Stelle. Die Gräfinnen Anna und Anna von Katzenelnbogen verweilen mehrere Male auf Stadecken. Reifenberger Krieg, Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) weilt im Bad zu Wiesbaden. Bündnis Graf Philipps von Katzenelnbogen (St) mit den wetterauischen Herrn.
Erneute Auseinandersetzungen von Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) mit dem trierer Erzbischof Konrad von Weinsberg im Gebiet der Obergrafschaft, wobei insbesondere die noch immer schwebenden Streitigkeiten mit den Ulnern von Dieburg von Bedeutung sind.

Der trierer Erzbischof Otto von Ziegenhain stirbt woraufhin der neue trierer Erzbischof Raban von Helmstatt seine Vetternwirtschaft startet und den Einfluss seiner Familie über Generationen erweitert. - Burg Vilbel fällt an Frankfurt. - Herzog Philipp von Burgund III, der Gute erbt Brabant und macht die Stadt Brüssel zu seiner Residenz. Herzog Philipp von Burgund III, der Gute stiftet den Orden vom goldenen Vlies als höchste Auszeichnung. - Der katzenelnbogener Kellner Hans von Zwingenberg in Stadecken kauft Glasfenster und Kacheln für Stadecken für 10 Schilling. - Der photorealistische Öl-Maler Antonello di Messina wird geboren. - Ulugh Beg erweitert seinen Fixsternkatalog. - Das byzantinische Saloniki begibt sich unter Venedigs Schutz. - Erste Erwähnung des Fleischerei- oder Metzgereiprodukts Sülze, das meist von der Frau des Metzgers hergestellt wird, in der Grafschaft Katzenelnbogen. Schlachten ist Frauen verboten. Schlachten wird in Frankfurt von Juden betrieben. - Abtreibungspraxis in den Klöstern von Basel durch Arzneien ist dokumentiert. - Weinsberg wird uneingeschränkte Reichsstadt.- Die Schriftstellerin Christine de Pisan stirbt. - Mit derm Beginn der Manderscheider Fehde kämpft Ulrich von Manderscheid gegen Jakob von Sierk bei um den Stuhl des Erzbischofs von Kurtrier. - Die Frühschiffe, auf privater Basis, zwischen Frankfurt und Mainz verkehren täglich. - Gottfried von Eppstein II (St) leiht sich 600 Gulden getarnt als Leibgeding vom frankfurter Bürger Henne Leydermann. - Fehde zwischen Eppstein und Kronberg da Frank d. Ä. von Kronberg Gottfried von Eppstein VII (St) alle Lehen und seinen Eid aufsagt wird in Sulzbach beigelegt. - Der königliche Pfalzgrafensohn Otto von der Pfalz I (St) heiratet Prinzessin Johanna von Bayern-Landshut. - Der würzburger Bischof Johann von Brunn verbündet sich mit den Grafen von Henneberg gegen die von Buchenau und von Schlitz. - Die Hussiten stehen vor Bamberg und verschonen nach Markgraf Friedrichs von Brandenburg Waffenstillstand für 12000 Gulden die Stadt plündern aber die Domherrenhöfe. - Da in der Fastenzeit weder Butter noch Milch im Christ-Stollen verwendet und der Teig nur aus Wasser, Hafer und Rüböl geknetet wird fordert Kurfürst Ernst von Sachsen und sein Bruder Herzog Albrecht vergeblich vom Gegenpapst Nikolaus V in Avignon eine Aufhebung des Butterverbots für den Stollen. - Der englische König Heinrich VI lässt sich in der Kathedrale Nôtre-Dame in Paris zum König von Frankreich krönen. - Glashütten im Wald von Kaufungen. - Adolf von Eppstein (St) wird Bischof von Speyer. - Hans von Hirschhorn VI beginnt wegen verliehenem Geld eine langwierige Fehde mit dem würzburger Bischof Johann von Brunn II, den er dabei auch gefangennimmt. - Im kaufunger Wald werden Glashütten errichtet. - Diether von Isenburg I (St) und Frank von Kronberg bekriegen Gottfried von Eppstein (St) und Eberhard von Eppstein (St). - Der Pfalzgraf (St) (--) erreicht, dass bei Frei-Weinheim nur ein pfälzischer Kran zwischen Mainz und Bingen linksrheinisch aufgestellt werden darf. - Die Witwe (seit 1429) Gräfin Elisabeth von Nassau-Saarbrücken (Elisabeth von Lothringen) (St) von Graf Philipp von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St) zwingt die Familie Greiffenclau auf die Steinkohlengruben und Eisenschmieden bei Neunkirchen und Schiffweiler zu verzichten. Bedford belehnt den burgunder Herzog Philipp den Guten mit der Grafschaft Champagne. - Hesso von Leiningen (St) kehrt in den weltlichen Stand zurück und wird Landgraf von Leiningen. - Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) wird hochadeliges Mitglied in der eigentlich niederadeligen Ritter- und Turniervereinigung Gesellschaft mit dem Esel. - Das Goldbergbaugebiet Goldkronach vom brandenburger Kurfürst Friedrich von Zollern V1-Nürnberg erlebt seine Blütezeit bis 1470 das Gold nicht mehr rentabel abgebaut werden kann. - Uhr mit Federantrieb. - Der Probst auf dem würzburger Marienberg Konrad Geyer wird vom würzburger Bischof Johann von Brunn in die verwaiste Abtei Münsterschwarzach am Main mit romanischer Basilika abgeordnet. - Der frankfurter Großhändler Wolf Blum wird wegen seiner wirtschaftlichen Erfolge in die Stubengesellschaft Zum Frauenstein aufgenommen. - Der Adelsbrief des mainzer Patrizier Peter zum Jungen ist der einzige nicht gefälschte Adelsbrief der Familie zum Jungen. Alle vorherigen Versionen über 260 Jahre haben den gleichen Wortlaut. - Philipp von Schönborn IV ist mainzer Domherr. - Der mainzer Domherr Konrad Broemser von Rüdesheim VI stirbt. - Ludwig Knebel von Katzenelnbogen besitzt Burglehen der Starkenburg auf Schlierschied und Gehlweiler von seinem verstorbenen Vater Werner Knebel von Katzenelnbogen von Graf Johann von Sponheim. - Im Gefolge des mainzer Erzbischof Konrad von Daun III (St) beim Besuch in Regensburg ist eine Sängerin. - Wilhelm von Nassau resigniert als mainzer Dompropst und Albert Schenk von Limpurg wird kurzzeitig mainzer Domporopst und wird von Heinrich von Nassau abgelöst. - Konrad Brömser von Rüdesheim, Erwin von Kronberg, Philipp von Schönborn, Friedrich von Praunheim, Salentin von Scharfenstein, Heinridch von Nassau und Richard vom Stein Oberstein sind mainzer Domherren.

1429 Zwei uneheliche Kinder von Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St) erhalten jährlich 12 Schilling. Die württemberger Witwe Margarethe von Nassau (St) und ihre Söhne Johann von Nassau (St) und Adolf von Nassau II (St) (07) verzichten endgültig auf Katzenelnbogen und schließen mit Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) ein Bündnis.
Die Ansprüche der Herren von Wolfskehl auf das Landgericht zum Hohlen Galgen werden durch ein katzenelnbogener Manngericht und ein Schöffenweistum rechtlich abgewiesen, doch gehen die Auseinandersetzungen weiter.

Der deutsche König Sigismund von Luxemburg (St) (61) ernennt Reinhard von Hanau II (St) zum Grafen. - Ein Schloß an der Schatzkammer von Reckenroth. - H.Schiltberger beginnt seinen Reisebericht als Soldat und Gefangener durch den Orient und Zentralasien. - Al Kasi erweitert Genauigkeit bei Sinusberechnungen auf 16 Stellen. - Die freie Stadt Mainz sagt der Messestadt Frankfurt den Kampf an, indem sie Jahrmärkte kurz vor der frankfurter Herbstmesse abhält. Diese finden bis 1431 statt. - Vor der Belagerung der Burg Hattstein unternehmen die Herren von Hanau Schlichtungsversuche. - Dietrich von Hattstein ist Diener der verwitweten Gräfin Margarethe von Nassau (St). - Graf Philipp von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St) schirmt und schützt die Stadt Wetzlar bis 1441. - Graf Philipp von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St) stirbt auf der Durchreise in Kloster Klarenthal. - Erbteilung in der Burg und Vorburg Weilnau zwischen den Grafen Engelbert von Nassau (St), Johann von Nassau (St) und Johann von Nassau (St) und andererseits Gottfried von Eppstein (St). - In Balduinstein wird eine Stadtmauer erbaut. - Mit dem Tod des erbenlosen Graf Johann III von Namur erbt Herzog Philipp von Burgund III, der Gute die Grafschaft. - Graf Johann von Sponheim V (St) täuscht eine Palästinafahrt nach Jerusalem vor und überläßt Markgraf Bernhard von Baden I (St) seine Geschäfte per Vollmacht. - Frank von Kronberg wird die schon schriftlich niedergelegte Rangerhöhnung in den Adelsstand zum freien Bannerherrn des Reiches von Reinhard von Hanau, der Stadt Frankfurt und des Oberhauptes des Kronenstammes vom deutschen König Sigismund von Luxemburg (St) (61) verweigert. - Der französische Dauphin wird wie von Jeanne d’Arc prophezeit, in der Kathedrale von Reims als der französische König Karl VII gekrönt. Jeanne d`Arc steht dabei mit der Siegesfahne neben dem Altar. Herzog Rene von Lothringen kommt zu spät und hintertreibt für Anton von Lothringen, der auf der Seite des Gegners kämpfte, die Verfolgung der fliehenden Engländer und Burgunder. - Jeanne d`Arc kommt an den Hof des kranken Herzog Karl von Lothringen II (St) der sie vergeblich auf eine Pilgerreise nach Saint-Nicolas-de-Port schickt. Jeanne d`Arc kritisiert seinen ausschweifenden Lebensstil und rät ihm seine Mätresse zu verstoßen. - Der frankfurter Rat bemüht sich um die Abschaffung des verhaßten geistlichen Ewigzinses auf Immobilien. - Die Grafen Hesso von Leiningen (St) und Graf Friedrich von Leiningen (St) streiten um ihr mütterliches Erbe. - Jeanne d`Arc ruft vergeblich zum Aufstand in Paris gegen die Engländer und Herzog Philipp von Burgund III, den Guten auf. - In Vaucouleur findet ein Gericht über die Schutzgelderpressung von Robert von Saarbrücken-Commercy statt. - Der dietkirchener Archidiakon Werner von der Leyen wird trierer Chorbischof. - Gräfin Elisabeth von Nassau- Weilburg-Saarbrücken (St), alias Elisabeth von Lothringen erhält mit der Burg Bucherbach ihren Witwensitz, eine quadratische Burganlage mit 40 Meter Seitenlänge und runden Ecktürmen und 3,80 Metern Meaurstärke auf denen sich die Geschützstellungen befinden, übernimmt die Vormundschaft für Graf Philipp von Nassau II Weilburg-Saarbrücken (St) (11) bis 1438 und hält sich vorwiegend in ihrer Residenzstadt Saarbrücken auf. - Simon Grans von Heppenheft ist bis 1439 Kanoniker von Stift St Kastor in Koblenz. - Schenk Dietrich von Erbach ist mainzer Domkantor. - Epchen von Praunheim, Wittekind von Wittershausen und Damian von Praunheim sind mainzer Domherren.

1428 Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) (26) erwirbt von Diether von Isenburg I (St) dessen Anteil an Dreieichenhain und 6 weiteren Dörfern (darunter Offenbach) für angeblich 8000 Gulden pfandweise. Der Deutsche Orden sendet Graf Philipp von Katzenelnbogen (St) eine Anzahl Falken.

Tommaso Masaccio malt Adam und Eva nackt bei der Vertreibung aus dem Paradies. - Stockstadt geht mit anderen Besitzungen durch Verkauf an Johann Kämmerer von Dalberg über. - Hattsteiner Fehde, in der die Reifenberger zusammen mit der Stadt Frankfurt und Kurmainz Burg Hattstein angreifen und trotz Geheimunterlagen über den Bau der Vorburg durch die Fürsprache der Herren von Hanau scheitern, dauert bis 1435 an. Die finanzielle Situation hat sich bei der Familie von Hattstein so verschlechtert, dass sie sich nicht mehr Ritter sondern nur noch Edelknechte nennen und Wolf von Hattstein wird sogar bei der bäuerlichen Arbeit Heuwenden erwähnt. - Die frankfurter Messe fällt aus, da Konrad von Weinsberg in Sinsheim um die Reichsstadt Weinsberg zu erpressen süddeutsche Kaufleute überfälllt, was ihm die Gunst des deutschen König Sigismund von Luxemburg (St) (60) kostet. - Der 45-jährige Pfalzgrafensohn Johann von Wittelsbach von der Pfalz (St) heiratet in 2. Ehe Prinzessin Beatrix von Bayern-München. - Jakobäa von Wittelsbach Straubing -Holland (St) (19) erkennt im Delfter Versöhnungsvertrag die Regelungen ihres Vaters, bleibt aber in Haft und bekommt den zeelander Stadthalter und Patrizier Frank von Borsselen als Bewacher. - Matteuccia di Francesca bekennt zum Sabbat beim Nußbaum von Benevent häufig mit einer magischen Salbe aus Kinder- und Eulenblut bestrichen blitzschnell mit einem Ziegenbock geflogen zu sein. - Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) ist Vorsitzender des Wetterauer Grafenverein. - In der Nikolaikirche in Frankfurt wird vom frankfurter Arzt Johann Wiesebeder von Idstein eine Almosenstiftung über 3200 Gulden ins Leben gerufen und die 132 Gulden Zinsen als Almosen dort verteilt. In der Nikolaikirche finden die Ratsmessen statt. - Der Maler Jan van Eyck gehört einer Delegation des burgunder Herzog Philipp III der Gute (32) an den portugiesischen Hof an. Er lässt um die Hand der Infantin Isabella von Portugal (31) anhalten und sich von Jan van Eyck ein Bild seiner Braut malen. - Bedford zwingt Rene von Lothringen und Karl von Lothringen II unter die Gewalt des englischen König Heinrich VI. - Agnes von Langenau verpfändet ihren Anteil an Burg Hohlenfels an ihren Schwiegersohn Johann Boos von Waldeck. - Mainzer Patrizier und Johannes Gutenberg ziehen aus der Stadt Mainz wegen nichtgezahlter Pfründen aus. - Der in der Kerkerhaft erkrankte Gattinnenmörder Graf Friedrich von Cilli II söhnt sich mit seinem Vater aus. - Der frankfurter Gärtner, Ratsherr auf der 3. Bank, Jakob Blum stirbt. Sein Sohn Wolf Blum ist verheriatet mit der verarmten Patriziertochter Agnes Weiß zum Lämmchen. - Pestwelle in Metz mit 20000 Toten. - Peter Echter von Mespelbrunn wird mainzer Domdekan. - Heinrich Greifenklau zu Vollrads und Konrad von Bickenbach sind mainzer Domherren.

1427 Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) schließt mit dem trierer Erzbischof Otto von Ziegenhain (47) und Graf Philipp von Nassau I -Saarbrücken (St) ein lebenslängliches Bündnis. Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) beruft Märkerding in Gross-Gerau ein, das die Holzrechte im Markwald regelt. Der Frankfurter Friede beendet die jahrhundertelangen Kämpfe zwischen den Landgrafen von Hessen und Mainz.

Erste katzenelnbogener Erwähnung von Semmeln.

Graf Philipp der Jüngere von Katzenelnbogen (St) wird geboren

Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St) feiert mit seinen Damen im Schloss von Lichtenberg. - Der mainzer Erzbischof Konrad von Daun (St), verbündet sich mit dem Bischof von Würzburg, dem Erzbischof von Köln, dem Grafen von Mörs, von Berg und Ravensburg, von Nassau-Dillenburg, von Leiningen und Graf Johann von Wertheim II und bekämpft, vertreten durch seinen Neffen Dompropst Gottfried von Leiningen (St) im Mainzisch-Hessischen Krieg von der mainzer Enklave Fritzlar aus Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (25), wird trotz 600 Reitern und zahlenmäßiger Übermacht bei der Belagerung von Fulda angegriffen auf dem Münsterfeld vor Fulda entscheidend besiegt, muss 44 000 Gulden als Entschädigung bezahlen und fast alle niederhessischen und mittelhessischen Besitzungen von Hessen zu Lehen nehmen. - Katzenelnbogener Rösser werden zu Schiff nach Köln transportiert.(6151.2) - Die Balduinbrücke in Koblenz wird fertiggestellt. - G. F. Poggio gründet auf seinem Landsitz die erste moderne humanistische Akademie, die Academia valdarnina. - Al Kasi beschreibt umfassend, vielleicht mit chinesischem Einfluss, das Rechnen mit Dezimalbrüchen, welches zu einer der wichtigsten mathematischen Schriften des Mittelalters wird. - Claudius Clavus überarbeit eine Nordlandkarte. - Auf Burg Auerbach werden 18000 Liter Wein verbraucht. - Der vorbildlich fromme aber gleichzeitig nach Macht strebende und seine Vetternwirtschaft ausbauende trierer Erzbischof Otto von Ziegenhain (47), beginnt Reformen in Kloster Springiersbach und den daugehörigen Frauenklöstern. Intrigen und Verwaltungsschikanen des Adels vereiteln die Reform. Der trierer Erzbischof Otto von Ziegenhain (47), reist mit seinem Sekretär Nikolaus von Kues zu Papst Martin V nach Rom. - Gräfin Marie von Savoyen und Piemont, die Tochter des späteren Gegenpapstes, heiratet den mailänder Herzog Filippo Maria Visconti (St). - Obwohl sich die Hussiten nähern verbietet der mainzer Erzbischof Konrad von Daun III (St) den frankfurter Bürgern die Brücke zu sperren. - Erbtochter von Isenburg-Wied Gräfin Anastasia von Wied (St) heiratet Dietrich von Runkel IV (St). - Der nürnberger Burggraf Friedrich von Zollern-Nürnberg VI verkauft seinen Burggrafentitel und die Überreste der Burggrafenburg für 120 000 Gulden an den Rat der Stadt Nürnberg. - Schlacht auf dem Münsterfeld bei Fulda zwischen dem mainzer Erzbischof Konrad von Daun III (St) und dem hessischen Landgrafen verbündet mit der Stadt Fulda. - Der mainzer Berufsrevolutionär Henne Knauf lebt von fragwürdigen Geschäften. Der mainzer Patrizier Philipp zum Jungen beteiligt sich zunächst nicht an den Auseinandersetzungen. - Wetter: Schwere Sturmflut in den Niederlanden. - Henne von Ortenberg ist der Koch von Gottfried von Eppstein VII (St). - Der königswinterer Maler Heinrich von Heidelberg kauft ein Haus in Köln. - Die Clermonts sterben aus, wodurch die Burg Montclair an die Herren von Sierck-les-Bains fällt. - Fehde zwischen Philipp von Kronberg und Rheingraf Friedrich, dem Bruder des mainzer Erzbischof Konrad von Daun III (St) und Konrad von Frankenstein. - Graf Johann von Nassau III (St) wählt Siegen als Residenz. - Schenk Eberhard von Schweinsberg ist hessischer Erbschenk von Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (25). - Graf Johann von Wertheim II macht vor seinem Kriegszug mit 5 Gleven gegen die Hussiten, die er als Ketzer bezeichnet, sein Testament. - Graf Johann von Wertheim II ist Verbündeter des mainzer Erzbischof Konrad von Daun III (St). - Der mainzer Erzbischof Konrad von Daun III (St) verpfändet die Stadt Orb mit ihren Solequellen. - Die mit Gerhard von Oberstein wieder verheiratete Witwe Agnes von Langenau, führt mit ihrem Vetter Thiemo von Langenau eine Fehde, in der Thiemo von Langenau Burg Hohlenfels erobert und vergleicht sich ein erblichen Teil an der Burg Hohlenfels sichert. Johann von Eltz (VII), der Schwiegersohn von Agnes von Langenau erhält 1/16. - Der westerburger Vogt Gilbrecht von Schönborn wird Hofmeister des trierer Erzbischof Otto von Ziegenhain. - Walter von Reifenberg ist bis 1430 nassauer Amtmann in der Grafschaft Diez. - Der andernacher Erbamtmann Dietrich von Runkel IV (St) ist nach dem Tod seiner beiden kinderlosen älteren Brüder im Gesamtbesitz der Herrschaft Runkel, heiratet die Erbtochter Anastasia von Isenburg-Wied ( Erbtochter von Johann von Wied II und Agnes von Westerburg) und sichert sich einen Teil der Herrschaft Isenburg, Grenzhausen und Alsbach. - Der deutschsprachige hagenauer Lehrer Diebold Lauber betreibt ein Schreibstube und Kopierstube in der bis 1471 80 bekannte handgeschrieben und bebilderte Mansukripte entstehen. Beliebte Kopien von Diebold Lauber sind der Versroman Tristan von Gottfried von Straßburg, Karl der Große von Stricker, dem Erfinder von Till Eulenspiegel, und der Parzival von Wolfram von Eschenbach. Diebold Lauber vertreibt erfolgreich bebilderte Massenware, die auf Ausschmückung der Seiten verzichtet. - Johann Flach von Schwarzenberg ist mainzer Domkustos. - Hermann von Buchenau und Diether von Isenburg sind mainzer Domherren.

1426 Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) erhebt zum zweitenmal eine allgemeine Landsteuer in Höhe des 10. Pfennigs.

Wetter: Extrem heißer Sommer mit vielen Toten und Erdbeben. - Junggraf Philipp von Katzenelnbogen (St) (24) reitet mit dem grauen Hengst nach Köln und tritt seinen Dienst beim kölner Erzbischof Dietrich von Moers an. - Der Eschenheimer Turm in Frankfurt wird fertiggestellt. - Der gräflich-katzenlnbogener Kellner Boemund Bisser genannt Stamme rechnet für Burgschwalbach 56 Fuder Wein (56000 l) und der Rheinfelser Kellner Henne 52 Fuder Wein (52000 l) für die letzten beiden Jahre ab. In Hadamar für 1 1/2 Jahre 65 Fuder (65000 l). - In Boppard arbeiten im katzenelnbogener Hof u.a. Pflasterer. - Der Bauernsohn Carmagnola wird Condottiere der Republik Venedig. - Pest in Heidelberg. - Kurfürst Pfalzgraf Ludwig von Wittelsbach III von der Pfalz (St) (48) unternimmt von Venedig aus eine Palästinafahrt über Venedig nach Jerusalem und kommt schwer krank zurück. - Limburg an der Lahn wird zur Hälfte vom trierer Erzbischof Otto von Ziegenhain zur Aufnahme von Geldern für den Hussitenkrieg an Juncker Frank von Kronberg, der damit Mitherrscher wird, verpfändet. - Konrad Duchscherer ist kirchenmusikalisches Genie in Darmstadt. - Graf Engelbert von Nassau I -Dillenburg (St) ist maßgeblich bei der Gründung der Universität Löwen. - Der älteste Sohn von Kurfürst Pfalzgraf Ludwig von Wittelsbach III (St) (44) von der Pfalz, Ruprecht von Wittelsbach der Engländer (St) (20), stirbt. - In der Kirche in Hilgenroth beginnt eine intensive Wallfahrtstätigkeit wegen Wunderberichten, in der Blinde und Taube und viele andere Krankheiten, selbst Malaria geheilt werden. Die Wunder werden im Mirakelbuch 3 Jahre sorgfältig notiert. - Der spätere Hofmarschall des späteren pfälzer Kurfürst Friedrich I, der Siegreiche. (St) (01) genannt Wolf von Dalberg und Vater von Johann von Dalberg wird geboren. - Das heidelberger Franziskanerkloster wird reformiert. - Der mainzer Erzbischof Konrad von Daun (St) verpfändet Burg Alzenau an seinen steinheimer Keller Henne von Beldersheim. - Graf Adolf von Nassau -Wiesbaden -Idstein (St) (40) stirbt und seine Witwe Margarethe von Baden I (St) (24) übernimmt energisch die Vormundschaft und Regierung für ihren minderjährigen Sohn Johann von Nassau (St) (07). Sie verweigert dem Kloster Bleidenstadt die Lehnsoberhoheit. - Am Hof des burgunder Herzogs Philipp III der Gute (31) gibt es 325 Amtsträger. - Dietrich von Hattstein beraubt frankfurter Bürger, den Boten der Stadt Frankfurt lässt er ausrauben und totschlagen. - Gerhard von Schönborn wird kurtrierer Amtmann in Mengerskirchen. - Der musikalische Hans Rosenplüt bewirbt sich in Nürnberg um Aufnahme in die Zunft der Kettenhemdmacher. - Frank von Kronberg erhebt Ansprüche auf Burg Grenzau gegen Salentin von Isenburg VI (St). - Burg Affenstein ist Vorburg der rheingräflichen Burg Rheingrafenstein. - Der nürnberger Tannensäer Kunz Hülpüchel wird nach Frankfurt gesandt, wo dieser über die neue Technik ausgehorcht wird. Der frankfurter Rat lässt eine Lehrfibel für die Gewinnung von Samen, der Behandlung und Aussaat erstellen. - Adolf von Eppstein ist mainzer Domherr.

1425 Beginn der Auseinandersetzung von Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) mit dem Herrn von Wolfskehl um das Landgericht zum Hohlen Galgen in der Obergrafschaft.
Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) kauft die Dörfer Seilfurt und Raunheim für 5000 Gulden von den Herrn von Eppstein.

Der gräflich-katzenlnbogener Kellner Boemund Bisser genannt Stamme rechnet für Burgschwalbach 89 Fuder Wein (89000l) für die letzten 5 Jahre ab. - Um Nicolai blühen schon in den Gärten und auf den Feldern die Kirschbäume und die Blumen in Arnstadt. - Gründung der Universität Löwen. - Die mechanische Kopplung von Fußhebel und Federbalken ermöglicht die erste Drehbank. - Der fuldaer Koadjutor Hermann von Buchenau II überfällt für den mainzer Erzbischof Konrad von Daun (St) den fuldaer Fürstabt Johann von Merlau im Schloss Neustadt und vertreibt ihn nach Ottershausen. Der fuldaer Fürstabt Johann von Merlau stellt sich unter den Schutz von Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (23). - Nach Verhör und Folter wird der ehemalige Priester Johannes Drändorf wegen angeblicher Verbindung zu den Hussiten vor den Toren Heidelbergs verbrannt. - Gerhard von Hohenkirchen verfaßt in Heidelberg einen Kanon des Medizinstudiums auf der Grundlage der Lehrgedichte über Puls und Harnschau. - Die Wolkenburg wird vom kölner Erzbischof aus Geldmangel verpfändet. - Gottfried von Heusenstamm gibt sein Lehen an Hanau zurück. - Den Schneidern von Limburg an der Lahn wird durch den trierer Erzbischof Otto von Ziegenhain das Zunftrecht verliehen. - Peter Schöffer, Mitarbeiter Johannes Gutenbergs bei der Erfindung des Buchdrucks, wird in Gernsheim geboren. - Im katzenelnbogener Hof von Darmstadt musizieren Heinz, der Posauner und die Pfeifer Hencze, Elschen und Jacob. - Henchen, der darmstädter Glöckner und Kirchensänger läutet und ruft die Uhrzeit aus. - Gottfried von Eppstein VII (St) verkauft das Dorf Kleestadt der Söhne Adolf von Eppstein (St) und Gottfried von Eppstein VIII (St) an Reinhard von Hanau II (St). - Sponheimer Erbvertrag. - Graf Johann von Sponheim V (St) verweigert dem deutschen König Sigismund von Luxemburg (St) (57) jegliche Beteiligung an den Hussitenkriegen. Alle von Trithemius beschriebenen Heldentaten sind daher Fiktion. - Der Maler Masolino ist Hofmaler in Budapest. - Das Hexagramm wird Aushängesymbol für das Brauerhandwerk. - Die nassauer Landesburg Tringenstein wird von den Adeligen von Haiger vergeblich angegriffen. - Mefried von Brambach kämpft in der Sayner Fehde mit der Stadt Köln. - Der burgunder Herzog Philipp III der Gute (31) holt den Maler Jan von Eyck (35).an seinen Hof in Lille, der dort als Maler, Portraitist, Dekorateur und Diplomat in geheimen Missionen arbeitet. - Herzog Johann von Bayern III Straubing-Holland (St) wird mit Gift bestrichenen Seiten seines Gebetbuchs ermordet, wodurch die holländischen Gebiete an den burgunder Herzog Philipp III der Gute (31) .fallen. - Gottfried von Eppstein VII (St) verkauft sein Amt Steinheim an den mainzer Erzbischofs Konrad von Daun (St). - Der Neffe Graf Anton von Vaudemont wird bei der Erbfolge durch ein neues Testament von Karl von Lothringen II, der die weiblichen Erbfolge zugunsten seines Schwiegersohnes Herzog von Bar und Pont-Mousson Rene von Lothringen, einführt, übergangen und verbündet sich mit Herzog von Burgund Philipp dem Guten. - Gottfried von Eppstein VII (St) verkauft die eppsteiner Stammburg in Hainhausen als Teil des Amtes Steinheim an den mainzer Erzbischof Konrad von Daun (St), der das benachbarte Niederroden zum Sitz des Zehntgerichts macht. - Die Stadt Butzbach holt ihre Kanonen von der Stadtmauer und greift die falkensteiner Minderstadt Wölfersheim dreimal an. - Der kloster-steinfelder Abt Christian von Zirn wird von seinen Mitbrüdern ermordet. - Die Weinpreise in Löwen fallen analog zu Nahrungmittelpreisen bis 1440 um 20%. - Die Zerstörung der Raubritterburgen Burg Affenstein und Burg Bommersheim soll nach dem Willen von König Sigismund von Luxemburg (St) (57) für den mainzer Erzbischof Konrad von Daun (St) straflos sein. - König Sigismund von Luxemburg (St) (57) verleiht dem mainzer Stadtschreiber ein Wappen. - König Sigismund von Luxemburg (St) (57) entzieht Konrad von Bickenbach den goldenen Opferpfennig der Juden der Stadt Erfurt und gibt ihn seinem Diener Eberhard Venck für dessen jahrelang schuldig gebliebenes Gehalt. - König Sigismund von Luxemburg (St) (57) verspricht den Adeligen unter dem Tyrannen Herzog von Mailand Filippo Maria Visconti (St) die Befreiung durch die Eidgenossen, wenn sie auf eine Rebellion verzichten. - Der nürnberger Patrizier Sigmund Stromer bringt die Reichkleinodien nach Nürnberg und wird dafür von König Sigismund von Luxemburg (St) (57) in sein Hofgesinde aufgenommen und erhält uneingeschränkte Zollfreiheit. - Gewalttätige Unruhen im gespaltenen Konvent von Kloster Patershausen. - Johann von Schönburg II, Albert Schenk von Limpurg und Eberhard vom Stein Oberstein IV sind mainzer Domherren.

1424 Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) nimmt die Fehde gegen Luxemburg wegen der noch immer unbeglichenen Forderungen seines Vaters aus dessen luxemburger Stadthalterschaft erneut auf.
Sühne mit dem mainzer Erzbischof Konrad von Daun (St), in der Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) nach jahrelangem Streit seine Rechte an der Bergstrasse und im vorderen Odenwald behauptet.

Die Zahl Pi kann Al Kasi auf 16 Dezimale genau berechnen. - Samarkand wird astronomisches Zentrum der Welt. - Das Mainzer Domkapitel kauft eine erste Hälfte der Stadt Bingen . - Der münzenberger Burgherr Bernhard von Solms-Braunfels (St) beginnt umfangreiche Befestigungsbauten an seinem seit 1296 leerstehenden falkensteiner Erbe und lässt einen Portenturm, das heute Mitteltor genannte Bauwerk errichten. - Raban von Helmstatt will Bischof werden und lässt deshalb seinen Bruder, der die dazu nötige Dompropststelle in Speyer besetzt von einem weiteren Bruder gefangen nehmen und 12 Jahre festsetzen. - Pumpsystem der archimedischen Schraube und drehbarer Windmühlen. - Die mainzer Burg Ronneburg wird an Reinhard von Hanau (St) verpfändet. - Kaiserswerth wird als mächtigste Festung Kurkölns fertiggestellt. - Die nürnberger Heiltumsmesse wird vom deutschen König Sigismund von Luxemburg (St) (56) zur Reichsmesse erhoben. - Beatrix von Bayern-München (21) heiratet nach zweijähriger Ehe mit dem Grafen von Cili Pfalzgraf Johann von Wittelsbach von Pfalz-Neumarkt (43). - Graf Ludwig von Veldenz I (St), der Schwarze, zweiter Sohn von Pfalzgraf Stefan von Pfalz-Zweibrücken (St) wird geboren. - Herzog Johann von Wittelsbach von Bayern III Straubing-Holland (St) macht einen Erbschaftsvertrag mit dem burgunder Herzog Philipp III der Gute (29)., wird in seiner niederländischen Residenz Den Haag durch ein präpariertes Gebetsbuch von seinem Hofmarschall Jan van Vliet vergiftet und stirbt 1425. - Frank von Kronberg gibt sein rumpenheimer Lehen an an Reinhard von Hanau (St) zurück. - Bedford demütigt Herzog von Bar und Pont a Mousson Rene von Lothringen (ab 1431) nur burgunder Vasall zu sein und warnt ihn vor Gesellschaft mit Verrätern. - Die neureiche Silberstadt Kuttenberg wird von hussitischen Truppen gebrandschatzt und geschleift und die deutsche Bevölkerung vertrieben. - Das Geschlecht Isenburg-Kempenich stirbt mit von Isenburg-Kempenich im Mannesstamm aus. - In Bingen verbünden sich der mainzer Erzbischof Konrad von Daun (St), der kölner Erzbischof Dietrich von Moers, der trierer Erzbischof Otto von Ziegenhain, der pfälzer Kurfürst Ludwig von Wittelsbach III (St) (46), der sächsische Kurfürst Friedrich von Wettin I und der brandenburger Kurfürst Friedrich von Zollern-Nürnberg auf Lebenszeit beim Binger Kurverein gegen König Sigismund von Luxemburg (St) (56) um einem möglichen Schisma der Kirche eine gemeinsame Linie entgegenzusetzen und die Husiten zu bekämpfen. Der neue sächsische Kurfürst Friedrich von Wettin I verrät König Sigismund von Luxemburg (St) (56), der ihn 1419 zum Kurfürsten erhob. - Der frankfurter Apotheker Siegfried von Schönberg stirbt. - Auf der verlassenen solmser Burg Münzenberg beginnen Um- und Ausbauarbeiten. - Heinrich von Schönburg, Friedrich von Waldeck und Konrad Rau von Holzhausen II sind mainzer Domherren.

Heirat Anna von Württemberg (St) (14) der Tochter von Graf Eberhard von Württemberg IV mit Graf Philipp von Katzenelnbogen, der Ältere (St) (29) zur Fastnacht mit einem glanzvollen Hoffest am 24.02.1422 in Darmstadt. Ihre Brautausstattung beträgt ungeheure 32 000 Gulden.

Guda, uneheliche Tochter eines Grafen von Katzenelnbogen wird mit 200 Gulden bei ihrer Heirat mit Henne von Bünau ausgestattet.(offiziell Tochter von Hermann von Spayl). Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St) verkauft der Nonne Katharina von Katzenelnbogen eine lebenslängliche Rente von 14 Gulden für 200 Gulden (Herkunft ungeklärt).

1423 Unter dem neuen Dogen der Republik Venedig Francesco Foscari vergrößert sich das Territorium der Republik durch Krieg mit Mailand unter dem Tyrannen Herzog von Mailand Filippo Maria Visconti (St). - Der deutsche König Sigismund von Luxemburg (St) (55) verspricht seinem Schwiegersohn Albrecht von Habsburg (St) (26) die Nachfolge auf den deutschen Thron. - Der deutsche König Sigismund von Luxemburg (St) (55) schafft die Reichskleinodien von Prag nach Nürnberg, wo sie auf ewige Zeiten, unwiderruflich und unanfechtbar aufbewahrt werden sollen. - Die limburger Wolltuchhändler mieten das Haus Limpurg am Römer in Frankfurt, das dem Patrizier Weiß von Limpurg gehört. - Heinz Bartscherer wird von den Prämonstratensern erlaubt Geld für ein Badehaus am Kranzplatz, beim ehemaligen Englischen Hof, in Wiesbaden zu leihen und erhält dafür Nutzungsrechte. - Die Getreide- und Weinpreise in Basel sinken bis 1431 so tief, dass sich der Anbau kaum noch lohnt. - Der mainzer Erzbischof Konrad von Daun (St) erhält die Teilpfandschaft über die Stadt Pfeddersheim. - Graf Friedrich von Leiningen VII (St) erhält von König deutschen König Sigismund von Luxemburg (St) (55) das Recht auf erblichen Bergbau. - Der räuberische Robert von Saarbrücken-Commercy wechselt nach der Schlacht von Cravant zum siegreichen Gegner dem burgunder Herzog Philipp dem Guten. Graf Philipps von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St) Mitherr der Herrschaft Commery Robert von Saarbrücken-Commercy erpresst Schutzgeld in Jeanne d'Arcs Heimatort Domremy. Ein Adeliger im Gefolge der Schwiegermutter von Graf Philipp von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St) raubt, plündert und mordet im Auftrag des burgunder Herzogs Philipp dem Guten. Der Neffe von Karl von Lothringen II, Graf Anton von Vaudemont rettet gestohlenes Vieh des Dorfes Domremy. - Richard von Eltz III stirbt. - Graf Philipp von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St) belehnt die Witwe von Johann Romlian von Kobern Agnes von Langenau mit Burg Hohlenfels. - Der fuldaer Fürstabt Johann von Merlau verkauft die verpfändete Burg Bingenheim an Graf Philipp von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St). - Reinhard von Westerburg III (St) heiratet die Erbtochter Margarethe von Leiningen (St). - Diether Knebel von Katzenelnbogen ist mainzer Domherr. - In Basel wird eine Frau in einem Hexenprozess wegen Wolfsverwandlung und Wolfreiten angeklagt. - Pestwelle in Metz mit 16000 Toten. - Wilhelm Schenk von Limpurg ist mainzer Domherr.

1422 Die Zerwürfnisse von Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) mit Anna von Sayn (St), ab 1423 Gemahlin Johanns von Loon, Jülich, Heinsberg und Löwenberg, dehnen sich auf die Obergrafschaft aus.
Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) erwirbt von Diether von Isenburg I (St) die münzenbergischen Vogteirechte zu Terbur für 1200 Gulden.
Die rheinischen Kurfürsten vermitteln die Sühne zum Abschluß des jahrelangen Streites zwischen Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) und Graf Adolf von Nassau - Wiesbaden -Idstein (St) ( 36) und bringen gleichfalls eine Sühne zwischen Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) und den Schenken von Erbach, den Kämmerern von Worms und den Herrn von Kronberg über Rodenstein, Tannenberg, Schwanheim und Rüsselsheim zustande.
Bündnis der Grafen von Katzenelnbogen mit den nassauer und wetterauer Herren.

Der französische König Karl VI, der Wahnsinnige, stirbt und sein Sohn Karl VII, der Siegreiche folgt ihm nach. Er wird verächtlich König von Bourges genannt. - Der neue Sultan Murat II bricht die Verpflichtung seines Vaters und belagert Konstantinopel erneut. - Veröffentlichung der albertinischen Pläne von Wien. - Der älteste deutsche Holzschnitt wird angefertigt. - Der deutsche König Sigismund von Luxemburg (St) (54) erlaubt die faktisch verbotenen Ritterbünde. - Der englische König Heinrich V, der nach Shakespear ein ausschweifendes Leben führte, hinterlässt einen 9 Monate alten Thronfolger. - Der deutsche König Sigismund von Luxemburg (St) (54) verhängt die Reichsacht über weinsberger Bürger, da sie sich dem Reichserbkämmerer Konrad von Weinsberg (Urgroßmutter Elisabeth von Katzenelnbogen (St)) verweigern. - In der Stadt Breslau wird der Rumpelheller geprägt, der das Gesicht des Hl Johannes zeigt, das mit dem ungeliebten Ratsherrn Rumpel zu verwechseln ist. - Diemar von Reifenberg beginnt eine Fehde gegen Frankfurt. - Der trierer Erzbischof Otto von Ziegenhain finanziert durch Ablaßbriefe die für den Unterhalt der koblenzer Moselbrücke gedacht sind einen Rundturm mit Mauergang zur Kontrolle der nordwestlichen Stadt. - Kurfürst Pfalzgraf Ludwig von Wittelsbach III (St) (44) unternimmt eine Preußenfahrt. - Die Stadt Frankfurt veranstaltet ein Armbrust-Preisschießen und läd dazu 26 Städte ein. Hauptpreis 18 Goldgulden. - Der egerländer Patrizier Kaspar Schlick wird für seine diplomatischen Dienste vom deutschen König Sigismund von Luxemburg (St) (54) zum Freiherrn ernannt. - Gottfried von Ziegenhain (St) heiratet Markgräfin Ursula von Baden (St) (13). - Markgraf Jakob von Baden (St) (15) heiratet Katharina von Lothringen. - Der trierer Erzbischof Otto von Ziegenhain erläßt der Reichsstadt Cochem anlässlich der Pest für zehn Jahre Grundsteuern und Schatzungen. - Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) ist Vorsitzender des Wetterauer Grafenverein. - Herzog Johann von Wittelsbach von Bayern III Straubing-Holland (St) (48) beschäftigt den Maler Jan van Eyck (32).als Kammerdiener und Hofmaler, der den Innenhof seiner Residenz in Den Haag ausmalt. - Studentenkrieg in Heidelberg. - Mit dem Tod von Johann von Waldeck IV, Marschall des mainzer Erzbischofs Konrad von Daun (St) verfällt das erbliche Marschallsamt. - Auf dem Reichstag in Nürnberg wird ein Reichsheeresmatrikel, eine Reichsheeresverfassung, erarbeitet. Der deutsche König Sigismund von Luxemburg (St) (54) gibt seine Steuerhoheit über das ehemalige Reichsland an die Reichsversammlung ab. Mit ihrem Stimmrecht bestimmen somit nur die Fürsten über die Steuern der Grafen und Städte. Diese Provokation führt zur Durchführung eines wetterauer Grafentages anstelle des seit 1419 nicht mehr besetzten Landvogts. - Graf Georg von Henneberg heiratet Johanna von Nassau-Weilnau-Saarbrücken (St). - Der burgundische Anhänger Karl von Lothringen verzichtet auf die Einladung durch Karl VII zur Aufhebung des Vertrages von Troyes. Die Engländer verwüsten die Grenzgebiete seines Herzogtums. Karl von Lothringen legt seinen Eid auf die Verfassung vor Philipp dem Guten ab, der für ein ein Gutes Wort bei Bedford einlegen will. - Graf Friedrich von Cilli II ermordet seine Ehefrau wegen seiner Geliebten, des schönen Edelfräulein Veronika von Desnic, wird vom Schwager zum Zweikampf wegen Blutschuld herausgefordert und von seinem Vater in der Burg Ober-Cilli bis 1428 eingekerkert. - Der 1420 adopierte Ludwig von Cilli erbt große ortenburger Gebiete im Lavanttal und der Kraina nach dem Tod des ortenburger Erben durch einen Mordanschlag seiner Ehefrau. - Der Vogt von Heidelberg Reinhard von Sickingen stirbt. - Junggraf Johann von Nassau (St) und seine Brüder erhalten die Hälfte der Grafschaft Diez. - Johann von Wertheim und Markus Echter von Mespelbrunn sind mainzer Domherren.

1421 Jutta von Sayn -Vallendar und ihr Mann Dietrich von Runkel III (St) verpfänden Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) ein Viertel an Burg und Stadt Runkel für 1000 Gulden.
Graf Philipp von Katzenelnbogen der Ältere (St) nimmt am Zuge von König Sigismund von Luxemburg (St) gegen die Hussiten teil.
Ausbruch erneuter Fehden auf dem Westerwald zwischen Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) und Reinhard von Westerburg II (St) einer- und Anna von Sayn (St) andererseits. Pfalzgraf Ludwig von Wittelsbach (St) (43) befreit den Grafen Johann von Katzenelnbogen IV (St) von den Zöllen zu Bacharach und Kaub.

Wiesbaden wird von Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) gebranntschatzt (3035). - Graf Albrecht von Wertheim wird Fürstbischof des Hochsstifts Bamberg. - Reinhard von Westerburg II (St) stirbt. - In Limburg an der Lahn findet ein Generalkapitel des Barfüßerordens statt. - Anna von Solms (St) und Diether von Isenburg (St) besitzen den mainzer Zoll aus dem falkensteiner Erbe. - In der Schlacht um die Weltersburg, einer Auseinandersetzung von Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) mit den Herren von Weltersburg, wird die Burg Weltersburg schwer beschädigt. Der kölner Händler Melem taucht als Besucher auf der frankfurter Messe auf - Der erbenlose Graf Johann von Namur III verkauft sein Grafschaftserbrecht an Herzog Philipp von Burgund III, der Gute. - Winrich Donner von Lohrheim ist Abt von Kloster Bleidenstadt. - Der münsteraner Dompropst Johann von Nassau-Dillenburg (St) kehrt in den weltlichen Stand zurück, heiratet unstandesgemäß, bekommt eine Tochter, die Nonne in Köln wird und stirbt. - Die erzbischöflich kölner Mitherrschaft über Siegen ist beendet. - Graf Philipp von Nassau I-Weilburg Saarbrücken (St) verleiht dem Schmied Otto die erfolgreiche Waldschmiede in Audenschmiede. - Der kölner Kaufmann Johann von Melem besucht die frankfurter Messe. - Der Herzog von Österreich Albrecht von Habsburg II (St) (24) heiratet in Prag die Königstochter Elisabeth von Luxemburg (St) (12). - In Venedig wird der Palast Ca d´oro am Canale Grande erbaut. - In der frankfurter Domkirche verkaufen zwei Briefmaler ihre Kartenspiele. - Der mainzer Erzbischof Konrad von Daun (St) überlässt seine Residenz in

1420 Beginn schwerer Konflikte von Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) mit dem mainzer Erzbischof Konrad von Daun III und verschiedenen Adligen insbesondere den Ulnern von Dieburg und Gemeinden über die Behauptung und Ausübung von Hoheitsrechten im Gebiet der Obergrafschaft.
Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) erwirbt vom trierer Erzbischof Otto von Ziegenhain die Herrschaft, die dieser von der Abtei Prüm am Rhein besitzt für 4000 Gulden. Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) gelobt die Ehe zwischen Anna von Württemberg (St) und Philipp von Katzenelnbogen, der Ältere (St).(2964)

Graf Adolf von Nassau-Dillenburg (St) (58) stirbt kinderlos wodurch sein jüngerer Bruder Graf Engelbert von Nassau I -Dillenburg (St) (50), der sich hauptsächlich in den Niederlanden aufhält, an die Macht kommt, sein Bruder Johann von Nassau II -Dillenburg (St) residiert in Dillenburg und verwaltet die deutschen Gebiete. - Der Vasall Bechtram von Vilbel, durch seine Frau mit den Hattsteinern verwandt, der auf Burg (Neu-) Falkenstein in einer Ganerbengemeinschaft lebt, wird wegen Geiselnahme frankfurter Kaufleute von Frankfurt gefangengenommen und enthauptet. - Zahlungsverkehrssysteme von Italien und Oberdeutschland werden endgültig verbunden. - Englische Truppen gelingt es Paris zu besetzen. Die Besetzung dauert bis 1436. - In Flandern werden Kompasse mit berücksichtigter Abweichung vom magnetischen Nordpol hergestellt. - Madeira wird von Joao Goncalves Zarco entdeckt. - Die bayrisch-ingolstädter Prinzessin Isabeau von Wittelsbach von Bayern (St), die Mutter Karls von Frankreich VII behauptet fälschlicherweise ihr Sohn sei illegitim und könne somit nicht Thronfolger sein. - Im Weinsberger Bund schliessen sich 33 Reichsstädte zum Schutz der Reichsstadt Weinsberg zusammen. - Konrad von Hattstein nennt sich nach einer untergegangenen Burg Brombach zwischen Hanau und Mühlheim. - Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (18) und Graf Heinrich von Waldeck schließen ein lebenslängliches Bündnis. - Konrad Kyeser schreibt sein Feuerwerksbuch, in dem er steigende und brennende Feuer beschreibt. - Graf Johann von Solms-Lich (St) spaltet sich von Graf Bernhard von Solms-Braunfels (St) ab. - Der Tod des Schultheißensohn zwingt die Reifenberger zu einem Vergleich in dem sie allen Ansprüchen an Frankfurt entsagen. - Diemar von Reifenberg bemüht sich eineinhalb Jahre vergeblich um einen Termin eines gütlichen Tages in Frankfurt und sieht schießlich keine andere Lösung als eine Fehde. - Die Patrizierfamilie Stalburg, die in Genua und Venedig Niederlassungen betreibt, siedelt nach Frankfurt. - Der mainzer Patrizier Ort zum Jungen flieht aus Mainz aus auf Burg Vollrad, Östrich und 1434 Frankfurt. - Die Grafenbrüder Bernhard von Solms II -Braunfels (St) und Johann von Solms V -Lich (St) besitzen Hohensolms und Greifenstein zu gleichen Teilen. - Anna von Solms (St) und Diether von Isenburg I-Büdingen (St) erhalten aus der falkensteiner Teilung Münzenberg, die halbe Stadt Münzenberg fällt an Eberhard von Eppstein (St). Bernhard von Solms II -Braunfels (St) und Johann V von Solms-Lich (St) erhalten aus der falkensteiner Erbschaft die Ämter Lich, Laubach, Hungen mit Anteil Münzenberg. - Der starkenburger Burggraf Diether Kämmerer löst seine Treueeid auf Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) aus Loyalität zum mainzer Erzbischof Konrad von Daun (St). - Pfalzgraf Stephan von Wittelsbach von der Pfalz-Simmern-Zweibrücken kauft den Bezirk Klosterkumbd von Bertam von Vilbel und den Herren von Schöneberg. - Herzog Philipp von Burgund III, der Gute geht eine Allianz mit England ein und lässt sich dafür ewige Unabhängigkeit von Frankreich garantieren. - Die nürnberger Burggrafenburg wird von Herzog Ludwig von Bayern VII -Ingolstadt zerstört. - Der nürnberger Burggraf Johann von Zollern III (51) stirbt, wodurch die Besitzungen an seinen Bruder Übergehen, die Trennung aber beibehalten wird. - Der ältere Bruder vom trierer Erzbischof Otto von Ziegenhain Graf Johann von Ziegenhain II wird in den Reichsgrafenstand erhoben. - Der Liebhaber der geheimen Künste Graf Johann von Sponheim V (St) macht den disibodener Zisterziensermönch Gobelin von Kreuznach zum Kaplan von Kloster Sponheim und unternimmt mit ihm angeblich eine Palästinafahrt nach Jerusalem. - Die Ehefrau von Francesco I Sforza (St) (19), Polissena Ruffo, Gräfin von Montalto wird von einer ihrer Tanten durch Gift ermordet. Seine legitime Tochter wird ebenfalls durch Gift ermordet. - Ortlieb Donner von Lohrheim wird Abt von Kloster Arnstein. - Graf Johann von Wertheim II beginnt eine 10-jährige Fehde mit der Stadt Rothenburg ob der Tauber, die deshalb in die Reichsacht fällt, wegen der wertheimer Rechte an dem Ort Dülkheim. - Im frankfurter Stadtgebiet gibt es 120 durch Ewigzinsen verursachte verlassene Häuser und Hofstätten in geistlichem Besitz. - Die letzte Falkensteinerin, Anna von Falkenstein (St) stirbt und soll als weiß gekleidetetes Gespenst wegen der Verlegung des von ihr gestifteten Spitals in Dreieichenhain spuken. - Im Vertrages von Troyes erkennt der französische König Karl VI, der Wahnsinnige den Thronanspruch dem englischen König Heinrich V durch die Heirat seiner Tochter Katharina von Valois mit König Heinrich V an und schließt seinen Sohn, den Mörder von Johann Ohnefurcht (+1419) von der Thronfolge aus. - Winrich von Langenau ist katzenelnbogener Burgmann auf Burg Laurenburg. - Ludwig von Cilli wird von den Ortenburgern adoptiert und zum eventuellen Erben eingesetzt. - Das solmser Laubach wird mit Mauern, Türmen und Gräben befestigt. - Die Böhmische Taboriten-Bewegung behauptet Christus käme Mitte Februar 1420 erneut auf der Erde. Nach seinem Ausbleiben gründen sie eine geheime bewaffnete Sekte, die behauptet nicht jeder könne den zurückgekommenen Christus sehen. - Die elsässer Werkstube, eine Kopierstube die billige handschriftliche Kopien als Massenware erstellt umfasst u.a. Die 24 Alten von Otto von Passau und Eneas von Heinrich von Veldeke und Rosengarten und Lucidarius. - Der männliche Teil der Familie von der Leyen auf Burg Ockenstein, alias Burg zur Leyen stirbt aus und fällt an die Herren von Dattenberg. - Eberhard Mönch von Rosenberg ist mainzer Domkantor. - Richard Kolling, Heinrich Knebel von Katzenelnbogen und Otto Herdan von Büches sind mainzer Domherren.Mainz, das Haus zum Tiergarten dem mainzer Domherrn Dietrich Schenk von Erbach als Wohnung.

1419 Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St), Graf Bernhard von Solms II-Braunfels (St), Herr Gottfried von Eppstein VII (St), Herr Eberhard von Eppstein II (St) und Diether von Isenburg (St) schließen Frieden mit Graf Adolf von Nassau -Wiesbaden -Idstein (St).

Der Geldverleiher Salomon von Bingen, Jude zu St.Goar muss auf all seine Pfänder gegenüber den Leuten von Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) verzichten. Der Grund ist unbekannt (2904). Wiesbaden wird als Badeort mit 12 Badehäusern und ausschweifenden Festlichkeiten bekannt. - Erster Prager Fenstersturz, bei dem sieben katholische Ratsherren von der wartenden Menge aufgespießt werden. - Mit der Eroberung Prags beginnen die Hussitenkriege. Der abgesetzten König Wenzel von Luxemburg (St) (58) flieht auf die prager Wenzelsburg und stirbt. - Wetter: Strenger Winter in Paris. - Der wittelsbachfreundliche Graf Eberhard von Württemberg IV der Jüngere (St) stirbt . Seine Witwe Henriette von Mömpelgard (St) regiert und übernimmt die Vormundschaft für ihre minderjährigen Söhne. Seine Tochter wird Philipp den Älteren von Katzenelnbogen (St) heiraten. Er ist der Sohn von Bernabo Viscontis Tochter Antonia, die wie zwei ihrer Schwestern Wittelsbacher heirateten. - Philipp von Burgund III, der Gute wird Herzog nachdem der Dauphin, der spätere französische König Karl VII, seinen Vater Johann Ohnefurcht ermorden lässt. Die Ermordung ist Ursprung des lebenslangen Hasses gegenüber dem französischen Königshaus und veranlasste die Allianz Burgunds mit England. Burgund strebt nach Unabhängigkeit. - Gründung der Universität Rostock. - Der abgesetzte Herr Ulrich von Hanau V (St) stirbt von seiner Frau verlassen angeblich geisteskrank in Schaafheim. - Der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) stirbt in Aschaffenburg. - Trotz der von dem neuen mainzer Erzbischof Konrad III von Daun geschlichteten Fehde zwischen Frankfurt und Reifenberg kidnappt und ermordet Friedrich von Reifenberg (der Lange von Eschbach) den Schultheißensohn von Niedererlenbach, indem er den Gefangenen an einen Baum bindet und mit Moos erstickt. Friedrich von Reifenberg wird vom mainzer Erzbischof Konrad III von Daun gefangen. - Das frankfurter Leinwandhaus wird statt als Depot auch als Tanzort und als Gefängnis für Schuldner, Untersuchungs- und Strafgefangene, auch mit milderen Formen der Folter, später auch für Geisteskranke genutzt. - Königstein fällt an Gottfried von Eppstein VII (St) und Eberhard von Eppstein (St). - Die kölner Bürger beschweren sich beim kriegerischen kölner Erzbischof Dietrich von Moers über die Disziplinlosigkeit des Klerus, katastrophale Gottesdienste und die Händler, die sich im Dom einmieten und ihn zu einer Markthalle umfunktionieren. - Der würzburger Bischof Johann II von Brunn verbündet sich mit den Städten Fulda und Hersfeld und Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (17) gegen die Ganerben von der Tann. - Der sächsische Kurfürst Rudolf III wird von König Sigismund von Luxemburg (St) (51) nach Böhmen gesandt um dort für Ruhe zu sorgen und auf dem Weg dorthin mit Gift ermordet. - Der abgesetzte Papst Johannes XXIII wird begnadigt, freigelassen und stirbt 49 jährig. - Salpeterregal. - Die Stadt Grünberg richtet eine zentrale Wasserversorgung ein. - Johann von Kleve I wird geboren und verbringt seine Kindheit und Jugend am brüsseler Hof von seinem Onkel Herzog Philipp von Burgund III, der Gute. - Der mainzer Erzbischof Johann II von Nassau (St) und Graf Johann von Sponheim V -Starkenburg (St) teilen sich die innere Burg Neu-Baumburg. - Graf Engelbert von Nassau I -Dillenburg (St) vermittelt erfolgreich die verhängnisvolle Ehe von Herzog Johann IV von Brabant und dessen Cousine Jakobäa von Wittelsbach Straubing -Holland (St) (19) . - In der Nikolaikirche in Frankfurt wird ein Mord begangen. - Die Stadt Hanau ist von mainzer Beamten besetzt. Hanauer Bürger wollen sie vertragsgemäß nach dem Tod von Ulrich von Hanau V (St) loswerden. Ein militärischer mainzer Handstreich wird erfolgreich vereitelt, Hanau von der mainzer Besatzung befreit und dem rechtmäßigen Herrn Reinhard von Hanau II (St) übergeben. - Der neue mainzer Erzbischofs Konrad von Daun (St), der auf Burg Ehrenfels gewählt wird, da die mainzer Bürger dem Klerus gegenüber feindlich eingestellt sind, beginnt sein Amt mit Forderungen gegen Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (17) und vertreibt den fuldaer Fürstabt Johann von Merlau, der zu Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (17) flieht. - Phillip von Virneburg erheiratet mit Katharina von Saffenberg Teile der Grafschaft Neuenahr und die Herrschaft Saffenberg. - Das Amt des Landvogtes der Wetterau wird nicht mehr besetzt. - Der châloner Bischof Ludwig von Bar (49) verheiratet seinen Großneffen René von Anjou mit Isabella von Lothringen. - Die deutsche Königin Barbara von Cilli (St) ist Astrologin und Alchemistin, geht fremd und zeigt offen die zerrütteten Verhältnisse, wird von ihrem Mann König Sigismund von Luxemburg (St) (51) gedemütigt indem sie mit ihrer Tochter auf einen ärmlichen Bauernhof verbannt wird. König Sigismund von Luxemburg (St) (51) verweigert ihr die Anwesenheit bei der Krönung ihres Mannes zum König von Böhmen. - Der päpstliche Legat und Kardinal Pierre d'Ailly sagt in Avignon das Weltende zuerst für 1692 und später bis 1789 voraus. - Der mainzer Domherr Eberhard vom Stein stirbt. - In Koblenz wird das Tanz- und Kaufhaus auf der Stadtmauer zur Mosel hin erbaut. - In einem deutschsprachigen Manuskript aus der Werkstatt von 1418 nennt sich der Schreiber Hans Coler selbst und bittet die Leser ihn in ihre Gebete miteinzuschließen. - Peter von Udenheim ist mainzer Domscholaster. - Johann von Bibra, Schenk Dietrich von Erbach und Gerhard von Kramberg sind mainzer Domherren.

1418 Graf Adolf von Nassau -Wiesbaden -Idstein (St) (32) versucht das Schloß Katzenelnbogen mit Zubehör von Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) zurückzugewinnen, worüber es in den nächsten Jahren zu ernsten Auseinandersetzungen zwischen beiden kommt.
Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) erhält vom kölner Erzbischof Dietrich von Moers eine jährliche Rente aus dem Bonner Zoll.

Der trierer Erzbischof Werner von Falkenstein III (St) stirbt bei einem Angriff auf St Goar während des Kriegszuges gegen die Stadt Köln, wegen deren Weinzoll und des Baus von Wassermühlen, auf Burg Maus an einem Schlaganfall, damit stirbt das Geschlecht der Falkensteiner aus. Das Erbe geht an die Herren von Eppstein (Königstein), die Grafen von Solms (Münzenberg, Lich, Wölfersheim, Södel, Hungen, Laubach und Butzbach) und davon an Isenburg-Büdingen, (Langen, Sprendlingen) mit Burg Hayn (Diether von Isenburg I - Büdingen (St) oo Elisabeth von Solms (St)) , die noch Werners Schwester als Wohnsitz wählt, und ein kleiner Teil an die Grafen von Sayn und die Grafen von Virneburg. - Burgund strebt nach einem unabhängigen Königreich. - Heinrich der Seefahrer initiiert portugiesische Entdeckungsreisen. - Der frankfurter Wechsel, der Wessil, wird aufgegeben. - Der französische König Karl VII verbündet sich mit den Armagnaken, die aber nach 1000 Opfern aus Paris vertrieben werden. - Aus dem Erbe des trierer Erzbischofs Graf Werner von Falkenstein III (St) erhält Solms-Braunfels die Orte Münzenberg, Lich, Wölfersheim, Södel, Hungen, Laubach und Butzbach. Anna von Sayn (St) und Diether von Isenburg I -Büdingen (St) teilen sich den gemeinsam verwalteten Besitz Burg Hayn, Langen, Offenbach und den Wildbann Dreieich. - Peter von Solms beginnt eine Fehde gegen Frankfurt. - Der neue trierer Erzbischof Otto von Ziegenhain und Onkel des verstorbenen trierer Erzbischofs Werner von Falkenstein III (St) bestätigt der Stadt Limburg an der Lahn ihre Stadtrechte. - Die darmstädter Turmwächter blasen das große Horn, Posaunen oder Zinken (Zinkblashörner). - Siegfried von Runkel (St) schwört trotz des Todes seines Vaters Dietrich von Runkel (St) während der Gefangenschaft in der Burg Friedberg Eberhard von Eppstein (St) Urfehde. - Burg Abenheim wird erbaut. - Die Stadt Kreuznach erhält Jahrmarkt, Münze und Juden. - Der Herzog von Burgund Johann Ohnefurcht erobert Paris. Während der neue Kronprinz Karl VII fliehen kann kommt sein Kommandant Graf Bernhard von Armagnac ums Leben. - Graf Adolf von Nassau II -Wiesbaden-Idstein (St) (32). - Graf Johann von Ziegenhain II und Gottfried von Ziegenhain (St) verkauften die Hälfte der Burg Lißberg an Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (16). - Der deutsche König Sigismund von Luxemburg (St) (50) verleiht Graf Albrecht von Hohenlohe (St) die unumschränkte Gerichtshoheit für sein gesamtes Territorium. - Auf der Sauerburg gibt es 3 Steinbüchsen aus Messing und Eisen, 4 Kammerbüchsen 2 Hakenbüchsen 2 Vögler (Hinterlader Kammerbüchse) 19 kleine Handbüchsen 2 Lotbüchsen ( Bleibüchsen) und 40 Armbrüste. - Der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) läßt frei im Mittelschiff des Mainzer Doms eine Grabkapelle errichten. - Die Herbergen in Konstanz bieten ihren Gästen einen Tisch, Tischtücher und Betttücher, die 14-tägig gewechselt werden, Kopfkissen, Federkissen, Töpfe, Kessel, Kannen und einen Unterstand für die Pferde. - Das Buch De imitatione Christi wird anonym verbreitet und wird meistverbreitetes Werk nach der Bibel. - Die bayrisch-ingolstädter Prinzessin Isabeau von Wittelsbach von Bayern (St), wird von ihrem Verbündeten dem burgunder Herzog Johann Ohnefurcht gefangen gehalten. Der Graf von Armagnac bringt sie in Sicherheit. - Tanzwut (Es wird von einer Drogenvergiftung ausgegangen). - Johann von der Leyen wird trierer Rat und Amtmann in Cochem. - Diether von Isenburg I - Büdingen (St) wird Mitglied in der Ritter- und Turniervereinigung Gesellschaft mit dem Esel. - Benigne von Bellersheim ist Äbtissin in Kloster Patershausen. - Die solmser Erben der Burg Münzenberg verzichten dort zu wohnen und beziehen einen Gutshof südlich der Burg. - Ritter Dam Knebel von Katzenelnbogen erscheint im Karmeliterkloster Schwarz-Kloster Kreuznach. - Johann Wais von Fauerbach wird mainzer Domdekan. - Eberhard von Stein III ist ist mainzer Domscholaster. - Otto von Falkenberg ist mainzer Domkantor. - Philipp von Kronberg, Heinrich von Merlau genannt Böhm, Johann Flach von Schwarzenberg, Raban von Helmstadt und Raban von Liebenstein sind mainzer Domherren.

1417 Wetter: Jahresbeginn mit anhaltend strengem Winter. Hochwasser in Nürnberg. - Großes Ritterturnier in Frankfurt. - Der deutsche König Sigismund von Luxemburg (St) (48) belehnt Herzog Adolf von Berg gegen Kardinal Ludwig von Bar mit dem Herzogtum Bar und Pont a Mousson. - Herzog Adolf von Berg wird von Graf Philipp von Nassau -Weilburg-Saarbrücken (St). - Durch den Tod der letzten Gräfin von Sponheim und Vianden, Marie (St), gelangt ihr Erbe in den Besitz der Grafschaft Vianden. - Dauphin Karl VII, der Siegreiche, späterer König von Frankreich lässt als 14-jähriger seine Mutter, ehemalige wittelsbacher Prinzessin von Bayern vom Hof verbannen und stellt sie in Tours unter Arrest. - Das Konzil von Konstanz erklärt alle drei Päpste für abgesetzt, beendet mit der Wahl Martin V, der das Papsttum stärkt und Pogrome verbietet, das abendländische Schisma. Die Wahl ist die einzige eines Papstes auf deutschem Boden. - Die Burgunder fallen in Paris ein und besetzen es. Der 16-jährige Thronfolger wird von Graf von Armagnac gerettet, seine ungeliebte Mutter bleibt und verbündet sich mit dem Feind. - Die Grafschaft Sponheim wird nach fast 200 Jahren wieder in einer Hand vereint. - Teilung der Kauzenburg zwischen den Sponheimer Grafen und dem Kurfürsten und Pfalzgrafen Ludwig von Wittelsbach III (St) (39). - Die Reichsstadt Heilbronn verbündet sich mit Kurpfalz. - Die Land- und Markgrafen Friedrich IV, Wilhelm II und Friedrich der Jüngere von Thüringen und Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (15) schließen einen Frieden auf weitere drei Jahre. - Der wohlhabende mainzer Fernkaufmann und Mitglied des Weiten und Neuen mainzer Rates Gerwin van Brickelveld stirbt und hinterlässt umfangreichen Rentenbesitz in Dortmund und Oberwesel. - Der trierer Erzbischof Werner von Falkenstein III (St) verpfändet Königstein an Ritter Friedrich von Stein. - Teilung der kreuznacher Kauzenburg zwischen den Sponheimer Grafen (St) und dem Kurfürsten und Pfalzgrafen Ludwig von Wittelsbach III (St) (39). - Philipp von Hanau I-Lichtenberg, der Jüngere (St) wird in Windecken geboren. - Mit. dem Tod von Gräfin Elisabeth von Sponheim (St) fällt die Stadt Kastellaun an die hintere Grafschaft Sponheim. - Der sponheimer Abt Bernhard wird mit allen anderen Dominikanern zum Konzil nach Konstanz zitiert und gibt für die Reise mit Diener 50 Gulden aus. Nach seiner Rückkehr schafft er es die Mönche dazu zu bewegen in geweihten Räume keine Prostituierten mehr mitzunehmen und verliert ein Auge beim wütenden Fällen eines Kirschbaums im Klosterhof unter dem sich die Mönche mit Prostituierten herumtreiben. Da die Mönche sich nicht unterordnen verlässt der Abt sein Kloster und lebt in den Städten Bingen, Kreuznach und Trarbach. - Herzog Johann von Wittelsbach III von Bayern, Straubing-Holland (St), heiratet eine Nichte des Königs und entfaltete in seiner niederländischen Residenz Den Haag ein reiches höfisches Leben. - Äbtissin Adelheid von Reifenberg stirbt in Kloster Thron. - Die bayrisch-ingolstädter Prinzessin Isabeau von Wittelsbach von Bayerh (St), verbündet sich mit ihrem Verleumder dem burgunder Herzog Johann Ohnefurcht und legitimiert seinen Herrschaftsanspruch. - Herzog Wilhlem von Wittelsbach II -Straubing -Holland (St) stirbt an den Folgen eines Hundebisses und hinterläßt die Erbtochter Jakobäa (St) (16), die sich gegen die Erbsnsprüchen ihres Onkels Herzog Johann von Wittelsbach III von Bayern, Straubing-Holland (St) wehren muss. - Der deutsche König Sigismund von Luxemburg (St) (48) erläßt ein Handelsverbot gegen Venedig. - In der Grube Hamberg bei Siegen wird Eisenerz abgebaut. - Kloster Dierstein wird nur noch als Jungfrauenstift bezeichnet.


1416 Weistum über die im Falle eines Krieges der Herrschaft Katzenelnbogen zu Kriegsdiensten verpflichteten 24 Dörfer im Einrich.

Der deutsche König Sigismund von Luxemburg (St) (48) versucht im Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich zu vermitteln. König Sigismund von Luxemburg (St) (48) schließt ein Waffenbündnis mit England gegen Frankreich im Vertrag von Canterbury und unterstützt dabei den Herzog Adolf von Berg gegen Kardinal Ludwig von Bar. - Der heiliggesprochene italienische Wanderprediger und spätere päpstliche Inquisitor Johannes Capistranus startet feurige Reden gegen die Ungläubigen, Juden und die Prunksucht auch in Deutschland. - Al-Kasi entdeckt und beschreibt das Planetenäquatorium. - Nikolaus Krebs von Kues studiert in Heidelberg. - Der Edle Johann von Sayn, Graf von Wittgenstein, hat von Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (14) das Schloß Eysschensteyn zu Lehen empfangen. - Vertrag zwischen Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (14) und dem mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) über den Gehorsam der Geistlichkeit nach Aufhebung des Schismas. - Augsburg erhält eine Straßenpflasterung. - Die Grafen von Salm in den Ardennen sterben aus und vererben an Johann von Reifferscheid V. - Der trierer Erzbischof Werner von Falkenstein III (St) verleiht den Metzgern von Limburg an der Lahn die Zunftrechte und die limburger Tuchmacher eröffnen eine ständiges Lagerhaus in Zürich. - Der trierer Erzbischof Werner von Falkenstein III (St) lässt die neuen frankfurter Warten im Wildbann Dreieichü zerstören. - Nach dem Tod von Graf Johann von Nassau-Dillenburg I (St) erbt der bereits 54 jährige Graf Adolf von Nassau-Dillenburg (St) (54) die Regierung. - Burg Argenschwang kommt in den Besitz der Herren von der Leyen. - Graf Adolf von Kleve wird auf dem Konzil in Konstanz zum Herzog erhoben. - Philipp von Isenburg-Grenzau (St) verkauft seine Dörfer Niederwallmenach und Reitzenhain an Graf Philipp von Nassau-Saarbrücken (St), seine Rechte in Niederwallmenach an Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St). - Graf Heinrich von Weilnau (St) und Schenk Eberhard von Erbach fordern vergeblich Graf Johann von Ziegenhain II und seinen Bruder Gottfried von Ziegenhain (St) auf , die eroberte rodensteiner Burg Lißberg zurückzugeben und Hermann von Rodenstein und Lißberg und seine Kinder freizulassen. - Der hessische Adel fällt aus Rache für ständige Übergriffe in die Grafschaft Nassau ein und verwütet das Dillgebiet. Graf Johann von Nassau (St), der Hübner, zieht mit einem zahlenmäßig doppelt so starken Heer (in Wetzlar oder Herborn) in der Stippach gegen die Hessen um den fünfjährigen Landgrafen und sich aus einem vermeintlichen Hinterhalt durch ein Trompetensignal ausgelöst ungeschickt zurück, woduch sein Heer vernichtet wird und die gefangen nassauer Adeligen in den Türmen von Burg Königsberg (ehem solmsisch), Blankenstein, Biedenkopf und Marburg inhaftiert werden. Der unglückliche nassauer Kundschafter Fritz Galgenholz ist Söldner aus Hessen. - Der kurpfälzer Erbtruchsess Herr Friederich von Scharfeneck stirbt nach sein Bruder Herrmann von Scharfeneck kinderlos womit das Geschlecht ausstirbt. - Peter zum Paradies, der Sohn von Siegfrid vom Paradies, schenkt dem frankfurter Liebfrauenstift ein vergoldetes Kruzifix mit Edelsteinen, drei Saphiren, drei Diamanten und großen Perlen. - Der illegitime Herzog, der châloner Bischof Ludwig von Bar (45) gründet zur Unterstützung seiner Erbschaft Lothringen gegen Herzog Adolf von Berg die Adelsgesellschaft vom Vom Weißen Windspiel. - Die frankfurter Patrizier- und Tuchgroßhändlertochter Lisa von Neuhaus geht nach dem Tod ihres Mannes ins Kloster. Ihre Schwester ist Nonne in Kloster Altenberg. - Der mit Heilwich von Haiger verheiratete kronberger Amtmann und westerburger Vogt Gerhard von Schönborn stirbt. - Der frankfurter Patrizier Heinrich Welder wird frankfurter Syndicus. - Der Orden zum Windspiel wird von Jardubak zbd Herzog Ludwig von Bar gegründet. - Ein kleiner Teil von Burg Gutenberg und das Dorf Weithersheim werden von Gräfin Elisabeth von Sponheim und Vianden (St) ihrem Schwager Kurfürst Ludwig von Wittelsbach III von der Pfalz der Bärtige (St) übertragen. - Johann von Lewenstein alias Löwenstein ist mainzer Domherr.

1415 Der Prozess gegen den Reformer Jan Hus findet im Münster von Konstanz statt. Er wird in der Altstadt in der Straße Zum Hussenstein auf dem Scheiterhaufen verbrannt und die Asche in den Rhein geworfen. - Wegen der Wolfsplage wagen sich die frankfurter Feldschützen nicht in die Weinberge des frankfurter Nordends. Frankfurts Dombau wird mit der Fertigstellung des Turms beendet. - Johannes von Gmunden gibt astronomische Daten für jeweils 19 Jahre im Holztafeldruck heraus. - Der venzianische Kaufmann Niccolo dei Conti beginnt seine Reise nach Damaskus, Bagdad, Ormus, Indien, Ceylon, Sumatra, Bangkok und lässt sie als De varietate fortunae herausgeben. - Der mögliche Thronanwärter und englische Graf Richard von Conisburg gesteht dem englischen König Heinrich V, vor dessen Aufbruch nach Frankreich seinen Verrat und wird enthauptet. - Das vom deutschen König Sigismund von Luxemburg (St) (47) einberufene Konzil von Konstanz setzt alle Päpste ab und und ernennt als neuen Papst Martin V. Der deutsche König Sigismund von Luxemburg (St) (47) lässt Papst Johannes XXIII, der verkleidet aus Konstanz flieht, in Freiburg im Breisgau gefangen nehmen und Kurfürst Ludwig von Wittelsbach von der Pfalz III (St) (37) übergeben, der ihn bis zu seiner Begnadigung 1419 zunächst in Heidelberg und 1418 nach Lösegeldzahlungen auf Burg Eichelsheim bei Mannheim gefangen hält. - Burg Braunfels wird solmser Residenz da Solms-Burgsolms mit Johann von Solms VI (St) verheiratet mit Wildgräfin Agnes von Kirburg, im Mannesstamme ausstirbt. - Die frankfurter städtische Pfarrkirche St. Bartholomäus (ab 1562 Frankfurter Dom) erhält einen Turm. - Der frankfurter Hauptmann Bechtram von Vilbel nimmt einen reifenberger Ritter während der Kirchmesse gefangen und bringt ihn nach Bonames. - Das Amt des Landvogtes der Wetterau wird wegen der Verpfändung der Reichsstädte Wetzlar, Friedberg und Gelnhausen nicht mehr besetzt. - Der Steinmetzmeister Jacob von Cölln wird zum Bau des frankfurter Römers um Rat gefragt. - Emmerich von Heppenheft ist Dienstmann des mainzer Erzbischofs Johann von Nassau II (St). - Der Herzog von Burgund Johann Ohnefurcht und sein Sohn Philipp von Burgund III, der Gute nehmen an der Schlacht von Azincourt nicht teil. In der Schlacht von Azincourt wird ein zahlenmäßig überlegenes Heer des geisteskranken französischen Königs von englischen Berufsinvasionstruppen vernichtet und fast alle Gefangenen ermordet. Der Bruder des burgunder Herzog Johann Ohnefurcht, Anton von Burgund (St), der Bruder von Karl von Lothringen, Graf Ferry von Vaudemont und Eduard von Bar III fallen. Der châloner Bischof Ludwig von Bar (45) beansprucht illegitim als Erbe den Herzogtitel von Lothringen und obwohl er nicht in den weltlichen Stand zurücktreten darf und beginnt einen Krieg bis 1419. - Die Habsburger fallen beim deutschen König Sigismund von Luxemburg (St) (47) in Ungnade. - Graf Johann von Ziegenhain II und sein Bruder Gottfried von Ziegenhain besetzten gewaltsam die rodensteiner Burg Lißberg, ein schon 1396 mit dem Tod von Friedrich von Lißberg heimgefallenes Lehen und dass Johann von Rodenstein, ein Vetter Friedrichs, sie unrechtmäßig in Besitz genommen habe. Die Reichsacht führt zu einem erneuten Eroberung Lißbergs durch Hermann von Rodenstein, doch Graf Johann von Ziegenhain II und sein Bruder Gottfried von Ziegenhain (St) lassen sich nicht abhalten die rodensteiner Burg Lißberg, erneut zu erobern und dabei Hermann von Rodenstein und seine Kinder gefangenzunehmen. - Graf Johann von Nassau (St), der Hübner, fängt den hessischen Landhofmeister Ritter Rietesel. - Graf Dietrich von Sayn I (St) wird in Altenkirchen geboren. - Der wormser Kämmerer Johann von Dalberg Ritter im Dienste der Pfalzgrafen; Burgmann in Oppenheim, stirbt. - Der mainzer Erzbischofs Johann von Nassau II (St) wird auf dem Konzil von Konstanz mit den Worten Er sei wert verbrannt zu werden vom Patriarch von Konstantinopel beleidigt, reist sofort ab und fährt sofort mit dem Schiff von Schaffhausen zurück nach Mainz. - Graf Philipp von Nassau -Weilburg-Saarbrücken (St) wird Landvogt in der Wetterau. - Das Stundenbuch der Herzogin Maria von Geldern, Ehrenjungfer von Valentina Visconti (St), entsteht. - Philipp Flach von Schwarzenberg ist mainzer Domkustos. - Johann Wais von Fauerbach ist mainzer Domscholaster. - Johann von Reifenberg und Eberhard Mönch von Rosenberg sind mainzer Domherren.

1414 Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) ist bei der Krönung von König Sigismund von Luxemburg (St) (46) in Aachen zugegen.

Graf Philipp von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St), ist bei der Krönung anwesend. - Die Sachsenhäuser Warte in Frankfurt wird gebaut. - Graf Simon von Sponheim III -Vianden (St) stirbt ohne männlichen Erben. - Langen brennt beim Streit zwischen Frankfurt und dem Besitzer, dem trierer Erzbischof Werner von Falkenstein III (St) ab. - Der Rest der Burg Virneburg geht an den trierer Erzbischof Werner von Falkenstein III (St). - Das Englisches Unterhaus erlangt Gleichberechtigung mit dem Oberhaus. - 2. Reformkonzil beendet Schisma und verurteilt Hus. - An die alte Pfalzkapelle in Aachen wird eine Chorhalle, das Glashaus von Aachen mit den größten jemals errichteten gotischen Fenstern angebaut und eingeweiht. - Graf Johann von Nasssau d. Ä. von Dillenburg, Graf Adolf von Nassau, sein Sohn, und seine Brüder empfangen das hessische Lehen Herborn und Burg Wallenfels. - Alle thüringer Grafen und Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (12)beenden ihre Fehde. - Die Zünfte in Marburg: Wollenweber, Fleischhauer, Bäcker, Schuster, Schneider, Gerber, Krämer, Kleinhändler, Böttcher, Kannengießer, Spengler und Leineweber. - Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (12) besitzt zwischen Schwarzenberg und Melsungen einen Tiergarten. - Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (12) schenkt seinem Pfeifer und Hofgesinde Heinz Tempel ein Haus in der Stadt Kassel am Steinweg. - In Selbold führt Hauptmann Werner von Hirzenhain eine Fehde gegen Frankfurt, wird schwer verwundet, gefangen genommen und erhält harte Sühnebedingungen. - Frankfurt baut eine Warte im Wildbann Dreieich und zieht den Zorn des trierer Erzbischofs Werner von Falkenstein III (St) auf sich. - Der sonderbare und letzte männliche Nachkomme der Familie Sponheim, Graf Johann von Sponheim V-Starkenburg (St), der sich mit schwarzer Kunst und zwielichtigen Projekten beschäftigt, übernimmt die Regierung der hinteren Grafschaft Sponheim. - Belagerung von Friesack in Brandenburg. - Der französische Graf Bernard d’Armagnac und Führer der Armagnacs macht sich zum Diktator von Paris. - Die kölner Ministerialenfamilie von Ritter Friederich von Pattberg muss ihre Herrschaft an die Grafen von Waldeck abtreten. Die Korbacher brennen die Stadt Padberg nieder. - Graf Johann von Ziegenhain II und Gottfried von Ziegenhain werden wegen ihrer Verwicklung in eine heftige Fehde mit Siegfried von Ferkenhausen mit der Reichsacht belegt. - Herzog Ernst von Habsburg - Innerösterreich, der Eiserne (St) wird bei seiner Palästinafahrt in Jerusalem zum Grabesritter geschlagen. - In Nassau dient der Graue Turm als Gefängnis und Folterkammer und ist im Besitz der nassauer Grafen. - Der Ehemann von Agnes von Kolling, aufgewachsen auf Burg Hauenstein, Eberhard von Krombach wird in Frankfurt bei einem Ritterturnier zum Ritter geschlagen. - Burgmannen von Gelnhausen befehden Städte und Fürsten für eine Wiedergutmachung für die Zerstörung ihrer Burgen durch König Ruprecht von Wittelsbach (St) (54) im Krieg von 1404. - Dietrich von Runkel IV (St) ist Erbamtmann in Andernach. - In Frankfurt werden in der Domkirche bis 1424 Spielkarten verkauft. - Der deutsche König Sigismund von Luxemburg (St) (46) lässt in Frankfurt im Kaisersaal die Quaternionen der Reichsverfassung als Wandbildnis schaffen. - Die frankfurter Fischerzunft hat das Recht auf dem Main von Mainz bis Aschaffenburg zu fischen. - Bei der Bestätigung der Kurwürde des rheinischen Pfalzgraf Ludwig von Wittelsbach III (St) regelt König Sigismund von Luxemburg (St) (45) auch die Erbfolge, die der trierer Erzbischof Werner von Falkenstein III (St), der kölner Erzbischof Dietrich von Moers, Rudolf Hrz. v. Sachsen, Herzog Rainald von Jülich, der mit Elisabeth von Wittelsbach - Bayern (St) verheiratete nürnberger Burggraf Friedrich von Zollern VI (St), die BB. Georg v. Passau, Johann v. Würzburg, Raban v. Speier; Graf Adolf von Kleve, der mit Beatrix von Baden (St) verheiratete Graf Emicho von Leiningen (St), der mit Gräfin Margarethe von Nassau-Saarbrücken (St) verheiratete Graf Friedrich von Veldenz (St), Graf Johann von Katzenelnbogen (St), Graf Johann von Wertheim und Graf Thomas von Rieneck bezeugen. - Markward von Praunheim und Peter Echter von Mespelbrunn sind mainzer Domherren. - Philipp von Kronberg (21) nimmt an einem Ritterturnier zur Fastnach in Wiesbaden und zu Martini im November in Boppard teil.

1413 Eberhard von Heusenstamm verkauft seinen Besitz in mehreren Orten der Obergrafschaft mit seinem Anteil an der Gerauer Mark an Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St). Schwere Fehde mit Reinhard von Westerburg II (St) im Westerwald.

Wetter: Hochwasserkatastrophe in Nürnberg. - In Würzburg überrascht das Hochwasser die Menschen in der Nacht. - Die Galluswarte in Frankfurt wird gebaut. - Hungerkraalle in Mainz zwingen die Patrizierfamilien die Stadt zu verlassen. - Der auch an Epilepsie erkrankte englische König Heinrich IV stribt an Lepra. - Die französischen Prinzen stellen sich geschlossen gegen den Herzog von Burgund Johann Ohnefurcht. Herzog Ludwig II schickt die Ehefrau Katharina von Burgund seines Sohnes Ludwig III zurück zum Herzog von Burgund Johann Ohnefurcht und lässt ihn erneut heiraten. - Jan Hus predikt auf tschechisch gegen den Ablass und fordert eine nichthierarchische Struktur der Kirche, in der nur Christus das Oberhaupt sein kann. - Landgraf Ludwig von Hessen I (St) bestätigt und bekräftigt die Übereinkunft seines Vaters Landgraf Hermann von Hessen II (St) (72) mit Graf Philipp von Nassau -Weilburg-Saarbrücken (St), daß er dessen Tochter Johanna zur Frau nehmen soll und will. - Nach dem Tod von Landgraf Hermann von Hessen II (St) (72) beginnen nassauer Aggressionen. - Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (11) versichert der Stadt Allendorf das Salzwerk in den Sooden und den Pfännern ihre Rechte. - Beim Pulvermachen explodieren in Kassel drei Tonnen Pulver mit einem Todesopfer. - Das bickenbacher Hauskloster Heiligenberg wird geschlossen. - Giovanni di Bicci de Medici wird Bankier des Papstes Johannes XXIII. - Acht frankfurter Diener geraten beim Versuch Conz Tode zu fangen in katzenelnbogener Gefangenschaft. - Der Goldschmied Jacob Helmann zieht von Orsoy nach Köln und legt dort ein Heimatzeugnis für seine Rechtschaffenheit vor. - Der Herzog von Burgund Johann Ohnefurcht triumphiert in Paris und löst dadurch eine Gegenbewegung aus, die ihn zwingt aus Paris zu fliehen. Graf Philipp von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St) wird von König Sigismund von Luxemburg (St) (45) zum Hauptmann der luxemburger Ritterschaft ernannt. - Die deutschen Städtebünde schaffen die Brakteat-Umtauschaktionen ab und führen den Ewigen Pfennig ein, einer wie ehemals üblichen dickeren doppelseitig geprägten Münze. - Herzog Ludwig von Anjou verlobt seine Tochter mit dem französischen Thronfolger. Yolande von Bar ist ihre Urgroßmutter. - Katharina von Reifenberg stirbt in Kloster Klarenthal. - Gerhard von Schönborn III nennt sich Gerhard von Westerburg III und sein Bruder Philipp von Schönborn wird 1430 mainzer Domherr. - Der Anführer der Flegler Ritter Friedrich von Heldrungen wird von einem Köhler erschlagen. - Otto von der Spor ist mainzer Domherr.

1412 Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) vergleicht sich wegen seiner Mannlehnsforderungen mit dem Herzog von Jülich und Geldern gegen Anweisung jährlicher Einkünfte aus dem Rheinzoll zu Lobith Der letzten Zollstelle vor dem offenen Meer.

Erstes Auftauchen von Sinti und Roma in Frankfurt, die sich als Pilger aus Klein-Ägypten ausgeben um an Almosen der Stadt zu kommen. - Pest in Heidelberg. - Der trierer Erzbischof Werner von Falkenstein III (St) verleiht den Wollwebern oder Tuchmachern von Limburg an der Lahn die Zunftrechte. - Der frankfurter Rat wehrt sich gegen Fehdeerklärungen von Graf Alf von Nassau-Diez und bestürmt Burg Camberg und danach Burg Reifenberg. - Die Funktion einer Zollburg wird von Stolzenfels auf Burg Kunostein übertragen. - Willem de Vrieze, der Mann der Gastwirtstochter Marguerite de Risoir in Hall wird hingerichtet. Sie ist die illegitime Enkelin von Herzog Philipp II des Kühnen von Burgund. - Die Armagnacs verbünden sich kurzfristig mit dem englischen König, der dies bedauerlich für die Armagnacs als willkommene Einladung zum Einmarsch sieht. Der Herzog von Burgund Johann Ohnefurcht kauft sich in der pariser Bürgerschaft die gut organisierten Metzger und kleinen Handwerker mit Geld und Wein und der Rückgabe ihrer Privilegien. - Der Rheinzoll wird von Kapellen nach Engers verlegt. - Elisabeth Schelris wird bis 1445 Äbtissin von Kloster Himmelthal bei Aschaffenburg. Sie verkauft dabei zahlreiche Klostergüter um ihren luxuriösen Lebensstil zu finanzieren. - Graf Philipp von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St) wird mit Elisabeth von Lothringen (St) (16) mit einer Aussteuer von 10000 Gulden verlobt. Die Heirat von Graf Philipp von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St) mit Elisabeth von Lothringen (St) (16) soll ein Brückenschlag zwischen den rivalisierenden Parteien Orleans-Bar und Burgund -Lothringen sein. - Der wormser Bischof Johann von Fleckenstein beansprucht in der wormser Residenz Ladenburg für die Pfarrkirche einen zweiten Turm, da es ihm als Bischof zustünde. Er will einen Dom. - Im Harz fordern die Flegler die gerechte Verteilung von Gütern und die Abschaffung von Steuern und Fronen unter der Führung von Ritter Friedrich von Heldrungen. Burg Heldrungen wird vom thüringer Feldhauptmann eingenommen und die Anführer zu Tode gegeißelt. - Wilhelm Knebel von Katzenelnbogen ist im Besitz von Burg Dill, da sein Vater Ritter Otto Knebel von Katzenelnbogen Graf Johann von Sponheim V (St) 1400 Gulden geliehen hatte. - Richard von Kleen alias Cleen ist mainzer Domherr. - Philipp von Kronberg (19) nimmt an einem Ritterturnier nach Ostern in Landau in der Pfalz teil.

1411 Sicherungsmaßnahmen Herzog Antons von Brabant (St) und der Städte Brüssel, Löwen, St. Trond und Frankfurt gegen katzenelnbogener Angriffe auf die brabantische Messekaufleute mit Ziel Frankfurt. Sühne und Einigung zwischen Hessen, Katzenelnbogen und Nassau.

Nach dem Mord mit Gift an seinem Onkels Jobst von Mähren (St) wird der ungarische König und brandenburger Kurfürst Sigismund von Luxemburg (St) (43) deutscher König. - Die frankfurter Gerichtsbarkeit geht vom mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) (51) auf den Rat der Stadt Frankfurt über. - Der Vitztum Hamann Echter belagert mit 500 Pferden die Stadt Gelnhausen, Er will Wiedergutmachung für die Zerstörung der Burg Tannenberg. - Ritterturnier in Mainz. - Die Medici eröffnen in Konstanz ihre erste deutsche Filiale während des Konzils. - Gründung der ersten schottischen Universität St. Andrews. - In Rom wird ein 43-jähriger Militionär zu Papst Johannes XXIII. - Trotz Zollkrieg zwischen der Messestadt Frankfurt und Straßburg werden auf der Messe Frankfurt 2.100.000 Liter Elsässer Wein auf etwa 120 Schiffen aus Straßburg umgesetzt. - Das Herzogtum Luxemburg gerät unter die Pfandschaft des Herzogs von Burgund Johanns Ohnefurcht. - In Straßburg wird eine Organisation der Bettler gegründet, die denen der Zünfte ähnelt. Betteln ist nicht nur eine legitime Erwerbsmöglichkeit, sondern Almosen zu geben ist eine Möglichkeit sich seiner Sünden zu entledigen und dadurch, dass sich der Bettler der Verachtung der Gesellschaft aussetzt erzielt dieser ein religös-moralisches Ansehen, das ihn über alle anderen Stände erhebt. - Vertrag zwischen Landgraf Hermann von Hessen II (St) (70) und dem mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) (44). - Philipp von Reifenberg beraubt frankfurter Bürger, verbrennt frankfurter Eigentum und bekämpft gemeinsam mit der Stadt Friedberg die kronberger ? Raubritter. - Die Briefboten des mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) (51) müssen auf den mainz-frankfurter Marktschiffen keinen Fahrpreis bezahlen. - Die Ganerben von Neu-Falkenstein, Kronberg und Hattstein schließen einen Burgfrieden für Neu-Falkenstein. - Schenk Philipp von Erbach befehdet Gottfried von Eppstein VII (St) und Eberhard von Eppstein (St). - Beim Bau eines Turmes beim kölner Rathaus werden die alten Maße der Zünfte gegen die neuen der Patrizier-Geschlechter wieder eingeführt. - Burg Hattenheim fällt in das Eigentum der Freiherrn Langwerth von Simmern. - Mit Johann II von Brunn wird ein elsäßer und nicht heimischer Adeliger Fürstbischof in Würzburg und führt dort ein luxuriöses und weltliches Leben mit vielen Frauen. - Anna von Kronberg heiratet Eberhard von Eppstein (St), die erste kronberger Heirat mit einem einflußreichen Geschlecht. - Der Patrizier Engel Brun von Brunfels alias Braun von Braunfels ist frankfurter Ratsmitglied. - Der frankfurter Henne Wyle wird trotz solmschen Geleits bei Wölfersheim von Ulrich von Kronberg und Walter von Reifenberg beraubt. - Der Herzog von Burgund Johann Ohnefurcht fällt mit einer Armee von 60.000 Männern in Paris ein und vernichtet die Truppen der Armagnacs vollständig. - Graf Emich von Leiningen VII -Hartenburg (St) heiratet die 11jährige Markgräfin Beatrix von Baden (St) . - Die Brückenmühle an der Alten Brücke in Frankfurt wird erbaut. - Ein sponheimer abhängiger Geistlicher, vom Grafen erzogen und von Jugend an von ihm zur Schule geschickt und Schreiber des Grafen versucht vergeblich die Burg Grumbach in die Hände der Feinde des Grafen zu spielen. - Graf Johann von Sponheim V (St) bekriegt Konrad von Sickingen. - Die Schenkin Elisabeth von Erbach aus dem Hause Kronberg stirbt. - Gräfin Elisabeth von Hanau, geb als Elisabeth von Ziegenhain, trennt sich von ihrem Mann Graf Ulrich von Hanau V (St) und zieht mit ihren drei Töchtern in die Nachbarschaft von Kloster Klarenthal. - In Siegen gibt es 25 abgabenpflichtige Eisenerzhütten. - Ulrich von Bergheim kauft die Ruine Burg Alzenau. - Gerhard von Schönborn wird Amtmann in Kronberg. - In Mainz bestehen die Patrizier gegenüber den Zünften auf ihre Steuer- und Zollfreiheit und 117 Patrizierfamilien verlassen aus Protest die Stadt, darunter auch die Gutenbergs. - Der Orden des Hopfens wird in Flandern vom burgunder Herzog Johann Ohnefurcht zur Ehrung des Hopfenanbaus, auch zur Förderung des Ansehens des Herzogs bei den Bauern und der Liebe zum Bier gestiftet und im Ausland als Bierorden belächelt. Der burgunder Herzog Johann Ohnefurcht ist Vortrinker der herzoglichen Trinkgesellschaft Gambrinus. - Die wild- und rheingräfliche Burg Brunkenstein wird zerstört und geschleift. - Einer der Maler des Stundenbuchs und persönlicher Diener von Herzog Johann von Berry Bruder Paul (24) verliebt sich in Gillette la Mercière (12). Gillette la Mercière (11) flüchtet zu Herzog Johann von Berry, da ihre Eltern den Kontakt verbieten. Trotz der durch den französischen König befohlenen Herausgabe des Mädchens heiraten die beiden. - Philipp von Helfenstein und Konrad Rau von Holzhausen sind mainzer Domherren. - Philipp von Kronberg (18) nimmt an einem Ritterturnier zu Ostern in Mainz, im Juni in Würzburg und um Martin im November in Frankfurt teil.

1410 Der trierer Dompropst Otto von Ziegenhain (30) bessert hierauf die trierer Lehen von Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) mit 1000 Gulden.
Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) verbündet sich mit zahlreichen nassauischen und hessischen Herren gegen Graf Adolf von Nassau-Diez (St) und dessen Bruder Junggraf Johann von Nassau und Graf Johann von Nassau dem Älteren .

Große Hochzeit auf Rheinfels zu der 1600 Schüsseln und 800 Krüge eingekauft werden (Klergins brude) (6079.26)

 

König Ruprecht von Wittelsbach I (St) (58) befiehlt seinen gelnhausener Burgmannen die Burg Gelnhausen zu renovieren. - Wetter: Hochwasser in Nürnberg. - König Ruprecht von Wittelsbach I (St) (58) stirbt auf Burg Landskron in Oppenheim. Sein Sohn Ludwig von Wittelsbach von der Pfalz III (St) (32) wird Haupterbe, Johann von Wittelsbach (St) (27) erhält Pfalz-Neumarkt, Stefan Pfalz-Simmern (St) (25) und Otto Pfalz-Mosbach. - Königssohn Stephan von der Pfalz in Simmern (St) (25) zieht von Meisenheim nach Zweibrücken heiratet die Erbtochter Anna von Veldenz und der Hälfte von Sponheim, macht Burg Simmern zu einer seiner Residenzen und wird der Zweibrücker genannt. - Der mährische Markgraf Jobst von Luxemburg (St) wird gegen Graf Sigismund von Luxemburg (St) (42) zum römisch deutschen König gewählt. - In der Schlacht von Tannenberg, der zweitgrößten mittelalterlichen Schlacht der Geschichte, erleidet der Deutschordensstaat eine wichtige Niederlage gegen das Königreich Polen. - Ein Jude namens Salman von St. Goar ist Erbsohn des Magiers Abraham von Worms. - Ritterturnier in Mainz. - Bratwürste werden in der Untergrafschaft Katzenelnbogen zum ersten Mal erwähnt. - Johannes XXIII wird zum Papst gewählt obwohl er nicht einmal Priester sondern Offizier ist. Durch seinen engen Freund Giovanni di Bicci de Medici,wird das Bankhaus Medici zum offiziellen Bankhaus seiner Heiligkeit. - Chisdai Cresca spricht von einem unendlichen kosmischen Raum mit mehr als einer Welt und der Gleichartigkeit der kosmischen und irdischen Natur in Bezug auf Materie und Gesetzeswirkung - Kaffeeanbau gelangt von Äthiopien nach Arabien. - Im Liber de simplicibus zählt Benedetto Rinio 440 teils exotische Pflanzen für Ärzte, Apotheker und Kaufleute auf. - Peter d´Áilly veröffentlicht eine Weltkarte mit falschen Dimensionen nach Fernost, die Kolumbus zu seiner Reise animieren. - Auf der Hochzeit Karls von Orleans, Ludwigs Sohn und Nachfolger, mit der Tochter des Grafen Bernard VII. d’Armagnac formiert sich die Allianz der Armagnacs gegen den Herzog von Burgund Johann Ohnefurcht . - Herzog Johann von Berry (jüngerer Königssohn) ist von der Buchmalerei der Brüder von Limburg so begeistert, das er den Bruder Paul zu seinem persönlichen Diener macht, ihm Juwelen und ein Haus bei seiner Residenz Bourges schenkt. Die Brüder beauftragt Herzog Johann von Berry das Stundenbuch, den berühmtesten mittelalterlichen französischen Kalender zu malen. - Der Pfalzgraf kauft Burg Fürstenberg von Kurköln. - Adolf von Nassau II -Idstein (St) verpfändet seinen Teil an Sonnenberg an den Edelherrn Hennichen von Reifenberg. - Filippo Brunelleschi zeichnet Tafeln der Piazza San Giovanni perspektivisch. - Burg Trifels gehört zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. - Henne von Hattstein ist Vogt von Graf Philipp von Nassau -Weilburg-Saarbrücken (St). - Der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) verbündet sich mit Friedrich d. J. von Thüringen gegen Landgraf Hermann von Hessen II (St) (69). - Im Kriegsfall sollen beide Parteien 100 Mann mit Gleven stellen, 50 nach Eschwege und Sontra und 50 nach Heiligenstadt und Duderstadt. - Der frankfurter Dombaumeister Madern Gerthener baut die südliche Durchfahrt zum inneren Hof des Nürnberger Hofs in Frankfurt, der erst 1485 aus dem Glauburghof (ab 1385 Nürnberg Hof) und dem Schmidthof zusammengelegt wird und ein quer liegendes Gebäude mit einer Säulenhalle. Die Besitzer Herte Glauburg und seine Frau Guda Knoblauch lassen ihre Wappen, die ihrer Vorfahren und der Reichsstädte Frankfurt und Nürnberg in die Schlusssteine der Gewölbe einsetzen. - Philipp von Reifenberg beginnt eine Fehde gegen Frankfurt. - Burg Fürstenberg wird von der Pfalz endgültig erworben. - Graf Philipp von Falkenstein VI (St) stirbt kinderlos. Der trierer Erzbischof Werner von Falkenstein III (St) erbt. - Stefan von der Pfalz heiratet Gräfin Anna von Veldenz. - Lorenz von Heppenheft alias Grans von Heppenheft erhält von Graf Johann von Katzenelnbogen (St) ein Burglehen auf Burg Reichenberg. - Belagerung der Marienburg, Deutschritterorden wehrt Polen und Litauer ab. - Der pfälzer Kurfürst Ludwig von der Pfalz III (St) (32) belehnt die Edlen von Steinhausen mit Burg Neidenfels. - Matilda von Baden, die sponheimer Erbin, stirbt. - Johanna von Polanen (18) gebärt Graf Engelbert von Nassau-Dillenburg I (St) (33) nach 7-jähriger Ehe seinen Thronfolger. - Graf Adold von Nassau -Idstein (St) verpfändet seinen Teil von Burg Sonnenberg an den Edelherren Hennichen von Reifenberg und löst seinen Vetter Philipp von Nassau -Weilburg-Saarbrücken (St) von dem Burgfrieden. - Im Streit um die Vorherrschaft in Friedberg erreichte der Burgvogt, daß König König Ruprecht von Wittelsbach I (St) (58) den Weiterbau des dreigeschossigen Nordturms und des anderthalbgeschossigen Südturms als Provokation zur Burg untersagt. In der Kirche wird mit dem Bau des Lettners begonnen. - Graf Heinrich von Waldeck VII ist Mitbegründer des Ritterbundes Zum Luchs. - In Vezelise findet ein Mirakelspiel über das Leben der Heiligen Agnes statt, bei dem Elisabeth von Lothringen (St) (15) (1412) Gräfin Elisabeth von Nassau-Saarbrücken und ihre Mutter Margarete von Joinville anwesend ist.. - Der zweisprachige Graf Philipp von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St) (32) setzt sich für Jobst von Mähren (St) als neuen deutschen König ein. - Der letzte Graf Hugo von Mömpelgard (St) wird bei der Zerstörung der Burg Oltigen durch einen Bauernaufstand ermordet. - Der Herr von Burg Hohlenfels Hildeger von Langenau verkauft seinen Anteil an der Burg. Seine Tochter Agnes ist mit Ritter Johann Romilian von Kobern und seine Tochter Elisabeth mit Johann von Einenburg, Herrn zu Landskron verheiratet. - Der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) verbündet sich mit dem Ritterbund zum Luchs. - Graf Gerhard von Sayn (St) wird hochadeliges Mitglied in der eigentlich niederadeligen Ritter- und Turniervereinigung Gesellschaft mit dem Esel. - Orgel in Oberwesel. - Der fuldaer Fürstabt Johann von Merlau verpfändet Burg Bingenheim an Graf Philipp von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St). - Philipp von Kronberg nimmt bis 1413 an 13 Turnieren zwischen Brüssel und Stuttgart teil. - Schweickhardt von Sickingen ist Oberhofmeister von König Ruprecht von Wittelsbach I (St) (58). - In Prag wird eine astronomische Rathausuhr eingebaut. - Der Bischof von Cambrai Pierre d'Ailly schreibt sein astronomisches und geographisches Buch Imago Mundi, das Christoph Kolumbus als Grundlage dienen wird. - Rudolf von Gayling-Hauenstein ist Reichsschultheiß von Frankfurt. - Wilhelm von Nassau wird mainzer Dompropst. - Wilhelm von Nassau und Johann von Kronberg sind mainzer Domherren. - Philipp von Kronberg (17) nimmt an einem Turnier im Oktober in Wiesbaden und im November in Mainz, zwei Wochen später in Frankfurt und an Weihnachten in Boppard teil.


1409 Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) sucht die Erfüllung seiner Forderungen an Luxemburg und Brabant durch Rückgriff auf deren frankfurter Messekaufleute zu erreichen; ein Versuch, der durch Jahrzehnte hindurch immer erneut aufgegriffen wird.
Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) zahlt dem trierer Erzbischof Werner von Falkenstein III (St), mit dem er ernstliche Differenzen wegen Behauptung der katzenelnbogener Hoheitsrechte in St. Goar hat, die 5000 Gulden zurück, die dieser 1391 seinem Vater Graf Diether von Katzenelnbogen VIII (St) geliehen hatte.

Wetter: Der Bodensee ist komplett zugefroren. - Verhandlungen über Beendigung der Kirchenspaltung in Frankfurt. - Sieben Kardinäle von Papst Gregor VII und siebzehn von Papst Benedikt XIII wählen Alexander V zum Gegenpapst in Pisa, aber ihre Päpste weigern sich zurückzutreten. Es gibt 3 Päpste. - Der neue Herr von Büdingen, Dieter von Isenburg- Büdimgem (St) erhält seine Lehen und heiratet Gräfin Elisabeth von Solms-Braunfels (St). - Landfrieden in Hessen zwischen Mainz, Paderborn, Fulda, Hersfeld, Hessen und Thüringen. - Im österreichischen Schwaz werden ungeheure Mengen an Silbererzen gefunden. Es wird die Geldquelle der Habsburger und nach Wien zweitgrößte Stadt im habsburger Reich mit 20 000 Einwohnern. - Die Rheingrafen, ursprünglich von Rheineck, ererben durch die Erbtocher Adelheid von Kyrburg die wildgräfliche Kyrburg. Die Wildgrafschaft ist seit 1258 wieder veininigt. - Gründung der Universität Leipzig nachdem 46 Magister Prag verlassen haben. - Graf Eberhard von Württemberg III (St) erwirbt die burgundische Grafschaft Mömpelgard. - Giovanni Maria Visconti (St) leidet an geisteskranker Grausamkeit, lässt Hunde auf Menschen abrichten und verhängt die Todesstrafe Erhängen beim Aussprechen des Wortes pace (Frieden). - Kutrolf-Massenproduktion im Spessart durch ungeheure Beliebtheit in Deutschland. - Anna von Veldenz (St) heiratet Pfalzgraf Stefan von Simmern-Zweibrücken, wodurch die Grafschaft Veldenz an das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken fällt. - Graf Gerhard von Isenburg-Wied (St) führt eine Fehde mit Herzog Adolf von Berg und Wilhelm I von Reichenstein. - Emmerich von Heppenheft erbaut eine Burg in Kirberg und erhält das Lehen von Graf Adolf von Nassau-Vianden-Diez (St). - Simon von Heppenheft alias Grans von Rheinberg kauft seine Stammburg Heppenheft wieder zurück, trägt sie dem Pfalzgrafen zu Lehen auf und öffnet sie ihm. - Dieter II Landschad von Steinach und seine Gattin Irmgard sollen 400 Gulden in die pfälzer Burg Neidenfels investieren um sie als Lehen zu erhalten. - Frank von Kronberg ist der Vormund der Kinder von dem verstorbenen Walter von Kronberg besitzen unrechtmäßig die Burg Reifenberg. Ihr Vormund Frank von Kronberg wirtschaftet verantwortungslos gegen die Kinder. - Hartmut von Kronberg betätigt sich als Räuber auf Burg Tannenberg. - Burg Kray vor Andernach ist im Besitz des kölner Erzbischof Friedrich von Saarwerden III. - Die Rheingrafen erheiraten den Besitz der Wildgrafen, die Kyrburg. - Johann von Bayern III (St) tritt der wittelsbachisch-burgundischen Allianz von Johann Ohnefurcht, Wilhelm II., Ludwig VII. und dessen Schwester Isabeau von Bayern (St) bei. - Die gräflich-nassauische Pepplermühle in Nassau geht als Lehen an die Ritter Johann und Friedrich vom Stein. Das Stadttor ehemals Montaubaurer Pforte nennt man nach ihr Mühlpforte. - Graf Philipp von Nassau -Weilburg-Saarbrücken (St) versucht vergeblich seine an Lepra erkrankte Dienerin im frankfurter Gutleuthof unterzubringen. - Johann von Hanau (St) und Reinhard von Hanau (St) verlehen das rumpenheimer Lehen mit der rumpenheimer Fähre an Frank von Kronberg. - Graf Simon von Sponheim III -Vianden (St) wird hochadeliges Mitglied in der eigentlich niederadeligen Ritter- und Turniervereinigung Gesellschaft mit dem Esel. - Die Venedische Gesellschaft von Hildebrand Veckinchusen stockt als erfolgreiches Mitglied der Hanse ihr Grundkapital um 110 Prozent von Köln aus auf. - Der kurfürstlich-mainzer Rat Johann von Selheim bezieht bis 1434 Burg Rheinstein. - In Groß-Umstadt erhält Schelm Sibold von Bergen den Rodensteiner Hof als pfälzer Lehen. - Heinrich von Schönborn, der Alte wird von Gerhard von Schönborn II später Herren von Westerburg und Gilbrecht von Schönborn später Freienfels beerbt. - Simon Grans von Heppenheft-Rheinberg kauft mit seiner Frau Margarethe Richterhofer, alias Margarethe Reichtershofen die verlorene Stammburg Heppenheft zurück. - Werner Knebel von Katzenelnbogen ist Burggraf auf Stahleck, als Mannlehen von Graf Johann von Sponheim V (St).

1408 Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) erhebt die erste allgemeine Landsteuer von allen Einwohnern seiner Grafschaft die dort Wasser und Weide nutzen in Höhe des 10. Pfennigs. Der Predigerorden (Dominikaner) macht ihn und seine Familie lebenslang teilhaftig
Er erhält maßgeblichen Einfluss auf das Stift St. Goar.
Graf Johann von Nassau I (St) (69) erhält für das ihm 1405 zugesprochene Drittel an Driedorf ersatzweise einen Anteil an Ellar zuerkannt.

Hildegard, uneheliche Tochter von Graf Eberhard von Katzenelnbogen V (St) wird von König Ruprecht von Wittelsbach (St) (56) legitimiert. Anna von Württemberg (St) wird in Waiblingen geboren.

Wetter: Nach einem strengen Winter folgt ein Sommer mit guter Ernte. - Der italienische Vulkan Ätna bricht aus. - Großes Hirschessen im frankfurter Rathaus Römer. - Die neue Ballustrade der alten Nikolaikirche in Frankfurt mit den Ecktürmchen wird als Aussichtsbalkon für Tjoste, Turniere und Festivitäten umgebaut. - Der abgesetzte rothenburger Bürgermeister Heinrich Toppler verdurstet im Kerker. - Landgraf Hermann von Hessen II (St) (67) erlaubt den Schmieden, Kupferschlägern, Gropengießern und Kannengießern in Kassel eine Bruderschaft und Innung. - Schenk Eberhard von Erbach erklagt die eppsteiner Burgen Steinheim und Homburg und fordert die Hattsteiner zur Zusammenarbeit auf. - Nach dem Tod des letzten Wildgrafen von Kyrburg muss Wildgraf und Rheingraf Johann III (St) zum Stein auf die Propstei Ravengiersburg verzichten und das größte Gebiet von Pfalz Simmern wird als erledigtes Lehen von König Ruprecht von Wittelsbach (St) eingezogen und 1410 an das neue Pfalz Simmern gegeben. - Der ungarische König Sigismund von Luxemburg (St) (40) gründet um seine Macht zu festigen den Drachenorden. - Simon von Heppenheft alias Grans von Rheinberg, Herr auf Burg Rheinberg, lässt seinen unehelichen Sohn Gerlach von Pfalzgraf xxx legitimieren. Dieser studiert in Jena und Heidelberg.- Der Herzog von Burgund Philipp der Kühne lässt den Vogt von Paris ermorden. Beim Prozess wird die Tat als Notwehr umgedeutet. - Mefried von Brambach ist Teilpfandinhaber an der Burg Weltersburg. - Der vertriebene Herzog Johann von Bayern III Straubing-Holland (St) kann seine Herrschaft mit Unterstützung des Herzog von Burgund Johann Ohnefurcht (67) und seiner Verwandten Wilhelm II (St) (67) und Ludwig VII (St) (67) in der Schlacht von Othée wiederherstellen. Johann von Bayern III (St) (34) konfisziert hemmungslos die eroberten Gebiete und richtet seine unterlegenen Gegner gnadenlos hin, was ihm den Beinamen Ohnegnade eingebringt. - In Frankfurt sind 167 Makler zu Messezeiten tätig, die hauptsächlich den Tuchhandel abwickeln. - Philipp von Weinsberg nimmt am Turnier in Heilbronn teil. - Gilbrecht von Schönborn wird Vogt in Westerburg. - Heinrich von Solms-Ottenstein (St) wird auf Burg Ottenstein durch den münsteraner Bischof Otto von Hoya IV belagert. Der Tochter Agnes von Solms (St) wird freies Geleit und die Zusage gegeben, alles was sie tragen kann mitnehmen zu dürfen. Sie trägt ihren Vater Heinrich aus der Burg Ottenstein und rettet ihm das Leben. - Wildgraf Gerhard III von Kyrburg und Schmidtburg hinterlässt nur 5 Töchter. Adelheid ist mit Wild- und Rheingraf Johann III (St) verheiratet, Elisabeth mit Heinrich von Vinstingen III, Agnes mit Graf Johann von Solms IV-Burgsolms (St) Uda mit Eberhard von Hohenfels -Reipoltskirchen (St) (+1432) und Kunigunde ist Kanonikerin im kölner St.Cäcilien-Kloster. - Simon Grans von Heppenheft lässt von König Ruprecht von Wittelsbach (St) seinen unehelichen Sohn Gerlach legitimieren. - Heinrich von Schönburg ist mainzer Domkantor und wird von Otto von Friesenheim abgelöst.

1407 Erneute Verhandlungen von Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) mit Luxemburg. Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) erklärt Markgraf an Jobst von Brandenburg und Mähren (St) und den Herzog von Orleans die Fehde.

Wetter: Naßkalter Sommer in dem die Früchte verderben sorgt in Weinsberg für Preisanstieg und Hungersnot. - Johann von Isenburg II-Limburg (St) aus isenburger Linie stirbt. Limburg fällt nach dem Tod der Witwe an den trierer Erzbischof Werner von Falkenstein III (St). - Das umfangreichste Werk der Welt, die grosse chinesische Enzyklopädie Yung Lo Ta Tien wird vollendet. - Der nürnberger  Kaufmann und Besitzer der ersten Papiermühle nördlich der Alpen Ulman Stromer beschreibt Anwendungen zur Volumenbestimmung, der Visierkunst. - Der chinesische Flottenführer Zheng He legt bis zur ostafrikanischen Küste Handelsstützpunkte an. - Der italienische Bildhauer der Frührenaissance Donatello erstellt seine ersten Figuren am Dom von Florenz. - Pest in Heidelberg. - Die Stadt Rothenburg ob der Tauber wird von einem 10000 Mann-Heer der süddeutschen Städte angegriffen und erzwingt dennoch Friedensverhandlungen in denen sie sich, da sie sich von ihrem wagemutigen Bürgermeister Heinrich Toppler lossagt, jedoch zur wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit verpflichtet. - Ludwig VII von Bayern (St) (47, der Bruder der französischen Königin Isabeau, ist faktisch Regent von Frankreich. Sein prunksüchtiger Lebensstil bringt ihn in den Verdacht den französischen Kronschatz auszuplündern. - Adolf von Nassau II (St) erlässt im Rheingau das Haingericht, bestehend aus zwei Adeligen und zwei Landbürgern als gemeindliche Ordnungsinstitution. - Graf Wilhelm III von Isenburg-Wied in Büdingen (St) lässt seine beiden unehelichen Kinder legitimieren. - Der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) (47) regelt die Besteuerung des frankfurter Leonhardsstifts durch den frankfurter Rat. - Der frankfurter Rat beginnt mit der Erwiderung von Fehdeerklärungen. - Philipp von Falkenstein VIII (St) stirbt kinderlos. - Königssohn Johann von der Pfalz (24) heiratet die 24-jährige Prinzessin Katharina von Pommern. - Königstochter Elisabeth von der Pfalz (St) (26) heiratet den österreichischen Herzog Friedrich von Habsburg IV (St) (25) und stirbt nach zwei Jahren Ehe. - Die Ritter Fuchs von Rüdesheim vererben die rüdesheimer Boosenburg an die Brömser von Rüdesheim. - Der goldene Ritter Herrmann Riedesel wird geboren. - Simon Grans von Heppenheft alias Simon von Rheinberg, Herr auf Burg Rheinberg, wird katzenelnbogener Burgmann in Braubach und sein gleichnamiger Sohn studiert Jura in Erfurt und Heidelberg. - Der Herzog von Burgund und Berater der Königin Johann Ohnefurcht fürchtet um seine Macht und lässt den Königsbruder und vermeintlichen Liebhaber der Königin Isabeau von Wittelsbach von Bayern (St) Ludwig von Orleans (35) von 15 Männern in Paris ermorden und löst einen Bürgerkrieg aus. - Die französische Königin Isabeau von Bayern (St) bringt nach der Bastardtheorie Jeanne d`Arc zur Welt. Das Kind Philipp stirbt angeblich, ist vielleicht vom Stallmeister ausgetauscht und wird aber definitiv ohne die üblichen Zeugen geboren. Herzog Ludwig von Orleans, ein Bruder von König Karl VI., der seit 1405 immer häufiger an Wahnsinnsanfällen leidet ist im Ränkespiel um die Macht beteiligt. - Günther von Rumpenheim verkauft sein Lehen an Johann von Hanau (St) zurück und behält nur einige Höfe beim Bethäuschen am Main. - Graf Philipp von Nassau -Weilburg-Saarbrücken (St) (39) unterstützt die Allianz des französischen Königsbruder Ludwig von Orleans und Eduard von Bar gegen den burgunder Herzog Johann Ohnefurcht. - Die mainzer Patrizier zum Jungen erhalten Lehen in Gonzenheim. - Die mainzer Patrizier zum Jungen erhalten in Gonsenheim wild- und rheingräfliches Lehen Äcker, Wiesen und eine Mühle von 8 Mühlen am Gonsbach. - Das Erbe der Herren von Weinheim fällt an die Ulner von Dieburg. - Die klostergnadenthaler Äbtissin Meckil von Schönborn streitet sich in Limburg an der Lahn an der hinteren Kirchentür der Pfarrkirche (heute Limburger Dom) mit einem limburger Schöffen um Geld. - Wilhelm Knebel von Katzenelnbogen ist im Besitz eines Hauses und eines Hofes gegenüber der Synagoge zu Bacharach und der alten Badestube, als Lehen von Graf Johann von Sponheim V (St). - Da der Reichsort Odernheim von König Ruprecht von Wittelsbach (St) an die Kurpfalz verpfändet wird beansprucht der Pfalzgraf die Schirmherrschaft über das kloster-arnsteiner Filialkloster Gommersheimer. - Wildgraf Gerhard von Kyrburg (St) und Wildgraf Otto von Kyrburg (St) erhalten die Erlaubnis in ihrer Burg Wildenburg Bürger aufzunehmen.

1406 Reichstag in Mainz, auf dem der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) König Ruprecht von Wittelsbach (St) (54) einen Fehdebrief übergibt. - Ritterturnier in Mainz. - Die Gesellschaft zum Hirschen trägt in Frankfurt ein Turnier aus. - Gründung des Spessartbundes mit 30 Glashütten zur Massenproduktion von Glas und einer Tagesproduktion von 200 Guttrolfen oder 300 Becher. - Erste Übersetzung der Geographia des C. Ptolemäus ins Lateinische. - Papst Innozenz VII stirbt bei der Rückkehr nach Rom. - Studentenkrieg in Heidelberg. Adel und Bürger bekämpfen die Studenten. - Die hessische Landgräfin Margarete von Nürnberg und ihr 10 jähriger Sohn Hermann sterben am selben Tag. - Walter von Reifenberg stiehlt frankfurter Vieh und bestieht Kaufleute auf ihrem Weg zur Messe. - Johann von Kronberg aus dem Kronenstamm, stiftet auch noch seinen Sohn Hartmut zu einer Fehde gegen Walter und Frank von Kronberg aus dem Flügel- und Ohrenstamm an, wird von seinen Söhnen gefangen genommen, inhaftiert und zu einem Burgfrieden gezwungen, den allerdings nicht alle Ganerben beschwören. - Hans von Hirschorn V, verheiratet mit Wild- und Rheingräfin Iland von Daun (St), gründen ein Karmeliterkloster in Hirschhorn. - In der Nürnberger Pestepidemie während des Winters sterben acht Mitgliedern der Familie des Papierfabrikanten Stromer. - Der Abt von Kloster Bleidenstadt Sifrid Koeth von Limburg wird Burgmann auf Burg Katzenelnbogen, seine Schwester Lucia ist Äbtissin von Kloster Dierstein und seine Schwester Elisabeth ist Äbtissin von Kloster Bärbach. - Anton von Burgund (St) wird Herzog. - Im den mainzer Gebieten des Spessarts existiert der Spessarter Glasmacherbund. - Der 10-jährige Sohn von Landgraf Hermann von Hessen II (St) (65), und ältere Bruder von Landgraf Ludwig von Hessen I (St) (04), Hermann von Hessen stirbt. - Johanna von Anjou, Königin von Neapel nimmt sich auch nach dem Tod ihres Mannes Herzog Wilhelm von Österreich, dem Sohn von Viridis Visconti (St), ganz offen Liebhaber. - Ritter Johann von Kronberg lädt den hoch verschuldeten würzburger Fürstbischof Johann von Egloffstein vor das Freigericht zu den hunden vorlädt, was König Rupprecht verhindert. - Das Haus Isenburg Limburg stirbt mit Johann von Isenburg III -Limburg (St) aus. Alle Lehen fallen an Trier zurück. - Nassau verpfändet Burg Wallrabenstein an Reifenberg. - Der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) beschlagnahmt die Besitzungen in Wetterau, Rheingau umd am Main, verhängt den Kirchenbann über Kloster Arnsburg. Der trierer Erzbischof Werner von Falkenstein III (St) schützt Kloster Arnsburg mit einer 400 Mann Wache während 26 Höfe niedergebrannt werden. - Irmel Knebel von Katzenelnbogen heiratet Sohn des heidelberger Vogtes Swicker von Sickingen Reinhard von Sickingen, Pfandherrn von Neudenau, Amtmann von Lauterburg und Vogt in Heidelberg. - Die frankfurter Stubengesellschaft Alten Limpurg nimmt 34 Mitglieder auf: Ovenbach (Offenbach) -1478, Schildknecht -1480, Glauburg -1830, Hohenhaus -1420, Winden -1420, Holtzheimer -1510, -Schwarz v. Friedberg -1410, -Frosch -1584, Humbrecht -1477, Landskrone -1407, Holzhausen -bis heute, Lichtenstein -1498, Imhof -1431, Lüneburg -1410, Römer alias Köllner -1436, Marburg (zum Paradies) -1502, Zingel -1444, Brun zum Brunfels -1589, Inckus zu Schwangau -1473, Rotzmaul -1418, Weiß v. Limpurg -1689, Nygebur -1452, Goldstein -1428, Appenheimer -1450, Harheim -1434, Breidenbach -1493, Mynner -1463, Kempe -1430, Ergersheim -1494, Ockstadt -1443, Stralenberg -1636, Knoblauch -1599, Oede. - Wildgraf und Rheingraf Johann III (St) zum Stein heiratet die Wildgräfin Adelheid von Kyrburg wodurch eine Vereinigung der seit 1258 geteilten Wildgrafschaft angebahnt wird. - Heinrich von Solms-Ottenstein (St) verkauft die Herrschaft Ottenstein an den münsteraner Bischof Otto von Hoya IV zieht aber nicht aus der Burg aus. - Johann von Schönburg resigniert als mainzer Domprobst. Jofried von Leiningen alias Gottfried von Leiningen wird mainzer Dompropst.

1405 Graf Johann von Nassau I (St) erhält bei dem Versuch die nassauischen Besitzungen welche Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) 1403 erworben hat wiederzugewinnen durch Schiedsspruch ein Drittel an Hadamar, Driedorf und Ems zugesprochen ohne jedoch seine Ansprüche bezüglich Driedorf und Ems zusätzlich durchsetzen zu können.

Heinrich, Friedrich und Kuno von Nauroth sind im Besitz von Hof Schauferts. Ihre Gülte wird in Gulden limburger Währung berechnet. - Trotz der Vorwürfe von Markgraf Wilhelm von Meißen, dem Älteren, der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) sei nur durch Meineid Erzbischof geworden und und seiner Anklage des Raubes, Mordens und Mordbrennens, nennt dieser den Markgrafen einen Schulmeister, der wiederum berichtigt ihn nie in ein Schule gegangen zu sein und weder lesen noch schreiben zu können. Nach zwei Wochen wird der Friedberger Frieden geschlossen. - Graf Eberhard von Württemberg III (St) heiratet in seiner zweiten Ehe die Tochter des Burggrafen von Nürnberg, Elisabeth von Nürnberg. - Anselm d'Ysalguier ist Arzt am Niger - Der monoglische Herrscher über Persien Timur Lang stirbt und sein Reich zerfällt daraufhin. - Die Nao, ein Frachtschifftyp, mit dem Christoph Kolumbus Amerika entdecken wird, taucht als Modell auf. - Der mainzer Erzbschof Johann von Nassau II (St), der auch noch seine Zollburg Höchst am Main niederreissen soll, sammelt dem König feindselig gestimmte Reichsstände um sich und verbündet sich mit Markgraf Bernhard von Baden (St) Graf Eberhard von Württemberg (St), der Stadt Straßburg, die über die pfälzer Expansion besorgt ist, und siebzehn schwäbischen Reichsstädten auf fünf Jahre. - Erfolgloser königlicher Tag zu Mainz. - Christine de Pizan schreibt ihr Buch der Stadt der Frauen. - Sühne zwischen dem mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) und Landgraf Hermann von Hessen II (St) (64). - Der Römer wird vom frankfurter Rat als neues Rathaus gekauft und die dortige Stubengesellschaft Zum Römer zieht in das Haus südlich der Limpurger Gasse Zur alten Limpurg, einem ehemaligen Wollweberlager limburger Händler um. - Abenheim kommt in katzenelnbogener Besitz. - Durch Heirat wird der Kronberger Hof in der Rosengasse in Frankfurt zum Solmischen Hof. - Der Herzog von Burgund und Berater der französischen Königin Johann Ohnefurcht marschiert mit seiner Armee u.a. Herzog Johann von Bayern III Straubing-Holland (St) nach Paris. Die französische Königin flieht mit ihrem neuen Geliebten und Königsbruder Ludwig von Orleans. Johann Ohnefurcht nimmt den Kronprinzen in seine Gewalt und macht sich zum Herrn von Paris. - Erster Lukasmarkt in Mayen. - Anton von Burgund (St) holt Graf Engelbert von Nassau-Dillenburg I (St) als Rat und damit beginnt der Aufstieg des Hauses Nassau. - Graf Philipp von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St) wird Graf von Weilnau. - Philipp von Nassau - Weilburg Saarbrücken (St) wird Lehnsmann von Herzog Ludwig von Orleans und hilft ihm zusamen mit Graf Johann von Salm, Graf Friedrich von Moers in Saarwerden und Gerhard von Bolchen gegen die Stadt Metz, der Mutter aller Freiheiten, mit Bischof Rudolf von Coucy aus dem Hause Gent. - Johann von Isenburg III -Limburg (St) verkauft Burg Staden (Ysenburg) an eine Ganerbschaft von 19 Adelsfamilien. - Das mainzer Domkapitel wird vom mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) auf 24 festgelegt. Jeder Domherr hat seinen festen Sitzplatz im Mainzer Dom. - Vierherrenkrieg im Bliesgau. - In Frankfurt wird auf dem Wochenmarkt das Hockenwesen, der Zwischenhandel zwischen Bauern und Kunden und die daraus resultierende Preistreiberei vergeblich verboten. Hausbesitzer dürfen nur in ihren Häusern Waren verkaufen. - Heinrich Rau von Holzhausen ist mainzer Domscholaster. - Johann von Ehrenberg ist mainzer Domherr.- In Köln findet ein Turnier am Alten Markt statt.

1404 Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) betreibt die Erfüllung der katzenelnbogener Forderungen an das Land Luxemburg.

Gräfin Anna von Katzenelnbogen (St), Witwe von Diether von Katzenelnbogen VIII stirbt. Sonnenberg fällt zurück an Nassau und wird unter Adolf von Nassau II-Idstein-Wiesbaden (Adolf ist der Neffe des mainzer Erzbischofs Johann von Nassau II (St) (44) ) mit Wiesbaden und Graf Philipp von Nassau-Weilburg (St) (Philipp ist Vetter Adolfs) mit Wehen und Sonnenberg geteilt.

Krieg von König Ruprecht von Wittelsbach (52) gegen wetterauer Raubritterschlösser wegen Bedrohung und fortgesetzten Plünderungen frankfurter Messebesucher. Dabei wird die Wasserburg Rückingen, wegen der Raubüberfälle auf Marktschiffe auf Main und Kinzig seines Besitzers Ganerbe Johann von Rüdigheim, Membris, Hoechst bei Lindheim, Hüttengesäss, Burg Wasserlos, der Ritter von Schelris durch den wetterauer Landvogt Hermann von Rodenstein und Hauenstein, die u.a. zur Inhaftierung von kurmainzer Geiseln dienen, erobert. Frankfurt stellt seine zwei größten Büchsen, eine 3535 kg, Worms, Gelnhausen, Wetzlar und Speyer je ihre größte Büchse. Karben wird verschont weil es immer für Frankfurt offen gewesen sei. - Der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) (44) beteiligt sich am Wetterauer Krieg, da er glaubt Landgraf Hermann von Hessen II (St) (64). sei der Feind. König Ruprecht von Wittelsbach (St) (52) schickt seinen Viztum von Aschaffenburg, der das Raubschloss Hohenstein in der Wetterau einnimmt und behalten soll, was König Ruprecht von Wittelsbach (St) (52) verhindert und der Stadt Gelnhausen anvertraut. - Der Schwiegersohn des Königs Herzog Adolf von Cleve sagt dem mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) (44) Fehde an. - Der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) (44) versucht seinen Neffen Adolf von Nassau II-Wiesbaden-Idstein vergeblich in den Krieg gegen Hessen durch dessen Ernennung zum obersten Amtmann der Besitzungen in Hessen hineinzuziehen. - Der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) (44) verpfändet Philipp von Falkenstein, Herrn zu Münzenberg, die Stadt Hofheim mit den Dörfern Kriftel, Hattersheim, Sindlingen, Zeilsheim, Münster und Marxheim, öffnet seine hanauer Burgen und baut die Feste Höchst am Main zum Schutz seiner Zollansprüche aus. - Der regierende Ulrich von Hanau V wird ohne ersichtlichen Grund zum Abdanken gezwungen. Seine Brüder Reinhard von Hanau II und Johann von Hanau übernehmen die Herrschaft. - Der Wessil wird in vier unabhängige Geldhäuser gespalten, eine öffentliche Bank und drei Privatkonzessionäre (Bankiers): Siegfried Guldenschaff, Jekil Humbrecht zum Schornstein und Johann Plamstorffer zum Quittenbaum. - Thüringer Rostbratwürste werden zum ersten Mal erwähnt. - Der höfische Maler Conrad von Soest trägt eine Brille beim Malen. - Erstes Arnstädter Bier. - Die Armagnacs errichten eine Diktatur in Paris. - Papst Innozenz VII engagiert sich für den Humanismus an der Universität in Rom. - Apothekerordnung in Basel verbietet den Verkauf von Abtreibungsarzneien. - Adolf von Nassau II-Wiesbaden-Idstein (St) schliesst mit den Herren von Westerburg, Limburg und Eppstein einen Burgfrieden zu Cleeberg. - Von der florentiner Dombaukommission wird Filippo Brunelleschi um ein statisches Urteil über die geplante Kuppel des Doms gebeten. - Edelknecht Marquard von Rödelheim öffnet der Stadt Frankfurt seinen Teil der Burg Rödelheim. - Die Stadt Frankfurt behauptet Hartmut Ulner von Dieburg ist Hauptmann eines Viehraubes. - Philipp von Falkenstein (St) nimmt Sibold Schelm von Bergen als Burgmann auf Burg Hayn auf. - Christine de Pizan schreibt die Biographie des französischen König Karl V. Sie ist die Tochter des Venzianers und königlich-französischen Leibarzt und Hofastrologen Tommaso de Pizan. - Mit dem Tod von Gräfin Irmgard von Nassau (St) kommt die Burg Sonnenberg wieder in gemeinschaftlichen Besitz von Nassau-Idstein und Nassau-Weilburg. - Burg Sonnenberg wird geteilt. In der Burg gibt es einen Uhrturm. - Johann von Isenburg II Limburg (St) verkauft Burg Staden an Löw von Steinfurth und Johann von Isenburg II -Büdingen (St). - Sühne zwischen dem kölner Erzbischof Friedrich von Saarwerden III und Graf Johann von Nassau I (St) um die Stadt Siegen. - Da die beiden Brüder Johann von Nassau II (St) und Johann von Nassau III (St) absehbar keine legitimen Söhne haben werden tritt Graf Engelbert von Nassau- Dillenburg I (St) in den weltlichen Stand zurück und heiratet Johanna von Polanen. - Adolf von Berg nimmt seinen Vater Herzog von Berg (St) in Monheim gefangen und vertreibt seine Mutter Anna von der Pfalz (St) aus Düsseldorf. - Burg Alzenau wird vom mainzer Erzbschof Johann von Nassau II (St) an die Brüder Reinhard von Hanau II (St) und Johann von Hanau (St) verpfändet. - Johann von Waldeck II -Sooneck wird für 30 Jahre Schultheiß von Lorch. - Graf Friedrich von Leiningen (St) ist Burggraf auf der mainzer St Laurenziburg in Olm. - Burg Kogelburg bei Fritzlar wird von den Grafen von Ziegenhain erobert. - Frankfurt erkauft sich eine Öfffnungsrecht an der Burg Rödelheim vor den Toren der Stadt, um den Rittern aus dem Taunus ihren Sammelplatz für Fehden gegen die Stadt zu nehmen. - Die französische Königin Isabeau von Wittelsbach schenkt den in Paris gefertigten Tragealtar Goldenes Rössl ihrem Mann König Karl VI. - Erste Kartenmalerzunft in Ulm. - Die kauber Bürger fordern die Weinsteuer, die Burggraf Simon Grans von Heppenheft-Rheinberg erhält, für den Erhalt der kauber Stadtmauer und öffentlicher Gebäude zu verwenden. - Johann von Fleckenstein und Raban von Helmstadt II ist mainzer Domherr.

1403 Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) verpfändet Zwingenberg an Henne Weißkreis von Lindenfels für 6000 Gulden und erhält selbst von Graf Johann von Nassau I (St) Burg und Stadt Camberg mit sieben zugehörigen Dörfern zum Pfand. Auf Grund hoher Schäden wegen ihrer Herrschaft erwirbt Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) von seiner Stiefmutter Gräfin Anna von Katzenelnbogen und Nassau (Witwe Diethers VIII) gegen einen nominellen Betrag von 24300 Gulden und eine ansehnliche Wittumsbesserung die Herrschaften Driedorf, Hadamar und Laurenburg mit dem Esterauer Gericht, die Vogteien Dietkirchen, Weidenhahn und Gershausen, mehrere Dörfer (darunter Ems), Düsseldorfer Zollanteile und das Einlösungsrecht an den Pfandschaften Wittgenstein, Laasphe, Staden, Braunfels, Weilmünster und der wetterauischen Reichslandvogtei.
Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) einigt sich mit Landgraf Hermann von Hessen II (St) (62) über den Driedorfer Burgbau. Gräfin Annas von Katzenelnbogen (St) und Nassau Schwester Adelheid, Gräfin von Castell und ihr Sohn Graf Leonhard von Castell verzichten auf alle Erbansprüche.

Phillipp von Falkenstein VIII (St) wendet sich nach seinem gescheiterten Romzug von der Reichspolitik ab. - Der osmanische Sultan Bayezit I stirbt. - Landgraf Hermann von Hessen II (St) (62) erlaubt den Bäckern von Kassel eine Bruderschaft und Innung. - Der Gegenpapst Benedikt XIII flieht mit Hilfe des Herzogs von Orleans. - Bingen brennt zu zweidrittel ab. - Der Inquisitor Petrus Zwicker stirbt. - Die Stadt München wird von den Herzögen Ernst und Wilhelm III von Bayern belagert und erobert. - Die beiden mainzer Mörder Friedrich von Hertingshausen und Kunzmann von Falkenberg werden in Nürnberg von König Ruprecht von Wittelsbach (St) (51) zur Stiftung einer Messe in Fritzlar verurteilt und mindestens 4 Jahre aus Deutschland verbannt. - Der Landgraf Hermann von Hessen II (St) (62) verfügt ein Getreideausfuhrverbot. - Die hessischen Städte Eschwege und Sontra werden von Mainz besetzt. - Der hessische Landgraf Hermann von Hessen II (St) (62) beschwert sich, dass Mainz weltliche Angelgenheiten vor kirchlichen Gerichten verhandelt und, dass seine Residenz mit Maschinen angegriffen wird. - Der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) ist von König Ruprecht von Wittelsbachs (St) nürnberger Gerichtsentscheidungen, die ihn ausserdem um die Geleitsgelder zwischen Frankfurt und Köln und den jüdischen Opferpfennig bringt, so enttäuscht, dass er sich wieder dem abgesetzten deutschen König Wenzel von Luxemburg (St) (42) zuwendet. - Da Landgraf Hermann von Hessen II (St) (62) verspricht, seine Ansprüche auf Eschwege und Sontra nicht zu verfolgen, solange Landgraf Balthasar von Thüringen lebt kann er sich mit Balthasar und Wilhelm I Landgrafen von Thüringen und Markgrafen von Meißen, Bernhard und Heinrich Herzöge zu Braunschweig und Lüneburg, Friedrich IV und Wilhelm II Landgrafen in Thüringen und Markgrafen zu Meißen, Otto Herzog zu Braunschweig und Friedrich d.J. Landgraf in Thüringen gegen den mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) verbünden. - Kunigunde von Brambach ist Nonne in Beselich. - Der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) verbündet aich mit dem Markgrafen von Baden, dem Grafen von Württemberg und Graf Philipp von Nassau -Weilburg-Saarbrücken (St) gegen den König und sammelt sein Heer in Aschaffenburg. - Auf kölner Vermittlung wird der Konflik in Hemsbach und Weinheim mit dem mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) entschärft fällt aber zu dessen Ungunsten aus. Ein über den Landvogt der Wetterau Hermann von Rodenstein verhängter Bann wird mit Zugeständnissen an Rechten und Freiheiten für den frankfurter Klerus gesühnt. - Nach der Rechnungsabgabe des Landfriedenshauptmannes Graf Philipp von Nassau -Weilburg-Saarbrücken (St) werden alle Landfriedenszölle, auch die erzbischöflich mainzer von Höchst und Castell von 1398 abgeschafft. Der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) bricht den Waffenstillstand und löst durch die Einsetzung des Mörders des braunschweiger Herzogs Ritter Kunzmann von Falkenberg als obersten Amtmann wieder Kampfhandlungen aus. - Graf Philipp von Nassau -Weilburg-Saarbrücken (St) wechselt für 6000 Gulden zur Allainz von Landgraf Hermann von Hessen II (St) (62). - Der Stäbler ist zusammen mit dem Rappen die Hauptmünze des Schweizer Bundes. - Die Stadt Schotten kommt in den Besitz von Landgraf Hermann von Hessen II (St) (62). - Die ältere nassau-dillenburger Linie erwirbt den niederländischen Besitz des Hauses Polanen (Breda - noch an der Nordseeküste). - Mit Graf Friedrich von Lützelstein stirbt der letzte Lützelsteiner aus der Hauptlinie aus, was zu langwierigen Erbstreitigkeiten zwischen Friedrichs Onkel Burkhard von Lützelstein und der mit Johannes von Leiningen-Rixingen (St) verheirateten Schwester Friedrichs führt. - Der trierer Erzbischof Werner von Falkenstein III (St) stirbt bei einem Angriff auf St.Goar. - Die Kathedrale Notre-Dame in Paris erhält eine Orgel von Frederic Schambantz. - Graf Engelbert von Nassau I - Dillenburg (St) (33) heiratet Johanna von Polanen, macht Breda zu seiner Residenz und vermittelt erfolgreich Ehen. - Nach dem Tod von Johann von Rodenstein und Lißberg verzögert der Landgraf Hermann von Hessen II (St) (62) die Begleichung seiner Schulden mutwillig und provoziert dadurch eine Fehde. Ritter Simon Grans von Rheinberg erkauft sich das Burggrafenamt von Kaub und der Burg Sauerburg. - Der frankfurter Stadtschreiber Peter von Gelnhausen wird von Frankfurt und Mainz mit einem Beschwerdebrief über den mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) zu König Ruprecht von Wittelsbach (St) (51) nach Nürnberg geschickt und vom eigentlich königlichen gelnhausener Burgmann Hermann Schelris im Auftrag des mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) gefangengenommen und in die Burg Gelnhausen gebracht. Der wetterauer Landvogt Hermann von Rodenstein verhandelt ihre Freilassung. - Dem abgesetzten deutschen König Wenzel von Luxemburg (St) (41) gelingt die Flucht aus Wien. - Die Ganerben auf Burg Burg Cleeberg Graf Philipp von Nassau -Weilburg-Saarbrücken (St), Johann von Isenburg-Büdingen (St), Reinhard von Westerburg (St), Johann von Isenburg (St)? und Gottfried von Eppstein (St) vereinbaren einen Burgfrieden. - König Ruprecht von Wittelsbach (St) (51) ernennt Simon Grans von Rheinberg auf Lebenszeit zu seinem Burggraf auf Burg Gutenfels und auf Burg Sauerburg. Mit dem Geld das er erhält, muss er Turmwächter, Wachleute und bewaffnete Knechte bezahlen. Er darf den Schlultheiß und den Büttel einsetzen und erhält einen Eintreiber für die Weinsteuer. Streitigkeiten mit der Stadt will König Ruprecht von Wittelsbach (St) (51) selbst schlichten. Der Vertrag ist halbjährlich kündbar. - Die königlichen Kammerknechte Elias von Weinheim und Isaac von Oppenheim werden von König Ruprecht von Wittelsbach (St) (51) bemächtigt den Goldenen Pfennig und die halbe Judensteuer einzunehmen und über alle Verbrechen in die Juden verwickelt sind zu richten. - Wildgraf Gerhard von Kyrburg (St) begleitet König Ruprecht von Wittelsbach (St) (51) im Heerzug und leiht ihm 500 Gulden.- König Ruprecht von Wittelsbach (St) (50) verpfändet in Nürnberg den bescheidenen Juden Pendic vom Neuenmarkt, Josef Gans, Koppelman Secklin, Mair von Limburg und Lipmann Lewen seinen goldenen Fürspann mit einen Palasch mit drei Diamanten und drei Perlen und sein vergoldetes und nicht vergoldetes Trinkgeschirr. - Das Offenhaus Burg Bolanden ist im Pfandbesitz des königlichen Marschall Tham Knebel von Katzenelnbogen, dem Bruder von Werner Knebel von Katzenenbogen, Burggraf der pfälzer Zollburgen Burg Stahlberg und Burg Stahleck. - Der königliche Marschall Tham Knebel von Katzenelnbogen, der Bruder von Werner Knebel von Katzenenbogen, Burggraf der pfälzer Zollburgen Burg Stahlberg und Burg Stahleck bezeugt mit Graf Günther von Schwarzburg, Graf Emicho von Leiningen (St), Engelhard von Weinsberg Ulrich von Albeck und Johann Winkheim wie der speyerer Bischof Raban und Matheus von Krakau als Gesandte zu Papst Bonifacius IX um Fragen der Kaiserkrönung geschickt werden. - Johann von Schönburg wird mainzer Domprobst. - Der mainzer Dompropst Günther von Schwarzburg resigniert. - Heinrich von Geroldstein II ist mainzer Domherr.

1402

Der katzenelnbogener Burg Frankenstein wird Reichslehen und unabhängig von Katzenelnbogen.

Philipp der Ältere von Katzenelnbogen (St) wird nach 17-jähriger Ehe !!!! geboren.

Graf Johann von Katzenelnbogen IV (J) (St) vereint mit Anna von Katzenelnbogen (Ä) (St) die seit 1260 geteilte Grafschaft Katzenelnbogen.

Vater Graf Diether von Katzenelnbogen VIII (Sterbedatum umstritten, 62 jährig) (St) (J) stirbt.

Schwiegervater Graf Eberhard von Katzenelnbogen V (Sterbedatum umstritten, 80 jährig) (Ä) (St) stirbt.

Gerhard von Katzenelnbogen (Sterbedatum umstritten) (Dompropst zu Speyer) (Ä) (St) stirbt.

 

Der uneheliche katzenelnbogener (urspr. ungekl.) Sohn Pastor Diether von St. Goar beendet sein Kirchenamt in Gerau.

Zu einem Turnier in Darmstadt ausgeschrieben von Graf Johann von Katzenelnbogen IV (St) anläßlich der Geburt seines Sohnes kommen 120 fränkische und 144 hessische Ritter mit dem geheimgehaltenen Vorsatz, miteinander wegen alter Händel von einem vergangenen Turnier zu Wertheim abzurechnen (es waren die Hessen von den Franken als Stegreifritter und Straßenräuber bezeichnet worden, während die Hessen den Franken vorgeworfen haben, sie würden den Adel durch Kaufmannschaft verunehren). Als es die ersten Toten gibt, lassen die (12) Grieswärtel die Planken und Bretterzäune abtragen, um die Flucht vom Kampfplatz zu erleichtern. Bis die Kämpfer getrennt werden können, sind 9 Hessen und 17 Franken tot.

Heinrich von Nassau-Dillenburg (St) stirbt. - Kunigunde von Nassau (St), verheiratet mit Graf Adolf von Nassau-Dillenburg (St), die Tochter des letzten Grafen von Limburg, Johann III von Limburg (+1406) (St), stirbt eigentlich nicht erbberechtigt. - Der 5-jährige Sohn von Landgraf Hermann von Hessen II (St) (61), Friedrich stirbt auf der Burg Spangenberg. Sein Sohn Ludwig von Hessen (St) wird geboren. Auf der Burg Spangenberg wird der Rheinische Landfrieden beendet. - Dietrich von Runkel IV (St) wird geboren und sein Vater Dietrich von Runkel III stirbt kurz darauf. - König Ruprecht von Wittelsbach (St) (50) kehrt ohne die Kaiserkrone erhalten zu haben, von Italien zurückkehrt und versucht zwischen Mainz und Hessen Frieden zu stiften. Um den mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) versöhnlich zu stimmen verlängert ihm König Ruprecht von Wittelsbach (St), gegen die Interessen der Kaufleute der rheinischen Städte die Zölle von Höchst am Main und Castell. Der Kaisersohn Ludwig gewährt seinem Vater ein Darlehen von 100 000 rheinischen Gulden auf die Reichspfandschaft Oppenheim und Kaiserlautern. König Ruprecht von Wittelsbach (St) (50) erzielt einen Waffenstillstand bis 1403 zwischen Mainz, Hessen und Braunschweig. - Aufzeichnungen der katzenelnbogener Zoll-, Landschreiberei und Kellereirechnungen beginnen. - Der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) lässt den regierenden Herrn Ulrich von Hanau V (St) fallen und unterstützt gegen das Primogeniturgesetz verstossend dessen Brüder Reinhard von Hanau II (St) und Johann von Hanau (St). - Landgraf Ludwig von Hessen I (St) wird geboren. Der jüngere Bruder Friedrich von Hessen stirbt. - Gründung der würzburger Universität. - In Frankfurt verbietet König Ruprecht von Wittelsbach (St) (50) jeden Geldwechsel ausserhalb der ersten Bank: Der Wessil (Wechsel) der vier Patrizier (Guldenschaff, Wolkenburg, Humbrecht und Palmstorffer) besteht aus 2 Holztischen, 3 Geldkisten, einer Goldwaage und mehreren für Rohsilber und Silbermünzen unter Stoffschirmen vor der Nikolaikirche. - Konrad Kyeser schreibt sein dem deutschen König Ruprecht von Wittelsbach von der Pfalz (St) (50) gewidmetes Kriegs-und Freizeit-Handbuch Bellifortis. - Der skrupellose Mörder seines Onkels Bernabo Visconti, Gian Galeazzo Visconti (St) stirbt auf dem Höhepunkt seiner Macht an der Pest und das Herzogtum Mailand zerbricht. Sein geisteskranker Sohn Gian Maria Visconti (St) wird Herzog von Mailand. - König Ruprecht von Wittelsbach von der Pfalz (50) kehrt besiegt von seinem Italienzug zurück. - Jean de Bethencourt besiedelt kanarische Inseln. - Der deutsche König Ruprecht von Wittelsbach von der Pfalz (St) (50) erlaubt der Stadt Frankfurt offiziell Goldmünzen zu prägen und begegnet Betrug durch Gewichts- und Gehaltsprüfung von Fremdwährungen. - Die Mongolen unter Timur Lang beherrschen Persien und schlagen das Osmanische Heer vor Ankara, das dadurch seine Belagerung von Konstantinopel aufgeben muss. - Hermann von Rodenstein wird Reichslandvogt der Wetterau. - Rainald IV folgt seinem kinderlosen Bruder Wilhelm III als Herzog von Jülich und Geldern. - In Ravensburg entsteht eine der ersten Papiermühlen nördlich der Alpen. - Der erkrankte trierer Erzbischof Werner von Falkenstein (St) lässt Burg Wernerseck gegen den kölner Erzbischof Friedrich von Saarwerden III erbauen. - Landgraf Hermann von Hessen II (St) (61) erlaubt den Schuhmachern und Lohgerbern in Kassel eine Bruderschaft und Innung. - Gottfried von Eppstein VII (St) stiehlt frankfurter Bürgern Vieh und versucht die Rückgabe mit Hilfe seines Vermittlers Hermann von Rodenstein zu vereiteln. - Im Schaffhausener Hexenprozess taucht erstmals der Begriff Hexe auf. - Der abgesetzte deutsche König Wenzel von Luxemburg (St) (41) wird von seinem Bruder Sigismund in Prag bis 1403 gefangengenommen . - Emmerich von Heppenheft wird von Graf Adolf von Nassau II (St) mit denen von Scharfenstein und Schenk von Mainz als Burgmann in Wiesbaden angenommen. - Die ingelheimer Pfalz wird von Bewohnern überbaut und als Steinbruch benutzt. - Die nürnberger Erbteilung wird begonnen, bei der der Burggraf Johann von Zollern III das Fürstentum ob dem Gebirg erhält und seine Residenz auf der kulmbacher Plassenburg einrichtet. - Der Herr Hermann von Rodenstein und Lißberg warnt Friedberg sich gegen ihn zu verbünden. - Frank von Kronberg wird auf dem Rhein bei Andernach gefangen genommen. Landgraf Hermann von Hessen II (St) (60) zwingt seinen Gefangenen aus dem Krieg gegen Mainz Johann von Ziegenhain II und dessen Bruder Gottfried von Ziegenhain IX zur Urfehde. - Graf Adolf von Ravensberg (Adolf von Berg) benutzt die Aussteuer seiner Verlobten Jolante von Bar um sich in den Besitz seiner Stammburg Burg zu bringen. - Anton von Burgund (St) heiratet Johanna von Luxemburg (St). - Der limburger Wilhelmitenorden unterhält in Fachingen eine Nonnenklause. - Burg Hattweiler im Saarland wird an Graf Philipp von Nassau -Weilburg-Saarbrücken (St) (34) verpfändet. - Der französische Königsbruder Ludwig von Orleans kauft die Pfandschaft Luxemburg von Markgraf Jost von Mähren (St) aus dem Haus Luxemburg. - Bündnis gegen den französischen Königsbruder Ludwig von Orleans. - Der Herr von Burg Hohlenfels Hildeger von Langenau begibt sich in eine Lehensverhältnis mit Graf Johann von Katzenelnbogen IV (J) (St) und wird Burgmann aller katzenelnbogener Burgen nördlich des Mains. - Agnes von Isenburg (St) verheiratet mit Gerlach von Isenburg (St) alias Graf Gerlach von Wied stirbt. - Das Wort Maschikuli setzt sich für Wehrerker mit Bodenöffnungen durch. - Der weltliche Richter und Söldner für die Stadt Frankfurt Jakob von Neuhaus stirbt. Sohn Conrad von Neuhaus ist Großhändler für Baumwolle, Tuch und Spezereien Sohn Heinrich von Neuhaus örtlicher Priester. - Papiermacherei in Ravensburg. - Raugraf Otto I von Altenbaumburg und Neuenbaumburg, Graf von Salm im Oisling und Truchsess von Alzey heiratet Gräfin Maria Magdalen von Salm. - Bündnis von Gottfried von Eppstein (St) verheiratet mit Jutta von Diez mit Frankfurt. - König Ruprecht von Wittelsbach (St) (50) kauft Burg Waldeck. - Gottfried Suren ist notarius thelonii in Bacharach. - Reinhard von Sickingen ist elsässischer Landsvogt, an den die Städte Schlettstadt, Kaisersberg, Mühlhausen, Münster, Türkheim, Rassheim, Selsse, Amersweiler und Ehenheim ihre Reichssteuer zu zahlen haben. - Der mannheimer Zollschreiber Hermann von Rotenberg wird vom heidelberger Landschreiber Konrad der Unterschlagung im Amt beschuldigt. Eine schriftliche Gegenanklage führt zu Verhören durch Pfalzgraf Ludwig von Wittelsbach III (St) und endet vor König Ruprecht von Wittelsbach von der Pfalz (St) (50). - Engelhard von Weinsberg ist königlicher Hofrichter. - Der wetterauer Landvogt Hermann von Rodenstein verspricht der Stadt Frankfurt ihre Messen und Märkte zu beschützen und ihr in Fehden und Kriegen beizustehen. - Werner Knebel kassiert eine Bede von stromberger Burggraf Werner von Albich. - Das Bartholomäusstift, das spätere Domstift, übergeht den Wunsch von König Ruprecht von Wittelsbach von der Pfalz (St) (50) die nächste freiwerdende Pfründe seinem alzeyer Schreiber Jacob von Alzey zu geben. König Ruprecht von Wittelsbach von der Pfalz (St) (50) fühlt sich gekränkt, entzieht dem Bartholomäusstift alle Privilegien und Güter und befiehlt dem wetterauer Landvogt Hermann von Rodenstein die Güter einzuziehen. - Peter von Udenheim ist mainzer Domherr.

1401 Katzenelnbogener Friedensverhandlungen. Unter Anderen bürgt Eberhard von Katzenelnbogen V (St) für König Ruprecht von Wittelsbach (St) für die Ehe seines Sohnes Pfalzgraf Ludwig von Wittelsbach (23) (St) mit Prinzessin Blanca von England (19) (8-jährige Ehe) in Höhe von 4000 engl. Nobel.

In Marburg wird eine städtische Ordnung gegen den übermäßigen Aufwand bei Kindstaufen, Leichenbegängnissen, Hochzeiten und anderen Festlichkeiten erlassen. - Der neue König Ruprecht von Wittelsbach (St) befiehlt die Fehde von Graf Philipp von Nassau-Saarbrücken (St) mit den Grafen Graf Johann von Solms sen. (St) und Johann von Solms jun. (St) um einen solmser Schuldbrief mit 370 Gulden zu beenden. - Der neue König Ruprecht von Wittelsbach (St) befiehlt die Fehde von Graf Philipp von Nassau-Saarbrücken (St) mit dem aachener Propst Graf Wilhelm von Wied (St) zu beenden. - Der neue König Ruprecht von Wittelsbach (St) befiehlt die Fehde des aachener Propst Graf Wilhelm von Wied (St) mit Henne von Hattstein, genannt Henne von Hartenfels zu beenden. - Der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) (41) bereitet einen Kriegszug mit 100 Gleven gegen den Grafen von Waldeck vor. - Der neue König Ruprecht von Wittelsbach (St) hofft durch einen Frieden den mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) (41) als Begleitung auf seinem Romzug gewinnen zu können, doch schon der von ihm angesetzte Schiedstag um die Ermordung des Gegenkönigs in Marburg löst eine Fehde der verfeindeten Parteien aus, da der Graf von Waldeck mit seinen Mordgenossen mit einer Ausrede fernbleibt. - Herzog Heinrich von Braunschweig droht dem kölner Erzbischof Friedrich von Berg II mit einem Rachekrieg. - Brunnenvergiftungsvorwürfe gegenüber Juden am Bodensee. - Der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) (41) gewinnt Johann von Isenburg II -Büdingen (St) zum Verbündeten gegen Landgraf Hermann von Hessen II (St) (60) und den Lüneburgischen Herrn, mit zwanzig Reisigen. - Der Seeräuber Klaus Störtebeker wird enthauptet. - Gian Galeazzo Visconti (St), einer der mächtigsten Fürsten seiner Zeit, besiegt den Wittelsbacher und neuen nur durch ein Darlehen von 12000 Gulden auf den Zoll zu Höchst ausgestatteten und vom kölner Erzbischof Friedrich von Berg II nur ein Stück begleiteten römisch-deutschen König Ruprecht von Wittelsbach (St) (49), auf seinem Italienzug durch seine Finanzkraft. Der Königssohn Ludwig wird für seine Abwesenheit Reichsvikar in Alemannien, Gallien und Urelat. - Der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) (41) verbündet sich mit den Grafen von Wied und den Herren von Isenburg, wie mit den Mördern des Herzogs Friedrich von Hertingshausen und Kunzmann von Falkenberg, zum Krieg gegen Hessen. - Der ungarische König und spätere Kaiser Sigismund von Luxemburg versucht kirchliche Rechte zu beschneiden. Dies führt zum Eklat und zu seiner Festsetzung. - Der Inquisitor Petrus Zwicker lässt in Ungarn sogar Gräber öffnen um die Leichname von waldensischen Ketzern verbrennen zu lassen. - Während Graf Eberhard von Katzenelnbogen V (St) auf dem Reichstag in Mainz seine Lehen empfängt weilt Graf Diether von Katzenelnbogen VIII (St) auf dem Auerbacher Schloß und wird dort aufgefordert in Heidelberg seine Reichslehen in Empfang zu nehmen. - Blutige Verfolgung der Anhänger Wicliffs, der die Bibel ins Englische übersetzt hatte, durch die Inquisition in England. - Henne von Hattstein wird geächtet. - Am pariser Königshof urteilen Damen über Liebesangelegenheiten im Liebeshof Cours d'amours. - Der letze Graf von Ziegehain, trierer Domherr, Johann von Ziegenhain II tritt nach dem Tod seines Bruders Graf Engelbert von Ziegenhain III in den weltlichen Stand zurück und gemeinsam mit seinem Bruder Gottfried von Ziegenhain IX das Erbe seines Vaters als Graf von Ziegenhain und Nidda an. - Graf Adolf von Nassau-Dillenburg (St) heiratet die Kunigunde von Isenburg-Limuburg (St). - Stefan von Wittelsbach III von Bayern heiratet nach Taddea Visconti (St) in zweiter Ehe in Köln Elisabeth von Kleve. Die Ehe bleibt kinderlos. - Stefans von Wittelsbach III von Bayern Sohn Ludwig von Wittelsbach VII der Gebartete heiratet in Prag Anna de la Marche, die Witwe des Grafen Johann II von Berry-Montpensier. - Die Reichsburg Kalsmunt wird von Solms an Philipp und Philipp von Falkenstein (St) abgelöst. - Nikolaus von Kues (Krebs = Cusanus) wird in Kues an der Mosel geboren. - Eberhard (St) und Gottfried von Eppstein (St) droht die Reichsacht, die nur noch vom König ausgesprochen werden muss. - Burg Waldeck wird an den Pfalzgrafen verkauft. - Johann von Elkerhausen greift für Hartmut von Kronberg das frankfurter Marktschiff an. - Die Metallhärter und Schleifer in Solingen erhalten Zunftsrechte. - Landgraf Hermann von Hessen II (St) (60) nimmt den letzten Grafen von Ziegenhain, Johann von Ziegenhain II gefangen. - Junggraf Johann von Wertheim begleitet den deutschen König Ruprecht von Wittelsbach (St) (49) mit 20 Gleven nach Rom. - Der Graf von Leiningen ist königlicher Hofmeister. - Jeder Leprakranke in Frankfurt erhält im Gutleuthof jährlich 7/8 Korn, 1 Schwein, 1 Tonne Sauerkraut, 1 Meste Salz, 50 Heringe, 1 Meste Erbsen, 1 Meste Öl, Milch, Brennholz, 8 Ellen Tuch, 10 Ellen Leinwand und 9 Schillinge. - Gian Galeazzo Visconti (St) versucht vergeblich durch seinen Gesandten Johann von Obernburg, einen ehemaligen Sekretär seines Arztes mit seinem Leibarzt Meister Hermann, einen Mordanschlag mit Gift am neuen König Ruprecht von Wittelsbach (St) (49) und seiner Familie bei einer Messe in seiner Residenz Sulzbach. Meister Hermann wird vor dem Reichstag in Nürnberg in die Stadt geschleift und gerädert. - In Frankfurt wird auf dem Fischerfeld ein öffentlicher Brunnen gegraben. - Der zweisprachige Graf Philipp von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St) (32) wird Leiter einer erfolglosen Delegation von König Ruprecht von Wittelsbach (St) zur französischen Königin Isabeau von Wittelsbach von Bayern (St), ihrem Berater dem burgunder Herzog Johann Ohnefurcht und zum Herzog von Berry zur Gründung einer Allianz gegen Gian Galeazzo Visconti (St) und den französischen Königsbruder Ludwig von Orleans. - Georg von Weinsberg (Urgroßmutter ist Elisabeth von Katzenelnbogen (St)) nimmt am Turnier in Darmstadt teil. - Der oppenheimer Reichsschultheiß Tham Knebel von Katzenelnbogen stirbt. - Der Rat der Stadt Frankfurt verbietet allen Einwohnern, auch den Klerikern, Exkremente auf die Straße zu schütten. - Johann von Rodenstein ist mainzer Domherr.

1400 Graf Eberhard von Katzenelnbogen V (St) ist bei der einzigen Wahl eines deutschen Königs in Rhens, des wittelsbacher Pfalzgrafen Ruprechts (St) anwesend, da Frankfurt wegen Ablehnung seiner Kandidatur ausfällt.

Obwohl für eine neue Königswahl nur Baiern, Sachsen, Meißen, Zollern-Nürnberg und Württemberg zugelassen und Habsburg und Luxemburg ausgeschlossen werden, meldet Herzog Rudolf von Sachsen noch seinen Schwiegersohn Friedrich von Braunschweig-Lüneburg zur Königswahl an. - Der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) läßt Herzog Friedrich von Braunschweig bei Fritzlar von Graf Heinrich von Waldeck , dem Ehemann seiner Nichte, und dessen Rittern Friedrich von Hertingshausen und Kunzmann von Falkenberg ermorden, bestreitet aber seine Beteiligung mit Eid. - König Wenzel von Luxemburg (St) (39), der Gian Galeazzo Visconti (St) für 100 000 Gulden zum Herzog von Mailand machte, wird in Lahnstein wegen Trunksucht und Untätigkeit abgesetzt. Ausserdem habe er viele ehrbare Leute ertränkt, verbrannt und jämmerlich gemordet. - Der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) verkündet den offiziellen Grund, er habe nach Meinung der Kurfürsten den unwürdigen Amtmann von Mailand unrechtmässig zum Herzog gemacht und der Kirche keinen Frieden gebracht. Ihr neuer Kandidat Pfalzgraf Ruprecht von Wittelsbach III verspricht die kurfürstlichen Privilegien zu erweitern, die Kirche wieder stärker in Entscheidungen einzubinden, die herzöglich-mailändische Ernennung rückgängig zu machen, Brabant, wenn Gräfin Johanna stirbt wieder dem Reich einzugliedern, und die von König Wenzel von Luxemburg (St) (39) abgeschafften kurfürstlichen Rheinzölle wieder zu vergeben. Eine kurfürstliche Gesandschaft mit der Bitte nach Unterstützung des neuen Königs an den französischen Hof bringt nur Ablehnung, man sei König Wenzel von Luxemburg (St) (39) verplichtet. Eine Delegation an den Papst meldet Bonifaz XI äußere sich nur aufschiebend. Danach machen sich die Königsmacher daran ihre Drohung wahr zu machen und unter Leitung Graf Gottfrieds von Leiningen (St) bieten sie sich der französischen Kirche in Paris an, die aber ungerührt ablehnt. Nach dem Miserfolg in Paris arrangieren sich die Kurfürsten wieder mit Papst Bonifaz IX indem sie einfach vorgeben dieser sei beim Königssturz involviert gewesen. Die Bitte an den Papst Ruprecht von Wittelsbach (St) nun als rechtmäßigen König anzuerkennen dauert bis 1402. Als König Wenzel von Luxemburg (St) (39) von seiner Absetzung erfährt, schwört er den neuen König Ruprecht von Wittelsbach (St) tot zu stechen!. Auch Markgraf Jost von Mähren (St)schwört sich alle Barthaare auszureissen um den Verrat zu sühnen. Wenzel von Luxemburg (St) (39) fordert die Stände zur Treue auf und befiehlt Strafaktionen, die sein Bruder, der spätere Kaiser Sigismund (St) durchführen soll. Zu diesen kommt es aus Zerstrittenheit, Faulheit und Untätigkeit nicht. - Pfalzgraf Ruprecht von Wittelsbach III von der Pfalz (St) (48), mit Elisabeth von Zollern-Nürnberg verheiratet, wird in Köln zum römisch-deutschen König gekrönt, da Aachen sich zu Wenzel von Luxemburg (St) (39) bekennt. - Frankfurt, das gerade eine neue Stadtmauer baut (heutiger Cityring: Ein Teil davon, der Eschenheimer Turm in der Frankfurter Innenstadt, waffentechnisch mit vier Feuerbüchsen, 44 Bleiklötzen, einem Sack Pulver, vier Stegreifarmbüchsen und drei Töpfen mit vergifteten Pfeilen) die Kaiser Ludwig IV schon 1333 gestattet hatte, erbittet den neuen König sechs Wochen und drei Tage vor der Stadt zu lagern bis er eingelassen werden kann. Nach viertägigen Ritterspielen werden zunächst die Königinnen mit ihren Jungfrauen eingelassen. Dahinter der trierer Erzbischof Werner von Falkenstein III (St), rechts des Königs, der kölner Erzbischof Friedrich von Saarwerden und links der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St). Direkt vor dem König trägt sein Schwiegersohn das offen zur Schau gestellte Schwert. Der Einzug in Frankfurt ist König Ruprechts von Wittelsbach (St) erster Erfolg. Eine französiche Gesandtschaft wird von König Ruprecht von Wittelsbach (St) (48) freundlich abgewiesen. - Die Pest grassiert in ganz Italien. - Der italienische heilige Bernhardin, der Lehrer des päpstlichen Inquisitors Johannes Capistranus, macht durch aufopfernde Krankenpflege von sich reden. - Die ehemalige Metropole Mainz hat nur noch etwa 4000 Einwohner, alleine die Zünfte sind um 2 Drittel zurückgegangen. - Der Architekt Lorenzo Ghiberti macht linear-perspektivische Untersuchungen. - In Süditalien führt Aulus Cornelius Celsus wieder erste gesichtschirurgische Operationen durch. - Der ehemalige englische König Richard II wird durch Verhungern ermordet. - Jan Hus wird zum Priester geweiht und klagt den sündigen, geldgierigen, verschwenderischen Klerus Oh Geistlicher, wenn du nicht in Pech und Schwefel enden willst, so musst du die Hurerei des Leibes und der Seele vermeiden an. - Bevölkerung wächst wieder. - Die Walachei wehrt erneut die Osmanen unter Sultan Bayezit I ab. - König Ruprecht von Wittelsbach (St) rüstet sich zur Romfahrt um die Kaiserkrone vom Papst zu erhalten. - Die saynische Residenzstadt Hachenburg brennt vollständig bis auf die Kirche nieder. - Der hattsteiner Besitzstand schrumpft und neben einem Hof wird teilweise nur noch Pferd und Rüstung vererbt. - Eschwege und Sontra werden vom thüringischen Landgrafen an Kurmainz abgetreten. - Landgraf Hermann von Hessen II (St) (59) und Philipp VIII von Falkenstein-Münzenberg (St) schließen ein dreijähriges Bündnis. - Landgraf Balthasar von Thüringen und sein Sohn Friedrich schließen mit den Städten Erfurt, Mühlhausen und Nordhausen ein Landfriedensbündnis bis 1404. - Graf Otto von Solms (St) zeigt dem Landgrafen von Hessen an, daß er Feind von Graf Philipp von Solms (St) geworden ist. - Johann II von (Isenburg-)Wied (St) heiratet zuerst Agnes von Westerburg und nach ihrem Tod Kunigunde von Westerburg. - Zunftunruhen in Frankfurt. - Die Königstochter Agnes von Wittelsbach von der Pfalz (St) heiratet Graf Adolf II von Kleve und der Mark und überlebt das erste Ehejahr nicht. - Die nürnberger Lorenzkirche wird durch Strebepfeiler erweitert und kleine Privatkapellen für die Ratsgeschlechter abgezweigt. - Der deutschen Königin zur Ehre werden in Frankfurt mehrere Turniere abgehalten. - Die siegener Grube Brüderbund ist in Betrieb. - In Andernach wird ein rechteckiger Schwimmkran eingesetzt. - Der Jurist, pfalzgräflicher Hofmeister, Rat in Mainz, Worms, Speyer, Straßburg und Frankfurt Hans von Hirschorn V, verheiratet mit Wild- und Rheingräfin Iland von Daun, wird für rund zehn Jahre königlicher Gesandter und beginnt mit der Rückgewinnung der von seiner Familie während der Reichsacht verlorenen Güter. - Gräfin Anna von Katzenelnbogen (St) setzt sich für ihre bornicher Hörigen bei der Stadt Köln ein. - Gräfin Anna von Katzenelnbogen (St) und ihr Vater Graf Eberhard von Katzenelnbogen (St) stiften eine Pfarrei in Patersberg (2198) damit Mütter ihre Kinder taufen lassen können. - Landgraf Hermann von Hessen II (St) (59) läd Graf Diether von Katzenelnbogen VIII (St) zu einem Ritt nach Schmalkalden ein, die er gerne annimmt. - Graf Simon von Zweibrücken-Bitsch V, der Bruder von Graf Hanemann von Zweibrücken-Bitsch verzichtet auf sein Landecker Erbe. Die Gemeinen auf Burg Landeck Graf Friedrich von Zweibrücken-Bitsch und sein Neffe Graf Hanemann von Zweibrücken-Bitsch II, Herr Otto von Ochsenstein VII und sein Neffe Herr Friedrich von Ochsenstein, Guda Landschad von Steinach, Witwe des Dieter (II.) Kämmerer von Worms, sowie Konrad Landschad von Steinach schließen einen Burgfrieden. - Graf Philipp von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St) (32) wird wichtiger Helfer von König Ruprecht von Wittelsbach (St). - Der wormser Bischof Eckhard von Dersch wird von den Bürgern aus Worms vertrieben und erhebt Ladenburg zum Bischofssitz. - Gerhard von Schönborn wird Vogt in Westerburg, Amtmann in Kronberg. - Der idsteiner Bergfried wird aufgestockt und erhält 4 Ecktürmchen. - König Wenzel von Luxemburg (St) (39). adelt seinen Leibarzt Siegmund Albich, der 1412 für wenige Monate prager Erzbischof wird. - Johann von Isenburg II Limburg (St) erbaut den zweigeschossigen Pallas in der Burg Limburg. - Die friedberger Burgmannschaft besteht aus 99 Burgmann aus 49 Burgmannenfamilien. - Simon Grans von Heppenheft ist in Frankfurt Bürge für Pfalzgraf Ruprecht von Wittelsbach III von der Pfalz (St) (48). - Wetter: Hochwasser in Nürnberg. Günther von Schwarzburg, Johann von Ziegenhain, Heinrich Schetzel von Lorch und Heinrrich von Schöneck sind mainzer Domherren.

1399 Die Grafen von Katzenelnbogen erbauen die Burg Rüsselsheim gegen den vergeblichen Widerstand der Städte Mainz und Frankfurt. Agnes von Katzenelnbogen (St) stirbt. Angebliches Geburtsjahr von Philipp der Ältere von Katzenelnbogen (St) nach Papst Pius II, der ihm Milchprodukte während der Fastenzeit erlaubt.

Die alte Brücke über den Main in Frankfurt ist so baufällig, dass sie erneuert werden muss und vom Stadtbaumeister Maderer nach Vorbild der Prager Brücke erneuert wird. - Der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St).gründet mit den Kurfürsten von der Pfalz, Sachsen und Köln den Marburger Bund gegen König Wenzel von Luxemburg (St) (37). - Die Ganerbenburg Tannenberg, die berüchtigste bergsträsser Raubritterburg wird von einer Allianz der drei Kurfürsten, Mainz, Trier und Köln, der Pfalz und von den Städten Speyer, Worms und Frankfurt in einer Strafaktion erobert und zerstört. (Im Brunnen der Burg fand man die älteste deutsche Handfeuerwaffe. und Kachelofenscherben mit reichen Verzierungen von Tieren und Phantasielebewesen wie Drachen) - Frankfurt erhält erste gepflasterte Strasse, die Allerheiligengasse. - Gian Galeazzo Visconti (St) (37 erlässt Hygienemassnahmen gegen die Pest in Mailand. - Der englische König Richard II wird wegen Unwürdigkeit nach dessen Säuberungsaktionen als König abgesetzt. Heinrich IV oder Henry Brolingbroke, aus dem Hause Lancaster erschleicht sich mit Hilfe der Kirche den Königstitel von dem minderjährigen Edmund Mortimer und legt die Grundlage für die Rosenkriege. - Großer Zollstreit zwischen Frankfurt und Straßburg, das sich über immer mehr Visiergeld, Krangeld und Hausgeld uvm. beschwert - Der Gegenpapst Benedikt XIII wird in seinem Palast gefangengehalten. - Albrecht von Wertheim wird weil sein älterer Bruder Eberhard als Bischof nicht bestätigt wird Bischof von Bamberg. - Christine de Pisan prangert im ersten Literturstreit an der pariser Universität die frauenfeindlichen Textpassagen im Rosenroman, namensgebend für den Film Der Name der Rose, an. - In den Rechnungen des Klosters Marienburg weisen Aufträge in bedeutenden Umfang an Bernsteindreher und -schnitzer mit dem Bernsteinregal (Monopol) des Deutschen Ordens. - Ernst, Bischof von Halberstadt, schliesst mit Landgraf Balthasar von Thüringen, und dessen Sohn Friedrich ein Bündnis auf 6 Jahre namentlich gegen das Stift Mainz, Landgraf Hermann von Hessen II (St) und die Städte Erfurt, Mühlhausen und Nordhausen. - Pfalzgraf Ruprecht von Wittelsbach III (St) verbündet sich auf 5 Jahre mit dem mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St), Herzog Stefan von Bayern, den Brüdern Landgraf Balthasar und Landgraf Wilhelm von Thüringen, Herzog Ludwig von Bayern, Bischof Albrecht von Bamberg, Landgraf Hermann von Hessen II (St) (58) den Burggrafen Johann und Friedrich von Zollern VI -Nürnberg (St) für den Fall eines Krieges mit den Städten bzw. dem Städtebund. - Bechtram von Vilbel und Walter von Vilbel verlangen illegal von Burg Vilbel aus Zoll- und Wegegeld. Die frankfurter Verbündeten Ulrich von Hanau V (St) und Philipp von Falkenstein (St) erobern und zerstören Burg Vilbel. Bechtram von Vilbel wird hingerichtet. - Das bleigedeckte Münster und das Stift in Fulda brennen nach einem Blitzeinschlag ab. - Die Herzogin von Brabant, zieht mit mehr als viertausend Rittern und Knechten und mehr denn hundertsechzigtausend Leute zu Fuß, gegen den Herzog von Geldern und den Herzog zu Jülich und richtet in Jülich einen ganzen Monat lang großen Schaden an. - Erste Abbildung von Schlittschuhläufern. - Der mainzer Rat setzt für seine beiden frankfurter Marktschiffe einen Maximalfahrpreis von 12 alten Hellern fest. - Engelbert von Nassau I (St) (29) ist Dompropst zu Münster und kehrt in den weltlichen Stand zurück, da seine Brüder Johann II (St), der Verwalter, und Johann III (St) unverheiratet bleiben und nur uneheliche Nachkommen haben. - Das Domkapitel des durch Fehden und Kriege zerstörten und bankrotten trierer Kurstaates bittet Papst Bonifaz IX dem erkrankten trierer Erzbischof Werner von Falkenstein (St) einen Koadjutor zur Seite zu stellen, was dieser jedoch ablehnt. - Das bamberger Domkapitel nimmt nach päpstlicher Bestätigung nur noch Edelfreie auf. - Der Burgberg der Isenburg wird mit einer Mauer befestigt. - Simon von Heppenheft alias Grans von Rheinberg, Herr auf Burg Rheinberg, vergibt stellvertretend für Graf Diether von Katzenelnbogen VIII (St) Lehen. - Markgraf Jost von Mähren (St) bietet dem mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) 8000 Gulden um neuer König zu werden - Graf Philipp von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St) (31) wird Mitglied des königlichen Rates von Frankreich. - Das frankfurter Leinwandhaus wird statt als Handelshaus für Tuchwaren erbaut. - Die Brustbüchse, die Petrinal, setzt sich in Bologna als Reiterwaffe durch. Sie wird am Brustharnisch eingehängt und auf einer am Sattel befestigten Gabel aufgelegt. Sie heißt auch Knallbüchse. - Heinrich von Bellersheim erklärt dem Herrn Ulrich von Hanau V (St) eine Fehde und bekriegt dessen Burger Hanau, Windecken, Dorfelden, Assenheim, Rodheim und Münzenberg. - Der Sohn des kurpfälzer Rates und Vertrauten von Ruprecht von Wittelsbach III von der Pfalz (St) (47) Weiprecht von Helmstatt wird neuer speyerer Bischof Raban von Helmstatt. - Eine kölner Gesandtschaft schifft sich mit 955 Liter Weißwein und 220 Liter Rotwein auf dem Rhein ein. Die Reise geht über Ijssel und Nordsee nach Hamburg, wo der verbrauchte Wein im Ratsweinkeller aufgefüllt wird weiter zum Hansetag nach Lübeck. - Albert von Liebenstein, Johann von Menzingen alias Johann von Münzingen, Heinrich von Geroldstein, N Breder von Hohenstein, Truschard von Scharfenstein und Dietrich Knebel von Katzenelnbogen sind mainzer Domherren.

1398 Graf Diether von Katzenelnbogen VIII (St) beziffert seine Forderungen an das Land Luxemburg auf 18666 Gulden um deren Begleichung er sich vergeblich bemüht. Graf Diether von Katzenelnbogen VIII (St) legt die von Markgraf Jobst von Luxemburg (St) luxemburger Statthalterschaft ab. Er wird von König Wenzel von Luxemburg (St) zum Reichslandvogt der Wetterau bestellt und mit seinem Sohn Johann von Katzenelnbogen IV von Landgraf Hermann von Hessen II (St) (57) mit zwei Drittel an Burg, Stadt und Kirchspiel Driedorf belehnt. Graf Diether von Katzenelnbogen VIII (St) verpfändet Hohenstein, Kemel und Nastätten an Kuno von Reifenberg.

Der mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St) belagert Burg Tannenberg. - König Wenzel von Luxemburg (St) (36) ist so betrunken, dass er bei einem Festmahl des französischen König Karl VI Reims nicht erscheinen kann. - Papst Benedikt XIII wird in Avignon vom französischen König Karl VI sieben Monate lang belagert. - Bechtram von Vilbel greift zusammen mit Graf Gerhard von Sayn (St) das frankfurter Marktschiff auf dem Weg nach Mainz mit Ratsherrn als Reisenden mit Toten und Verwundeten an. - Bertram von Vilbel nimmt den katzenelnbogener Feind Johann von Kronberg in Bonames auf. Graf Diether von Katzenelnbogen VIII (St) wird von Frankfurt heraus angegrifffen.(2137) - Offene Streitigkeiten zwischen dem regierenden Herrn Ulrich von Hanau V (St) und seinen jüngeren Brüdern Reinhard von Hanau II (St) und Johann von Hanau (St) bis hin zur Fehde. - Oppenheim fällt an die Kurpfalz. - Der Stecknitzkanal, die erste Kanalverbindung über eine Wasserscheide ist fertiggestellt und verbindet Nord- und Ostsee. - Unterhalb der Burg Blankenstein wird das Brauhaus am Schlossberg erbaut. - Herzog Friedrich von Braunschweig tritt dem Landfrieden bei, dem auch Landgraf Hermann von Hessen II (St) (57) angehört. - Graf Heinrich von Nassau -Beilstein (St) quittiert Landgraf Hermann von Hessen II (St) (57) über die ihm (Heinrich) jährlich zu Martini von der Stadt Herborn fälligen Gülte von 100 fl. Geldes. - Der 60 jährige Graf Johann von Sponheim IV -Starkenburg (St) übernimmt die Regierung in der hinteren Grafschaft Sponheim bis 1413. - Der Sohn des reichen frankfurter Patriziers Jacob Knoblauch stirbt nachdem er den Knoblauchshof verkaufen muss. - Burg Waldeck der Stammsitz der Herren von Boos und Waldeck im Hunsrück wird von Pfalzgraf und Kurfürst Ruprecht von Wittelsbach (St) (46) belagert und eingenommen. Pfalzgraf und Kurfürst Ruprecht von Wittelsbach (St) (46) erbaut in der Burg einen die andereren überrageneden Turm, kauft Häuser in der Burg Waldeck und sichert sich das Vorkaufssrecht in der Burg Waldeck. - Graf Wilhelm von Isenburg II -Wied (St) lässt seine restlichen 6 Nachkommen legitimieren. - Beim kronberger Armbrust-Schützenfest werden die frankfurter Schützen eingeladen. Hauptpreis ist ein Kleinod im Wert von 13 Gulden bei einer Schußdistanz von 155 Schritten. - Der frankfurter Peter Leinenweber wird in Kronberg ermordet. - Graf Dietrich von der Mark fällt bei der Belagerung der Burg Elberfeld wodurch sein Bruder Graf Adolf von Kleve die Grafschaften Mark und Kleve vereinigen kann. - Graf Johann von Sponheim III -Starkenburg (St) erhält Zollfreiheit für Getreidetransporte durch luxemburger Gebiet. - Der rheinische und wetterauer Landvogt Graf Philipp von Nassau-Weilburg-Saarbrücken (St) läd den Graf Philipp von Falkenstein VII (St) vor das Landgericht in Mainz. - Wilhelm von Sayn (St) fällt in die Schuld von Herzogin Johanna von Luxemburg und Brabant. Sie wird erst 1452 beglichen. - König Wenzel von Luxemburg (St) (34) verleiht den Zoll bei Höchst wieder an den mainzer Erzbischof Johann von Nassau II (St). - König Wenzel von Luxemburg (St) (36) kommt nach Würzburg stellt 7 fränkische Städte unter seinen Schutz und verärgert den würzburger Bischof Gerhard von Schwarzburg indem er ihm wegen der drückenden Schulden einen Hauptmann vor die Nase setzt. - Pfalzgraf Ruprecht von Wittelsbach II (St)bedenkt Else von Stromberg, seine illegitime Tochter, die im Kloster Liebenau lebt mit einer lebenlangen Leibrente, seine Konkubinen, genannt Buhlen, findet er mit Einmalzahlungen von 60 fl, 40 fl und 30 fl ab. - Isengard von Isenburg-Büdingen ist Äbtissin von Kloster Marienborn. - Graf Philipp von Nassau I Weilburg-Saarbrücken (St) (29) wird erstes hochadeliges Mitglied in der Ritter- und Turniervereinigung Gesellschaft mit dem Esel. - Der mainzer Patrizier und oppenheimer Schultheiß Heinrich zum Jungen II teilt sich mit der Stadt Mainz den mainzer Rheinzoll. Heinrich zum Jungen II stirbt als Ehemann von Else Knebel von Katzenelnbogen. Tham Knebel von Katzenelnbogen wird neuer oppenheimer Reichsschultheiß. - Konrad von Solms- Braunfels II (